Lia Kinsburg

Lia Kinsburg

C&C Tiberium Wars Story


Die Figur Lia Kinsburg

Lia Kinsburg ist in der Zeit vor dem Dritten Tiberiumkrieg Oberhaupt der GDI und damit die wohl mächtigste Frau der Welt. Sie führte den ursprünglichen Militärverband durch diese ruhige Zeit. Wie auch ihr Nachfolger Boyle war sie dabei sehr darauf bedacht, sich und die GDI in den Medien gut zu verkaufen, wenn auch nicht in einer solch rücksichtslosen Weise. Sie glaubte nicht mehr an eine Bedrohung durch Nod und ließ öffentlichkeitswirksam die Gefahrenstufe senken. Während sie gerade aller Welt verkünden will, dass die vorrangige Aufgabe der GDI nun die Eindämmung des Tiberiums sei, wird sie bei der Zerstörung der Philadelphia durch die Bruderschaft getötet.

Medienwirksames Lächeln

Wie genau Lia Kinsburg zu der Ehre kam, die GDI anführen zu können, wird nicht erwähnt. Genauso, warum James Solomon nicht mehr im Amt ist, obwohl er es vom Alter her vermutlich noch sein könnte. Von ihren Vorgängern Sheppard und Solomon unterscheidet sie sich aber ganz deutlich damit, dass sie keine rein militärische GDI mehr anführt und offenbar auch keine kämpferische Laufbahn hinter sich hat. Vielmehr wird die GDI im Buch als eine von zwei „Nationen“ beschrieben, die es auf der Erde noch gibt, ist also nicht mehr nur Exekutive der westlichen Staaten, sondern selbst zu einem Land geworden, besitzt also auch politische Macht. Vermutlich ist Kinsburg auch die Einteilung der Welt in Blaue, Gelbe und Rote Zonen zu verdanken.

Durch die politische Komponente ist sie auch eine ganz andere Anführerin, als ihre beiden Vorgänger und versteht es, sich vor den Kameras zu verkaufen. Anders als Sheppard, der in einer berühmten Szene Kanes „Medienhunden“ scheinbar hilflos ausgeliefert war, was aber auch Teil seines eigenen Plans gewesen ist. Dementsprechend wird sie auch in den Roman eingeführt. Statt einen wirklichen Ausblick auf die Pressekonferenz, die am nächsten Tag statt finden soll, zu geben, macht sie einen eher halbgaren Scherz, verkündet aber so gleich, dass ein „neues Schlagwort“ bekannt gegeben würde. Ohne irgendeine wirkliche Information gegeben zu haben, heizt sie die Medien also zu Spekulationen und Umfragen an, sodass diese fürs erste befriedigt sind.

Hinter den Kulissen zeigt sich Kinsburg als kompetent und durchaus nicht eitel. Ihr steht das größte Büro auf der Philadelphia zu, doch will sie es seinem eigentlichen Besitzer General Harkin zur Verfügung stellen, der dies aber ablehnt. Auch ihren Vorschlag, dass einige Soldaten seinen seltenen Schreibtisch in sein provisorisches Arbeitszimmer bringen könnten, lehnt er ab. Hier zeigt sie, dass sie zumindest gewillt ist, sich gut mit ihren Untergebenen zu stellen, ganz anders als Boyle, der sich mit General Granger einen mehr oder weniger offenen Konflikt liefert. Doch zeigt sie auch, dass ihr das Bild, dass es von der GDI gibt, sehr wichtig ist, da sie befürchtet, kürzliche Nod-Attentate könnten die von ihr veranlasste Senkung der Gefahrenstufe als Fehler erscheinen lassen.

Doch am nächsten Tag ist sie vor den Kameras sehr überzeugt von diesem Unterfangen und verkündet schließlich ihr Schlagwort, welches „Bewahrung“ lautet und die Bewahrung des Planeten Erde meint. Gut inszeniert bekundet sie, dass 2112 alle Roten Zonen wieder bewohnbar sein würden, was eigentlich das bisher bekannte Jahr war, an dem die ganze Erde mit Tiberium bedeckt sein würde. Noch während sie vollmundig die technischen Möglichkeiten dazu erläutert, erreicht aber auch schon eine Unheil verkündende Botschaft die Raumstation: Das Goddard Space Center wurde überfallen und die Philadelphia steht ohne Schutz da. Noch ehe realisiert worden ist, was das bedeutet, sieht die Führung der GDI durch ein großzügiges Fenster der Raumstation auch schon eine Rakete Nods hereinfliegen. Als die W3N-Reporterin Jasmine Martinez Kinsburgs Worte gerade an die Erde schicken will, wird die Raumstation zerstört und die gesamte GDI-Führung mit Kinsburg auf einen Schlag ausgeschaltet.

Zitate

  • „Ab sofort hat die GDI ein neues Schlagwort: Bewahrung“
  • „Die GDI wird sämtliche Rote Zonen bis zum Jahr 2112 wieder bewohnbar machen.“