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Tiberium Alliances iOS Version angespielt

Tiberium Alliances iOS Version angespielt


Tiberium Alliances für iOS

4. März 2013 von moby3012


Die offizielle App zu Command & Conquer: Tiberium Alliances angespielt. Meine Eindrücke zum Spiel in der mobilen Version und was man eventuell noch verbessern kann.

Bereits vor einigen Wochen im Podcast als nahezu live angekündigt, fand sich im kanadischen Applestore am 3. März nun endlich die lang erwartete iOS-Version für Phenomics Browser-Erfolg Command & Conquer: Tiberium Alliances.

Doch richtig gelesen, nur der kanadische Appstore des Elektronik-Giganten mit der angebissenen Frucht listete die Anwendung und wie wir wenig später erfahren durften, wird das nun erst einmal auch so bleiben. So will man die kanadische Community als eine Art Betatester behandeln und die App erst richtig optimieren, bevor sie auch für den Rest der Welt zugänglich gemacht wird. Ein kleines aber doch vielleicht nicht unbedeutendes Informationsschnipselchen, welches eher durch Zufall Bekannt wurde. Wie dem auch sei, in Anbetracht dieser „Testversion“ muss natürlich vorweg genommen werden, dass die Erfahrungen mit der App nicht zwingend den tatsächlichen und finalen Qualitätsstandard wiederspiegeln.

iosta00 Tiberium Alliances iOS Version angespieltDa ich glücklicherweise Verwandschaft im kalten Norden des amerikanischen Kontinents habe, konnte ich mir problemlos einen kanadischen Apple-Account anlegen und die App herunterladen. Mit rund 21 MB ist die Größe dabei eher moderat, doch vorsicht der Schein trügt. Dazu aber später mehr. Einmal heruntergeladen ist die App recht schnell auf mein iPhone4 übertragen gewesen. Auch hier eine Anmerkung, das iPhone4 ist mitlerweile auch schon 2,5 Jahre alt und somit nicht als Leistungsreferenz anzusehen.

Nichts los ohne Origin

Beim ersten Start dann wird man gebeten, seine OriginID anzugeben, auch hier läuft ohne EAs Onlinedienst nichts. Das ist allerdings zu erwarten gewesen, immerhin soll ein problemloser Wechsel zwischen Mobile- und Desktopversion gewährleistet sein. Nachdem man eingeloggt ist, hat man erstaunlicherweise alle Origin-Funktionen zur Verfügung. Das ist auf der einen Seite zwar sehr schön, doch ob das für eine mobile TA-Version wirklich nötig ist, darüber lässt sich sicherlich streiten. Jedenfalls war mein Bildschirm erst einmal komplett bedeckt mit Origin-Fenstern, sodass sich die wahre App nur erahnen lies. Einmal den richtigen Knopf gefunden, ist man dann aber nahezu befreit von Origin und muss sich auch bei einem Neustart der App nicht neu anmelden. Zudem ist das Fehlen von Werbebannern positiv zu beurteilen, da es sich ja um eine kostenfreie App handelt.

Besser mit WLAN

iosta03 Tiberium Alliances iOS Version angespieltEinmal eingeloggt registriert die App dann sofort, auf welcher Welt man zuletzt aktiv war. Nutzer der Desktopversion kennen das ja bereits. Die Funktionalität bleibt in der App bei anderer Optik also gleich, auch die Sprache richtet sich nach der gespielten Welt. Voll freudiger Erwartung drücke ich also auf den Button „Jetzt Spielen“ und bekomme erst einmal einen Dämpfer. Ich darf nun einem Ladebalken zusehen, welcher mir gleichzeitig noch freudig entgegenstrahlt und ankündigt, 137 MB herunterzuladen. Na da freut sich mein Datenvolumen, Gott sei Dank war ich zu Hause und im WLAN. Wer das Spiel also das erste mal startet, der sollte es mir gleich tun und lieber nicht in der Toilette des Arbeitgebers den ersten Start wagen -es sei denn, dort gibt es WLAN.

Die Daten waren recht zügig heruntergelanden. Es wird sich dann beim weltweiten Launch zeigen, wie stark die Server sind und ob es dann genauso flott geht. Auf jeden Fall muss man auch das nicht zweimal machen, ein Neustart der App funktioniert auch ohne den Download. Es ist anzunehmen, dass einfach alle Grafiken im Spiel hier gecached werden und man die Downloadgröße der App gering halten wollte.

