Das Tiberium

Tiberium ist ein fiktives, kristallartiges Material, dass als sehr bedeutend in der Echtzeitstrategie-Reihe Command & Conquer gehandelt wird.

Das normalerweise grüne Tiberium ist nach der ersten Entdeckung am Tiber (Fluss durch Rom, Italien) benannt (obwohl Kane behauptet, dass er das Tiberium entdeckt hat und es zu Ehren des Kaisers Tiberius „Tiberium“ genannt hat). Tiberium wächst kristallartig aus der Erde, in dem es dem Boden Metalle und andere schwere Mineralien entzieht. Die Kristalle können dann leicht gesammelt und weiterverarbeitet werden. Dieser Wachstumsprozess beeinträchtigt die Erde so sehr, dass sie nach dem Abbau des Tiberium restlos unnütz für die Landwirtschaft wird.

In der Geschichte von Command & Conquer gilt Tiberium als wertvolle Ressource und ist die Hauptquelle für das Geld im Spiel. Erntemaschinen (große, schwer gepanzerte Vehikel mit spezialisierter Ausrüstung), meistens als „Sammler“ bezeichnet, entreißen die Kristalle bei der Ernte schlicht dem Boden.

Die Menge und die Zeit des Wachstums der Kristalle hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. den Bodenumständen, der Feuchtigkeit, der Jahresdurchschnittstemperatur und dem allgemeinen Wetter.

Die Uridee zum „Tiberium“ kommt vom Film „The Monolith Monsters“ aus dem Jahre 1957.

Die Verbreitung

Das Tiberium erreichte die Erde zuerst durch einen Meteroitenhagel in den 1990ern. Das erste Stück wurde von Dr. Ignatio Möbius (obwohl einige behaupten, es wäre Kane selbst gewesen) beim Fluss Tiber in Italien entdeckt. Seitdem verbreitete es sich über den ganzen Planeten.

Tiberium kann sich fast überall ausbreiten, dabei haben jedoch ausschließlich die Erdhärte und die Umgebungstemperatur Einfluss auf die Verbreitung. Ausschließlich die Polarkappen weisen nur einen kleinen Befallsgrad auf. Die Art der Verbreitung des Tiberium kann variieren, dabei kommt es auf die örtliche Natur an.

Es ist egal wie klein, ein isoliertes Stückchen Tiberium kann sich über ganze Hektar verbreiten. Der Vorgang dabei ist nicht gänzlich bekannt, aber es wird angenommen, dass ein Tiberiumstück unterirdische Sprösslinge in jede Richtung verteilt, die dann zu richtigem Tiberium heranwachsen. Auf diese Art und Weise nimmt die Menge des Tiberium exponentiell zu. Siehe dazu auch „Das Wachstum“ weiter unten im diesem Artikel.

In den Command & Conquer Spielen können Tiberiumvorkommen abgeerntet werden, können aber wieder nachwachsen, vorausgesetzt es bleibt ein kleiner Teil zurück. Ein paar der unreifen Tiberiumsprösslinge sind unbestimmbar, worauf sich die fälschliche These stützt, Tiberium wächst aus dem Nirgendwo.

Eine eher störende Art des Tiberiumwachstums kann man beobachten, wenn es in einem Gebiet vorkommt, das irgendeine Art von Blattwerk vorweist, wie z.B. Bäume oder Büsche. Durch einen unerklärbaren Prozess verändert bzw. mutiert das Tiberium diese Bäume und lässt sie dadurch als „Blütenbäume“ neu aufblühen. Diese „Bäume“ sind fleischartige Stümpfe, darauf ist eine große Knolle. Diese Knollen ziehen sich regelmäßig zusammen und blähen sich auf. Dabei geben sie mikroskopisch kleine Tiberiumkristalle in die Atmosphäre ab. So lange ein solcher Tiberiumbaum in einem Gebiet steht, wird Tiberium immer wieder um den Baum herum nachwachsen. Die meisten Versuche, die „blühenden Bäume“ zu verletzen oder gar zu entfernen, scheiterten.

Das blaue Tiberium

Tiberium Vinifera, die höchstbrennbare, blaue Tiberiumart, hat seine eigene Weise der Verbreitung. Wenn ein ausreichend großes Stück Vinifera bis zur „Reife“ oder dem Endstadium heranwächst, verschmelzen die Kristalle zu einem großen Kristall – ca. 10 Meter hoch. Diese großen Vinifera-Massive funktionieren ähnlich wie die Tiberiumbäume (wie genau ist allerdings noch ungeklärt), jedoch in jedem Fall mit einem wesentlich langsameren Tempo.

