Bundestagswahl 2017

Welche Partei wählt ihr zur Bundestagswahl 2017?

  • CDU

    Stimmen: 2 7,1%
  • CSU

    Stimmen: 1 3,6%
  • SPD

    Stimmen: 0 0,0%
  • Die Grünen

    Stimmen: 1 3,6%
  • FDP

    Stimmen: 6 21,4%
  • Die Linke

    Stimmen: 8 28,6%
  • AfD

    Stimmen: 5 17,9%
  • Piraten

    Stimmen: 0 0,0%
  • NPD

    Stimmen: 0 0,0%
  • Die PARTEI

    Stimmen: 2 7,1%
  • andere

    Stimmen: 2 7,1%
  • keine

    Stimmen: 1 3,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    28
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weil deine Bemerkung der Lächerlichkeit selbstverständlich keine herablassende art war. und nein das rechtfertigt meine natürlich nicht, tut mir leid

nebenbei bin ich für gar nichts dergleichen, ich vertrete Grundsätze die dem nicht entsprechen
Gut, aber hast du dir das Video angeschaut?!? :)

Ich nehme dann auch das lächerlich zurück. Kann und will aber trotzdem nicht näher auf deine Forderung eingehen, da es romantische Phantasie ist und nicht praktikabel. Dark Amerize geht da schon in eine vernünftigere Richtung.

Wir pumpen seit Jahren Milliarden Entwicklungshilfe unter anderem in Afrika und es bringt gelinde formuliert eher wenig. Das einzige was wir meiner Meinung nach wirklich für die Menschen dort tun können ist gute Governance unterstützen und beibringen, sowie Bildung ermöglichen.
 
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Gut, aber hast du dir das Video angeschaut?!? :)

Ich nehme dann auch das lächerlich zurück. Kann und will aber trotzdem nicht näher auf deine Forderung eingehen, da es romantische Phantasie ist und nicht praktikabel. Dark Amerize geht da schon in eine vernünftigere Richtung.

Wir pumpen seit Jahren Milliarden Entwicklungshilfe unter anderem in Afrika und es bringt gelinde formuliert eher wenig. Das einzige was wir meiner Meinung nach wirklich für die Menschen dort tun können ist gute Governance unterstützen und beibringen, sowie Bildung ermöglichen.
Hier sind 3 gute Artikel darüber, eigentlich schadet die ganze Hilfe nur Afrika.
Die Entwicklungshilfe ist der Grund für Armut
https://www.welt.de/wams_print/article883473/Die-Entwicklungshilfe-ist-der-Grund-fuer-Armut.html
Warum Afrika dank Entwicklungshilfe im Elend verharrt

Der G-8-Gipfel bringt Afrika ein neues 60-Milliarden-Programm zur Krankheitsbekämpfung. Doch das Geld schadet mehr, als dass es hilft.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/kommentar-warum-afrika-dank-entwicklungshilfe-im-elend-verharrt-a-487746.html


“Doch geht es den Afrikanern durch die mehr als eine Billion Dollar, die in den letzten Jahrzehnten gezahlt wurden, tatsächlich besser? Nein, im Gegenteil: Den Empfängern der Hilfsleistungen geht es wesentlich schlechter. Entwicklungshilfe hat dazu beigetragen, dass die Armen noch ärmer wurden und dass sich das Wachstum verlangsamte… Die Vorstellung, Entwicklungshilfe könne systematische Armut mindern und habe dies bereits getan, ist ein Mythos. Millionen Afrikaner sind heute ärmer – nicht trotz, sondern aufgrund der Entwicklungshilfe.”
http://www.theeuropean.de/rainer-zitelmann/12004-kritik-der-entwicklungshilfe


Problem ist schlicht die Korruption, egal wie viel man einzahlt, am Ende haben das Geld die Kriminellen.
Entwicklungshilfe sollte nur an Länder gezahlt werden, die damit auch umgehen können.



