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Vergessene Klassiker: ULTIMA

Eine Diskussion über Vergessene Klassiker: ULTIMA im Forum Spiele allgemein. Teil des Gametalk-Bereichs; Rollenspiele erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Auf den Konsolen sind das vor allem japanische Ableger, auf dem PC ...

  1. #1
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    Vergessene Klassiker: ULTIMA

    Rollenspiele erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Auf den Konsolen sind das vor allem japanische Ableger, auf dem PC noch immer größtenteils westliche Modelle wie die Gothic-Serie, Elder Scrolls oder aber MMORPGs wie Guild Wars oder World of Warcraft.
    In diesen westlichen Rollenspielen nimmt die ULTIMA-Serie eine ganz besondere Stellung ein, denn diese prägte das Bild des westlichen Rollenspieles am Computer über fast 20 Jahre entscheidend mit und hat somit ein gutes Stück Spielegeschichte mitgeschrieben. Meiner eigenen Meinung nach ist die Bedeutung der Ultima-Serie für westliche RPGs in etwa zu vergleichen mit der Bedeutung, die die Final Fantasy-Reihe für Japanische Rollenspiele hat.

    Gliederung:
    - Grober Überblick über die frühen Teile der Serie
    - Ultima VIII: Pagan (1994)
    - Blick zurück: Ultima VII: The Black Gate und Serpent's Isle
    - Ultima Online (1997)
    - Ultima IX: Ascension (1999)
    - Blick auf den Status Quo: Fanspiele, Portierungen
    - Andere (wichtige) Ableger: Ultima Underworld I und II

    Ich werde den Artikel wahrscheinlich in mehreren Teilen schreiben weil er zu umfangreich wird. Tschuldigung

    Ein grober Überblick über die frühen Teile der Serie, Ultima in den 80ern, Ultima in den 90ern

    Im Gegensatz zu Final Fantasy spielt Ultima immer in der gleichen Spielwelt, das ist, Britannia. Das besondere ist, dass der Spielheld nicht etwa aus Britannia, sondern von der Erde kommt. Hinter seinem Haus in seinem Anwesen entdeckt der Held eines Tages einen seltsam glühenden Stein, der ihm ein noch seltsameres Portal erscheinen lässt. Natürlich betritt er dieses Portal und als er erwacht findet er sich in einer mittelalterlichen Welt wieder. In Britannia.

    Besonderheit: Stoffkarten der Spielwelt lagen jedem Spiel zusammen mit einigen anderen Extras bei (Münzen, Karten, etc.). Hier: Teil IV

    Das Intro aus Ultima VI zeigt das imo ganz gut, wenn auch nicht so drastisch wie einige der anderen:
    http://www.youtube.com/watch?v=pZymA-LH45w

    Teil I erschien bereits 1980 und wechselte zwischen einer Vogelperspektive auf das Weltgeschehen und einer Quasi-3D-Ansicht in den Dungeons.
    Um einen Eindruck davon zu bekommen ist denke ich das folgende Video ganz interessant:
    http://www.youtube.com/watch?v=hFMYIBfK2cQ
    Es zeigt am Anfang ein Stück von der Weltkarte und danach den Dungeonmodus. Die Teile I bis V sahen im Grunde genommen alle so aus, nur dass die Grafik nach und nach besser wurde. Und mit der Technik wurde auch das Spiel nach und nach immer komplexer. Von einfachen "Böser Zauberer, der aussieht wie Ming der Unbarmherzige, will die Welt zerstören." bis zu irgendwelchen Sekten, die versuchen die Gesellschaft zu unterwandern um sich gegen die althergebrachte Ordnung zu verschwören. Glaubt mir einfach, die Handlungen wurden wohl komplexer.

    Teil V (1988) sah dann übrigens so aus:

    Wer das ganze bewegt sehen will klickt sich den Spoil0r frei. Ich habe es deswegen gespoil0rt weil es sich hier um das Finale des Spiels handelt.

    Japanische Rollenspiele verwendeten ja teils noch bis spät in die 90er Jahre eine ganz ähnliche Perspektive auf die Dinge und wer sich mal in den 90ern eine Shareware-CD zulegte weiß dass es UNZÄHLIGE Klone gab. Ich kann nicht wirklich viel zu diesen frühen Spielen sagen, außer dass sie wohl massive Rollenspieltitel in den 80er Jahren gewesen sein müssen.

    In den 90er Jahren nahm die Serie dahingehend eine Wendung, dass sie fortweg zu technischen Killern wurden. Origin, die Firma hinter dem Spiel, holte das letzte aus der damals verfügbaren Hardware heraus und produzierte nun mit den Teilen VI-IX Spiele, die damalige Rechner bis an ihre Grenzen brachten und die Spieler aufgrund der grafischen pracht in jähes Staunen versetzte. Das mag man heute nur noch schwer nachvollziehen können, aber ein jetzt pupig wirkendes Ultima VI wirkte 1990 wohl einfach unglaublich umwerfend. Ein Blick auf die technische Entwicklung:

    1990, Ultima VI - Der Falsche Prophet



    1992, Ultima VII: Die Schwarze Pforte



    1994, Ultima VIII: Pagan



    1999, Ultima IX: Ascension

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  2. #2
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    Ultima VIII: Pagan

    http://www.youtube.com/watch?v=QJ7lv5WL27w

    Die Kurzbeschreibung was bisher geschah:
    In Ultima VII tauchte eine geheimnisvolle Sekte auf, deren Ziel es war einen mächtigen Zauberer, der sich selbst "der Wächter" nannte, nach Britannia zu bringen, damit dieser dort die Herrschaft übernehmen könne. Der Spieler, seit Teil VI oder so in Britannia als "Avatar (der Tugenden)" bekannt, wusste dies zu vereiteln, doch am Ende schaffte es der Wächter den Avatar durch das schwarze Tor zu ergreifen. Was dann passierte sehen wir im Intro oben. Der Wächter verbannt den Helden Britannias in die Welt Pagan. Einen dunklen, hoffnungslosen Ort, der von göttlichen Kriegen gezeichnet ist.



