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Urteil zur Sterbehilfe

Eine Diskussion über Urteil zur Sterbehilfe im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; wenns dafür schon n fred gibt pls verschieben^^ Zitat von [URL="http://www.tagesschau.de/inland/bghsterbehilfe104.html" Tagesschau[/URL]]Passive Sterbehilfe ist in Deutschland erlaubt. Nach einem Urteil ...

  1. #1
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    Urteil zur Sterbehilfe

    wenns dafür schon n fred gibt pls verschieben^^


    Zitat Zitat von [URL="http://www.tagesschau.de/inland/bghsterbehilfe104.html"
    Tagesschau[/URL]]Passive Sterbehilfe ist in Deutschland erlaubt. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) müssen Ärzte, Betreuer und Pflegeheime lebenserhaltende medizinische Behandlungen beenden, wenn das dem Willen des Patienten entspricht. Aktive Sterbehilfe, wie das Verabreichen einer Giftspritze, bleibt jedoch verboten.
    Finde das Urteil gut, denn so müssen todkranke Menschen nich wer weiß wie lang an Maschienen angeschlossen bleiben, auch wenn sie gar net wollen.


    Wie schrieb mich ebn ein Kumpel an?:
    und heute ist ein schöner Tag, für dich du brauchst nicht mehr auf Tiere neidisch sein
    und er hat in einer gewissenweise recht.

    jaja ich bin herzlos blablablubb


    btw den fred wollt ik schon am 25.6 erstellen
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  2. #2
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    Avatar von Talatavi
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    Wer sich darüber qualifizierter informieren möchte kann die in diesem Fall getroffene Entscheidung hier nachlesen:

    Abbruch lebenserhaltender Behandlung auf Grundlage des Patientenwillens nicht strafbar

    Leider verhindert auch dieses Urteil nicht, das man erstmal solange leiden muss bis man selber handlungsunfähig geworden ist.
    Ich würde mir wünschen bei einer eindeutigen Diagnose selber darüber entscheiden zu dürfen, ob ich den Leidensweg vorziehe oder aktive Sterbehilfe in Anspruch nehme.

  3. #3
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    Avatar von Partikelkanone
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    Wobei das Abschalten der Maschinen nicht unbedingt humaner ist, als eine Spritze zu geben. So gesehen sehe ich das mit gemischten Gefühlen und bin eher für die aktive Sterbehilfe, aka Einschläfern.

  4. #4
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    Avatar von Grischa
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    Ich finde Sterbehilfe ne gute Sache und bin froh das die Schweiz hier so liberal ist wie kein anderes Land in Europa.

  5. #5
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    Avatar von neosid'jan'
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    Zitat Zitat von Mr.Pikachu Beitrag anzeigen
    Ich finde Sterbehilfe ne gute Sache und bin froh das die Schweiz hier so liberal ist wie kein anderes Land in Europa.
    Zurück in deinen Ball...

    Gut, dass aktive weiterhin nicht erlaubt ist. Passive unterstützt den freien Willen des leidenden, ohne das jemand anderes sein leben lang darunter leiden muss jemanden umgebracht zu haben.
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  6. #6
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    Avatar von Talatavi
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    Ich weiss nicht ob du das Urteil zu dem o.a. Sachverhalt gelesen hast.
    Aber wenn du es bejahst das einer Dahinsiechenden die Magensonde von der Tochter legal abgeknipst wird und die Patientin infolge dessen langsam dehydriert, anstatt ihr z.B. durch eine Injektion rasch das Leben zu nehmen finde ich das eine kernige Einstellung.
    Hoffentlich hält sich jeder bei eigener Betroffenheit an seine Grundsätze... das wird nämlich verdammt schwer.

    Wie sieht die Alternative aus wenn ich tödlich erkrankt bin und weiss, dass ich leidend eingehen werde.
    Ist es dann humaner mich aus dem Fenster zu stürzen, vor den Zug zu werfen, in die Steckdose zu fassen oder wäre es "angenehmer" sich durch ein von Arztes Hand verschriebenes Präparat selber sanft ins Jenseits zu befördern?
    Mir wäre da Plan B lieber aber der ist ja strafbewehrt in Germany, auch wenn ich mich freien Willens dazu entscheiden würde.

