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Privatisierung des Gesundheitssystems

Eine Diskussion über Privatisierung des Gesundheitssystems im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Ich kenne mich im Krankenhausbereich nicht gut genug aus um beurteilen zu können ob die Privatisierung aller Krankenhäuser eine gute ...

  1. #21
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Ich kenne mich im Krankenhausbereich nicht gut genug aus um beurteilen zu können ob die Privatisierung aller Krankenhäuser eine gute Idee ist oder nicht, aber was ich so von diversen privaten Krankenhäusbetreibern wie Asklepios gelesen habe, ist nicht durchweg positiv.

    Privatisierung halte ich nicht prinzipiell für schlecht, aber wie Neoprophan und einige andere Vorredner bereits schrieben ergibt es nicht überall Sinn.
    In Bereichen in denen es nie einen echten Wettbewerb geben kann, wie etwa beim Schienennetz oder der Wasserversorgung, dürften sich die Vorteile der Privatisierung für die Gesellschaft in Grenzen halten. Das hat einen recht simplen Grund: Während eine vom Staat betriebene Bahn oder die Stadtwerke nur kostendeckend arbeiten sollen, möchte ein privates Unternehmen nicht nur seine Kosten gedeckt sehen, sondern zusätzlich noch Gewinn erzielen.
    Noch "schlimmer" wirds wenn die Firmenpolitik von einem Haufen Soziopathen Aktionären bestimmt wird, denn die wollen ordentlich Rendite abgreifen sowie den Kurs ihrer Aktien steigen sehen. Möglichst jedes Jahr, sonst investiert man sein Geld lieber in renditeträchtigere Aktien. Da wohl kaum auf Dauer jedes Jahr mehr Leute Bahn fahren oder einen Anschluss bei den Stadtwerken anmelden werden, die Bevölkerung wächst schließlich nicht so schnell (in Deutschland zur Zeit eigentlich überhaupt nicht), gibt es da nicht viele Möglichkeiten die Gewinne zu steigern. Man erhöht also entweder die Preise, versucht weniger lukrative Kunden loszuwerden oder man betreibt Lohndumping. Mangels echten Wettbewerbs werden viele Kunden diese Kröten schlucken müssen.

    Dass hoheitliche Aufgaben wie die Justiz und Flugsicherung nicht privatisiert werden sollten, versteht sich eigentlich von selbst.

    In den USA gab es da beispielsweise den Fall eines Richters, der an einer Firma beteiligt war die Jugendgefängnisse betrieb und der sich dann selbst die "Kunden" zugespielt hat. Durch seine ungewöhnliche Strenge fiel er aber irgendwann auf.
    Geändert von Touji (26.08.2009 um 19:26 Uhr)
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  2. #22
    Feldwebel
    Avatar von XXXNA
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    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Private Krankenhäuser und Krankenkassen sind nur solange nützlich, wie es gleichzeitig staatliche Krankenhäuser und Krankenkassen als Konkurrenz gibt. Ist alles nur mehr unternehmerisch geführt, ist der Patient schutzlos ausgeliefert und wir haben US-amerikanische Zustände und die will ja wohl niemand wirklich haben. Ich hab da von einem Amerikaner, der sich in dem ganzen Medizin-Versicherung-Komplex recht gut auskennt, genug Schauergeschichten gehört.

    Ich finde btw, Gesundheitssowjetin Ulla Schmidt sollte Derksowitch als neues Ultraheilmittel in der Medizinplanwirtschaft einsetzen. Immerhin ist Lachen doch die beste Medizin.
    Och du armer kleiner ... Kannst du dir anders nicht helfen? Wie traurig.
    Geändert von XXXNA (27.08.2009 um 10:03 Uhr)
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  3. #23
    Welcome to the RL/NL
    Avatar von Diphosphan
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    Das die Privatisierung etlicher KH in D unumgänglich war ist hier jedem klar oder? Das Gesundheitssystem der öffentlichen Hand ist einfach trivial gesagt am Arsch.

