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Finanzkrise

Eine Diskussion über Finanzkrise im Forum Politik & Weltgeschehen. Teil des Off Topic-Bereichs; Naja mal jetzt von der DB und joe abgesehen hängt da noch viel mehr ausser Jobs und erspartes drann wie ...

  1. #161
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    Naja mal jetzt von der DB und joe abgesehen hängt da noch viel mehr ausser Jobs und erspartes drann wie oben in meinem post nach zu lesen ist.

    Man muss joe nicht lieben, dennoch ist es ein verdammt guter Manager. Vielleicht konzentriert er sich so sehr auf seine arbeit das er jegliche moral vorstellen zumindest teilweise vergisst.

  2. #162
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    Avatar von BseBear
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    und genau deshalb ist er kein guter Manager.

  3. #163
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    Manager werden nach ihrem erfolg gemessen und nicht nach ihrer Menschlichkeit, er ist doch nicht der Papst.

    aber ich muss zugeben es wäre natürlich von vorteil wenn er bei kriterien erfüllen würde.

  4. #164
    Hauptmann
    Avatar von Darth Medvader
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    Zitat Zitat von Keerulz Beitrag anzeigen
    Manager werden nach ihrem erfolg gemessen und nicht nach ihrer Menschlichkeit, er ist doch nicht der Papst.

    aber ich muss zugeben es wäre natürlich von vorteil wenn er bei kriterien erfüllen würde.
    Und wieso? Macht ihn sein Kapital besser als andere Menschen? Wieso dürfen diese Leute etwas, wofür man andere Menschen aufs Schärfste verurteilen würde, nämlich mit der finanziellen Zukunft von Millionen rumzuspielen?
    Die Wahrheit tut weh, aber sie ist die Wahrheit

  5. #165
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    Also ich bitte euch jetzt Josef ackermann für die finanzkrise verantwortlich zu machen ist ja wohl lächerlich.

    Was macht ihr denn grad? ihr verurteilt ihn doch alle?
    Madu?

    Er genießt doch überhaupt keinen sonder status so wie du hier fälschlich beschreibst.

  6. #166
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    Avatar von BseBear
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    Für mich ist ein "guter Manager" eben nicht jemand, der nur auf sein Gehalt und die Dividende der Investoren schaut. Is mir auch scheißegal ob die Wirtschaft das irgendwann mal "definiert" hat. Was tun die Investoren denn groß, damit sie immer höhere Auszahlungen bekommen und die Angestellten um ihren Job bangen müssen?

    Und ja, ich verurteile ihn. Weil ich Menschen eben nicht nach ihrem "geschäftlichen Erfolg", sondern ihren Moralvorstellungen & Taten werte.

  7. #167
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    Avatar von Darth Medvader
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    Zitat Zitat von Keerulz Beitrag anzeigen
    Er genießt doch überhaupt keinen sonder status so wie du hier fälschlich beschreibst.
    Zitat Zitat von Keerulz Beitrag anzeigen
    Manager werden nach ihrem erfolg gemessen und nicht nach ihrer Menschlichkeit
    Hier sagst du ganz eindeutig, Manager werden nicht an Menschlichkeit gemessen, d. h. wenn ein Manager etwas unmenschliches tut, so wird es ihm nicht angerechnet. Er wird ja nach seinem Erfolg gemessen...

    Was aber unterscheidet Manager von anderen Menschen? Doch nur die Tatsache, dass sie das Kapital besitzen, also sagst du praktisch, weil sie Kapital besitzen dürfen sie unmenschlich sein? Wenn jemand Kapital besitzt, hat er höchstens die Verantwortung, dieses zum Wohl der Allgemeinheit einzusetzen aber nicht das Recht, dieser zu schaden.
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  8. #168
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    Avatar von Apokus
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    Zitat Zitat von Keerulz Beitrag anzeigen
    Manager werden nach ihrem erfolg gemessen und nicht nach ihrer Menschlichkeit, er ist doch nicht der Papst.

    aber ich muss zugeben es wäre natürlich von vorteil wenn er bei kriterien erfüllen würde.
    Tja... soviel Minus zu kriegen wie die DB es jetzt geschafft hat würde ich nicht wirklich als Erfolg bezeichnen.. ah doch... man hat ja schliesslich den dummen Staat der es übernehmen kann.
    Er hat sein eigenes Geschäft nicht verstanden oder aber wissentlich die falschen Schlüsse gezogen wohlwissend das er einfach nur genug Miese machen muss so das der Staat seinen Arsch rettet.
    Tolles dingen... ich hätte die ganze Scheisse hops gehen lassen.
    Das hätte für die nächste Generation VIELLEICHT einen Lerneffekt gehabt, so machen sie weiter als wäre nichts gewesen.

