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Ubuntu als 2. Betriebssystem?

Eine Diskussion über Ubuntu als 2. Betriebssystem? im Forum Technik Ecke. Teil des Off Topic-Bereichs; Vorrausschicken möchte ich, dass ich was Programmieren anbelangt, so gut wie keine Ahnung habe, aber im begrenzten Umfang bereit wäre, ...

  1. #1
    Duc de Rischelmääh
    Avatar von brainsheep
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    Frage Ubuntu als 2. Betriebssystem?

    Vorrausschicken möchte ich, dass ich was Programmieren anbelangt, so gut wie keine Ahnung habe, aber im begrenzten Umfang bereit wäre, mich einzuarbeiten.

    Meine eigentlichen Beweggründe warum ich mich für Ubuntu als parallel laufendes Betriebssystem interessiere, ist einfach, dass ich mich ein wenig von Windows lösen möchte und mir Gerüchte zu Ohren gekommen sind, mit Ubuntu gelänge dies auch Leuten ohne große Programmierkenntnisse.

    Vielleicht findet sich der ein oder andere User, welcher mir aus seinem täglichen Umgang mit Ubuntu oder anderen Linux Distributionen berichten kann.
    Welche Distributionen sind beispielsweise für welchen Benutzer am geeignetesten?
    Insbesondere natürlich welche Einschränkungen ich hinsichtlich gewohnter Programme (Office, DVD-Abspielsoftware, Musik u.a.) und der Tauglichkeit von Ubuntu o.ä. in Sachen Spiele (C&C, Diablo II also eher ältere) machen muss und welche Möglichkeiten ich gegenüber Windows habe, wenn ich Spiele außen vor lasse.

    Ich hoffe es wird einigermaßen klar was ich suche, ansonsten einfach fragen.
    Jedenfalls bin ich dankbar für jeden Ratschlag, der mir hilft mich in die Materie weiter einzuarbeiten, damit ich letztendlich zu einer Entscheidung finden kann, ob Ubuntu Windows,
    zumindest Teilweise, ersetzen kann.
    Geändert von brainsheep (29.12.2009 um 18:40 Uhr)
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  2. #2
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    Avatar von stefros
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    Ubuntu ist schon relativ einfach. Die Installation ist nicht so das Problem, man muss sich nur ein bischen was über die verschiednen Linux Partitionen durchlesen.
    OpenOffice ist dort Standardmäßig installiert und reicht für kleinere Anwenundgen auch durchaus aus. Ein Video und MP3 Player ist ebenfalls vorhanden.
    Spiele kann man über WINE simulieren. Konnte so schon das nur unter Windows installierte Diablo II spielen.

    Ich persönlich nutze Ubuntu allerdings bisher eigentlich nur zur Programmierung oder um dort Mahjongg zu spielen. ^^

  3. #3
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    Avatar von .deviant
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    Mint soll ganz gut sein. Istn aufgebohrtes Ubuntu mit ein paar mehr Annehmlichkeiten
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  4. #4
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    Avatar von Little.
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    Also für abolute Anfänger gibt es nur zwei Distributionen die ich empfehlen würde: Die erste wäre Ubuntu (und da auch Ubuntu, nicht Kubuntu. Das neue KDE steckt noch viel zu sehr in den Kinderschuhen) und die zweite wäre Linux Mint. Der Vorteil von Mint ist das es proprietäre Codecs wie für MP3, WMV etc von Haus aus mit liefert. Das tut Ubuntu nicht da hinter Ubuntu eine Firma (Canonical) steht und diese dafür belangt werden könnte. Wenn du allerdings unter Ubuntu eine Datei öffnest für die dir ein Codec fehlt dann sagt dir Ubuntu in aller Regel was du runterladen musst und du musst nur noch den entsprechenden Knopf drücken. Quesi wie ein Codec-Download mit dem Windows Media Player.
    Warum ich Mint eher weniger empfehlen würde ist das der Vorteil der Codecs sich eben so gut wie nicht bemerkbar macht (die paar Klicks bringen keinen um) und zudem die Userbase von Ubuntu größer ist und man in den entsprechenden Foren und Wikis (Ubuntuusers.de) viel schneller und besser Hilfe bekommt. Mint ist zwar auch ein Debian Fork (wie Ubuntu) aber die Entwickler haben doch hier und da etwas verändert weshalb dann Tutorials für Debian oder Ubuntu nicht immer funktionieren.

