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Finanzkrise

Eine Diskussion über Finanzkrise im Forum Politik & Weltgeschehen. Teil des Off Topic-Bereichs; warum nennst du uns idioten ? Auch wenn wir nicht wollten müssten wir uns damit abfinden....

  1. #561
    Oberfeldwebel
    Avatar von Time
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    warum nennst du uns idioten ?

    Auch wenn wir nicht wollten müssten wir uns damit abfinden.

  2. #562
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    Avatar von Apokus
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    Müssen wir?
    Ich mein ich halt an sich ja nicht viel von Franzosen aber deren Einstellung zu "damit müssen wir uns abfinden" finde ich sie doch um längen besser... ^^
    Und "wir Idioten" weils ja wie so oft gesagt die von der Mehrheit gewollte Regierung ist.. und man trotz allem Mist nichts unternimmt sondern darauf setzt das die nächste Wahl alles ändert .... man wechselt aber seit Jahren nur die Lügner aus, nicht das Problem...

  3. #563
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
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    Zitat Zitat von Apokus Beitrag anzeigen
    man wechselt aber seit Jahren nur die Lügner aus, nicht das Problem...
    Problem 1: Wo einem nur Lügner angeboten werden, kann man auch nur zwischen Lügnern wählen!
    Problem 2: Sagt doch einer mal die Wahrheit ist das zu 99% sein politisches Todesurteil.Man wählt die, welche Besserung versprechen nicht die Schwarzmaler (ob sie recht haben ist dabei egal)!
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  4. #564
    Oberfeldwebel
    Avatar von ahits
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    Zitat Zitat von camionero Beitrag anzeigen
    warum nennst du uns idioten ?

    Auch wenn wir nicht wollten müssten wir uns damit abfinden.
    Auch ich nenne jeden mit dieser Einstellung einen Idioten.

    Die Masse kann durchaus etwas ändern, sie tut es nur nicht gemeinsam, das Volk lässt sich in Gruppen aufteilen und gegeneinander aufhetzen.
    Nur mal als Beispiel: Tage bevor Merkel letztes Jahr die staatliche Garantie für alle Guthaben (wir bürgen für uns selbst) im TV verkündete, war das System ganz knapp vor dem Kollaps.
    Warum? Weil viele Menschen ihr Vertrauen in Banken verloren haben und ihr Geld abgezogen haben, sprich ausgezahlt in bares, und da wir über 90% nur Buchgeld haben ist das logischerweise nicht lange möglich.
    Jetzt nur mal Theorie, hätte sich das Volk nicht blenden lassen, sondern hätte das gemeinsam weiter gemacht, wäre nur ein paar Tage später das Finanzsystem kollabiert, dann wären die Geldautomaten leer gewesen.
    Völlig unabhängig ob das jetzt gut oder schlecht gewesen wäre, ob das erstmal schlimme Konsequenzen gehabt hätte oder nicht, egal wie man es findet - das VOLK hat es in der Hand, es muss nur geschlossen auftreten.
    Ich will damit nur eins sagen: das Volk kann durchaus sehr viel erreichen.

    Nur Theorie: Genauso kann das arbeitende Volk auch einfach bis auf die lebensnotwendige Industrie (Nahrung/Versorgung) die Arbeit einstellen - die Fliessbänder stehen einfach still, keine neuen Autos usw. mehr, was hätten denn Politik und Arbeitgeber entgegen zu setzen? 30 Mio. verklagen wegen illegalem Streik?
    Erinnert sich jemand an letzten Sommer an die extrem hohen Spritpreise, hat jemand gesehen was in Spanien passiert ist? Die LKW Fahrer haben dagegen protestiert, indem sie auf sämtlichen Autobahnen und wichtigen Strassen quer geparkt und alles blockiert haben, nur Rettungswagen etc. hat man durchgelassen.
    Da waren nur tausende Menschen beteiligt, selbst da kann die Justiz kaum handeln.