Klar sollte es jedem Menschen zustehen, sich in seinem Land den gleichen Wohlstand zu erarbeiten, den es in Deutschland gibt. Der beste Weg zum Wohlstand ist die soziale Marktwirtschaft. Ich bin sehr dafür, dass wir uns stärker dafür einsetzen, nicht nur unsere Güter, sondern auch unser sehr erfolgreiches Wirtschaftsmodell und Demokratie in andere Länder zu exportieren.
Genau da fängt das Problem an, bestes Beispiel sind die ganzen Landwirte in Afrika die Pleite gehen,
weil die mit Europäischen und Amerikanischer Agrarwirtschaft nicht konkurrieren können.

Somit sind afrikanischen Länder von Importen abhängig und verlieren deren Jobs.
 
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Ich denke hier sollte differenziert werden. So zynisch es ist, Vorteile bringt die Migration von Flüchtlingen hauptsächlich Arbeitgebern und Besserverdienenden. Unternehmen können nun aus einem noch größeren Pool hauptsächlich schlecht qualifizierter Arbeitskräfte schöpfen und so die Löhne niedrig halten: Vom Mitarbeiter an der MCDonalds-Kasse bis hin zur persönlichen Putzkraft ist alles günstig zu haben. Nachteile hat aus meiner Sicht hauptsächlich die "Unterschicht", die mit den neuen Zugenwanderten um Jobs, Wohnraum und Sozialleistungen konkurrieren muss.
Stimme ich zu.
Mindestlohn und Mietpreisbremse verschärfen die Situation.
Nein. Afaik konnten dem Mindestlohn bisher keine negativen Beschäftigungseffekte nachgewiesen werden. Von daher haben jetzt einige Menschen mehr in der Tasche. Gut für Binnenkonsum etc.
Die Mietpreisbremse ist nahezu wirkungslos. Denn es gibt zahlreiche Umgehungsmöglichkeiten (z.B. "möblierte Wohnung") und sie muss durch den Mieter initiiert werden. Außer staatlichem sozialen Wohnungsbau hilft da nahezu nix. Ich wette, dass den van Suntum in seinem Video gar nicht erwähnt ;)


Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Keine Ahnung, wie sich die Digitalisierung langfristig auf den Arbeitsmarkt auswirken wird, dazu habe ich schon sehr unterschiedliche Ansichten gehört. Denkbar wäre z. B., dass durch die Digitalisierung neben dem Wegfall von Aufgaben mit mittlerer Qualifikation und der Entstehung von Tätigkeiten mit hoher Qualifikation viele geringqualifizierte Jobs entstehen: Tätigkeiten, die sehr banal und schlecht bezahlt sind, allerdings nicht oder nur unter hohen Kosten automatisiert werden können. Crowdworking-Plattformen wie z. B. Amazon Turk oder Clickworker sind typische Beispiele hierfür.
So könnte es laufen. Aber auch höher qualifizierte Berufe werden zumindest um ihre Routinetätigkeiten bangen müssen: Anwälte, Investmentbanker und Controller....
Mietpreisbremse und Mindestlohn verfolgen beide richtige Ziele, nämlich bezahlbaren Wohnraum und eine "vernünftige" Entlohnung sicherzustellen. Ich halte beide Mittel aus ökonomischer Sicht allerdings für ungeeignet, um diese Ziele zu erreichen. Bildung und Kombilöhne sowie ein höheres und leichter zugängliches Wohngeld sind bessere Instrumente, um den betroffenen Menschen zu helfen.
Anders formuliert: Der Staat und seine Bürger sollen fragwürdige Geschäftsmodelle fördern.

Wir pumpen seit Jahren Milliarden Entwicklungshilfe unter anderem in Afrika und es bringt gelinde formuliert eher wenig. Das einzige was wir meiner Meinung nach wirklich für die Menschen dort tun können ist gute Governance unterstützen und beibringen, sowie Bildung ermöglichen.
Entwicklungshilfe erfolgt oft mit nem geplanten Return on Investment bzw. analog zum Freihandelsabkommen werden dort subventionierte Grundnahrungsmittel hin exportiert, um in den USA (Korngürtel) oder hierzulande die Milchbauern am kacken zu halten. Man könnte fast annehmen, der Rest der Welt will nicht, dass sich dort eine eigene echte Marktwirtschaft etabliert.
 
