SAGE-Engine

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Der Ursprung der SAGE-Engine für Echtzeitstrategiespiele entstand mit der Veröffentlichung des Echtzeit-Strategiespiels C&C Generäle. Sie wurde eigens dafür angepasst und später in einer Umstellung auf das Addon C&C Generäle Die Stunde Null aufpoliert, um ein noch besseres Ergebnis der Performance und Optik zu erzielen.

SAGE steht für Strategy Action Game Engine, im Prinzip ist daher das „Engine“ doppelt wenn man von der SAGE-Engine spricht, es hat sich jedoch eingebürgert und ist für Außenstehende leichter zu verstehen wenn das Engine direkt gesprochen wird – und SAG-Engine klingt einfach nicht so schön 😉

Die erste Version der SAGE-Engine war dabei eine Weiterentwicklung der als W3D (Westwood 3D) bekannten und modifizierten Version der SurRender 3D Engine, welche von Hybrid Graphics Ltd. entwickelt und von den Westwood Studios für Spiele wie Emperor: Battle for Dune und Command & Conquer Renegade genutzt wurde. Auch die Spiele Earth and Beyond und das später eingestellte C&C Renegade 2 basierten auf der W3D Engine. Erst mit C&C Generals bekam die Engine den Namen SAGE und wurde unter diesem bekannt. Die Engine ist sowohl unter Microsoft Windows als auch unter Apple Macintosh lauffähig. Von C&C; Generals/Generäle erschienen daher auch für beide Engines Versionen des Spiels.

Alienangriff auf Nod Verantwortlich und realisiert wurde sie vom EA Los Angeles Team rund um Harvard Bonin und Mark Skaggs, die mit der SAGE-Engine dazu beigetragen haben, dass die visuellen Effekte und Animationen fortan in einem Echtzeit-Strategiespiel weit realistischer dargestellt wurden als je zuvor. Die Hardware Anforderungen blieben dabei konstant niedrig, um zu gewährleisten, dass man keinen Highend-Computer benötigt um das Spiel mit dieser Engine flüssig spielen zu können.

Des Weiteren, wurde ein hervorragender und extrem umfangreicher World Builder (Editor zur Erstellung von Maps) für die SAGE-Engine entwickelt, der bei C&C Generäle sowie bei C&C; Die Stunde Null zusätzlich mit dem Produkt ausgeliefert wurde und selbst bei den Entwicklern für das Erstellen von Kampagnen und Karten Verwendung fand.

Die SAGE-Engine galt zur jener Zeit als eine der besten 3D-Engines für Strategiespiele und begründete somit die erneute Weiterentwicklung im 2. Quartal 2003 für ein weiteres Strategiespiel aus dem Hause EA, zumal es sich aus Kosten-, Zeit- und arbeitsorganisatorischen Gründen lohnte dieses erkannte Potenzial erfolgreich weiter zu entwickeln. In Die Schlacht um Mittelerde feierte die weiterentwickelte SAGE-Engine also Debüt und zeichnete sich durch die Darstellung von Einheitenmassen, erstaunlichen Effekten bei niedrigen Hardware-Anforderungen und einen mitgelieferten Worldbuilder ein weiteres mal aus.

Eine erneute Aufpolierung der SAGE-Engine in Die Schlacht um Mittelerde 2 führte zu einer besseren Performance und Optik als beim Vorgänger und liefert zugleich einen weiteren Meilenstein in der Weiterentwicklung dieser 3D-Engine, die bereits in vier Strategiepielen von Electronic Arts glänzen konnte.

In Command & Conquer: Tiberium Wars wird die SAGE-Engine nun voraussichtlich zum letzten Mal eingesetzt werden, dazu wird sie aber natürlich erneut wieder aufgebessert werden. Das schöne Wasser aus DSUM2 wird noch schöner und das Schattenmodell wurde sogar komplett neu gemacht, abgesehen von den üblichen Verbesserungen der Detailvielfalt.

Das Sonnenlicht wird reflektierend sein, die Grafikeffekte zeigen überwältigend die Zerlegung von feindlichen Panzern und Gebäuden in ihre Einzelheiten und das Spielfeld bekommt eine neue Dimension, sodass das Schlachtfeld zum Leben erweckt, während sich die Atmopshäre mit Rauch, Feuer, Nebel, Explosionen und Wettereffekten der modernsten Art füllt.