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Piratenpartei Schweiz

Eine Diskussion über Piratenpartei Schweiz im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Zitat von Touji Ach? Und Heuchelei und Mangel an Selbstreflexion sind eine Besonderheit der Piraten? Also wenn das für dich ...

  1. #21
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Ach? Und Heuchelei und Mangel an Selbstreflexion sind eine Besonderheit der Piraten? Also wenn das für dich die Ursache für den Untergang der "politischen Kultur" ist, dann ist sie schon vor langer langer Zeit untergegangen oder hat nie existiert.
    Untergang? Von Untergang rede ich nicht. Auch nicht, dass Mangel an Selbstreflexion und Heuchelei eine Besonderheit der Piratenpartei wäre. Was mich ungemein frappiert, ist, dass die Piratenpartei entweder furchtbar zynisch oder wirklich so unglaublich abgrundtief unreflektiert naiv ist, sich ihrer eigenen Heuchelei nicht bewusst zu sein.

    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Vorkämpfer sind sie insofern als, dass sie die Interessen von Gesellschaftsgruppen sowie Programmpunkte vertreten, die in den etablierten Parteien unterrepräsentiert sind.

    Was genau meinst du mit "System reproduzieren"?
    Das macht sie zu Vorkämpfern? Uff, die Vorraussetzungen sind ja imponierend gering.
    Ich würde eher sagen, dass die Piratenpartei im Grunde nichts anderes ist, als eine weitere Lobbyistenpartei. Nur betreibt sie halt nicht Lobbyismus für pöhse Konzerne oder pöhse reaktionäre Eliten, sondern für Raubkopierer/Filesharer/Gamer, die ihre Bedürfnisse nach zügelloser Auslebung ihrer Bestrebungen unterrepräsentiert sehen. Im Grunde der selbe Grund, aus dem Wirtschaftszweige Lobbyismus betreiben. Sich dafür als Verteidiger der Unterdrückten und Übergangenen hinzustellen ist geradezu peinlich; nichts anderes macht die FDP ("die armen, armen Unternehmer und Manager") und die NPD ("Wir wollen auch endlich wieder 'Scheiß Juden!' brüllen dürfen"). Deshalb reproduzieren sie einfach nur das System. Weil sie einfach eine weitere Partei sind, die Partikularinteressen einer demographisch beschränkten Gruppe vertreten, d.h. de facto Lobbyismus betreiben.
    Von inhaltlichen Plattitüden und Heucheleien mal abgesehen.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  2. #22
    glaubst du denn, dass die piraten sich für eine regierungspartei halten?

  3. #23
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Untergang? Von Untergang rede ich nicht. Auch nicht, dass Mangel an Selbstreflexion und Heuchelei eine Besonderheit der Piratenpartei wäre. Was mich ungemein frappiert, ist, dass die Piratenpartei entweder furchtbar zynisch oder wirklich so unglaublich abgrundtief unreflektiert naiv ist, sich ihrer eigenen Heuchelei nicht bewusst zu sein.
    Naiv und unreflektiert? Von mir aus nenn es so, ich würde es eher idealistisch nennen, was meines Erachtens nach für eine junge progressive Partei nicht unbedingt verkehrt ist.

