Wir sind eine Clown Nation, ganz unabhängig von der eigentlichen Entscheidung.
Wer von den Beschnittenen weltweit hat unter dem Fehlen seiner Vorhaut gelitten oder einen Schaden davon getragen?
WER? Keiner!!!!
Also wenn kein Schaden entstanden ist, wieso gibt es dann diese Debatte?
Die Antwort ist mal wieder der Islam und die Feindlichkeit gegen diese Religion. Über die Juden muss man nichts sagen, die Geschichte dieses Landes verrät viel über die Einstellung gegenüber den Juden. Somit schlagen die Religionsfeinde zwei Fliegen mit einer Klatsche!
Wie wär's mit ~10%
Komplikationen bei Beschneidungen? Siehe außerdem bitte den Artikel des Ärzteblatts. Ganz zu schweigen davon, dass die irreversible Kennzeichnung ein Eingriff in die Religionsfreiheit des Kindes ist.
Die Problematik ist doch gerade, dass die Thematik gerade unter dem Gesichtspunkt des Judentums verzerrt wird. Ich denke, eine Ausnahmeregelung für Juden erscheint vielen gerechtfertigt, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass es sich ohnehin nicht effektiv verbieten lassen wird.
Nur, mit welcher Begründung wäre das dann? "Wir haben sie gequält, gefoltert und ermordet, also bekommen sie eine Freikarte bei Körperverletzung."? "Wir haben versucht ihre Religion auszulöschen, also dürfen sie in die Religionsfreiheit anderer Eingreifen."? In diesen Diskussionen wird gerne mit der Nazi-Keule ein "wehret den Anfängen" heraufbeschworen - aber genau darum geht es doch auch von der anderen Seite. Diese Grundsätze, ihre bedingungslose Einhaltung und Hierarchie, sind es doch, die in einer pluralistischen Gesellschaft überhaupt das Zusammenleben, auch das Überleben der unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen gewährleisten. Jede Ausnahme weicht diese Grundsätze auf. Erlaubt man eine Ausnahme, warum dann nicht auch die nächste? Diese Betrachtungsweise ist schlicht kein zuverlässiger Grundsatz für die Rechtsfindung, weil sie letztlich nur Bauch- und Schuldgefühl ist.
Zweifelsohne ist die Umsetzung,
wie im OP bereits erwähnt, durchaus etwas komplizierter. Beschneidungen
wird es auch in Zukunft geben, ganz gleichgültig, was das Gesetz sagt. Die wirkliche Frage ist IMO also nicht, ob wir katzbuckeln oder nicht (meine Meinung dazu dürfte wohl klar sein und etwaige Hysterie, Beleidigungen und Nazi-Keulen sehe ich nicht als triftige Gegenargumente), sondern wie tatsächlich eine realistische Regelung aussieht. Deshalb zum Beispiel mein Ansatz im OP, Verstöße nicht zu verfolgen, aber
den betroffenen Kindern nach erreichen der religiösen Mündigkeit eben die Möglichkeit zur Verfolgung zu gewähren.
Besonders unter diesem Gesichtspunkt, danke für deinen konstruktiven Beitrag zu diesem Thema. Ich wusste doch, dass es dir ein Anliegen ist, dass du nicht vorschnell und oberflächlich weggefegt sehen willst.
in eurer kleinen beschränkten Welt

Siehe als Antwort auf deinen Post auch meine Antwort auf TurkishTiger sowie den OP.
Und zu deiner Information: Es werden hier genau genommen nicht von uns Werte auf ein anderes Volk aufgezwungen - nach meiner Empfindung, als Agnostiker der in einem säkularen Staat lebt, wäre eine solche geforderte bedingungslose Ausnahmeregelung ein Aufzwingen von Werten
auf uns.