    Ganz ohne sich mit dem System hinter Linux beschäftigen zu müssen geht es natürlich nicht. Dinge wie das man in dem Sinne keine getrennten Festplatten mehr hat und in welchem Verzeichnis welche Daten landen sind natürlich fundamental verschieden zu Windows. Da muss man dann schon die Lust mitbringen sich das Wissen anzueignen. Es ist eben kein "Start and Forget" Betriebssystem wie Windows. Auch wenn es zu Problemen kommt (was bei mir bisher sehr selten vorgekommen ist) dann muss man sich mit dem Gedanken anfreunden auch mit der Konsole arbeiten zu müssen. Aber die wichtigsten Befehle hat man sich recht schnell angeignet da es meist logische Abkürzungen von dem sind was sie tun bzw wie das Programm heißt.

    Einschränkungen hinsichtlich Multimedia hast du eigentlich kaum. Man muss sich bei der Nutzung von Flash allerdings darüber im klaren sein dass der Adobe Codec unter Linux recht kacke ist und mehr Leistung frisst als unter Windows. Auf modernen Rechnern macht das allerdings keinen Unterschied mehr aus. In Sachen Codecs hat man wie gesagt eigentlich keine Probleme.
    Für Office nutzt man in aller Regel OpenOffice, gibts ja auch für Windows und da hat man eigentlich auch keine Probleme. Höchstens wenn man sich "frisch" von MS Office auf OpenOfffice umgewöhnen muss. MS Office müsste man allerdings auch unter Wine zum laufen bringen können.
    Mit dem Stichwort Wine kommt man auch zu den Spielen. Das ist (leider) immer ein kleines Abenteuer. Es gibt Spiele (vor allem ältere) die laufen sofort, es gibt neue Titel die laufen bei Release und andere die laufen nie. In der AppDB von Wine (einfach googeln) bekommt man einen Einblick ws unter Wine läuft und was nicht, bzw was man dafür tun muss. Das ist aber alles sehr systemabhängig und es kann sein das es trotz Tutorial nicht funktioniert. Daran muss man sich gewöhnen.

    Bei mir hat Ubuntu Windows komplett abgelöst, lediglich zum Zocken fahre ich noch XP hoch.

    Und einen Tipp noch direkt: Erst Windows, dann Linux installieren. Andersherum zerplückt dir Windows den MasterBootSektor und dann darf man den erst mühseelig wiederherstellen.

    Hoffe das hilft für den Anfang,
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    Michael Fahey (Kotaku.com)

  5. #5
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Es gibt zu den meisten Distributionen ja auch Live-CDs/-DVDs. Damit kann man sich einen kurzen Überblick verschaffen ohne was zu Installieren und man merkt auch inwiefern die Hardware erkannt wird.

    Unter den Einsteigerdistributionen finde ich neben den bereits genannten auch openSUSE, Mandriva und PCLinuxOS einen Blick Wert. Ubuntu hat aber sicherlich den Vorteil, dass es dazu unzählige Tutorials und eine große, deutschsprachige Nutzergemeinde gibt.
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  6. #6
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    Avatar von mope7
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    also ich würde statt Ubuntu (oder Kubuntu etc - btw, das neue KDE ist toll [auch überzeugen mich die "KDE-Programme" mehr als die Gnome Pendante] bei mir hats Gnome abgelöst... wobei mein allererster KDE Versuch grausam war ) direkt auf LinuxMint aufsatteln.

    Es ist wesentlich einfacher. Zwar muss man bei Ubuntu im Normalfall so gut wie nichts machen, dennoch stehste wie der Ochs vorm Walde wenn es dir den Soundserver zerschießt obwohl du alles GENAU nach Anleitung gemacht hast und du keinen Plan mehr hast was abgeht. Und das alles nur weil man das Ding konfigurieren MUSSTE. Haste bei Mint dann nicht

    Und die Ubuntu-Tuts kann man eigentlich alle auf Mint anwenden. Mir ist jetzt noch keines untergekommen was da nicht geklappt hätte Oo

    Ich selbst fahre jetzt nur noch PCLinuxOS. Auch SEHR eintsteigerfreundlich, aber hat den Vorteil, dass man da viel einfacher viiiiiiiiiel mehr tief im System machen kann. Auserdem war PCLinuxOS bis jetzt das einzige Linux bei dem bei mir auf Anhieb einfach alles funktioniert hat. Alles. Sogar der offizielle ATI Treiber wird direkt installiert. Kann ich persönlich bei 9.10 gar nicht mehr weil meine Karte nicht mehr unterstützt wird (ne x700). Nujo....