    Wir haben eine zwei Klassen Medizin aber die beiden Klassen sind die First und der Eco.
    Unsozial?
    Ja klar aber es ist eine logische Konsequenz aus mehreren Fakten:

    Die PKV machen sicherlich einige Dinge richtig, die die gesetzlichen Kassen falsch oder besser formuliert nur falsch machen können. Thema Altersrückstellung um nur einmal ein Beispiel zu nennen (haben die die GKV überhaupt noch und wer hat aus diesem Topf genascht?). Zudem der Arzt darf ja bei einem PV den x fachen Satz ansetzen, aber dennoch sind die PKV deutlich billiger? Wie geht das oder woran liegt es, daß die GK nicht klar kommen?
    An den Arbeitslosen die in der GK versichert sicherlich nicht. Auch ein Harz IV Empfänger steht meistens selbst bei der Praxisgebühr von 10 Euro vor Problemen (Arzt oder Essen?). Somit an den sozial Schwachen die eh fast keine Leistungen mehr annehmen können liegt es nicht. An den chronisch Kranken? Na ja die dürfen ja fast alles inzwischen selber zahlen. Ich könnte das jetzt beliebig fortführen…

    Fakt ist das System ist ebenfalls am Arsch aber das PKV System funktioniert!?

    Ok somit ist für mich klar, daß die Teilprivatisierung des Gesundheitssystems absolut eine logische Konsequenz ist aus der Unfähigkeit von Regierungen sich dem Problem adäquat zu stellen.
    Somit ist es klar, daß sich nicht jeder die privaten Leistungen leisten kann, derjenige der sie sich leisten kann aber sie sich auch leistet. Komischer Satz...
    Das ist klar eine soziale Ungerechtigkeit, die aber leider die Konsequenz der Fehler der Gesundheitspolitik der letzten Jahre (Jahrzehnte) ist.

    Denken wir aber den Gedanken zu Ende. Eine völlige Privatisierung würde ein System ähnlich wie in den USA schaffen. Das ist sicherlich der falsche Weg.
    Eine Grundversorgung soll und muß vom Staat gewährleistet werden.
    Am besten ist diese Grundversorgung möglichst gut und gleich zu gestallten.
    Letztendlich würde eine sehr gute Grundversicherung das PKV System ad absurdum führen und die Diskussionen über die zweiklassen Medizin beenden.

    Ok jetzt sind wir wieder am Anfang der Diskussion.
    Ein KH lebt von den Patienten oder doch nicht?

    Das gilt aber nur, wenn das verdiente Geld wie in privaten Unternehmen üblich wieder in das Unternehmen investiert wird. Das gilt aber nicht wenn das verdiente Geld vom KH dann wieder wer weiß wo hingeht und letztendlich das KH wieder nur sein normales Budget bekommt?!

    Meiner Meinung nach KH lebt nur dann von seinen Patienten wenn es privatisiert ist…
    Warum?
    Wird das im Geld verdiente Geld wirklich wieder in das KH investiert wenn es in der öffentlichen Hand ist oder erfolgt eine massive Fremdverwendung dieser Gelder?!
    Tja ich denke zweites ist der Fall ansonsten hätten wir die Situation so nicht und auch hier wäre wiederum das System der Privatisierung der KH ad absurdum geführt.

    Ich führe hier bewußt nur einen logischen Beweis ohne polemische Komponenten.

    Das kann man auch gerne beliebig für alle anderen Bereiche übertragen...

    Somit wo ist nun das Problem? Die Privatisierung ist es sicherlich nicht sie ist nur die logische Konsequenz aus der Politik jeweiligen Staates
    Geändert von Diphosphan (27.08.2009 um 12:38 Uhr)

  4. #24
    Feldwebel
    Avatar von XXXNA
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    Zitat Zitat von Diphosphan Beitrag anzeigen
    Das die Privatisierung etlicher KH in D unumgänglich war ist hier jedem klar oder?
    Oh, du glaubst gar nicht, wie bildungsresistent einige in diesem Forum sein können. Das wirst du aber sicher auch bald noch feststellen.



