+ Antworten
Seite 10 von 18 ErsteErste ... 67891011121314 ... LetzteLetzte
Ergebnis 181 bis 200 von 358
Like Tree27x Danke

Erdbeben in Japan - 8.8 auf Richter

Eine Diskussion über Erdbeben in Japan - 8.8 auf Richter im Forum Politik & Weltgeschehen. Teil des Off Topic-Bereichs; Zitat von Stummp Spoiler: hab herzhaft gelacht ik finds lustig x'D...

  1. #181
    Der Pate
    Avatar von .P.A.T.
    Registriert seit
    29.05.2009
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    25.844
    Name
    Pætrick
    Nick
    KameradPat
    Clans
    UF-Sc
    Zitat Zitat von Stummp Beitrag anzeigen
    Spoiler:
    hab herzhaft gelacht
    ik finds lustig x'D
    When I get sad, I stop being sad and be awesome instead.
    Meine Animeliste


  2. #182
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
    Registriert seit
    24.03.2005
    Alter
    27
    Beiträge
    5.785
    Nick
    ^SonGohan
    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Achgut.com ist halt Achgut.com; aber das MIT ist sehr wohl ein glaubhafte wissenschaftliche Quelle was technische Belange angeht. Da kannst du noch so sehr gegen achgut.com unken.
    Und wenn Gott die Quelle darstellen würde, wär mir das egal. Gott auf einer unsicheren Faktenlage spekuliert. Es ist auch keine Stellungnahme des MIT, sondern die persönliche Einschätzung des zitierten Mitarbeiter und das aus zweiter Hand. Das alles ist ja an sich nichts schlimmes, das gehört zur zeitnahen Berichterstattung hinzu, es ging wie du so schön bschreibst um "achgut.com". Es ist einfach nur bezeichnend, eine Ansammlung von Islamphobie und Klimawandelleugnung. „Gutmenschentum“ und „Appeasement“, wie ich bereits sagte: Einfach nur bezeichnend.

    Zitat Zitat von MrYuRi Beitrag anzeigen
    Gas ist ein sehr interessanter Energieträger. Unter anderem aufgrund der Tatsache, dass vor der Finanzkrise u.a. der Ölpreis extrem angestiegen war, wurde die Erschließung von Gasvorkommen, welche vorher als unrentabel erachtet wurden, erstrebenswert. Insbesondere wurde stark in neue Techniken der Gasgewinnung investiert, mit der Folge, dass heute deutlich wirtschaftlichere Technologien zur Verfügung stehen. Sehr interessant ist vor allem die Gewinnung von Gas aus Schiefergestein. Und davon haben wir in Deutschland eine ganze Menge, so dass wir uns auf lange Zeit auch unabhängig vom Ausland machen könnten - ich denke da vor allem an die Pipeline mit Russland.

    Was Kohlekraftwerke angeht: Auch hier hat die Technologie deutlich aufgeholt. Ferner erachte ich das CO2-Argument nicht als besonders bedeutend. Der Einfluss des Menschen auf das Klima ist völlig ungeklärt - wir wissen im Prinzip nichts, aber es gibt viele Theorien - und einen Klimawandel hat es auch schon vor der Menschheit gegeben. Ich denke, wir schmeissen aufgrund einer Klima-Hysterie Milliarden zum Fenster raus. Das muss endlich aufhören.
    Gas ist als Ersatz für die Kernenergie ein höchst uninteressanter Energieträger, da selbst GuD Kraftwerke kaum bis garnicht Grundlastfähig sind. Zudem ist für die Gasgewinnung und der Transport relativ viel Energie von Nöten. Nichtsdestotrotz wird Gas Kraftwerktechnich für die Spitzenlast und Mittellast vorallem in Form von GuDs eine bedeutende Rolle spielen. Deine Inkompetenz im technischen Bereich ist ja noch desaströser als in allen anderen Disziplinen, in gewisser Weise eine Meisterleistung.

    Deine "Klima-Hysterie" ist leider erwiesene Realität, über 95% der akademischen Welt steht hinter den Einfluss des Menschen seit der Industralisierung und die entscheidenen Unterschiede zur bisherigen Klimaveränderungen auf den Planeten sind in der Regel selbst für den größten Vollidioten einleuchtend, Ausnahmen bestätigen die Regel. Mehr und umfangreicher kannst du in den Thread nachlesen, in den es um die IPCC Berichte ging. Entscheidend ist das Kohlekraftwerke wesentlich schneller vom Netz kommen müssen, als die Kernkraftwerke, die für industrielle Flächenländer wie Deutschland für die nächsten 20-30 Jahre als Übergangslösung dienen müssen. Dann wird man in Deutschland in der Lage sein sich langsam, aber sicher von der Kernkraft zu verabschieden, vorrausgesetzt natürlich man beginnt nun endlich mit den vielseitigen, nötigen Maßnahmen bzw. beschleunigt sie durch bessere Förderung und Aufklärung der Bevölkerung
    Geändert von SonGohan (20.03.2011 um 13:27 Uhr)

  3. #183
    Big & Tasty
    Avatar von baracuda
    Registriert seit
    10.11.2007
    Ort
    Köln
    Alter
    28
    Beiträge
    3.692
    Name
    Kevin
    Dein letzter Satz sagt schon woran es hapert @SonGohan.
    Förderung und Aufklärung, Forschung und Entwicklung.
    Das würde ich als Unternehmer in einem der großen Energiekonzerne auch nicht unbedingt schneller voran treiben wollen, wenn ich ein 30 Jahre altes Kraftwerk betreibe, welches mir Gewinne einspielt, von denen ich mir jeden Tag ne neue Jacht kaufen könnte.

    Wenn Atomkraft das sein soll, als was es hier immer verschrien wird, eine Übergangslösung, muss sie dramatisch verteuert werden, damit sich endlich mal jemand darum schert die Entwicklung der Alternativen vorran zu treiben.

