Was man bedenken muss, ist, dass "Legalisierung aller Drogen" nicht bedeutet: "Jeder darf alles anbauen und offen verkaufen", sondern dass der Staat Anbau, Handel und Gebrauch reglementiert, kontrolliert und besteuert wie bei legalen Drogen Alk und Tabak auch. Das große Problem (für den Staat) bei illegalen Drogen sind nicht die Süchtigen selbst, sooooo viele sind ja nicht Hardcore-Junkies auf die Bevölkerung gesehen, sondern die Kriminalität die durch Beschaffungsnot bei Konsumenten und vor allem durch die Illegalität des Handels entsteht. Was man verbietet und in den Untergrund treibt, kann man nicht kontrollieren. Man denke an die Prohibition in den 20ern und 30ern.
Zudem bedeutet Legalisierung nicht: "jeder darf sich im Kiosk an der Ecke 2 kg Heroin kaufen". Handel und Konsum würden natürlich reglementiert und es würde auch entsprechende Jugendschutz-Mechanismen da sein. Vor allem kann man aber viel effizienter Aufklärung und Therapie betreiben, ohne dass Süchtige gleich in Kriminalität abrutschen.