  7. #7
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    Avatar von neosid'jan'
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    Du beförderst dich nicht selbst isn Jenseits. Denn das ist mit illegalen Mitteln heute schon möglich und praktisch straffrei (oder wurde schonmal jemand für Selbstmord verhaftet? ) Mir geht es darum, das dritte mit der Schuld belastet werden. Somit verschreibt der Arzt nicht, sondern er spritzt. Und wenn er das nicht tut, wer soll das dann machen? Alternativ kann man natürlich auch Studienplätze zum Henker (Bachelor of Death?) anbieten.
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  8. #8
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    Avatar von .P.A.T.
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    Zitat Zitat von Talatavi Beitrag anzeigen
    Leider verhindert auch dieses Urteil nicht, das man erstmal solange leiden muss bis man selber handlungsunfähig geworden ist.
    Ich würde mir wünschen bei einer eindeutigen Diagnose selber darüber entscheiden zu dürfen, ob ich den Leidensweg vorziehe oder aktive Sterbehilfe in Anspruch nehme.
    bin ich voll deiner Meinung, ich hatte ja schon mit mei Kumpel ne Diskusion drüber...

    und wir kamen immer wieder auf den Punkt, das man seinem Hund (oä) ein qualvolles weiterleben ersparen will -->einschläfern.
    aber einen Menschen lässt man bis zum bitteren Ende "leiden" (kommt auf Krankheit (oä) an)
    da find ich dieses Urteil schonmal einen kleinen Schritt in die richtige Richtung

    €: und ich denke wenn jemand n andren die "todesspritze" verabreicht (jetz als aktive Sterbehilfe) wird er sich schon so damit auseinander gesetzt habn, das er das auch mental verkraften kann
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  9. #9
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    Avatar von Kane
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  10. #10
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    Avatar von Talatavi
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    Wenn ich dich richtige verstehe neosid'jan', habe ich die Wahl mich selber ins Jenseits zu befördern oder zu leiden.
    Das unterstütze ich auch.
    Mir fällt atm nur keine Art von Suizid ein, wo ich friedlich und nahezu schmerzfrei dahinscheiden kann, ohne einem oder mehreren Dritten damit auf den Sack zu gehen.

    Die Realität sieht leider so aus, das ich bei entsprechender Diagnose zwar eine "Behandlung bis zur letzten Instanz" per Patientenverfügung ablehnen kann aber es bleibt mir nicht erspart Schmerzen zu haben obwohl ich das absolut nicht möchte.
    Wenn du bei fortschreitender Krankheit, ohne Aussicht auf Heilung, ein Fall für die Pallativmedizin wirst, weil du z.B. die Schmerzen nicht mehr aushalten kannst, bekommste im Regelfall Betäubungsmittel eingekippt bis dir die Sinne schwinden.
    Irgendwann landeste bettlägerig im Sterbezimmer des Krankenhauses oder im Hospiz
    So dämmerste dort dann von Tag zu Tag vor dich hin, bis dich die Krankheit irgendwann umbringt.

