General Carville

General Carville

C&C Alarmstufe Rot 2 Story


Die Figur General Carville

Generalmajor Ben Carville, meist einfach nur General Carville genannt, ist in Alarmstufe Rot 2 der höchste Befehlshaber der Alliierten und nur dem Präsidenten Dougan unterstellt. Bereits in der Alarmstufe Rot-Erweiterung Gegenangriff spielte er eine Rolle, da es aber nur in der Playstation-Version des Add-Ons Videos gab, ist das nicht hinlänglich bekannt. Er fällt durch seine ungestüme, direkte Art auf und ist ein großer Patriot.

Der Ameisen-Bezwinger

Carville, der seinem Akzent und seiner berühmten Kaffeetasse nach zu urteilen aus Texas stammt, ist beim Militär ein Aufsteiger gewesen. Mit seiner direkten Art gelang es ihm, schnell und ohne großWiderstände im Rang weiter und weiter aufzusteigen. So war er bereits in Alarmstufe Rot 1 General, anders als später in Alarmstufe Rot 2, wo er zwar immer General genannt wurde, aber eigentlich nur Generalmajor gewesen ist. Hier wies er einen in der Erweiterung Gegenangriff in diverse Missionen ein, meistens welche, die besonders heikel waren. Seine schillernde Persönlichkeit – er war weder Alkohol noch Zigarren sonderlich abgeneigt und spielte viel Golf, auch hatte er eine sehr blumige Art, die sowjetischen Truppen zu beschreiben – machten ihn schnell beliebt in der Presse. Besonders die Boulevard-Blätter berichteten gerne über ihn. Sie sind auch der Auffassung, dass er es war, der den Befehl für den Angriff auf das Nest der Riesenameisen gegeben hat. (Anmerkung: In einer geheimen Zusatzkampagne kämpft man gegen besagte Ameisen.)

Gedemütigter Verteidiger

Carville blieb dem Militär auch nach der Niederlage der Sowjets treu und ist in Alarmstufe Rot 2 kaum gealtert wieder mit von der Partie. Er ist es, der das Invasionsheer der Sowjets als erstes entdeckt und den Präsidenten warnt. Nachdem dieser die Bestätigung dafür erhalten hat, dass Premier Romanov es durchaus ernst mit seinem Angriff meint, gibt er auch den Befehl für den nuklearen Erstschlag durch, der jedoch an Yuris Gedankenkontrollfähigkeiten scheitert. Danach ist er neben Lieutenant Eva und dem Commander (dem Spieler) die einzige Person aus dem Führungskader des Militärs, der noch lebt und somit den aussichtslos scheinenden Kampf gegen den übermächtigen Gegner leiten darf. Er ist keineswegs gewillt, sich den Sowjets geschlagen zu geben und empfindet es als Schande, dass die Europäer um Hilfe gebeten werden. Er glaubt aber an den jungen Commander. Tanyas demonstrative Zickigkeit gegenüber diesem bereitet ihm dabei besondere Freude, weil er sich nicht von ihren Aversionen täuschen lässt und sich vermutlich denken kann, dass sie schon jetzt heimlich für ihn schwärmt. Doch der Gedankenkontrolle Yuris kann er sich genau so wenig entziehen, wie Präsident Dougan. Auch wenn es ihm später entsetzlich peinlich ist, verkündet er, dass der Krieg vorbei ist, da er festgestellt hat, dass die Kommunisten und die kapitalistischen Amerikaner das gleiche Ziel verfolgen. Als der Psycho-Strahler in Washington vom Commander zerstört wird muss er – sehr zu seinem Leidwesen – zusammen mit der restlichen amerikanischen Führung nach Kanada fliehen.

Von hier aus wird die allmähliche Befreiung der Vereinigten Staaten von der Sowjetunion organisiert. Ein Psycho-Verstärker, mit dem der gesamte nordamerikanische Kontinent zu Sklaven Yuris geworden wäre wird zerstört. Tanya zerstört Raketensilos, die Europa bedrohen und so mischen die europäischen Großmächte im Krieg gegen Romanov mit. Carville wird indes immer ungehaltener und veranlasst eine möglichst schnelle Rückeroberung Washingtons mit dem Pentagon, damit er in seine Heimat zurückkehren kann. Schließlich ist Amerika wieder komplett in der Hand der Alliierten. Mit Hilfe von Einsteins Chronosphäre könnte der Sturm auf die sowjetische Hauptstadt Moskau gelingen, doch das Labor wird von sowjetischen Streitmächten bedroht. Carville möchte nach Deutschland reisen und dort alles veranlasst. Da er noch mit dem Commander spricht, sieht er nicht, dass vor der von ihm geöffneten Tür ein Verrückter Ivan steht. Dieser zündet seinen Sprengsatz und tötet Carville damit. Er wird mit allen militärischen Ehren beigesetzt.