Die Kristalle sind sehr vergänglich, und wenn ein Gefährt über einem Vinifera-Feld explodiert, löst es eine Kettenreaktion aus, die die Kristalle Feuer fangen lässt und sie dann ebenfalls zum explodieren bringt, sodass kleinere Teile entstehen, die wieder explodieren – so lange, bis nur noch das Grundteilchen zurückbleibt.

Im Laufe der Zeit scheint sich jedoch die Konsistenz dieses Tiberiums ebenso zu ändern, so wird im Jahr 2047 weiterhin von blauem Tiberium berichtet, dieses ist jedoch heller und explodiert nicht. Es scheinen sich also ständig neue Versionen des Tiberiums (weiter) zu entwickeln.

In den 2040er Jahren werden 30% der Erdoberfläche (diese Bereiche werden als „Red Zones/Rote Zonen“ bezeichnet) vollständig unbewohnbar für organische Lebewesen sein (jedoch nicht für mutiertes, Tiberium-orientiertes Leben). Weitere 50% („Yellow Zones/Gelbe Zonen“) sind schwerwiegend vom Krieg in Mitleidenschaft gezogen worden, sind aber dennoch Wohnort des Großteils der Erdbevölkerung. Die restlichen 20% der Erde („Blue Zones/Blaue Zonen“) sind relativ unberührt. Ein Großteil der Bemühungen der GDI ist darauf fixiert, die „gelben Zonen“ in „blaue Zonen“ zu verwandeln und die vollständige Sterilisation der „roten Zonen“ zu ermöglichen.

Zonen-Einstufung: Blau Gelb Rot
Anteil an der Erdoberfläche: 30% 50% 20%
Bevölkerung: GDI Bruderschaft von Nod Keine Zivilbevölkerung
Tiberium-Verbreitung: Minimaler Befall Größere Ansammlungen Komplett befallen
Charakteristik: Relativ unberührt von Krieg und Umweltbelastung Deutlich vom Krieg gezeichnet; Ökologisch schwer geschädigt Von schweren Ionenstürmen heimgesucht; Kein Lebensraum für Menschen

Das Wachstum

Tiberium kommt zuerst als mannshohes „Geschwulst“ aus Stein oder Erde vor. Sobald sich diese „Geschwülste“ ausdehnen, wird die Spitze dieser Berge verdrängt und „unreife“ Kristallformationen kommen zum Vorschein. Wenn die Tiberiumstelle wächst, so wachsen sowohl das Geschwulst als auch der Kristall sehr schnell. Der durchschnittliche, normale Tiberiumkristall wird zwischen 1 und 2 Meter hoch.

Die Farbe des Tiberium hängt dabei von den Mengen der Mineralien, die das Tiberium der Erde entzieht bzw. entziehen kann, ab. Es scheint, als wären Wärme wie auch Feuchtigkeit mit entscheidend, um ein schnelles Wachstum zu gewährleisten. Das Tiberium ist daher in Wüstengegenden weiter verbreitet als in Polarregionen.

Die Tiberiumkristalle an der Oberfläche geben, sobald sie das Tageslicht erreichen, ein geruchsloses Gas ab. Tiberium wurde erst als harmlos angesehen (vielleicht sogar schön für einige aufgrund ihres außerirdischen schimmernden Glanzes), jedoch sind diese Abgase so aggressiv, dass sie jeden Menschen, der sie einatmet, schwer vergiften.

Ein langzeitiger Kontakt mit Tiberium, wenn auch nur mit einer geringen Intensität, verursacht eine Erkrankung verschiedener Organe aller Erdlebewesen. Weil die genauen Mutationsprozesse durch das Tiberium, die Lebewesen schädigen, weitgehend unbekannt sind, ist eine Behandlung im Allgemeinen eher darauf beschränkt, die Symptome zu lindern anstatt die Ursachen zu heilen. Bedauerlicherweise heißt das für Erkrankte der Tiberiumvergiftung, dass sie fast einheitlich einen langsamen Verfall über mehrere Jahre erleiden müssen, bis sie letztendlich den Auswirkungen auf ihren Körper erliegen.