    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Das macht sie zu Vorkämpfern? Uff, die Vorraussetzungen sind ja imponierend gering.
    Ich würde eher sagen, dass die Piratenpartei im Grunde nichts anderes ist, als eine weitere Lobbyistenpartei. Nur betreibt sie halt nicht Lobbyismus für pöhse Konzerne oder pöhse reaktionäre Eliten, sondern für Raubkopierer/Filesharer/Gamer, die ihre Bedürfnisse nach zügelloser Auslebung ihrer Bestrebungen unterrepräsentiert sehen. Im Grunde der selbe Grund, aus dem Wirtschaftszweige Lobbyismus betreiben. Sich dafür als Verteidiger der Unterdrückten und Übergangenen hinzustellen ist geradezu peinlich; nichts anderes macht die FDP ("die armen, armen Unternehmer und Manager") und die NPD ("Wir wollen auch endlich wieder 'Scheiß Juden!' brüllen dürfen"). Deshalb reproduzieren sie einfach nur das System. Weil sie einfach eine weitere Partei sind, die Partikularinteressen einer demographisch beschränkten Gruppe vertreten, d.h. de facto Lobbyismus betreiben.
    Von inhaltlichen Plattitüden und Heucheleien mal abgesehen.
    Welche Partei verfolgt keine Partikularinteressen irgendeiner Form? Das tut ausnahmslos jede Partei. Bei dieser Partei sind die Ziele statt Steuererleichterungen für Reiche und Deregulierung der Märkte halt die Überarbeitung von Urheber- und Patentrecht, ein transparenter Staat, Open Access sowie der Schutz von Freiheitsrechten. Letzteres war früher mal eine Domäne liberaler Parteien, aber die FDP hat sich z. B. zunehmend vom Liberalismus zu Gunsten eines reinen Wirtschaftsliberalismus verabschiedet und würde heutzutage vermutlich jedes Freiheitsrecht auf dem Verhandlungstisch opfern, wenn sie dafür eine Steuersenkung durchsetzen könnte. Der Platz wurde also frei und soll jetzt neu besetzt werden.

    Du irrst dich wenn du glaubst, dass die Piratenpartei ausschließlich von "Raubkopierern" und Gamern unterstützt wird. Die Unterstützer kommen aus vielen Gesellschaftsgruppen, deren Gemeinsamkeit es ist, dass sie mit der Computertechnik aufgewachsen sind.
    Neben Hadopi und dem Piratebayprozess war es in Deutschland vor allem die Internetzensur-Diskussion, die der Partei Unterstützer gebracht. Auf die Idee, dass die Partei sich ausschließlich nach den Wünschen von Gamern und "Raubkopierern" richtet, kommt auch nur jemand, der sich nie mit dem Parteiprogramm auseinandergesetzt hat.
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  4. #24
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Bin ich der einzige, der dieses ganzen Piratenpartei-Zeugs durchbar albern findet?
    Nein, du bist nicht allein.

    Wie schon in nem anderen Therad beschrieben ist das Parteiprogramm utopisch und dient in eigentlich nur dazu Ideen- und Softwareklau zu legalisieren. Ich bleibe dabei, das Parteiprogramm wurde von IT Studenten zusammengestellt während sie Fluch der Karibik schauten und zuviel Rum genossen.

  5. #25
    Ehrenmember

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    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Nein, du bist nicht allein.

    Wie schon in nem anderen Therad beschrieben ist das Parteiprogramm utopisch und dient in eigentlich nur dazu Ideen- und Softwareklau zu legalisieren. Ich bleibe dabei, das Parteiprogramm wurde von IT Studenten zusammengestellt während sie Fluch der Karibik schauten und zuviel Rum genossen.
    Das unterscheidet es von anderen Parteiprogrammen genau wo?

  6. #26
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Zitat Zitat von deamon Beitrag anzeigen
    Das unterscheidet es von anderen Parteiprogrammen genau wo?
    Das andere Parteiprogramme utopisch sind, ist hier garnicht ausgeschlossen und tut auch nichts zu Sache.

  7. #27
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    Avatar von Exti-X
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    ähm...mal ne frage....haben die piratenparteien in den verschiedenen ländern alle die gleichen ideen und gehören die zusammen oder sind das quasi alles verschiedene bloß mit selbem namen?

  8. #28
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    Avatar von Apokus
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    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Nein, du bist nicht allein.

    Wie schon in nem anderen Therad beschrieben ist das Parteiprogramm utopisch und dient in eigentlich nur dazu Ideen- und Softwareklau zu legalisieren. Ich bleibe dabei, das Parteiprogramm wurde von IT Studenten zusammengestellt während sie Fluch der Karibik schauten und zuviel Rum genossen.
    Bildzeitungsbildung ftw..

    1 Minute mit dem Programm auseinander setzen würde helfen zu erkennen das es aktuell primär um Dinge wie den Gläsernen Bürger geht bzw wie man diesen verhindern kann. Das umfasst Bereiche wie die Vorratsdatenspeicherung, Internetzensur, Biometrische Ausweise, Bundestrojaner usw.
    Weiterhin geht es um Verbraucher Rechte wie z.B. der Möglichkeit das was ich erwerbe auch da nutzen zu dürfen wo ich möchte und nicht da wo der unnütze Kopierschutz es zulässt. In der Hinsicht ist das von dir angesprochene und CDUSPDblabla übertriebene geblubbere nur ein weiterer Punkt.
    Aber das erzähl ich dir nicht das hundertste mal.. les weiter die Bild und Bild dir deine Meinung..

