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Finanzkrise

Eine Diskussion über Finanzkrise im Forum Politik & Weltgeschehen. Teil des Off Topic-Bereichs; Bundesregierung korrigiert ihre Prognose und rechnet nun damit das die Wirtschaft um 5% gegenüber 2008 schrumpft. Das werden spassige Zeiten ...

  1. #581
    Robin Hood
    Avatar von RaoulDuke
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    Bundesregierung korrigiert ihre Prognose und rechnet nun damit das die Wirtschaft um 5% gegenüber 2008 schrumpft. Das werden spassige Zeiten

    http://nachrichten.t-online.de/c/18/.../18514382.html

    Dieser Post dient hauptsächlich dazu diesen Thread wieder hochzuholen, nachdem sich 2 betrunkene Schulmädchen einen Spaß erlauben wollten und viele alte, alte Threads aus anderen Zeiten hervorgeholt haben
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  2. #582
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    Avatar von brainsheep
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  3. #583
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    Deutsche Bank erreicht in Q1 wieder 25 Prozent Rendite

    Hamburg (BoerseGo.de) - Die Deutsche Bank hat einem Pressebericht zufolge trotz Finanzkrise im ersten Quartal 2009 wieder eine Eigenkapitalrendite von rund 25 Prozent vor Steuern und damit ihr langfristiges Renditeziel erreicht. Dies berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise.

    Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sagte gegenüber der Zeitung, dass einige Banken das Ziel erreicht hätten oder ihm nahe gekommen seien. Am Dienstag wird die Deutsche Bank die Zahlen des ersten Quartals veröffentlichen. Das Renditeziel der Deutschen Bank war von Politikern heftig kritisiert worden. Ackermann verteidigte es hingegen. Das Ziel sei erreicht worden, ohne übermäßige Risiken einzugehen, sagte er dem "Handelsblatt". "Man kann es im Geschäftsleben nicht mit Absicht gemächlicher angehen lassen, nur damit alle mitkommen."
    Mein gefühl bei der DB war gold richtig.
    Und somit muss ich ahits wieder sprechen der behauptet hat das ich keine ahnung von der Börse habe^^

  4. #584
    Oberfeldwebel
    Avatar von ahits
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    lol, du liegst mit der Wette auf die DB bisher richtig, und ich gehe auch davon aus dass es erstmal so bleiben wird - mittlerweile hat unsere Regierung ja auch klar bestätigt dass keine grössere Bank mehr pleite gehen wird, das wird mit allen Mitteln verhindert.
    Freier Markt, was die Börse eigentlich mal sein sollte, sieht anders aus

    Soweit also Glückwunsch zu denjenigen die nun gewonnen haben und/oder weiterhin werden, ich fand diese Entwicklung vor einem halben Jahr allerdings nicht so vorraussehbar, und möchte auch mal bezweifeln dass dein aktueller Buchgewinn das Ergebnis eines umfangreichen Börsenwissens ist^^
    Dennoch gönne ich es dir und auch anderen wie mryuri, ich persönlich habe andere Entscheidungen getroffen und liege damit aktuell dennoch 2stellig % im Plus - nicht soviel wie die DB, aber zu den Verlierern zähl ich damit ja sicherlich auch nicht


    Trotzdem muss ich auch jetzt deine Freude etwas dämpfen - die Eigenkapitalrentabilität sagt relativ wenig aus bei einer Bank, schliesslich hat sie kaum welches^^
    Aber kurze Überschlagsrechnung:
    1168 Millionen in Q1 Gewinn, sprich Hochrechnung aufs Jahr 4672 Millionen, sollen 25% vom EK sein also beträgt das Eigenkapital 18688 Millionen Euro, 18,7 Milliarden.
    Vergleich:
    EK 2006: 32,7 Milliarden, EK 2007: 37 Milliarden, EK 2008: 30,7 Milliarden.

    Man kann die Nachricht also Hochjubeln wie toll die Rendite ist, ich kann sie genausogut negativ interpretieren und sagen dass die DB Ende 2008 noch 30,7 Mrd. EK hatte, und es nach dem Q1 2009 nur noch 18,7 sind, was ein deutliches minus von 12 Mrd. oder fast -40% sind.