Eine Forschungsstudie, von der GDI finanziert, die Mitte des ersten Tiberiumkrieges geführt wurde, stellte folgende Statistik auf:

Erkrankung Menschen Viehbestand
Atemwegserkrankungen 2.447.392 9.442.661
Geschlechtskrankheiten 1.446.294 12.443.761
Immunsystemerkrankungen 14.681.994 29.377.224
Durch Tiberium verursachte Krankheiten 4.286.334 11.223.994

Langzeitige Tiberium-Aussetzung von mittlerer und hoher Intensität kann zu Auswirkungen führen, die einen alarmierenden Aspekt der anorganischen und organischen Lebensform offenbaren: Tiberium ist ein Mutagen (mutationsauslösender Stoff). Ferner ist es stark verschieden im Gegensatz zu jedem irdischen Mutagen. Wenn es in einen Organismus eindringt, ergibt sich schnell ein kompliziertes Geflecht an Folgen. Menschen und Tiere, die Tiberium in solch einer Intensität ausgesetzt waren, erlitten eine genetische Mutation, manchmal sogar etliche verschiedene physische Mutationen.

Generell haben starke Aussetzung oder langzeitige, schwache Aussetzung von Tiberium einen körperlichen Verfall bis zum Tod in Folge eines Zusammenbruchs des gesamten Körpersystems zur Folge. Dennoch gab es eine weitere, zunächst nicht offensichtliche, Auswirkung, die bis zum Zweiten Tiberiumkrieg von allen anderen, bis auf die von der Bruderschaft von Nod geförderten Forschungsinitiativen, nicht ausreichend verstanden war. Diese beinhaltete beachtliche Mutationen innerhalb eines Organismus, die sich über die Systeme zu verteilen und innerhalb von ein paar Jahrzehnten anzuhalten schienen (sicherlich innerhalb von ein paar Generationen). Sie schließen das Wachstum von Tiberiumkristallen auf der Haut und durch das Fleisch der Testpersonen mit ein.

Auswirkungen auf organische Substanzen

Neben den im oberen Teil unseres Tiberium-Artikels beschriebenen negativen Effekten einer Tiberiumaussetzung, wurde ebenso eine schrittweise Entwicklung von Immunität gegen die Auswirkungen von Tiberiumvergiftung und sogar (ironischerweise) eine Fähigkeit des Gewebes, eine beschleunigte zelluläre Regeneration in direkter Nähe zu Tiberium Riparius oder Vinifera oder anderen Formen, wie Gas oder Flüssigkeiten, zu erlangen, festgestellt.
In der Zeit des zweiten Tiberiumkrieges wurden diese Mutationen wesentlich offensichtlicher, als die Generation der Betroffenen, die dem Tiberium ausgesetzt waren, um ein paar Jahrzehnte gealtert war und bereits viele Kinder hatte. Während des zweiten Krieges waren die „Vergessenen“ eine Gruppe solcher „Mutanten“. Interessant dabei ist, dass Pflanzen anfälliger für entwicklungsfähige (nicht-schädliche bzw. tödliche) Mutationen sind als Tiere oder Menschen, die „Tiberiumbäume“ als bestes Beispiel für eine früh erkannte Pflanzenmutation.
Nachdem mehrere Generationen der wachstumsfähigen Mutationen aufgetreten sind, ist beobachtet worden, dass in betroffenen Personen eine merkliche Abgestumpftheit gegen die giftigen Auswirkungen des Tiberiums existiert, während, wie oben erwähnt, unnormal positive Auswirkungen beginnen verstärkt aufzutreten (obwohl von solchen Mutanten sicherlich nicht gesagt werden kann, dass sie in guter bzw. gesunder Verfassung für ein Kohlenstoff-basierendes sind).

Wenn man einer sehr hohen Konzentration von Tiberium ausgesetzt ist, wie z.B. während des Passierens einer Gegend mit dichtem Wachstum von Tiberium ohne Schutzapparaturen, erfährt man umgehend den Kurzzeiteffekt der Tiberiumvergiftung. Wenn eine Person an solch einem Kontakt mit Tiberium stirbt, liegt es entweder daran, dass sie sich zu lange in Tiberiumwachstumsgebieten aufgehalten hat oder sie bereits eine geschwächte Gesundheit hatte, bevor sie dem Tiberium ausgesetzt wurde – ungeregelte Tiberium-Mutationen können ebenfalls daraus resultieren.

