„Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ Mal kurz die Hände heben, wer unter meinen Lesern sich in den letzten Tagen über diesen Werbespruch aufgeregt hat! Na ja, warum auch nicht, ich hab schließlich auch im Sozialen Netzwerk Facebook bei der Gegenaktion „Weihnachten wird in der Krippe entschieden“ auf Gefällt mir geklickt.
Die Werbeaktion eines Elektronikmarktes hat allerdings auch noch eine andere Seite, die in der Reaktion von Christen völlig untergeht – denn leider muss man dem Slogan „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ eines zugestehen, er entspricht voll und ganz der Wahrheit. Kaum je zuvor hat ein Marketingfachmann, oder sonst jemand, die totale Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes so prägnant in nur fünf Worten zusammengefasst: „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“
Ob der 24. Dezember ein Erfolg wird oder nicht, ist in vielen Familien längst eine Frage ob die richtigen Geschenke unterm Baum liegen. Und in immer mehr Familien zeigt sich an den Geschenken unterm Baum, wie weit weg man vom medialen Idealbild der Gesellschaft oder auch nur von den nicht HARTZ IV-Kindern ist.
Vielleicht ist das ja aber auch nur logisch und folgerichtig. Denn auch wenn am Heiligen Abend die Kirchen so voll wie selten sind, ist das Weihnachtsfest in unserer modernen Gesellschaft doch weitestgehend von seiner eigentlichen Bedeutung entfernt worden. Vordergründig ist es zu einem Familienfest herabgestuft worden. Das wäre zwar dann auch noch eine zweitbeste Lösung, aber die Konsumgesellschaft musste zwangsläufig einen Schritt weitergehen und das Familienfest gegen ein Geschenke- und Konsumfest austauschen. Für nicht wenige, ob sie jetzt mithalten können oder nicht, zeigt sich der Abstieg eben wie folgt: Geburt Christi – Familienfeier – Weihnachten wird unterm Baum entschieden