  9. #169
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    Zitat Zitat von Apokus Beitrag anzeigen
    Er hat sein eigenes Geschäft nicht verstanden oder aber wissentlich die falschen Schlüsse gezogen wohlwissend das er einfach nur genug Miese machen muss so das der Staat seinen Arsch rettet.
    Tolles dingen... ich hätte die ganze Scheisse hops gehen lassen.
    Das hätte für die nächste Generation VIELLEICHT einen Lerneffekt gehabt, so machen sie weiter als wäre nichts gewesen.
    Ich verstehe nicht, wieso dieses Thema dich so echauffiert.
    Du hast sonst in anderen Themen eine Realistischere sichtweise, glänzst durch Realismus!

    Die sich verzockenden Banken fordern , aber ausschlaggebend ist, daß der Staat gibt.
    Er gibt und das nicht ohne, Merkel zückt MilliardenPakete.

    Du müsstest doch realistischerweise wissen, dass man in einer "Mitnahmegesellschaft" nicht nein sagt.

    Das du gerade beim Thema Geld deinen Realismus der Moral weichen lässt, wirft ein komisches Licht auf dich.

  10. #170
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    Avatar von Apokus
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    Sry, aber mein Realismus sagt mir das die Finanzgeschichte jetzt exakt wieder so weiter geht wie sie die letzten Jahre gelaufen ist.

    Wenn ich mir als Kind nicht die Hand auf der Herdplatte verbrenne werd ich nie merken das sie Heiß ist. Und solange mich mein Lebenlang immer wieder jemand davor beschützt werd ich es nie lernen.
    Und das gleiche ist auch in der Finanzgeschichte gegeben. Es ist mehr als Realitätsfern das die Politiker nun aufgrund eigener Bevorteilung mal wieder als Volkslügner auftreten und niemand sich auch nur ansatzweise darüber aufregt.
    Ich gehe ehrlich gesagt sogar jede Wette ein das wir bis Ende 2009 die Bad Bank haben, noch kann unser Finanzminister es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren und weiß auch nicht wie er es den Wählern vermitteln könnte.
    Mal schauen wie es nach den Wahlen aussieht... Japan hatte es ja vor einigen Jahren vorgemacht "nein nein wir machen nichts" schwups nachdem es aus den Hauptnachrichten raus war gabs die Bad Bank und der Staat hat sich wieder schön hoch verschuldet.

    Ich hätte die ganze Geschichte hops gehen lassen selbst wenn Millionen Spekulanten dabei alles verloren hätten. Vielleicht hätte das auch einen Lerneffekt gehabt. Getroffen hätte es aber sicher nicht die Armen die eh nichts haben. Aber dadurch würden die Volkslügner sicher ihr eigenes Geld verlieren... lieber das Geld der Steuerzahler raushauen.. dafür muss man ja nicht Arbeiten sondern nur Lügen..

  11. #171
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    Avatar von Keerulz
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    @Apokus
    Ich weiss nicht in was für einer welt DU lebst. Es ist nicht so einfach, les meine post von der vorherigen seite nochmal (wenn du ihn überhaupt gelesen hast) Man kann/darf Banken nicht einfach hops gehen lassen! Was das für eine verherende wirkung hat haben wir bei Lehman Brothers gesehen. Die lehman pleite hat erst die GANZE welt in die krise gestürzt. Vorher war sie nur in den USA wirklich present. Und das war nur 1 verdammte bank. Jetzt stell dir vor, du wärst cheff der welt und würdest alle banken den bach runter gehen lassen, dann hättest DU kein geld mehr um dir was zu essen zu kaufen und alle die du kennst auch nicht. Tauschhandel und schwarz markt würden regieren. Hunger not und Chaos nur weil du sie alle "hops" gehen lässt.
    Ich verurteile diesen turbo kapitalismus mehr als du. Aber es ist passiert, such deine schuldigen, durch "hops gehen" werden wir aber darunter leiden mehr als die banken.

    Aber rummmeckern ist immer easy, besonders wenn man kein blick für das ganze hat.

    Und es ist defintiv eine leistung wenn eine Bank die letzte auf der welt ist die auf eigenen beine steht. Den Aktien wert kannst du nicht mit joes lesitung messen. Soll ich dir die werte der ganzen anderen banken in Ger und usa zeigen? alle unter 10€ trotz staats hilfe. Also bitte informier dich bevor du hier los flamest. Aber okay, flamen is immer easy.

    AUSSERDEM hat joe unserer gesellschaft (noch) nicht geschadet. Er hat mrd von € & $ nach germany gebracht und hat noch kein geld der steuer zahler in anspruch genommen. also wtf willst du? Commerz bank, dresdenerbank, Hyporeal ja genau die haben richtig versagt aber Joe hält sich zurück und bezahlt seine verluste mit seinen gewinnen die er in den jahren davor gemacht hat!

    Hier geht es nicht mehr um Aktionäre und gewinne sondern um alles was dir jetzt für absolut selbstverständlich scheint.



    Zu Joe direkt.
    Ich respektiere lediglich seine leistung als MANAGER. Als Mensch hat er wohl voll versagt. Aber er hat die DB enorm stark gemacht. Und diese krise ist nicht auf seinem mist gewachsen.
    Geändert von Keerulz (20.01.2009 um 19:57 Uhr)

  12. #172
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    @Apokus
    Diese Banken "hops" gehen lassen ist der absolut falsche Weg. Denn wenn eine Bank insolvent wird, verlieren alle Leute, die bei dieser Bank ihre Ersparnisse gelagert haben selbige. Außerdem werden sie vorher die Kredite zurückfordern, was dann viele Menschen wiederum um ihren Besitz bringt. Das die Zocker alles verlieren ist nur rechtens, denn sie waren sich bewusst was sie da riskieren. Aber nicht so.

    Man sollte eher die Banken mit Steuergeldern vor der Insolvenz retten und anschließend sollte der Staat auch dafür Sorge tragen, dass sich so etwas nicht wiederholt. Solche Institute gehören imo in staatliche Hände und nicht in die, irgendwelcher Zocker, die für die Aussicht auf Profit bereit sind Ersparnisse und Versorgung von Milliarden aufs Spiel zu setzen. Das selbe gilt auch für Krankenkassen bspw.
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  13. #173
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    Eigentlich ist es doch ganz einfach - wir haben keine soziale Marktwirtschaft mehr, sondern es herrscht der Kapitalismus.
    Eine Bank ist ein Unternehmen und strebt nach Gewinn - hat aber gegenüber jedem anderen Unternehmen den Vorteil, wichtigstes Glied der Geldschöpfungskette zu sein.
    Eigentlich soll eine Bank für die (soziale) Wirtschaft arbeiten, für das Volk.
    Dies widerspricht aber den Regeln des Kapitalismus, in welchem nur der Gewinn zählt.
    Wirtschaften die Banken jetzt also nicht mehr nach der sozialen Marktwirtschaft, sondern setzen ihre Priorität beim Kapitalismus, passiert genau das was nun geschehen ist:
    die Banken verdienen an jedem Kredit Zinsen, je mehr sie vergeben desto mehr Zinsen, je mehr Zinsen desto mehr Gewinn. Also hat z.B. in den USA jeder Taxifahrer einen Riesenkredit für ein Eigenheim bekommen, welchen er kaum abzahlen kann.
    Das wurde jahrelang gemacht, die Nachfrage nach Häusern stieg, nach Autos, nach allem was teuer ist und mit Kredit finanziert werden kann, dementsprechend stiegen auch die Preise, es wollten ja alle mitverdienen, und weil ja dann das Haus nach 2 Jahren 30% an Wert gewonnen hat (Buchwert) konnte man gleich nochmal nen Kredit aufnehmen, als Sicherheit hatte man ja das "teure" Haus (oder was auch immer, beliebig einsetzbar).
    Die Wirtschaft wächst und wächst, ein riesen Aufschwung, es werden Fabriken gebaut, die Wirtschaft nimmt weitere Kredite auf für neue Produktionen, alle sind zufrieden, nur die Inflation ist etwas lästig, freut aber die Kreditnehmer.
    Die Banken machen das Geschäft ihres Lebens, sie verdienen gleichzeitig an den Krediten und Zinsen, und können die Sicherheiten wie Häuser in ihren Bilanzen immer höher bewerten, weil sie ja im Wert immer weiter steigen - Traumgewinne nach Buchwerten sind der Fall.

