Günther von Esling

Günther von Esling

C&C Alarmstufe Rot Story


Die Figur Günther von Esling

Günther von Esling ist der Oberbefehlshaber der Alliierten in Alarmstufe Rot 1 und damit quasi Alleinherrscher über die westeuropäischen Staaten. Sein Name deutet an, dass er ein Deutscher oder vermutlich sogar ein Österreicher ist. Er ist sehr reserviert und von daher lässt sich nur wenig, über seine Persönlichkeit sagen.

Der reservierte Oberbefehlshaber

Über von Eslings Herkunft kann nichts gesagt werden. Er ist Oberbefehlshaber, ohne dass etwas Genaueres über seine Hintergründe bekannt ist. Durch die Veränderung der Vergangenheit ist er, der ausgerechnet deutscher Herkunft ist, zu seiner Position gekommen und kämpft nun gegen den Invasoren, der Anstelle Deutschlands Europa überrennt: Die Sowjetunion. So aussichtslos die Lage dabei zu sein scheint, so wenig scheint sich von Esling daran zu stören. Er verleiht seinen Befehlen an keiner Stelle durch Lautstärke oder Gesten Nachdruck. Vielmehr scheint er einfach auf die Fähigkeiten des Spielers und der von ihm angeheuerten Agentin Tanya zu vertrauen, da diese die Kriegswende bringen könnten.

Dementsprechend hat von Esling wenig Verständnis dafür, dass Stavros nach der Zerstörung seiner Heimat Griechenland durch die Sowjets plötzlich aufsteht und den Raum verlässt. Er drängt ihn nur, seine persönlichen Verluste ein wenig zurückzustellen und versucht nicht einmal, ihn etwa damit zu vertrösten, dass der sowjetische Vormarsch langsamer voran kommt. Auch mit Einsteins etwas ausschweifender Art, seine Geräte und die der Sowjets zu erklären hat er eher Probleme und drängt diesen wenig freundlich dazu, zu erklären, was er meine. Der einzige, für den er wenigstens Worte des Lobes übrig hat, ist der Spieler. Über ein einfaches „Gut gemacht“ kommt er dabei aber nicht hinaus, er scheint es gewissermaßen doch als selbstverständlich anzusehen, dass die Alliierten gewinnen, wenn sie nur alles richtig machen.

Das letzte, was man von ihm sieht, sind die Befehle, die er an das Alliierte Kommando verteilt, als es an den Sturm auf Moskau geht. In der Abschlusssequenz taucht er, anders als Stavros und anders als die sowjetischen Führungskräfte in ihrer Kampagne, nicht mehr auf. Über seinen weiteren Verbleib ist somit ebenso wenig bekannt, wie über seine Herkunft.

Namenspatron einer Luftwaffenbasis

In Alarmstufe Rot 3 wurde ihm die Ehre zu Teil, dass der Hauptstützpunkt der Alliierten Luftwaffe in Island nach ihm benannt wurde. Dies ist etwas widersinnig, da er in diesem Teil nicht auftaucht, obwohl er ja prinzipiell zur gleichen Zeit spielt, wie der erste Teil, nur dass die Sowjets dieses Mal Erfolg haben. Vielleicht ist er ja Oberbefehlshaber gewesen, hat aber ohne Hilfe von Einstein versagt (Seltsamerweise kommt die Chronosphäre aber auch ohne dessen Gedankenblitze in dem Spiel vor.) und wurde abgelöst. Er dürfte aber weiterhin ein geachteter Mann gewesen sein, sonst hätte man die Luftwaffenbasis wohl kaum nach ihm benannt.

Vorbild in den Napoleonischen Kriegen?

In der Schlacht bei Eßling und Aspern (Heute beides Stadtteile Wiens.) konnte Napoleon zum ersten Mal in bei seinem Feldzug geschlagen werden. Möglicherweise war also der Name des Ortes Eßling namentliches Vorbild für den General. Schließlich wollte Napoleon, genau wie die Sowjetunion auch, ganz Europa unterjochen, scheiterte aber ironischerweise eben genau an Russland und konnte ebenfalls wie die Sowjetunion in dem Spiel England nicht einnehmen. So steht der Name Esling wohl einfach symbolisch für das beginnende Scheitern eines großen Eroberers.