Durch einen Vorgang, der sowohl verblüffend als auch extrem störend ist, scheinen Tiberium-Gifte, die den Tod der Person durch Durchwucherung verursachen, als eine Ressource für das semi-ansteckende Wachstum von nicht-nekrotischen verbliebenen Geweben in einer ansonsten verstorbenen Person aktiv zu sein. Die Zellen innerhalb eines Körpers sind nicht gestorben, sondern schafften es erfolgreich zu einer existenzfähigen Form zu mutieren, die die nekrotischen Überreste verspeisen. Äußerlich gleicht dies einer Kreuzung aus beschleunigter Verwesung und einer schwerwiegenden bakteriellen Infektion, indem der Kadaver allmählich von den eigenen mutierten Zellkolonien abgebaut wird. Diese Kolonien bilden dann, nach einer Zeit der Trächtigkeit, einen simplen Klon der ursprünglichen, auf Kohlenstoff-basierenden Lebensform, nach.

Man nennt sie „Visceroiden“, da sie ein ein wenig umgekrempeltes Aussehen hervorbringen: ein amöbenartiger Organismus, mit einer komischen Tendenz dazu, Flüssigkeit in sowohl gasförmiger als auch flüssiger Form zu „bluten“. Visceroiden neigen dazu, sich von nahe liegenden Quellen von Tiberium zu ernähren, oder, falls es zur Verfügung steht, werden sie versuchen, sich eine unbestimmte, organische Masse derselben genetischen Zusammenstellung, wie der des Hauptorganismus, der vorher lebte, einzuverleiben.

Tiberium als Umweltgestalter

Die üblichste Theorie über die Eigenschaften des Tiberiums, die sowohl In-Game als auch durch Spieler-Sepkulationen entstand, basiert auf der Idee, dass der Tiberiumkristall ein Mittel zum Terraforming (Planetenumgestaltung) für die Alien Rasse, die Scrin, ist. Alle Nachweise der Scrin besagen, dass sie eine Tiberium-basierte Lebensform mit Kontrolle über Tiberiummutationen ist. Das offensichtlichste Anzeichen dieser Fähigkeiten ist der „Tacitus“, ein Computer-ähnliches Scrin-Gerät, das Mutationen kontrollieren kann und viele Informationen darüber enthält. Zusätzlich kündigte EA für das bald erscheinende Command & Conquer 3: Tiberium Wars an, dass die Scrin NICHT von Tiberium beschädigt werden, im Gegensatz zu den Soldaten von Nod und der GDI.
Wenn das der Wahrheit entspricht, dann sind die Ziele des Tiberiums aus Sicht der Scrin folgende:

  • Infizierung – Die Scrin „sähen“ Tiberium auf der beabsichtigten Welt.
  • Erkundung – Lebensformen auf der vorhergesehenen Welt entdecken das Tiberium und verbreiten es durch Kontakt von Ort zu Ort, dabei agieren sie (auch unbewusst/ungewollt) als Verbreiter des Tiberiums.
  • Konflikt – Das Eindringen und die Abänderung von ursprünglichen Umgebungen durch das Tiberium verursacht eine Lebensraumkompression und Gewaltakte unter den eingeborenen Spezies um die eventuellen vergiftenden Auswirkungen zu überleben und eine Flucht in unbefallene Gebiete – dadurch wird der Schadstoff Tiberium über eine wesentlich größere Spanne verteilt.
  • Mutation – Schlagkräftig mutiert das Tiberium die planetare Flora und Fauna, indem es die Umwelt in etwas für die Kolonisation von Tiberium-basierenden Lebenformen, wie die Scrin, Praktischeres verwandelt.
  • Kolonisation – Die Scrin dringen in den beabsichtigten, vorher vollständig mutierten Planeten ein und dominieren das neue Ökosystem, zu dem sie mehr oder weniger vertraut sein sollten, was jedoch in sich labil aufgrund der Schnelligkeit der enormen Weiterentwicklungen der planetaren Sphäre ist.

Ein Entwicklertagebuch, das vor kurzer Zeit veröffentlicht wurde, befasste sich näher mit dem Tiberium und interessanterweise gibt es an, „Rote Zonen ähneln der Oberfläche einer Alien-Welt. Wissenschaftler spekulierten, dass Tiberium tatsächlich ein Umwandlungshelfer für eine Alien Zivilisation ist, der langsam unsere Welt in eine Umwelt passend für Wesen verwandelt, die sich auf einem anderen Planeten entwickelt haben. Allerdings wurden keine definitiven Schlussfolgerungen erreicht.“ Das bestätigt weiterhin die Theorie, Tiberium sei ein Terraforming-Element der Scrin.