  9. #29
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    Avatar von SonGohan
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    Jo, ich bin Bild Leser und CDU und co Vetreter. Genial geschlussfolgert, du Nachwuchs Sherlock Holmes.

    Ich habe mich ausführlich mit den Stellungnahmen Patentrecht und Lizenzrecht. Genauso wie die Argumentation von Touchi das freie Software, ebenfalls wirtschaftlich sein kann. Kann sie ja auch sein, aber der Herrsteller kann immer noch selbst entscheiden wie er sein Produkt am Mann bringen will und was für Schutzmaßnahmen er einsetzen wil. Wenn ihr die entsprechende Software wegen eines bestimmten Kopierschutzes nicht erwerben wollt, dann lasst es den Hersteller spüren in dem ihr sein Produkt auch wirklich nicht kauft. Sonst gebt ihr den Hersteller recht. Aber im Gegenzug müsst ihr dann auch auf die Leistung dieses Herstellers verzichten, sonst ist es ganz klar ein Diesbstahl geistigen Eigentums. Deswegen ist dieses geflame gegen EA und co einfach nur Kinderkacke und du bist einer in der ersten Reihe wenn es gegen Flame von erstgenannte geht. Polemik jemanden vorzuwerfen und dann selbst davon Gebrauch zunehmen, zeugt nicht gerade von Seriösität.

  10. #30
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    Avatar von Grischa
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    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Jo, ich bin Bild Leser
    das sagt doch alles ^^

  11. #31
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  12. #32
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    Avatar von Touji
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    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Ich habe mich ausführlich mit den Stellungnahmen Patentrecht und Lizenzrecht. Genauso wie die Argumentation von Touchi das freie Software, ebenfalls wirtschaftlich sein kann. Kann sie ja auch sein, aber der Herrsteller kann immer noch selbst entscheiden wie er sein Produkt am Mann bringen will und was für Schutzmaßnahmen er einsetzen wil. Wenn ihr die entsprechende Software wegen eines bestimmten Kopierschutzes nicht erwerben wollt, dann lasst es den Hersteller spüren in dem ihr sein Produkt auch wirklich nicht kauft. Sonst gebt ihr den Hersteller recht. Aber im Gegenzug müsst ihr dann auch auf die Leistung dieses Herstellers verzichten, sonst ist es ganz klar ein Diesbstahl geistigen Eigentums. Deswegen ist dieses geflame gegen EA und co einfach nur Kinderkacke und du bist einer in der ersten Reihe wenn es gegen Flame von erstgenannte geht. Polemik jemanden vorzuwerfen und dann selbst davon Gebrauch zunehmen, zeugt nicht gerade von Seriösität.
    Diebstahl geistigen Eigentums? Nicht-körperliche Gegenstände kann man nicht stehlen. Das ist physikalisch unmöglich. (*Erbsen zähl* )

    Ich persönlich lehne Kopierschutzmechanismen aus verschiedenen Gründen ab. Zum einen weil dadurch mitunter auch völlig legitime Nutzungsarten verhindert werden.
    So kam es z. B. schon vor, dass Sehbehinderte ein Hörbuch gekauft haben, dieses durch ein auf ihrem Computer installiertes Vorleseprogramm abspielen wollten, dieses Vorhaben aber an dem verwendeten Kopierschutz scheiterte.

    Ein anderes Beispiel sind Regionscodes bei DVDs. Es ist nicht einzusehen, dass Hersteller von Film-DVDs durch Fertigung in Billiglohnländern von der Globalisierung profitieren, gleichzeitig aber durch eine künstliche Barriere verhindern, dass die Kunden eventuelle Preis- und Qualitätsvorteile der Film-Versionen von anderen Teilen der Welt auf legalem Wege nutzen können.