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Die Mietpreisbremse ist nahezu wirkungslos. Denn es gibt zahlreiche Umgehungsmöglichkeiten (z.B. "möblierte Wohnung") und sie muss durch den Mieter initiiert werden. Außer staatlichem sozialen Wohnungsbau hilft da nahezu nix. Ich wette, dass den van Suntum in seinem Video gar nicht erwähnt ;)

Entwicklungshilfe erfolgt oft mit nem geplanten Return on Investment bzw. analog zum Freihandelsabkommen werden dort subventionierte Grundnahrungsmittel hin exportiert, um in den USA (Korngürtel) oder hierzulande die Milchbauern am kacken zu halten. Man könnte fast annehmen, der Rest der Welt will nicht, dass sich dort eine eigene echte Marktwirtschaft etabliert.
Die Mietpreisbremse ist nicht wirkungslos, sie ist kontraproduktiv, wie übrigens im Video sehr gut erklärt, obwohl es die Mietpreisbremse damals noch gar nicht gab. Im zweiten Teil entlarvst du dich dann auch sofort, dass du das Video nicht gesehen hast ;) Ich empfehle dir wirklich es anzuschauen, es lohnt sich. Man weiss natürlich das meiste bereits, aber es ist wirklich sehr gut erklärt und einiges, bspw mit Handgeld usw wusste ich noch nicht. Er geht auch kurz auf staatlichen Wohnungsbau ein, der auch seine eigenen Probleme mitbringt.

Es gibt sehr viel Entwicklungshilfe, die nicht dazu gedacht ist europäische Produkte abzusetzen. Sinnvoll wäre es meiner Meinung Infrastrukturprojekte durch europäische Unternehmen durchzuführen, oder zumindest durch Unternehmen unter europäischer Kontrolle, mit extrem strengen Governance Policies, Audits und Kontrollen. Einfach Geld in diese Gegend reinzupumpen ist natürlich einfacher und genehmer, aber wieviel davon dann effektiv ankommt, sieht man ja leider seit Jahrzenten. Mir ist es ehrlich gesagt auch unfassbar! egal ob dann die unterstützen Regierungen auf Souveränität, Eigenverantwortung, Stolz usw pochen. Dann gibt es halt keine Brücke :) Hier müsste eine deutlich härtere Gangart eingelegt werden.

Die Entwicklunghilfe, ein Schande diese überhaupt so zu nennen, die jedoch "überschüssige" Produkte, vor allem Nahrung, zu Dumpingpreisen in Afrika auf den Markt wirft, ist mit das kontraproduktivste was ich bisher gesehen habe. Es gibt ja grundsätzlich drei Optionen:
1) Das Problem wird nicht erkannt: Dann sind die Verantwortlichen sehr, sehr dumm.
2) Das Problem ist bekannt, wird aber toleriert, entweder weil es uns komplett egal ist oder weil wir damit leben können.
3) Das Problem ist ein Feature ;) : Dann wären die Verantwortlichen ausserordentlich böswillig.

Ich vermute sehr stark, dass es Option 2 ist. Es sind einfach zu viele Lobbyinteressen dahinter und direkt, hier liegt die Betonung auf direkt, geschädigt wird in Europa keiner, also beschwert sich auch keiner lautstark, anders als bei den Lobbyinteressen natürlich. Deswegen sieht man es meiner Meinung nach als nicht wichtig genug an, etwas dagegen zu unternehmen. Aber es ist natürlich ein Riesenproblem. Sicher auch einer, unter vielen, der tieferen Gründe für den desolaten wirtschaftlichen Zustand grosser Teile Afrikas und damit indirekt mitverantwortlich für die Wirtschaftsflüchtlinge. Wahrhaft eine Schande.
 
