Anton Slavik

Anton Slavik

C&C Tiberian Sun Story


Die Figur Anton Slavik

Anton Slavik war ein hochrangiger Nod-Commander vor, während und nach dem zweiten Tiberiumkrieg. Er war ein skrupelloser Mann, der nur Kane ergeben war. Bevor er der Bruderschaft beitrat, kämpfte er in seiner Heimat Serbien als Anführer einer paramilitärischen Bewegung. Es ist aber zu vermuten, dass dies nur zum Schein war und er eigentlich schon seit seiner Kindheit für die Bruderschaft und deren Elite-Einheit kämpfte: Die Schwarze Hand. Sein äußeres Erscheinungsbild spricht dabei für sich: Er hat stets einen starren, kalten Blick und seine aufgestellten Haare lassen ihn gefährlich erscheinen. Er sollte eigentlich Kanes Nachfolge antreten, aber nach seiner Ermordung durch Bruder Marcion war er nicht in der Lage diese Position lange zu bekleiden.

Slavik in den Kampagnen

Wie im Nod-Feldzug von Tiberian Sun zu sehen ist, geriet Slavik kurz vor Beginn des zweiten Tiberiumkriegs in die Fänge General Hassans. Dieser denunzierte ihn als Verräter und wollte ihn auf eine besonders grausame Weise öffentlich hinrichten lassen (Die Injektion enthielt angeblich 100% Toxin und keine Schmerzmittel, womit er bis zu seinem Tod bei vollem Bewusstsein geblieben wäre). Er wird aber durch die Schwarze Hand unter der Führung von Oxanna Kristos befreit. Nun versucht er die Bruderschaft unter zu vereinen und gleichzeitig Hassan auszuschalten, der, wie sich herausstellt, selbst ein Verräter ist und als Marionette für den GDI Oberbefehlshaber Solomon arbeitet, um die Bruderschaft klein und zersplittert zu halten. Schließlich gelingt es ihm, Hassan zu stellen und zu verhaften. Bei einer öffentlichen Kundgebung wird dieser von Slavik getötet, womit die Bruderschaft wieder vereint ist. Kane verkündet seine Rückkehr.

Im weiteren Verlauf des Feldzuges trägt er einen entscheidenden Teil zu mehreren Siegen über die GDI bei. Er verhindert die Bergung des alten Nod-Tempels in Sarajewo, scheitert aber bei dem Versuch den Tacitus zu bergen, den die Mutantin Umagaan entwendet. Er nimmt sie gefangen, doch sie flieht. Bei einer von Kane erdachten List erschleicht er sich ein Bündnis mit den Mutanten. Diese haben ihn aber nur getäuscht und so gerät er zusammen mit Oxanna in die Fänge des GDI-Commanders Michael McNeil. Er wird aber befreit und von Kane für sein Versagen nicht weiter bestraft, weil er sich bisher als so treuer und wertvoller Diener erwiesen hat. Er führt die Nod-Truppen schließlich zum Sieg bei Hammerfest, was zum Abschuss der Philadelphia und somit zu Vollendung von Kanes Vision führt: Der kompletten Einhüllung der Welt in Tiberium.

Über sein Schicksal während der GDI Kampagne ist nichts bekannt, da aber Nod auch hier vereint auftritt und er vor allem in Feuersturm ebenfalls vorkommt, ist davon auszugehen, dass zumindest sein Feldzug gegen Hassan auch hier Erfolg hatte. In Feuersturm schließlich zählt er zum Inneren Zirkel, der die Bruderschaft nach Kanes „Tod“ führt, und vertritt auch hier nur das dessen Wort – im Gegensatz zu den anderen vier Mitgliedern, die mehr darum bemüht sind, ihre eigene Position zu stärken. Es ist seine Idee den Kern CABALs bergen und reaktivieren zu lassen, der ja immerhin von Kane konstruiert worden war. Doch die KI wendet sich gegen die Bruderschaft und will mit ihrer eigenen Cyborg-Armee die Welt beherrschen. Der innere Zirkel soll ausgeschaltet werden, aber Slavik entkommt. Nun geht er notgedrungen ein Bündnis mit der GDI ein und CABALs Kern wird vernichtet. Nun ist er der alleinige Führer der Bruderschaft.