    Im Handbuch gab es dazu damals eine beeindruckend detailierte Geschichte der Welt Pagan mit Illustrationen und allem drum und dran, aber auch im Spiel findet man immer wieder Bücher und Berichte über die geschichtschreibung. Ich brech das mal kurz runter. Eigentlich war Pagan eine normale Welt mit Kontinenten und Feldern etc.
    Die Urbewohner der Welt, die Zealanen, beteten alte Gottheiten, Verkörperungen von Gefühlen an. Diese Gottheiten versuchten sich nun gegenseitig zu bekriegen als plötzlich neue Götter, die Titanen, auf den Plan traten. Diese waren Herren über die Elemente Luft, Feuer, Wasser und Erde. Um die alten Götter zu besiegen und den Krieg zu beenden ging man mächtige Bündnisse mit den Titanen ein. Es gab viel Krieg und ein Titan machte die Sache schlimmer als der andere. Zuletzt überflutete die Titanin des Wassers die gesamte Oberfläche des Planeten um den Feuern der Vulkane wieder Herr zu werden. Durch selbige Vulkane, die wiederum vom Titan des Feuers hervorgerufen waren, hatten sich riesige Aschewolken gebildet, die die Atmosphäre des Planeten in ein konstantes Dämmerlicht einhüllten und das auch im Spiel noch tun. In dieser Welt erschien dann irgendwann der Wächter und verbannte die Titanen in Gefängnisse. Die Leute verehrten ihn als Retter. Doch sie müssen dennoch Tribute an die Titanen leisten. So müssen die Toten beispielsweise dem Erdtitanen als Diener überlassen werden.


    Nach Jahrhunderten der Kriege der Titangottheiten gegeneinander ist Pagan kaum mehr als der traurige Rest einer Zivilisation

    Sprich: In Pagan finden wir ein relativ kahles Stück Fels mitten in einem endlos scheinenden Meer in einer ewigen Dämmerung, an das sich die Menschen verzweifelt in ihrer letzten noch verbliebenen Stadt Tenebrae klemmen. Diese Stadt wird zu allem Überfluss auch noch von einer Tyrannin kontrolliert, die einen grausamen Polizeistaat durchprügelt.

    Und diese dunkle Hoffnungslosigkeit finde ich erfrischend. Die Leute in dieser Welt haben quasi schon verloren. Doch das eigentliche Ziel des Avatars ist die Rückkehr nach Britannia, doch der Weg ist lang und episch, denn wie man nach und nach erfährt, muss man alle Kurse der Magie auf Pagan durchlaufen (Thaumaturgie, Nekromantie, Hexerei, Theurgie) und die Macht der Titanen selbst auf sich vereinen.


    Hinrichtungen sind in Tenebrae, der einzigen Stadt auf Pagan, an der Tagesordnung. Die tyrannische Gezeitenfürstin Mordea schreckt dabei auch nicht vor dem Bruch mit alten Ritualen und Traditionen zurück.

    Technik

    Pagan bietet die wahrscheinlich schönste Grafikengine der Serie VOR Ultima Online. Die Figuren sind alle vorgerendert und daher etwas detailarm, aber dennoch schön anzusehen. Das gilt vor allem für den Avatar selbst, der als Krieger in voller Plattenrüstung nebst Topfhelm erscheint. Die Steurung erfolgt vollständig über die Maus und ist erstaunlich einfach und wenig umständlich für die damalige Zeit.
    Mit der rechten Maustaste läuft man, über die Entfernung des Mauszeigers zur Figur wird bestimmt wie schnell man das tut. Mit der linken Maustaste interagiert man mit Gegenständen und der Umwelt, spricht Leute an, stiehlt Gegenstände, wirft Sachen usw. Über die Paperdoll, die den derzeitigen WIRKLICHEN Ausrüstungsstand und die Charakterwerte des Avatars zeigt (die Spielfigur selbst verändert sich nicht) kann man auch eine HP/Mana-Anzeige aktivieren, die man - wie alle Anzeigen übrigens - frei auf dem Bildschirm verschieben und postieren kann. Das war 1994 schon ziemlich innovativ.
    Thema Musik: Imo sehr sehr gut. Sie ist meist eher subtil und unterstreicht durch zwielichtige Arrangements perfekt den düsteren Charakter der Spielwelt. In den blöden, nachgebastelten Edelmidis auf Youtube wird das leider nicht mehr so ganz deutlich.

    http://www.youtube.com/watch?v=jD71M...C47DBC&index=9

    Kampfsystem

    Die Kämpfe sind relatives Hack'n Slay. Man geht in den Kampfmodus und führt mit verschiedenen Klicks verschiedene Schläge oder Tritte aus. Erinnert an Diablo, involviert aber mehr eigenes Zutun. Die Gegner sind allesamt sehr schwer zu besiegen weil sie meist sehr stark sind und es schwierig ist ohne Magie gegen sie im Nahkampf anzukommen. Gelevelt wird durch das Ausführen von verschiedenen Aktionen (Springen, Kämpfen, Lesen, Zaubern,...).

    Magiesystem

    Die Magie selbst unterteilt sich in verschiedene Systeme.
    Für die Nekromantie muss man Reagenzien sammeln und miteinander verbinden, für die meisten anderen Zauber langt es wenn man das richtige Buch mit sich herumschleppt und ggf. Reagenzien dazu. Die Hexerei ist genial und nervtötend zugleich:
    Um einen Zauberspruch der Hexerei vorzubereiten muss man die benötigten Reagenzien in einem Pentagramm an genau abgegrenzten Punkten ablegen und eine bestimmte Anzahl von Kerzen postieren. Danach erst wird die Zauberformel gesprochen und man erhält ein Symbol mit dessen Hilfe man den Zauberspruch dann endlich auf die Menschheit loslassen darf wann/wie/wo man will.