    Noch ein Beispiel für die mitunter schädlichen Auswirkungen von Kopierschutzmechanismen sind diverse geschlossene Online-Musikshops wie etwa MSN Music oder der alte Musikshop von Walmart. Diese verkauften Musik im WMA-DRM-Format.
    Die Läden schlossen irgendwann ihre Pforten und auch die Aktivierungsserver wurden nach kurzer Übergangsfrist abgestellt. Wer das nicht mitbekommen hatte und vergessen hat die lokalen Kopien der Lizenzschlüssel zu sichern sitzt jetzt auf einem teuren Haufen Datenmüll der früher mal seine Musiksammlung war.

    Zum Glück ist die Zeit der DRM-Musikläden vorüber, was zum Teil aber auch der "Konkurrenz" durch Filesharingnetzwerke zu verdanken war und schließlich auch die Betonköpfe der Musikindustrie zu der Einsicht brachte, dass Musikdateien ohne Kopierschutz bei den potentiellen Kunden attraktiver sind.

    Eine besonders perfide Art das Kopierschutzes ist die Handhabung des analogen Bildsignals bei Blu-Ray-Discs. Zur Zeit werden analoge Anschlüsse noch unterstützt, aber in Kürze wird sich das ändern und nur noch bestimmte digitale Bildsignale unterstützt werden. Die Kopierschutzaktualisierungen können etwa durch Online-Updates oder mittels neuer Film-Discs auf die Player gespielt werden. Das heißt, Leute mit älteren HDTVs ohne digitalen Bildeingang werden ihre legal erworbenen Filme nicht mehr abspielen können, nach der Aktualisierung wahrscheinlich nicht mal mehr die älteren.

    Ein anderer "beliebter" Kopierschutz ist sogar potentiell gefährlich: Windows' WGA

    Es kam schon vor, dass durch einen Fehler hunderttausende Windows XP-Rechner fälschlicherweise als unerlaubte Kopie erkannt wurden und vorübergehend (bis zur Korrektur des Fehlers) nahezu unbrauchbar wurden.
    Was wäre, wenn die USA diesem Land einmal nicht mehr freundlich gesinnt wäre? Es wäre wohl ein Leichtes dafür zu sorgen, dass alle deutschen Windowslizenzen als ungültig eingestuft werden und den Dienst quittieren. In einem Land, in welchem auch der Großteil der Behördenrechner mit Windows laufen, hätte das fatale Folgen.

    Sicher, im Moment ist diese Gefahr rein hypothetisch, aber das ist die Gefahr eines atomaren Erstschlages auch und trotzdem wird versucht die weltweite atomare Abrüstung voranzutreiben. Im Zweifelsfall wiegt die nationale Sicherheit meines Erachtens nach schwerer als das Recht eines Softwareherstellers auf den Einbau eines Kopierschutzes.

    Ein anderes, nicht ganz so unwahrscheinliches Szenario:
    Eine Firma ist für ihre Arbeit auf ein bestimmtes Programm eines bestimmten Herstellers angewiesen. Das Programm ist kopiergeschützt und muss online aktiviert werden. Der Hersteller geht pleite und Jahre später ist auch der letzte Rechner mit aktivierter Kopie abgeraucht. Die mit dem Programm erstellten Dateien sind fortan komplett unbrauchbar.

    Ein weiteres Argument gegen Kopierschutzmechanismen ist der Erhalt unseres kulturellen Erbes. Stell dir vor Goethe hätte seine Werke ausschließlich als kopiergeschütztes eBook herausgebracht und auch Beethoven hätte seine Werke nur als kopiergeschützte Tonaufnahme der Nachwelt überlassen. Das Gebäude, in dem die einzigen nicht geschützten Kopien lagerten, ist später abgebrannt. Ein paar hundert Jahre später weiß dann keine Sau mehr wie man diese Dateien entschlüsselt. Ihre Werke wären für immer verloren, es sei denn es sind unerlaubte Kopien im Umlauf geraten.

    Genau das kann bei exzessivem Gebrauch von Kopierschutzmechnismen mit heutigen Werken geschehen.

    Ich kann ja durchaus nachvollziehen, dass etwa ein Softwarehersteller seine Werke mit einem Kopierschutz versehen möchte, aber es spricht meines Erachtens nach auch viel dagegen dies zu tun.