Noch ein kleines Update heruntergeladen, dann ging es auch endlich ins Spiel. Das sah schon alles sehr gut aus, bis ich bemerkte, dass die App keine eigenen Grafiksettings verwendet, sondern die, welche an den Account gebunden sind. Sprich spiele ich mit allen Animationen und Effekten am Browser, sind diese auch in der App aktiviert. Auf der anderen Seite natürlich genauso. Die Settings heruntergeschraubt um die Performance zu steigern, sind diese auch im heimischen Browser unten.

Endlich im Spiel

Was auf jeden Fall direkt auffällt ist, dass alles doch recht klein ist. Klar ist das erstmal notwendig um alle Komponenten auf den Bildschirm zu bekommen. Eine Zoom-Funktion wäre aber vielleicht auch nicht verkehrt. Gerade wenn man etwas dickere Finger hat (Glück gehabt!).
Im Wesentlichen bietet die App alle Möglichkeiten der Browserversion, wenn auch weniger schnell zugänglich. So gibt es keine Leiste am oberen Bildschirmrand, in welcher ich z.B. Forschung wählen kann. Dieser Punkt ist hinter einem Menübutton in der rechten oberen Displayecke verborgen und wird erst sichtbar, wenn man das Menü gewählt hat. Auch Spielerinformationen sind in einem zusätzlichen Menü untergebracht, welches auf der gegenüberliegenden Seite positioniert ist. Alles in allem wirken die Punkte gut durchdacht und sind schnell erreichbar. Doch wird man im Browser geradezu mit Hilfe-Popups überschwemmt, so fehlen diese in der App gänzlich. Allerdings muss ich gestehen, noch keine neue Welt mit der App gestartet zu haben, sondern in eine bereits begonnene eingestiegen bin. Das wäre also noch herauszufinden, ob es dann anders ist.

 

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Weiter gehts mit den verschiedenen Ebenen. Über das Wischen mit dem Finger nach oben kommt man in die Verteidigungsansicht. Doch da ist plötzlich Schluss. Etwas verwirrt suche ich nach einem Knopf um ins Armeelayout zu gelangen. Einige Zeit später beim Raiden entdecke ich dann, dass sich die Armeevorschau, anders als in der Browservariante, nicht mehr unter der Verteidigung befindet, sondern über der Basis. Zu Erreichen ist sie also genauso wie die Verteidigungsansicht, nur eben in die andere Richtung.
Das Aufwerten und Verkaufen der Einheiten und Gebäude ist auch etwas anders. So muss man in der mobilen Variante jedes Gebäude seperat anwählen und hat dann für dieses die Möglichkeit, die Stufe zu erhöhen, das Gebäude zu verschieben oder es eben in Bares umzuwandeln. Ander als im Browser sieht man also nicht per Klick auf den Upgrade-Button, welche Gebäude oder Fahrzeuge aktuell aufrüstbar sind. Es lässt sich aber noch global reparieren.
Über den Klick auf den Kran, beziehungweise meiner Meinung nach der Wunderlampe, erhält man die aus der Browser-Version bekannte Bauleiste. Ein Gebäude wird nachdem es zum Bau gewählt wurde dann direkt platziert und muss erst verschoben werden.

Auf in die weite Welt

iosta08 Tiberium Alliances iOS Version angespieltDoch genug gesehen von der Basis. Ich tippe auf die kleine Weltkugel am linken unteren Displayrand und sehe einige Zeit später auch schon die Weltkartenansicht. Zum Glück hat das Spiel die ganzen Grafiken ja schon beim Start geladen, so geht der Übergang mehr oder weniger flott, wenn auch mit einem kleinen Ladebildschirm.
Auch auf der Karte gibt es keine Unterschiede zur Grafik im Browser, der Tiberium Alliances Veteran sollte sich also direkt zurechtfinden. Neu ist allerdings das aus dem Konsolenableger von Kanes Wrath bekannte Radiant-Interface, welches immer dann erscheint, wenn man eine Basis oder ein Forgotten-Camp anvisiert. So sind alle wichtigen Optionen platzsparend um das gewählte Ziel angeordnet und per Antippen erreichbar. Selbiges erscheint auch, wenn man auf leere Spots klickt, sodass ein Relocate auch in der App problemlos möglich ist.
Für „Fundskerle“ gibt es übrigens immer ein Einkaufswagensymbol unten links, sodass man direkt in-App Funds kaufen kann. Das habe ich zwar noch nicht probiert, allerdings hat man über dieses Menü auch Zugriff auf die gewonnenen Pakete.