    Bei einem Hirntumor wird z.B. irgendwann der Teil des Gehirns abgequetscht, der für die Atmung zuständig ist... der Patient erstickt also jämmerlich.
    Das geschiet natürlich nicht von einer Sekunde zur anderen sondern hat auch noch ein "Vorspiel":
    Durch die Unmengen von Betäubungsmitteln und die sukzessive Abschaltung körperlicher Funktionen gibt es vorher noch einige "Unannehmlichkeiten":
    Zuvor noch halbwegs geistig und körperlich fitte Leutz werden zu Windelträgern, weil's einfach nur noch unkontrolliert aus ihnen rausläuft.
    Manchmal schreien sie auch vor Schmerzen wenn die BTM-Wirkung nachlässt.
    Besonders eklig wird's, wenn dich der Patient heulend darum bittet irgendwas zu machen damit die Scheisse vorbei ist.
    Irgendwann setzt die Phase ein, wo die Betäubungsmittel so hoch dosiert sind, das der Patient nur noch im Dämmerzustand daliegt und im Idealfall nur noch ab und zu wimmert.
    Dann wird der Luftröhrenschleim nicht mehr abgehustet und sammelt sich... dafür gibt's einen Schlauch der bei Bedarf eingeschoben wird und das Zeug absaugt.
    Sieht grausig aus und wird auch durchgeführt wenn sich der Patient dagegen wehrt (sofern er es in seinem Dauerrausch noch kann).
    Einziger Trost vom Arzt bleibt die Einschüttung von Betäubungsmitteln und die Zusage, den Patienten nicht wiederzubeleben wenn irgendwann mal der Tod eintritt.

    Wer sich so ein Szenario ersparen möchte ist also darauf angewiesen sich selber rechtzeitig das Licht auszublasen, solange er noch kann.
    Was nun daran so verwerflich sein soll, wenn mir ein Arzt ein entsprechendes Präparat ausgibt was ich selber einnehme und welches mich z.B. friedlich einschlafen lässt und dann einen Herzstillstand einleitet, kann ich nicht nachvollziehen.
    Man ist also in Deutschland gezwungen sich entweder in die Hände ausländischer Sterbehelfer zu begeben oder sich brutal aufzuhängen, vor'n Zug zu schmeissen, aus'm Fenster zu hoppsen, sich die Adern zu öffnen etc. pp.
    ICH finde diese Alternativen scheisse und möchte lieber friedlich und ohne Außenwirkung mein Leben selbstbestimmt beenden, wenn es keine Aussichten auf Heilung mehr gibt, bevor "das Leiden" losgeht.

    Ich verstehe und akzeptiere wenn jemand dazu eine andere Meinung hat und hoffe, dass er/sei niemals in eine solche Situation kommen.

  11. #11
    Meister Obel
    Avatar von obelnixx
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    Sehr deutlich beschrieben, aber so ist es nun einmal.

    Das ist so wie mit den Kinderschändern. Erst, wenn man selbst davon betroffen ist sieht man das mit anderen Augen.

    Das Urteil zur Sterbehilfe ist ein kleiner Erfolg. Die Mehrzahl in Deutschland sieht dies mit Sicherheit auch so.

  12. #12
    ForenTroll
    Avatar von WimblGrmpf
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    Zitat Zitat von neosid'jan' Beitrag anzeigen
    Du beförderst dich nicht selbst isn Jenseits. Denn das ist mit illegalen Mitteln heute schon möglich und praktisch straffrei (oder wurde schonmal jemand für Selbstmord verhaftet? ) Mir geht es darum, das dritte mit der Schuld belastet werden. Somit verschreibt der Arzt nicht, sondern er spritzt. Und wenn er das nicht tut, wer soll das dann machen? Alternativ kann man natürlich auch Studienplätze zum Henker (Bachelor of Death?) anbieten.
    ich bin dafür, das man nur den Master machen kann...

    Master of Death ...

    und wer dann wirklich auch mit der Axt umgehen kann darf sich Master of Death Metal nennen, Sterbehilfe ob gewollt oder nicht ist bei 80% der Bevölkerung in Ordnung....

  13. #13
    unberechenbar
    Avatar von Partikelkanone
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    Ich finde Talatavi hat es sehr gut beschrieben, man muss einfach die Möglichkeit haben zu sterben, wenn man dies wünscht und das auf eine angenehme Art und Weise.

    Wenn es nach den Willen rückständiger Kircheneinrichtungen geht, die hieruzlande leider noch viel zu viel zu sagen haben, wollen die ja jeden 90jährigen Sabbergreis zwanghaft am Leben erhalten, bis er wie von Tala beschrieben qualvoll verendet. Und man kann eben nicht verlangen, dass diese Leute Suizid begehen.