    Wer also glaubt, es sei doch nix zu ändern, der ist, so Leid mir das tut, ein Idiot.
    Es geht sehr wohl, allerdings ist es nicht einfach und man muss mehr tun als nur vor der Glotze hängen

  5. #565
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    http://www.youtube.com/watch?v=Lsl89kalliY

    Zitat Zitat von Keerulz Beitrag anzeigen
    Ob das die Lösung ist!?
    Eine Bad Bank ist eine vom Steuerzahler betriebene Kläranlage für den stinkenden Auswurf der Finanzindustrie. "Notleidenden" Banken in Krisenzeiten auszuhelfen ist das eine, aber als dauerhafte Einrichtung halte ich das für falsch.

    Also ich fände es ja eine bessere Idee diese Kasino-Zockerei auf Kosten von Allgemeinheit und Realwirtschaft so unattraktiv wie möglich zu machen, z. B. indem man an den Höchststeuersätzen schraubt.
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  6. #566
    Feldwebel
    Avatar von XXXNA
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    Die Steuerhöchstsätze hochzuschrauben, trifft doch alle.... Dieser Gedanke basiert doch nur auf Neid und nicht auf rationalem Handeln.

    Man muss die Anreizsysteme anders setzen. Langfristigkeit muss sich auch für die Topleute mehr lohnen als Kurzfristigkeit.
    ]

  7. #567
    Mainforum-Moderator
    Avatar von Apokus
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    Zitat Zitat von ahits Beitrag anzeigen

    Völlig unabhängig ob das jetzt gut oder schlecht gewesen wäre, ob das erstmal schlimme Konsequenzen gehabt hätte oder nicht, egal wie man es findet - das VOLK hat es in der Hand, es muss nur geschlossen auftreten.
    Ich will damit nur eins sagen: das Volk kann durchaus sehr viel erreichen.
    Nich unseres... uns werden die Grundgesetze Stück für Stück demontiert und der Polizeistaat wird von einem anscheinend traumatisierten und am Verfolgungswahn leidenden Innenminister realisiert und alle schreien hurra...
    Man schürt ja genug günstige Angst (damals der pöse russe, dann der pöse Terrorismus nun lenkt die Wirtschaftskrise genug in den Angst Sektor, Iran und Nordkorea lassma mal außen vor), erzählt Halbwahrheiten, lässt das BKA in Prozessen in diese Richtung beweise fälschen ( das ist Fakt siehe Prozess gegen die "mg" ) und verkauft das Volk stückchenweise für Dumm indem man ja nie weiss was morgen passiert
    Wie man von Oma und Opa hört "könnte es ja schlimmer sein" .... jo Schäuble könnte die ersten KZs für Muslime einrichten.. wobei selbst dann würd man wie 70 Jahre zuvor sicher auch schweigen und alles mit sich machen lassen..

    Und auch die beiden Probleme bei Duke... sie sind nicht unlösbar... man müsste nur aufhören als kollektives Volk von Idioten aufzutreten. Da das nicht stattfindet... "wir Idioten" .

  8. #568
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Zitat Zitat von Derksowitch Beitrag anzeigen
    Die Steuerhöchstsätze hochzuschrauben, trifft doch alle....
    Nicht wirklich, damit waren ja nicht die einfachen Einkommens- oder Vermögenssteuern gemeint, sondern Steuern auf die riskanten Spekulationsgeschäfte die für die derzeitige Krise mitverantwortlich sind. Wenn so etwas so hoch besteuert wäre, dass ein Großteil der dadurch erzielbaren Gewinne von Steuern aufgefressen würden, so wäre das "Spielkasino" weitgehend trockengelegt. Wer bodenständigere Anlagemöglichkeiten nutzt wäre davon dann ja gar nicht betroffen.

    Wer trotzdem auf Glücksspiel aus ist kann diesen Drang ja in Las Vegas, Macao oder der nächsten Spielhalle ausleben ohne dabei die Gesundheit ganzer Volkswirtschaften zu riskieren.
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  9. #569
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
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    Zitat Zitat von Apokus Beitrag anzeigen
    Und auch die beiden Probleme bei Duke... sie sind nicht unlösbar... man müsste nur aufhören als kollektives Volk von Idioten aufzutreten. Da das nicht stattfindet... "wir Idioten" .
    Unlösbar ist das sicher nicht....aber ziemlich...weil Du schon richtig erkannt hast:
    Die Menschen sind zum grossen Teil schlichtweg dumm, das ist ein Fakt.


