Kane said:
Kann man nicht, da hast du schon recht, aber die Trefferquote zeigt schon, dass es hauptsächlich Zivilisten sind die getroffen werden.
Wie willst Du beurteilen können, ob dort mehrheitlich Zivilisten getroffen werden? Wie willst Du beurteilen können, ob es sich bei einem toten Menschen um jemanden von Hisbollah oder einen Unschuldigen handelt? Ansonsten zitiere ich mich gerne einmal selbst:
MrYuRi said:
Fakt ist, dass die Hisbollah zivile Einrichtungen für ihre Zwecke missbraucht. Sie ist fest in der Zivilbevölkerung verankert und wird von den Menschen als eine politische Organisation akzeptiert und weitestgehend auch unterstützt.
Kane said:
Wie denn auch. Die meissten Länder sind arm und instabil, wie sollen sie sich dagegen wehren? Militärisch sind die Terrorgruppen und Parteien um einiges stärker ausgerüstet als manch Armee im Nahen Osten. Und ein Bürgerkrieg würde alles noch schlimmer machen. Libanon ist da ein gutes Beispiel.
Absolut richtig, Armut ist definitiv ein Grund, auf dem Extremisus gut gedeiht. Letztlich ändert das aber nichts an dem, was ich gesagt habe.
Kane said:
Sie wollen ihr Land verdeitigen und das ist ihr Recht. Wenn in deinem Land eine fremde Armee einmarschieren würde, würdest du natürlich wollen dass sie da bleiben und niemand was gegen sie tut? Genauso wie Israel es als Recht ansieht, als Verdeitigungsmassnahmen in ein Land einzumarschieren, haben die Leute dort das Recht sich zu verdeitigen. Hierbei sollte erwähnt werden dass ich dabei nicht daran denke dass sie die Hisbollah unterstützen sollen, vielmehr denke ich sollten sie die zivilen Bereiche abriegeln. Aber das sind dann natürlich potenzielle Waffenlager und könnten als Gefahr angesehen werden. Wie auch immer.
Ihr Land verteidigen? Gehört Jordanien neuerdings zum Libanon? Es geht hier mehr um fanatischen Extremismus, als um Nachbarschaftshilfe. Wenn sich die Libanesen verteidigen wollen, dann sollen sie gegen die Hisbollah, Iran und Syrien vorgehen, denn die sind für die derzeitige Situation verantwortlich.
Ich versuche dir die Situation mal ein wenig zu veranschaulichen: Stell dir vor, in Süddeutschland, an der Grenze zu deinem Land Österreich, wäre eine paramilitärische Einheit aktiv, welche Raketen auf Euer Land abfeuert und sich hin und wieder mal in Wien in die Luft sprengt. Deutschland kann / will nicht dagegen vorgehen und diese Miliz findet große Sympathie in der deutschen Bevölkerung. Die Miliz wird unterstützt von Polen und Frankreich. Frankreich versucht eine Atombombe zu entwickeln und der französische Präsident hat mehrmals gefordert, dass Österreich von der Landkarte verschwinden soll. Das ist die Situation, die wir im Libanon haben. Was ist daran so schwer zu verstehen?
Kane said:
Und ich sehe tagtäglich Mütter im Fernsehen die vor ihren toten Söhnen weinen. Die Mütter die du meinst sind wieder der geringe Anteil der Selbstmordattentäter. Geringer Anteil deswegen, da wesentlich mehr junge Männer (und Frauen) durch Angriffe sterben, als die mit einem Bombengürtel um den Körper.
Und Fernsehberichte sind meisstens einseitig. Aus diesen Berichten siehst du eine Art von Mensch, die andere Art wird da nichtmal erwähnt. Medien sind Spielzeuge im Krieg, was wahr oder falsch ist, wissen nur die vor Ort.
Allgemein betrachtet ist unverkennbar, dass in der arabischen Welt, und sogar hier bei uns in Europa, unter weiten Teilen der Muslime Werte vorherrschen, die mit unserern Vorstellungen des Zusammenlebens unvereinbar sind. Ich könnte da jetzt z.B. Punkte aufzählen wie Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau oder Religionsfreiheit. Es handelt sich hier in weiten Teilen um eine sich in der Entwicklung befindende Religion, Kultur und viel primitives Denken.
Kane said:
Diese beiden Sätze wiedersprechen sich in einem Punkt, der schon oftmals erwähnt wurde. Wie sollen diese Fanatiker abnehmen, wenn die Kinder tagtäglich mit Krieg konfrontiert werden. Sie lernen ja nichts anderes mehr. Die radikalen Gruppen haben es einfach zu leicht neue Leute zu rekrutieren, da diese von Grund auf immer nur Leid kennen. Das ist ein ewiger Teufelskreis. Und deswegen sehe ich da auch nicht viel Hoffnung in der Richtung. Verhandlungen scheitern und Kriege bringen mehr negative Aspekte als positive.
Ohne Zweifel schürt jeder Tote neuen Hass. Nur wie ich in meinen Beiträgen mehrmals erläutert und begründet habe, gibt es derzeit keine Alternative zu einem militärischen Vorgehens Seitens Israels.
Wirklich den Terroristen Zulauf verschafft, das hat Bush mit seinem Irak-Krieg. Etwas besseres hätten sich AlQaida und Co. nicht wünschen können.