  4. #184
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
    Registriert seit
    05.02.2008
    Beiträge
    6.266
    Jetzt treiben die selbst ernannten Hochgeister wieder die Klimasau durchs Dorf.....und noch keiner konnte erläutern warum die Natur trotzig die ca 2% CO2-Anteil vom Menschen nicht abbauen will und sich nur um seine eigenen 98% kümmern will.
    Und wie man diesen winzigen Anteil soweit senken will, so das es auch relevante Auswirkungen hat.
    Zum Nachrechnen:
    Den weltweiten CO2-Ausstoss um 1% zu reduzieren hiese den vom Menschen verursachten zu halbieren! Die paar AKWs sind da fürn Arsch als Klimaschutzargument.
    Wenn man von anderen Giftstoffen reden will, sollte man nicht vergessen das AKWs keine leckere Zuckerwatte als Abfall liefern. Man weiss immer noch nicht wohin mit dem Zeug. Die damit verbundenen Kosten kalkuliert auch keiner der Beführworter wirklich mit rein!
    Und dann wird behauptet AKWs liefern günstigen und Umweltfreundlichen Strom.....

    AKWs sind sicher noch notwendig, bis der Ausbau der Alternativen Energieträger weit genug durch ist. Bislang gab es da aber nur Verschleppungspolitik durch die Betreiber, gestützt durch unsere sauberen Volksvertreter.
    Statt auf Sicherheit wird nur auf Profit gesetzt.
    Keiner kann wirklich abschätzen, ob die alten AKWs die längeren Laufzeiten überhaupt packen.
    Statt die Entwicklung von AKWs zu fördern, die Bauartbedingt praktisch keine Kernschmelze verursachen können, setzt man auf die Modelle alla Fukushima, weil diese profitabler sind.
    Dabei können wir heute locker auf die 7 unsichersten AKWs verzichten, ohne das es auch nur ein bisschen zu Problemen führen würde, geschweige dann das wirklich Strompreise steigen müssten, wie gleich mal angekündigt wurde.
    Die Ganze Pro-AKW-Argumentation ist nicht weniger verlogen, wie die aktuelle Kontra-Schiene der Grünlinge mit ihrem Sofortausstieg.
    Never run a touching system!!

  5. #185
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
    Registriert seit
    24.03.2005
    Alter
    27
    Beiträge
    5.785
    Nick
    ^SonGohan
    Zitat Zitat von baracuda Beitrag anzeigen
    Dein letzter Satz sagt schon woran es hapert @SonGohan.
    Förderung und Aufklärung, Forschung und Entwicklung.
    Das würde ich als Unternehmer in einem der großen Energiekonzerne auch nicht unbedingt schneller voran treiben wollen, wenn ich ein 30 Jahre altes Kraftwerk betreibe, welches mir Gewinne einspielt, von denen ich mir jeden Tag ne neue Jacht kaufen könnte.

    Wenn Atomkraft das sein soll, als was es hier immer verschrien wird, eine Übergangslösung, muss sie dramatisch verteuert werden, damit sich endlich mal jemand darum schert die Entwicklung der Alternativen vorran zu treiben.
    Das ist die politische (wirtschaftliche), gesellschaftliche Frage, ich habe hier aber unter den technischen Aspekt argumentiert

    Zitat Zitat von Duke Fak Beitrag anzeigen
    Jetzt treiben die selbst ernannten Hochgeister wieder die Klimasau durchs Dorf.....und noch keiner konnte erläutern warum die Natur trotzig die ca 2% CO2-Anteil vom Menschen nicht abbauen will und sich nur um seine eigenen 98% kümmern will.
    Und wie man diesen winzigen Anteil soweit senken will, so das es auch relevante Auswirkungen hat.
    Zum Nachrechnen:
    Den weltweiten CO2-Ausstoss um 1% zu reduzieren hiese den vom Menschen verursachten zu halbieren! Die paar AKWs sind da fürn Arsch als Klimaschutzargument.
    Wenn man von anderen Giftstoffen reden will, sollte man nicht vergessen das AKWs keine leckere Zuckerwatte als Abfall liefern. Man weiss immer noch nicht wohin mit dem Zeug. Die damit verbundenen Kosten kalkuliert auch keiner der Beführworter wirklich mit rein!
    Und dann wird behauptet AKWs liefern günstigen und Umweltfreundlichen Strom.....
    Wenn ich mich recht erinnere warst du damals der amüsante Gesprächspartner, warum eigentlich zum Teufel ist hier niemand in der Lage sich wirklich zu belesen und nicht nur Körner herauszupicken. Ich habe keine Lust erneut den Unterschied zwischen natürlichen C02 Ausstoß und den kulturellen Überschuss von C02 bzw. anderer Treibhausgase, sowie zusätzliche Belastungen wie etwa Entwaldung, Überweidung, daraus entstehende und verstärkende Faktoren Desertifikation usw. Das die hiesige Energiepolitik ist untragbar, das gilt natürlich auch mit den Umgang mit der Atomenergie. Laufzeitverlängerungen wurden unter den falschen Gründen und Vorraussetzungen getroffen. Genauso wie die derzeitigen Debatten und Züge der Regierung die, nichts anderes als Wahlkampfgeschacher im deutschen Dauerwahlkampf.

  6. #186
    UF Supporter
    Avatar von MrYuRi
    Registriert seit
    17.07.2002
    Ort
    Passau
    Alter
    30
    Beiträge
    9.377
    Name
    Daniel
    Nick
    MrYuRi
    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Gas ist als Ersatz für die Kernenergie ein höchst uninteressanter Energieträger, da selbst GuD Kraftwerke kaum bis garnicht Grundlastfähig sind. Zudem ist für die Gasgewinnung und der Transport relativ viel Energie von Nöten. Nichtsdestotrotz wird Gas Kraftwerktechnich für die Spitzenlast und Mittellast vorallem in Form von GuDs eine bedeutende Rolle spielen. Deine Inkompetenz im technischen Bereich ist ja noch desaströser als in allen anderen Disziplinen, in gewisser Weise eine Meisterleistung.
    Gas: http://www.manager-magazin.de/politi...743545,00.html

    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Deine "Klima-Hysterie" ist leider erwiesene Realität, über 95% der akademischen Welt steht hinter den Einfluss des Menschen seit der Industralisierung und die entscheidenen Unterschiede zur bisherigen Klimaveränderungen auf den Planeten sind in der Regel selbst für den größten Vollidioten einleuchtend, Ausnahmen bestätigen die Regel. Mehr und umfangreicher kannst du in den Thread nachlesen, in den es um die IPCC Berichte ging. Entscheidend ist das Kohlekraftwerke wesentlich schneller vom Netz kommen müssen, als die Kernkraftwerke, die für industrielle Flächenländer wie Deutschland für die nächsten 20-30 Jahre als Übergangslösung dienen müssen. Dann wird man in Deutschland in der Lage sein sich langsam, aber sicher von der Kernkraft zu verabschieden, vorrausgesetzt natürlich man beginnt nun endlich mit den vielseitigen, nötigen Maßnahmen bzw. beschleunigt sie durch bessere Förderung und Aufklärung der Bevölkerung
    Einigkeit herrscht lediglich darüber, dass der Mensch das Klima beeinflusst. Wie stark ist völlig ungeklärt:

    Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.p...t_und_fiktion/
    Zitat Zitat von Dirk Maxeiner
    Was ist Konsens unter den Wissenschaftlern?