    Irgendwann kommt aber der Knackpunkt, und der grosse Irrtum unseres Systems: die Wirtschaft KANN einfach nicht unendlich wachsen, dann hat jeder ein Eigenheim, ein Auto, grosse LCD-TV usw., während die Wirtschaft durch die Entwicklung der vergangenen Jahre sogar noch von weiterem Wachstum ausgeht, jedes Unternehmen hat als Plan fürs Jahr X% mehr Umsatz+Gewinn.
    Zusätzlich haben sich viele völlig überschuldet, sie können ihre Kredite nicht mehr bedienen weil sie zuviele haben, die Forderungsausfälle bei Banken häufen sich.

    Und nun dreht sich die Spirale immer schneller, die Nachfrage bricht ein während die Wirtschaft Überkapazitäten geschaffen hat, die Güter wie Häuser fallen deutlich im Preis, die Sicherheit für die Kredite ist somit nicht mehr vorhanden, andere Sicherheiten gibt es nicht und die Banken erhöhen deutlich die Zinsen, das können immer weniger Leute bezahlen also wird zwangsversteigert usw., durch die fehlende Nachfrage muss auch die Wirtschaft schrumpfen, viele werden arbeitslos, haben noch weniger Geld, noch mehr Kredite fallen aus usw. (kann jeder mal selbst weiterdenken).

    Da alles schnell an Wert verliert müssen auch die Banken ihre Bilanzen wieder runterschrauben - statt zB 100 Milliarden an Haussicherheiten sind die nur noch 80 Wert, ein Verlust von 20 Milliarden.
    Nur ist das wirklich ein Verlust? Für dieses Geschäftsjahr schon, aber warum? Doch nur weil in den Jahren davor die Immobilien immer höher bewertet wurden und so die (Buch!!) "Gewinne" stiegen.
    Wirklich Verluste entstehen durch die hohen Forderungsausfälle von all denjenigen Kreditnehmern, die so einen hohen Kredit nie hätten bekommen dürfen.

    Und jetzt hat man 2 Möglichkeiten:
    a) Man lässt die Regeln der Marktwirtschaft gelten, so wie es immer alle gewollt haben in den "guten" Jahren, was bedeutet alle grossen Banken gehen in Insolvenz.
    Die Konsequenzen? Alle die mit o.g. "Buch"methode reich geworden sind, verlieren viel Buchgeld. Die Realwirtschaft bekommt keine Kredite mehr, es werden keine neuen Fabriken gebaut, alte geschlossen, viele entlassen. Der Staat muss ein paar Millionen mehr mit H4 etc. unterstützen.
    Aber wäre das ein Dauerzustand? Definitiv Nein! Es gibt ca. 1-3 Jahre eine negative Übertreibung, ja, aber dann hat sich die Wirtschaft schnell wieder angepasst, und zwar auf die REALE Nachfrage nach Gütern, REALEN Immobilienpreisen, und auch die Banken bleiben wieder bescheiden und tun nur das was sie tun sollen - Kredite an diejenigen geben die gute Ideen haben um sie zu verwirklichen, mit einer hohen Erfolgswahrscheinlichkeit, NICHT an (sorry) dumme Hilfsarbeiter ohne Abschluss die ihr Leben eine gewisse Gehaltsschwelle nicht überschreiten werden und keinen Kredit zurückzahlen können.

    oder
    b) man unterstützt die künstliche Nachfrage, künstliche Preisbewertung, künstliche Erschaffung von angeblichen Gewinnen die nur Buchgewinne sind, man hält an der Übertreibung fest, rettet die grossen Banken, die grossen Unternehmen der Wirtschaft, stellt Autos usw. auf Halde her, und lässt es alle kleinen Steuerzahler mit riesigen Staatsschulden bezahlen, sowohl die aktuelle als auch zukünftige Generationen.

