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Über den Wahlkampf und aktuelle politische Entwicklungen

Eine Diskussion über Über den Wahlkampf und aktuelle politische Entwicklungen im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Ich berichte und analysiere derzeit auf meinem Blog unter http://predatoryfish.wordpress.com/ über politische Entwicklungen und den Wahlkampf. Wer sich für Politik ...

  1. #1
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von Predatory fish
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    Über den Wahlkampf und aktuelle politische Entwicklungen

    Ich berichte und analysiere derzeit auf meinem Blog unter http://predatoryfish.wordpress.com/ über politische Entwicklungen und den Wahlkampf.

    Wer sich für Politik interessiert, der ist eingeladen, sich einmal auf meinem Blog ein wenig umzusehen und gerne auch einen Kommentar zu hinterlassen.

    Ich hoffe, es ist für die Moderatoren ok, dass ich hier kurz darauf verweise und ein wenig Werbung mache im Sinne einer höheren Wahlbeteiligung.

    Viel Spaß beim Lesen!
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    Erich Kästner

  2. #2
    Mac Moneysac
    Avatar von dezi
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    Empfehle Dir http://www.computerbilly.de/ als Anregung für gute politische Blogs (entsprechende Kategorie anklicken, weil da wird auch über anderes geblogt ^^).

    The night is dark and full of terrors.

  3. #3
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    Avatar von Dhaos
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    Zitat Zitat von Predatory fish Beitrag anzeigen
    Ich berichte und analysiere derzeit auf meinem Blog unter http://predatoryfish.wordpress.com/ über politische Entwicklungen und den Wahlkampf.

    Wer sich für Politik interessiert, der ist eingeladen, sich einmal auf meinem Blog ein wenig umzusehen und gerne auch einen Kommentar zu hinterlassen.

    Ich hoffe, es ist für die Moderatoren ok, dass ich hier kurz darauf verweise und ein wenig Werbung mache im Sinne einer höheren Wahlbeteiligung.

    Viel Spaß beim Lesen!
    Joa, bissel überflogen - is jetzt aber auch mögliche Kritik dabei. Muss ich jetzt net viel erwähnen. Aber zB die Sache mit der Linkspartei. Die gehen schon einen gescheiteren Weg, als man es vermuten würde. Denn Schulden haben wir bekannterweise sehr gut unter der Regierung Kohl, aber auch Schmidt etc gemacht. Demnach.. wer drosselt hier denn wirklich mal die Staatsausgaben? xD
    Oftmals wird ja auch nur schwachsinn damit gemacht. Gibt genug Möglichkeiten Schwachsinn zu kürzen und so eben andersweitig zu investieren. Ich könnt wirklich noch mehr zu sagen, da sind durchaus auch gute nachvollziehbare Sachen bei^^ aber auch um mal noch vllt zu erwähnen. Die CDU hat bei uns teilweise die Zügel in der Hand -die Armen Viertel verkommen. Der Hochschulstadtteil glänzt. Aber auch die SPD, groß auf sozial machen, aber am Ende doch mehr Bonze sein, als wirklich mal was in den Problemregionen zu unternehmen. ^^
    Es bietet sich einfach nur links an. Ich hatte auch gestern wieder so eine überzeugte SPDlern - mal so nebenbei..45 Jahre alt. Die wusste aber hinterher wirklich net mehr, was sie sagen soll. Recht hatte ich eben. Und trotzdem wird dann SPD gewählt - da kommen dann so lustige Begründungen, dass sie von innen heraus was ändern will.. oder weil ihr "angehender" Freund in der Partei ist, da kann man net einfach die Seiten wechseln. Hach, Leute gibt es^^
    <a href=http://mitglied.lycos.de/fsxavier/200607071902461.jpg target=_blank>http://mitglied.lycos.de/fsxavier/200607071902461.jpg</a>