    Deswegen bin ich ausdrücklich für aktive, jedoch gegen passive Sterbehilfe, da ich mir das Abstellen der lebenserhaltenen Systeme ziemlich qualvoll vorstelle. Erinnert sich jemand an diese Wachkomapatientin in den USA, Terri Schiavo oder so? Da durften sie auch nur die Apparate abstellen und es dauerte geschlagene 2 Wochen, bis sie verhungert war.

  14. #14
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    Avatar von Talatavi
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    Die 15 Jahre im Wachkoma liegende Patientin, Terri Schiavo, starb 13 Tage später nach Entfernung der Ernährungssonde aufgrund von Wassermangel.
    Ob sie dabei Schmerzen oder überhaupt was gefühlt hatte bleibt unbeantwortet.
    Verdursten lassen geht also ok, schneller Tod durch z.B. Injektion nicht.

  15. #15
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    Avatar von neosid'jan'
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    Zitat Zitat von Talatavi Beitrag anzeigen
    Die 15 Jahre im Wachkoma liegende Patientin, Terri Schiavo, starb 13 Tage später nach Entfernung der Ernährungssonde aufgrund von Wassermangel.
    Ob sie dabei Schmerzen oder überhaupt was gefühlt hatte bleibt unbeantwortet.
    Verdursten lassen geht also ok, schneller Tod durch z.B. Injektion nicht.
    Aha, und nach deinem Plan wäre Sie nach 15 jahren nochmal kurz aufgewacht und hätt gerufen "hol mal wer die spritze, hab kein Bock mehr!!" - und dann wärst du gekommen und hättest sie getötet?

    jJa, ich provoziere gerade absichtlich... sitze mit Anzug + Krawatte hier in der Hitze und bin gerad in der Stimmung
    Erfolg ist freiwillig

  16. #16
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    Laut Ansicht der behandelnden Ärzte wäre es nicht mehr möglich gewesen, Terri Schiavo aus diesem Koma wieder aufzuwecken, da das Gehirn zu großen Schaden erlitten hatte. Die Großhirnrinde sei fast vollständig verschwunden.
    Während sich der Ehemann auf den seiner Aussage nach oft geäußerten Wunsch Schiavos berief, bei unheilbarer Krankheit nicht künstlich am Leben erhalten zu werden, und er somit die Behandlung einschließlich der künstlichen Ernährung abbrechen wollte[...].
    Und nein, ich hätte kein moralisches Problem damit bei eindeutiger Diagnose und bekanntem Patientenwunsch ein Leben zu beenden, WENN ES GESETZLICH ERLAUBT WÄRE.

  17. #17
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    Zitat Zitat von Talatavi Beitrag anzeigen
    Lesen & Verstehen:



    Und nein, ich hätte kein moralisches Problem damit bei eindeutiger Diagnose und bekanntem Patientenwunsch ein Leben zu beenden, WENN ES GESETZLICH ERLAUBT WÄRE.
    Hörensagen... Wenn ich mich da irgendwie mit arrangieren sollte, dann, wenn jemand vorher schriftlich in vollem Besitz seiner geistigen Kräfte zustimmt. Mindestens aber soetwas wie einen Organspendeausweis (mit der Option) bei sich trägt.

    Spielen wir "was wäre wenn" - nämlich, wenn sich bei der Obduktion ergeben hätte, dass Sie mit gewissen medizinischen Mitteln (oder Zeit) doch wieder erwacht wäre? Wir reden dann ja nicht von den 15 Jahren warten, sondern davon, nach absehbarer Zeit die Leute zu töten.
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  18. #18
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    Niemand ist unfehlbar, das bezweifle ich überhaupt nicht.
    Aber im Falle von Fr. Schiavo dürften die diagnostischen Erhebungen und empirischen Erfahrungen der Medizinwelt nach 15 Jahren ein ausreichendes Urteil gebildet haben, welches ja auch durch eine Autopsie bestätigt worden ist.
    Hätte die Autopsie nun was anderes ergeben, z.B. das eine Heilung sicher möglich gewesen wäre, müssten sich die Fehldiagnostiker verantworten.