    Ich gebe dir in vielen Punkten recht. Nun können wir ja mal über die Vor- und Nachteile eines vollprivatisierten Systems diskutieren. Du sagst ja, dass der Staat eine gewisse Grundsicherung bereitstellen muss für Sozial Schwache.
    Das sehe ich genauso.
    Jetzt kommen wir aber zu der Umsetzung: Mein Vorschlag ist es, dass es keine gesetzliche Krankenversicherung mehr gibt. Gleichzeitig werden die privaten Krankenversicherungen per Gesetz dazu verpflichtet, einen Basistarif anzubieten, der ab einem gewissen niedrigen Einkommen zu gewähren ist. Weiterhin würde dabei ein Annahmezwang herrschen und weiterhin auch die Pflicht zur Grundversicherung.

    Natürlich haben wir in dem System dann auch eine sog. "2-Klassenmedizin". Der Hartz4-Empfänger hätte immer nur die Grundversorgung gewährleistet, während sich der Millionär eine goldene Hüfte einsetzen lassen könnte. Aber das ist in jedem System so und die Kritik daran daher einfach hirnlos (genau deswegen warte ich ja auf sie von euch, liebe Linken).


    Der Vorteil wäre, dass der Staat aus der Nummer raus wäre und das ganze System von Grund auf effektiver und effizienter gestaltet wäre. Du hattest sehr richtig dargestellt, wie es praktisch zu der Ineffizienz der GKV kommt. Diese hätte man damit beseitigt.
    ]

  5. #25
    Welcome to the RL/NL
    Avatar von Diphosphan
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    Zitat Zitat von Derksowitch Beitrag anzeigen
    ..
    Ich gebe dir in vielen Punkten recht. Nun können wir ja mal über die Vor- und Nachteile eines vollprivatisierten Systems diskutieren. Du sagst ja, dass der Staat eine gewisse Grundsicherung bereitstellen muss für Sozial Schwache.
    Das sehe ich genauso.
    Jetzt kommen wir aber zu der Umsetzung: Mein Vorschlag ist es, dass es keine gesetzliche Krankenversicherung mehr gibt. Gleichzeitig werden die privaten Krankenversicherungen per Gesetz dazu verpflichtet, einen Basistarif anzubieten, der ab einem gewissen niedrigen Einkommen zu gewähren ist. Weiterhin würde dabei ein Annahmezwang herrschen und weiterhin auch die Pflicht zur Grundversicherung.
    Ich nähere mich der Sache ja völlig emotionslos und gehe nur nach der Logik.
    Wenn jemand das anders sieht und es logisch beweisen kann warum nicht?


    Den von dir erwähnten Punkt habe ich und da hast du recht nicht so gut formuliert. Mein Gedanke war, dass ein privates Gesundheitssystem OHNE staatlichen Eingriff zu den beschriebenen Folgen führen würde. Somit wäre dein Vorschlag sicherlich eine Alternative zu dem bestehenden System und so auch realisierbar.

    Aber meiner Meinung nach nicht der einzige, wenn auch der derzeit einzig denkbare
    Auch der Staat an sich könnte diese Grundsicherung gestalten, aber es müsste klar sein, dass die Gelder nicht fremdverwendent werden können. Hier sehe ich aber das Problem. Wer soll das wie kontrollieren ohne weiter Kosten zu generieren?! Und die Erfahrung zeigt die Gelder werden ja dann doch umgeschichtet wenn sie wo anders gebraucht werden.

    Und schon haben wir wieder den Salat...

    ERGO: Die logische Konsequenz ist der von dir beschriebene Weg oder eben die Mischform die wir in D haben.