  4. #4
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von Predatory fish
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    Zitat Zitat von FsXavier Beitrag anzeigen
    Joa, bissel überflogen - is jetzt aber auch mögliche Kritik dabei. Muss ich jetzt net viel erwähnen. Aber zB die Sache mit der Linkspartei. Die gehen schon einen gescheiteren Weg, als man es vermuten würde. Denn Schulden haben wir bekannterweise sehr gut unter der Regierung Kohl, aber auch Schmidt etc gemacht. Demnach.. wer drosselt hier denn wirklich mal die Staatsausgaben? xD
    Oftmals wird ja auch nur schwachsinn damit gemacht. Gibt genug Möglichkeiten Schwachsinn zu kürzen und so eben andersweitig zu investieren. Ich könnt wirklich noch mehr zu sagen, da sind durchaus auch gute nachvollziehbare Sachen bei^^ aber auch um mal noch vllt zu erwähnen. Die CDU hat bei uns teilweise die Zügel in der Hand -die Armen Viertel verkommen. Der Hochschulstadtteil glänzt. Aber auch die SPD, groß auf sozial machen, aber am Ende doch mehr Bonze sein, als wirklich mal was in den Problemregionen zu unternehmen. ^^
    Es bietet sich einfach nur links an. Ich hatte auch gestern wieder so eine überzeugte SPDlern - mal so nebenbei..45 Jahre alt. Die wusste aber hinterher wirklich net mehr, was sie sagen soll. Recht hatte ich eben. Und trotzdem wird dann SPD gewählt - da kommen dann so lustige Begründungen, dass sie von innen heraus was ändern will.. oder weil ihr "angehender" Freund in der Partei ist, da kann man net einfach die Seiten wechseln. Hach, Leute gibt es^^
    besuch mal ein paar marode Unis und sag, dass die Hochschulviertel glänzen^^ die Unis haben das Geld für notwendige Gebäudesanierungen nicht

    naja, die Schulden unter Kohl sind natürlich auch durch die Wiedervereinigung bedingt, entstanden vor allem nach der Wende
    und wer hat die DDR-Wirtschaft heruntergewirtschaftet? ja, die SED, die später PDS und nun Die Linke heißt
    unter Schmidt war die Ölkrise, das war auch nicht zu verachten
    in einer Demokratie ist das mit dem Schuldenabbauen aber extrem schwierig

    zur Linken habe ich erst neulich einen Artikel geschrieben, wieso man sie nicht wählen sollte:
    http://predatoryfish.wordpress.com/2...t-wahlen-darf/
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    Erich Kästner

  5. #5
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Ich bitte dich moralische Bedenken wegen der SED Vergangenheit, Menschenrechtsverletzungen hier, Überwachung da. Ich glaube viele verkennen den Umstand das sich die beiden Kontrahenten nichts gegeben haben, sie befanden sich quasi im indirekten Kriegszustand. Aufbau von Terrorkommandos, Anzettelungen von Bürgerkriegen, teilweiser Unbegründeter Verbot Kommunistischer Parteien, (Teilweise auch konfuse Schuldankreidungen am Zusammenbruch der Weimarer Rebublik), Inhaftierungen von eben diesen Parteimitglieder oder vermutete Sympantanten, Zensierung sozialistisch/kommunistisch geprägter Medien. Und an all dem hat die BRD unmittelbar mitgewirkt. Also bitte diese Klischees wurden von beiden Seiten ganz gut bedient, auch unter dem Deckmantel der "Demokratie".

    Dann nehm ich jetzt nochmal das derzeit so beliebte Thema Mindestlohn. Ich denke du hast dich damit noch nie mit den Thema wirklich beschäftigt, ein Mindestlohn ist dafür da um das Existenzminimum zu erreichen. Das heist das das Geld auch für das Nötigste reicht. Das du menschenwürdig Leben kannst, eben überhaupt davon leben kannst. Und das klappt nicht nur auf Utopia, sondern auch in vielen Staaten auf diesen Planeten, sogar in unmittelbarer Umgebung. Die "billige Bedrohung" aus den 4 Himmelsrichtungen ist eine ganz andere Geschichte, die anders angegangen werden kann. Wer damit gegensteuern will, das einige dann eben so wenig bekommt das man nichts mehr zu fressen bekommt, hat den letzen Schuss nicht gehört.