    Es herrscht Einigkeit darüber, dass der Mensch das Klima beeinflusst. Das hat er bereits in der Vergangenheit getan. Eine Weltbevölkerung von über sechs Milliarden Menschen tut es noch mehr. Lokale Veränderungen wie Entwaldung, Landwirtschaft, Überweidung, Bewässerung und wachsende Grossstädte tragen dazu genauso bei wie grossräumig wirkende Emissionen durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe oder die Haltung von Nutztieren. All dies kann direkte oder indirekte Auswirkungen auf das Klima haben. Einigkeit herrscht auch darüber, dass eine erhöhte Konzentration von Treibhausgasen tendenziell zu einer stärkeren Erwärmung der Atmosphäre führt. Alles andere ist umstritten. Keine Einigkeit herrscht insbesondere darüber, inwieweit der zusätzlich vom Menschen verursachte Treibhauseffekt durch andere künstliche oder natürliche Einflüsse verstärkt, abgeschwächt oder überlagert wird. Dies ist einer der Gründe, warum es eine so grosse Bandbreite der Prognosen für eine künftige Temperaturentwicklung gibt.
    Weiterhin gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob eine globale Erwärmung eher positive oder eher negative Auswirkungen für uns hätte.


    Ferner empfehle ich das Anschauen des folgenden Videos (Richard Lindzen vom MIT):




    Eine gute Übersicht mit vielen Informationen zum Klima-Wandel: http://www.achgut.com/dadgdx/index.p...klima_spezial/


    Zu der IPPC zitiere ich mal Helmut Schmid aus seiner Rede zum Festakt der Max-Planck-Gesellschaft (Verantwortung der Forschung im 21. Jahrhundert) vom 11. Januar 2011:

    Zitat Zitat von Helmut Schmidt
    [...] Zusätzlich zu all den vorgenannten, von Menschen verursachten Problemen, werden wir gleichzeitig beunruhigt von dem Phänomen der globalen Erwärmung und der ihr unterstellten Konsequenzen. Wir wissen, daß es natürlicherweise immer Eiszeiten und Warmzeiten gegeben hat; wir wissen jedoch nicht, wie groß gegenwärtig und künftig der von Menschen verursachte Beitrag zur heutigen globalen Erwärmung ist. Die von vielen Regierungen international betriebene sogenannte Klimapolitik steckt noch in ihren Anfängen. Die von einer internationalen Wissenschaftlergruppe (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) bisher gelieferten Unterlagen stoßen auf Skepsis, zumal einige der beteiligten Forscher sich als Betrüger erwiesen haben. Jedenfalls sind die von einigen Regierungen öffentlich genannten Zielsetzungen bisher weniger wissenschaftlich als vielmehr lediglich politisch begründet. Es scheint mir an der Zeit, daß eine unserer wissenschaftlichen Spitzenorganisationen die Arbeit des IPCC kritisch und realistisch unter die Lupe nimmt und sodann die sich ergebenden Schlußfolgerungen der öffentlichen Meinung unseres Landes in verständlicher Weise erklärt.

    Randbemerkung: Personen, die eine andere Meinung vertreten, als Vollidioten zu bezeichnen, ist schon etwas armselig.
    Geändert von MrYuRi (20.03.2011 um 13:50 Uhr)

  7. #187
    Stabsfeldwebel
    Avatar von Wilma
    Registriert seit
    02.02.2007
    Ort
    Ruhrpott
    Alter
    37
    Beiträge
    4.065
    Name
    Michael
    Nick
    dp.Mordred
    Clans
    dp.
    Zitat Zitat von MrYuRi Beitrag anzeigen

    Weiterhin gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob eine globale Erwärmung eher positive oder eher negative Auswirkungen für uns hätte.

    naja, also ich als laie halte zumindest nen kontext zum steigen der meeresspiegel für schlüssig und übel.
    ansonsten finde ich die diskussion und quellen ganz nett.
    www.die-philosoffen.com
    Wir zocken [ZH] [SC2] [EVE] [BF:BC2]
    Mindestalter: 21 Jahre

  8. #188
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
    Registriert seit
    24.03.2005
    Alter
    27
    Beiträge
    5.785
    Nick
    ^SonGohan
    Zitat Zitat von MrYuRi Beitrag anzeigen
    Gas: http://www.manager-magazin.de/politi...743545,00.html


    Einigkeit herrscht lediglich darüber, dass der Mensch das Klima beeinflusst. Wie stark ist völlig ungeklärt:

    Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.p...t_und_fiktion/


    Weiterhin gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob eine globale Erwärmung eher positive oder eher negative Auswirkungen für uns hätte.


    Ferner empfehle ich das Anschauen des folgenden Videos (Richard Lindzen vom MIT):



    Eine gute Übersicht mit vielen Informationen zum Klima-Wandel: http://www.achgut.com/dadgdx/index.p...klima_spezial/


    Zu der IPPC zitiere ich mal Helmut Schmid aus seiner Rede zum Festakt der Max-Planck-Gesellschaft (Verantwortung der Forschung im 21. Jahrhundert) vom 11. Januar 2011:




    Randbemerkung: Personen, die eine andere Meinung vertreten, als Vollidioten zu bezeichnen, ist schon etwas armselig.
    Ich bitte dich bitte deine Quelle hinsichtlich der Energiegewinnung durch Gas genau mit meinen Ausführungen zu vergleichen, sonst fühle ich mich gezwungen laut über dich zu lachen. Es ging nicht um die Wirtschaftlichkeit von Gasen, sondern darum das Gase als Grundlastträger ungeeignet sind und daher für die Debatte um Kernenergie drittrangig ist.