Ein paar technisch versiertere Spieler spekulierten, dass Tiberium vielleicht eine Art vollentwickelte, molekulare Nanotechnologie (was das komplexe, extrem außergewöhnliche Verhalten erklären würde) ist, was die These bekräftigt, dass es sehr unwahrscheinlich ein natürlicher „Unfall“ sein kann. Das Beispiel der Nanotechnologie würde dann auch die absichtliche Nutzung als Umwandlungshelfer erklären.

Chemische Eigenschaften

„Molekular ist es eine nicht-Kohlenstoff-basierende Verbindung, die stark eisenartige Eigenschaften mit nicht-nachhallend reversibler Energie zu sein scheint. Es tendiert dazu kohlenstoffbasierende, molekulare Strukturen mit Inkonsequenz in ungleichen Positionen zu spalten, indem es den ersten, zweiten und neunten Quark-Ring umkreist.“ – Dr. Ignatio Möbius

Für Tiberium Wars, wurde Tiberium einigen Änderungen unterzogen (keine Sockel, grundlegende Anpassung neben der normalen Mutation, was in kristallisierten Menschen resultiert), die das Hauptthema von vielen Diskussionen in der Fan-Community waren. Die letzte typische Erklärung von Tiberium folgt:

„…Die Bedeutsamkeit der schweren Teile innerhalb vom Kristallgitter des Tiberiums ist, dass sie den Schlüssel zum Umwandlungsprozess der Materie bilden – die interessanteste Eigenschaft des Tiberiums. Wenn Tiberium mit anderer Materie in Kontakt kommt, stoßen diese Teile, aufgrund ihrer hohen Masse und Energie, an den Grenzen des Gitters wahllos mit den Zellkernen der Zielmaterie zusammen, wobei sie diese (im Falle von kleineren Zellkernen) in Einzelteile zerteilen oder (im Falle größerer Zellkerne) zunehmend Neutronen und Protonen abschlagen. Auf irgendeine Art ist das Tiberium in der Lage abgebrochene Teile der Protonen und/oder Neutronen, die während des Kollisionsprozesses ausgestoßen werden, einzufangen und in seine eigene Struktur aufzunehmen, um dadurch anzuwachsen. Wann auch immer ein Muon oder Tauon mit einem Atomkern kollidiert, tritt eine Spaltung auf, die sowohl in der zufälligen Produktion von Alpha-, Beta- und Gammastrahlung, als auch in anderen Formen elektromagnetischer Strahlung (wie Infrarotstrahlung) resultiert. Während des Transmutationsprozesses, können Zellkerne, die mit Tiberium in Kontakt gekommen sind, in Kerne mit anderen (normalerweise wenigeren) Anzahlen von Protonen und Neutronen umgewandelt werden. Das Resultat ist eine völlige natürliche Umwandlung.“ – Die C&C; Wissenschafts-Bibel (EALA)

Zusammensetzung des Tiberiums

  • Phosphor:42,5%
  • Eisen:32,5%
  • Calcium:15,25%
  • Kupfer:5,75%
  • Silizium:2,5%
  • Unbekannt:1,5%
Zusammensetzung des „Tiberiumgases“

  • Methan:22%
  • Schwefel:19%
  • Naphthalin:12%
  • Argon:10%
  • Isobutan:6%
  • Xylol:2%
  • Unbekannt:29%

Verschiedene Arten
Erntbare Arten:

  • Tiberiumsporenbaum (auch Tiberiumbaum) – Ein mutierter Baum, der Sporen auspustet, die schnell zu grünen Tiberiumkristallen in unmittelbarer Umgebung heranwachsen.
  • Tiberium Riparius – bezeichnet als „grünes Tiberium“ aufgrund dessen Farbe, diese Art des Tiberiums hat ein geringes Maß an gezogenen Mineralien und ist dadurch die am wenigsten wertvolle Ressource im Spiel, wenngleich auch die üblichste.
  • Tiberium Vinifera – bezeichnet als „blaues Tiberium“ aufgrund dessen Farbe, es entzieht Mineralien dem Erdboden in hoher Konzentration, was es dementsprechend auch wertvoller im Spiel macht. Es wächst langsamer als grünes Tiberium, jedoch ist es brennbar und neigt zu Explosionen, wenn darauf geschossen wird oder es von einer Schrapnell oder einem Blitz getroffen wird und es wird selten mit grünem Tiberium verglichen.
  • Vinifera Monolith – Ein massive, blaue Form des Tiberiums, das wie ein Sporen Baum funktioniert, jedoch verbreitet es anstatt Tiberium Riparius Tiberium Vinifera.