    Dann kommt die Sache mit den "übermächtigen" Staat, aufgrund der Forderung diverser Verstaaltichigungen. Die Energieversorgung teilweise zu verstaatlichen ist alles andere als unklug, genauso wie in anderen Berreichen. Vor nicht allzulanger Zeit hab ich hier eine ausführliche Begründung getippt.

    Sicherich ist nicht alles an der Linken Gold, aber dieses ewige Gehetze gegen jeglichen sozialistischen Strömungen, geht einen wirklich auf die Omme. Ich denke nicht das man den Linken Populismus vorwerfen sollte, wenn man selber damit um sich wirft. Wir befinden uns wahrlich nicht mehr im Kalten Krieg, diese übermässige Linksphobie kann ruhig mal abgelegt werden.

  6. #6
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von Predatory fish
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    Man sollte nicht übertreiben.Die KPD wurde verboten, aber das ist sicherlich nicht so bedeutend,. dass wir darüber heute noch diskutieren müssen.

    Für das Existenzminimum gibt es eine Sozialhilfe (und inwzischen ALG 2) in Deutschland. Ja, und wer hat sie eingeführt? Die Parteien, die die Bundesrepublik nach ihrer Gründung geprägt haben, vor allem CDU, CSU und FDP. Oder hat 1949 deiner Meinung nach Die Linke regiert? In Deutschland verhungert niemand.
    Mindestlöhne von 10 Euro vernichten Arbeitsplätze. Sogar Hiwis an Unis bekommen nur etwa 7,5 oder 7,8 Euro. Jetzt soll jeder in Deutschland für jede Arbeit mindestens 10 Euro erhalten?
    Branchenbezogene Mindestlöhne finde ich ja in Ordnung, aber man muss nicht alles über denselben Sozi-Kamm scheren.

    Der Staat hat noch nie ein Unternehmen langfristig gut geführt. Wir brauchen Wettbewerb im Rahmen einer vertretbaren Ordnungspolitik. Sogar China hat die Marktwirtschaft umfassend eingeführt, obwohl sie noch keine Demokratie sind.

    Das Schlimmste an der Linken ist ja, dass sie sich total den notwendigen Reformen der Sozialsysteme verweigert. Ausbaden müssen die Schulden und die maroden Sozialsysteme diejenigen, die unter 45 Jahren alt sind oder erst noch geboren werden.
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    Erich Kästner

  7. #7
    Oberstabsfeldwebel
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    Du erkennst schon die paradoxe, zwischen sinkender Staatsbelastung und den Lohnausgleich aus der Staatskasse. (Mit Hartz 4 kann man auf dem ehrlichen Wege, NICHT menschenwürdig leben) Man arbeitet um zu leben, da sind Löhne unter den Existenzminimum aber ganz schön gegensätzlich. Das es hier eben nicht danach geht, ist der blinden Profitmaximierung zuzuschreiben. Branchenbezogen würde dann wieder auf die Tarfifverhandlungen fallen, die nun nur nen anderen Nullpunkt haben. Das es funktioniert zeigen dutzende Staaten und diverse Studien, das wurde in den extra 3 Video das Outsider gepostet hat, sehr lustig veranschaulicht.

    Zur Privatisierung und Verstaatlichigungsgeschichte, siehe hier.

    Was zum Teufel hat das herrschende Staatssystem mit den Wirtschaftssystem zu tun? Eigentlich garnichts, weil beides getrennt betrachtet werden muss. Deswegen ist auch keine Demokratie in China notwendig um Marktwirtschaftliche Aspekte einzubringen.

    Über Energiepolitik habe ich jetzt aber keine Lust zu quatschen, fand den Satz zu den Atomkraftwerken aber sehr putzig.