  6. #26
    Obergefreiter
    Avatar von Neoprophan
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    Zitat Zitat von Derksowitch Beitrag anzeigen
    Natürlich haben wir in dem System dann auch eine sog. "2-Klassenmedizin". Der Hartz4-Empfänger hätte immer nur die Grundversorgung gewährleistet, während sich der Millionär eine goldene Hüfte einsetzen lassen könnte. Aber das ist in jedem System so und die Kritik daran daher einfach hirnlos (genau deswegen warte ich ja auf sie von euch, liebe Linken).
    Gut ich bin jetzt zwar kein Linker aber irgendwie finde ich das Beispiel mit dem Millionär übertrieben. Ich mein ein Millioniär (ich gehe von einen Multimillionär aus) der bräuchte auch Theoretisch gar keine Krankenversicherung, weil er es sich auch so leisten könnte. Ich gehe eher davon aus, dass es den Leuten um nicht so reiche schichten geht. Wenn ich mich jetzt zusatzversichern lasse, dann liege ich im KH schon auf einer anderen Station wie die Leute die keine Zusatzversicherung haben.

    Auf alles andere will ich jetzt nicht eingehen, weil ich es gar nicht so schlecht finde was du geschrieben hast.

    Das Unmögliche ist oft nur das unversucht gebliebene.

  7. #27
    Welcome to the RL/NL
    Avatar von Diphosphan
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    Zitat Zitat von Neoprophan Beitrag anzeigen
    Gut ich bin jetzt zwar kein Linker aber irgendwie finde ich das Beispiel mit dem Millionär übertrieben. Ich mein ein Millioniär (ich gehe von einen Multimillionär aus) der bräuchte auch Theoretisch gar keine Krankenversicherung, ...
    Ja richtig so war es bis vor kurzen in D. Ab einer gewissen Einkommensgrenze war man "freiwillig" Krankenversichert. Aus dem "freiwillig" wurde ein Zwang (ich glaube Jan/2009) auch wenn man sich "privat" versichert hat.

    D.h. heute muß! jeder in D eine Krankenversicherung haben (was nicht gerade schlecht ist).
    Das ist z.B. eine logische und sinnvolle staatliche Entscheidung...

  8. #28
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Zitat Zitat von Derksowitch Beitrag anzeigen
    Och du armer kleiner ... Kannst du dir anders nicht helfen? Wie traurig.
    Weist du der gravierende Unterschied zwischen PJ und dir ist, das PJ nicht will, du kannst dir nicht.

    Zitat Zitat von Derksowitch Beitrag anzeigen
    Oh, du glaubst gar nicht, wie bildungsresistent einige in diesem Forum sein können. Das wirst du aber sicher auch bald noch feststellen.
    Ab wann sprechen wir über Bildungsresistenz? Ich finde nicht über das erste BWL Semester hinauszudenken, ist eine gute Basis für eine Defeniation des Begriffs.


    @Diphosphan
    Auch wenn du noch nicht Teil der linken Welt...äh Forumsverschwörung bist, deine Ansätze sind äußerst diskutabel. Zu ersteinmal sollte nochmal festgestellt werden, das ich in keinster Weise mit den Gesundheitssytem Deutschlands zufrieden bin. Doch möchte ich mal diesen Begriff Grundversorung geklärt haben, sowas hat es in Fragen der Gesundheit nicht zu geben. Jeder Mensch hat bzw. sollte das Recht haben eine seinem Gesundheitszustand entsprechende und bestmögliche Behandlung zu erhalten. Das ist mit Profitmaximierung nicht zu erreichen.