    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Jo, ich bin Bild Leser und CDU und co Vetreter. Genial geschlussfolgert, du Nachwuchs Sherlock Holmes.
    Keine weiteren Fragen. Ihr Zeuge!
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  13. #33
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    Avatar von Nihilist
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    Zitat Zitat von Exti-X Beitrag anzeigen
    ähm...mal ne frage....haben die piratenparteien in den verschiedenen ländern alle die gleichen ideen und gehören die zusammen oder sind das quasi alles verschiedene bloß mit selbem namen?
    Sie sind alle aus der gleichen bewegung entstanden, erstmals wurde die PP in Schweden gegründet. Die Piratenparteien an sich gehören nicht zusammen, Sie sind alles eigenständige Parteien. Vertreten aber überall ungefähr die gleichen Ziele...


  14. #34
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    Avatar von pyr0m4st3r
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    Zitat Zitat von Nihilist Beitrag anzeigen
    Sie sind alle aus der gleichen bewegung entstanden, erstmals wurde die PP in Schweden gegründet. Die Piratenparteien an sich gehören nicht zusammen, Sie sind alles eigenständige Parteien. Vertreten aber überall ungefähr die gleichen Ziele...
    ...und treten aufgrund des doch recht naheligenden mediums Internet gerne miteinander in Kontakt, zum Informationsaustausch etc...

    sind zwar alles eigene parteien, die sich selbst verwalten, und in Ihren jeweiligen ländern andre Programmpunkte aufführen (in Schweden tatsächlich zu Großen teilen Raubkopien, Sicherheitskopie und Kopierschutz, da bis vor einiger zeit keinerlei Regelung dazu existierte, und nun plötzlich alles verboten wurde; in Deutschland wiederum Vorratsdatenspeicherung, Zensur und Kriminalisierung der Jugendspielekultur; In England wirds dann um die Öffentliche Überwachung gehen und solcherlei Punkte etc...)

  15. #35
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    machinor
    BWAHAHAHAHAHA!
    Das Spektrum an Argumenten hier ist schon witzig.
    "Ja und? Die anderen machen's doch auch so!!"
    "Jaja, geh nur weiter deine Bild- und CDU/SPD-Parteizeitung weiterlesen, du hast ja eh keine Ahnung!!"
    Ihr seid drollig.

    @Touji:
    Idealistisch? Oh bitte. Mach dich nicht lächerlich.
    Zitat Zitat von Wikipedia über die schwedische Piratenpartei
    Weiteren ist einer der wichtigsten Punkte ihrer Agenda, das Urheberrecht in Schweden komplett zu reformieren, das Patentrecht abzuschaffen und dafür notfalls auch bereits bestehende Verträge mit der Welthandelsorganisation einseitig aufzukündigen. Ihre wichtigsten Zielgruppen stellen die Internetnutzer und insbesondere Nutzer von P2P-Börsen, sowie Studenten dar.
    Das hat nix mit Idealismus zu tun, sondern das ist schlicht und einfach "Mümümü, ich will Filme/Musik/Spiele/etc. aus'm Internet downloaden dürfen". Kommt schon, Leute, macht euch nicht lächerlich. Jeder hat schon mal was illegal runtergeladen, ich auch. Ich mach mir aber nicht vor, dass das in irgend einer Weise mein Anrecht (oder gar "Menschenrecht") wäre. Das ist doch Kinderkacke, das irgendwie zu rechtfertigen oder gar als tollen, rebellischen Akt oder Idealismus hinzustellen. So ein Verhalten ist entweder furchtbar naiv, kindisch und unreflektiert oder einfach nur heuchlerisch.
    Das Argument "Alle anderen machen's doch auch nicht anders!" ist ja wohl mal das zweitdümmste, was ich in diesem Thread vernehmen musste. Natürlich vertreten andere Parteien auch Partikularinteressen, that's not the fucking point. Andere Parteien stellen sich nicht großspurig als revolutionäre Rebellen dar, die die übrige Parteilandschaft explizit als veraltet ablehnen (Zitat Wikipedia zur dt. Piratenpartei). Andere Parteien sind sich dessen bewusst, dass sie Partikularinteressen vertreten; die Piratenpartei ist entweder so unreflektiert, dass sie sich dessen nicht bewusst ist oder sie ist einfach nur heuchlerisch.


    @Apokus: You're great. Wie immer.


    Zitat Zitat von Touji
    Diebstahl geistigen Eigentums? Nicht-körperliche Gegenstände kann man nicht stehlen. Das ist physikalisch unmöglich. (*Erbsen zähl* )
    Hohoho! O wie... geistreich. Ich hoffe mal, das war ein der missglückte Versuch einer Spitzfindigkeit und nicht ernst gemeint. Wie kommst du denn darauf, dass geistiges Eigentum nicht-körperlich oder nicht-physikalisch ist? Kleine Milchmädchenphysik oder wie?

    Dass diverse Online-freischalt-Kopierschutzmechanismen Probleme mit sich bringen, ist nichts neues. Das Konzept ist noch ziemlich in den Kinderschuhen und ist (bis auf Steam... wobei, das muss sich erst noch wirklich längerfristig beweisen) auch noch nie wirklich über das Stadium hinausgekommen. Vielleicht... nur vielleicht... ist das der Grund dafür, dass diese Art von Daten/Informationen/Medien/whatever nie exklusiv über diesen Vertriebsweg verbreitet wird. Ich kauf mir auch lieber 'ne CD als dass ich codierte Files kostenpflichtig runterlade, allein weil ich dem nicht so wirklich vertraue. Was ich auf CD hab, hab ich auf CD, kann ich mit einem CD-Player abspielen. Das ist die selbe Überlegung auf Grund derer man Verträge schriftlich festlegt. Was ich auf Papier habe, habe ich auf Papier. Soll das heißen, der Verbraucher ist schuld? Nicht zwangsläufig, aber ich würde sagen, man sollte gerade bei neuen Vertriebsarten eine gehörige Portion Technikskepsis mitbringen und sich nicht von Bequemlichkeit einlullen lassen.

    Zitat Zitat von Touji
    Es kam schon vor, dass durch einen Fehler hunderttausende Windows XP-Rechner fälschlicherweise als unerlaubte Kopie erkannt wurden und vorübergehend (bis zur Korrektur des Fehlers) nahezu unbrauchbar wurden.
    Was wäre, wenn die USA diesem Land einmal nicht mehr freundlich gesinnt wäre? Es wäre wohl ein Leichtes dafür zu sorgen, dass alle deutschen Windowslizenzen als ungültig eingestuft werden und den Dienst quittieren. In einem Land, in welchem auch der Großteil der Behördenrechner mit Windows laufen, hätte das fatale Folgen.

    Sicher, im Moment ist diese Gefahr rein hypothetisch, aber das ist die Gefahr eines atomaren Erstschlages auch und trotzdem wird versucht die weltweite atomare Abrüstung voranzutreiben. Im Zweifelsfall wiegt die nationale Sicherheit meines Erachtens nach schwerer als das Recht eines Softwareherstellers auf den Einbau eines Kopierschutzes.
    Au au au AUA! Da haben wir schon mal 'ne kapitale Simplifizierung: Microsoft ist das selbe wie der Dämon USA. Klaro. USA sind unsympathisch, Microsoft ist unsympathisch, also muss USA=Microsoft sein. Klarer Fall von A=C, B=C => A=B... klassischer Syllogismus... FAIL, Junge! Aber mal sowas von FAIL! Aber vielleicht ist ja Microsoft der Teufel hinter dem Dämon USA oder USA der Teufel hinter dem Dämon Microsoft oder so.
    Davon abgesehen: Ich hab noch nicht bemerkt, dass im Iran oder im Irak vor'm Krieg die Lichter ausgegangen sind und die politische Infrastruktur zusammengebrochen ist, weil die ganzen Regierungs-Windows-Rechner nicht mehr funktionieren.
    Zitat Zitat von Touji
    Ein weiteres Argument gegen Kopierschutzmechanismen ist der Erhalt unseres kulturellen Erbes. Stell dir vor Goethe hätte seine Werke ausschließlich als kopiergeschütztes eBook herausgebracht und auch Beethoven hätte seine Werke nur als kopiergeschützte Tonaufnahme der Nachwelt überlassen. Das Gebäude, in dem die einzigen nicht geschützten Kopien lagerten, ist später abgebrannt. Ein paar hundert Jahre später weiß dann keine Sau mehr wie man diese Dateien entschlüsselt. Ihre Werke wären für immer verloren, es sei denn es sind unerlaubte Kopien im Umlauf geraten.
    Das mit dem kulturellen Erbe ist ja noch bescheuerter als die Gefahr eines Kopierschutz-Erstschlags. Welches Musikstück/Buch/Spiel/Film/whatever kommt heute exklusiv als verschlüsseltes virtuelles Medium heraus? Keines. Kommt es zu Verlust von Kunst/Kultur/Wissen (letzteres heutzutage vielleicht weniger) durch Evolution der Speicher- und Betriebsmedien? Ja leider, kam es immer schon. Ich seh aber nicht wirklich die Bedrohung, dass das aufgrund von Kopierschutzmechanismen passiert.