    Interaktionsmöglichkeiten mit der Welt/KI

    Neben "schleichen", gehen und rennen kann der Avatar erstmals in Ultima auch springen. Ein Feature, das damals ziemlich schnell ziemlich unbeliebt bei den Spielern war. Grund dafür: Es gab fest abgesteckte Sprungdistanzen, die der Kerl aus dem Stand schaffte. Und nicht immer ging das dann wirklich dorthin, wo man eigentlich landen wollte. Nun war aber gerade das bei einer Vielzahl der Puzzles in den Dungeons unbedingt von Nöten: Präzision beim Springen. Mit einem Patch und auf der CD-Version wurde das zum Glück behoben, so dass man wirklich dahin springt wo man auch gerade hin- und draufklickt. Speziell in Tenebrae ergeben sich einige sehr interessante Aktionsmöglichkeiten beim Erforschen der Stadt. Die KI ist dumm genug für zwei und so kann man beispielsweise in das Haus einer Witwe einbrechen, ihren ganzen Schmuck klauen und ihn diesen später für jede Menge Geld wieder verkaufen - wenn man es richtig anstellt!
    Auch den Schmied und allerlei andere Leute kann man beklauen wie man will, solange man sich dabei nicht erwischen lässt.

    Ähnlich wie bei Ultima VII und später bei Ultima Online kann man auch total periphere Dinge tun wie z.b. angeln, sich besaufen oder LSD-Pilze essen oder sonstwie auf Abenteuersuche gehen.


    Beispiel für das Interface: Unten rechts die Kurzanzeige für HP (rot) und Mana (blau). Sämtliche Anzeigen (inklusive Kurzanzeige, Statistik mit Ganzkörperansicht, Rucksack und Beutel) können frei bewegt und jederzeit geöffnet bzw. geschlossen werden. "Felsenhaut" als Beispiel ausgewählt um zu zeigen, wie man Zaubersprüche aufbewahren und später verwenden kann.

    Was mich an dem Spiel auch so begeistert ist der Detailreichtum. Wenn man einfach so umherwandert findet man garantiert immer irgendein Haus, eine Höhle oder sonst etwas interessantes, das verschlossen ist oder sonstwie etwas interessantes zu bieten hat. Über verstreute Bücher und Schriftrollen erfährt man mehr und selbst in Gegenden, die mit dem eigentlichen Plot nur wenig zu tun haben kann man noch interessante Queste finden. Beispielsweise lohnt es sich wenn man sich in der lokalen Taverne einmal umhört, denn dann gibt es die Möglichkeit sich auf eine Suche nach einem Schatz zu begeben, die einen querbeet durch die ganze Stadt scheucht und einem etwas Lokalgeschichte vermittelt. Überhaupt ist die Geschichte das, was das Spiel so richtig auszeichnet und trotz aller Mängel die Spannung aufrechterhält.
    Sei das die Einweihung bei den Nekromanten oder die Suche nach Kumash Gor, die Reise zum Karthaxsee oder die Audienz beim Erdtitanen Lithos, tief unter der Erde in der Halle des Bergkönigs. Es ist einfach Spannung da und es passiert eine ganze Menge. In der Stadt deckt man zum Beispiel ein folgenschweres Geheimnis auf, das massive politische Folgen mit sich zieht... aber das war ja schon fast klar.

    PRO:
    - Einfache, intuitive Steurung
    - Schöne, ansehnliche Isometriegrafik
    - gute Soundeffekte, sehr gute Musik
    - Einzigartige Grundstimmung
    - Packende Geschichte
    - Viel Liebe zum Detail

    CONTRA:
    - Nervige Rätsel in Dungeons
    - Sehr schwierige Kämpfe
    - Steurung manchmal etwas schwammig
    - Sprachausgabe wirkt teils hölzern
    - Viele Freiheiten aus dem Vorgängerspiel sind nicht mehr erhalten geblieben

    Die ersten paar Minuten im Spiel
    + superschlecht vertontes englisches Originalintro

    Bedeutung

    Im Kontext der Ultimaserie war Pagan dazu gedacht vor allem neue Spieler anzulocken. Leider floppte der Titel ziemlich weil aufgrund vieler Bugs und der Sache mit dem Springen in der ungepatchten Version. Ein angekündigter Zusatzpack, in dem es vor allem um die Zealanen und neue Landesteile in Pagan gehen sollte, wurde vor VÖ eingestellt (Lost Vale).
    Die Grafikengine von Ultima 8 wurde später auch für die beiden Crusader-Actionspiele benutzt und stellt wahrscheinlich ein Grundgerüst für die Engine Ultima Onlines dar.
    Ultima 8 ist nicht zuletzt deshalb gefloppt, weil unzählige der Features und Möglichkeiten aus Ultima VII nicht mehr verfügbar waren. Mehr dazu im nächsten Beitrag.


    Portierungen/Emulation

    Das Spiel läuft zwar problemlos über DosBOX, aber noch edler kann man es mit dem Port "Pentagram" spielen. Dieser ermöglicht vor allem höhere Auflösungen und eine flüssigere Framerate als DosBOX. Also vor allem mehr Luxus.

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  3. #3
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    Kenne Ultima 7 und den 8ten Teil. Aber da hatte ich die Grafik viel schöner in Erinnerung

    Ich kann mich noch an die Britische Musik erinnern aber an sich fand ich das Spiel nicht so doll. Da hatmir Might and Magic oder Anvil of Dawn, Lands of Lore besser gefallen*g

  4. #4
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    Ist halt Geschmackssache. Ich hab mich nie wirklich mit diesen pseudo-3D-Dungeonspielchen anfreunden können. Die waren mir irgendwie immer zu statisch und mit zu viel Management verbunden
    Oder die Spielfenster waren schlichtweg zu klein mit zu viel Menükrimskrams drumherum.