    @neo
    Von dir kommt doch sicherlich noch etwas?
    Geändert von SonGohan (27.08.2009 um 19:10 Uhr)

  9. #29
    Welcome to the RL/NL
    Avatar von Diphosphan
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    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen


    @Diphosphan
    Auch wenn du noch nicht Teil der linken Welt...äh Forumsverschwörung bist, deine Ansätze sind äußerst diskutabel. Zu ersteinmal sollte nochmal festgestellt werden, das ich in keinster Weise mit den Gesundheitssytem Deutschlands zufrieden bin. Doch möchte ich mal diesen Begriff Grundversorung geklärt haben, sowas hat es in Fragen der Gesundheit nicht zu geben. Jeder Mensch hat bzw. sollte das Recht haben eine seines Gesundheitszustandes entsprechende und bestmögliche Behandlung erhalten. Das ist mit Profitmaximierung nicht zu erreichen.
    Gerne würde ich meine Antwort in zweit Teilantworten splitten:

    1.) Nun ja es gibt ja auch von mir einen Beitrag hier:
    Der Mensch - wirklich etwas besseres?
    Es ist für mich eigentlich ganz klar, dass auch jeder Mensch uneingeschränkten Zugang zur Bildung und Aufklärung erhalten sollte um die Stufe 6 zu erreichen.
    Dies würde dann deine Forderung klar zur Realität machen.

    Aber ist das realistisch bzw. durch einen Staat zu erreichen und ist somit die logische Konsequenz nicht, dass diese Forderung nicht richtig ist in einem System wo das nicht zu realisieren ist?

    2.) Das Thema Grundversorgung ist ein interessantes Thema. Was ist die Grundversorgung? Für den einen sind schönheits OP's (die z.t auch von der GK übernommen werden) ein Teil der Grundversorgung für andere sind selbst modernste Methoden der Krebsbekämpfung nicht Teil der Grundversorgung?! Deine Definition ist sehr gut nur wie kann man sie kontrollieren bzw. umsetzten. Wer entscheidet das?
    So wie heute schon sog. Expertengremien?


    Meine Meinung:


    Wären wir in einen System das die Stufe 6 der Moralentwicklung ermöglichen würde, wäre die Frage klar zu beantworten bzw. sie stellt sich nicht. Die Menschen an sich hätten ein derartiges moralisches Verständnis, dass diese Frage gerne von jedem selbst beantwortet werden könnte

    So nun bin ich sehr weit abgeschweift aber generell zeigt es den Bruch zwischen einem erstrebenswerten System und dem was man heute vorfindet.

    Back to the Topic:

    Unternehmen sind nur dann an Gewinnmaximierung interessiert, wenn sie natürlich von uns allen dazu aufgefordert werden und der Staat entsprechende Möglichkeiten schafft kreativ dies auszuüben.

    Dass man die Gewinne dort re-investiert wo sie den Nutzen für den Patienten bringen finde ich für den richtigen Weg.
    Das man hier der Staat mehr intervenieren müsste sehe ich auch so.

    Da der Staat leider die Gelder nicht wieder dort verwendet wo sie entstehen (auch Stichwort: Ökosteuer) muß man diese Konsequenz aus der heutigen Situation ziehen.

  10. #30
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    machinor
    Zitat Zitat von Derksowitch Beitrag anzeigen
    Och du armer kleiner ... Kannst du dir anders nicht helfen? Wie traurig.
    Mir helfen? Inwiefern? Wobei denn? Ich hab ja gar nicht mit dir gesprochen... nur über dich.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  11. #31
    Mainforum-Moderator
    Avatar von Little.
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    Zitat Zitat von Derksowitch Beitrag anzeigen
    Mein Vorschlag ist es [...]
    Sorry, hab den Thread nicht von Anfang gelesen und will das nur für mich zum Verständnis wissen:
    wo genau ist da jetzt der Vorteil gegenüber einer staatlichen grundlegenden Gesundheitsvorsorge für jeden und private für die dies sich leisten können?
    "Linux is an operating system built to do things well, not simply."
    Michael Fahey (Kotaku.com)

  12. #32
    Welcome to the RL/NL
    Avatar von Diphosphan
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    Zitat Zitat von Little.B Beitrag anzeigen
    Sorry, hab den Thread nicht von Anfang gelesen und will das nur für mich zum Verständnis wissen:
    wo genau ist da jetzt der Vorteil gegenüber einer staatlichen grundlegenden Gesundheitsvorsorge für jeden und private für die dies sich leisten können?
    Ich will mal dazu antworten, da ich denke seine Punkt zu verstehen.
    Der Punkt ist, das ein rein staatliches System funktioniert nicht, denn die Gelder für das Gesundheitssystem werden fremdverwendet.
    D.h. das Geld das eingezahlt wird, kann in schwierigen Zeiten von den Regierungen umverteilt werden.
    Beispiel: Altersrückstellungen der GKV oder die Ökosteuer.

    Somit kann man natürlich eine rein private Lösung andenken bei der gesetzlich die Grundversorgung klar geregelt ist. D.h eine medizinische Versorgung auf höchsten Niveau aber ohne die klassischen Problem des Systems einer staatlichen Intervention und ohne die Probleme einer reinen privatwirtschaftlichen Lösung wie in den USA.

    Bezahlbar ist die schon formulierte Forderung nach der besten Versorgung für die entsprechende Krankheit...

  13. #33
    Stabsfeldwebel
    Avatar von Wilma
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    Zitat Zitat von Diphosphan Beitrag anzeigen
    Ich will mal dazu antworten, da ich denke seine Punkt zu verstehen.
    Der Punkt ist, das ein rein staatliches System funktioniert nicht, denn die Gelder für das Gesundheitssystem werden fremdverwendet.
    D.h. das Geld das eingezahlt wird, kann in schwierigen Zeiten von den Regierungen umverteilt werden.
    Beispiel: Altersrückstellungen der GKV oder die Ökosteuer.

    Somit kann man natürlich eine rein private Lösung andenken bei der gesetzlich die Grundversorgung klar geregelt ist. D.h eine medizinische Versorgung auf höchsten Niveau aber ohne die klassischen Problem des Systems einer staatlichen Intervention und ohne die Probleme einer reinen privatwirtschaftlichen Lösung wie in den USA.

    Bezahlbar ist die schon formulierte Forderung nach der besten Versorgung für die entsprechende Krankheit...
    hm, das einfachste wäre doch, dass der staat das geld nicht fremdverwenden darf?
    Geändert von Wilma (31.08.2009 um 11:59 Uhr)
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  14. #34
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    Avatar von brainsheep
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    Diese Reportage könnte sich lohnen anzuschauen.

    http://daserste.ndr.de/reportageundd...privat100.html
    Geändert von brainsheep (31.08.2009 um 19:00 Uhr)
    Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur.
    Oscar Wilde

  15. #35
    Feldwebel
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    Zitat Zitat von Wilma Beitrag anzeigen
    hm, das einfachste wäre doch, dass der staat das geld nicht fremdverwenden darf?
    Was der Staat nicht darf und was er tut, sind zwei Paar Schuhe. Da liegt einfach dein Gedankenfehler. Der Staat besteht aus Menschen, die Macht über andere Menschen haben. Der Staat ist kein Heilsbringer, der von irgendner Gotteshand geführt wird.
    ]

  16. #36
    Obergefreiter
    Avatar von Neoprophan
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    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    @neo
    Von dir kommt doch sicherlich noch etwas?
    Sollte es? Ich hatte es jetzt eigentlich nicht vor.

    Zitat Zitat von Diphosphan Beitrag anzeigen
    Ja richtig so war es bis vor kurzen in D. Ab einer gewissen Einkommensgrenze war man "freiwillig" Krankenversichert. Aus dem "freiwillig" wurde ein Zwang (ich glaube Jan/2009) auch wenn man sich "privat" versichert hat.

