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Pluto - Nach der Geschichte „Astro Boy - Der größte Roboter auf auf Erden“

Eine Diskussion über Pluto - Nach der Geschichte „Astro Boy - Der größte Roboter auf auf Erden“ im Forum Anime und Manga. Teil des Multimedia Forum-Bereichs; Osamu Tezuka ist ein Legende. Sowohl in der Animationsbranche als auch auf dem Papier bereitete er den Weg der modernen ...

  1. #1
    Oberstabsfeldwebel
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    Pluto - Nach der Geschichte „Astro Boy - Der größte Roboter auf auf Erden“

    Osamu Tezuka ist ein Legende. Sowohl in der Animationsbranche als auch auf dem Papier bereitete er den Weg der modernen japanischen Markt. Bis in die 70er war sein Stil von den Arbeiten Walt Disneys geprägt und prägte wiederrum das Medium und viele weitere Künstler im In- und Ausland. So auch Naoki Urasawa, der durch den Tezukas bekanntesten Werk „Astro Boy“, um genauer zu sein dem Kapitel „Der größte Roboter auf Erden“, zum ersten mal in Kontakt mit der sequenziellen Kunst kam. Urasawa zollt dem Großmeister öfters seinen Respekt, so übernimmt er den Namen von Atoms (Astro Boy) Erbauer Dr. Tenma für den Protagonisten seines Referenz Werkes „Monster“. Im Jahre 2003 stand am 7. April der Geburtstag von Astro Boy an und Urasawa äußerte gegen über Macoto Tezka, Sohn und Erbe von Osamu Tezuka, das er gerne zu diesen besonderen Zeitpunkt eine Interpretation von „Astro Boy“ auf die Beine stellen wolle. In Anbetracht das bereits eine neue Serie, als auch ein Kinofilm geplant war, lehnte Tezka, in der Annahme das es sich um ein Remake handeln würde, ab. Doch Naoki Urasawa gab nicht auf und bei einen weiteren Gespräch legte er erste Entwürfe vor, bei der es sich um sehr originalgetreue Charakterentwürfe handelte. Und genau hier setzte Tezka eine Bedingung, denn originalgetreue (im Bezug auf die Optik) Hommagen und Parodien von Atom gebe es genug, er wolle einen Neuinterpretation in Uraswas Stil. Nun konnte die Arbeit an Pluto beginnen, bei der Urasawa von Talashi Nagasaki als Co-Autor unterstützt wird. Im Nachhinein bleibt mir an dieser Stelle nur ein großes Danke an Macoto zu richten. Warum? Dazu kommen wir später, nun erstmal zur Rahmenhandlung.

    Statt Atom als Hauptperson agieren zu lassen, hat man sich entschieden eine Nebenfigur aus „Astro Boy“ in den Vordergrund zu stellen. Namentlich hier Gesicht, Inspektor für Europol in Düsseldorf. (Nach „20th Century Boys“ und „Monster“, erneut ein Abstecher nach Düsseldorf.) Gesicht wird abgestellt um den Mord an den beliebten Robotor Mont Blanc in der Schweiz zu untersuchen. Als kurz darauf auch ein Vorkämpfer für die Rechte der Roboter ermordet wird, findet sich eine Gemeinsamkeit. Um die Köpfe der Opfer wurde ein `Geweih´ angeordnet. Bald wird Gesicht die gemeinsame Verbindung zum Zentralasiatischen Krieg klar und ihm wird bewusst das er selbst zu den gejagten gehört.

    Zu Grunde liegt dem Szenario der bereits erwähnte zentralasiatische Krieg, der Ausbrach nachdem die Vereinigten Staaten von Thrakien unter der Führung von Präsident Alexander, dem Königreich Persien unter der Führung vom König und Diktator Daraios XIV vorwarf einen Roboter als Massenvernichtungswaffe umzufunktionieren. Die Massenvernichtungswaffen wurden jedoch nie gefunden. Ja wir dürfen an dieser Stelle über einige sehr eindeutige Andeutungen auf gewisse antike und zeitgenössische Konstellationen schmunzeln. Besonders herausstechen tut auch noch die Beleuchtung des Lebens der Roboter, das teilweise gespenstisch menschlich wirkt und die verschiedenen Sichtweisen der Menschen auf das Zusammenleben von Robotern und Menschen.

    Kommen wir zu Bewertung der handwerklichen Arbeit und hier nochmal danke an Macoto Tezka, denn Uraswas ernsthaften Geschichten wirken mit seinen Stil immer noch am genialsten. Die realistischen Proportionen der Charaktere unterstützen wie die Hintergrundzeichnungen und die Panelaufteilung das Kopfkino in höchsten Maße. Die Charaktere sind wieder großartig in ihrer Tiefe und Entwicklung, der Spannungsbogen sucht seines Gleichens und es wird eine richtige Geschichte erzählt. Nein Urasawa braucht nicht mal bei einer Adaption seines großen Idols seinen Stil anzupassen, mit Pluto hat er erneut bewiesen, das er diesem im keinen Punkt nachsteht. Ein großer Künstler der die sequenzielle Kunst in Vollkommenheit aufs Papier bringt.

    Pluto erscheint in Deutschland derzeit beim Carlsen Verlag im Paperback-Format 14,5 x 21 cm inkl. Farbseiten und Nachwort. Die Reihe ist mit 8 Bänden abgeschlossen, preislich liegen wir bei 12,80€ das Stück. Nicht wenig, jedoch ist aufgrund der Verarbeitung, dem Format und der Marktlage für Comics/Mangas die sich an ein erwachsenen Publikum richten durchaus angebracht.

    Vergleich Original und Pluto, an dem Beispiel Atom: (Wenn das rechtlich ein Problem ist, bitte wieder löchen. Die hab ich auf die schnelle nur gefunden.)
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    Geändert von SonGohan (17.01.2011 um 22:08 Uhr)

  2. #2
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  3. #3
    Oberstabsfeldwebel
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    Ja, das ist korrekt.

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