    Und was wird da bitte hoch gespielt, es wurde unteranderem die KDP und auch die Jugendorganisation FDJ verboten, diverse sozialistische geprägte Medien. Inhaftierungen von Kommunisten oder Sympantisten, teilweise auch gegen gemässigte Linke. Die Bundesregierung war an diversen NATO/Geheimdienst Operationen beteiligt. Unter anderem an den Aufbau von Glaido, ist einigen vielleicht ein Begriff. Paramillitärische Terrorkommandos mit Waffendepos in ganz Europa, die zusammen mit anderen Organisationen wie der P2 terroristische Angriffe auf kommunistische Ziele, Attentate auf linksorientierte Menschen der Öffentlichkeit, Ausschalltung der kommunistischen Oppusition. Vorallem in Italien, in Griechenland mit verantwortlich für den ausgebrochenen Bürgerkrieg, der eine Millitärdiktatur zur Folge hatte. Alles finanziert und Unterstützt von den Westmächten, die BRD spielte da ganz vorne mit. Auch auf deutschen Boden gab es diverse Sprengstoffattentate die z.B. Glaido zuzuschreiben sind. Es laufen immer noch zahlreiche Prozesse. Achja Hindernisse in der Berufswelt und co. für politische Gegner gab es nicht nur in der DDR. z.B. im Jahre 1950 trat für die FDJ-, KPD- und VVN-Mitglieder ein Beschäftigungsverbot (Berufsverbot) im öffentlichen Dienst statt. Also bitte nicht so weit aus dem Fenster lehnen, wenn man über die moralischen Aspekte der SED redet und dabei den eigenen Schmutz vor der Tür vergisst.
    Geändert von SonGohan (25.09.2009 um 02:52 Uhr)

  8. #8
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von Predatory fish
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    Nenn mir bitte eine Demokratie, die keine Marktwirtschaft hat (also auch keine sozial abgefederte, es fordert ja niemand eine freie Marktwirtschaft). Ja, Marktwirtschaft ohne Demokratie geht, aber Demokratie geht ohne Marktwirtschaft nicht (vielleicht zehn Jahre lang, aber langfristig geht es nicht). Sowohl in Demokratien als auch Märkten sind Wettbewerb, Ablösung von Teilnehmern ohne Gewalt und Freiheit der Wahl zwischen Angeboten. Und, ganz wichtig: Die Macht ist sowohl in einer Marktwirtschaft als auch in einer Demokratie dezentralisiert.

    Dutzende andere Staaten haben aber vielleicht nicht 80 Millionen Einwohner, vielleicht eine bessere Bildungspolitik, vielleicht bessere Sozialsysteme, mehr Geburten oder keine so hohen Lohnnebenkosten wie in Deutschland. Du kannst nicht allein den Mindestlohn vergleichen. Ich würde ja gerne mal eine Liste sehen, welcher Staat einen Mindestlohn hat und wie hoch er ist. In Frankreich gibt es zum Beispiel einen hohen Mindestlohn, aber viel höhere Jugendarbeitslosigkeit. Klar, auch das muss nicht zusammenhängen. Wie gesagt, ich bin ja nicht per se gegen jeden Mindestlohn, aber 10 Euro sind einfach zu viel.

    Die Diskussion um den Kalten Krieg spare ich mir jetzt, ich gehe jetzt auch bald offline. Gute Nacht.

    edit: Ich hab jetzt noch mal kurz Google benutzt und diese beiden Artikel gefunden:
    http://www.foerderland.de/1231.0.html
    und
    http://www.faz.net/s/RubC9401175958F...~Scontent.html
    Dort wird gezeigt, dass die Mindestlöhne teils niedrig sind beziehungsweise im anderen auf den Seiten der FAZ, dass der Mindestlohn in anderen Staaten weniger Menschen betrifft als er es wohl in Deutschland würde und es wird angeführt, dass dieser für die hohe Jugendarbeitslosigkeit verantwortlich sei.
    Geändert von Predatory fish (25.09.2009 um 04:03 Uhr)
    Es gibt nichts Gutes,
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    Erich Kästner