    Zu Teil VII komm ich gleich noch

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  5. #5
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    Ultima VII: Die Schwarze Pforte - Die Schlangeninsel

    http://www.youtube.com/watch?v=JfqOZlNxbfI

    Ultima VII ist wahrscheinlich das extremste Rollenspiel vor Erfindung der MMORPG und meiner Meinung nach die Krönung der Ultima-Serie. Die Technik ist bis heute zwar schlecht gealtert, aber 1992 entlockte das Spiel mit seiner Grafik und seinen Möglichkeiten den Spielern mit Warp 8 ein "OMPFG!!" nach dem anderen.
    Wie man dem Intro entnimmt gibt es wieder einmal Ärger in Britannia. Das Moongate spuckt den Avatar in der Stadt Trinsic aus. Dort sind die Bewohner in heller Aufregung, denn ein grausamer Mord hat sich ereignet und es sieht ganz so aus als sei er ritueller Natur gewesen. Aber war wirklich der Stallknabe daran schuld, der nun ebenfalls tot ist?
    Unter den Versammelten ruft eine Stimme aus: "Avatar? Seid Ihr es??". Es ist Iolo, der Barde, der nun, um einige Jahre gealtert, seinen alten Weggefährten wiederzuerkennen scheint. Denn während der Avatar auf der Erde war sind in Britannia viele Jahre vergangen. Neben der in Stücke gerissenen Leiche im Stall findet sich ein Schlüssel. Wohin mag er führen? Gemeinsam mit Iolo macht der Avatar sich auf um den Mord aufzuklären und schon bald zeigt sich, dass mehr hinter der Tat steht als bloße Vergeltung. Der Mord bringt die Gemeinschaft schnell über die Grenzen von Trinsic hinaus und es wird schnell klar, dass die neuartige, geheimnisvolle Sekte, die nun überall in Britannia ihre Ordensgemeinden gründet, wohl in Wirklichkeit dahintersteckt. Was sind die wirklichen Ziele der Sekte und wer ist "der Wächter"? Gleichzeitig scheint die Magie im Reich abzusterben. Viele Zauberer sind verrückt geworden und haben ihren Verstand verloren. Andernorts funktioniert die Magie nicht mehr so wie sie sollte... etwas ist offensichtlich faul in Britannia.



    Detailtiefe

    Kein anderes Rollenspiel hat eine so unglaubliche Detailtiefe wie Ultima VII - und das schon gar nicht im Jahr 1992 und OHNE bugs. Das Spiel bietet einen Tag- und Nachtwechsel sowie alle verschiedenen Wetterlagen von Sonnenschein über Regen, Hagel, Gewitter bis zu Schnee. Die Spielwelt ist - ungelogen - gigantisch und trotz allem mit Details nur so vollgestopft. Man will sich gar nicht ausmalen wie viel Arbeit das war, aber überall finden sich geheime Nebenqueste, versteckte Höhlen, Dungeons, Artefakte, Seitenplots und und und. Man kann sich Schiffe kaufen und segeln, sich pferde und/oder Kutschen zulegen, auf fliegenden Teppichen fliegen, sich durch Mondtore teleportieren, Brot backen, Felder ernten, Stoffe weben, schauspielern, im Orchester spielen und nahezu was auch immer. Wirklich, die Liste ist beinahe endlos, aber in jedem Fall endlos erschreckend. Und genau das ist es, was Ultima VII so herausragend macht, diese unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten. Das geht u.a. auch so weit, dass man bei Diebstählen und Verbrechen von der örtlichen Stadtwache zur Rechenschaft gezogen und verfolgt wird. Was ich auch für erstaunlich weitgehend halte ist, dass nicht nur sämtliche Namen auf der Stoffkarte sondern auch so ziemlich die allermeisten Schilder und Aufschriften im Spiel selbst in einem Runenalphabet verfasst sind, dass man sich mit dem Handbuch entschlüsseln muss. Ich hab so etwas seither nie wieder gesehen.



    Ein grausamer Mord hält die Stadt Trinsic in Atem. Links im Bild die Paperdoll auf der man auch einstellen kann wie der Rest der Party sich im Kampf verhalten soll (Icon mit schwarzen und weißem Punkt)

    Partymanagement

    Im Gegensatz zu allen späteren Teilen umgab sich der Avatar in Teil VII noch mit einer Reihe von Gefährten, die man jederzeit aus der Party entlassen oder wiederaufnehmen konnte. Diesen konnte man im Kampf eine grobe Taktik zuweisen, die sich dann vor allem in der Aufstellung, aber auch in der Aggressivität im Kampfe widerspiegelte.


    Kampfsystem

    Das Kampfsystem in Ultima VII war ganz anders als das actionlastige Diablogekloppe aus Teil 8. Hier herrschte mehr Taktik vor. Man konnte angeben welcher Gegner angegriffen werden sollte und der Rest lief mehr oder weniger automatisch auf Basis der Charakterwerte ab. Man konnte den Kampf gegebenenfalls anhalten und einige Korrekturen vornehmen. Partymitglieder konnten wahlweise auch eine passive Unterstützung mit Hilfe von Fernkampfwaffen wie Schleudern, Bögen oder Armbrüsten geben.

    Magie

    Wie gehabt, basierend auf Reagenzien.


    Ultima VII führte erstmals das freie Interfacesystem mit Überblendungen ein. Wie bei Ultima VIII schon erwähnt ließen sich alle Menüelemente frei bewegen.


    Die Nachteile. Oder: Warum Ultima VII trotz allem nicht das Nonplusultra ist

    Für mich hängt das hauptsächlich mit der Technik hinter dem Spiel zusammen. Zum einen sind die Animationen so gut wie nicht vorhanden, was ich schade finde, zum anderen finde ich den Detailgrad problematisch. Und zwar in der Beziehung, dass man sich selbst und seine Party regelmäßig durchfüttern muss, sonst verhungern die Leute. Was haben die sich dabei bloß gedacht?!
    Realismus und Detailtiefe sind ja schön und gut, aber das find ich einfach nur übertrieben, nervig und unnötig in einem Spiel.