    „Achgut.com“ kannste mir noch nicht mal als Toilettenpapier andrehen, eine nichtige Quelle von unqualifizierten Journalisten verfasst. Der Konsens über den Einfluss des Menschen ist vorhanden, die aufgezählten Einflussfaktoren herrscht ebenfalls weitestgehende Einigkeit. Umstritten heißt bei den Herrschaften, das einige Außenseiter sich nicht diesen Ansichten anschließen, oftmals aufgrund wirtschaftlicher Interessen. Konsens bedeutet hier natürlich nicht das alle im Stechschritt hinter Al Gore hinterher marschieren. Letztendlich befindet sich der Blog auf ähnlichen Niveau wie „Alles Schall und Rauch“, nur das man hier einen Pseudo seriösen Stil aufbauen will. In dieser Hinsicht ist beispielsweise Henryk M. Broder nun wirklich nicht zu überbieten.
    Deine nächste Quelle widerspricht der anderen, Richard Lindzen leugnet im allgemeinen den Nachweis des menschlichen Einflusses. Übrigens war Lindzen einige Zeitlang an den IPPC Berichten beteiligt. Die IPPC ist zwar eine wichtige Institution für die Klimaforschung, aber auch nicht als repräsentativ anzusehen. Mal abgesehen davon das es primär ein Bericht für politische Entscheidungsträger ist, gelten die Vorwürfe aus der aus dem Großteil der wissenschaftlichen Welt der Untertreibung der Berichte. Übertreibungen und Betrüger finden lediglich unsere Außenseiter, die sich zudem krampfhaft an zwei Zahlendrehern festbeißen müssen. (Meeresspiegelstand für die Niederlande und Geschwindigkeit der Gletscherschmelze.)
    Helmut Schmidts Position ist grundsätzlich gar nicht verkehrt und verfolgt durchaus vernünftige Ansichten, seine Bemerkungen über den Klimawandel in der Vergangenheit zeigt allerdings zahlreiche Defizite auf. Letztendlich fehlt ihm die Qualifikation für energietechnische Entscheidungen.

  9. #189
    Duc de Rischelmääh
    Avatar von brainsheep
    Registriert seit
    27.02.2007
    Beiträge
    40.608
    Was die Klimaerwärmungsdiskussion anbelangt, könnt ihr gerne ein eigenständiges Thema eröffnen, in das ich die passenden Beiträge dieses Threads verschiebe aber hier bitte wieder etwas zum Thema Japan zurückkehren.

  10. #190
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
    Registriert seit
    05.02.2008
    Beiträge
    6.266
    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich recht erinnere warst du damals der amüsante Gesprächspartner, warum eigentlich zum Teufel ist hier niemand in der Lage sich wirklich zu belesen und nicht nur Körner herauszupicken. Ich habe keine Lust erneut den Unterschied zwischen natürlichen C02 Ausstoß und den kulturellen Überschuss von C02 bzw. anderer Treibhausgase, sowie zusätzliche Belastungen wie etwa Entwaldung, Überweidung, daraus entstehende und verstärkende Faktoren Desertifikation usw. Das die hiesige Energiepolitik ist untragbar, das gilt natürlich auch mit den Umgang mit der Atomenergie. Laufzeitverlängerungen wurden unter den falschen Gründen und Vorraussetzungen getroffen. Genauso wie die derzeitigen Debatten und Züge der Regierung die, nichts anderes als Wahlkampfgeschacher im deutschen Dauerwahlkampf.
    Keine Angst, bin dafür belesen genug.
    Will auch gar keine neue Klimadiskussion eröffnen. Es bleibt aber lächerlich die AKWs Umweltpolitisch anderen Kraftwerkstypen grossartig vorzuziehen, weil der CO2-Anteil des Menschen Anteilig sehr gering ist, demzufolge auch die AKWs als Klimaretter nicht wirklich den Entscheidenden Beitrag leisten.
    Und sorry... es hat wirklich noch keiner den Nachweis & Grund geliefert, das die Natur sich nur um den eigenen CO2-Ausstoss kümmern würde und praktisch exakt bei unseren 2% die Nase rümpft.
    Weitere Klimaschädigende Handlungen wie Entwaldung, Überweidung,...haben darüber hinaus garnichts mit der Unterscheidung zwischen fossil oder atomar produziertem Strom zu tun.
    Man kann auch ohne AKWs weniger Kühe essen.
    Die weiteren Umweltgifte anderer Energieträger stehen beim AKW der ungelösten Entsorgungsfrage von Brennelementen und auch den ganzen verstrahlten Kraftwerksteilen, zusammen mit den exorbitant hohen Folgen eines GAUs gegenüber.

    Das hat nix damit zu tun, das ich was gegen weniger CO2-Austoss hätte, oder Entwaldung super finden würde.
    Im Gegenteil begrüsse ich Umweltschützende Massnahmen sehr wohl, alleine schon wegen Ressourcenschonung.
    Aber AKWs als Umweltretter sind nunmal ein sehr weit hergeholtes Argument für Kernkraft.
    Erst Recht, solange die AKWs nicht unbedingt Sicherheits, sondern eher Profitorientiert designed werden.
    Ja ich weiss, die Sicherheitsstandards sind recht hoch, vor allem bei uns. In der Frage Effizienz vs Sicherheit wurden bislang aber eher AKW-Typen bevorzugt weiter Entwickelt, die mehr Effizienz versprechen....
    Wer weiss, ob man die Probleme eines Kugelhaufenreaktors nicht längst in den Griff bekommen hätte. Die Forschungen in diese Richtungen sind bislang aber relativ dünn geblieben.



    Japans Anstrengungen scheinen btw Früchte zu tragen. die ersten Abklingbecken sind erfolgreich runtergekühlt worden.
    Vielleicht kommen wir ja nochmal um den ganz grossen GAU herum....dennoch bleibt abzuwarten, welche Folgen das ganze noch für Mensch und Natur haben wird.
    Never run a touching system!!