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Hast du dir hingegen das 11min-Video von Ulrich van Suntum (MrYuri Post) angeschaut? Du bist doch sicherlich auch für die Mietpreisbremse, starken Kündigungsschutz, streng geregelte Mieterhöhungen, regulierte Renovierungen, etc etc.?
habe ich mir angeschaut und gehöre auch zu denen die über 40% warmmiete zahlen ^^
viel schlimmer als miete, empfinde ich die strompreisentwicklung


Es wäre schön, wenn jeder alles haben könnte was er will. So funktioniert weder die Welt, noch die Natur, noch der Mensch. Und damit hat sich die Diskussion auch wieder erledigt. Der Kommunismus und jede linke Gesellschaftsform war historisch gesehen ein EPIC Fail. Empirie > romantische Theorien.
darum ging es nie und sowas habe ich weder gepostet noch erwähnt
 
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habe ich mir angeschaut und gehöre auch zu denen die über 40% warmmiete zahlen ^^
viel schlimmer als miete, empfinde ich die strompreisentwicklung




darum ging es nie und sowas habe ich weder gepostet noch erwähnt
Strompreis der Energiewende sei Dank.

na und?

erstmal hatter natürlich von deutschland gesprochen, war klar heraus zu lesen.
aber wieso sollte es nicht jedem menschen auf der welt zustehen? ein anrecht auf grundversorgung und damit die bejahung "du darfst sein, du darfst und sollst leben"

"wir sind nicht zuviele, wir sind nur zu dumm"
Prof. Dr. Michael Braungart
Scheint so, als hätte ich dich falsch verstanden? Könntest du bitte nochmal erklären, was genau du damit meinst?
 
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grundversorgung ist für mich das was du zum leben brauchst, ohne dir über heute oder morgen existenzielle gedanken machen zu müssen. es geht nicht darum alles mögliche zu haben und zu horten, es stellt einfach eine lebenssicherung dar. energie, nahrungsmittel, wohnraum wäre für mich da als erstes zu nennen.

in dem von mir geposteten vortrag geht es aber nicht darum, dort geht es um wesentliche dinge die wir falsch machen und die im "cradle to cradle" prinzip neu erfunden werden. dies ohne am bestehenden system etwas ändern zu müssen und es dennoch fundamental zu bereichern
 
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Und wie genau stellst du dir die weltweite Umsetzung von dieser Grundversorgung vor?

Cradle to Cradle bringt wesentliche Einschränkungen mit sich, die momentan noch keine Mehrheit akzeptiert. Von einer weltweiten Cradle to Cradle Umsetzung mal ganz zu schweigen.
 
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das haben wesentlich klügere als ich schon begründet
das wäre für mich der erste schritt in die richtige richtung

[video=youtube;IXNgOEISHFA]https://www.youtube.com/watch?v=IXNgOEISHFA[/video]
 
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Nein. Afaik konnten dem Mindestlohn bisher keine negativen Beschäftigungseffekte nachgewiesen werden. Von daher haben jetzt einige Menschen mehr in der Tasche. Gut für Binnenkonsum etc.
Die Mietpreisbremse ist nahezu wirkungslos. Denn es gibt zahlreiche Umgehungsmöglichkeiten (z.B. "möblierte Wohnung") und sie muss durch den Mieter initiiert werden. Außer staatlichem sozialen Wohnungsbau hilft da nahezu nix. Ich wette, dass den van Suntum in seinem Video gar nicht erwähnt ;)
Ich hab wie gesagt nix dagegen, dass Menschen mit einem "ordentlichen" Einkommen nach Hause gehen (wenn man sich gegen den Mindestlohn ausspricht, wird das gerne ja mal gleichgesetzt mit der Aussage, man wäre gegen eine gute Bezahlung von Arbeitnehmern, was natürlich Unsinn ist). Ich denke allerdings, dass es gute Argumente gegen den Mindestlohn gibt bzw. dass bessere Instrumente zur Verfügung stehen, um betroffene Personen zu unterstützen. Die ganze Diskussion ist häufig leider sehr stark ideologisch aufgeladen. Ob der Mindestlohn bereits Arbeitsplätze gekostet hat, ist m. E. nach schwer zu sagen. Denn auch in Zeiten steigender Beschäftigung könnte es ja sein, dass die Unternehmen ohne den Mindestlohn noch mehr Leute eingestellt hätten. Außerdem ist es recht wahrscheinlich, dass betroffene Geschäftsmodelle erst zeitverzögert peu à peu vom Markt verschwinden. Um zusammenfassend nochmal ein paar Argumente gegen den Mindestlohn zu nennen:

  • Er hilft den Menschen nicht, da er nicht hoch angesetzt werden kann, ohne drastischen Schaden anzurichten und bleibt daher auf niedrigem Niveau
  • Würde der Mindestlohn dennoch auf ein sehr hohes Level gehoben, würde er den Menschen ein Zerrbild der Realität signalisieren, nämlich, dass sie sich nicht weiterbilden und nicht an ihrer Qualifikation arbeiten müssten
  • Es entsteht ein riesiger Batzen unnützer, zusätzlicher Bürokratie, die Unsummen an Geld verschlingt, das sinnvoller eingesetzt werden könnte (z. B. für Investitionen in Bildung)
  • Er gibt Unternehmen einen Anreiz, menschliche Arbeitskraft durch Maschinen zu ersetzen (Stichwort Digitalisierung)
  • Er gibt Unternehmen einen Anreiz, Arbeitskraft in Ausland zu verlagern
  • Unternehmen werden gestiegene Personalkosten häufig an Kunden weitergeben. In diesem Fall bringt der höhere Mindestlohn den Arbeitnehmern garnix - linke Tasche, rechte Tasche
  • ...
Dass die Mietpreisbremse noch deutlich strenger ausgelegt werden könnte als bisher, ist richtig. Das Video von van Suntum (das du, wenn ich dich richtig verstehe, noch nicht gesehen hast), zeigt aber sehr schön, welche Probleme dieses Instrument mit sich bringt. Insbesondere löst sie nicht das Problem eines zu geringen Angebots an Wohnraum. Selbst wenn die Mietpreisbremse zu 100% funktionieren und Mietsteigerungen komplett verhindern würde und auch nicht so lustige Sachen wie "ich gebe dir die Wohnung, wenn du mir 10,000 EUR für den alten Küchenstuhl bezahlst" geschehen würden, würden Vermieter sich im Zweifel für die solventeren Interessenten entscheiden.

Hinzu kommt, dass auch eine löchrige Mietpreisbremse fatale psychologische Auswirkungen hat, indem sie ein sehr schlechtes Investitionsklima schafft. Investoren müssen dazu ermutigt werden, Wohnungen zu bauen, statt ihnen zu signalisieren, dass das Mietrecht in Zukunft noch stärker verschärft werden könnte. Es gibt genug andere Optionen für Investoren, ihr Kapital auf der ganzen Welt zu investieren. Unsere Leistungsbilanzüberschüsse zeigen das ja sehr anschaulich.
 