  9. #9
    Glückspilz
    Avatar von Duke Fak
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    Zwei Artikel von definitiv pro Arbeitgeber orientierten Seiten als Beweisführung gegen Mindestlohn herzunehmen macht soviel Sinn wie von Wulf Bernotat eine vernünftige Begründung darüber zu erwarten warum die Strompreise nicht hoch genug sein können.
    Wie kann man reinen Gewissens dafür sein, das Menschen 40 Stunden & mehr teils wirklich schwere Arbeiten verrichten müssen & dann noch zum Amt rennen dürfen um über die Runden zu kommen?
    Es gibt keine Arbeit die so wenig wert ist! Spätestens wenn sie nicht mehr gemacht wird zeigt sich ob diese Arbeit eh nur nonsens war, oder ob sie gebraucht wird. Wird sie gebraucht, dann wird man auch bereit sein mehr zu zahlen.
    Es ist auch kaum vernünftig darzulegen warum Mindestlohn ein Arbeitsplatzvernichter ist.
    Mag schon sein, das ein paar (dann eh unsinnige) Jobs wegfallen, dafür kann der Rest vom Gehalt wenigstens etwas leben.
    Es lassen sich keine Jobs wie Gebäudereiniger, Postbote, Leergutsortierer, usw. ins Ausland verlagern. Soll mir doch mal jemand zeigen wie ein Chinese in Peking mir hier meine Post in Briefkasten wirft, oder meine Fenster putzt!?
    Warum also müssen diese Leute für oft weit unter 5€ malochen?
    Flächendeckender ML von 10€ ist klar etwas übertrieben, aber im Bereich 7-8€ sollte er locker möglich sein!
    Was man auch bedenken muss: Sollte die Linke wirklich dazu kommen, darüber verhandeln zu dürfen treffen sich die Parteien eh irgendwo in der Mitte von Kein Mindestlohn & den 10€. Also ist die überzogene Forderung eher Kalkül um in Ernstfall auf ein einigermaßen vernünftiges Ergebnis zu kommen.
    Geändert von Duke Fak (25.09.2009 um 08:15 Uhr)
    Never run a touching system!!

  10. #10
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Zitat Zitat von Predatory fish Beitrag anzeigen
    Dutzende andere Staaten haben aber vielleicht nicht 80 Millionen Einwohner, vielleicht eine bessere Bildungspolitik, vielleicht bessere Sozialsysteme, mehr Geburten oder keine so hohen Lohnnebenkosten wie in Deutschland. Du kannst nicht allein den Mindestlohn vergleichen. Ich würde ja gerne mal eine Liste sehen, welcher Staat einen Mindestlohn hat und wie hoch er ist. In Frankreich gibt es zum Beispiel einen hohen Mindestlohn, aber viel höhere Jugendarbeitslosigkeit. Klar, auch das muss nicht zusammenhängen. Wie gesagt, ich bin ja nicht per se gegen jeden Mindestlohn, aber 10 Euro sind einfach zu viel.
    Die Französische Arbeitslosigkeit und jugendlichen Franzosen hat nichts mit den Mindestlohn zu tun, sondern eher mit der Vergangenheit als große Kollonialmacht. Ergo aus den alten Kollonien kommen ne Menge Imigranten auf das europische Festland mit franzsöischer Staatsbürgerschaft und sammeln sich mehr oder weniger in Slum ähnliche Vorstädte. Darum besteht so eine hohe Arbeitslosigkeit und auch Gewaltpotential, man erinnere sich als Paris sich im "Ausnahmezustand" befand.

    Mag sein das 10 Euro ein leicht zu hoch gegriffener Betrag ist, aber hier kommen die Argumente von Duke Fak ins Spiel.

    Außerdem ist der Mindestlohn ja nicht der einzige Aspekt einer sozialeren und gerechteren Verteilung des Geldes, z.B. die schon X mal angesprochene Verlagerung der Sozialabgaben wie in Skandinavien (übriegends ich weis ja nicht wer die Liste angefertigt hat, aber in Dänemark exestiert ein branchen Unabhängiger Mindestlohn, nur nicht gesetzlich verankert) speziell Dänemark und Norwegen, keine Sozialabgaben für den Arbeitgeber um moderate Preise und Konkurenzfähigkeit zu garantieren. Und das wesentlich bessere Bildungssystem in Skandinavien trägt natürlich auch seinen Teil dazubei, wie auch noch wesentlich mehr Aspekte.

  11. #11
    Feldwebel
    Avatar von Golan
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    Zitat Zitat von Predatory fish Beitrag anzeigen
    Nenn mir bitte eine Demokratie, die keine Marktwirtschaft hat (also auch keine sozial abgefederte, es fordert ja niemand eine freie Marktwirtschaft). Ja, Marktwirtschaft ohne Demokratie geht, aber Demokratie geht ohne Marktwirtschaft nicht (vielleicht zehn Jahre lang, aber langfristig geht es nicht). Sowohl in Demokratien als auch Märkten sind Wettbewerb, Ablösung von Teilnehmern ohne Gewalt und Freiheit der Wahl zwischen Angeboten. Und, ganz wichtig: Die Macht ist sowohl in einer Marktwirtschaft als auch in einer Demokratie dezentralisiert.
    Das würde ich eigentlich angesichts der Wirtschaftskrise als Trugschluss bezeichnen - nur weil es keine stabile Demokratie ohne Marktwirtschaft gab bedeutet das keineswegs, dass so etwas nicht möglich oder sinnvoll wäre. Ebensowenig ist die Verflechtung von Demokratie und Marktwirtschaft ein zuverlässiges Zeichen, dass beide Systeme verbunden sein sollten - gerade in ihren Grundzügen gibt es hier einen krassen Unterschied: Demokratie (technisch gesehen nicht die repräsentative) steht jedem gleiche Macht zu während Marktwirtschaft Macht aus finanzieller und strukturrelevantem Einfluss ableitet.
    Gerade die freie Marktwirtschaft hat das Problem, dass es sehr wohl zu einer Monopolbildung kommen kann. Die Bankenkrise ist ein Paradebeispiel, wie trotz Regulierungsmöglichkeiten die Marktwirtschaft einem sehr begrenzten Teil von Wirtschaft und Gesellschaft eine mehr als übermäßige Bevorzugung erlaubt hat, welche sogar die Meinungsfindung demokratischer Systeme verzerrte - es hat durchaus einen Grund, dass hier die Metapher von der Geiselnahme der Welt durch die Banker immer wieder aufkommt.
    Demokratie basiert auf der freien und gleichen Entscheidung eines jeden Bürgers - wer durch finanzielle und wirtschaftliche Benachteiligung, welche essentielle Elemente für eine Marktwirtschaft sind, eingeschränkt ist hat weder freie noch gleiche Entscheidungsmöglichkeiten.

  12. #12
    Darth Plüsch !
    Avatar von mope7
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    ich will mal ne Demokratie mit ner Zentralverwaltungswirtschaft sehen.....

    Vertragsfreiheit, Eigentumsrechte, Selbstheilungskräfte, Angebotsbestimmung durch Nachfrage - das sind alles freie "Dinge" die durch die Marktsubjekte gelenkt werden.
    Du kannst nicht sagen: Ich bin finanziell benachteiligt, also ist Marktwirtschaft scheisse weil sie das zulässt. Um es ganz gemein zu sagen: Dafür ist man selbst verantwortlich. Niemand hindert dich daran Super-Manager o.ä. zu werden.

    Interessant hingegen ist z.b. die sozialistische Marktwirtschaft - die "funktioniert" auch in Autokratien, aber... naja, ich würde sie nicht wollen....
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  13. #13
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Das meinst du aber nicht im ernst, oder? Außerdem müsste Chancengleichheit gegeben sein. Schon alleine dadurch das du ohne Geld nicht in jede Sparte reinrutschen kannst, ist diese nicht gegeben. Was mich schon alleine daran hindert Manager zu werden, ist das ich den längeren Bildungsweg nicht finanzieren konnte, da ich mich um mein Eltenrhaus, meine Famielie kümmern muss, die Aufgrund von Fehlentscheidungen andererer leiden.

    Der Markt reguliert alles, nur nicht sich selbst.