Während seiner Führung machte er sich zunehmend unbeliebt. In der Schwarzen Hand beklagte man, dass dank ihm die ursprünglich geheime Organisation jetzt jedem bekannt sei und sein Versuch die Elite-Einheit in Nod aufgehen zu lassen stieß auf Widerstand. Seine Herrschaft dauerte jedoch nicht allzu lange. Bruder Marcion ermordete ihn und übernahm selbst die Führung über die Schwarze Hand, die er komplett umstrukturieren ließ.

Der eiskalte Fanatiker

Was Slavik in erster Linie auszeichnet, ist seine grenzenlose Loyalität zu Kane, die die Grenze des Fanatismus weit überschreitet. Er führt alle Befehle Kanes aus, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, Fragen zu stellen. Sein Verhältnis zum selbst ernannten Messias macht er selbst am allerdeutlichsten, als er von Michael McNeil, dem Commander der GDI, gefangen genommen und gefragt wird, ob er sein Messias ihm gesagt habe, dass er heute sterben würde. Seine Antwort darauf ist ein kurzes und knappes: „Ich lebe für Kane und ich sterbe für Kane! Der Unterschied ist unbedeutend!“ Hier zeigt sich – neben der Tatsache, dass er trotz der eigentlichen Demütigung durch McNeil die Fassung bewahrt – dass er alles tun würde, um dem Wort seines Erlösers zu folgen. Er entschuldigt sich später zusammen mit Oxanna bei Kane dafür, dass er in die Falle der GDI gegangen ist, obwohl es ja Kane war, der ihm diesen Einsatz befohlen hat. Auch ist er nach dem zweiten Fall Kanes der einzige, der weiter darauf erpicht ist, seinem Wort zu folgen und nicht nur seine eigene Macht zu stärken.

Im Kampf gegen CABAL widerspricht er seinem Kodex aber auch einmal, indem er sich mit der GDI verbündet. Als Killian Qatar im dritten Tiberiumkrieg beim Erscheinen der Scrin das Gleiche tut, wird sie als Verräterin diffamiert. Slavik bleibt dies erspart, vermutlich auch, weil im Gegensatz zu General Qatar nie Zweifel an Kane geäußert hat und sich auch nicht mit misstrauischen Untergebenen, wie Ajay, auseinandersetzen muss.

Dass Slavik keinerlei Probleme damit hat, jemanden umzubringen, zeigt sich gleich in der ersten Videosequenz. Als ein Soldat aufsteht und ihn begrüßt, zieht er kurzerhand seine Pistole und erschießt den Mann mit der lakonischen Bemerkung „Verräter!“, um dann zum Tagesgeschäft überzugehen. Ob es sich bei diesem Mann erwiesenermaßen um einen Verräter handelte oder Slavik lediglich durch die überhastete Begrüßung Verdacht schöpfte, bleibt dabei natürlich ungewiss. In der Endsequenz schließlich, als er dem vermutlich von ihm übel zugerichteten Michael McNeil den Abschuss der Philadelphia zeigt, ist an seinen Augen fast schon etwas sadistisches abzulesen. Er weiß um die Demütigung des ehrgeizigen GDI Commanders und er lässt ihn sein Scheitern mit ansehen. Aber auch hier, wie auch beim Verhör der Mutantin Umagaan, verliert er die Selbstbeherrschung nicht und nimmt den Sieg beinahe ungerührt zur Kenntnis.

Slavik bei den Fans

Im Gegensatz zu seinem GDI-Gegenstück, dem eher umstrittenen Michael McNeil erfreut sich Anton Slavik großer Beliebtheit. Dazu trägt wohl sein ewig selbst beherrschtes, „cooles“ Auftreten bei, aber auch seine fanatische Verehrung von Kane, die bei den Fans der Bruderschaft von Nod natürlich sehr gut ankommt. Gewissermaßen scheint er die Ideale von Nod auch zu verkörpern.

Zitate

  • „Das kranke Fleisch wurde herausgeschnitten!“ (Tiberian Sun – Nachdem General Hassan gestellt wurde)
  • „Ich lebe für Kane und ich sterbe für Kane, der Unterschied ist unbedeutend“ (Tiberian Sun)