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Die Mietpreisbremse ist nicht wirkungslos, sie ist kontraproduktiv, wie übrigens im Video sehr gut erklärt, obwohl es die Mietpreisbremse damals noch gar nicht gab. Im zweiten Teil entlarvst du dich dann auch sofort, dass du das Video nicht gesehen hast ;)
van Suntum tue ich mir nur sehr ungern rein. Ideologisch macht er dem Titel "Botschafter der INSM" alle Ehre. Daher war es garnicht meine Absicht zu verbergen, dass ich ihn nicht gesehen habe. Euch zuliebe tat ich es nun. Tja, wo soll man da anfangen?
- Betrachtung der Mietteuerung nur bis 2012? Äh, in den letzten 5 Jahren passierte in Sachen Erhöhung doch gerade das meiste?!
- Ballungsräume vs. aufem Dorf wird garnicht betrachtet
- Konzentration des Marktes durch Konzerne etc. - Fehlanzeige. Da schlägt aus eigener Erfahrung Miethai vs. Mieterhai nämlich richtig rein: Konzerne sitzen Sachen einfach aus, worüber der Einzelvermieter (eigene Erfahrung) nicht einmal nachdenken sollte. Das Mietrecht ist solange für Mieter schön, bis sie inner Konzernbude sitzen.
- In Sachen sozialem Wohnungsbau: Dafür muss man auch einen Berechtigungsschein beantragen. Was marktwirtschaftlich daran sein soll, per Mietgeld durch den Staat die Mieterrente zu finanzieren müsste er mir nochmal genauer erklären.
- Der Mieter eignet sich ungerechter Weise die zusätzliche Rente an, wenn er "einen Stuhl" (!) für 5000€ (!) kauft? WTF???
Das war jetzt mal nur aus dem gedächtnis aus der Hüfte. Wir könnten uns auch den Spaß machen und das ganze Video von vorne bis hinten zerreißen.
Es gibt sehr viel Entwicklungshilfe, die nicht dazu gedacht ist europäische Produkte abzusetzen. Sinnvoll wäre es meiner Meinung Infrastrukturprojekte durch europäische Unternehmen durchzuführen, oder zumindest durch Unternehmen unter europäischer Kontrolle, mit extrem strengen Governance Policies, Audits und Kontrollen. Einfach Geld in diese Gegend reinzupumpen ist natürlich einfacher und genehmer, aber wieviel davon dann effektiv ankommt, sieht man ja leider seit Jahrzenten. Mir ist es ehrlich gesagt auch unfassbar! egal ob dann die unterstützen Regierungen auf Souveränität, Eigenverantwortung, Stolz usw pochen. Dann gibt es halt keine Brücke :) Hier müsste eine deutlich härtere Gangart eingelegt werden.
Äh, klar, Infrastrukturprojekte gibt und gab es bisher von deutscher Seite kaum in Afrika ;)
Aber wenns denn so einfach wäre - warum läufts dann nicht schon seit langem so? Afrika ist nicht gerade mein Steckenpferd, aber wenn man zusammen mit Afrika einfach mal Waffenhandel, Elektroschrott, Freihandelsabkommen, Blutdiamanten, chinesische Investitionen, Öl...googlet, ergibt sich schon sehr schnell ein anderes Bild.
Die Entwicklunghilfe, ein Schande diese überhaupt so zu nennen, die jedoch "überschüssige" Produkte, vor allem Nahrung, zu Dumpingpreisen in Afrika auf den Markt wirft, ist mit das kontraproduktivste was ich bisher gesehen habe. Es gibt ja grundsätzlich drei Optionen:
1) Das Problem wird nicht erkannt: Dann sind die Verantwortlichen sehr, sehr dumm.
2) Das Problem ist bekannt, wird aber toleriert, entweder weil es uns komplett egal ist oder weil wir damit leben können.
3) Das Problem ist ein Feature ;) : Dann wären die Verantwortlichen ausserordentlich böswillig.

Ich vermute sehr stark, dass es Option 2 ist. Es sind einfach zu viele Lobbyinteressen dahinter und direkt, hier liegt die Betonung auf direkt, geschädigt wird in Europa keiner, also beschwert sich auch keiner lautstark, anders als bei den Lobbyinteressen natürlich. Deswegen sieht man es meiner Meinung nach als nicht wichtig genug an, etwas dagegen zu unternehmen. Aber es ist natürlich ein Riesenproblem. Sicher auch einer, unter vielen, der tieferen Gründe für den desolaten wirtschaftlichen Zustand grosser Teile Afrikas und damit indirekt mitverantwortlich für die Wirtschaftsflüchtlinge. Wahrhaft eine Schande.
Ganz klar 3) siehe bspw.: http://www.euractiv.de/section/entwicklungspolitik/news/umstrittenes-eu-freihandelsabkommen-mit-afrika-in-kraft/
Namibia, Botswana, Swasiland und Lesotho werden einen zollfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt genießen. Südafrika als stärkere Volkswirtschaft wird nur auf einen sehr kleinen Anteil seiner EU-Exporte Abgaben zahlen müssen. Im Gegenzug müssen die afrikanischen Länder ihre Märkte für Produkte aus Europa öffnen und Zölle für 86 Prozent der Einfuhren beseitigen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn wir uns die Außenhandelssalden zwischen Deutschland und diesen Ländern anschauen, Deutschland nen Überschuss haben wird. Ich würde mich gerne irren.
Strompreis der Energiewende sei Dank.
In der Thematik läuft extrem viel sch...keine Frage. Aber ohne EEG und co. wäre es noch weitaus schlimmer. Denn das Energie-Oligopol würde natürlich von selbst nicht im Traum daran denken, früher als bis alle fossilen Brennstoffe alle sind, irgendwie umzusteuern.