  14. #14
    Feldwebel
    Avatar von Golan
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    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen
    Vertragsfreiheit, Eigentumsrechte, Selbstheilungskräfte, Angebotsbestimmung durch Nachfrage - das sind alles freie "Dinge" die durch die Marktsubjekte gelenkt werden.
    Du kannst nicht sagen: Ich bin finanziell benachteiligt, also ist Marktwirtschaft scheisse weil sie das zulässt. Um es ganz gemein zu sagen: Dafür ist man selbst verantwortlich. Niemand hindert dich daran Super-Manager o.ä. zu werden.

    Interessant hingegen ist z.b. die sozialistische Marktwirtschaft - die "funktioniert" auch in Autokratien, aber... naja, ich würde sie nicht wollen....
    Damit stimmst du mir doch aber grundsätzlich zu, dass ein "Super-Manager o.ä." mehr zu sagen hat als ein Fließbandarbeiter, oder nicht? Sonst wäre ja keine Not da, überhaupt ein wandelnder Nadelstreifen zu werden.
    Halten wir das mal fest als Argumentationsstück A: Die Entscheidungsmöglichkeiten sind nicht für alle gleich.

    Damit bin ich dann wohl oder übel auch gezwungen, zwischen einem einflussreichen Job und einem vielleicht anderen, interessanteren etc. Job zu wählen.
    Argumentationsstück B: Meine Entscheidung ist meistens entweder uneingeschränkt, sprich frei, oder einflussreich, sprich gleich.

    Ferner schätze ich mal, dass du zustimmst, dass unsere Wirtschaft nicht nur aus Managern bestehen kann, dass wenn der eine mehr Einfluss hat ein anderer dafür weniger hat. Gerade durch das aufteilen von Management und Fertigung etc., also der Konzentration von Einfluss, ist die wirtschaftliche Macht auf eine einigermaßen feste Personenzahl beschränkt, welche (viel wichtiger als die Beschränkung) nie alle Akteure einer Marktwirtschaft umfassen kann. Kämpfe ich mich also nach oben muss zwangsläufig jemand anderes nach unten.
    Argumentationsstück C: Des Einen Freiheit kommt auf Kosten der Freiheit des Anderen.

    Ergo sind also wohl nie alle gleich und alle frei. Siehst du da nicht einen klitzekleinen Widerspruch zu unserem modernen Demokratieverständnis?


    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen
    ich will mal ne Demokratie mit ner Zentralverwaltungswirtschaft sehen.....
    Ich auch. Dein Punkt?
    Wobei die Begrifflichkeit eigentlich irreführend ist. Eine demokratische Zentralverwaltung würde die Entscheidungsgewalt unter Gesichtspunkt der Verteilung auf die Gesellschaft weit weniger zentralisieren als eine monopolgeprägte Marktwirtschaft.
    Geändert von Golan (25.09.2009 um 13:43 Uhr)

  15. #15
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    http://www.youtube.com/watch?v=LFxLg...eature=related

    Zur Chancengleichheit und Bildungsfreundlichkeit. Hach wie schön extra 3 sein kann.

  16. #16
    Darth Plüsch !
    Avatar von mope7
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    Doch das meine ich ernst. Ich reiß mir persönlich den Arsch auf, damit ich später mal ne "bessere" Stellung hab. Wenn da bei dir - aus welchen Gründen auch immer- nicht möglich ist, dann tut mir das Leid, aber damit hab ich nichts zu tun. Definiere Chancengleichheit.


    Thema Manager und Co: Auch hier: Der Manager hat sich die nötigen Kompetenzen erarbeitet. Warum sollte jemand Mitspracherecht haben der von dem wo er mitreden soll keine Ahnung hat ? Sieht man doch an den vielen Insolvenzen: Beispiel Bäcker: Das kann der beste Bäcker der ganzen Stadt sein, wenn der vom Kaufmannstun keinen Plan hat dann wird sein Betrieb in die Pleite driften. Sieht man noch krasser an den Privatinsolvenzen: Die meisten Menschen haben vom einfachen (!) Haushalten absolut keine Ahnung. Dabei würde es bei 80% schon reichen wenn sie einfach nur ein Haushaltsbuch führen. "Ne, zu umständlich !" "neee, kein Bock" etc kommt es dann. Würde das ein Manager sagen ?

