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Finanzkrise

Eine Diskussion über Finanzkrise im Forum Politik & Weltgeschehen. Teil des Off Topic-Bereichs; Eigentlich schon cool, wie jemand wie Bill Gates die Macht hat die gesamte Wirtschaft zu destabilisieren, vielleicht macht er's ja ...

  1. #41
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    Avatar von freezy
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    Eigentlich schon cool, wie jemand wie Bill Gates die Macht hat die gesamte Wirtschaft zu destabilisieren, vielleicht macht er's ja kurz vor'm Sterben ^^

  2. #42
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    Avatar von Psycho Joker
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    Cooler find ich da fast noch, dass sich Bill Gates eigentlich Island kaufen könnte. Jetzt wo der isländische Staat bankrott ist, wäre das sicher ein Schnäppchen. Dahin könnte er den Firmensitz von Microsoft verlegen und müsste dann als Herrscher von Microsoftland keine Steuern mehr zahlen.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  3. #43
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    Avatar von Touji
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    @PJ: Die amerikanische Softwareindustrie hat in Irland schon ihr Steuerparadies gefunden.

    Plusminus - Deregulierung als Ursache der Krise (Video)
    Textversion

    Falls das Video nicht läuft mal mit dem IE probieren (benutzt den Windows Media Player).
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  4. #44
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    Avatar von Talatavi
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    Die zur Rettung/Sanierung der amerikanischen Banken eingesetzten 250 Milliarden Dollar der US-Regierung, die eigentlich das Überleben der Kreditinstitute sicherstellen sollten, werden von denen jetzt vielfach als Dividende an Aktionäre weitergegeben.
    Die 33 Banken, die das Rettungspaket abrufen, planen allein in diesem Quartal Dividendenzahlungen in Höhe von rund sieben Milliarden Dollar.
    Quelle

    Das ist ja nun beinahe ein Stück aus dem Tollhaus, das eine angeschlagene Bank sich vom Staat (=Steuergelder) unter die Arme greifen lässt um nicht zu bankrottisieren und die Hilfsgelder dann an ihre Kunden als Gewinn ausschüttet.
    Das US-Finanzministerium verteidigt dieses Geschäftsgebahren zwar mit einigen Argumenten aber unterm Strich sieht es so aus, als wenn man dafür gesorgt habe, dass die Leute die spekuliert haben, nun auch noch belohnt werden bzw. das Spekulantentum weiter gefördert wird.
    Bin gespannt ob sich das auch in Deutschland fortsetzen wird, wundern täte es mich nicht.

  5. #45
    Robin Hood
    Avatar von RaoulDuke
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    Das ist so frech irgendwie, aber in Deutschland soll man doch nur Geld aus dem Rettungsfond bekommen können wenn in diesem Jahr keine Dividende und das Managergehalt begrenzt wird, wie ich gehört hab.
    Naja, is sowieso kriminell, da haben sich die ganzen Spekulanten, Hedge-Fonds und Baken grad erst im Milliardenbereich verspekuliert und dann wetten sie mal fröhlich weiter und langen mit VW gleich mal wieder in die Scheisse. Verrückte Welt
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  6. #46
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    Avatar von brainsheep
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  7. #47
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    Avatar von PaNz3r
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    Zitat Zitat von Talatavi Beitrag anzeigen
    Bin gespannt ob sich das auch in Deutschland fortsetzen wird, wundern täte es mich nicht.
    Soweit ich weiss geht des in Deutschland nicht, hab ich bei tagesschau.de gelesen.

    Ohne mir den Thread durchzulesen, zum Thema: Ich hab mir Silbermünzen geholt und mein Geld vom Konto geben lassen^^ Schaden kanns net, vorallem da es sicher ist das unser Finanzsystem demnächst zusammenbricht. Nur wann weiss keiner....Wer denkt sein Geld ist auf der Bank sicher, der hat recht, im Krisenfall ist sein Geld sogar vor ihm selbst sicher xD

    mfg,

    PaNz3r

  8. #48
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    Avatar von Touji
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    Zitat Zitat von Talatavi Beitrag anzeigen
    Sorry das ich den angestaubten Fred nochmal angrabe...