    Oder meine Rechnung ist falsch, kann auch sein, war nur ma so im Kopf überschlagen, dann bitte jemand darauf hinweisen, so sensationell viele Gedanken mach ich mir atm nicht

  5. #585
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    meine freude bezieiht sich nicht nur aus der 25% Nachricht.

    Brisante BaFin-Liste an Öffentlichkeit gelangt

    Berlin (BoerseGo.de) - Die Kreditrisiken der deutschen Banken belaufen sich insgesamt offenbar auf 816 Millionen Euro. Dies geht aus einer geheimen Liste der Finanzaufsicht BaFin hervor, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Der Betrag beziehe sich auf Kredite und Wertpapiere in problematischen Geschäftsfeldern zum Bewertungsstichtag 26. Februar 2009.

    Am stärksten sei die Hypo Real Estate (HRE) betroffen, die laut BaFin-Papier 268 Milliarden Euro an Problemanlagen halte. Bei der Commerzbank sind den Angaben zufolge 101 Milliarden Euro an problematischen Assets vorhanden. Davon sollen allein 49 Milliarden Euro aus der Bilanz der übernommenen Dresdner Bank stammen. Deutlich besser stehen dem Bericht zufolge Deutsche Bank (21 Milliarden Euro) sowie Postbank und Hypovereinsbank (jeweils 5 Milliarden Euro) da. Hohe Risiken bestehen laut "Süddeutscher Zeitung" auch bei den Landesbanken HSH Nordbank (105 Milliarden Euro), Landesbank Baden-Württemberg (92 Milliarden Euro) und Westdeutsche Landesbank (84 Milliarden Euro).

    Die BaFin hat wegen der Veröffentlichung der Liste inzwischen rechtliche Schritte eingeleitet. Man habe die Staatsanwaltschaft München gebeten, strafrechtliche Ermittlungen gegen Unbekannt aufzunehmen, teilte die Behörde mit. Die Veröffentlichung der streng vertraulichen Aufstellung über Vermögenswerte der deutschen Banken stelle möglicherweise einen Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht des Kreditwesengesetzes dar.

    Die Behörde warnte auch vor einer Fehlinterpretation der vertraulichen Aufstellung. Es gehe darin um Portfolien mit unterschiedlicher Ausrichtung. Eingeflossen seien nicht nur toxische oder andere Wertpapiere sondern unter anderem Vermögenswerte, die nach Angaben der Banken nicht mehr zur aktuellen Geschäftsstrategie passen und die daher ausgegliedert werden könnten. Die Liste lasse keinerlei Rückschlüsse auf eventuelle Risiken, Verluste oder gar die Bonität der aufgeführten Kreditinstitute zu. Bei den einzelnen Angaben handele es sich unter anderem um Bruttobeträge. Risikovorsorge, Sicherheiten und Gegengeschäfte seien darin zum Beispiel nicht berücksichtigt.
    sind jetzt nicht soooo positiv wie die erste, aber DB und PB stehen am besten da

    Du hast schon recht, ich bin sicherlich kein Börsen Genie. Hab lediglich viel zu der DB gelesen und siene Auftritte bei ARD und ZDF verfolgt.
    Daraus konnte ich schließen das die DB es schafft alleine aus der Krise zu kommen.
    Auch wenn es natürlich riskant war fast sein ganzes Kapital auf eine Firma zu setzen.

    Danke, das du mich das gönnst

  6. #586
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    Avatar von Apokus
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    was konstruktives
    Naja war da nicht was das die DB auch von ner Ami Versicherung mehrere Milliarden bekommen hat usw? ^^

  7. #587
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    Avatar von Keerulz
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    Jo hatt se von AIG, glaub 7mrd $
    Geändert von Keerulz (26.04.2009 um 21:37 Uhr)

  8. #588
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    Avatar von ahits
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    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30119/1.html

    Ein sehr interessanter Artikel wie ich finde, in dem mehr versucht wird die Wurzel des Problems zu finden und über unser aktuelles System nachgedacht wird.
    Das meiste lässt sich eigentlich logisch nachvollziehen, und eines muss eigentlich jeder verstehen: es kann nicht richtig sein, auf der einen Seite hohe Lagerbestände und Produktionskapazitäten zu haben, während auf der anderen ein Heer von Arbeitslosen steht die dies nicht nutzen dürfen und an der Armutsgrenze vegetieren.
    Unsere heutigen wirtschaftlichen Kapazitäten sind deutlich höher wie früher, Technik und Produktionen hoch entwickelt, ist Vollbeschäftigung überhaupt noch möglich?
    Wohl nur wenn man weiter "unproduktive" Wirtschaftszweige aufbaut, Bürohengste mit Verwaltung von irrelevantem Müll (ich sag nur: wie krumm darf die Banane oder Gurke sein ), oder der Staat stellt z.B. ein paar Millionen Strassenkehrer ein, die jeden Tag ne Strasse fegen.

  9. #589
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    Avatar von DonQuintal
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    Zitat Zitat von ahits Beitrag anzeigen
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30119/1.html

    ... es kann nicht richtig sein, auf der einen Seite hohe Lagerbestände und Produktionskapazitäten zu haben, während auf der anderen ein Heer von Arbeitslosen steht die dies nicht nutzen dürfen und an der Armutsgrenze vegetieren.
    Unser gesamtes Wirtschaftsystem basiert doch auf diesem Prinzip. Der einzige Unterschied zwischen 1970 und Heute ist, dass die Armen weit weg waren und nun unter uns sind. Ich habe auch schon die plausible Erklärung gehört, dass unser gesamter Wohlstand auf billiger Energie (Öl) und der Ausbeutung von Entwicklungsländern basiert. Aber fast alle Entwicklungsländer entwickelten sich langsam zu Industrienationen mit steigenden Einkommen. Damit sind die Produkte nicht mehr bezahlbar.

    Beispiel Schuhe. Nike Air Mogan Mid ist ein Modell, dass es Anfang der 90er Jahre schon einmal gab. Damals war der übliche Preis für die Version aus Leder 50DM (~25€, Heute 80€). Gleichzeitig wurde Nike damals scharf kritisiert, da die Arbeiter in Indonesien und auf den Phillipinen nur 30 bis 60 DM pro Monat verdienten. Heute liegen die Einkommen bei ca. 120 - 160€, haben sich also mit dem heutigen Preis für ein Paar vervierfacht. Die Einkommen hier sind aber bei weitem nicht so stark gestiegen.
    ...
    Der Artikel ist tatsächlich recht interessant. Allerdings wird das Bevölkerungswachtum als Parameter nicht berücksichtigt. Falls der "Green New Deal" nicht greifen sollte, löst sich das Problem sowieso auf eine sehr unschöne Weise. Sobald das Öl alle ist, lassen sich Milliarden von Menschen nicht mehr ernähren. Die Lebensmittelproduktion ohne Maschinen wird sinken, Transportmöglichkeiten und (billige) Kühlung fallen weg.
    Ich war kürzlich in Malaysia. Dort ist je nach Supermakt Benzin noch billiger als Wasser. Damit ist es die billigste Flüssigkeit, die man dort kaufen kann. In do-buy (Dubai ) ist es zwar auch so, doch ist dort Wüste. Im März war eine Konferenz der Islamischen Staaten in Indonesien. Ein Thema war, dass soch kein einziges islamisches Land aus eigener Produktion ernähren kann. Die Regale sind voll mit Produkten europäischer Lebensmittelkonzerne (Kraft, Nestle, Unilever).
    "War does not determine who is right - only who is left" -Burtrand Russell

  10. #590
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    Avatar von baracuda
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    Öl wird überbewertet, sobald man in diesem Zweig nicht mehr diese Millardenumsätze genießt, weil der Rohstoff endlich mal alle ist, werden alternative Energiequellen aus dem Boden schießen wie Pilze.
    Die Technik ist bereits so weit fortgeschritten dass wir (relativ) unabhängig von fossilen Brennstoffen leben können imo.
    Da der Markt für das Öl nur so unglaublich lukrativ ist, tuen sich einige Menschen schwer damit, von selbigem abzulassen.
    Wenn die Regierung den Umstieg von Öl auf alternative Energiequellen ernsthaft in Erwägung ziehen würde, wäre dieser auch kein Problem.
    Alles Heuchelei in meinen Augen...
    Dazu noch recht passend ausgedrückt, die Wurzel des Problems:
    http://www.youtube.com/watch?v=JyGfR...eature=related

  11. #591
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
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    Die Ölproblematik führt ein wenig vom Thema Finanzkrise weg...sollte man bei Bedarf in einem extra Topic diskutieren!?
    Dennoch erstmal hierzu:

    Ausser gelegentlich an der Börse wird das Öl meines erachtens nach nicht wirklich überbewertet. Wir sind schlicht noch immer davon abhängig.
    Wir sind noch lange nicht soweit uns vom Öl weitestgehend lossagen zu können. Von 100% braucht man garnicht reden.
    Die Abkehr vom Öl ist ein langwieriger Prozess der auch ohne quengelnde Lobby nur in langsamen Schritten vollzogen werden kann. Alles andere führt zum Gau.
    Braucht man doch nur mal die 2 einfachsten typischen Nutzungsarten von Öl nach aktuellem Stand betrachten:
    Antrieb von Fahrzeugen & Wohnraumbeheizung.
    Fahrzeuge (egal ob Land, Wasser, Luft):
    Es gibt noch keine vernünftige (umweltfreundliche) Alternative die Flächendeckend das Öl ersetzen kann.
    Biomasse: konkurriert imho zu sehr mit Nahrungsmitteln, Abholzung von Regenwald,...
    Wasserstoff: Wie (Umweltbewusst) herstellen, transportieren & lagern?
    Strom: analog Wasserstoff nur das der Transport heute problemlos ist.
    Gas: Als Biomasse siehe Biomasse, ansonsten verschiebt es nur Problematik.

    Heizung:
    Biomasse: Siehe Fahrzeuge.
    Wärmepumpe: vernünftig nicht flächendeckend möglich.
    Strom: analog Fahrzeuge.
    Solar: analog WP & Zeit-/Witterungsabhängig.
    Zero-Emission: nicht flächendeckend möglich & ohne Öl nicht genug Dämmstoffe produzierbar.

    Alle bislang bekannten Alternativen werden ja zunehmend umgesetzt (mal mehr oder weniger sinnvoll). De facto haben aber noch immer alle Alternativen gemeinsam das sie oft noch ziemlich unausgereift sind, nicht in ausreichender Menge (umweltbewusst) zur Verfügung stehen, nicht über die notwendige Infrastruktur verfügen.
    Selbst wenn wir irgendwo schon die "Ultimative Energiequelle" gefunden hätten dauert es ewig den Umbruch zu schaffen.
    Behaupten wir mal wir wissen ab heute wie man Wasserstoff in ausreichender Menge herstellen kann & haben für das Transport-/Lagerproblem auch eine Lösung gefunden.
    Jetzt müssen "nur" noch Produktionsanlagen, Transportwege, Lagermöglichkeiten, passende (langlebige) Antriebe/Heizanlagen entwickelt, in ausreichnder Menge gebaut & installiert werden.
    Sowas dauert wohl >10 Jahre selbst wenn sich niemand querstellt & alles glatt läuft.
    Heisst selbst im Idealstfall könnten wir uns frühenstens 2019 weitgehend vom Öl lossagen. Verzichten wir vorher darauf ist die jetzige Finanzkrise ein Kindergarten im vgl zu dem was dann wohl käme.
    Dann muss ja noch betrachtet werden das wir mit Öl nicht nur fahren & heizen, sondern auch daraus Dinge herstellen (Kunststoffe, Medikamente,...). Auch hier stehen wir vor ähnlichen Problemen was Alternativen angeht.
    Never run a touching system!!

  12. #592
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    Zitat Zitat von Duke Fak Beitrag anzeigen
    Die Ölproblematik führt ein wenig vom Thema Finanzkrise weg...sollte man bei Bedarf in einem extra Topic diskutieren!?
    Dennoch erstmal hierzu:

    Ausser gelegentlich an der Börse wird das Öl meines erachtens nach nicht wirklich überbewertet. Wir sind schlicht noch immer davon abhängig.
    Wir sind noch lange nicht soweit uns vom Öl weitestgehend lossagen zu können. Von 100% braucht man garnicht reden.
    Die Abkehr vom Öl ist ein langwieriger Prozess der auch ohne quengelnde Lobby nur in langsamen Schritten vollzogen werden kann. Alles andere führt zum Gau.
    Braucht man doch nur mal die 2 einfachsten typischen Nutzungsarten von Öl nach aktuellem Stand betrachten:
    Antrieb von Fahrzeugen & Wohnraumbeheizung.
    Fahrzeuge (egal ob Land, Wasser, Luft):
    Es gibt noch keine vernünftige (umweltfreundliche) Alternative die Flächendeckend das Öl ersetzen kann.
    Biomasse: konkurriert imho zu sehr mit Nahrungsmitteln, Abholzung von Regenwald,...
    Wasserstoff: Wie (Umweltbewusst) herstellen, transportieren & lagern?
    Strom: analog Wasserstoff nur das der Transport heute problemlos ist.
    Gas: Als Biomasse siehe Biomasse, ansonsten verschiebt es nur Problematik.