    Gut sichtbar: Ohne Fackeln steht man in Höhlen schnell im Dunkeln - im Schlimmstenfall im Stockfinsteren. Unten im Bildschirm sind die Kurzanzeigen der Party zu sehen

    Im Gegensatz zu Ultima VIII und IX ist Teil sieben auch etwas "theoretischer", da man die Kämpfe nicht selbst ausfechtet, sondern lediglich klickt und dann zuguckt. Bei mir kommt u.a. dadurch schnell das Gefühl auf nicht mehr im Spiel zu sein sondern einfach nebendran zu sitzen und zuzuschauen. Das nimmt Tempo aus der Sache und so wirkt das Ganze relativ langweilig, da man das Gefühl hat eh nur hin- und herzuklicken.


    Echo

    Das Spiel wurde außerordentlich erfolgreich aufgenommen. Es gab einen Zusatzpack und dann einen zweiten Teil zum Spiel, diesmal mit dem Titel "Die Schlangeninsel". Es drehte sich um eine verschneite Insel auf der einige Anhänger der Sekte zuflucht gesucht haben. Auch zu diesem zweiten Teil erschien ein Zusatzpack.


    Portierungen/Fanspiele

    Ultima VII erschien auch auf einer der beiden Nintendokonsolen. Ebenso gibt es heute einen sehr guten Emulator namens Exult, für den es mittlerweile sogar eigene Erweiterungen und Mods gibt, die Ultima VII fortsetzen oder beispielsweise versuchen es in ein 3D-Spiel umzuwandeln (yäarghs).


    Ähnliche Spiele

    Ich steh grad unter Zeitdruck, aber das wichtigste Spiel, das Ultima VII ähnelt dürfte neben Ultima Online wohl kein geringeres als Baldur's Gate sein.

    Geändert von Outsider (21.05.2009 um 23:01 Uhr)

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  6. #6
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    http://www.youtube.com/watch?v=kZG6T1bkjSk

    ULTIMA IX: ASCENSION

    Mit sehr viel Trara und großem Hype wurde 1999 der letzte Teil der Rollenspielsaga aus dem Hause Origin veröffentlicht. Nach mehreren Jahren der Entwicklung wollte der Publisher Electronic Arts das Spiel als einen Toptitel mit einem großem Markennamen so groß wie möglich verkaufen. Die Folge war klar: Schon während der Entwicklung musste das Team immer wieder Zugeständnisse an die große Mutterfirma machen und Ultima IX war Zeit seines Lebens von diesen Kompromissen gezeichnet und gebranntmarkt. Denn ein universales Rollenspielkonzept nach Art von Ultima VII verträgt sich nunmal nicht mit der Profitdoktrin eines Megakonzernes. Für einen der größten Eklats im Vorfeld der Veröffentlichung sorgte Ed del Castillo (ex C&C, ex-Westwood), der von EA als Produzent eingesetzt wurde, als er die Frage eines Fans ob man denn in Ultima IX auch Brot backen könne, verdutzt mit der Gegenfrage "Wieso sollte man in Ultima Brot backen wollen?" beantwortete. Dieses Statement, das er natürlich später revidierte, zeigt aber deutlich den Zwiespalt unter dem Ultima seit Mitte der neunziger gelitten hatte. Eine sehr interessante Quelle mit allerlei Infos und Gerüchten zu diesem Thema findet sich hier (auf deutsch )


    Auch mit Ultima IX kam wieder eine Stoffkarte mit ins Haus.

    EA war jedenfalls fest davon überzeugt Ultima IX zum absoluten Blockbusterspiel des Jahres 1999 zu machen. Das spiegelte sich vor allem in der immensen Pressearbeit wieder, die sich hierzulande vor allem bei Gamestar wiederspiegelte. So wurde die Redaktion "exklusiv" zu einem speziellen Vorstellungstermin geladen, der in aller Länge auf einer der Heft-CDs ausgekostet wurde (eines der Videos war früher mal auf Youtube).

    Die größte Neuerung im Vergleich zu den alten Teilen der Serie sollte zweifelsohne die funkelniegelnagelneue 3D-Welt werden, die noch dazu ganz revolutionär nicht aus einzelnen Abschnitten oder Levels, sondern (so munkelt man) aus einem Guss bestehen sollte. Faktisch gab es aber dennoch Ladezeiten weil eben beispielsweise Dungeons dann doch nicht so ganz in einem Guss an der Spielwelt klebten wie behauptet

    Die Grafik war keinesfalls so hübsch wie das etwa zeitgleich erschienene Outcast, dafür aber "echt" dreidimensional. Soll heißen: Alles was man sieht besteht aus Polygonen. Voxel gibt's hier keine. Gelobt wurde die recht eckige Grafik von der Presse damals aber trotzdem in den höchsten Tönen, selbst wenn kaum ein damals existenter Heimrechner in der Lage gewesen sein dürfte das alles wirklich flüssig abzuspielen.


    Storytechnisch schließt sich das Spiel nahtlos wie aus einem Guss an das Ende von Ultima VIII: Pagan an.



    Der Avatar erreicht ein verwüstetes Britannia. Der Wächter kontrolliert nun Teile der Welt und hat mit Hilfe von schwarzer Magie gigantische Säulen überall aus dem Boden sprießen lassen. Diese fördern wiederum den Verfall der Tugenden und kehren diese in ihr Gegenteil um. So ist aus Britain, der Hauptstadt Britannias und der sogenannten Stadt des Mitleids, eine Stadt aus brutalen Hedonisten geworden, die eine Zweiklassengesellschaft mit einem Aussätzigendorf in den Sümpfen eingeführt haben.