    Zitat Zitat von ahits
    Erinnert sich jemand an letzten Sommer an die extrem hohen Spritpreise, hat jemand gesehen was in Spanien passiert ist? Die LKW Fahrer haben dagegen protestiert, indem sie auf sämtlichen Autobahnen und wichtigen Strassen quer geparkt und alles blockiert haben, nur Rettungswagen etc. hat man durchgelassen.
    Ist ja nicht so das es bei uns sowas nicht gibt. Siehe Milchbauern. Bei uns ist halt einfach nur die Schmerzgrenze etwas höher als in anderen Regionen.
    Schadenur das in beiden Fällen der gewünschte Effekt ausblieb.
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  10. #570
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    Avatar von Keerulz
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    Washington (BoerseGo.de) – Laut der Chefin der US-Börsenaufsicht SEC, Mary Schapiro, müssen die Regeln für die Bonitätseinstufung durch die Ratingagenturen verbessert werden. Der gegenwärtige Standard sei nicht gut genug, so die SEC-Chefin. Den Ratingagenturen Moody’s Investor Service, Standard & Poor’s und Fitch Ratings ist vorgeworfen worden, bei der Kenntlichmachung von Risiken bei problematischen Finanzprodukten versagt zu haben.

    Zu solchen problematischen Finanzprodukte zählen zum Beispiel mit Hypotheken besicherte Wertpapiere. Die Ratingagenturen sollen solchen Produkten selbst dann noch hohe Bewertungen gegeben haben, als deren Wert verfiel. Die mit Hypothekenforderungen besicherten Finanzprodukte haben das Vertrauen der Investoren im Markt erschüttert, so Schapiro.

  11. #571
    Oberfeldwebel
    Avatar von Time
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    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Nicht wirklich, damit waren ja nicht die einfachen Einkommens- oder Vermögenssteuern gemeint, sondern Steuern auf die riskanten Spekulationsgeschäfte die für die derzeitige Krise mitverantwortlich sind. Wenn so etwas so hoch besteuert wäre, dass ein Großteil der dadurch erzielbaren Gewinne von Steuern aufgefressen würden, so wäre das "Spielkasino" weitgehend trockengelegt. Wer bodenständigere Anlagemöglichkeiten nutzt wäre davon dann ja gar nicht betroffen.

    Wer trotzdem auf Glücksspiel aus ist kann diesen Drang ja in Las Vegas, Macao oder der nächsten Spielhalle ausleben ohne dabei die Gesundheit ganzer Volkswirtschaften zu riskieren.
    Ich bin gegen eine höhere Besteuerung bei Spekulationsgeschäften weil es wirklich nicht nur die richtigen trifft.
    Wenn Derkso sagt es trifft jeden dann stimmt das insofern, das es jeden Händler trifft.

    Händler und Privatinvestoren die "Spekulieren" und somit auch ein hohes Risiko tragen und bei Fehlspekulation im gegensatz zu den Banken die volle Konsequenz bis zur Pleite tragen ,können wenig für diese Finanzkrise.

    Wenn dann sollte man, den Banken die nicht die volle Konsequenz einer Fehlspekulation tragen können weil ihr Bestand ausschlaggebend ist für die stabilität des Systems, das Spekulieren in diesem Ausmaß verbieten.


    Händler jetzt mit hohen Steuern ins Kasino zu Verlagern, mit dem Ziel Volkswirtschaften zu schützen ist auch nicht richtig.

    Zumal das Spekulieren an der Börse mit dem zocken in las vegas nicht vergleichbar ist.
    Geändert von Time (15.04.2009 um 19:06 Uhr)

  12. #572
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Zitat Zitat von camionero Beitrag anzeigen
    Ich bin gegen eine höhere Besteuerung bei Spekulationsgeschäften weil es wirklich nicht nur die richtigen trifft.
    Wenn Derkso sagt es trifft jeden dann stimmt das insofern, das es jeden Händler trifft.

    Händler und Privatinvestoren die "Spekulieren" und somit auch ein hohes Risiko tragen und bei Fehlspekulation im gegensatz zu den Banken die volle Konsequenz bis zur Pleite tragen ,können wenig für diese Finanzkrise.