Ich hab wie gesagt nix dagegen, dass Menschen mit einem "ordentlichen" Einkommen nach Hause gehen (wenn man sich gegen den Mindestlohn ausspricht, wird das gerne ja mal gleichgesetzt mit der Aussage, man wäre gegen eine gute Bezahlung von Arbeitnehmern, was natürlich Unsinn ist). Ich denke allerdings, dass es gute Argumente gegen den Mindestlohn gibt bzw. dass bessere Instrumente zur Verfügung stehen, um betroffene Personen zu unterstützen. Die ganze Diskussion ist häufig leider sehr stark ideologisch aufgeladen.
Mindestlohn ist weder "ordentliches Einkommen" noch "gute Bezahlung", schon per Definition des Wortteils "Mindest". Wer nur von Mindestlohn lebt, lebt prekär. Der ML wurde ja auch nicht eingeführt, weil auf einmal hierzulande der Sozialismus regiert hat, auch wenn das neoliberale Ideologen anders proklamieren. Er wurde vorhersehbar notwendig, weil Gerhard Schröder und Konsorten im Rahmen der "Agenda 2010" "den größten Niedriglohnsektor Europas" geschaffen haben. "Tarifflucht", "Schwächung der Gewerkschaften", "Privatisierung" usw. usf. sind da die Google-Wörter.

Ob der Mindestlohn bereits Arbeitsplätze gekostet hat, ist m. E. nach schwer zu sagen. Denn auch in Zeiten steigender Beschäftigung könnte es ja sein, dass die Unternehmen ohne den Mindestlohn noch mehr Leute eingestellt hätten.
"Mindest" ist Superlativ. Niedriger gehts nicht. Beschäftigung ist imho auch kein Selbstzweck. Wenn das Geschäftsmodell keinen ML abwirft, hat es keine Existenzberechtigung.
  • Er hilft den Menschen nicht, da er nicht hoch angesetzt werden kann, ohne drastischen Schaden anzurichten und bleibt daher auf niedrigem Niveau. Erzähle das jemanden, der heute dank ML mehr als vorher verdient.
  • Würde der Mindestlohn dennoch auf ein sehr hohes Level gehoben, würde er den Menschen ein Zerrbild der Realität signalisieren, nämlich, dass sie sich nicht weiterbilden und nicht an ihrer Qualifikation arbeiten müssten. Inwiefern sollen sich Zeitungszusteller, Taxifahrer, Fleischer, Saisonkräfte etc. für ihren Job weiterbilden?
  • Es entsteht ein riesiger Batzen unnützer, zusätzlicher Bürokratie, die Unsummen an Geld verschlingt, das sinnvoller eingesetzt werden könnte (z. B. für Investitionen in Bildung)Logik? Wie gesagt, Bildung bei den betroffenen Berufsgruppen könnte doch nur dazu führen, dass sie ihren ursprünglichen Job nicht mehr machen. Wer macht den Job denn dann? Oder braucht die Gesellschaft diese Jobs garnicht?
  • Er gibt Unternehmen einen Anreiz, menschliche Arbeitskraft durch Maschinen zu ersetzen (Stichwort Digitalisierung) Willkommen im Kapitalismus. Das Prinzip ist nicht weniger als eine seiner Grundlagen. Ich gebe Dir aber durchaus recht damit, dass die nächsten jahre wegen Digitalisierung wesentlich übler werden dürften als die vorigen industriellen Revolutionen. Denn Autos auf Fließbändern schafften noch echten zusätzlichen Mehrwert. Die Digitalisierung dagegen senkt (fast) nur Kosten.
  • Er gibt Unternehmen einen Anreiz, Arbeitskraft in Ausland zu verlagern Nein. Betroffene Jobs (siehe oben) lassen sich nicht auslagern.
  • Unternehmen werden gestiegene Personalkosten häufig an Kunden weitergeben. In diesem Fall bringt der höhere Mindestlohn den Arbeitnehmern garnix - linke Tasche, rechte Tasche Innerhalb der arbeitnehmer und zwischen den Unternehmen und nicht zuletzt von Kapital nach Arbeit findet Umverteilung statt. Also "linke Tasche, rechte Tasche" kann vorkommen, aber eher selten.
  • ...
Dass die Mietpreisbremse noch deutlich strenger ausgelegt werden könnte als bisher, ist richtig. Das Video von van Suntum (das du, wenn ich dich richtig verstehe, noch nicht gesehen hast), zeigt aber sehr schön, welche Probleme dieses Instrument mit sich bringt. Insbesondere löst sie nicht das Problem eines zu geringen Angebots an Wohnraum. Selbst wenn die Mietpreisbremse zu 100% funktionieren und Mietsteigerungen komplett verhindern würde und auch nicht so lustige Sachen wie "ich gebe dir die Wohnung, wenn du mir 10,000 EUR für den alten Küchenstuhl bezahlst" geschehen würden, würden Vermieter sich im Zweifel für die solventeren Interessenten entscheiden.
Zur Bremse habe ich im letzten Posting und auch nach Gukcen vom Video hier weiter oben schon was gesagt.
Hinzu kommt, dass auch eine löchrige Mietpreisbremse fatale psychologische Auswirkungen hat, indem sie ein sehr schlechtes Investitionsklima schafft. Investoren müssen dazu ermutigt werden, Wohnungen zu bauen, statt ihnen zu signalisieren, dass das Mietrecht in Zukunft noch stärker verschärft werden könnte. Es gibt genug andere Optionen für Investoren, ihr Kapital auf der ganzen Welt zu investieren. Unsere Leistungsbilanzüberschüsse zeigen das ja sehr anschaulich.
Ja ne. Sozialer Wohnungsbau wäre wesentlich besser geeignet. Denn Wohnen kann man offensichtlich nicht dem reinen Markt überlassen. Denn private (Groß-)investoren wollen da mittlerweile eine Rendite generieren, die dort nicht zu holen sein sollte.
 