    Der Spieler hat nun die Aufgabe einerseits die Schreine der Tugenden zu finden und wiederherzustellen und andererseits die großen Säulen, die die Erde langsam aber sicher zerreißen, zu vernichten. Am Ende steht dann natürlich auch der Showdown mit dem großen Kontrahenten, dem Wächter. Die Reise führt dabei vom milden Britain über die eisigen Gebirge zu einer Art Piratenbucht Buccaneer's Den, einer Art Vendig der Paladine, der sagenhaften Stadt der Magier in Moonglow und dem Dorf in den Bäumen: Yew. Natürlich dürfen etlische Dungeons nicht fehlen. Wie schon bei Ultima VII und VIII gibt es auch hier jenseits der Hauptqueste jede Menge andere Kleinigkeiten zu entdecken und man kann das Land in gewisser Weise frei erforschen. Allerdings hat man dem Spiel dann doch eine für Ultima ungewöhnlich klare und lineare Führungslinie aufgedrückt an die sich der Spieler halten muss. So kann man anfangs etwa nicht direkt umherreisen wie man will, sondern muss sich erst um die Auflösung einer Barriere kümmern und dergleichen. Für Ultimaspieler in dieser Beziehung also eine ziemliche Enttäuschung. Gleiches gilt für die deutlich reduzierte Hintergrundgeschichte des Spiels, die kaum an die epischen Dimensionen der Vorgänger herankommt.


    Der Avatar stellt einen Schrein wieder her

    Ein Partysystem gibt es in Teil 9 ebenfalls nicht. Der Avatar kämpft, ganz wie in Teil 8 nur noch alleine gegen den Rest der Welt. Auch Pferde, Kutschen, fliegende Teppiche, Drachen oder andere Tiere bzw. Fahrzeuge zur Fortbewegung sucht man vergebens. Dafür gibt es aber wieder die Möglichkeit (wenn auch erst sehr spät im Spiel) mit einem Schiff die Meere zu erkunden. Und ansonsten natürlich die Moongates oder der Weg zu Fuß

    Die Welt ist zwar groß, aber bei weitem nicht so groß wie das ursprünglich mal der Fall war. In Teil VII war Britain noch eine riesige Metropole in der man stundenland auf Entdeckungsreise gehen konnte - in Ultima IX ist Britain kaum mehr als ein Dorf mit einem viel zu großen Schloss.

    Ansonsten war eigentlich alles relativ beim Alten geblieben. Das Kampfsystem orientierte sich grob an dem von Ultima VIII und auch die Puzzle waren häufiger auf Hüpfen oder ähnliches ausgelegt - nicht gerade zur Freude der alten Fans.

    Alles in allem war Ultima IX eines der großen Spiele der Saison, das ohne Zweifel viele Freiheiten bot, aber letzten Endes war es eben auch nicht mehr. Die großen Ambitionen eines Ultima konnte Teil 9 jedenfalls nicht erfüllen. So waren die Ultima Fans enttäuscht und die Gelegenheitsspieler waren häufig von den vielen Bugs aufgrund der übereilten VÖ genervt. Ultima IX war eine Eintagsfliege.



    Ultima IX heute
    Ultima IX ist heute kaum mehr als ein Standardspiel mit einer veralteten 3D-Engine und einem sehr gerade Plot.

    Remakes finden sich vor allem für Morrowind und Oblivion (*klick*), aber es gibt auch mit der Freedom Mod eine Modifikation für das originale Ultima IX, die mehr Ultima ins Spiel bringen soll.

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  7. #7
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    ULTIMA ONLINE

    http://www.youtube.com/watch?v=rBeA6JHkV1I
    So käsig wie sonst nur die Videos von Rhapsody of Fire: Das Intro zu Ultima Online

    Der Zauberer aus Ultima I formte einen Kristall, in den die Welt Sosaria = Britannia gebunden war, doch der Avatar zerschmetterte beide. In jedem der Kristallsplitter befand sich nun ein Britannia. Eine Parallelwelt. Oder auf gut deutsch: Ein Server für Ultima Online!


    Kaum zu glauben: So sieht's heute aus.

    Wenn nicht mit der regulären Ultima-Serie, dann hat sich Richard Gariott wohl doch mit Ultima Online endgültig ins Geschichtsbuch der PC Spiele emporprogrammiert. Das was heute nämlich World of Warcraft ist, war ab 1997 eben UO. Das erste richtig große MMORPG, das, trotz kostenpflichtiger Server, hunderttausende von Spielern weltweit hatte. Damit wurde eine neue Spielart geboren, bei der man nicht mehr nur doof rumplättet sondern sich ganz und gar ins Spiel versteifen kann. Gerade Ultima förderte das ja durch seinen Geist wirklich ALLES machbar zu machen. Ich weiß nicht wie es in WOW ist, aber in UO konnte man wirklich vom Bäumefällen, bis zum Tierzähmen und Waffenherstellen echt ALLES machen. Du wärst gerne Frisör? OK, kannst du haben!
    Oder lieber Schneider? Feldarbeiter auf Zeit? Schmied? Schafehüter?


    So gefällts mir aber besser. Schön 2D. Das Spielfenster kann man übrigens auch größer machen. Das muss nicht so klein sein wie hier auf dem Bild. Der Beweis dafür im nächsten Bild



    Naja, vielleicht doch lieber Bergarbeiter. Oder eben Krieger/Magier/Pirat/wasauchimmer.
    Ich glaube ich muss nicht wirklich viel über UO sagen oder?

    Seit 97 gab es natürlich zahlreiche Updates und heute ist das Spiel kaum mehr wiederzuerkennen, so sehr wurde es verändert. War es ursprünglich noch ein Spiel mit einer schönen 2 1/2D-Grafik mit isometrischem Blickwinkel, so ist es jetzt quasi vollständig in 3D übergegangen und hat quasi nur das alte Interface und den Blickwinkel beibehalten. Die Popularität des Programmes wurde noch weiter gefördert indem man damals fast überall ne kostenlose CD mit der Vollversion des Spieles drauf bekam. Auf jeden Fall aber beim Kauf von Originprodukten. Später wurden immer mal wieder die jeweils aktuellen Versionen kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt. Hat man eine gültige Version des Spiels kann man auch heute noch die letzten 10 Jahre draufpatchen um wieder aktuell zu sein.


    Zeitgenössisch:
    Zu Ultima Online veröffentlichten damals sowohl Gamestar als auch Powerplay Langzeittests in Form von Tagebüchern. Gerade Gamestar machte damit wohl (unbewusst???) sehr lange sehr effektiv Werbung für Ultima Online.