    Wenn dann sollte man, den Banken die nicht die volle Konsequenz einer Fehlspekulation tragen können weil ihr Bestand ausschlaggebend ist für die stabilität des Systems, das Spekulieren in diesem Ausmaß verbieten.


    Händler jetzt mit hohen Steuern ins Kasino zu Verlagern, mit dem Ziel Volkswirtschaften zu schützen ist auch nicht richtig.

    Zumal das Spekulieren an der Börse mit dem zocken in las vegas nicht vergleichbar ist.
    Natürlich ist es vergleichbar. Der Unterschied ist nur, dass man in Las Vegas wohl nicht mit so hohen Beträgen hantiert und dort höhere Steuern anfallen. Es gibt im Gegensatz zu manchem regulären Glücksspiel zwar so etwas wie auf Sachkenntnis gestützte Vermutungen, was aber im Endeffekt auch nur raten ist. Was passiert wenn viele sich dabei verschätzen sieht man ja zur Zeit ganz gut.

    Klar würde eine höhere Besteuerung solcher Spekulationen auch die betreffen, der nichts oder kaum etwas für die derzeitige Krise können. So ist das bei Gesetzesänderungen aber immer, wo gehobelt wird fallen nun mal Späne. Ein absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger betrifft schließlich auch Leute die mit geringen Mengen Alkohol im Blut noch problemfrei fahren können, das ändert aber nichts an der Richtigkeit einer solchen Regelung.
    Meines Erachtens nach ist die Stabilität der Gesamtwirtschaft ein deutlich höheres Gut als die Freiheit zum Zocken für irgendwelche Privatinvestoren. Da hängen ja nicht nur die Gewinne irgendwelcher Firmen sowie Arbeitsplätze dran, sondern auch so Sachen wie die private Altersversorgung von Millionen von Menschen.

    Die Idee mit der Betragsgrenze für Spekulationsgeschäfte scheitert ja schon an der Bestimmung des genauen Betrages. Da spielen zu viele Variablen eine Rolle als das man das immer so genau festlegen könnte. Der Verwaltungsaufwand um zu überprüfen, dass sich auch jedes Kreditinstitut und jeder Versicherer daran hält dürfte auch nicht gerade ohne sein.

    @Keerulz: "Den Ratingagenturen Moody’s Investor Service, Standard & Poor’s und Fitch Ratings ist vorgeworfen worden, bei der Kenntlichmachung von Risiken bei problematischen Finanzprodukten versagt zu haben."

    Das klingt fast so als ob das keine Absicht gewesen wäre. ^^''
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  13. #573
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    Avatar von Psycho Joker
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    Zitat Zitat von Apokus Beitrag anzeigen
    Man schürt ja genug günstige Angst
    Aha aha, hmmmm, da fällt mir doch der davorstehende Satz ein:
    uns werden die Grundgesetze Stück für Stück demontiert und der Polizeistaat wird von einem anscheinend traumatisierten und am Verfolgungswahn leidenden Innenminister realisiert und alle schreien hurra...

    Bitte sprich weiter zu uns von der Wahrheit, o großer Prophet der Apokus-rants!
    Ich bin ganz gespannt auf #5!!
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  14. #574
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    Avatar von Apokus
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    Ach komm.. du kannst eh den Kopp dicht machen ^^
    Von dir kommt mehr als genug schmarn hier ^^
    Du weisst eh immer alles und alle anderen sind bei dir eh "dumm"... wenn ich deine Posts ab und wann mal zum lesen aufklappe muss ich immer an den Spruch denken das nichts gerechter verteilt ist als die Intelligenz... jeder meint er habe genug davon... du denkst das sicher auch.. ^^

    Meine Aussage dir gegenüber zu erklären damit sie auch für dich verständlich ist lohnt sich nicht, die Diskussion würd ich dank browseraddons eh nicht mitkriegen ^^ ( bei der Gelegenheit würds mich mal wieder interessieren warum irgendwelche Personen ohne sichtbare Kennzeichnung als Mod oder Admin gelten ^^ nicht jeder macht sich die Mühe n Addon zu suchen mit dem man sowas easy Ignorieren kann )

