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Dell denkt lautstark über Linux nach (Online-Umfrage)

Eine Diskussion über Dell denkt lautstark über Linux nach (Online-Umfrage) im Forum Technik Ecke. Teil des Off Topic-Bereichs; Ich war mir zuerst nicht ganz sicher inwiefern es sich lohnt das hier zu posten, aber da sich hier doch ...

  1. #1
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    Avatar von Touji
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    Dell denkt lautstark über Linux nach (Online-Umfrage)

    Ich war mir zuerst nicht ganz sicher inwiefern es sich lohnt das hier zu posten, aber da sich hier doch der eine oder andere Linuxnutzer herumtreibt, habe ich es dann doch hier geparkt.

    Dell startet Linux-Online-Umfrage

    Dass der PC-Hersteller Dell schon seit längerem mit Linux auch auf Desktop- und Notebook-Ebene liebäugelt, ist kein Geheimnis. Schließlich war dies einer der meistgeäußerten Wünsche auf der Website Dell IdeaStorm. Am heutigen Dienstag hat das Unternehmen nun eine Online-Umfrage gestartet, die näheren Aufschluss darüber geben soll, welche Hard- und Software-Varianten für welche Einsatzzwecke von den Kunden bevorzugt werden.

    Zu den aufgezählten Linux-Distributionen gehören Novell/Suse Linux Desktop, Red Hat Enterprise Desktop, Fedora, OpenSuse und Ubuntu. Gefragt wird auch, welchen Service-Umfang die Teilnehmer der Umfrage wünschen. Im Serverbereich bietet Dell bereits Systeme wahlweise mit Red Hat Enterprise Linux oder Novells Suse Linux Enterprise Server. Auch beteiligt sich Dell gelegentlich an der Finanzierung von Open-Source-Veranstaltungen und beschäftigt Entwickler, die an Open-Source-Projekten mitarbeiten. (pmz/c't)
    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/86676
    Umfrage: http://www.dell.com/linuxsurvey

    Es wär zwar denkbar, dass diese Umfrage nur ein Säbelrasseln Dells gegenüber Microsoft ist, denn bekanntermaßen lassen es sich letztere schon einiges Kosten, damit die größeren Computerhersteller die Konkurrenz nicht auf ihren Rechnern vorinstalliert anbieten, aber da die Firma erst vor kurzem die Marktführerschaft an HP verloren hat, wäre es zumindest nicht auszuschließen, dass sie wirklich etwas ändern und bisher weniger beachteten Märkten mehr Aufmerksamkeit schenken wollen. Noch vor wenigen Jahren hätte schließlich auch niemand gedacht, dass Dell jemals Rechner mit AMD-Prozessoren anbieten würde.

    Wenn größere Hersteller wie Dell bei ihren Computern neben Windows auch eine Linuxdistribution als vorinstalliertes Betriebssystem zur Auswahl stellen und somit dafür auch Support anbieten, wird sich das sicher sehr positiv auf den Marktanteil von Linux auswirken, denn auf diese Weise haben auch Menschen, die das alternative Betriebssystem schon immer mal ausprobieren wollten, aber vor einer manuellen Installation zurückschreckten, eine Gelegenheit es auszuprobieren.

    Auch wenn sich die Verhältnisse in den letzten paar Jahren stetig gebessert haben, existiert für Linux im Bezug auf Gerätetreiber und kommerzielle Software eine Art "Henne- und Ei-Problem". Für Hardware- und Softwarehersteller lohnt sich das Schreiben von Treibern und die Portierung ihrer Software nur, wenn der Marktanteil des alternativen Betriebssystems groß genug ist. Allerdings kommt ein Betriebssystem für viele Nutzer nicht in Frage, wenn ihre Hardware mangels Treibern nicht vernünftig läuft und es ihre Lieblingsprogramme, Spiele oder für die Arbeit benötigte Software (z. B. Photoshop) nur für Windows und vielleicht noch den Mac gibt.

    Klar, wenn man weiß was man tut, kommt man auch so an einen zu Linux kompatiblen neuen Rechner und Alternativen zu den vermissten Windowsprogrammen, aber wenn Linux außerhalb des Server- und Unternehmensbereiches einen größeren Marktanteil erobern und das "Henne- und Ei-Problem" überwinden will, geht das nicht ohne die größeren Computerhersteller. Otto Normal bastelt sich keinen Rechner zusammen und installiert das Betriebssystem selbst, er holt sich einen Komplettrechner bei dem alles vorkonfiguriert ist und er sofort loslegen kann.