    Heizung:
    Biomasse: Siehe Fahrzeuge.
    Wärmepumpe: vernünftig nicht flächendeckend möglich.
    Strom: analog Fahrzeuge.
    Solar: analog WP & Zeit-/Witterungsabhängig.
    Zero-Emission: nicht flächendeckend möglich & ohne Öl nicht genug Dämmstoffe produzierbar.

    Alle bislang bekannten Alternativen werden ja zunehmend umgesetzt (mal mehr oder weniger sinnvoll). De facto haben aber noch immer alle Alternativen gemeinsam das sie oft noch ziemlich unausgereift sind, nicht in ausreichender Menge (umweltbewusst) zur Verfügung stehen, nicht über die notwendige Infrastruktur verfügen.
    Selbst wenn wir irgendwo schon die "Ultimative Energiequelle" gefunden hätten dauert es ewig den Umbruch zu schaffen.
    Behaupten wir mal wir wissen ab heute wie man Wasserstoff in ausreichender Menge herstellen kann & haben für das Transport-/Lagerproblem auch eine Lösung gefunden.
    Jetzt müssen "nur" noch Produktionsanlagen, Transportwege, Lagermöglichkeiten, passende (langlebige) Antriebe/Heizanlagen entwickelt, in ausreichnder Menge gebaut & installiert werden.
    Sowas dauert wohl >10 Jahre selbst wenn sich niemand querstellt & alles glatt läuft.
    Heisst selbst im Idealstfall könnten wir uns frühenstens 2019 weitgehend vom Öl lossagen. Verzichten wir vorher darauf ist die jetzige Finanzkrise ein Kindergarten im vgl zu dem was dann wohl käme.
    Dann muss ja noch betrachtet werden das wir mit Öl nicht nur fahren & heizen, sondern auch daraus Dinge herstellen (Kunststoffe, Medikamente,...). Auch hier stehen wir vor ähnlichen Problemen was Alternativen angeht.
    Dem ist nichts mehr hinnzu zufügen.
    Wir sind noch lange nicht auf ein Zeitalter ohne Öl vorbereitet.
    Geändert von Keerulz (27.04.2009 um 11:27 Uhr)

  13. #593
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    Avatar von DonQuintal
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    Zitat Zitat von Duke Fak Beitrag anzeigen
    Die Ölproblematik führt ein wenig vom Thema Finanzkrise weg...sollte man bei Bedarf in einem extra Topic diskutieren!?
    Dennoch erstmal hierzu:

    Ausser gelegentlich an der Börse wird das Öl meines erachtens nach nicht wirklich überbewertet. Wir sind schlicht noch immer davon abhängig.
    Wir sind noch lange nicht soweit uns vom Öl weitestgehend lossagen zu können. Von 100% braucht man garnicht reden...
    Genau das meine ich auch! Nur hängen Finanzkrise und Ölkrise meines Erachtens sehr eng zusammen. Für Lösungsansätze und Folgen im Falle eines plötzlichen Ausfalls des Öls könnte man tatsächlich einen Beitrag eröffnen.
    Noch vor einem Jahr hieß es, dass die Verknappung von Rohstoffen durch die hohe Nachfrage in China und anderen Schwellenländern wesentlich zu Problemen von Industrieunternehmen beiträgt. Gerade die Preise für Stahl, Öl, Kohle und Kupfer hatten sich vervielfacht. Bei zugesicherten Preisen und Liefermengen in langfristigen Verträgen hat das manches Unternehmen mit geringer Marktmacht an den Rand des Ruins gebracht. Das gilt besonders für Branchen und Produkte, bei denen der Rohstoffpreis einen wesentlichen Teil des Verkaufspreises ausmacht und das Produkt relativ leicht bei alternativen Anbietern besorgt werden kann.
    "War does not determine who is right - only who is left" -Burtrand Russell

