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US-Kriegsverbrechen

Eine Diskussion über US-Kriegsverbrechen im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Ich habe nicht vor hier eine Hetze zu betreiben. Mir ist nur aufgefallen, dass es im Fall von Russland z.B. ...

  1. #21
    Ще не вмерла Україна
    Avatar von Outsider
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    Ich habe nicht vor hier eine Hetze zu betreiben. Mir ist nur aufgefallen, dass es im Fall von Russland z.B. immer an die große Glocke gehängt wird/wurde, bei den USA aber scheinbar sogar Zustimmung herrscht und die Sache dann unter den Tisch gekehrt wird. Ich hab vorher jedenfalls nicht gewusst, dass die gezielt Angriffe gegen die Zivilbevölkerung in Nordkorea und Vietnam geflogen sind. Ich hätte auch niemals gedacht dass die UN solchen Angriffen zustimmen würde! Und ich hab auch nicht gewusst, dass der Grund für den Kriegseintritt ne einfache Inszenierung war. Das hätte ich von den USA eigentlich auch gar nicht erwartet. Das hab ich u.a. da gelesen und das hat mich verblüfft und deshalb hab ich das Thema hier erstellt. Erstens um es anderen mitzuteilen, die das vielleicht auch nicht gewusst haben, zweitens um evtl. mehr zu erfahren, drittens um zu diskutieren inwiefern sowas gerechtfertigt ist und ob sowas heute genau so betrieben wird oder werden könnte.

    Der zweite Weltkrieg gehört richtigerweise eigentlich auch noch in diese Aufreihung mit rein, aber da sehe ich die Sache etwas anders weil es die deutschen da genau so gemacht haben und es ihnen so nur vergolten wurde. Das macht die Sache an sich zwar auch nicht besser oder schlechter, aber immerhin verständlicher. Außerdem ist das ein heikles Thema weil das von der neuen Rechten gerne ausgeschlachtet wird um sich selbst wieder in die Opferrolle versetzen zu können. Ich bin der Meinung dass solche gezielten Angriffe auf zivile Ziele eigentlich geahndet werden müssten. Da wäre dann wieder die Frage ob sowas verjährt. Oder ist das jetzt auch schon wieder Hetze? Wäre eigentlich witzig wenn sich die Supermächte gegenseitig für ihre kriegsverbrechen verurteilten und zu Entschädigungen zwängen

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  2. #22
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    Avatar von AKira223
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    Um die Sache noch ein bissel abzurunden und um Outis Frage, warum "damals" solche Verbrechen möglich waren und ob es heute genauso gehen könnte, zu beantworten, hier noch eine wichtige Ergänzung: Die Medien!

    Kriegsverbrechen, egal was man darunter jetzt subsumieren möchte, waren in Korea möglich, weil es damals viel zu wenig Kriegsberichterstatter gab, die vom eigentlichen Kampfschauplatz hätten berichten können. Somit waren die Soldaten unter sich und konnten tun und lassen, was sie wollten, ohne das es die Heimatbervölkerung mitbekommen hätte.

    Im Vietnamkrieg änderte sich das Ganze. Es wurde die Kameratechnik soweit entwickelt, sodass sie auch im Gelände eingesetzt werden konnte. In keinem Krieg zuvor gab es soviele Kriegsberichterstatter wie in Vietnam. Jeden Abend flimmerten 15 min lang Berichte über Vietnam in der Glotze; der Krieg wurde in die Wohnzimmer der Amerikaner gebracht, wie es so schön heißt.
    Die Reporter, die ständig auf der Suche nach einer guten Story waren, filmten dabei alles: das Lagerleben, Kampfszenen, verwundete Vietcong, verwundete Amerikaner, tote Vietcong, tote Amerikaner.... und auch eine sehr merkwürdige Begebenheit: US-GI's zündeln mit ihren Feuerzeugen die Strohhütten von Bauern an.
    "Hä? Ich dachte, wir wären da um den Bauern zu helfen", dachte sich der Ottonormal-Amerikaner. "Wieso fackeln wir deren Hütten ab?"