Anmerkung: große Gebiete von grünem oder blauem Tiberium mit dem passenden Proliferator (Tiberiumbaum oder Vinifera Kristall) in der Mitte wird als „Tiberiumfeld“ bezeichnet. Die oben genannten Arten sind die einzigen, die verwend- und erntebar für kommerziellen Profit sind.

  • Tiberium Adern / Krater-Monster – Das Krater-Monster an sich ist eine Mund-änhliche Öffnung, die in den Boden eingebettet ist, aus der „Adern“ herauswachsen. Das Monster selbst gibt Tiberium-Gas ab, wenn darauf geschossen wird. Die Adern breiten sich schnell aus und ziehen eine massive Beschädigung an Gebäuden und schwereren Panzern nach sich, während Infanterie, Erntemaschinen und bestimmte leichte Panzer unversehrt über die Adern fahren bzw. gehen können.

    Das Töten des Monsters bewirkt, dass die Adern langsam schwinden oder sogar verschwinden. Die grundsätzliche Verwendung der Adern im spielerischen Sinn liegt bei der Bruderschaft – Nod-Commander können „Unkraut-Fresser“ ausschicken, die immun gegen die tödlichen Auswirkungen der Adern sind, um die Adern als „Tiberium-Abfall“ zu ernten. Diese transportieren dann den „Abfall“ zur Nod Tiberium Abfall Einrichtung für die Produktion von chemischen Raketen.

    Nichtsdestotrotz wird es normalerweise als neutraler Feind gehandelt, da es Gebäude zerstören und man es in großen Mengen in Feuerstürmen finden kann.

  • Tiberium Aboreus – Eine unbekannte Art des Tiberiums. Im Grunde genommen kommt es als blaues Tiberium im Spiel vor, hat aber einen anderen Wert, was schwer zu bemerken ist. Fans, die das Spiel modifiziert haben, waren dazu fähig es insgesamt als neue Art zu implementieren, indem sie sich die Wirkungsweise, die Verbreitung und das Ernteverfahren zu Nutze machten.

    Diese Art des Tiberiums ist sehr instabil und wenn irgendeine Art Waffe größer als ein Infanteriegewehr auf ein Stück abgefeuert wird, verbrennt das gesamte Gebilde auf der Stelle.

Nicht-erntbare Arten:

  • Tiberium Gas – Dies ist eine gefährliche Art des Tiberiums, die sich zu giftigen Wolken entwickelt. Es wurde oft beobachtet, dass es von Krater-Monstern und Tiberium-Schwimmern ausgestoßen wird. Das Gas mutiert oder tötet schnell Infanterie und beschädigt Mutanten schwerwiegend und kann in höheren Konzentrationen Gebäude und Fahrzeuge schwer in Mitleidenschaft ziehen.
  • Unbekannter Stamm (Cruentus) – Dieser unbekannte Stamm von Tiberium kommt im Spiel überhaupt nicht vor, abgesehen von ein paar Erscheinungen, die nicht wirklich wichtig sind. Diese Art des Tiberiums findet man im Designers Cut vor, allerdings verbreitet es sich nicht und ist auch nicht erntbar, was es wenig interessant macht.
    Tiberium Algae – Tiberium Kolonien, die sich entweder durch Riparius oder Vinifera vom Meeresboden bis zur Oberfläche an Stränden ausgebreitet haben. Das Tiberium vergiftet und verstopft die Wasserstraßen. Zur Zeit des zweiten Tiberium Krieges war der Großteil der Ozeane von dieser unpraktischen Variation des Tiberiums bedeckt, was Schiffsverkehr total unmöglich machte. Anders als auf Land basierende Typen zieht diese Art keine Mineralien. Es hat ebenfalls keine Auswirkungen auf das Gameplay.
  • Tiberium „Kriecher“ – Eine Matsch/Moos-Form des Tiberiums in blauen und grünen Arten, die Verkehr geringfügig verlangsamen, sie sind aber eher unauffällig.