    Ich möchte auch nicht zu jedem sterbenskranken hinrennen und ihm pro forma die tödliche Injektion verpassen um sein Leiden zu verkürzen.
    Es muss eine abgesicherte Diagnose geben und eine dementsprechende Willenserklärung des Patienten das er den Freitod wünscht anstatt einer "Pflege bis in den Tod"; das ganze geregelt und überwacht durch ein Gesetz.

  19. #19
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    Avatar von MacBeth
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    3 2 1 Hasselhoff
    Bosten Legal - Staffel 4 Folge 16 behandelt dieses thema ziemlich umfassend wie ich finde. ich habe mir die mühe gemacht und zitiere mal ein paar ausschnitte. und auch die USA haben das selbe problem wie wir hier. aber ich empfehle jedem sich den teil dazu anzuschauen, das lesen gibt es nicht im ansatz so wieder, zumal es nur ein ausschnitt ist, aber dennoch aussagekräftig wie ich finde. hf beim lesen


    Ausschnitt
    Alan Shore: „Ich las in einem Artikel das Patienten die im Koma liegen tatsächlich Körperliche Schmerzen empfinden können. Ist das wahr?“
    Arzt: “Ja“
    Alan Shore: „Halten sie es für möglich das ein Kranker der bei vollem Bewusstsein ist und körperliche Schmerzen hat, aber aufgrund seines körperlichen und mentalen Verfalls niemandem mehr mitteilen kann das er diese schmerzen hat?“
    Arzt: „Ja ich nehme an das wäre möglich“
    Alan Shore: „Also wenn ein Arzt so etwas bei einem Patienten feststellen wollte, weil sagen wir der Patient sein Vater ist, dann könnte er diesen Schmerz diagnostizieren, das Morphin verschreiben und niemand würde einen sicheren medizinischen Beweis dafür erbringen können das er … falsch lag.“
    Arzt: „Ich denke das meine ethische Einstellung mich vor der Versuchung bewahren würde“
    Alan Shore: „Verstehe, also ist es nach ihrer Meinung medizinisch und ethisch korrekt das Gehirn eines Patienten allmählich verrotten zu lassen, bis seine Organe schließlich die Arbeit einstellen, sein Gewicht auf unter 40kg sinkt, sein Oesophagus sich schließt so das er nicht mehr essen kann und sein Körper beginnt sich in Krämpfen zu winden…. Ist das die Ethik die sie diesem Gericht anzubieten zu haben?“
    Artz: -schweigt-

    Ausschnitt:
    Alan Shore: „Aber es ist Aufgabe der Richter unsere Verfassung zu Schützen. Und darin enthalten ist unser Fundamentales Recht auf persönliche Freiheit und was, frage ich Sie, gibt es persönlicheres für einen Menschen als die Entscheidung über seinen Körper über sein Leben?
    Es ist ebenso Sache der Richter sich einzumischen und Human zu sein wenn ein Rückratloser Politisch angepasster Kongress sich weigert das zu tun.
    Meine Güte wir schläfern unsere Hunde ein um ihnen unnützes Leid zu ersparen, wieso bringen wir nicht dasselbe Mitgefühl für einen Leidenden Menschen auf?
    Dieser Mann ist am Ende, er wird Sterben! Er Fürchtet sich vor Menschen….ALLEN Menschen, hat keine Kontrolle über seinen Darm, seine Wahrnehmungsfähigkeit ist gleich null, er ist Vollkommen außer Stande sich mitzuteilen geschweige denn etwas zu verstehen.“
    „Würden Sie so ein Leben führen wollen, würde das irgendjemand hier?“

    Gegner Anwalt: „Wenn sie diese Sterbehilfe zulassen, dann leugnen sie damit den inneren Wert des Lebens, seine Unverletzlichkeit“