    Die zur Rettung/Sanierung der amerikanischen Banken eingesetzten 250 Milliarden Dollar der US-Regierung, die eigentlich das Überleben der Kreditinstitute sicherstellen sollten, werden von denen jetzt vielfach als Dividende an Aktionäre weitergegeben.
    Die 33 Banken, die das Rettungspaket abrufen, planen allein in diesem Quartal Dividendenzahlungen in Höhe von rund sieben Milliarden Dollar.
    Quelle

    Das ist ja nun beinahe ein Stück aus dem Tollhaus, das eine angeschlagene Bank sich vom Staat (=Steuergelder) unter die Arme greifen lässt um nicht zu bankrottisieren und die Hilfsgelder dann an ihre Kunden als Gewinn ausschüttet.
    Das US-Finanzministerium verteidigt dieses Geschäftsgebahren zwar mit einigen Argumenten aber unterm Strich sieht es so aus, als wenn man dafür gesorgt habe, dass die Leute die spekuliert haben, nun auch noch belohnt werden bzw. das Spekulantentum weiter gefördert wird.
    Bin gespannt ob sich das auch in Deutschland fortsetzen wird, wundern täte es mich nicht.
    Der US-Finanzminister hat vorher bei Goldman Sachs gearbeitet. Das dürfte so einiges erklären. Nicht, dass das in Deutschland großartig besser wäre..

    Wenn sich der Bock zum Gärtner macht
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  9. #49
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    Avatar von poohustler
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    Ich hab mir Silbermünzen geholt und mein Geld vom Konto geben lassen^^ Schaden kanns net, vorallem da es sicher ist das unser Finanzsystem demnächst zusammenbricht.
    natürlich kanns schaden, denn der erste schritt führt ja grade eben dazu, dass das finanzsystem zusammenbrechen kann

  10. #50
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    Avatar von PaNz3r
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    Zitat Zitat von kackeschubser Beitrag anzeigen
    natürlich kanns schaden, denn der erste schritt führt ja grade eben dazu, dass das finanzsystem zusammenbrechen kann
    nicht kann, wird Und wie schon oben erwähnt ich habe mein geld, nur teilweise andere leute eben nicht mehr.....Es gibt schließlich mehr Giralgeld als Bargeld....


    mfg,

    PaNz3r

  11. #51
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    Avatar von RaoulDuke
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    Wieso wird es deiner Meinung nach sicher zusammenbrechen?
    Und was ist das Problem mit Giralgeld? Kann man schließlich ja auch damit zahlen. Abgesehen davon ja nur ne Formsache spricht ja nichts dagegen die Bargeldmenge zu erhöhen und die Giralgeldmenge zu verkleinern.
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  12. #52
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    Avatar von PaNz3r
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    Das Problem ist das wenn das Vertrauen der Sparer erschüttert wird und diese alle Ihr Geld von ihren (Giral) Konten abheben wollen, es zuwenig Bargeld gibt um das zu decken! Dann gibts eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
    a.) Erheblich mehr Geld drucken => Hyperinflation
    b.) Neue Währrung => Geld (Euro) wird wertlos

    Bei beiden Fällen wird Silber und Gold nach der Krise wieder an Wert gewinnen und man hat eigentlich keinen Verlust gemacht.

    Mehr Bargeld = Mehr Inflation. Giralgeld verringern? Willste ein paar Konten von den Leuten auf 0 setzen, oder meinst du damit Bargeld gegen Giralgeld auszuzahlen?
    Ich bin kein Experte und habe mich seit kurzen auch erst mit der Thematik auseinandergesetzt, aber mittlerweile denke ich muss man mit dem schlimmsten rechnen.

    Guck dir mal den Link an:

    http://www.krisenvorsorge.com/297/Wa...im_System.html

    Da gibts nochmehr Artikel, die näher darauf eingehen warum das Finanzsystem zusammenbricht^^

    mfg,

    PaNz3r

  13. #53
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    Avatar von poohustler
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    wenn alle denken wie du dann hast du recht, aber du sagst, dass es auch zusammenfällt, wenn die leute ihr geld nicht abheben würden und begründest das damit, dass die leute alle ihr geld abheben wollen Oo ???