    Die Szene von amerikanischen GIs, die Strohhütten vor laufenden Kameras abbrannten, brachten den Stein ins Rollen. In der Öffentlichkeit wurde ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass Krieg doch irgendwo doof ist und das "unsere Jungs" nicht so die Saubermänner sind. Später folgten noch diverse andere Fernsehaufnahmen wie die Erschießung des Vietcong in Saigon auf offener Straße oder die Bombadierung des Dorfes mit Napalm, aus dem später das verbrannte Mädchen rausrennt (die Aufnahmen kennen wir ja alle) ooooder auch die Geschichte des Massakers von Mylai.

    Durch all diese Aufnahmen wurde, wie bereits gesagt, die amerikanische Zivilgesellschaft für Kriegsverbrechen sensibilisiert. Mit der gleichzeitig aufkommenden Antikriegs-Bewegung (die ich hier nicht durchkauen will) überdachten die US-Militärs sowohl ihre Kriegsführung als auch die Reisefreiheit von Journalisten in Kriegsgebieten.

    Eine Konsequnz aus dem Vietnamkrieg war, dass Reportern der Zutritt zu Kriegsgebieten mehr oder weniger verweigert wurde.
    Kurze Zwischenfrage: Wer von uns kann auf anhieb die größeren militärischen Interventionen der USA zwischen dem Ende des Vietnamkrieges 1975 und dem 2. Golfkrieg 1990 nennen? - ich selbst muss da erst Googlen und meine, dass folgende Interventionen von Bedeutung waren: Grenada, El Salvador und Panama (jaaaa, es gab noch 4-5 weitere Aktionen, doch alle muss man hier auch nicht aufzählen, denn...) ... Warum wissen wir nichts über diese Kampfeinsätze? Weil sie so kurz waren... naja, übern 6-Tage-Krieg wissen wir aber recht gut bescheid... mh...ja, weil es dort keine Reporter gab. Die US-Militärs haben schlichtweg allen Reportern die Einreise verweigert.
    Dieses Verhalten hatte aber zur Konsequenz, dass sich die Reporter enorm beschwert haben und sich auf ihre Pressefreiheit berifen.
    Daraufhin haben die USA abermals ihren Umgang mit Kriegsberichterstattern überdacht und sind zu einer grandiosen Lösung gekommen: Embedded Journalist.


    Eingebettete Journalisten sind gewiss nicht die beste Lösung. Sie können auch keine Kriegsverbrechen verhindern und stehen unter dem Verdacht, sich mit den Soldaten zu verbrüdern, aber dennoch können so Verbrechen schneller aufgeklärt werden und Soldaten reißen sich eher am Riemen (= sprich: Heute würden sie keine Strohhütten vor laufenden Kameras abfackeln). Des Weiteren (und das zeigte sich in Afghanistan und im Irak): die Soldaten selbst sind mittlerweile Reporter (bzw. Blogger). Fast jeder GI hat eine private Digicam und knippst Fotos... oftmals tauchen diese auf Blogs auf... und manchmal enthüllen sie Kriegsverbrechen wie Abu-Ghuraib. Die Bilder von Abu-Ghuraib entstanden doch nur, weil die GIs unbedingt solche Fotos machen wollten. Ohne diese Fotos wären die Vorfälle vielleicht nie bekannt geworden.
    Digicams, Laptops und Webcams sind übrigens ein großer Dorn im Auge von hohen US-Militärs, doch verbieten können sie diese Geräte nicht, da sonst die Moral der Truppe empfindlich geschwächt werden würde... aber das nur am Rande.


    mhhhh, viel viel geschrieben, hoffentlich auch viel ausgesagt.
    Um es aber nochmal auf den Punkt zu bringen

    In Korea und Vietnam waren Kriegsverbrechen möglich, weil die Medien noch nicht so stark in den Krieg involviert waren. Heut zu tage sind die Soldaten selbst Reporter und qutschen am meisten aus.

  3. #23
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    Avatar von baracuda
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    Ich würde das Internet als das bisher größte Informationssammelsorium der Menschheit ganz oben auf die Liste setzen, warum Menschenrechtsverletzungen zumindest nicht mehr unentdeckt bleiben. Man sagt ja, befindet sich einmal etwas im Internet, verschwindet es nie wieder daraus. Mit heissen Berichten über Kriegsverbrechen gehts warscheinlich noch schneller und man muss sich fürchten dafür den Kopf zu verlieren.

  4. #24
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    Avatar von CrImInAl
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    Das erste Opfer in einem Krieg ist immer noch die Menschlichkeit.