    Alan Shore: „Ach, Schwachsinn…. Ich behaupte das Walter Schmidts Leben in seinem jetzigen Zustand keinerlei innerer Werte mehr hat. Er liegt in seinem Bett ist vollkommen apathisch, kann nicht Reden und nicht Denken. Seine Tage verlaufen in einem grausamen Wechsel vom beschmutzen seiner Bettwäsche und unkontrolliertem Geschrei, wenn die Krankenschwester versucht Ihn zu Reinigen. Sein Leben ist ein Jammertal, tut mir Leid ich erkenne keinen inneren Wert mehr darin und es ist mir egal was….“ -Hält inne- … „Tut mir leid“

    „Mein bester Freund hat Alzheimer, in einem sehr frühen Stadium…es ist noch nicht….
    Er ist großartig, er ist voller Lebensfreude und das wird noch eine Weile so bleiben. Ich glaube wenn sein Gehirn anfängt wirklich nachzulassen wird er noch Fischen, Lachen und wird noch Lieben.
    Und wenn es Fortschreitet wird er trotzdem noch Leben wollen weil es noch Werte für Ihn hat in einer Freundschaft, in einer Zigarre…. Ich glaube nicht das er eines Tages zu mir kommt und sagt: „Das ist der Tag an dem ich Sterben will“ aber dieser Tag wird kommen… und er wird es nicht wissen.
    Das ist vielleicht das, vielleicht das, tückischste bei Alzheimer….aber sehen Sie, Er Vertraut auf MICH das ich es weiß wenn dieser Tag kommen wird. Er Vertraut mir das ich dafür sorge das er seine Würde und seine Selbstachtung nicht Verliert. Er Vertraut mir damit ich verhindere das er sein Leben als Bemitleidenswertes Menschliches Wrack beendet. Das werde ich tun, obwohl es eine unbeschreiblich schmerzvolle…traurige Pflicht für mich ist. Aber ich werde es tun, weil ich ihn Liebe werde ich seinem Leiden ein Ende machen. Weil es das einzig anständige humane und liebevolle ist das ein Mensch tun kann.
    Miss Schmidt ist heute hier weil sie Ihren Vater Liebt und sie bittet seien sie barmherzig. Das Gesetz ist es Zweifelslos nicht.

    Gegner Anwalt: „Sie verlangt von Ihnen das Sie Gott Spielen euer Ehren“

    Alan Shore: „Euer Ehren, was unseren Glauben angeht denke ich wir alle können uns darin einig sein das er manche Leben viel zu früh zu sich holt und andere….viel zu spät“

    Ausschnitt Richterin:
    Der Gedanke das Ärzte und Verwandte damit anfangen die Qualität eines Menschlichen Lebens abzuwägen um dann zu entscheiden, wer soll Leben und wer nicht, ist Grauenvoll für mich. Und ich sehe ein erhebliches Potenzial für Missbrauch.

    Das Gesetz erlaubt es Patienten eine Medizinische Behandlung zu verweigern selbst wenn es Ihren Tot bedeuten sollte. Es erlaubt die Abschaltung von Hydrations- und Nahrungsinfusionen, was dazu führt das der Patient allmählich Verhungert! Was für Rationale Gründe sollten also dagegen sprechen wenn Angehörige ein humaneres Sterben für ihn Wünschen?
    Geändert von MacBeth (28.06.2010 um 17:31 Uhr)
    Das Vertrauen unter Freunden ist ein sehr empfindlicher Zustand. Zuneigung, Gefühl, Erkenntnis, Hoffnung und Glaube halten ihn im Gleichgewicht. Ohne Vertrauen ist das Leben bitter und leer, dieses zerbrechliche Band auf die Probe zu stellen, ist gefährlich. Und obwohl das Vertrauen daran wachsen kann, stellt sich immer die Frage, ob es der Probe überhaupt standhält.

  20. #20
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    Auch das ist ein Dilemma... wenn du erst mal in der Phase angekommen bist wo andere für/über dich entscheiden (wollen/sollen/müssen) IST ZU SPÄT.

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