    Du bist gezwungen zwischen einem einflussreichen oder interessanten Job zu wählen ? Nein das ist falsch. Du kannst werden was du möchtest. Wenn du "Machtgeil" bist und nur diesen Punkt an oberste Stelle setzt, dann gebe ich dir in Zügen recht, dann bist du "gezwungen" in eine bestimmte Richtung zu gehen. Warum nur in Zügen ? Weil auch das nicht stimmt. Mach deine eigene Unternehmung auf mit etwas was du magst und werde Weltmarktführer. Mag vllt nicht sooooo einfach werden aber es ist machbar und darauf kommt es an. Also setzt dich auf deinen Hintern und mach deine Traumfirma auf.

    "Einer muss runter wenn einer hoch kommt" - Joa, da stimme ich dir auch in gewisser Weise zu. Ich arbeite für etwas und erreiche etwas und bin vielleicht besser als derjenige der momentan eine bestimmte Position inne hat - warum soll ich dafür nicht belohnt werden ? Niemand hat den anderen gezwungen still rumzusitzen und den Anschluss zu verlieren.

    Ansonsten setzt du Demokratie mit (sozialer)Marktwirtschaft gleich: das ist falsch und das steht hier auch nicht zur Debatte. Die Marktwirtschaft ist keine Rechtsform, ergo warum reitest du darauf rum ?
    Was hingegen stimmt: Demokratie geht mit freier oder sozialer Marktwirtschaft Hand in Hand. Warum ? Wurde schon angesprochen, weil sich hier jeder für sich selbst entfalten kann. In einer Zentralverwaltngswirtschaft kannst du das nicht.

    Und der Begriff "Demokratische Zentralverwaltung" ist Unsinn. Beides schließt sich gegenseitig aus. Es gibt keine Zentralverwaltung die "demokratisch" geprägt ist, das wäre wie wenn ich annehmen würde, dass eine Demokratie einen Diktator braucht. Es ergibt keinen Sinn.

    Dein zweiter Punkt dazu ergibt sich demnach ebenso: Eine Zentralverwaltungswirtschaft ist nicht weniger zentral als eine Marktwirtschaft. Warum zweitere übrigens monopolgeprägt sein soll hätte ich auch gern erklärt. Dazu vorweg: Ja, es gibt Monopole, das bestreitet keiner.

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  17. #17
    Mainforum-Moderator
    Avatar von Little.
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    Zitat Zitat von mope7 Beitrag anzeigen
    Du kannst werden was du möchtest.
    Erzähl das mal dem Kind einer Familie dessen Eltern nach 35 Jahren Arbeit arbeitslos werden und neben Hartz4 noch zur Tafel müssen. Ja, das hat bestimmt reelle Chancen Professor für angewandte Physik oder auch einfach "nur" Tierarzt zu werden.
    "Linux is an operating system built to do things well, not simply."
    Michael Fahey (Kotaku.com)

  18. #18
    Darth Plüsch !
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    ja, das geht. Beschwerlich und Mühsam, aber gehen tut es auch.
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  19. #19
    Mainforum-Moderator
    Avatar von Little.
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    Und es ist Chancengleichheit (oder auch nur fair) wenn es für einzelne wesentlich einfach geht als für andere? Das ist dann das sich "jeder frei entfalten" kann?

    Es geht bei Chancengleichheit nicht darum das jeder eine Chance hat, sondern das die Möglichkeit diese Chance zu ergreifen möglichst gleich sind. Und das ist (wie du ja selbst geschrieben hast) definitiv nicht der Fall.
    "Linux is an operating system built to do things well, not simply."
    Michael Fahey (Kotaku.com)

  20. #20
    Darth Plüsch !
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    gut, dann machen wir folgendes:

    Jeder der sozial schlechter gestellt ist - aus welchen Gründen auch immer - bekommt vom Staat Hilfen damit es für ihn/sie ebenso einfach ist wie für nen Bonzenkind.

    Wäre das fair ?

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