    Ich wage mal eine Behauptung aufzustellen:
    man kann den Weg b) ab und zu mal gehen, aber wer ein bissl logisch denken kann, der weiss dass man das nicht immer tun kann - denn irgendwann sind die Schulden so hoch, die Zinslast dafür so hoch, dass entweder die Steuern so erhöht werden müssen bis die Bevölkerung streikt, oder der Staat zahlungsunfähig wird und wir eine Währungsreform bekommen.

    Denn eines darf man nie vergessen: die Regeln des Marktes gelten auch im grossen Maßstab, man kann für gewisse Wirtschaftszweige sicherlich die Situation künstlich verbessern, aber das geht niemals auf Dauer...

    Oh, und wer meint die Staaten haben grundsätzlich AAA ratings und sind unlimitiert kreditwürdig und können unendlich Rettungspakete schnüren:

    Als erstes großes EU-Land muss Spanien einen Vertrauensverlust bei Kreditgebern fürchten. Die Zinsdifferenz im Euroraum wird wachsen - eine Belastung für die Gemeinschaftswährung.
    Standard & Poor's stufte die Bonitätsnote der Iberer für langfristige Staatsanleihen vom Bestwert "AAA" auf "AA+" herunter. Die Ratingagentur begründete ihre spektakuläre Entscheidung mit einer "strukturellen Schwäche" der spanischen Wirtschaft.
    Irgendwann kommt der Crash, die Frage ist wollen wir ihn jetzt oder lieber später einen noch heftigeren, wenn wir noch weiter vom Gleichgewicht des Marktes entfernt sind?
    Geändert von XXXNA (20.01.2009 um 23:48 Uhr)

  14. #174
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    Also lassen wir die Banken alle "hops" gehen so wie damals? Dann daeurt es mit sicher heit keine 2 - 3 jahre bis sich die wirtschaft erholt. Wohl eher min. 20 Jahre ganz zu schweigen von den Arbeitslosen, den verloren spaar einlagen, dem chaos, dem ansturm auf die banken bis sie kein cent mehr haben.

    Ich kann nicht glauben das du das jetzt wirklich als beste lösung aus dieser krise siehst!?



    vergleich uns nicht mit spanien. Wir sind die grösste volkswirtschaft europas und bestimmt nicht so leicht unterzu kriegen wie Spain.

  15. #175
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    Zitat Zitat von Keerulz Beitrag anzeigen
    @Apokus


    AUSSERDEM hat joe unserer gesellschaft (noch) nicht geschadet. Er hat mrd von € & $ nach germany gebracht und hat noch kein geld der steuer zahler in anspruch genommen. also wtf willst du? Commerz bank, dresdenerbank, Hyporeal ja genau die haben richtig versagt aber Joe hält sich zurück und bezahlt seine verluste mit seinen gewinnen die er in den jahren davor gemacht hat!
    Oh Gott.. schalt mal Phoenix und sonstige Sender ein die Aussagen von dem Affen ausstrahlen in denen er dem Staat zwingen will eine Bad Bank zu gründen damit er auf einmal _Alles_ dem Steuerzahler aufs Auge drücken kann. Aber klar, er will keine Steuergeld *rofl* nein er will nur seine Kredite die er durch seine Geldgier hat annehmen lassen und die jetzt zu platzen drohen dem Staat gegen Bares das sie nicht wert sind aufs Auge drücken...
    Aber er hat kein Geld in Anspruch genommen.. niemals.. er nimmt ja auch über die Lachhafte Postbankübernahme keine indirekte Hilfe in Anspruch weil er nicht mehr liquide genug ist seine Pläne in die Tat umzusetzen.
    Ansonsten hat Ahits es wieder passend auf den Punkt gebracht..
    Wenn es jetzt nicht kracht, wird es in einigen Jahren umso lauter krachen..