    Und das dabei logisches denken verloren geht ist beim Mensch eigentlich normal.ob Hitler, Stalin oder Mussulini , den war das einzelne Menschenleben sowieso immer scheiss egal.so war es früher zumindest in Europa und umgebung.

    Was die Amis angeht , ich fands immer schon beachtlich an dieser Nation wie sie ihre Toten Soldaten wie Götter und Heilige verehren( geb ich offen zu).allerdings findsch in welchen schwachsinnskriegen dort Junge Männerleben verheizt wurden (besonders Vietnam).einen feind den Mann nicht zu bekämpfen und der sich unterm Wald versteckt , und dann alles mit Napalm , Agent Orangen und Agent Blue zu bewerfen ist find ich nen richtiges kriegsverbrechen.und ein paar tote zivilisten sind halt für nationen wie die USA halt kolateral schäden die nicht zu verhindern sind.

    aber das man alles auf die USA abwelzt: DIE BÖSEN USA BEGEHEN KRIEGSVERBRECHEN!!ich sag nur 6 mill unschuldige tote Juden.... ich finde das kann man net auf eine NAtion schieben..
    Der Benutzer CrImInAl wurde bis 01.05.2009 23:00 gesperrt

  5. #25
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    Was die Amis angeht , ich fands immer schon beachtlich an dieser Nation wie sie ihre Toten Soldaten wie Götter und Heilige verehren( geb ich offen zu).
    dann biste wohl ähnlich wie der gemeine ami ein propaganda-opfer
    www.die-philosoffen.com
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  6. #26
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    Zitat Zitat von CrImInAl Beitrag anzeigen
    Das erste Opfer in einem Krieg ist immer noch die Menschlichkeit.

    Und das dabei logisches denken verloren geht ist beim Mensch eigentlich normal.ob Hitler, Stalin oder Mussulini , den war das einzelne Menschenleben sowieso immer scheiss egal.so war es früher zumindest in Europa und umgebung.

    Was die Amis angeht , ich fands immer schon beachtlich an dieser Nation wie sie ihre Toten Soldaten wie Götter und Heilige verehren( geb ich offen zu).allerdings findsch in welchen schwachsinnskriegen dort Junge Männerleben verheizt wurden (besonders Vietnam).einen feind den Mann nicht zu bekämpfen und der sich unterm Wald versteckt , und dann alles mit Napalm , Agent Orangen und Agent Blue zu bewerfen ist find ich nen richtiges kriegsverbrechen.und ein paar tote zivilisten sind halt für nationen wie die USA halt kolateral schäden die nicht zu verhindern sind.

    aber das man alles auf die USA abwelzt: DIE BÖSEN USA BEGEHEN KRIEGSVERBRECHEN!!ich sag nur 6 mill unschuldige tote Juden.... ich finde das kann man net auf eine NAtion schieben..
    Ja, und schaue mal welches Land im 20-21 jh. an den meisten Kriegen beteiligt war. Und was haben die Juden nun damit zu tun? Als wären während der Amerikanischen Bombenangriffe in Deutschland und Japan nicht weniger gestorben. Dann kannst du noch Mao und Stalin dazu zählen die da noch einen draufhauen können.

    "Die Sieger schreiben die Geschichte, nicht die Verlierer"

  7. #27
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    Was die Amis angeht , ich fands immer schon beachtlich an dieser Nation wie sie ihre Toten Soldaten wie Götter und Heilige verehren( geb ich offen zu)
    Haha sicher.
    Such mal nach Leuten die die Medal Of Honor in jüngster Zeit bekommen haben und vorallem wie sie sich die "verdient" haben.
    Da werden junge Menschen geopfert um wirschaftliche und politische Interessen zu wahren und die Angehörigen der getöteten mit irgendwelchen bunten Bändchen beschenkt und versucht sie damit ruhigzustellen. Lächerlich zum Quadrat!


    Zum Bombenkrieg.
    Der 2. Weltkrieg war keine 10 Jahre vorbei, als die USA Korea angegriffen haben.
    Das war halt noch so in den Köpfen drin. Immer rauf da wenn einer aufmuckt. Einfach bombardieren, hat ja in Deutschland mit Dresden, Hamburg (um nur 2 schlimme Beispiele zunennen) prima geklappt.

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