Hauptursache für die Verzögerungen beim De-Mail-Start sind politische Auseinandersetzungen, hinter denen man schon im September 2009 die Lobby-Arbeit der Post vermutete. Die Post war frühzeitig aus dem De-Mail-Projekt ausgestiegen, um in eigener Initiative ihren E-Postbrief aufzubauen; sie hat angekündigt, nach Verabschiedung des De-Mail-Gesetzes eine Zulassung als Dienstleister zu beantragen. Wie spinnefeind sich beide Seiten sind, erwies sich erst kürzlich auf dem Nationalen IT-Gipfel: Weil Kanzlerin Merkel den De-Mail-Stand besuchte, boykottierte die Post AG diese Veranstaltung. (heb)