  15. #575
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    hört doch mal auf mit eurem gezicke

    @ Topic

    die Erholung an der Börse und teilweise in der Realwirtschafft (USA) hält weiter an. Viele reden schon von dem Ende der Krise bzw. von Bodenbildung. Ich Persönlich denke das wir auf jedenfall das schlimmste gesehen haben! Ich glaube es wäre schon noch zu früh vom Ende zu sprechen, dennoch geht es langsam aber sicher wieder aufwärts!
    Den ein oder anderen Tiefschlag (Arbeitslosenzahlen) werden wir sicher noch hinn nehmen müssen. Aber wir sind doch mittlerweile schlechte Nachrichten gewohnt...

    Ich bleib dabei: 2010 werden wir die Krise weitgehend überstanden haben!

    Hier ein Artikel über den Heutigen Tag an der Börse + Nachrichten zur aktuellen Konjunktur.

    New York (BoerseGo.de) - Die Wall Street folgte heute wieder dem gestrigen Muster. Lange Zeit bewegten sich die Kurse eher unschlüssig, bekamen aber dennoch die Kurve und legten wieder einen Endspurt hin. Wieder musste der Aktienmarkt heute eine Vielzahl von Nachrichten verarbeiten, die sowohl den Bullen als auch den Bären Futter lieferte. Der Saldo lag aber deutlich auf der positiven Seite, was zu den - inzwischen fast schon wieder gewohnten - Kursgewinnen führte.


    JP Morgan und Nokia heben die Stimmung

    Die Nachricht des Tages kam von JP Morgan. Der Finanzkonzern übertraf sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen der Analysten deutlich und schaffte damit dasselbe Kunststück wie Goldman Sachs am Montag und Wells Fargo vergangene Woche. Die länger werdende Reihe von Großbanken, die wieder sprudelnde Gewinne melden, ist auch ein gutes Omen für die Konjunktur.

    Eine weitere gute Unternehmensnachricht kam heute aus Finnland. Der Weltmarktführer Nokia verkündete, die Nachfrage nach Handys, die zuletzt stark unter der Rezession gelitten hatte, stabilisiere sich wieder. Das freute nicht nur die Aktionäre der Konkurrenten, sondern auch der Komponentenhersteller (etwa Chips). Da Handys Teil des täglichen Lebens sind wurde die frohe Botschaft aus Finnland auch als ein gutes Zeichen für den Konsum im allgemeinen und die Technologienachfrage im besonderen verstanden. Kein Wunder also, dass besonders die technologielastige Nasdaq heute wieder in den Rallye-Modus schwenkte.

    Entspannung der Arbeitsmarkt?

    Eine ungewohnt positive Nachricht kam auch vom Arbeitsmarkt. Dort zeichnet sich anscheinend eine Entspannung ab. Jedenfalls fielen die - wie jeden Donnerstag gemeldeten - wöchentlichen Arbeitslosenmeldungen auf 610.000 (Vorwoche 663.000 , Konsenserwartung: 660.000). Die Zahl der kontinuierlich gemeldeten Empfänger von Arbeitslosengeld stieg allerdings noch um 172.000 auf 6,022 Millionen.

    Gestern New York, heute Philadelphia

    Im Laufe des Nachmittags kam ein weiteres Anzeichen für eine baldige Wende der Konjunktur. Der Index der Philadelphia Fed, der, der dort die Industrieaktivität misst, sprang im April auf minus 24,4 (März: minus 35,0). Die Volkswirte hatten bloß mit einer Verbesserung auf minus 32,0 gerechnet. Werte unter Null bedeuten zwar, dass die Wirtschaft in dem amerikanische Ballungsgebiet noch schrumpft, die Fallgeschwindigkeit hat sich aber deutlich verringert. Besonders erfreulich: Der Erwartungsindex (für die kommenden sechs Monate) kletterte von plus 14,5 auf plus 36,2. Bereits gestern zeigte ein ähnlicher Industrie-Index aus New York eine vergleichbare Verbesserung.


    Bodenbildung bei Eigenheimen?

