Zahlen-Spiel...[ReKoRd B!tTe]-Wetten Dass? (8. Edition)

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Opera: Inhalt blockieren

Opera hat einen eingebauten Filter für unerwünschte Inhalte. “Werbefilter” wollten sie es wohl nicht nennen. Nach einem Rechtsklick in die betroffene Seite kann ich “Inhalte blockieren…” auswählen und unerwünschte Werbung wegklicken. Einige Filter lassen sich in der urlfilter.ini im Profilordner eintragen. Allerdings ist die eingebaute Filtersoftware nicht ganz so anpassungsfähig wie bei Adblock. Manche Nutzer verwenden zusätzlich einen lokalen Proxy wie privoxy, den sie die ganze Werbung ausfiltern lassen.

Eine angepasste urlfilter.ini für Opera findet sich unter http://www.fanboy.co.nz/adblock/opera/ – das sollte euch einige Werbung vom Leib halten.
 
Glanz und Elend des Kurtchen Sahne. Ein Wochenend-Fortsetzungsroman (15)


„Sekunde“, sagte Kurtchen und überließ Gernolf für einen Augenblick sei*ner Spitzengeschichte aus der Welt der Hochgastronomik, um den Türöffner zu drücken; öffnete, den Finger noch am Drücker, vorsorglich die Woh*nungstür, um auf den Hall der aufspringenden Haustür, der dunkel durch den Treppenhauskamin zog, zu warten, und es hallte, und dann stapfte es; und je näher das Stapfen kam, desto deutlicher wurde es, asynkopisch, von einem Keuchen begleitet, und Kurtchen zwang sich, das nicht für eine Allegorie des täglich eine Stufe näher keuchenden Todes zu halten. Es war ja auch Un*sinn, denn der Tod keuchte ja gar nicht, hatte es auch gar nicht nötig; es sei denn, der Tod wäre ein starker Raucher, was er sich ja erlauben dürfte, denn einen frühen, schmerzhaften Tod hätte er, der Tod, ja seinerseits kaum zu fürchten; und für die Schwangeren in seiner, des Todes, Nähe wäre es ja auch schon egal.

Unter derlei nichtsnutzigen Gedankenexperimenten verabredete sich Kurt*chen mit Gernolf in der Extra Bar, wobei der erste Elan, per glücklicher Abendgestaltung dem Leben vielleicht eine Wendung ins auch grundsätzlich Elanhafte zu geben, schon still vor sich hin verdunstete angesichts der Mög*lichkeit, den Abend vor dem TV-Gerät zu verdämmern, weil sich dann der Umstand, daß nie etwas passierte, locker auf die eigene, vollautonom getrof*fene Entscheidung dazu schieben ließe, während ein Abend in der Extra Bar (oder wo immer), an dem nichts passierte (außer daß, im Idealfall, eine frus*trierte Bedienung per vollgekotztem Küchenpapier einen Lokus zum Erlie*gen brachte), unter Umständen sehr unheilvoll metaphorische (wo nicht gar symbolische, Kurtchen hielt das immer nicht auseinander) Fäden aus*sponn und zu allerhand Fragen Anlaß gab wie der, wozu, wenn man heute nacht stürbe, das alles denn letztendlich nütze gewesen sei.

Wenigstens war der Mann, der geklingelt hatte, jetzt endlich oben ange*keucht gekommen: groß und mit einem mittelmäßig sitzenden grauen Anzug versehen, erinnerte er Kurtchen sofort an den Sportfernsehmann Delling, der auch immer Anzüge trug, die qualitativ erkennbar unterhalb dessen siedel*ten, was sich ein Sportmoderator leisten konnte; und, was das betraf, auch leisten mußte, schließlich hampelte er ja vor einem Millionenpubli*kum herum, und Kurtchen hatte zwar nichts gegen Uneitelkeit, im Gegenteil, aber dafür eine Menge gegen mangelnde Professionalität. Er, Kurtchen, war*tete seine Gasthermen schließlich auch nicht im Stresemann, weil das un*praktisch war und weil er auch gar keinen Stresemann besaß noch wußte, wo er auf die Schnelle einen hätte herkriegen sollen; und wer im Fernsehen stand, der sollte nicht so tun, als sei ausgerechnet im Fernsehen das Optische nur zweitrangig. Schlecht angezogene Funktionskleidungsopfer spazierten außerhalb des Fern*sehens zu Hunderttausenden herum, und wenn das Fernsehen überhaupt eine Daseinsberechtigung hatte (außer der, Kurtchen beim Verdämmern seiner Lebensperspektiven zu unterstützen), dann doch bitte die, die zweite Wirk*lichkeit als zwar genauso dumm, wo nicht dümmer als die erste zu präsentie*ren, aber als immerhin besser aussehend!

Außerdem sollte ein Mann sich nicht von seiner Frau die Anzüge kaufen las*sen, und vielleicht war es das, was ihn, Kurtchen, an Delling so deprimierte: daß er immer aussah, als kaufe ihm seine Frau mit demselben schlechtem Kaufhausgeschmack die Anzüge. Eine Niederlage für beide Ge*schlechter.

„Ja bitte“, sagte Kurtchen zu dem Mann, der schnaufend vor seiner Türe stand und sacht mit dem Penis wedelte. (wird fortgesetzt)
 
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