    .... edit... seh gerade die anderen Posts... hm.. mal überlegen.. wir sind die Größte Volkswirtschaft Europas.. schön.. aha... das schöne an den Größten ist nur das sie am meisten zu Verlieren haben... mal schauen wann es bei uns kommt so wie der Export ja gerade wegbricht.. was haben wir eigentlich noch ohne Export? *grübel* Immer noch die größte Wirtschaft in Europa?

  16. #176
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    Alle Banken? Nein, nicht alle. Nur diejenigen die sich deutlich übernommen haben, das sind die ganz grossen Aktiengesellschaften. Die kleinen Sparkassen oder genossenschaftlichen Volksbanken bekommen zwar auch Probleme, keine Frage, aber die brauchen nicht so schnell zumachen. Es ist ganz sicher nicht so als würde es erstmal keine Banken mehr geben, das ist Blödsinn. Wenn die 10 grössten Autohersteller morgen zumachen, gibt es immer noch XX Firmen die dahinter stehen und nicht zusammenbrechen, weil sie die Nachfrage der anderen "erben", auch wenn die deutlich gefallen ist. Es gehen solange Unternehmen pleite, bis der Gleichgewichtspunkt wieder erreicht ist.

    Viele Arbeitslose? Ja das stimmt, aber man muss auch endlich mal sehen - wir leben hier in einer hochtechnologisch entwickelten Welt. Die Arbeitsplätze fallen zwangsweise weg, das meiste übernehmen Maschinen. Das ist ein anderes Thema, Aufgabe der Politik ist es hier für besseren Ausgleich zu sorgen als sowas wie H4.
    Nur was soll es wirtschaftlich bringen jedes Jahr eine Million mehr Autos herzustellen als gebraucht werden? Damit die dann gleich wieder verschrottet werden und ein paar Leute mehr einen Arbeitsplatz haben?
    Sowas passiert nur bei hohen Subventionen etc., statt Subventionen zu verteilen kann man auch die paar Leute mehr mit H4 versorgen, ist billiger. Von dem Vorteil für die Umwelt mal abgesehen

    Die verlorenen Spareinlagen? Die sind sowieso irgendwann verloren, entweder zieht der Staat sie mit Steuern ein weil er seine Zinsschulden zahlen muss, oder er geht pleite und wir haben eine Währungsreform, oder wir gewöhnen uns halt an Inflationsraten von >10% und dann sind deine Einlagen auch wertlos.
    Du musst dir mal bitte klarmachen was Spareinlagen sind: Geld ist ein Anspruch auf Arbeitsleistung, während die Arbeitsleistung aber seine Grenzen hat ist Geld beliebig vermehrbar, und bei 1,5 Billionen Euro Schulden von Deutschland frage dich doch mal bitte wie lange ganz Deutschland arbeiten muss um das abzutragen, und nicht die fürs Überleben benötigte Arbeitsleistung vergessen...

    Und Chaos, Ansturm auf Banken usw? Siehe Spareinlagen, dazu wird es sowieso irgendwann kommen, weil irgendwann gibt auch niemand mehr dem deutschen Staat Kredite, und dann ist zwangsweise Schluss mit grossen Rettungspaketen...


    Wir sind die grösste Volkswirtschaft Europas, jo. Wir sind aber Teil der EU. Wir haben die gleiche Währung wie Spanien, Italien, Griechenland usw.
    Und diese Staaten wollen ihre Schulden inflationieren, wir wollen Stabilität. Beides geht aber nicht, einer wird verlieren. Entweder geht man den Mittelweg und wir geben diesen Ländern etwas ab - sprich wir zahlen und subventionieren sie, oder wir tun das nicht und die Länder fliegen aus der Währungsunion raus wegen Bruch des Stabilitätspakts - die politischen Folgen kann man da kaum vorraussehen, aber auch Deutschland hat da erstmal nicht soviel von weil der Euro dann mehr oder weniger als gescheitert angesehen wird und trotzdem an Wert verliert.
    Wir sind Deutschland, aber wir sitzen aktuell mit diesen Staaten im gleichen Boot