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Ja ne. Sozialer Wohnungsbau wäre wesentlich besser geeignet. Denn Wohnen kann man offensichtlich nicht dem reinen Markt überlassen. Denn private (Groß-)investoren wollen da mittlerweile eine Rendite generieren, die dort nicht zu holen sein sollte.
Was genau meinst du mit "die dort nicht zu haben sein sollte."? Wollen Investoren zu hohe Renditen auf ihre Investitionen in Mietwohnung oder sollten Investitionen in Mietwohnungen generell keine Rendite abwerfen? Ich bin bei beidem nicht einverstanden. :)
 
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Was genau meinst du mit "die dort nicht zu haben sein sollte."? Wollen Investoren zu hohe Renditen auf ihre Investitionen in Mietwohnung oder sollten Investitionen in Mietwohnungen generell keine Rendite abwerfen? Ich bin bei beidem nicht einverstanden. :)
So wie ich es sagte+Ersteres.
Nähern wir uns doch einmal von woanders: Warum explodieren denn die Preise in Ballungsgebieten erst seit einigen Jahren und vorher nicht? Und sind die Folgen gesellschaftlich erstrebenswert?
 

AmeRiZe

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Und wie soll das deiner Meinung nach finanziert werden:?
 
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Ich verstehe die Frage nicht? Wie soll einer ausgeglichener Haushalt finanziert werden, er ist ja ausgeglichen?
 
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Wie soll ich dir das vorrechnen. Ich habe doch gesagt, dass ich deine Aussage nicht verstehe.
 
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Ich verstehe die Frage nicht? Wie soll einer ausgeglichener Haushalt finanziert werden, er ist ja ausgeglichen?
Die Preise explodieren wegen höherer Nachfrage als Angebot vorhanden ist, u.a. wegen zurückfahren des sozialen Wohnungsbaus. Private Investitionen (-> dadurch höheres Angebot) kommen nur zustande, wenn die zu erwartende Rendite hoch genug ist, wodurch die Mietpreise aber nicht fallen. Soweit sind wir uns einig?
Um diesem Marktversagen bzgl. Zielerreichung "nicht zu teurer Wohnraum für mehr Menschen" zu entgehen besteht die Möglichkeit des staatlichen sozialen Wohnungsbaus. --> höhere Staatsausgaben. Und jetzt kommen Amerizes Postings... ;)
Etwas überspitzt: Was bringt ein ausgeglichener Haushalt, wenn dafür Infrastruktur vor die Hunde geht (Entwertung des Staatsvermögens) und Bürger nicht mehr adequat mit Wohnraum versorgt sind?
 
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