    Also zum schnuppern war ich absolut super zufrieden mit Ubuntu. Nach einem halben Jahr hab ich mich aber irgendwie eingeschränkt gefühlt und es war halt blöde dass man immer noch hier und da schrauben musste. Dann bin ich auf Mint gekommen. Leider hakts da in der neuesten Version eben mit dem ATI Treiber, sonst würde ich das jetzt wohl noch immer nutzen (selbst meine Freundin fand es gut ). Dann hab ich ein bisschen rumprobiert - OpenSuse ist z.b. schön, hakt bei mir aber leider auch. Naja und ich bin halt dann von SamLinux (ein PCLinuxOS Derivat) zu PCLinuxOS gekommen. Toll, einfach toll.
    Besonders schön übrigens (und ja, kann man natürlich mit jeder Distri ) die Snap-Shot Funktion. Kannste nen Backup deines gesamten Systems machen und dann als LIVE-CD brennen

    Zur Software vllt noch was: Ich vermisse mittlerweile nichts mehr. Ganz im Gegenteil. Es gibt eigentlich absolut alles. OpenOffice hat sich mittlerweile sehr gemausert und ist meiner Meinung nach für "mittlere" Arbeiten für die man nicht unbedingt Latex nutzen möchte weitaus besser geeignet als MSOffice. Gimp - mittlerweile vermiss ich Photoshop nicht mehr, ganz ehrlich. Man muss sich einfach nur mit beschäftigen, ist leider wirklich so
    Wine: brauch im atm nur noch für ab und an MSOffice für die Uni (Weil manche Dozenten Doc verlangen -.-) und vllt das ein oder andere Spielchen.
    Hmmmm..... Naja...
    Irgendwann ist man dann soweit, dass man auf f12 drückt, die Konsole fährt aus und man macht vieles ganz natürlich per Kommandozeile - ich hielt das nach meiner DOS-Zeit für Geekscheiss, aber ich machs jetzt auch.
    Aber zurück zum Thema an sich: Ich persönlich empfehle LinuxMint oder PCLinuxOS. Gerade ganz am Anfang ist der Frustfaktor dann viel geringer wenn einfach alles läuft - auch wenn es manchmal nur 2 oder 3 Klicks sind die man hätte machen müssen

    edit: btw, bei PCLinuxOS haste als Deutscher übrigens den kleinen Vorteil, dass es ne deutsche Community-Edition gibt

    Geändert von mope7 (29.12.2009 um 23:16 Uhr)
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  7. #7
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    Avatar von Little.
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    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen
    Es ist wesentlich einfacher. Zwar muss man bei Ubuntu im Normalfall so gut wie nichts machen, dennoch stehste wie der Ochs vorm Walde wenn es dir den Soundserver zerschießt obwohl du alles GENAU nach Anleitung gemacht hast und du keinen Plan mehr hast was abgeht. Und das alles nur weil man das Ding konfigurieren MUSSTE. Haste bei Mint dann nicht
    Mittlerweile bei Ubuntu auch nicht mehr

    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen
    [color=lightgreen]Und die Ubuntu-Tuts kann man eigentlich alle auf Mint anwenden. Mir ist jetzt noch keines untergekommen was da nicht geklappt hätte Oo [/color
    War bei mir mit WLan Treibern der Fall. Da existierten Verzeichnisse nicht die eigentlich hätte da sein müssen, sowie die entsprechenden Config Dateien. Kann aber auch sein dass das ein Bug der jeweiligen Version war.
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  8. #8
    Braunbär
    Avatar von James
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    Wieso braucht man denn für Ubuntu denn überhaupt Programmierkenntnisse?

  9. #9
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    Avatar von mope7
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    Zitat Zitat von Little.B Beitrag anzeigen


    War bei mir mit WLan Treibern der Fall. Da existierten Verzeichnisse nicht die eigentlich hätte da sein müssen, sowie die entsprechenden Config Dateien. Kann aber auch sein dass das ein Bug der jeweiligen Version war.


    dann hatte ich wohl Glück gehabt

    Zitat Zitat von James_Bond Beitrag anzeigen
    Wieso braucht man denn für Ubuntu denn überhaupt Programmierkenntnisse?
    das war eher so gemeint, dass man, wenn man mal was machen will, was jetzt über das tägliche Surfen etc hinausgeht, sich schon mit der Konsole und Co beschäftigen muss. Natürlich sind das keine Programmierkenntnisse, aber wenn mans noch nie gemacht hat ist das seeeeeeehr verwirrend wie ich finde. War eine etwas übertrieben Darstellung Aber eben alles eine Sache der Zeit.

    btw, hab doch was gefunden was noch nicht so klappt wie ich mir das vorstelle bei PCLinuxOS: VPN Verbindungen. Der Cisco Client unserer Uni ist zwar sowieo fürn Arsch, aber der macht mir nur Kabelverbindungen. W-Lan funzt nicht. Und übers VPN Menü war ich bis jetzt zu faul mir die Daten rauszusuchen

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  10. #10
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