  11. #191
    UF Supporter
    Avatar von MrYuRi
    Registriert seit
    17.07.2002
    Ort
    Passau
    Alter
    30
    Beiträge
    9.377
    Name
    Daniel
    Nick
    MrYuRi
    Zitat Zitat von brainsheep Beitrag anzeigen
    Was die Klimaerwärmungsdiskussion anbelangt, könnt ihr gerne ein eigenständiges Thema eröffnen, in das ich die passenden Beiträge dieses Threads verschiebe aber hier bitte wieder etwas zum Thema Japan zurückkehren.
    Lass gut sein, ich habe besseres zu tun, als mit einem Psychopathen weiter über den Klimawandel zu diskutieren. Seine Beiträge in diesem Thread waren ja mal wieder bezeichnend - rechthaberisch, dogmatisch, selbstgerecht und mit einem Hang zu verbaler Gewalt. Aber es ist durchaus interessant, das Ganze mal auf einer Metaebene zu beobachten

    Was Japan anbelangt: http://www.welt.de/print/die_welt/ve...e-Japaner.html
    The German Angst, mehr braucht man da wohl nicht zu sagen. Ausverkaufte Geigerzähler, Jodtabletten werden knapp, mal schauen, was als nächstes passiert. Auch den folgenden Artikel von Vera Lengsfeld fand ich nicht schlecht: http://www.achgut.com/dadgdx/index.p...ik_und_medien/

  12. #192
    Feldwebel
    Avatar von [HSP]t0t4l0wN3r
    Registriert seit
    05.09.2007
    Ort
    RLP
    Alter
    26
    Beiträge
    1.895
    Name
    Benjamin
    Nick
    P4cifi3r
    Clans
    HSP
    Zitat Zitat von MrYuRi Beitrag anzeigen
    Lass gut sein, ich habe besseres zu tun, als mit einem Psychopathen weiter über den Klimawandel zu diskutieren. Seine Beiträge in diesem Thread waren ja mal wieder bezeichnend - rechthaberisch, dogmatisch, selbstgerecht und mit einem Hang zu verbaler Gewalt.
    Soso... du bist also schizophren. Besonders überzeugend ist die Verwendung des Wortes "Psychopath" um den nächsten Satz mit "Hang zu verbaler Gewalt" abzuschließen. Brilliant.
    Ich finde die ESL aus vielen Gründen nicht gut !
    << Skill ist, was ihr draus macht >>
    "Als die Lamer nicht mehr damit klarkamen das sie nur mit Laming was reißen können, beschlossen sie das Laming Micro zu nennen - und auf einmal waren sie Pros und keine Lamer mehr... - in memory of "möchtegernskiller" (Haque & Prome)

  13. #193
    UF Supporter
    Avatar von MrYuRi
    Registriert seit
    17.07.2002
    Ort
    Passau
    Alter
    30
    Beiträge
    9.377
    Name
    Daniel
    Nick
    MrYuRi
    Und der nächste Psychopath... Wenn das hier so weiter geht, mache ich bald meine eigene Praxis auf.

  14. #194
    Duc de Rischelmääh
    Avatar von brainsheep
    Registriert seit
    27.02.2007
    Beiträge
    40.608
    ...und wenn es hier mit dem Ton so weitergeht, ergreife ich Maßnahmen.
    Dabei ist es mir egal, ob dies MrYuRi mit seinen Diagnosen, SonGohan mit seinem Oberlehrerton oder Frau Antje aus Holland ist!

  15. #195
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
    Registriert seit
    24.03.2005
    Alter
    27
    Beiträge
    5.785
    Nick
    ^SonGohan
    Bei Bedarf aussortieren.

    Zitat Zitat von Duke Fak Beitrag anzeigen
    Keine Angst, bin dafür belesen genug.
    Will auch gar keine neue Klimadiskussion eröffnen. Es bleibt aber lächerlich die AKWs Umweltpolitisch anderen Kraftwerkstypen grossartig vorzuziehen, weil der CO2-Anteil des Menschen Anteilig sehr gering ist, demzufolge auch die AKWs als Klimaretter nicht wirklich den Entscheidenden Beitrag leisten.
    Und sorry... es hat wirklich noch keiner den Nachweis & Grund geliefert, das die Natur sich nur um den eigenen CO2-Ausstoss kümmern würde und praktisch exakt bei unseren 2% die Nase rümpft.
    Weitere Klimaschädigende Handlungen wie Entwaldung, Überweidung,...haben darüber hinaus garnichts mit der Unterscheidung zwischen fossil oder atomar produziertem Strom zu tun.
    Man kann auch ohne AKWs weniger Kühe essen.
    Die weiteren Umweltgifte anderer Energieträger stehen beim AKW der ungelösten Entsorgungsfrage von Brennelementen und auch den ganzen verstrahlten Kraftwerksteilen, zusammen mit den exorbitant hohen Folgen eines GAUs gegenüber.

    Das hat nix damit zu tun, das ich was gegen weniger CO2-Austoss hätte, oder Entwaldung super finden würde.
    Im Gegenteil begrüsse ich Umweltschützende Massnahmen sehr wohl, alleine schon wegen Ressourcenschonung.
    Aber AKWs als Umweltretter sind nunmal ein sehr weit hergeholtes Argument für Kernkraft.
    Erst Recht, solange die AKWs nicht unbedingt Sicherheits, sondern eher Profitorientiert designed werden.
    Ja ich weiss, die Sicherheitsstandards sind recht hoch, vor allem bei uns. In der Frage Effizienz vs Sicherheit wurden bislang aber eher AKW-Typen bevorzugt weiter Entwickelt, die mehr Effizienz versprechen....
    Wer weiss, ob man die Probleme eines Kugelhaufenreaktors nicht längst in den Griff bekommen hätte. Die Forschungen in diese Richtungen sind bislang aber relativ dünn geblieben.



    Japans Anstrengungen scheinen btw Früchte zu tragen. die ersten Abklingbecken sind erfolgreich runtergekühlt worden.
    Vielleicht kommen wir ja nochmal um den ganz grossen GAU herum....dennoch bleibt abzuwarten, welche Folgen das ganze noch für Mensch und Natur haben wird.
    Bitte reden wir nicht mehr von den ganz großen GAU, sonst wird mir noch schwindelig. Da wir aber anscheinend nicht die gleiche Sprache sprechen, werde ich die Problematik der 2% vereinfacht erläutern.

