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Über den Wahlkampf und aktuelle politische Entwicklungen

Eine Diskussion über Über den Wahlkampf und aktuelle politische Entwicklungen im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Zitat von mope7 Doch das meine ich ernst. Ich reiß mir persönlich den Arsch auf, damit ich später mal ne ...

  1. #21
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen


    Doch das meine ich ernst. Ich reiß mir persönlich den Arsch auf, damit ich später mal ne "bessere" Stellung hab. Wenn da bei dir - aus welchen Gründen auch immer- nicht möglich ist, dann tut mir das Leid, aber damit hab ich nichts zu tun. Definiere Chancengleichheit.
    Das ist ziemlich einfach: Chancengleichheit besteht, wenn ich unabhängig von meiner Herkunft an den Schulen die gleiche Bildung erhalte. Das bedeutet Lehrmittelfreiheit, optimale Klassengrößen, bis zur 9. Klasse eine Gesamtschule, kein unbegründter Leistungsdruck ect. pp. Sogar die unbeliebte Schuluniform könnte was dazu beitragen, z.B. wird dadurch Mobbing unterbindet, die durch das Tragen bzw. Nichttragen von Markenklamotten und co. ausgelöst wird.

    Auch das bezahlen der Lehrer nach Leistung ist notwendig, sowas exestierte sogar in der ultra zentralisierten Wirtschaft der DDR, das hat aber dann nichts mehr mit Chancengleichheit zu tun, sondern mit den Bildungssystem an sich.
    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen


    Thema Manager und Co: Auch hier: Der Manager hat sich die nötigen Kompetenzen erarbeitet. Warum sollte jemand Mitspracherecht haben der von dem wo er mitreden soll keine Ahnung hat ? Sieht man doch an den vielen Insolvenzen: Beispiel Bäcker: Das kann der beste Bäcker der ganzen Stadt sein, wenn der vom Kaufmannstun keinen Plan hat dann wird sein Betrieb in die Pleite driften. Sieht man noch krasser an den Privatinsolvenzen: Die meisten Menschen haben vom einfachen (!) Haushalten absolut keine Ahnung. Dabei würde es bei 80% schon reichen wenn sie einfach nur ein Haushaltsbuch führen. "Ne, zu umständlich !" "neee, kein Bock" etc kommt es dann. Würde das ein Manager sagen ?
    Hier ging es ja hauptsächlich um den Mindestlohn, (eigentlich sollte es sich ja um den Blog drehen, aber egal ^^) sprich um die Sicherung nach unten, das jeder Mensch für seine Arbeit menschenwürdig leben kann. Nach oben ist weiterhin alles offen, man braucht ja nicht zu befürchten das der Bäcker nun mehr verdient als der "hocheingespannte und fleisige" Manager. (Darüber kann ja jeder denken wie er will)

    Übriegends zu den "Warum sollte jemand ohne Ahnung ein Mitspracherecht haben?", das sehe ich in diversen Bereichen ebenso. Z.B. versteh ich nicht das diese gesamten Juristen und BWL Bonzen (sry, ich hoffe ihr nehmt das nicht so ernst ) sich in die Angelegenheiten einmischen, die rein technischer Natur sind. Diese Leute sind schlicht nicht qualifiziert dafür Entscheidungen über Energietechnische Vorgänge zu fällen.

    Nochmal zur meiner persönlichen Stellung: Ich bin weder für die eine Wirtschaftsform, noch für die andere und schon garnicht in ihren Extremen. Genauso wie die dazugehörigen Gessellschaftstheorien. Ich bin der festen Überzeugung, das wir dieses extreme Auseinanderdriften zu stoppen haben, einen goldenen Mittelweg zu finden. Quasi Qualitätsmanagment der Politik und Wirtschaft. Ständige Verbesserung und die Kombination der besten Elemente aus allen Systemen, das wäre meine Vorstellung vom Streben nach Gerrechtigkeit.

    Z.B. sind Staatsmonopole in der Hinsicht sehr lustig um Grundlegende Sachen für alle Menschen zu garantieren wie Wasser-, Energieversorgung, Bildung und Infrastruktur. Beispielweise garantiert der Staat ein ausgedehntes Straßennetz, der ganze Klimbim rundrum wie das Mischen von Asphalt wäre dann immer noch wettbewerbsorientiert.


    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen

    Und der Begriff "Demokratische Zentralverwaltung" ist Unsinn. Beides schließt sich gegenseitig aus. Es gibt keine Zentralverwaltung die "demokratisch" geprägt ist, das wäre wie wenn ich annehmen würde, dass eine Demokratie einen Diktator braucht. Es ergibt keinen Sinn.
    Nicht unbedingt, die Zentralverwaltung kann ja in regelmässigen Abständen demokratisch gewählt werden.

  2. #22
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    Avatar von Little.
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    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen


    gut, dann machen wir folgendes:

    Jeder der sozial schlechter gestellt ist - aus welchen Gründen auch immer - bekommt vom Staat Hilfen damit es für ihn/sie ebenso einfach ist wie für nen Bonzenkind.

    Wäre das fair ?

    Das wäre zwar sehr plump und zu einfach plakatiert, aber die Richtung ist korrekt.
    "Linux is an operating system built to do things well, not simply."
    Michael Fahey (Kotaku.com)

  3. #23
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    Avatar von Psycho Joker
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    Also um mal zu der Linkspartei-Polemik was zu sagen: Wer die Linkspartei in direkter Linie zur SED macht, der muss auch konsequenterweise die CDU in direkter Linie zur Partei von ehemaligen NSDAP- und Wehrmachtsmitgliedern machen. Von denen wurde sie nämlich gegründet. Nur um mal die Polemik etwas bloßzustellen.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  4. #24
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    Avatar von Golan
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    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen
    Thema Manager und Co: [...] Niemand hat den anderen gezwungen still rumzusitzen und den Anschluss zu verlieren.
    Ich bin mal so frei diese Absätze nicht zu übersehen aber nicht inhaltlich zu kommentieren. Ich bestreite das von dir gesagte nicht, im Gegenteil, es ist elementarer Bestandteil meiner Position. Was ich anders sehe ist die Interpretation dieser Gegebenheiten, aber dazu später mehr.
    Ich möchte betonen, dass es mir ganz und gar nicht darum geht, dass ich benachteiligt wäre. Dafür gäb's andere Lösungen, wenn dem so wäre...

    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen
    Ansonsten setzt du Demokratie mit (sozialer)Marktwirtschaft gleich: das ist falsch und das steht hier auch nicht zur Debatte. Die Marktwirtschaft ist keine Rechtsform, ergo warum reitest du darauf rum ?
    Was hingegen stimmt: Demokratie geht mit freier oder sozialer Marktwirtschaft Hand in Hand. Warum ? Wurde schon angesprochen, weil sich hier jeder für sich selbst entfalten kann. In einer Zentralverwaltngswirtschaft kannst du das nicht.
    Ich setze nicht gleich, ich rede von Einflüssen. Natürlich ist die Marktwirtschaft keine Rechtsform, aber sie ist das elementare Fundament jedes auch nur tangential wirtschaftlichen Details sowohl in unserer Gesellschaft als auch, durch die zwangsläufige Verwandtschaft und Verflechtung bedingt, unseres Staates. Dadurch bedeutet wirtschaftlicher Einfluss auch automatisch mehr politischen Einfluss - sei es dadurch, dass z.B. ein Unternehmen ganz einfach unverzichtbar oder systemrelevant ist (siehe hier wieder die Bankensituation), dass Menschen durch eine wirtschaftlich schlechte Position von anderen Abhängig und damit beeinflussbar sind oder anderes.
    Es ist garnicht so lange her, dass Firmen tatsächlich ihre Macht als Arbeit- und Brötchengeber dafür genutzt haben, die demokratische Stimmabgage ihrer Angestellten zu beeinflussen. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

    Demokratie, zumindest nach dem heutigen Verständnis, bedeutet nicht die gleichen Chancen auf Einfluss zu haben (was ich für die MW auch bestreiten würde, aber aus Erfahrung kann man sich da eh nie einigen) sondern tatsächlich den gleichen Einfluss. Wie du sicherlich nicht vergessen hast beruht die Diskussion, oder zumindest meine Gegenposition, auf der Aussage "Demokratie geht ohne Marktwirtschaft nicht" - dem ist schlicht nicht so.

    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen
    Und der Begriff "Demokratische Zentralverwaltung" ist Unsinn. Beides schließt sich gegenseitig aus. Es gibt keine Zentralverwaltung die "demokratisch" geprägt ist, das wäre wie wenn ich annehmen würde, dass eine Demokratie einen Diktator braucht. Es ergibt keinen Sinn.
    Jah, oder stell dir vor, eine Demokratie hätte einen Präsidenten, Kanzler, Minister, Parlament - ups. Also, ausschließen tut es sich auf jedenfall nicht - eine Demokratie kann durchaus sowas schniekes wie eine Verwaltung haben und die sogar zentral schalten und walten lassen. Eine Demokratie kann dieser sogar über ganz normale demokratische Mittel einen Kurs vorschreiben.
    Also, solange wir unseren billigen Witz einer repräsentativen Demokratie als echte Demokratie durchgehen lassen, wo siehst du da ein Problem mit einer demokratisch geregelten, kontrollierten oder bestimmten Zentralverwaltung?

    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen
    Dein zweiter Punkt dazu ergibt sich demnach ebenso: Eine Zentralverwaltungswirtschaft ist nicht weniger zentral als eine Marktwirtschaft. Warum zweitere übrigens monopolgeprägt sein soll hätte ich auch gern erklärt. Dazu vorweg: Ja, es gibt Monopole, das bestreitet keiner.
    Ich bin mir sicher dass du weißt, was ein Adjektiv ist. Falls nicht, bitte nochmal nachholen. Gut.
    Ersten sagte ich nicht, jede Zentralverwaltung sei weniger zentral als eine Marktwirtschaft, sondern dass eine demokratische Zentralverwaltung (was ich bei aller Auslegungsmöglichkeit eines solchen nicht fest definierten Begriffs darunter verstehe sollte wohl langsam klar sein) unter Gesichtspunkt der Verteilung auf die Gesellschaft die Entscheidungsgewalt weniger zentralisieren würde - schlicht weil die Entscheidungsgewalt nicht bei der Verwaltung sondern dem demokratischen Organ läge.
    Zweitens sagte ich nicht, jede Marktwirtschaft sei monopolgeprägt, sondern dass eine Marktwirtschaft, welche bereits monopolgeprägt ist, oben erwähnte Entscheidungsgewalt schlicht durch eine Konzentration durch die Monopolestärker lokalisiert, also zentralisierter ist.

  5. #25
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von Predatory fish
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    Zitat Zitat von Duke Fak Beitrag anzeigen
    Zwei Artikel von definitiv pro Arbeitgeber orientierten Seiten als Beweisführung gegen Mindestlohn herzunehmen macht soviel Sinn wie von Wulf Bernotat eine vernünftige Begründung darüber zu erwarten warum die Strompreise nicht hoch genug sein können.
    Wie kann man reinen Gewissens dafür sein, das Menschen 40 Stunden & mehr teils wirklich schwere Arbeiten verrichten müssen & dann noch zum Amt rennen dürfen um über die Runden zu kommen?
    Es gibt keine Arbeit die so wenig wert ist! Spätestens wenn sie nicht mehr gemacht wird zeigt sich ob diese Arbeit eh nur nonsens war, oder ob sie gebraucht wird. Wird sie gebraucht, dann wird man auch bereit sein mehr zu zahlen.
    Es ist auch kaum vernünftig darzulegen warum Mindestlohn ein Arbeitsplatzvernichter ist.
    Mag schon sein, das ein paar (dann eh unsinnige) Jobs wegfallen, dafür kann der Rest vom Gehalt wenigstens etwas leben.
    Es lassen sich keine Jobs wie Gebäudereiniger, Postbote, Leergutsortierer, usw. ins Ausland verlagern. Soll mir doch mal jemand zeigen wie ein Chinese in Peking mir hier meine Post in Briefkasten wirft, oder meine Fenster putzt!?
    Warum also müssen diese Leute für oft weit unter 5€ malochen?
    Flächendeckender ML von 10€ ist klar etwas übertrieben, aber im Bereich 7-8€ sollte er locker möglich sein!
    hast du denn einen Vergleich der Mindestlöhne,vor allem deren Höhe, der deiner Meinung nach neutraler ist? ich glaube nicht, dass ein Wissenschaftler wie Börsch-Supan einfach falsche Zahlen angibt

    nehmen wir 7 Euro als Stundenlohn und 35 Arbeitsstunden die Woche mal 4,5 Wochen
    das ergibt 1102,5 Euro im Monat -davon soll man nicht leben können? niemand hat hier Löhne von 5 Euro gefordert
    Gebäudereinigung,Postboten etc. werden nicht verlagert, aber vielleicht kommt die Post dann später an, wird nicht mehr so oft ausgetragen oder das Gebäude eben nicht mehr so oft benutzt
    und Postboten arbeiten nicht für weniger als 5 Euro - wo hast du denn diesen Humbug her?

    ich finde schon, dass man die Parteien daran messen muss, was sie fordern und die Linke fordert 10 Euro - das ist ja aber nur ein Beispiel für die unrealistische Politik



    Zitat Zitat von Golan Beitrag anzeigen
    gerade in ihren Grundzügen gibt es hier einen krassen Unterschied: Demokratie (technisch gesehen nicht die repräsentative) steht jedem gleiche Macht zu während Marktwirtschaft Macht aus finanzieller und strukturrelevantem Einfluss ableitet.
    wie bereits dargestellt, gibt es diese Verbindung von Demokratie und Marktwirtschaft
    und wer behauptet denn, in einer Demokratie habe jeder die gleiche Macht? natürlich haben Millionäre mehr Einfluss mit zum Beispiel Wahlspenden, haben Unternehmer mehr Gehör, haben Verleger großer Zeitungen Einfluss auf die politische Agenda, natürlich können gebildete Menschen andere Menschen viel leichter beeinflussen als ungebildete Menschen
    aber wenn man so theoretisch argumentieren würde wie du, dass doch jeder eine Stimme habe, dann hat auch jeder in der Marktwirtsch. die gleichen Chancen, denn jeder kann in der Theorie Bildung anhäufen, sich auf attraktive Arbeitsplätze bewerben und mit Leistung hocharbeiten - und wer das Geld nicht hat, kann Schulden aufnehmen
    natürlich hat sowohl in der Demokratie als auch in der Marktwirtschaft nicht jeder die gleichen realen Chancen, aber sie sind im Vergleich allen anderen Systemen überlegen
    man hat doch oft genug gesehen, wie in Diktaturen die Macht innerhalb von Familien aufgeteilt und weitergegeben wird

    und mit einer reinen direkten Demokratie kann kein Staat geführt werden, das sollte doch einleuchten

    Und was wäre denn die Alternative? Soll man zum Beispiel die gebildeten Eltern dümmer machen, damit ihre Kinder keine besseren Chancen haben als sagen wir bildungsfernere Eltern? Natürlich sollte jeder die gleichen Chancen haben, doch rein praktisch ist dies schon aus genetischen Gründen gar nicht möglich.
    Es hat hier niemand den Wunsch geäußert,Chancengerechtigkeit zurückzufsahren. Natürlich wünschen wir uns alle mehr davon.


    Zitat Zitat von Golan Beitrag anzeigen
    beruht die Diskussion, oder zumindest meine Gegenposition, auf der Aussage "Demokratie geht ohne Marktwirtschaft nicht" - dem ist schlicht nicht so.
    Wieso geht keine Staatswirtschaft /Planwirtschaft mit Demokratie zusammen? Ich versuche mich einmal an einer Erklärung: Weil der Staat bestimmt, wer was und wieviel produziert, weil er den Preis bestimmt, weil er festlegt, wer was konsumieren darf, weil er festlegt, wer an der Spitze der Betriebe steht (und natürlich sind das dann Gesinnungsgenossen). Weil der Staat die Löhne festlegt und im extremen Fall, wie in der DDR, sogar mitbestimmt, welche Berufe man ausüben darf und ob man studieren darf (ja, in der DDR z.B. durften Kinder von Oppositionellen nicht studieren). Der Staat hat also nicht nur eine enorme Macht, der Staat zwingt die Menschen zu einem bestimmten Verhalten. Der Staat minimiert die Freiheit der Menschen. Da viele Menschen sich diese Beschränkungen ihrer Freiheit nicht freiwillig gefallen lassen, muss sie mit Gefängnissen, mit Polizei und Gewalt durchgesetzt werden. Und diese Unterdrückung von Freiheit und Beschränkungen der Freiheit verhindern Demokratie. Denn hätten wir in einer Staatswirtschaft Demokratie, könnten die Menschen ja auch per Wahl bestimmen, zu einer Marktwirtschaft überzugehen oder marktwirtschaftliche Elemente einzuführen.

    edit:
    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Also um mal zu der Linkspartei-Polemik was zu sagen: Wer die Linkspartei in direkter Linie zur SED macht, der muss auch konsequenterweise die CDU in direkter Linie zur Partei von ehemaligen NSDAP- und Wehrmachtsmitgliedern machen. Von denen wurde sie nämlich gegründet. Nur um mal die Polemik etwas bloßzustellen.
    woher hast du denn diese Thesen?
    Konrad Adenauer zum Beispiel verweigerte Hitler den Handschlag, als er Kölner OB war, und wurde von den Nazis abgesetzt und später auch in ein KZ geschickt.
    Ludwig Erhard hat bereits während des Krieges eine Schrift verfasst, wie man den Wiederaufbau vollziehen konnte. Diese hat er unter anderem Carl Goerdeler gegeben, der aufgrund seines Widerstands gegen Hitler von den Nazis getötet wurde.

    Nehmen wir Eugen Gerstenmaier: Bundestagspräsident und wichtiger CDU-Politiker. Er war Widerstandskämpfer und entging nur knapp einem Todesurteil der Nazis.

    Andreas Hermes, Gründungsvorsitzender der CDU, wurde zum Tode verurteilt, da er ebenfalls Widerstandskämpfer war und entging ebenfalls der Vollstreckung des Urteils nur knapp. Er war früher Mitglied des Zentrums gewesen.

    Jakob Kaiser, ebenfalls ein wichtiger CDU Politiker und Minister unter Adenauer war ebenfalls Widerstandskämpfer und entging im Untergrund einer Verhaftung, die für ihn den sicheren Tod bedeutet hätte.

    die CDU ist eine Partei, die sich, teils in Tradition des Zentrums, als christlich-bürgerliche Partei betrachtet hat, die Idee war, dass man nicht mehr getrennte Parteien für Katholiken und Protestanten hat, sondern eine Partei für alle Christen.
    Die SED hat sich zur PDS umbenannt. Alle Mitglieder blieben in der Partei. Und Jahre später hat sie sich einfach mit der WASG fusioniert. Jahrelang rechtferfigte die PDS die DDR und ihre Tatenh, manche unter ihnen tun es noch heute. Viele Verantwortliche in der DDR hatten auch in der PDS wichtige Funktionen.

    Aber mit deiner Aussage, die CDU sei eine Nazinachfolgepartei diskreditierst du dich selbst. Sehr schade, dass du solche Lügen in die Welt setzt.
    Geändert von Predatory fish (26.09.2009 um 01:48 Uhr)
    Es gibt nichts Gutes,
    außer man tut es.
    Erich Kästner

  6. #26
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
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    Zitat Zitat von Predatory fish Beitrag anzeigen
    hast du denn einen Vergleich der Mindestlöhne,vor allem deren Höhe, der deiner Meinung nach neutraler ist? ich glaube nicht, dass ein Wissenschaftler wie Börsch-Supan einfach falsche Zahlen angibt.
    Mag sein das die Zahlen stimmen, es kommt aber immer noch drauf an wie man Zahlen interpretiert & kombiniert!
    Wer im Namen der Arbeitgeber spricht wird einen Teufel tun und Zahlen zugunsten Arbeitnehmer auslegen!
    Ich könnte ebenfalls behaupten das mit erhöhtem Bierkonsum der von Brezeln zurückgeht und deshalb der Bierpreis hoch gehalten werden muss um die Brezelindustrie zu erhalten. Finde ich dann über einen Zeitraum von 30 Jahren noch 2x Zahlen die diese These stützen habe ich das auch schon schlüssig belegt. Stimmen muss es aber noch lange nicht!

    Zitat Zitat von Predatory fish Beitrag anzeigen
    nehmen wir 7 Euro als Stundenlohn und 35 Arbeitsstunden die Woche mal 4,5 Wochen
    das ergibt 1102,5 Euro im Monat -davon soll man nicht leben können? niemand hat hier Löhne von 5 Euro gefordert
    Wer keinen Mindestlohn fordert, möchte den aktuellen Status halten, wo Löhne um 3€ leider Realität sind!
    Das man mit 7-8€ leben kann habe ich ja nicht widersprochen. Das wäre auch ein recht vernünftiger Ansatz. Drunter wird es aber zunehmend bedenklich.
    Zitat Zitat von Predatory fish Beitrag anzeigen
    Gebäudereinigung,Postboten etc. werden nicht verlagert, aber vielleicht kommt die Post dann später an, wird nicht mehr so oft ausgetragen oder das Gebäude eben nicht mehr so oft benutzt
    und Postboten arbeiten nicht für weniger als 5 Euro - wo hast du denn diesen Humbug her?
    Post muss in einem bestimmten Zeitraum ausgetragen sein, Firmen werden einen Teufel tun & nicht mehr putzen lassen. Das sind vorgeschobene Argumente um Lohndumping zu rechtfertigen.
    Die Jungs von den Alternativen zur DP haben Reihenweise bei 5€ oder leicht drüber malochen müssen, Putzfrauen liegen ebenfalls Massenhaft in dem Bereich.
    Leergutsortierer kommen nicht selten bei Akkordarbeit auf rund 3€.
    Hier ein Link von N-TV wo von 4€ bei einigen Postgesellschaften gesprochen wurde. Hat sich dort ja inzwischen geändert, aber in vielen anderen Bereichen leider nicht.

    Zitat Zitat von Predatory fish Beitrag anzeigen
    ich finde schon, dass man die Parteien daran messen muss, was sie fordern und die Linke fordert 10 Euro - das ist ja aber nur ein Beispiel für die unrealistische Politik
    Klar sollte man die Parteien auch anhand Ihrer Aussagen messen. Und 10€ sind reiner Populismus, aber auch Kalkül um bestimmte Schichten zu mobilisieren & bei Erfolg auch einen Verhandlungsspielraum zu haben.
    Das ist ähnlich zu sehen wie bei den alljährlichen Tarifvertragsstreitereien.
    Arbeitgeber sagen Nullrunde, Arbeitnehmer fordern 5%. Am Ende trifft man sich bei 2% & beide Seiten können Ihren Erfolg feiern.
    Geändert von Duke Fak (26.09.2009 um 10:51 Uhr)
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  7. #27
    zml. on Fire
    Avatar von skep1l
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    Zitat Zitat von Predatory fish Beitrag anzeigen
    Aber mit deiner Aussage, die CDU sei eine Nazinachfolgepartei diskreditierst du dich selbst. Sehr schade, dass du solche Lügen in die Welt setzt.
    Also Bitte... Als ob alle NSDAP-Mitglieder sich komplett aus der Politik zurückgezogen hätten nach dem 3. Reich. Und bevor ein überzeugter Nazi was mit der SPD macht, dann wohl doch eher mit der CDU.

    Prominentestes Beispiel Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger. Und PJ hat ja auch nicht gesagt, dass es die direkte Nachfolgepartei ist, sondern nur in direktem Zusammenhang steht. Oder meinst du ernsthaft, es haben nur Widerstandskämpfer und Ähnliches die Gründung unterschrieben?

    *PJ verteidig *

  8. #28
    Ще не вмерла Україна
    Avatar von Outsider
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    Sören
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    AGFA
    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Also um mal zu der Linkspartei-Polemik was zu sagen: Wer die Linkspartei in direkter Linie zur SED macht, der muss auch konsequenterweise die CDU in direkter Linie zur Partei von ehemaligen NSDAP- und Wehrmachtsmitgliedern machen. Von denen wurde sie nämlich gegründet. Nur um mal die Polemik etwas bloßzustellen.
    Die FDP übrigens noch viel mehr. Dazu ein Zitat:
    Die FDP stimmte im Bundestag gegen das von CDU und SPD Ende 1950 eingebrachte Entnazifizierungsverfahren. Auf ihrem Bundesparteitag 1951 in München verlangte sie die Freilassung aller „so genannten Kriegsverbrecher“ und begrüßte die Gründung des „Verbands Deutscher Soldaten“ aus ehemaligen Wehrmachts- und SS-Angehörigen, um die Integration der nationalistischen Kräfte in die Demokratie voranzubringen. Die nach Werner Naumann benannte Naumann-Affäre (1953) kennzeichnet den Versuch alter Nationalsozialisten, die Partei zu unterwandern, die in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen viele rechtskonservative und nationalistische Mitglieder hatte. Daraufhin wurden parteiintern Nazi-Seilschaften aufgedeckt und der Naumann-Kreis aus der Partei ausgeschlossen.
    Dazu gab es bis vor einer Weile auch noch relativ entlarvende alte Werbefilme der FDP auf Youtube, die sind aber mittlerweile unauffindbar. Schade eigentlich. Quasi ne Vergangenheit die man nicht mehr haben will


    Mir kam da auch gerade eine lustige Meldung zugeflogen:
    FDP benutzt Spammails für Wahlkampf

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  9. #29
    UF-Liebling
    Avatar von Nickoteen
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    ich flame rumm und verbreiten nur Mief.
    Und was kümmert mich Skill...
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  10. #30
    Big & Tasty
    Avatar von baracuda
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    Thema Manager und Co: Auch hier: Der Manager hat sich die nötigen Kompetenzen erarbeitet. Warum sollte jemand Mitspracherecht haben der von dem wo er mitreden soll keine Ahnung hat ? Sieht man doch an den vielen Insolvenzen: Beispiel Bäcker: Das kann der beste Bäcker der ganzen Stadt sein, wenn der vom Kaufmannstun keinen Plan hat dann wird sein Betrieb in die Pleite driften. Sieht man noch krasser an den Privatinsolvenzen: Die meisten Menschen haben vom einfachen (!) Haushalten absolut keine Ahnung. Dabei würde es bei 80% schon reichen wenn sie einfach nur ein Haushaltsbuch führen. "Ne, zu umständlich !" "neee, kein Bock" etc kommt es dann. Würde das ein Manager sagen ?
    Ohne den Rest jetzt gelesen zu haben muss ich dir hier mal nen klein bisschen Dämpfung verpassen.
    Es gibt Inhaber, die haben von dem Laden den sie da führen nicht die geringste Ahnung.
    Beispiel Gastwirt: Was bringt dir ein Manager als Chef einer Kneipe, wenn dieser keine Ahnung vom Zapfen, Brauen, Kellnern, Kochen usw hat.
    Das schlimmste was solch einem Chef passieren kann ist, dass er sich in Spitzenzeiten vollkommen verplant, weil er nie im Haus ist, keine Ahnung hat wie lange welches Essen braucht und dann von 3 Angestellten verlangt, den Laden im Mitagsgeschäft bei Laune zu halten, wenn Essen und Getränke Stunden brauchen, weil die Küche und der Service nicht hinterher kommt.
    Und solche Manager gibt es zuhauf, da kommt der Laden besser mit einem zurecht, der zwar nen Steuerberater dringend bräuchte, dafür aber weis, wann der Laden schwimmen könnte und damit auch Umsatz ohne Ende einfährt und selbst mit anpacken kann.

  11. #31
    it's me
    Avatar von neosid'jan'
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    Es geht um Manager, der ist nicht dafür da Brötchen zu backen, sondern einzig und allein dafür das Unternehmen BETRIEBSWIRTSCHAFTLICH zu leiten. Heißt -> Dafür sorgen das die Margen stimmen, Personal disponieren etc.
    Erfolg ist freiwillig

  12. #32
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Was dein Vorposter aussagen wollte, ist aber das es tödlich sein kann, einen Chef hinzusetzen der keine Peilung von den Produktionsprozessen hat. Da kann man noch so dolle Betriebswirtschaftliche Abschlüsse haben, der jenige wird einfach keine vernünftigen Entscheidungen treffen, wenn der nur auf die vermeintliche Wirtschaftlichkeit schaut.

    Imo auch ein Problem in Sachen Bundestag und der Verteilung der Ministerien, da wird nicht auf Fachkompetenz geachtet....

  13. #33
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
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    Praxisferne BWL alleine bringts nunmal auch nicht!
    Wer eine Leitende Funktion hat sollte sowohl theoretisch, als auch praktisch wissen wie der Hase läuft!
    Sonst geht in beiden Fällen fast zwingend der Laden den Bach runter!
    Never run a touching system!!

  14. #34
    Robin Hood
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    Weiß ja nicht was für ein Begriff ihr unter einem "Manager" versteht, ist auch bissel weit gefasst, der Begriff vielleicht. Aber ein richtiger "Manager" ist kein Restaurantleiter, auch wenn sich Restaurantleiter gerne Manager titulieren, so wie jeder andere auch, weils scheinbar geil klingt, aber der berufliche Werdegang wird sich in der Regel schon unterscheiden.
    Ein Manager hat natürlich nur begrenzt Ahnung davon, wie der unmittelbare Produktionsprozess abläuft, dafür hat er dann ja auch einen Personalchef und Produktionsleiter. Oder glaubt ihr ein Rüdiger Grube von der Deutschen Bahn, hat Ahnung wie man nen Zug fährt oder wie das Personal zu Stoßzeiten bei der DB einzuteilen ist? Dafür wurde er doch auch nicht geholt.
    So viel dazu, versucht aber bitte nicht allzuweit vom Thema abzukommen oder macht einen neuen Fred auf
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  15. #35
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    Und meinste bei der Bahn läuft alles wie geschmiert?
    Vllt sollten sie mal Manager einstellen die auch mal die "niederen" Arbeiten dieses Unternehmens kennen gelernt haben!

    Um Volker Pispers mal zu zitieren:
    http://www.youtube.com/watch?v=9ZnB8wTMsC8#t=6m
    Geändert von baracuda (01.10.2009 um 17:56 Uhr)

  16. #36
    Robin Hood
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    Das ist völlig unerheblich ob es geschmiert läuft, du kannst dieses Beispiel auch auf erfolgreiche Unternehmen übertragen. Wenn er Zug fahren soll, dann wird er Schaffner, wenn er managen soll, dann wird er meist BWL studiert haben. So einfach ist das. Man kann deinen Vorwurf ja auch andersherum betrachten. Er ist zwar ein toller Koch/ Friseuer oder Hufschmied aber von erfolgreich wirtschaften hat er null Ahnung und deswegen bleibt der genauso auf der Strecke.
    Ich glaube du verkennst die Rolle eines Managers ein bissel, ist aber auch wurscht im Grunde, wir müssen allmählich zum Thema zurück oder besteht interesse daran diese Diskussion in einem eigenen Thread weiterzuführen?
    Cause I'm a picker
    I'm a grinner
    I'm a lover
    And I'm a sinner
    I play my music in the sun

  17. #37
    Oberstabsfeldwebel
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    Nur jemand der sich mit der Ahnung von der Materie hat (kann ja trotzdem BWL Fritze sein) kann einzig und allein die Mittel für ein möglichst effizenten Ablauf haben. Achja und seit wann ist der Begriff Manager für die Leiter großer Unternehmen reserviert?

    Aber zurück zu den eigentlichen Themen, da find ichs ja immer noch amüsant, wie diverse Persönlichkeiten um das Menschenrechtsgeschrei drücken.

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