    D.h. heute muß! jeder in D eine Krankenversicherung haben (was nicht gerade schlecht ist).
    Das ist z.B. eine logische und sinnvolle staatliche Entscheidung...
    Also falls du es nicht anderes gemeint hast, sehe ich es als Sinnvoll an. Zum einen sollte jeder dazu verpflichtet sein, weil es dann ausgeschlossen ist, dass Leute keine Krankenversicherung haben, was ja bei vielen jungen Leuten nicht so unwahrscheinlich wäre, wenn einem dann mehr Geld bleibt, wenn man Jung ist hat man im "Normalfall" nicht so viele "Wehwehchen". Zu was brauche ich jetzt die Krankenversicherung? Ich gehe 2 mal im Jahr zum Zahnarzt, Kontrolle mit Mundhygene, Letztere darf ich sowieso selber zahlen. Gut und was weiter? Dafür das ich alle 2 Jahre mal 3 Tage zuhause bleibe, weil ich Fieber bekomme? Gut natürlich, wenn man jetzt wirklich mal was hat, einen Unfall ect. dann schaut man schon schön durch die Finger. Ich bin mir sicher einige junge Menschen würden sich nicht versichern, weil sie es als nicht umbedingt Notwendig erachten.
    Wenn ich das ganze als Topf betrachte, wo mehrere Menschen einzahlen, dann bin ich besser dran, wenn ich alle dazu verpflichte in den Topf einzuzahlen.
    Ein staatlicher Topf wäre wohl Sinnvoll, der nur von einer einzigen Krankenkasse die für alle Leute zuständig ist verwaltet wird bzw. dieser zur Verfügung steht. Solange es im einem Staat deutlich mehr Arbeitende als Arbeitslose und Gesunde als Kranke Menschen gibt, sollte in dem Topf auch genug Geld vorhanden sein. Für den Unwahrscheinlichen fall das 80 Millionen Menschen gleichzeitig einen Unheilbaren Gehirntumor bekommen, ist der "Staat" sowieso im Ars**.

    Gut wenn der Staat jetzt Geld aus diesem Topf zweckentfremdet, muss man sich folgende Fragen stellen.


    1. Ist die entnommene Summe ein Überschuss?
    2. Kann man sich es langfristig leisten auf diese Summe zu verzichten?
    3. Beeinträchtigt das Entnehmen des Geldes aus so einem Topf die Leistungen die den Menschen zur Verfügung stehen.


    Werden die ersten 2 Fragen mit Ja beantwortet, dann ist es in meinen Augen nicht problematisch. Wird letztere Frage mit Ja beantwortet, dann sollte man es lieber nicht machen.

    Zitat Zitat von Derksowitch Beitrag anzeigen
    Was der Staat nicht darf und was er tut, sind zwei Paar Schuhe. Da liegt einfach dein Gedankenfehler. Der Staat besteht aus Menschen, die Macht über andere Menschen haben. Der Staat ist kein Heilsbringer, der von irgendner Gotteshand geführt wird.
    Falsch, ein Staat besteht aus der Bevölkerung (Menschen), einen geographischen Gebiet oder auch einem Areal wenn du so willst und aus einer Regierung die "Gewalt" ausübt. Ein Staat ohne Ersteres (irgendwelche Roboter SciFi-Szenarien ausgeschlossen) ist nicht Existenzfähig. Eine Regierung besteht aus Menschen die Macht über andre ausüben. Aber sonst hast du recht, du kannst einen Staat nicht verbieten, Geld zu zweckentfremden es sei denn, du schreibst es in die Verfassung.

    Das Unmögliche ist oft nur das unversucht gebliebene.

  17. #37
    Stabsfeldwebel
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    Zitat Zitat von Derksowitch Beitrag anzeigen
    Was der Staat nicht darf und was er tut, sind zwei Paar Schuhe. Da liegt einfach dein Gedankenfehler. Der Staat besteht aus Menschen, die Macht über andere Menschen haben. Der Staat ist kein Heilsbringer, der von irgendner Gotteshand geführt wird.
    najo, private unternehmen, deren primärziel gewinnmaximierung ist, sind das aber sicher auch nicht.
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  18. #38
    Zitat Zitat von Wilma Beitrag anzeigen
    najo, private unternehmen, deren primärziel gewinnmaximierung ist, sind das aber sicher auch nicht.
    Wenn per Vertrag festgelegt ist, was dir zusteht. Bekommst du das auch. Wenn die Krankenkassen das garantieren wollen müssen sie einen Preis berechnen bei dem sie noch Profit machen können.
    Der Konkurrenzkampf wird dafür sorgen dass der Preis nicht übertrieben sein wird.
    Wie will ein privates Unternehmen Geld zweckentfremden, usser es ist ein Multikonzern und braucht zurzeit woanders Geld? Das müsste man dann gesetzlich Regeln.
    Wenn Geld übrig bleibt, ist das der Gewinn der Firma.