    Zu erst einmal ist der (atmosphärische) Treibhauseffekt ein natürlicher Vorgang, der sich auf der Erde abspielt. Er bewirkt das die Oberflächentemperatur der Erde höher ist, als ohne vorhanden sein ohne die entsprechenden Gase. Die Sonne strahlt in Wellenform (Was wir als Licht wahrnehmen) eine sehr hohe Energie aus, diese Wellen. Die Erdoberfläche reflektiert die Strahlung in einer viel geringeren Intensität zurück, die Treibhausgase (oder eben Glas) sind für diese aber unpassierbar. Wie gesagt eine vereinfachte Darstellung. Bohrungen der EPICA haben bewiesen das in den letzten 750.000 Jahren der Kohlenstoffdioxidkonzentration in den letzen Jahren den Höchstwert 290 ppm erreichte. Mit Beginn der Industraliesierung lässt sich inzwischen ein exponentieller Anstieg von 1,5 ppm pro Jahr feststellen, 2009 erreichten wir einen Mittelwert von 388 ppm. Der vom Menschen verursachte erhöhte Ausstoß von Treibhausgasen, anthropogener Treibhauseffekt genannt, spielt sich jedoch im Gegensatz zu den natürlichen Treibhauseffekt, der im Zuge von Millionen von Jahren sich auf ein Niveau gebildet hatte und viele Jahrtausende ein Regelsystem „entwickelte, in einen verdammt winzigen Zeitraum ab. Und wenn man sich nun noch vor Augen hält das im gleichen Zeitraum die Regelmechanismen und Kapazitäten abgebaut werden, die das ganze noch verstärken. Eine relativ neue Komponente, den das MPIfM ins Auge gefasst hat, ist der Dominoeffekt rund um die Ozonschicht, auch wenn die Menge FCKW (ebenfalls ein Treibhausgas ) in Anbetracht seines Methan und im Vergleich zu Methan und CO2 gering ist, verstärkt das eine doch das jeweils andere und auch Ozon ein Treibhausgas ist, haben wir einen sehr direkteren Einfluss. Selbst eine geringe Anreicherung des Gehalts an Treibhausgasen kühlt die Stratosphäre in den Maße ab das Auftreten der chemischen Reaktionen zum Abbau des Ozons erleichtert bzw. verstärkt wird. Eine geringere Ozonschicht oder gar Löcher erlauben einen erhöhten eintritt der UV Strahlung, die eigentlich von der Ozonschicht absorbiert wird, hier durch verstärkt sich der Treibhauseffekt zunehmen und diese Absorption der Strahlung dient als „Heizung“. Sprich durch Ozonverlust kühlt die Schicht weiter ab, weitere Verluste treten auf und es findet eine noch geringere Absorption statt.

    Da der Punkt geklärt ist und somit durchaus eine Relevanz hat, kommen wir zur Energieversorgung zurück. Zur Grundlastabdeckung für industrielle Flächenländer inkl. vielen Einwohnen und hoher Bevölkerungsdichte, sprich wie Deutschland kommen (derzeit) genau 3 verschiedene in Betracht. Streinkohle, Braunkohle und Kernenergie. In Anbetracht meiner bisherigen Ausführung und der Energieeffizienz (Ca. 40.000 Tonnen Kohle entsprechen der Leistung von 1g Uran!) fällt die Option Kohle weg, das einzige Problem bei sauberen Abbau und den Sicherheitsstandards entsprechenden Wartung, ist die Endlagerung. Das Problem ist natürlich das wir ne Menge politischer und gesellschaftlicher Stolpersteine im Weg haben, etwa das natürlich jeder sicher endlagern will, aber doch bitte nicht bei mir. Das wir den Müll dann evt. nach Russland kutschieren um dann ins offene Gewässer zu schütten, ist nicht schön wir sind empört, aber letztendlich ist es weg von der Haustür. Mal abgesehen solch wichtige Dinge als Wahlkampfthema missbraucht wird und Populismus einer wissenschaftlich/technischen Debatte übergeordnet wird. Dein Argument mit den PBMR (Kugelhaufenreaktor) ergibt sich auch hier raus, für eine wirtschaftliche Nutzung solcher Reaktoren ist eine gelöste Endlagerfrage äußerst bedeutend

  16. #196
    UF Supporter
    Avatar von MrYuRi
    Registriert seit
    17.07.2002
    Ort
    Passau
    Alter
    30
    Beiträge
    9.377
    Name
    Daniel
    Nick
    MrYuRi
    "Why Fukushima made me stop worrying and love nuclear power": http://www.guardian.co.uk/commentisf...apan-fukushima

    Bin ja mal gespannt, wie lange es dauert, bis unsere Grünen (George Monbiot ist selbsternannter Klimaschützer - was immer das auch sein mag) auf die Idee kommen, neue Atomkraftwerke zu bauen
    Geändert von MrYuRi (22.03.2011 um 14:34 Uhr)

  17. #197
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
    Registriert seit
    05.02.2008
    Beiträge
    6.266
    Bei Bedarf auslagern:

    @ SonGohan:
    Wo steht was von ganz grosser GAU? Mal abgesehen davon, das man in Japan wohl kaum noch von einem kleinen Problem reden kann....

    Ansonsten Blablablub...
    Deine Ausführung mag soweit korrekt sein und Themenbezogen, aber kein wirkliche Antwort auf meine Frage.....solltest in die Politik gehen, die suchen immer solche Rethoriker.
    Und ich gehe davon aus es gibt keine Antwort, der Punkt kann nicht geklärt werden.
    Aber nehmen wir es mal als Tatsache an...die Natur mag unser CO2 nicht.

    Warum retten uns nun die AKWs?
    Unsere AKWs liefern ca 22% unseres Stroms....Energiewirtschaft macht ca 40% unseres CO2-Ausstosses aus.
    Die Überproduktion an Strom lag 2010 bei ca 6,7%.
    Wir können also schonmal auf ca 4 AKWs verzichten die eh nur fürs Ausland produzieren.
    Selbst wenn wir nun den Rest der AKWs nur durch Kohle/Gas-KWs ersetzen würden (passiert wohl nicht) kommen wir auf vielleicht 10-12% zusätzliches CO2?
    Weltweit liegt der Anteil der Kernenergie nur bei 16% der Strom- und 6,5% der Energieerzeugung.
    6,5% von 2%, hochgerechnet auf 100% CO2-Ausstoss....von welchem Promillebereich reden wir, wenn alls AKWs rein durch fossile Brennstoffe ersetzt würden?
    Die anderen Klimagase haben hier btw recht wenig zu suchen. da liegen die wirklich relevanten Verursacher nicht in der Energieerzeugung...andere Baustelle.