    Die bereits vor Börsenbeginn gelieferten Meldungen von der Immobilienfront wirkten vor diesem Hintergrund wie ein Ausrutscher. Die Baugenehmigungen sanken im März um 9,0 Prozent auf 513.000 (Februar: 564.000, Konsens: 549.000). Die März-Baubeginne fielen um 10,8 Prozent auf 510.000 (Februar: 572.000, Konsens: 540.000). Volkswirte fanden aber dennoch einen Lichtblick in den Zahlen. Der Rutsch konzentrierte sich auf Apartmenthäuser, der Bau alleinstehender Eigenheime stagnierte auf dem Vormonats-Niveau und blieb damit über dem Tief vom Januar. Anscheinend zeichnet sich auch dort eine Bodenbildung ab.


    Erfolgreiche IPO

    An der New York Stock Exchange gab es ein weiteres positives Signal, nämlich ein erfolgreicher Börsengang (IPOs) - ein Seltenheit heutzutage. Rosetta Stone Inc, ein Spezialist für Sprachlern-Software, startete heute an der New York Stock Exchange mit einem Ausgabekurs von 18 Dollar und sprang inzwischen laut Reuters über 25 Dollar. Das war ein Kursgewinn von 42 Prozent und damit die beste IPO seit dem Start des Düngemittel-Herstellers Intrepid Potash im April 2008.


    Die Kraft der Fakten

    Da die Anzeichen einer konjunkturellen Wende täglich zahlreicher werden, rufen immer mehr Experten den Beginn eines nachhaltigen Bullenmarktes aus, darunter Crispin Odey. Der Londoner Hedgefonds-Manager kam im vergangenen Jahr zu Ruhm und Vermögen, weil er durch Leerverkäufe gegen die britischen Banken gewettet („geshortet“) hat. Laut Wall Street Journal erklärte Odey, die aktuelle Rallye an der Wall Street und den restlichen Weltbörsen könnte das erste Anzeichen eines neuen Bullenmarktes sein. „In weniger als einem Monat hat sich vieles geändert“, schrieb der Fondsverwalter in seinem monatlichen Report. Ähnlich äußerten sich in den vergangenen Wochen bereits der Analyst Ed Yardeni oder der Fondsmanager Mark Mobius.

    was meint ihr? Haben wir das schlimmste nun überstanden?

  16. #576
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    Avatar von Touji
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    Für die Großbanken vielleicht, für die Steuerzahler und Teile der Realwirtschaft werden die Folgen wohl noch einige Jahre spürbar sein, vermute ich mal. Es würde mich auch nicht wundern wenn es bald eine überdurchschnittlich starke Inflation geben würde, weil zu viel Geld in den Markt gepumpt wurde. Meine Kristallkugel ist aber leider gerade in der Reparatur, deshalb könnte meine Prognose u. U. von der Zukunft abweichen.
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  17. #577
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    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Es gibt im Gegensatz zu manchem regulären Glücksspiel zwar so etwas wie auf Sachkenntnis gestützte Vermutungen, was aber im Endeffekt auch nur raten ist.
    Was ist denn nicht Raten und prognostizieren in unserem Wirtschaftssystem ?

    Die Möglichkeit auf Sachkenntniss gestützte Vermutungen aufstellen zu können wie du es nennst, macht den enormen Unterschied doch gerade aus ! Frag doch mal unseren Kee ob er bereit ist seine Aktien der DB zu verkaufen und sich mit dem Kapital an den Blackjacktisch zu setzen.

    Der Vergleich von Wertpapieren die meinetwegen auch Spekulativerer Natur sind als Aktien, und dem zockem im Casino ist auch deshalb schwierig, weil diese Finanzinstrumente auch wirtschaftliche und nutzvolle Funktionen erfüllen können, wie z.b die Absicherung und Versicherungsfunktion.

    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Was passiert wenn viele sich dabei verschätzen sieht man ja zur Zeit ganz gut.
    Nein das was passiert ist, ist nicht passiert, weil viele sich verschätzt haben sondern weil sich die Banken verschätzt haben !