    Was aber auch neu war:
    UO war auch das erste KOSTENLOSE MMORPG, denn Origin gab schon relativ früh die Daten frei. Mithilfe von fangeschaffenen Programmen war es jetzt möglich ganz à la Counterstrike eigene Server mit eigenen Welten aufzumachen. Und diese wurden zunehmend komplexer mit eigenen Welten, Gebäuden, Städten, Geschichten und Grafiken. So entstanden zum Beispiel Rollenspielserver, die sich in etwa wie P&P ohne Papier und Stift spielen, da den Entwicklern hier das gemeinsame Rollenspielen am wichtigsten ist. Wer sich nicht daran hält wird rausgeschmissen. Selbst heute noch findet man auf diesen sogenannten Freeshards noch hunderte von regelmäßigen Spielern. Eigentlich erstaunlich. Wenn WOW ein ähnliches Schicksal bestimmt sein sollte...


    So sah der 3D-Klient zwischendurch aus.

    Mittlerweile bekommt man das Spiel angeblich nur noch online. Aber dafür kostenlos.
    Wo genau man das kann, das erfahrt ihr HIER



    Iris ist außerdem ein 3D-Klient für das Spiel, den man auch kostenlos laden und benutzen darf. Die neuste Version von Ultima Online, die man ebenfalls für umme laden kann, sollte aber auch den 3D-Teil beinhalten. und das sogar hübscher als Iris


    Wer mal Interesse daran hat (Achtung! ZEITFRESSER), dem kann ich zwei kostenlose Server empfehlen:
    Schattenwelt
    einfacher Server mit wenig Änderungen an der Originalwelt, allerdings RP-basiert. Hat verschiedene Völker wie z.b. Zwerge und Drows eingeführt. Guter Einstieg imo.

    Die Neue Welt
    Hat das Spiel stark verändert mit einem neuen Scriptsystem, einer neuen Spielwelt, neuen Klassen, etc.

    Endor ist scheinbar einer der größten derzeitigen Freeshards:
    http://www.youtube.com/watch?v=oVt8MZPYw0Y

    Und dann gibt es da noch diejenigen, die am liebsten im Jahr 1999 geblieben wären:
    http://www.uosecondage.com/

    Ich empfehle den 2D-Klienten. Sieht einfach hübscher aus als dieser 08-15 3D-Kack. Aber das ist nur meine Meinung.
    Die beiden letzten Shards sind zwar auch kostenlos, aber dafür auf englisch.

    Last but not least: Selbst Ultima Online hat noch den Tag/Nachtwechsel im Programm und wechselt - vorausgesetzt es ist auf dem Server eingeschaten - zwischen verschiedenen Wetterlagen von Regen und Schnee bis Sonnenschein. Auf Schattenwelt war's z.b. früher ausgeschalten weils den Server angeblich so beansprucht hat.

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  8. #8
    Chaoslord
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  9. #9
    Ще не вмерла Україна
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    Remakes

    Seit dem Erscheinen von Ultima IX gab es eine regelrechte Remakewelle in der Szene, als Fans damit begannen sich zu bemühen eigene Ultimas zu programmieren; respektive eigene Remakes alter Ultimas mit moderner Technik zu basteln.


    Unglaublich für 2001: Hobbyprogrammierer haben für ihr Ultima I eine bessere Grafik rangeklotzt als EA für Ultima IX

    Den Anfang machte wohl das Projekt Ultima I: A legend reborn, das zumindest in der Gamestar durch seine für damals außergewöhnlich gute Grafik für Schlagzeilen sorgte.
    Es dauerte dann eine Weile, aber es war EA höchst selbst, dass dem Fanspiel einen Riegel vorschob und die bösen Rechtsanwälte des Verderbens auf das Projekt loshetzte.
    Die Arbeiten mussten eingestellt werden. Doch schon bald gab es neue Projekte von anderen Fans. Manche halten sich bis heute, andere sind längst vergessen und wieder andere sind sogar fertig geworden. Ich möchte hier einen kleinen Überblick geben.

    Ultima für Dungeon Siege

    Die beiden größten und wohl bekanntesten Projekte dürften die beiden Spiele
    Ultima V: Lazarus und Ultima VI für Dungeon Siege sein. Die Entwickler haben sich dabei nach eigenen Aussagen ein komplett neues Spiel geschrieben, das mit dem ursprünglichen Dungeon Siege wohl nicht mehr viel zu tun haben soll und das vielgelobte Ultima-Gefühl vermitteln soll. Vor allem Ultima V: Lazarus hat bisher durchweg sehr gute Kritiken von Fans (! Das will was heißen) bekommen und scheint wohl wirklich mit Originaltreue und jeder Menge Verbesserungen zu punkten. Mittlerweile gibt es das Teil auch komplett auf deutsch. Das Projekt Ultima VI ist meines Wissens nach noch in der Entwicklung.

    Ohne weitere Umschweife deshalb zwei Videos zu Ultima V: Lazarus
    Trailer
    Gameplay

    Von Ultima VI gibt es auch ein Video der letzten aktuellen Version M5 (M6 ist die aktuelle):
    http://www.youtube.com/watch?v=p_Ka634314Q

    Neverwinter Nights

    Es scheint zwei mäßig gute Remakes von Ultima IV für neverwinter Nights zu geben:
    1
    2

    Ich hab dazu weder großartig viele Bilder, noch Infos oder Videos gesehen. Ich weiß nur dass die Dungeon Siege Remakes wohl um einiges besser sein sollen.


    Ultima IX - für Morrwind/Oblivion

    Nachdem vor einiger Zeit einer der ehemaligen Entwickler von Ultima IX den ECHTEN Plot im Internet veröffentlicht hat sind einige Projekte aufgetaucht, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Spiel im originalen Umfang wiederherzustellen. Eine davon ist Ultima IX: Redemption. Im Gegensatz zu einem anderen Projekt esteht dies noch auf der Engine zu Morrowind, scheint aber weitaus aktiver zu sein.



    Das Spiel scheint sich trotzdem noch in einer sehr frühen Phase zu befinden und ich würde mir ehrlichgesagt nicht zu viel Hoffnung machen.