  14. #54
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    Avatar von PaNz3r
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    häh? Und wie es zusammenfällt, weiss man natürlich nicht. Aber das wäre eine durchaus denkbare Möglichkeit. "Bankruns" gabs ja erst vor kurzen z.B. in England. Wie schon gesagt guck dir mal den Link an über unser ach so tolles Rentensystem etc. da wird es besser erklärt, zu diesen Thema gibt es auch genug Videos.

    mfg,

    PaNz3r

  15. #55
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    Avatar von ahits
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    Die Frage die sich doch dann aber stellt ist - wieso ist für das Giralgeld nichts festes hinterlegt? Wieso ist es nicht möglich dass alle Kunden abheben? Es ist doch niemand verpflichtet sein Geld bei der Bank anzulegen oder auf dem Konto zu lassen?
    Wieso also dieser indirekte Zwang auf keinen Fall Geld abzuheben?

    Nur mal so zur Geldschöpfung: Giralgeld wird von allen Banken generiert bzw. zusätzlich in das System eingebracht. Bank A bekommt 1 Euro vom Kunden eingezahlt, verleiht den an Bank B,C,D,E,F,G,H, sprich mehrmals. Diese Banken schreiben das als Guthaben gut, die Bank A hat es als Forderung in ihrer Bilanz. Schon gibt es 6 Euro mehr Giralgeld, die wundersame Geldvermehrung. Und das nächste was passiert: Bank B hat ja jetzt 1 Euro Guthaben, den verleiht sie weiter an Bank A,C,D, usw.
    Das ist ein Schneeballsystem wie man es aus dem Internet kennt und es verboten hat, nur die Banken dürfen das.
    Und die Kunden, die der Bank ihr Geld geliehen haben, bekommen als kleines Zubrot den Zins, als Anteil vom neu geschaffenen Geld. Und da mehr Geld existiert, haben wir Inflation.

    Das System kann so nicht auf Dauer funktionieren, denn das Geld vermehrt sich exponential, und das eine exponentielle Funktion gegen unendlich strebt lernt jeder im Matheunterricht.
    Entweder haben wir irgendwann so unendlich viel Giralgeld, dass es nix mehr wert ist, und da in unserem System Giralgeld=Bargeld wird auch das mit kurzer Verzögerung immer wertloser, oder aber, da die Bargeldmenge ja prozentual immer kleiner wird, genügen immer weniger Leute die zur Bank gehen und ihr Geld abholen, und irgendwann ist dieser Anteil der Bevölkerung so gering dass eine kleine Gruppe schon alles zum Einsturz bringen kann - wobei das Problem würde der Staat dann noch lösen können und Bargeld einfach abschaffen^^

    Wer sein Geld von der Bank zieht tut in gewisser Weise seinen Unmut über unser System demonstrieren und könnte dazu beitragen dass es zusammenbricht - wer es nicht tut hat im Falle dass es zuviele andere machen verloren weil er gar nix hat

  16. #56
    Robin Hood
    Avatar von RaoulDuke
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    @panzer&ahits: Hm, ihr habt beide leider nicht wirklich recht, wobei jeweils ein Teil Wahrheit drinsteckt. Ich werde mich "relativ" kurz halten, denn um das Thema erschöpfend zu erklären müsste ich ca. 4 DinA4 Seiten lang ausholen. Ist nämlich alles nicht so einfach.


    Zuerst Panzer:
    Also ich glaube du bringst da 2 Begriffe durcheinander. Und zwar Bank Run/Bankenkrise/Weltwirtschaftskrise und Hyperinflation. Das sind 2 unetrschiedliche Begriffe und Phänomene. In letzter Zeit habe ich immer den Eindruck das ziemlich viele Menschen davon ausgehen das uns eine Hyperinflation ins Haus steht. Dabei geschieht beides aus unterschiedlichen Gründen. Nur weil die Sparer das Vertrauen zu den Banken verlieren, läuft das nicht automatisch auf eine Hyperinflation hinaus, eher auf das Gegenteil auf eine Deflation (vgl. Hyperinflation bis 1923 und Weltwirtschaftskrise 1929).
    Eine Hyperinflation entsteht meist (nicht immer) aufgrund übermäßigem Geldmengenmengenwachstum. Die Folgen sind recht klar, Vertrauen in die Währung futsch = Geld wertlos. Da bringt es dir auch nix dein Geld von der Bank wiederbekommen zu haben. Aber nur weil eine oder mehrere Banken futsch gehen ist das kein Grund die Geldmenge zu erhöhen, zumal Sichtguthaben auch zur Geldmenge gehören (zumindewsten zu M2 u. M3).

    Bei einer Bankenkrise, kommt es wie jüngst gern mal zu Bank Runs. Weil manchmal haben die Menschen Angst das ihre Bank mit ihrem Geld insolvent werden könnte. Dabei muss das gar nicht mal der Fall sein. Wenn nun alle Sparer die selbe Idee haben, geht so ziemlich jede Bank in der Realität insolvent, sprich wird zahlungunfähig. Weil das Geld der Sparer meist weiterverliehen wurde oder in etwas anderes angelegt wurde. Und in diesem Moment kann sie das Geld grad einfach nicht an alle auszahlen.
    Ist eine Bank insolvent heißt das aber nicht, das automatisch alles Geld futsch ist. Im Idealfall, wenn die Bank positiv bilanziert, würden die Sparer theoretisch ihr Geld sehr wohl wieder erhalten. Es würde halt ein bißchen dauern bis die Schuldner der Bank ihre Kredite getilgt hätten oder die sonstigen Anlagen (z.B. Immobilien, Anteile) verkauft sind sprich das ganze Geflecht zurück aufgedröselt wurde.
    Problematisch ist es, was aktuell viel diskutiert wird, das sich die Risiken oft nicht in der Bilanz finden, aber das ist ein anderes Thema.
    Ist die Bank aber negativ bilanziert weil z.B. manche Kredite nicht einbringbar (aka fauler Kredit), Anlagen überbewertet (wie zum Beispiel Immobilien in Amiland^^) sind, dann werden die Anleger auch nicht alles bis gar kein Geld wiedersehen. So geschehen bei Lehman Brothers.

    Mit den Edelmetallen ist das halt immer so ne Erscheinung in Krisenzeiten. Sonst gehörten auch immer Immobilien zu den Anlagerennern in Krisenzeiten aber diesmal sind die Schuld an der Krise, deswegen dürfen die nicht mitmachen
    Prinzipiell is der Wert der Edelmetalle meiner Meinung nach genauso virtuell. Würden die Menschen checken das das nur ein gelbes Metall ist das glänzt und außer zum prollige Goldketten machen und Goldbarren horten zu sonst fast nichts taugt (überspitzt gesagt weil es gibt ja auch sinnvolle Einsatzmöglichkeiten) bzw. die Menschen das nicht mehr wollen, ist der Preis genauso im Eimer.
    Im Grunde ist das alles trotzdem Spekulation solange die Währung an sich nicht flöten geht
    , der Goldpreis ist z.B. jetzt wieder inerhalb eines Monats von über 900 wieder auf unter 750 gefallen.
    Wenn die Währung jetzt aber wirklich auf einmal ihren Wert verlieren würde, wäre es gar nicht unklug, sein Geld in feste Güter einzutauschen die den Wert nicht oder nur langsam verlieren oder gar steigern, das gilt aber nicht nur für Edelmetalle.
    Den Link hab ich mir jetzt nicht angeschaut, aber ich nehm einfach mal an die wollen dir irgendwas verkaufen, wahrscheinlich sogar Gold oder eine Beratung, Bücher irgendwas halt.


    Nun zu ahits:
    Warum die Banken "nicht festes" haben, hab ich ja oben erklärt. Das ist nunmal so denn so funktioniert eine Bank sie leiht sich Geld von dir, gibt dir Zinsen dafür und verleiht sie für höhere Zinsen an jemand weiter. Der Gewinn der Bank ist die Differenz der jeweiligen Zinssätze.
    Nicht nur Banken auch ganz normale Unternehmen gehen gern mal hops wenn alle Schuldner ganz plötzlich ihre Kredite getilgt haben wollen.
    Das ist halt so in unserer hochgradig verteilten Wirtschaft.
    Und es zwingt dich keiner dein Geld zur Bank bringen. Und du als Einzelperson kannst dein Geld auch jederzeit abheben.

    Das mit der Buchgeldschöpfung ist ein bißchen komplex. Tatsächlich kann die Bank Buchgeld "erschaffen". Das geschieht weil die Bank ein mehrfaches ihres tatsächlichen Zentralbankguthabens als Sichteinlage verleihen darf.
    Das geht aber nicht unbegrenzt wie du sagst. Wenn der Mindestreservesatz z.B. 5% ist, dann kann die Bank maximal das 20-fache ihres Zentralbankguthabens an Buchgeld erschaffen. Aus 100€ eingezahltem Bargeld könnte sie also 2000€ Buchgeld "machen" bzw. besser gesagt sie kann 2000€ als Giralgeld verleihen, aber nicht Bargeld, das ist nämlich sichtbar gemachtes Zentralbankgeld.
    Wenn diejenigen, die sich das Buchgeld geliehen haben nun Bargeld wollen, muss sich die Bank von der Zentralbank Bargeld leihen und als Sicherheit die Kreditforderung hinterlegen. Und damit ist schon wieder essig mit der Geldschöpfung aus dem nichts, denn der Gewinn ist dann nur noch die Differenz der Zinsen der Zentralbank und der des Kredits.
    Außerdem verbleibt erschaffenes Buchgeld nicht einfach so im Kreislauf, wird der Buchgeld-Kredit getilgt, wird das Buchgeld wieder vernichtet.
    Der Vorteil der Buchgeldschöpfung für die Banken ist lediglich das sie ein bißchen mehr Zinsen daran verdienen, weil sie sich das Geld z.B. nicht von der Zentralbank leihen müssen.
    Es ist also eher kein Schneeballsystem.

    Die Geldmenge wächst auch nicht ungehindert exponentiell, die Geldmenge wird nämlich
    durch die Zentralbank gesteuert, die dabei gewisse Faktoren berücksichtigt. Unter anderem das Wirtschaftswachstum.
    Wenn die Wirtschaft wächst muss auch die Geldmenge wachsen sonst gibt es eine Geldlücke, die Folge wäre eine Deflation. Schrumpft eine Volkswirtschaft dann müsste auch die Geldmenge schrumpfen, sonst gibt es eine Inflation. Das kann und macht die Zentralbank auch, sie vernichtet dann tatsächlich Geld.
    Auch die Giralgeldschöpfung ändert nichts daran, denn durch das Zentralbankgeld (die Geldmenge M1) und dem Mindestreservesatz ist die Buchgeldschöpfung ja limitiert.
    Auch die Geldmenge M3, die ja die Geldmenge M1 und M2 beinhaltet und damit auch das Buchgeld, zeigt nicht wirklich die Charakteristika einer Exponentialfunktion, wenn du hier mal schaust.
    Die Schlüsse die du ziehst sind für mich also alles andere als schlüssig^^ Weiß nicht woher du deine Infos hast, aber das klingt wie die Argumentaion von so Verschwörungstheoretikern. Die argumentieren auch immer so.
    Geändert von RaoulDuke (01.11.2008 um 04:08 Uhr)
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  17. #57
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    Ach wie einfach verständlich Wirtschaft doch ist, wenn RaoulDuke sie erklärt.

    (Soll ein Kompliment sein... kann dir leider grad kein Positiv-Reno geben )
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  18. #58
    Oberstabsgefreiter
    Avatar von PaNz3r
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    @RaoulDuke: Du gehst doch davon aus das man sein Giralgeld jederzeit in Bargeld bekommt auch wenn die Bank pleite ist, oder? Also müsste es ja genausoviel Bargeld geben wie Giralgeld, sonst funktioniert es nicht.

    Es gibt doch auch "NUR" 1 Billionen Euro Bargeld, (ende 2006 waren es 600 Milliarden laut wiki), und der Staat hat 1.2 Billionen Euro Schulden. Der gesamt Bargeldvorrat Eurpas würde nicht ausreichen um den Schuldenberg zu tilgen. Das man mal die Relationen sieht...

    Du sagst es ja selber das man unter gewissen Umständen (wie bei Lehmann Brothers) als Anleger sein Geld nicht wiedersieht.
    ( http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_319816 Sind zwar Immo Fonds aber auch hier sehen Anlieger ihr Geld vorerst nicht wieder ).


    Auch zu deinen Agrument mit Gold, (da der Preis gefallen ist) will ich noch was kurz bemerken. Es gibt 2 Arten von Gold, "Echtes" in Form von Barren / Münzen und "papiergold" also Aktien für Gold. (Angeblich kann man ja für 1 Aktie 1 Gramm gold verlangen oder so, weiss ich aber nicht sicher). Der Preis bei Gold ist gefallen, weil die Leute ihr Papiergoldaktien verkauft haben um echtes Gold zu kaufen. Es gibt aber kaum mehr gold zu kaufen. Die Nachfrage nach Gold ist zurzeit riesig, nur gibt es kaum noch Angebot! Das es nicht unbedingt gebraucht wird ist klar, aber seit 2000 Jahren ist der Wert von Gold im Grunde gleichgeblieben:


    Jede Papiergeldwährung in der Geschichte der Menschheit hat Ihren Wert früher oder später verloren. Gold nicht. So konnte man 1913 für eine Unze Gold, derzeitiger Handelswert ca. € 650,--, einen guten Anzug kaufen und dafür bekommt man heutzutage ebenfalls einen guten Anzug. Der amerikanische Dollar hat von 1913 bis heute 95% seines Wertes verloren! Der Euro seit seiner Einführung vor 6 Jahren weist ebenfalls einen deutlichen Wertverlust auf.


    Bei Silber ist das anders, das wird gebraucht z.b in der Industrie, ausserdem ist es sehr nützlich (z.b entkeimt es Wasser). Deswegen hab ich mir auch Silber geholt (gold ist ausserdem viel zu teuer^^).
    Hier ein Link zur Goldpreisdrückung ( http://www.krisenvorsorge.com/module...d=410&page=214 )

    mfg,

    PaNz3r
    Geändert von PaNz3r (01.11.2008 um 16:15 Uhr)

  19. #59
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    Nein, davon gehe ich ich nicht aus^^
    Ich sage das man bei seiner Bank jederzeit sein Buchgeld in Bargeld eintauschen kann. In der Regel können das blos nicht alle auf einmal bei einer Bank, dass hat aber wie ich oben erklärt habe andere Gründe und meist nichts mit den Geldmengen zu tun. Wenn sie pleite ist kann man das nicht mehr unbedingt.
    Mal angenommen eine Bank hat wirklich zu wenig Bargeld da, dann geht sie zur Zentralbank und tauscht ihr Zentralbankgeld, das sie auf einem Konto bei der Zentralbank hat, gegen Bargeld. Hat sie nicht genügend Zentralbankgeld muss sie Zentralbankfähige Wertparpiere hinterlegen und kann sich Bargeld leihen.
    Der Grund warum es weniger Bargeld gibt als Sparkonten bzw. Vermögen der Deutschen, ist einfach der das es nicht nötig ist mehr Geld zu drucken, da es nicht gebraucht wird und nur rumschimmeln würde. Solange das Buchgeld Zentralbankgeld ist kann man es jederzeit bei der Zentralbank in Bargeld umtauschen. Evtl. muss die halt Geld nachdrucken, aber dadurch verändert sich nicht die Gesamtgeldmenge. Die Zentralbank zieht dann einfach den entsprechenden Betrag vom Konto der Geschäftsbank ab und gibt es ihr in Bar.

    Es ist zwar richtig das die Menge des Buchgeldes nicht mit der Menge des Zentralbankgeldes übereinstimmt. Das rührt aber, wie ich oben erkläre, von der sogenannten multiplen Geldschöpfung her. Hat mit dem Sparer und seinen Geldanlagen aber eher weniger zu tun. Denn du als Sparer oder Verbraucher hantierst immer mit Zentralbankgeld, ganz egal ob Buchgeld oder Bargeld.
    Und die Staatsschulden könnte man theorethisch ja auch in Buchgeld zurückzahlen. Müsste bloß mal jemand machen.
    Schuldentilgung ist ja nicht nur in Barzahlung möglich.