    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen

    Meines Erachtens nach ist die Stabilität der Gesamtwirtschaft ein deutlich höheres Gut als die Freiheit zum Zocken für irgendwelche Privatinvestoren. Da hängen ja nicht nur die Gewinne irgendwelcher Firmen sowie Arbeitsplätze dran, sondern auch so Sachen wie die private Altersversorgung von Millionen von Menschen.
    Die Freiheit zum Spekulieren der Privatinvestoren Opfern und damit Stabilität und Integrität der Finanzmärkte sichern ... Ich wäre sofort dabei ! Aber das funktioniert nicht.

    Es bringt nichts wenn man das Kurzfristig ausgelegte Handeln mit irgendwelchen attraktivitätssenkenden hohen Steuern langfristiger machen will.

    Eine Spekulation bleibt eine Spekulation. Was Bringt es wenn sich die Blase statt in 5 Jahren in 15 Jahren aufbaut, aber dann umso Konzentrierter ist und platzt ?

    So ein platzen ist dann viel destruktiver und fataler, weil sich in der Längeren Zeit viel mehr Kapital in die Blase pumpen lässt. So hätten wir Krisen die nicht so häufig auftreten aber umso Heftiger und Konzentrierter sind.

    Das Argument man hätte mehr Zeit zu Intervenieren bringt hoffentlich keiner.
    Geändert von Time (17.04.2009 um 17:13 Uhr)

  18. #578
    Oberfeldwebel
    Avatar von ahits
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    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Für die Großbanken vielleicht, für die Steuerzahler und Teile der Realwirtschaft werden die Folgen wohl noch einige Jahre spürbar sein, vermute ich mal. Es würde mich auch nicht wundern wenn es bald eine überdurchschnittlich starke Inflation geben würde, weil zu viel Geld in den Markt gepumpt wurde. Meine Kristallkugel ist aber leider gerade in der Reparatur, deshalb könnte meine Prognose u. U. von der Zukunft abweichen.
    Ich denke die Inflation sieht man aktuell an der Börse.
    Die Banken haben riesige Summen aus Rettungspaketen etc. erhalten, Kredite dagegen werden kaum mehr vergeben, die Zinsen dafür fallen auch nicht, zudem ist der Leitzins weit unten und die Banken können sich für wenig Zinsen auch noch Geld von der EZB leihen - das Geld wird investiert, Börse stützen, vor allem die eigenen Kurse.
    Durch die neuen Abschreibungsregeln für Banken, durch die man Anlagen nicht mehr zum aktuellen Marktwert bewerten muss, sondern die Bewertung in der Bilanz auch beim Kaufpreis lassen kann, müssen die Banken auch kaum noch Abschreibungen vornehmen.
    Die neuen Bilanzierungs"regeln" wären in der Realwirtschaft undenkbar, man stelle sich vor der Supermarkt schreibt das vergammelte Gemüse und Obst nicht ab sondern schweisst es ein, verpackt es in Kisten und lagert es im Keller ein - in der Bilanz steht es dann natürlich weiter zum EK als Warenbestand.
    Man muss mal darüber nachdenken, das dadurch die Banken natürlich stetig mehr Vermögenswerte besitzen und dementsprechend nach Bilanz immer mehr wert werden.
    Auf Dauer aber, das sollte jeder logisch nachvollziehen können, ist das eine riesige Luftnummer.

    Selbst wenn wir 2010 wieder im Boom sind, die nächste Blase wird bereits jetzt mit neuer Luft gefüllt, und zwar einer ganzen Menge, und die wird auch wieder platzen. Wann weiss keiner, aber was wird dann gemacht?
    Natürlich kann es 2010 wieder aufwärts gehen, aber denkt auch jemand etwas weiter? Von Dauer kann der nächste Aufschwung nicht sein, denn das was die Politik da verzapft hat nix mit solider Wirtschaftspolitik zu tun.
    Die ganzen Subventionen durch Rettungspakete werden auch bleiben, genauso wie der Soli als Subvention für den Osten nicht abgeschafft wird, weil ohne das Geld der Osten erstmal zusammenbrechen würde. Genauso kann man die Abwrackprämie nicht am 1.1.2010 einstellen, die Autoindustrie würde gleich wieder einbrechen.