    Bleibt die Grundlast und das Zusammenspiel AKWs und andere Energien.
    Dabei ist nichts so unflexibel wie die AKWs, welche man ja nicht einfach mal eben rauf und runter fahren kann. Man ist sich heute schon klar das die Laufzeitverlängerung eben aufgrund ihrer fehlenden Flexibilität den Ausbau der erneuerbaren nur Behindern.
    Grundlastdeckung heute und morgen ist eher eine Kombination aus schwankenden Erzeugern (Wind, Solar,...) und gegenläufigen flexibleren KWs (z.B. Kohle für Mittel, Gas/Wasser für Spitzen).
    In dieses Modell passen AKWs so garnicht mehr rein. Schon heute decken an stürmischeren Tagen die Windanlagen die Grundlast alleine ab.
    Je mehr unflexible KWs ich nun in diesem Grundlastmodell laufen habe, umso mehr muss ich auf die anderen Erzeuger verzichten.
    Die Laufzeitverlängerung ist also keine Brücke, sondern Behinderungspolitik. Kommt hinzu das die grossen Konzerne trotz Milliardengewinnen (oder eben drum) bislang alles tun, um unsere Netze eben nicht für Erneuerbare auszubauen.
    Die Strompreise retten AKWs auch nicht. Die richten sich nach der Börse.....hier spielt stets der teuerste Erzeuger die tragende Rolle, alles drunter senkt keinen Strompreis, sondern steigert nur Unternehmensgewinne. Abgesehen davon bestimmen eh die 4 grossen den Preis wie sie wollen.
    Und müssten AKW-Betreiber auch für die Entsorgung aufkommen wäre Atomkraft praktisch unbezahlbar. So findet eine geradezu gigantische Subventionierung der Atomkraft statt.

    Womit wir bei deinem letzten Punkt sind. Ordentliche Wartung und Betrieb vorrausgesetzt (beides ja selbst in De bislang nicht unbedingt gewährleistet).
    Kein Schwein weiss wohin mit dem Zeug, welches Zigtausende Jahre in der Gegend rumstrahlt. Zuverlässige Endlager nicht in Sicht. Die Sauerei, welche jetzt schon in dem Punkt betrieben wird, zeigt Asse überdeutlich....auch in Deutschland (von wegen ordentlich....).
    Die Atommüllentsorgung einkalkuliert heisst es eigentlich das Atomkraft wahnsinnig teuer ist.

    Sie ist damit hintenrum sehr teuer, senkt keinen Strompreis, rettet kein Klima, blockiert schon heute Erneuerbare Energien, behindert moderne Grundlastmodelle, erzeugt bislang unlösbare Müllprobleme und ist im Falle eines Unfalls weit schädlicher als irgendwas anderes.
    Warum brauchen wir die AKWs und die Laufzeitverlängerung nun wirklich noch?

    Wir können ganz easy die unsichersten AKWs vom Netz lassen, die anderen Schritt für Schritt rausnehmen, den Ausbau unserer Netze und Alternativer Erzeuger viel schneller vorantreiben und das ohne das Klima gross zu gefährden, oder den Strom unbezahlbar zu machen.
    Wirklich hindern tun uns nur die Milliardengewinne der Energiekonzerne. Die würden in dem Zusammenspiel natürlich sinken. Ein wahrer SuperGAU.
    Never run a touching system!!

  18. #198
    Feldwebel
    Avatar von Golan
    Registriert seit
    03.12.2007
    Alter
    30
    Beiträge
    1.339
    Deine Rechnung geht am Kern des Problems vorbei. Entscheidend ist nicht der CO2-Gesamtausstoß, sondern der Überschuss über die natürlich abbaubare Menge. Das wichtige sind nicht 6,5% von 2% aktuellem Anteil der Atomkraft an der CO2-Emission (was ohnehin aussagslos ist, da es die CO2 Emission garnicht gewichtet), sondern eher die ~90% aus nicht-AKW-Energie der ~40% unserer CO2-Überproduktion. Das ist ungefähr ein Drittel. Selbst wenn man Faktoren unterschiedlicher Spezifikationen einrechnet, es nur ein Fünftel, ein Zehntel, ein Prozent wäre, das ist verdammt viel, wenn mehrere Maßnahmen dieser Art zusammenspielen.

    Das schwanken bei Windlast ist der Hauptgrund, dass sie nicht die Grundlast abdeckt. Was du hier beschreibst ist ein System stark schwankender Spitzen, während Grundlast die Dauerversorgung darstellt. Eine so große Spitzenabdeckung ist der Alptraum der Energieversorgung, weil die starken Schwankungen in den Anforderungen an die konventionellen Kraftwerken, welche die Schwankungen im Potential der "regenerativen" Energien ausgleichen müssen, den Wirkungsgrad in den Keller treiben. Falls es dir nicht auffällt, beschreibst du den Fall, dass ein unflexibles System dem anderen unflexiblen System im Weg steht. Windkraft ist eine beschissene Energiequelle.

    Wenn die klassischen durch die "neuen" Energieanbindungen ersetzt werden, so muss langsam und stetig das Netz von der aktuellen Grund/Mittel/Spitze-Sequenzkonfiguration auf eine Grund/Schwankung/Ausgleich-Parallelkonfiguration umgestellt werden. AKWs sind da gut, um die kontinuierliche Absenkung der Grundlast zu tragen, da sie ohnehin am besten über längere Zeiträume geregelt werden. Den Müll haben wir jetzt ohnehin schon, dafür muss eine Endlagerungslösung gefunden werden - wenn das nicht klappt ist es ohnehin egal, ob wir jetzt noch 25% mehr davon ansammeln.
    Geändert von Golan (24.03.2011 um 15:16 Uhr)

  19. #199
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
    Registriert seit
    24.03.2005
    Alter
    27
    Beiträge
    5.785
    Nick
    ^SonGohan
    Zitat Zitat von Duke Fak Beitrag anzeigen
    Wo steht was von ganz grosser GAU? Mal abgesehen davon, das man in Japan wohl kaum noch von einem kleinen Problem reden kann....
    Zitat Zitat von Duke Fak Beitrag anzeigen
    Vielleicht kommen wir ja nochmal um den ganz grossen GAU herum....dennoch bleibt abzuwarten, welche Folgen das ganze noch für Mensch und Natur haben wird.
    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    ...... Der Auslegungsstörfall oder auch umgangssprachlich "GAU" bezeichnet den Unfall für den die die Sicherheitsmaßnahmen ausgelegt ohne die (Störfall)Grenzwerte außerhalb(!) der Anlage überschritten werden. Hier ist es aber dazu gekommen, das die redundanten Sicherheitssysteme auch ausgefallen sind und somit die Freisetzung von Strahlung, sowohl kontrolliert als auch unkontrolliert, unvermeidbar wurde. Dann spricht man von einen Auslegungsüberschreitender Störfall, sprich einen "Super GAU".
    Solche umgangssprachlichen Ungenauigkeiten sind, Pardon, leicht peinlich wenn man seriös über technische Poblemlösungen sprechen möchte. Ansonsten pflichte ich erstmal Golan bei und ergänze wenn möglich bei Zeiten um weitere Punkte.