Fauna

  • Visceroiden – Ursprünglich während des Ersten Tiberium Krieges entdeckt, sind die Visceroiden rötlich-violette Massen aus Fleisch, die sich durch Ausstoßen von Tiberium Gas verteidigen. Während des Zweiten Krieges wurden Visceroiden pink/hautfarbene Massen aus Fleisch, die Feinde mit Pseudopodien angreifen. Visceroiden „entstehen“, wenn die Tiberiumkonzentration in einem organischen Körper eine gewisse Sättigung erlangt hat.

Unreife Visceroiden, die im 2. Tiberium-Krieg gefunden wurden, sind kleiner und tendieren dazu, nicht feindlich zu sein. Wenn dennoch zwei oder mehr von diesen Visceroiden verschmelzen, werden sie extrem gefährlich. Man glaubt, dass innerhalb des im Anfangstadium befindlichen Ökosystems des Tiberiums, das sie erzeugte, diese Art sich ungefähr ähnlich zu den menschlichen, weißen Blutkörperchen verhält, indem sie potentielle Bedrohungen ausmerzt.

Nähere Untersuchen enthüllten einige Züge des Organismus, der sie herstellte. Diese beinhalteten falsch angewendete Augen und Münder, die periodisch auf der Kreatur erschienen, als wollten sie scheinbar „entkommen.“ In C&C; Renegade mutieren Feinde, die einer zu großen Menge von Tiberium ausgesetzt sind, plötzlich zu Visceroiden. Visceroide sind, wie alle Tiberium-basierenden Lebensformen, wenn sie Tiberiumstrahlung ausgesetzt sind, fähig, eine sehr schnelle Zellregeneration durchzuführen.

  • Menschliche Mutanten – Als Tiberium sich immer weiter und weiter zu bewohnten Gegenden ausbreitete, fingen viele Menschen an, unter unterschiedlichen Graden von Tiberiummutationen zu leiden. Viele dieser bedauernswerten Menschen haben Tiberiumkristalle in ihrem Fleisch und werden höchstwahrscheinlich eines Tage kein Mensch mehr sein.

Der Großteil dieser Mutanten sahen sich selbst als „die Vergessenen“, da viele dieser Bürger, während der Ereignisse und der Folgezeit des ersten Tiberium Krieges, zunächst von der GDI ignoriert und von der Bruderschaft mit Nachdruck studiert wurden. Sie werden oft als „Leuchtende“ bezeichnet aufgrund der Tiberiumkristalle, die aus ihrer Haut hervorragen.

Mit Ausnahme von den Kristallen auf deren Haut und die schnelle Zellregeneration, scheinen Mutanten dennoch keinen Unterschied zu Menschen zu haben, da die psychologischen und verhaltenstechnischen Nebeneffekte auf des Opfer einer Mutation augenscheinlich minimal sind. Künstliche Mutanten, die von Nod während des Ersten Tiberium Krieges hergestellt wurden, zeigten jedoch unmenschliche Stärke, Ausdauer, Belastbarkeit, Auffassungsgabe und, in Raveshaws Fall, einen verminderten Intellekt.

Diese ersten Mutanten wurden in Nod Tiberium-Experimenten hergestellt, ein Projekt namens „Re-Genesis“ (was Wiedergeburt bedeutet und der Lehre der Tiberium-abhängigen Prophezeiung folgt, die Nod predigt). Mit dem Codenamen: “Initiates“ waren die Mutanten stärker als jeder Bodybuilder und hatten ein gewisses Basiswissen über Waffen.

  • Cyborg Menschen – Experimente der Bruderschaft von Nod zu Mensch-Tiberium-Mutationen brachten eine Anzahl verschiedener mutanter Cyborg-Soldaten während der Ära des Zweiten Tiberium Krieges hervor. Diese besonderen Truppen können unbeschadet Tiberiumfelder passieren und profitieren sogar von anhaltender Aussetzung zu den Kristallen (Im Spiel werden sie einfach wie alle anderen Mutanten geheilt).

Cyborgs sind mit Maschinen modifizierte Mutanten, um deren Stärke noch auszuweiten. Die frühsten Prototypen von diesen Möchtegern-Nod-Supersoldaten wurden zuerst während des Ersten Tiberium Krieges erschaffen und wurden „Akolythen“ genannt. Fortgeschrittenere Versionen der „Initiates“ hatten ein paar mechanische Glieder (z.B. Arme und Beine).

Von Templern wird vermutet, dass sie mechanische Erweiterungen haben, obwohl sie nie damit gesehen wurden, und man sah sie dadurch als „perfekte“ Versionen der „Akolythen“ an. (Sie haben schwere Metallplattenrüstungen, die die Erweiterungen eventuell verdecken). Von drei Typen an Mutanten/Cyborgs, die von Nod im Ersten Tiberium Krieg geschaffen wurden, ist man der Ansicht, dass die Templer ein einigermaßen erfolgreiches Resultat sind, da die vorherigen zwei gegen ihre Erschaffer rebellierten.

Raveshaw, ein Cyborg mit kybernetischen Beinen und einer metallenen Kieferplatte, könnte als erster wirklicher Erfolg angesehen werden, weil er alles täte, wenn der Befehl dazu erhalten würde, oder andernfalls nur still herumstünde, wie ein inaktiver Computer.

  • Tiberianische Teufel – Der „Tiberianische Teufel“ ist ein pferdgroßes Tier, ähnlich eines irdischen Hundes. Die Haut ist schwärzlich oder rot und der Rücken ist übersäht mit Tiberiumkristallen. Man glaubt, dass Tiberianische Teufel einst sogar Hunde waren. Die Teufel können die Kristalle auf Feinde schleudern, was sowohl Schaden als auch Tiberium-Vergiftung nach sich zieht. Oft begraben sie sich selbst in Tiberiumfeldern (das Tiberium auf deren Rücken tarnt sie) und warten auf Tiberium-Erntemaschinen. Tiberianische Teufel haben eine großartige Eingrabungsfähigkeit. Sie haben außerdem einen Sinn für Zuwendung und „die Vergessenen“ waren sogar fähig, sie zu „zähmen“ und in einer merklichen Zahl als Wachhunde zu nutzen.
  • Tiberium-Schwimmer – Sie sehen aus, wie eine große schwebende/schwimmende, grünliche/gelbliche Qualle. Sie können eine elektrische Ladung in den Tentakeln erzeugen, um Bedrohungen abzuschießen. Der Tiberium-Schwimmer ist außerdem in der Lage, Tiberium Gas auszustoßen, um sich anzutreiben in einer Form von Bewegung. Man beachte dabei, dass sie trotz dessen, dass sie in der Luft schweben können, als Bodeneinheiten im Kampf angesehen werden. Im Spiel stellen alle Schwimmer ihre Lebenspunkte wieder her, wenn sie über einem Tiberiumfeld sind.

Flora
Obwohl sie in der Vielfalt begrenzt ist, kommt die Flora des Tiberiums durchgehend im gesamten Command & Conquer Universum vor:

  • Tiberiumbaum – Manchmal „Tiberium-Sporenbaum“ und im Spiel offiziell „Tiberium Riparius“ genannt. Tiberiumbäume entstehen, wenn normale Bäume in anhaltenden Kontakt mit Tiberum kommen. Sobald die erste Berührung stattgefunden hat, stirbt der Baum langsam ab. Wenn die Hülle verdorrt ist, wandert eine „Blüte“ von den Wurzeln zur Spitze des Baumes, ausgehend vom Untergrund, wo sie ausbricht. Der Baum entwickelt mit der Zeit auch fleischig-organische Teile.

    Der Hauptzweck der Tiberiumbäume ist das Nachliefern von Tiberium, durch ein periodisches Ausstoßen von Tiberium-Samen (kleine Kristalle) an das umliegende Gebiet. Wenn diese Sporen mit dem Boden in Kontakt kommen, beginnt sich ein neues Tiberiumfeld zu bilden. Tiberiumbäume können grünes Tiberium in einer alarmierenden Geschwindigkeit verbreiten und sind bekannt dafür, dass sie durch jede der drei verschiedenen Tiberiumarten entstehen.

  • Tiberiumpflanzen – Diese Pflanzen haben keinen besonderen Namen. Sie werden größtenteils ignoriert, weil sie nicht wirklich Einfluss auf das Spielprinzip haben, abgesehen vom Erzeugen einer zusätzlichen Atmosphäre und der Dekoration des Schlachtfeldes.

    Der wissenschaftliche Hintergrund ist, dass sie Tiberium Gas ausstoßen und zu dem vermuteten Weltumformungsvorgang des Tiberiums zählen. Die Pflanzen kommen sowohl in blauen als auch in grünen Arten vor und wachsen entweder auf dem Tiberium „Kriecher“ oder auf dem irdischen Erdboden.


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