    Im Übrigen wäre das auch für eingefleischte Windowsnutzer keine schlechte Sache. Wenn Linux erst einmal einen gewissen Marktanteil erobert hat und eine ernsthafte Bedrohung für Microsofts Marktdominanz ist, werden letztere gezwungen sein ihre Software attraktiver zu machen, d. h. sie müssen die Qualität verbessern und/oder die Preise senken. Sich zurückzulehnen und auf den Marktanteil zu verlassen ist dann nicht mehr. Man hat ja bereits beim Internet Explorer gesehen wie sich ein starker Konkurrent (Firefox) auswirken kann, plötzlich sahen sich die Entwickler genötigt ihren Browser zu verbessern, sicherer zu machen und mit schmerzlich vermissten Funktionen (Popup-Blocker, Tabs) auszustatten.

    Als Linuxdistributionen stellt Dell bei der Umfrage Suse Linux Enterprise Desktop, Red Hat Enterprise Desktop, Fedora, Opensuse und Ubuntu zur Auswahl, unter "other" kann man aber auch eine andere Distribution eingeben.

    Ich denke mal am Ende werden Suse Linux Enterprise Desktop und/oder Ubuntu das Rennen machen. Mir ist es eigentlich egal welche Distribution das Rennen macht, wenn irgendeine Distribution vorinstalliert kommt, dürfte man das Gerät auch mit anderen Distributionen ohne größere Probleme zum Laufen bringen können. Gerade bei Notebooks macht einem das die Entscheidung leichter, denn gerade bei diesen Geräten ist öfter mal ein Hardwareteil drin, das nicht so problemlos läuft (oder für das es erst Monate später brauchbare Linuxtreiber gibt).

    BTW: Auch HP denkt über vorinstalliertes Linux nach.
    Geändert von Touji (14.03.2007 um 17:55 Uhr)
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  2. #2
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    Ich bezweifle, dass das große Auswirkungen haben wird. Kaum ein langjähriger Windowsbenutzer wird sich bei einer Neuanschaffung Linux auf seinem Rechner vorinstallieren lassen. Wer Linux benutzen will ist meistens technisch so versiert, dass er sich das selber installieren kann. Wird ja mittlerweile ja auch immer einfacher (wer schonmal eine gentoo 2005 Installation und eine Ubuntu Installation gemacht hat weiß was ich meine).
    Es ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richung, auch wenn das auf mich keine Auswirkung haben wird. Hardware finden, die linuxkompatibel ist kann man heutzutage schon recht schnell.

    Hoffentlich wird der Gedanke von Dell nicht verworfen.

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  3. #3
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    Hmm toll naja viel machen se ja nicht. Also ich vermisse da eine Disti doch schon ganz arg. Und auf so einen Windows Clon wie Suse kann ich gut verzichten.
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  4. #4
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    Unter "other" kann man da auch seine Lieblingsdistro eintragen.

    Für mich wäre die Wahl der "falschen" Distro kein Grund gegen einen Kauf. Diese kann ich schließlich selbst installieren und so komme ich an ein Gerät heran ohne die "Microsoftsteuer" zahlen zu müssen und wo ich weiß, dass es zu 100 % kompatibel ist ohne die Hardwarekonfiguration vorher genau zu durchleuchten.

    Zitat Zitat von RockingRolli Beitrag anzeigen
    Ich bezweifle, dass das große Auswirkungen haben wird. Kaum ein langjähriger Windowsbenutzer wird sich bei einer Neuanschaffung Linux auf seinem Rechner vorinstallieren lassen. Wer Linux benutzen will ist meistens technisch so versiert, dass er sich das selber installieren kann. Wird ja mittlerweile ja auch immer einfacher (wer schonmal eine gentoo 2005 Installation und eine Ubuntu Installation gemacht hat weiß was ich meine).
    Es ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richung, auch wenn das auf mich keine Auswirkung haben wird. Hardware finden, die linuxkompatibel ist kann man heutzutage schon recht schnell.