    nur meine Meinung^^

  19. #579
    N4z!s raus!
    Avatar von Keerulz
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    Bin mal echt gespannt wie bzw. ob die Banken den Stress test bestehen.
    Bei dem Stress-Test wurden verschiedene Szenarien durchgespielt, wie die Bank-Bilanzen darauf reagieren, wenn die US-Arbeitslosigkeit weiter steigt, also welche Ausfälle bei Verbraucher- und Immobilienkredite dann entstehen. Je höher die unterstellte Arbeitslosigkeit in den Szenarien ist, desto höher die Risiken für die Banken und damit deren Bedarf an frischem Kapital, das die Rechte der anderen Aktionär verwässert.. Spekulationen und Gerüchte über den Ausgang des Tests bringen die Aktienmärkte schon seit Woche in Schwingungen - so auch heute.

  20. #580
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    @ Besteuerung:
    Im Rahmen der "Entflechtung der Deutschland AG" hatte die SPD/ Die Grünen - Regierung die Besteuerung von Gewinnen aus Unternehmensveräußerungen (28%) abgeschaft (1999). Mutmaßliches Ziel war unter anderem, die damals sehr aktuelle Spendenaffaire der CDU und alte Seilschaften aus der Ähra Kohl aufzulösen. Offizielles Ziel war, den Standort Deutschland für ausländische Investoren attraktiv zu machen. Kaum jemand hat protestiert. Allein Herr Wiedekind "der alte Kommunist" (Zitat Georg Schramm) ist auf die Barikaden gestiegen. (bdw: Herr Wiedekind ist der Chef von Porsche)
    Der Schuss ging ordentlich nach Hinten los. Der erste ausländische "Investor" war die erste feindliche Übernahme in Deutschland von Mannesmann durch Vodafone. Die Industriesparten von Mannesmann wurden scheibchenweise verklingelt. Zwischenzeitlich kamen andere Investoren. Diese haben zahlreiche Unternehmen ruiniert. (z.B. Grohe, Mauser Behälterbau, Vacuumschmelze, Märklin, Tank & Rast) Ausgerechnet Herr Müntefering (auch SPD und Mitinitiator dieser Aktion) stellt sich Jahre später hin und schimpft auf die Heuschrecken.

    Weiteres leckeres Beispiel war die bevorstehende Übernahme der Deutschen Bank. Die Deutsche Bank war damals in Kritik geraten, als sie trotz Milliardengewinnen 5000 Leute entlassen wollte (hat?). Der Vorwand für die Entlassungen war, dass auch ein gesundes Unternehmen nicht vor einer Übernahme sicher sein kann. Da braucht es mehr als eine ausgeglichene Bilanz. Die Shareholder wollen Dividende sehen. Als Interessent war erst die BNP Paribas und dann die Citigroup im Gespräch.
    Der Schock von Mannesmann saß tief im deutschen Management. Kurioser Weise saß Herr Ackermann aber nicht mehr bei Mannesmann, sondern nun bei der Deutschen Bank. Man hat ihn unmittelbar nach der angekündigten Übernahme vor Gericht gezerrt und ihm wegen Mannesmann den Prozess gemacht. Dort ist das berühmte Foto mit dem Victory-Zeichen von ihm entstanden. Von einer Übernahme war schlagartig nichts mehr zu hören.

    "Walle, Walle Wasser fließe..." fällt mir dazu ein. Und das Ende dieses Gedichts von Goethe: "Die Geister die ich rief, werd´ ich nun nicht los." Wer mal etwas richtig ekelhaftes lesen will, der soll sich mal informieren wie die Private Equity Unternehmen arbeiten. Ein sehr "netter" Investor im Immobilienbereich ist Lone Star. Diese Geschäftspraktiken sind allein wegen fehlender Steuern so attraktiv. Als es noch eine enge Verzahnung zwischen deutschen Kreditinstituten, Sparkassen und Unternehmen gab und die absolute Mehrheit der Privatpersonen ihr Geld aufs Sparbuch, anstelle zur Börse getragen haben, lief es insgesammt deutlich stabiler ab. Wer gleichzeitig 10% auf die Kapitalanlage haben will und sich über sinkende Realeinkommen aufregt, gehört öffentlich ins Gesicht gespuckt.
    "War does not determine who is right - only who is left" -Burtrand Russell

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