Die Waffen legt an

So, genug gespielt. Jetzt wirds ernst. Ich mache meinen ersten Raid in der App und tippe das nächstgelegene Forgotten-Camp an. Per Tipp auf das Fadenkreuz komme ich auch direkt in die Angriffsansicht, die sich nicht wesentlich von der Browser-Version unterscheidet. Lediglich das Bewegen der Einheiten geht per Selektion der zu verschiebenden Einheit und anschließendem Antippen der Zielpostion. Den Angriff gestartet kann ich genauso wie am heimischen PC zusehen, ob ich mir da was Vernünftiges ausgedacht habe, oder ob ich gerade Commandpoints zum Fenster rauswerfe. Für alle die allerdings, die regelmäßig den Angriffssimulator nutzen, sehen die Zeiten mit der App wenig rosig aus. So etwas gibt es nämlich nicht und ist wohl auch eher unwahrscheinlich, dass es ihn jemals geben wird. Es sei denn Phenomic entschließt sich dazu ihn offiziell einzubauen.

Vollständiger Sieg?

iosta07 Tiberium Alliances iOS Version angespieltDie App ist grundsätzlich sehr solide und bietet auf den ersten Blick keine wirklichen Nachteile gegenüber der Browser-Variante. Die Übersicht ist gegeben und alle Funktionalitäten enthalten. Dennoch ist es irgendwie gefühlt umständlicher mit der tiberiumverseuchten Welt zu interagieren, zumindest für mich. Das mag zum einen sicherlich an der kleinen Größe liegen, welche durch die Screenshots allerdings nicht so wirklich zur Geltung kommt, zum anderen aber sicherlich auch ein den furchtbaren Lags die es des öfteren gibt. Gerade in manchen Menüs ist es schwer auf Optionen zuzugreifen, oder auch das Ernten von Bonuspaketen braucht mehr Zeit. So hat man eigentlich schon alle angetippt, merkt man kurze Zeit später, dass da doch noch einige sind, die die Berührung nicht registriert haben. Ein weiterer Negativpunkt ist, dass das Spiel dauerhaft den Bildschirm beleuchtet. Wer denkt, er kann die App nebenher laufen lassen und ab und an aufwecken, der irrt. Entweder man lässt es laufen und kann zusehen wie der Akku das Weite sucht, oder man sperrt das Display um sich dann kurze Zeit später die Meldung durchlesen zu können, dass man vom Server abgemeldet worden ist. Es wäre also wirklich schön, wenn der Server dem Smartphone eine Pause gönnen würde und wirklich nur bei Verbindungsabbruch die Notbremse zieht. Ich bin allerdings nicht wirklich mit der Appentwicklung vertraut, sodass ich nicht sagen kann ob das technisch möglich ist. Wünschenswert wäre es allerdings.

Und zu den Laggs kann ich auch nicht sagen, ob das auf neueren iDevices besser funktioniert, allerdings sollte das Spiel eigentlich flüssig laufen, wenn ich ein Bad Company 2, Red Alert 3 oder auch ein NHL2K11 problemlos spielen kann. Zwar sind diese Spiele extra für das iPhone entwickelt, aber meiner Vorstellung nach trotzdem ungleich komplexer.

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass die App noch einiges an Verbesserungspotenzial bietet. Dafür gabs es aber ja einen anfänglich lokal begrenzten Launch, und ich hoffe, dass viele Kanadier die Anwendung ausprobieren und Phenomic Feedback liefern, wie man sie noch verbessern kann. Grundsätzlich ist sie aber schon gut durchdacht, bietet keinen wirklichen Nachteil und ist für Unterwegs bereits jetzt schon recht gut geeignet (Sofern der erste Start im WLAN erfolgt). Und da sie komplett kostenfrei ist, schadet es ja auch keinem sie einmal anzutesten.

Wir halten euch hier auf jeden Fall auf dem Laufenden, wie es mit der mobilen Version zu Tiberium Alliances weitergeht und wünschen den Kanadiern schon einmal viel Spass.


Kategorie(n): Specials | Tag(s): Beta, podcast
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