    Anderes

    Eine Liste mit weiteren Einträgen zu Remakes findet ihr hier. Die Liste ist aber nicht so aktuell und übersichtlich wie die andere, weiter oben.

    ------------------------------------

    Portierungen

    Neben den bereits erwähnten Ports von Ultima VII und Ultima VIII für Windows gibt es auch OFFIZIELLE Ports für das NES und den Sega Mega Drive, wenn ich mich nicht täusche. Diese scheinen im Gegensatz zur PC-Version natürlich eine bessere Grafik zu haben, gleichzeitig aber ähneln diese wohl auch viel stärker den ganz normalen japanischen Konsolen-RPGs.

    Ultima III: Exodus
    Ultima IV
    Ultima V


    ----------------------------------

    Andere Ultima-Spiele


    I say... ! Avatar?! Ultima mal anders. Lord British trifft auf Jules Vernes in Worlds of Ultima: Martian Dreams.

    Neben dem normalen Ultima gab es noch zwei "Worlds of Ultima"-Spiele, in denen zwar der Avatar mitspielte, man aber nicht nach Britannia ging. Eines davon hatte den Hintergrund eines viktorianischen Science Fiction-Spiels mit einer Reise zum Mars. Ganz à la Jules Vernes. Ansonsten waren die beiden Spiele aber kaum bedeutend. Ganz im Gegensatz zu Ultima Underworld I und II. Das 1992 erschienene Ultima Underworld dürfte eines der ersten Spiele mit einer stufenlos dreh- und begehbaren 3D-Welt gewesen sein. Es ist noch vor Wolfenstein 3-D erschienen und hatte sogar schon ein einfaches Physikmodell. Wie man im Video sieht gab es zahlreiche Interaktionsmöglichkeiten mit der Welt umzugehen und auch Dialoge mit NSC waren möglich:
    http://www.youtube.com/watch?v=TpuTbxkaZ94

    Teil 2 baute dieses Prinzip noch weiter aus und verbesserte vor allem die Grafik und das Interface. Endlich gab es jetzt auch mal gute Soundeffekte:
    http://www.youtube.com/watch?v=dUeGl...eature=related

    Und erinnert euch das an was?
    Spoiler:
    http://www.youtube.com/watch?v=Xap7JLlROSQ
    Ultima Underworld war das technische Grundgerüst für das erste System Shock.


    So. Und damit ist mein Artikel über die Ultima-Reihe endlich fertig
    Ich hoffe es war interessant für den ein oder anderen. Kommentare und Diskussionen sind willkommen
    Geändert von Outsider (29.05.2009 um 12:30 Uhr)

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  10. #10
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    Ich bin neulich auf Videos gestoßen in denen sich ein Nerd nochmal die ersten Teile von Ultima anschaut. Sie sind interessant weil die Spiele echt absurd sind und eigentlich auch ganz unterhaltsam, wenn man mal z.b. von der zu langen Herr der Ringe-Szene absieht.

    http://blip.tv/file/3840755/

    http://thespoonyone.blip.tv/file/3902429/

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  11. #11
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    hi leute

    suche ultima8 in deutsch zum download... kann mir da jemand weiterhelfen? ich hab das spiel in us-englisch, aber hätte es gerne in deutsch!
    vielen dank schonmal!!!

    ach ja, noch was... ich han da was von dem Programm PENTAGRAMM gelesen... wie starte ich damit das spiel, bzw. wie kann ich das mit dem spiel verknüpfen?

  12. #12
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    hab doch tatsächlich ultima8 german gefunden, läuft super! habe mir auch dieses pentagram heruntergeladen... ich muss echt sagen, die auflösung wird um einiges besser und das spiel läuft viel flüssiger! echt genial! nr das einzige problem ist, wie zum teufel bekomme ich damit ein vollbild hin? mit dosbox kein problem, aber mit dem pentagram hab ich nur ein kleines fenster ;((((

    bitte um rat!!!!

    danke!

  13. #13
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    Avatar von Little.
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    Keine Ahnung um was es sich da handelt aber bei Windows Anwendungen schaltet man in aller Regel mit F11 und/oder Shift+Enter in den Vollbildmodus um.
    Wenn das nicht geht dann gehts höchstwahrschenlich nicht.
    "Linux is an operating system built to do things well, not simply."
    Michael Fahey (Kotaku.com)

  14. #14
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    danke für die antwort... aber leider funzt das nicht ;(

    aber irgendwie muss das gehn!!! die haben sich nicht die ganze mühe gemacht, extra einen emulator für ultima zu entwickeln, welches dann das spiel auf die größe einer briefmarke reduziert...

  15. #15
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    ich habs geschafft! man muss in der datei pentagram.ini "fullscreen" auf yes stellen... oh man ;P

  16. #16
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    aber trotzdem hab ich noch ein problem... die hex-xheats funktionieren leider in der pentagram-version nichtmehr ;( über dos-box kein poblem... das ist echt seltsam! desweiteren hab ich jedes savegame geköscht und sie sind trotzdem noch vorhanden! woher zum teufel nimmt das programm die saves? über dos-box und pentagram sind es jeweils verscheidene... echt zum verzweifeln...

  17. #17
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    bevor du jetzt wider postest das du es geschafft hasst: zur hölle es gibt ne edit funktion, is ja überl!! ich kann dir zwar nicht mit deinem problem helfen, aber dafür benötigst du hilfe an ganz anderer stelle...
    Signatur tot

  18. #18
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    Avatar von Outsider
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    Ich hab heute gesehen, dass es auch noch ne zweite remakebestrebung für Ultima VI gibt. Diesmal als Portierung in die Engine von Ultima VII:
    http://www.ultima6.realmofultima.com/

    Gerade in letzter Zeit mit recht vielen Neuigkeiten da.
    Screenshots Original und Remake:



    Könnte ziemlich cool werden, zumal das U6 Project momentan scheinbar eingeschlafen ist oder immer noch am Patch arbeitet (nach etwa zwei Jahren?)

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

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