    Marktwirtschaft.

  19. #39
    Stabsfeldwebel
    Avatar von Wilma
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    Zitat Zitat von excite|blactail Beitrag anzeigen
    Wenn per Vertrag festgelegt ist, was dir zusteht. Bekommst du das auch. Wenn die Krankenkassen das garantieren wollen müssen sie einen Preis berechnen bei dem sie noch Profit machen können.
    Der Konkurrenzkampf wird dafür sorgen dass der Preis nicht übertrieben sein wird.
    Wie will ein privates Unternehmen Geld zweckentfremden, usser es ist ein Multikonzern und braucht zurzeit woanders Geld? Das müsste man dann gesetzlich Regeln.
    Wenn Geld übrig bleibt, ist das der Gewinn der Firma.

    Marktwirtschaft.
    najo, dabei vergisst du dann aber das personal, an dem zur gewinnmaximierung gespart werden kann bzw. auch wird in den krankenhäusern. vor allem macht mir da das thema überstunden angst. in sachen gesundheit, autofahren, flugsicherung etc. enden überstunden oftmals tödlich oder zumindest ungesund.
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  20. #40
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Nick
    machinor
    Zitat Zitat von excite|blactail Beitrag anzeigen
    Wenn per Vertrag festgelegt ist, was dir zusteht. Bekommst du das auch. Wenn die Krankenkassen das garantieren wollen müssen sie einen Preis berechnen bei dem sie noch Profit machen können.
    Der Konkurrenzkampf wird dafür sorgen dass der Preis nicht übertrieben sein wird.
    Wie will ein privates Unternehmen Geld zweckentfremden, usser es ist ein Multikonzern und braucht zurzeit woanders Geld? Das müsste man dann gesetzlich Regeln.
    Wenn Geld übrig bleibt, ist das der Gewinn der Firma.
    Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass private Gesundheitsunternehmen im Notfall anders handeln als Großkonzerne die auch trotz steigender Gewinne Leute entlassen, nur der Gewinnmaximierung wegen.
    In der Realität hast du dann die Situation wie in den USA, wo Krankenkassen einen riesigen Anteil des eingezahlten Geldes für den Unterhalt umfassender Rechtsabteilungen und Anwaltskanzleien verwenden. Wenn du dann mal Forderungen an die Kasse stellst, musst du dir dein Anrecht erst in langwierigen Prozessen erstreiten, wo du nachweisen musst, dass eine Behandlung wirklich notwendig und du wirklich bedürftig bist. Derweil verschlechtert sich dein Gesundheitszustand (wenn dir was ärgeres fehlt) und die Behandlungskosten steigen, die du vorerst dann mal aus eigener Tasche zahlen musst, bis du dein Recht erstritten hast. Wenn du durch deine Krankheit dann noch arbeitsunfähig bist, wirst du bald in finanzielle Engpässe kommen und versuch dann mal einen kostspieligen Rechtsstreit am Laufen zu halten.
    Wenn rein private Vorsorge so toll ist, wieso ist das US-Gesundheitssystem dann eines der schlechtesten und marodesten der Welt? Wieso sind die am besten funktionierenden Gesundheitssysteme in Ländern mit staatlicher Fürsorge?!

    Wie Derksowitch schon so schön sagte: "Der Staat ist kein Heilsbringer, der von irgendner Gotteshand geführt wird."
    Das stimmt. Die Marktwirtschaft aber noch viel weniger.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

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