  20. #200
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
    Registriert seit
    05.02.2008
    Beiträge
    6.266
    @ SonGohan:
    Geilst Du dich jetzt echt daran auf, das es ein Super GAU ist und ich grosser GAU geschrieben habe?
    Welche Relevanz hat das jetzt genau in der Diskussion?
    Faktisch reden wir längst über einen Super GAU.
    Aber auch der lässt sich (zumindest von den Folgen her) steigern, wie wir gerade merken.
    Wenn Fukushima noch vollends ausser Kontrolle geraten sollte, wäre Tschernobyl fast schon Kinderkram gewesen.
    Das ist für mich der ganz grosse GAU...nenne es noch Super GAU wenn du willst.
    Vielleicht denken wir uns dann auch eine neue Steigerung in Mega GAU aus...scheissegal, GAU ist so oder so Umgangssprache.
    Umgangssprache neigt aber so oder so zu Ungenauigkeiten...sowas hat in Diskussionen mit einem SonGohan nix zu suchen...wirkt ja peinlich.


    @ Golan:
    Ja der CO2-Überschuss....keiner kennt ihn so richtig, keiner weiss wie hoch er ist, keiner weiss welchen Anteil wir daran haben. Keiner weiss wo er herkommt.
    Keiner weiss welche Massnahmen wirklich sinnvoll und reell umsetzbar sind.
    Ist im Grunde auch erstmal Wurst....hab ja schon gesagt, wir nehmen es als Fakt an.
    Wir haben dennoch die Ausgangslage einer weltweiten CO2-Reduktion durch ca 210 AKWs (440 Reaktorblöcke) im Promillebereich.
    Das spielt aufs Weltklima bezogen sicher keine relevante Rolle. Ein Vertikulierverbot für alle Rasenflächen wäre vermutlich wirkungsvoller.

    Jetzt können wir einerseits hunderte neue AKWs aus dem Boden stampfen um unser Klima zu retten, oder auf Regenerative Umsteigen.
    Angesichts des ohnehin geringen Anteils der Atomkraft an der Energieerzeugung, verbunden mit deren Gefahren und ungelösten Problemen... was wäre wohl die bessere Alternative?
    Mal zum Nachdenken:
    Im Schnitt gibt es alle 10-15 Jahre einen Auslegungsüberschreitenden Störfall, davon wohl nun 2 mit Stufe 7. Dabei war in der Ukraine nur ein Reaktor betroffen. In Fukushima sind mindestens 4 Reaktoren kritisch und das Spaltbare Material weitaus gefährlicher.
    Macht eine Fehlerquote mit massiven Folgen von ca 2%. "Kleinere" Störfälle, wie die 76000l radioaktives Wasser, welches in Kanada neulich in einem See gelandet sind, sind da garnicht einbezogen.

    Und ja, wir müssen Endlager finden. Klappt nur nicht so gut. Nein es ist nicht egal ob wir für den Müll von 430 oder von tausenden von Reaktoren keine Endlager finden.

    Zurück nach Deutschland:
    Natürlich sind Windanlagen nicht alleine Grundlastfähig. Natürlich sind hier AKWs noch ganz vorne.
    Natürlich ist ein Windrad nicht in der Form flexibel, als das ich es mit Vollast laufen lassen kann wie ich will...man braucht Wind, Solarzellen brauchen Licht,...
    Ich bin aber insofern flexibel, das ich ein Windrad abstellen kann, Solarzellen aus dem Licht drehen/abdecken,....
    Ich kann andere Kraftwerke problemlos binnen wenigen Stunden hinzu, oder abschalten.
    Dabei weiss man schon im Vorfeld, ob es viel Sonne, oder Wind gibt. Das passiert ja nicht überraschend. Dementsprechend kann ich andere Kaftwerke laufen lassen, oder eben nicht.
    Dem stehen AKWs aber entgegen. Diese kann ich nicht mal eben runterfahren. So ein Teil braucht 50 Stunden um richtig anzulaufen.
    Nicht zu vergessen, das die Störanfälligkeit bei AKWs stark zunehmen würde.
    Habe ich nun einen Energieüberschuss und AKWs im Netz, muss ich andere Anlagen abschalten, auch wenn diese umweltverträglicher sind.
    Je grösser der Anteil der AKWs, desto weniger Regenerative KWs kann ich im folglich Netz laufen lassen.
    Fördere ich Atomkraft, blockiere ich nach heutigem Stand also automatisch Regenerative Energieträger.

    Ein intelligenter Mix aus verschiedenen Quellen kann aber eine stabile Grundlast liefern, ohne AKWs bemühen zu müssen.
    Wenn wir zu regenerativen Energien gelangen wollen bleibt uns auch garnichts anderes übrig als einen solchen Energiemix aufzubauen.

    Natürlich müssen darauf erst unsere Netze ausgelegt werden. Wir müssen teilweise Speichermöglichkeiten finden,...
    Könnten da aber schon sehr weit fortgeschritten sein, wenn z.B. der Netzausbau nicht seit langem blockiert wird. (Na, von wem wohl?)

    Und um ganz zum Schluss (und dem eigentlichen Kern) zu kommen:
    Wir brauchen weder eine Laufzeitverlängerung, noch alle 17 AKWs in Deutschland um den Umbau zeitnah und ohne unbezahlbarem Strom zu schaffen.
    Der Strom von 4-5 AKWs ist sogar überflüssig produziert.
    Das habe ich aber schon weiter oben begründet.
    Never run a touching system!!

+ Antworten
Seite 10 von 18 ErsteErste ... 67891011121314 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •