Lieutenant Eva Lee

Lieutenant Eva Lee

C&C Alarmstufe Rot 2 Story


Die Figur Lieutenant Eva

Eva Lee ist eine Nachrichtenoffizierin der Alliierten im zweiten großen Krieg gegen die Sowjets. Sie fällt in erster Linie durch ihr Pflichtbewusstsein und ihr kühles, distanziertes Auftreten auf, welches erst am Ende von Yuris Rache verschwindet. Sie ist Teil des Teams von General Carville und scheint großen Respekt für diesen zu empfinden

Die pflichtbewusste Untergebene

In Alarmstufe Rot 2 wird man von Lieutenant Eva gleich zu Beginn der Alliierten-Kampagne begrüßt und eingeführt. Sie gibt sich dabei von Anfang an distanziert und gibt nur zu erkennen, dass sie sehr froh darüber könnte, dem einzigen Commander, der noch lebt, zu dienen. Sie meint das wohl mehr höflich, als dass sie mit ihrem Schicksal hadert – im Gegensatz etwa zu Tanya, die einem zunächst misstraut. Sie tut sich kurze Zeit später als stille Heldin hervor: Als die Sowjets mit Hilfe eines Psycho-Leuchtfeuers in Washington die Kontrolle über President Dougan und General Carville übernehmen, ordnet sie die Zerstörung des Gerätes an. Der Präsident und Carville können evakuiert werden und fliehen nach Kanada, wo sie sich vor den Gedankenkontroll-Ambitionen der Sowjets sicher wähnen können. Eva geleitet einen weiter durch die Missionen und erst nach General Carvilles’ Tod findet sie wirklich anerkennende Worte, die aber eher für den großen Respekt, den sie für diesen zollt, spricht, da sie meint, er hätte „wie immer“ Recht gehabt, als er sagte, man würde die Alliierten erfolgreich durch den Krieg führen. Ihre stete Höflichkeit wird nur durch Professor Einsteins Einmischungen in den Einsatz, bei dem man sein Labor retten muss, auf die Probe gestellt und für die eine oder andere Technologie auf dem Schlachtfeld scheint sie nicht allzu viel übrig zu haben (siehe Zitate).

Unter Yuris Kontrolle

In Yuris Rache ist zunächst alles wie gehabt, Lietenant Eva weist einen in den ersten Einsatz und gibt in keiner Form zu erkennen, ob sie sich über das Wiedersehen mit „dem Commander“ freut oder nicht. Anders verhält es sich, als sie nach der erfolgreichen Reise in die Vergangenheit, den eigentlich ermordeten Carville wieder sehen darf. Noch mehr scheint sie aber Flint Westwood zu verehren, von dem sie ein Autogram haben möchte, als man ihn bei einer Mission in Hollywood antrifft. Als dann der Krieg gegen die Sowjets abermals gewonnen ist, übernimmt Yuri die Kontrolle über ihren Geist, da sie weiß, an welchem Ort der Vertrag unterschrieben wird, mit dem die Sowjetunion den Alliierten militärische Unterstützung im Kampf gegen Yuri zusagt. Sie versucht zunächst zu widerstehen, ist aber mangels Ausbildung dazu zu schwach. Yuris nun unmittelbar erfolgender Angriff auf den geheimen Ort (das nicht allzu geheime Parlamentsgebäude in London) kann nur mit Mühe zurückgeschlagen werden und die Sowjets unterzeichnen den Vertrag doch noch. Lietenant Eva fühlt sich als Versagerin, die die gesamte Operation gefährdet hätte und möchte nun eigentlich ihren Rücktritt verkünden. Carville fällt ihr aber ins Wort und möchte nur dann weiter aus ihrem „schönen Mund“ etwas über Rücktritte hören, wenn sie glaube, die erste zu sein, die von diesem verrückten „hirnlos gemacht wurde“ (Ihm ist das im Original-Alarmstufe Rot 2 ja wohlgemerkt ebenfalls passiert.). Sie ist mehr als dankbar und beweist noch einmal ihre Unentbehrlichkeit, indem sie die zentrale Operationsbasis Yuris ortet, wo dieser schließlich gestellt und gefangen genommen wird. In der abschließenden Sequenz öffnet sie sich nun völlig unverhofft dem Spieler, in dem sie Tanyas Verführungsversuch zuvor kommt und nun selbst in einem Kleid und zum ersten Mal mit offenen Haaren in den Hubschrauber zum Weißen Haus steigt.

Eva = EVA

Sowohl ihr Vorname, als auch ihr gesamtes Verhalten sprechen dafür, dass Lieutenant Eva nichts weiter als eine menschliche Form des in C&C zum Kult gewordenen Nachrichtencomputers EVA (Elektronischer Video Agent) ist. Damit geht man noch einen Schritt weiter als in Tiberian Sun, in dem die EVA wesentlich menschlichere Züge verliehen bekommen hat (In der englischen Version Tiberiumkonflikt hat EVA zwar eine weibliche Stimme, die aber sehr roboterhaft klingt, was sich in Tiberian Sun ändert. Der Fortschritt ist in der deutschen Version also nicht zu merken, da hier die Stimme auch im ersten Teil freundlicher und menschlicher synchronisiert wurde). Ihr unauffälliges und stets höfliches Auftreten entsprechen ihrer Rolle als Informationslieferantin, die selbst über keine eigentliche Befehlsgewalt verfügt. Sie geht dabei so weit, dass sie am Ende von Yuris Rache einen Countdown zur Verschmelzung der, durch die Vergangenheitsreise entstandenen Zeitlinien, aufsagt, statt sich Sorgen zu machen oder dies zu zeigen. Ihr Kleidungsstil ist sehr formell und ihre Haare sind stets zu einem Zopf zusammengebunden. Ihr Auftritt in dem weißen Kleid ganz zum Schluss ist wohl eher als abschließender Gag zu verstehen, als dass man vermuten sollte, ihre Distanziertheit wäre die ganze Zeit nur gespielt gewesen. Vor allem ist es wohl, wie Tanya bemerkt, eher ein Fehler bei der Verschmelzung der Zeitlinien, der dazu geführt hat.

Zitate

  • „Was kommt als nächstes? ‚Killerwale’?“ (Eine skeptische Bemerkung, nachdem sie die Riesenkraken der Sowjets und die Kontereinheit der Alliierten – die Delfine – vorgestellt hat)