    Hoffentlich wird der Gedanke von Dell nicht verworfen.
    Warum nutzen denn fast nur technisch Versierte Linux? Eben weil man es selbst installieren muss. Der Großteil der Computernutzer will sich nicht mit der dahintersteckenden Technik auseinandersetzen, sondern einfach nur damit arbeiten, im Netz surfen, Urlaubsfotos verwalten oder E-Mailen. All diese Anforderungen kann ein vorinstalliertes und -konfiguriertes Linux problemlos erfüllen. Wenn Linux in diesem Massenmarkt erst einmal den Fuß in der Tür hat, ist es auch nicht mehr schwer die bisher ignoranten Hardware- und Softwarehersteller ins Boot zu holen.

    Klar, ich kann mir auch selbst einen brauchbaren PC zusammenstellen (wobei bei Notebooks wär das schon etwas umständlicher), aber mir wäre es lieber wenn ich mir darüber keine Gedanken machen müsste, wenn der Scanner oder die Webcam vom PC-Händler um die Ecke gleich den passenden Linuxtreiber mitbrächte und ich nicht erst einige Zeit damit vergeuden müsste, im Internet wegen der Kompatibilität zu recherchieren und wenn z. B. von meinem Programm für die Steuererklärung neben der Windows- auch eine Linuxversion im Laden stände. Sobald der Marktanteil von Linux groß genug ist, muss das keine Wunschvostellung mehr bleiben, weil die Soft- und Hardwarehersteller von sich auch ein finanzielles Interesse daran haben, auch den Linuxmarkt zu bedienen.

    Wenn große PC-Hersteller wie Dell oder HP optional auch ein vorinstalliertes Linux bei ihren Rechnern mitliefern würden, wäre dieses Ziel erreichbar. Selbst wenn nur wenige Prozent der Käufer Linux statt Windows als Betriebssystem wählen, würde sich der Desktopmarktanteil von Linux schon vervielfachen und mehr Marktanteil heißt, dass die Community ihren Wünschen (z. B. Linuxkompatiblität, ogg-Unterstützung für MP3-Player, offene Treiber oder zumindest Hardwarespezifikationen) bei den Hard- und Softwareherstellern mehr Nachdruck verleihen kann.
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  5. #5
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    Hab ja auch geschrieben, dass es ein guter Schritt in die richtige Richtung ist, aber noch viel getan werden muss

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  6. #6
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    Dell-Rechner mit Ubuntu
    Linux-Rechner von Dell zunächst nur in den USA

    Es war also doch eine ernst gemeinte Umfrage. Im Moment noch etwas zögerlich fängt die Firma jetzt an Linuxrechner für Privatleute auszuliefern.

  7. #7
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    Avatar von Little.
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    Wieso Ubuntu? Okay, es nimmt einem mehr Arbeit hab als andere Distributionen aber zumindest wenn man ne Wahl hätte wäre schön...

  8. #8
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Die Wahl gab es bereits und zwar in der Abstimmung vor einigen Monaten. Warum Ubuntu gewählt wurde ist eigentlich naheliegend: Zum einen weil 80 % für diese Distro gestimmt haben, zum anderen weil Canonical (der Hauptsponsor der Distro) für Dell den Support übernimmt. Communitysupport über Mailinglisten, Foren und IRC-Kanäle ist dafür schlicht nicht ausreichend. Red Hat und Novell wären dieser Aufgabe zwar im Prinzip wohl auch gewachsen, aber beide Firmen richten ihre Distributionen eher auf Firmenkunden aus.

    Dell braucht weniger neues Personal für die Linuxprivatkundschaft einstellen und Canonical profitiert von der größeren Verbreitung der Distro und am Support, somit haben beide was davon.

    Das der Firmengründer selbst Ubuntu auf einem seiner Rechner verwendet, dürfte die Entscheidung aber vermutlich auch beeinflusst haben.

  9. #9
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    Avatar von Little.
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    Ah, okay. Ich mein Ubuntu ist ja keine schlechte Distribution, so ist es ja nicht. Aber richtet sich (meiner Meinung nach) doch eher an Anfänger, was aber in dem Zusammenhang auch wieder ganz gut sein kann. Nem Anfänger sollte man vielleicht auch nicht gleich Debian vor die Füße klatschen.

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