  17. #177
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    @Kee
    Ist doch egal wie groß die Wirtschaft Deutschlands ist. Du willst wie viele andere die Regeln der Marktwirtschaft nur in "guten" Zeiten anwenden, aber nicht wenn der Fall einzutreten droht der die Wirtschaft erstmal auf den Boden zurückholt. Das nicht einhalten dieser Regeln ist aber nur ein Aufschieben von Problemen, die irgendwann in ein solchen Maße eskalieren, das die Folgeschäden dramatisch sind. Und zwar immer dramatischer, als vor der letzen Aufschiebung.
    Jedoch ist es auch nicht wirklich einfach den Markt sich selbst regeln zu lassen. Es haben einfach zu viele Regierungen Einfluss auf die Entwicklung dieser Kriese.

  18. #178
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    @ahits
    Ah okay, dann sag doch gleich das du keinen Kapitalismus mehr willst und für die soziale marktwirtschaft bist. Es währe wahrscheinlich auch das beste für uns als das Volk. Aber Geld regiert die welt, und der Kapitalismus wird nicht so einfach aussterben. Zuviele Menschen sind dadurch reich geworden und zuviele halten dadrann fest.

    Ich bin für die rettung der Banken. Natürlich nur in der Hoffnung das wir aus diesen fehlern lernen. Also staatliche Aufsichtsbehörden, hohes Eigenkapital keine untragbaren risiken usw. Denn wie du schon sagtest, der nächste crash wird bestimmt noch schlimmer.
    und weil ich keinen bock hab noch tiefer in die krise zu rutschen als wir schon sind.


    @Apokus
    Natürlich musste die DB neu verhandeln mit der Post bank. Wär es dir lieber gewesen wenn der staat wie bei der Commerz und Dresdenerbank mit mrd. € nachgeholfen hätte? Sei doch froh das wir die übernahme nicht finanzieren müssen und das die DB einen anderen weg gefunden hat. Ausserdem braucht die db ihr kapital um ihre verluste zu begleichen.

    Jaja Bad bank, die schreie nach der bad bank sind nicht nur von ackerman. In den usa schreien sie schon viel länger und lauter danach. Diese bad bank jetzt voll auf seine kappe zu hauen ist bullshit.

    Jo deutschland hat "nur" den Export, nicht zu vergessen die Technologie und Qualität unserer produkte die sonst kein anderes Land aufweisen kann. Zwar sind wir jetzt grade am meisten betroffen da wir ja nur vom export leben, aber trotzdem sind wir bei weitem stärker als alle anderen Euro ländern.

  19. #179
    Oberfeldwebel
    Avatar von ahits
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    Zitat Zitat von Keerulz Beitrag anzeigen
    @ahits
    Ah okay, dann sag doch gleich das du keinen Kapitalismus mehr willst und für die soziale marktwirtschaft bist. Es währe wahrscheinlich auch das beste für uns als das Volk. Aber Geld regiert die welt, und der Kapitalismus wird nicht so einfach aussterben. Zuviele Menschen sind dadurch reich geworden und zuviele halten dadrann fest.
    Oh, bitte, ich habe mir abgewöhnt so etwas zu wollen. Dann brauch ich mich auch nicht ärgern wenn ich es nicht bekomme
    Ich wollte lediglich meine Meinung äussern, was ich für das Beste halte. Das der Kapitalismus in der Form wie wir ihn mittlerweile haben nicht so schnell aussterben wird weiss ich auch.
    Eine komplette Reform ist beinah unmöglich, es würde Menschen an der Macht erfordern die an die Gemeinschaft denken, und nicht nur ihre eigene Hosentasche.
    Noch dazu müssen sie aber eine gewisse Intelligenz aufweisen um das ganze umsetzen zu können.
    Solche Menschen sind sehr selten, und dazu kommt dass sie aktuell absolut 0% Chance haben in eine Position zu kommen wo sie etwas ändern könnten.
    Es heisst zwar wir leben in einer Demokratie, ich persönlich stelle mir darunter allerdings etwas anderes vor^^

    Geld regiert die Welt, tjoa...solange das alle akzeptieren gehts weiter, bis sich vielleicht mal einige die Frage stellen mit welcher Berechtigung das eigentlich so ist

  20. #180
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Bis die Menschen lernen das sie ihr Geld nicht fressen können.

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