Hohen Brendten bei Mittenwald
Auf dem Hohen Brendten unterhält die Bundeswehr in unmittelbarer Nähe zur Luttenseekaserne einen Standortübungsplatz. Auf dem Übungsplatz befindet sich auf einer Höhe von 1.138 m und einen knappen Kilometer nordöstlich des Gipfels das Ehrenmal für die gefallenen Soldaten der Gebirgstruppe beider Weltkriege.
Kontroverse um Gedenkfeier [Bearbeiten]
Seit den 50er Jahren findet alljährlich um Pfingsten am Hohen Brendten eine Gedenkfeier des Kameradenkreises der Gebirgstruppe statt. Zunächst nur den Toten der deutschen Gebirgstruppe in den Weltkriegen gewidmet, wird dabei seit einigen Jahren allgemein der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. An der Veranstaltung nehmen inzwischen regelmäßig Abordnungen der Gebirgstruppen anderer Staaten teil, insbesondere von den in der Internationalen Föderation der Gebirgssoldaten organisierten.
Unter dem Eindruck zeitgeschichtlicher Forschungen wie denen von Jakob Knab und Hermann Frank Meyer[1][2] zur Beteiligung der Gebirgstruppe der Wehrmacht an Kriegsverbrechen und deren Rolle in der Traditionsarbeit des Kameradenkreises gründete sich der „Arbeitskreis Angreifbare Traditionspflege“. Dieser organisierte zusammen mit der VVN in den Jahren 2002 bis 2009 in räumlicher und zeitlicher Nähe zur Brendten-Feier vielfältige Aktionen, in denen an die bisher nur teilweise aufgearbeitete Verstrickung der Gebirgstruppe in Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkrieges erinnert wurde[3] [4].
Der aus ehemaligen Wehrmachtsoldaten, Bundeswehrangehörigen und Bundeswehrveteranen bestehende Kameradenkreis wies die Vorwürfe des Geschichtsrevisionismus und der Kriegsverherrlichung zurück und wehrte sich gegen den Vorwurf, Kriegsverbrechen zu leugnen.[5]