  14. #594
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
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    Klar hängen Öl- & Finanzmarkt sehr eng zusammen.
    Allerdings wage ich bei der jetzigen Krise zu behaupten das sie gerade beim Öl etwas gutes hatte.
    Durch die Krise ist die hochspekulierte Blase endlich geplatzt & nach einem Erdrutsch hat sich der Ölpreis nun normalisiert. Auch andere Rohstoffpreise haben nun wieder ein reales Level erreicht. Das kommt den Einkäufern ja jetzt wieder zu Gute.
    Probleme haben nun allenfalls die Einkäufer, welche sich kürzlich an langfristige Preise auf hohem Niveau gebunden haben. Und natürlich die Verkäufer die nun auf Ihren Rohstoffen sitzen bleiben.
    Aber so läuft der Hase nunmal: Bei einem Boom diktieren die Verkäufer wo es langgeht. Bei einer Depression die Einkäufer.
    Für beide Seiten gilt: Wer den Trend verpennt & zur falschen Zeit seine Verträge abschliesst, bleibt evtl auf der Strecke.
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  15. #595
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    Joe hat seinen Vertrag bei der DB bis 2013 verlängert

  16. #596
    Oberfeldwebel
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    Findige Buchhalter bei US-Banken nutzen derweil eine ganz andere Lücke: bei den eigenen Anleihen, deren Kurse in der Krise unter die Räder kamen. Wenn die Anleihe nur noch zu 90 Prozent notiert, könnte man doch die Schulden daraus entsprechend abwerten. Es wäre ja auch möglich, den Bond zurückzukaufen – und so mit Rabatt zu tilgen.

    Gesagt, getan: Seit mehreren Quartalen schrumpfen die Verbindlichkeiten der US-Banken auf wundersame Weise. Im Gegensatz dazu erscheinen die Europäer geradezu gefährlich überschuldet.

    Liquidität – um die Anleihen zurückzukaufen – haben die Amerikaner damit nicht gewonnen. Eines Tages müssen sie den Nennwert zurückzahlen. Und da zeigt sich der Webfehler im Strickmuster: Die Anleihenkurse steigen unweigerlich, je näher die Fälligkeit rückt. Dann müssten die US-Banken ihre Schulden wieder hochschreiben

    Kein Wunder, dass Politiker allerorten plötzlich so aufs Tempo drücken mit ih*ren Bankrettungsplänen. Es schien, als könnte die Branche durchatmen. Vor allem US-Institute überraschten jüngst mit gigantischen Quartalszahlen. Allein Goldman Sachs verdiente in den ersten drei Monaten des Jahres 1,66 Milliarden Dollar. Wells Fargo meldete einen Re*kordgewinn von drei Milliarden Dollar, JP Morgan mehr als zwei Milliarden.


    Steinbrück muss die Banker an eine sehr kurze Leine legen. Und er muss es zusammen mit dem Rettungsplan machen. Wer glaubt, dass die Banker in einigen Jahren, wenn das Schlimmste ausgestanden ist, ihrer sozialen Verantwortung freiwillig nachkommen und die Milliarden zurückzahlen, lebt im Wunderland.

    Das zeigt die jüngste Profitmache der US-Banken. Um Geld unters Volk zu bringen, nutzt die Notenbank sogenannte Repo-Geschäfte. Dabei beleihen die Banken Wertpapiere etwa bei der Zentralbank und zahlen dafür den Repo-Zins. Als die Fed den Zinssatz auf null senkte, hoffte sie darauf, dass die Banken mit dem zusätzlichen Geld die Kre*ditvergabe an die Wirtschaft wieder ankurbeln. Von wegen. Die Banken nutzen lieber die Möglichkeit, billig die eigene Bilanz zu sanieren. Sie kaufen immer neue Staatsanleihen auf, reichen sie an die Fed weiter und erwerben mit dem geliehenen Geld erneut Anleihen. Es ist ein sicherer Profit.
    Dumm nur, dass die Schuldner ihre Papiere auch wieder auslösen müssen. Da die Banken derzeit nicht wirklich Interesse daran haben, wurden in der vergangenen Woche in Amerika tatsächlich erstmals negative Repo-Zinsen „gezahlt“.
    Also ich muss sagen, so wirklich ernsthaft kann man da kaum noch drüber diskutieren, das einzige was momentan verhindert dass die grossen Banken zusammenbrechen sind Bilanztricks, und das en masse.
    Die gross bekannt gegebenen Gewinne sind grösstenteils reine Buchgewinne, die nicht nachhaltig erwirtschaftet sind und teilweise gar nicht existieren dürften, den besten Bilanztrick find ich ja:

    Ist ein Wertpapier so illiquide, dass überhaupt kein Marktpreis mehr gestellt wird, darf es die Bank auf Basis eigener Rechen*modelle bewerten. In der Regel kommen dabei Cashflow-Modelle zum Einsatz, de*ren wichtigster Parameter der Zins ist: Sinkt er wie zuletzt, steigt der Wert des Papiers.
    Die Bank hat also Papiere in der Bilanz, die niemand haben will. Was das für Papierkonstrukte sind verstehen sie wahrscheinlich selbst kaum, irgendne Bank hat das Papier halt erschaffen.
    In der normalen Wirtschaft bezeichnet man Sachen, die niemand haben will, als Müll. Dementsprechend sind sie eigentlich 0 zu bewerten.

    Wenn irgendwer in der Realwirtschaft anfängt so seine Bilanzen zu frisieren, wird der ziemlich schnell wegen Betrug und Bilanzfälschung eingebuchtet.
    Aber die Realwirtschaft ist halt auch nicht systemrelevant, das sind nur die Banken.

    Mir erschliesst sich ehrlich gesagt nicht, wie das ganze langfristig funktionieren soll. Muss es ja aber auch nicht, Manager und Politiker haben halt mehr Ahnung davon als ein kleiner Bürger, die schaukeln das schon. Oder nicht?
    Ich lass mich einfach überraschen und schaun wir ma wies im sommer aussieht^^

  17. #597
    Oberfeldwebel
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    Zitat Zitat von ahits Beitrag anzeigen
    Wenn irgendwer in der Realwirtschaft anfängt so seine Bilanzen zu frisieren, wird der ziemlich schnell wegen Betrug und Bilanzfälschung eingebuchtet.
    Da kannst einen drauf lassen !

    Wieviele GmbH Geschäftsführer sitzen wegen ein Paar tausend Euro die zugunsten des GmbH Geschäftführers oder der GmbH ausgelegt wurden wegen Betrug mehrere Jahre?



    Zitat Zitat von ahits Beitrag anzeigen

    Mir erschliesst sich ehrlich gesagt nicht, wie das ganze langfristig funktionieren soll. Muss es ja aber auch nicht, Manager und Politiker haben halt mehr Ahnung davon als ein kleiner Bürger, die schaukeln das schon. Oder nicht?
    Ich lass mich einfach überraschen und schaun wir ma wies im sommer aussieht^^
    Es funktioniert und das fasziniert !!

    Wir werden alle Zeitzeuge eines Riesengroßen-Betruges der Weltwirtschaftsgeschichte.
    Wenn wir damit durchkommen, sind wir durch nichts mehr aufzuhalten !


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  18. #598
    Oberfeldwebel
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    Zitat Zitat von camionero Beitrag anzeigen
    Es funktioniert und das fasziniert !!
    dickes DITO, genau das ist aktuell der Fall, es ist teilweise völlig unlogisch und nicht nachvollziehbar, aber es funktioniert eben, allein das ist schon faszinierend, und noch faszinierender ist es zu schauen wie lange das funktioniert oder ob es sogar tatsächlich die Finanzkrise beenden kann

  19. #599
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    Die finanzkrise evtl. schon, aber nicht die Arbeitsmarkt/Autobauer Krise...

  20. #600
    auf eigenen Wunsch gesperrt
    Avatar von Dhaos
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    Clans
    O.o
    Bisher finde ich ist die Finanzkrise aber noch nicht so sonderlich hart, wie ich es erwartet hätte. Selbst der DAX hat bereits fast wieder 5k Punkte erreicht.
    Insgesamt bin ich noch nicht mit dieser moderaten Krise zufrieden.
    <a href=http://mitglied.lycos.de/fsxavier/200607071902461.jpg target=_blank>http://mitglied.lycos.de/fsxavier/200607071902461.jpg</a>

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