    Nun zum Gold. Ich hab mir die Krisenvorsorge-Seite jetzt mal angeschaut und bin mehr als skeptisch. Wie ich schon vermutet habe, wollen die etwas verkaufen. Dazu machen sie ein bißchen Panik, damit der verunsicherte auch sicher kauft. Haben scheinbar eine sehr düstere Zukunftsprognose weil die verkaufen auch Armbrüste und Pfefferspray und geben Tips wie man nen ordentlichen Nahrungsvorrat anlegt Oo
    Argumentativ sind die Ausführungen aber äußerst dürftig bis falsch was ich so gesehen habe.

    Aber auch hier bringst du glaub ich Begriffe durcheinander. Weiß nicht genau was du mit "Papiergold" meinst. Es gibt Gold/Goldzertifikate und "Goldaktien". Gold und Goldzertifikate sind im Grunde das selbe, bei letzterem hast du halt ein verbrieftes Recht diese Papier gegen eine gewisse Menge Gold eintauschen kannst. Der Preis für dieses Papier ist logischerweiße der Goldpreis. Das Gold muss es aber auch geben, sonst macht das ja keinen Sinn.
    Unter einer "Goldaktie" versteht du vermutlich eine Aktie (sprich einen Unternehmensanteil) die von einem Unternehmen herausgegeben wurde, das irgendwie mit Gold zu tun hat z.B. eine Goldmiene. Die hat aber mit dem Goldpreis nix zu tun, der Preis der Aktie wird durch die Börsennotierung bestimmt.
    Zum Goldpreis muss man sagen, der Goldpreis steigt erst seit den letzten paar Jahren, vor 2000 dümpelte jahrzentelang ,abgesehen vom Anfang der 80er Jahre, wo auch eine Krise stattfand, um die 400$. Trotz Inflation. Gold ist halt ein klassischer Krisenindikator.
    Wenn keine Krise herscht, dann legen sie ihr Geld lieber in Aktien, Devisen oder sonstwas an, weil sie da eine höhere Rendite erzielen.
    Sollte unsere Währung zusammenbrechen, wäre Gold nat. ein guter Wertkonservator, aber auch andere Sachen.
    Ich glaube aber nicht das das passieren wird, was uns bevorsteht ist eine Wirtschaftskrise die mit dem Verfall der Währung an sich nichts zu tun hat. Deswegen die Warnung an dich, sobald es der Wirtschaft wieder besser geht wird der Goldpreis/Edelmetallpreis wahrscheinlich irgendwann wieder fallen, also nicht den Zeitpunkt zum verkaufen verpassen sonst musste bis zur nächsten Krise warten^^ Wann der Zeitpukt reif ist weiß ich leider auch nicht.

    Richtig ist auch das eine Währung langsam ihren Wert verliert, das bedeutet das die Preise steigen, die liebe Inflation. Davor haben immer alle Angst ist aber gar nicht soooo problematisch. Wie schon gesagt ist die Inflation eigentlich der Preisanstieg. Dadurch verliert Geld das vor 50 jahren in den Sparstrumpf gelegt wurde, einen Teil seines Wertes. Hast du vor 50 Jahren das Geld für eine Unze Gold auf die Bank gegen Zinsen gebracht hast oder bestimmte Aktien gekauft, hättest du wahrscheinlich weit mehr als nur einen Anzug. Gibt also bessere Anlagen als Gold.
    Inflation klingt immer so böse, aber wenn die Preise steigen bedeutet das aber auch das die Löhen steigen, was ja der Preis für deine Arbeitskraft ist. So konnte sich ein Arbeiter 1913 sich von seinem Monatsgehalt wahrscheinlich keinen Anzug kaufen, jetzt kann er das sicher. Also geht es dem Arbeiter eigentlich besser. Problematisch ist nur wenn die Löhne langsamer steigen als die Inflation. Die Infaltion wiederum lässt sich nur schwer messen, da Warenkörbe auch nicht 100% aussagekräftig sind. Fakt ist das es uns heute "besser" geht als noch vor 100 Jahren, 50 Jahren und sogar vor 20 Jahren.
    Also auch das Thema Inflation, Warenkorb, Wohlstandszuwachs und Lohnniveau ist sehr kompliziert und kann hier nur angeschnitten werden. Wenn du wirklich etwas darüber wissen willst, solltest du dir ein gutes Buch über Volkswirtschaftslehre besorgen.
    Oder komm ins UF-Teamspeak, aber ich mag nicht mehr tippen
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