In der Sowjetkampagne taucht Carville nicht auf, er entsendet nur einen Propagandalastwagen zu dem Forschungslabor, in dem der Apokalypse Panzer entwickelt wird, um die Bevölkerung gegen das Militär aufzubringen. Zögert der Spieler zu lange, gelingt ihm das.

Getötet und wieder auferstanden

Sein Tod ist jedoch nicht das Ende vom Lied. Da Yuri die Alliierten mit seinen Psycho-Dominatoren dazu zwingt, abermals in die Vergangenheit zu reisen, kann Carville vor seinem Schicksal gewarnt werden und führt die Alliierten jetzt in diesem weiteren Konflikt. Er tut dies mit eiserner Hand und bekräftigt jeden Befehl, auch wenn es zumeist Lieutenant Eva ist, von der die Informationen stammen. Als diese von Yuris Gedankenkontrollfähigkeiten gefügig gemacht wird, veranlasst er sofort ihre Rettung und wird, auch wenn es heißt er sei gegenüber Untergebenen bisweilen herablassend, sehr wütend. Als sie für ihre vermeintliche Verfehlung zurücktreten will, hält er sieht empört davon ab. Yuri wird geschlagen und Carville stellt erfreut fest, dass jetzt „nicht die kleinste Fliege“ mehr kontrolliert wird. Die Verschmelzung der beiden parallelen Zeitlinien bewirkt, dass sich die Anfangssequenz wiederholt. Allerdings ist es nun nicht Yuri, der dem Präsidenten, der bei diesen Konflikt keine Rolle gespielt hat, vorgestellt wird, sondern Carville, der nun ganz offiziell wieder am leben ist.

Ein texanischer Churchill

Carville kann als eine Art amerikanische Version und Verballhornung von Churchill angesehen werden. Nicht nur, dass er die Statur von diesem hat, auch teilt er seine Vorliebe zu Alkohol und besonders Zigarren. Churchill war dafür bekannt, in Cognac zu baden und selbst beim diktieren immer eine Zigarre im Mund zu haben. Wie auch sein Vorbild ist Carville niemand der auf dem Feld kämpft, sondern hat nur, als er seine Reise nach Deutschland antritt, zwei Revolver bei sich. Diese trägt er vermutlich nur, weil er seine geliebten Vereinigten Staaten verlässt. Er wäre wohl körperlich auch kaum in der Lage zu kämpfen. Nikos Stavros, ein Befehlshaber der Sowjetunion in Alarmstufe Rot, der in einigen Missionen selbst zur Waffe greift, wird von Carville für dieses Verhalten scharf kritisiert.

Sein Patriotismus ist ebenfalls ein sehr markantes Merkmal an ihm. Denkt Präsident Dougan immer mehr daran, seinen Posten zu verhalten und möchte, dass seine Wähler am Leben bleiben, ist es für Carville unbegreiflich, dass den Vereinigten Staaten dermaßen zugesetzt wird. Er empfindet es als Schande, dass Europa zur Hilfe gerufen werden muss und wird in seinem Exil in Kanada nach eigenen Angaben verrückt. Als er dann ins Pentagon zurückkehrt, ist er regelrecht euphorisch.

Ben oder George?

Im Spiel wird Carville immer schlicht General Carville genannt, doch natürlich hat er auch einen Vornamen. Dieser scheint sowohl Ben, als auch George zu lauten, da es im Internet diverse Quellen gibt, die einen von beiden Namen angeben. In der MovieDB steht Ben, auf der offiziellen Seite des Schauspielers und der C&C-Wiki George. Im Introvideo von Alarmstufe Rot 2-Video wird er von Präsident Dougan aber eindeutig Ben genannt. Vermutlich hieß er in der Alarmstufe Rot 1-Erweiterung noch George und sein Name wurde für den zweiten Teil geändert. Da dies natürlich für Verwirrung gesorgt hat, lassen sich beide Namen in Bezug auf beide Spiele finden.

Zitate

  • „Ich werde verrückt, hier in Kanada! Gebt mir mein Büro wieder zurück!!!“ (Alarmstufe Rot 2)
  • „Oh, und ähm… Ein Kaffee kann oft Wunder wirken, Commander. Sie sehen so aus, als könnten Sie einen gebrauchen!“ (Alarmstufe Rot 2)
  • „Laut Einsatzbefehl 9066, der übrigens erst in ein paar Monaten geschrieben werden wird… da verknotet man sich ja die noch vorhandenen Gehirnstränge bei all diesem ganzen Zeitreisekram, naja, was soll’s!“ (Yuris Rache)
  • „Da soll mich doch einer in Sirup tauchen! Der Kerl verbirgt sich in der Antarktis!“ (Yuris Rache)
  • „Jetzt wird nichts mehr kontrolliert, nicht die kleinste Fliiiieeege!“ (Yuris Rache)