sardonismus ist besser als sodomie
Sardonismus
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Sardonismus (in Verbindung mit Gelächter) bezeichnet im Unterschied zum Sarkasmus keinen höhnischen oder hämischen, sondern einen grimmigen, schmerzvollen Spott.[1]
Ursprung [Bearbeiten]
Bei der Urbevölkerung Sardiniens (lat. Sardoni) bestand die Sitte, die alten Leute zu töten; dabei sollte gelacht werden. Das war der berüchtigte risus Sardonius, ein krampfartiges Lachen, an dem die Seele unbeteiligt ist.
Von ital. riso sardonico, frz. ris sardonien, sardonique, engl. sardonic laughter, (oder smile oder grin).
Im deutschen Sprachraum wurde der Ausdruck seit 1580 nachgewiesen:
* „Sie lachten ein Sardonisch Gelächter“[2]
Bereits im antiken Griechenland kannte man den Ausdruck.[3] Man unterscheidet bereits in der klassischen Zeit zwischen zynisch (kynikós „zur Weltsicht der Kyniker gehörig“), sardonisch (sardánios „das grimmige Hohngelächter eines Zornigen, bei eigenem Schaden oder eigenem Schmerz“) und sarkastisch (sarkastikós „höhnender Spott, verletzende Rede“). So lacht Odysseus als Bettler verkleidet bei Homer sardonisch in sich hinein, als er endlich zurückgekehrt, einem von einem Freier seiner Frau nach ihm geworfenen Kuhfuß ausweicht.[4]
Gelegentlich wird das krampfhafte Lächeln auf die Wirkung einer bitteren Pflanze sardánion aus Sardinien zurückgeführt. So schreibt Meyers Enzyklopädie von 1888 dazu, Sardoniasis sei ein krampfhaftes, mit heftig wechselnden Gesichtsverzerrungen verbundenes Lachen ohne äußern Anlaß. Der Ausdruck findet sich schon bei Homer (Odyssee, 20, 302) und soll von einem auf Sardinien wachsenden Kraut (bei Vergil Sardoa herba) hergenommen sein, dessen Genuß den Mund wie zum Lachen verzieht....Wer davon isst, dessen Gesicht verzieht sich zu einem „unwillkürlichen grinsenden Lachen“ [5]. Auch neuere Werke beziehen den Ursprung des krampfhaften Lachens auf das Gewächs Sardonia