    Also deine Argumente sind entweder katastrophal aus der Luft gegriffen oder furchtbar fadenscheinig, ganz ehrlich.


    EDIT:
    Ach so, @KaiKai: Natürlich sieht sich die Piratenpartei NICHT als Regierungspartei. Das widerspricht dem Selbstverständnis als progressive, rebellische Revoluzzerpartei. Zudem wüssten sie nicht wirklich, was an der Regierung tun, nachdem der böse Kopierschutz abgeschafft ist.
    Geändert von Psycho Joker (17.06.2009 um 14:36 Uhr)
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  16. #36
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    @Touji:
    Idealistisch? Oh bitte. Mach dich nicht lächerlich.

    Das hat nix mit Idealismus zu tun, sondern das ist schlicht und einfach "Mümümü, ich will Filme/Musik/Spiele/etc. aus'm Internet downloaden dürfen". Kommt schon, Leute, macht euch nicht lächerlich. Jeder hat schon mal was illegal runtergeladen, ich auch. Ich mach mir aber nicht vor, dass das in irgend einer Weise mein Anrecht (oder gar "Menschenrecht") wäre. Das ist doch Kinderkacke, das irgendwie zu rechtfertigen oder gar als tollen, rebellischen Akt oder Idealismus hinzustellen. So ein Verhalten ist entweder furchtbar naiv, kindisch und unreflektiert oder einfach nur heuchlerisch.
    Das Argument "Alle anderen machen's doch auch nicht anders!" ist ja wohl mal das zweitdümmste, was ich in diesem Thread vernehmen musste. Natürlich vertreten andere Parteien auch Partikularinteressen, that's not the fucking point. Andere Parteien stellen sich nicht großspurig als revolutionäre Rebellen dar, die die übrige Parteilandschaft explizit als veraltet ablehnen (Zitat Wikipedia zur dt. Piratenpartei). Andere Parteien sind sich dessen bewusst, dass sie Partikularinteressen vertreten; die Piratenpartei ist entweder so unreflektiert, dass sie sich dessen nicht bewusst ist oder sie ist einfach nur heuchlerisch.
    Ob es irgendjemanden sein Recht ist etwas für nicht-kommerzielle Nutzung herunterzuladen sei mal dahingestellt. Belege dafür, dass dadurch ein tatsächlicher Schaden entsteht, stehen bisher jedoch noch aus.



    Zumindest im Bereich der Musik gibt es Studien die belegen, dass die pöhsen Urheberrechtsverletzter gleichzeitig auch zu den besten Kunden gehören. Ob das in anderen Bereichen wie etwa dem Film- oder dem Spielegeschäft ebenso ist, weiß ich nicht. Dass die Gewinne in diesen Industrien nach wie vor wachsen, lässt zumindest darauf schließen, dass der tatsächliche Schaden nicht sonderlich groß sein kann.

    Da kein tatsächlicher Schaden nachgewiesen wurde, warum also sanktionieren? K. A. wie das in Schweden gesehen wird aber bei der dt. PP soll sich das freie Kopieren auf nicht-kommerzielle Nutzung beschränken. So Sachen wie Bootlegs oder der Einsatz von "Raubkopien" in Firmen sollen weiterhin sanktioniert werden können.

    Von mir kann ich jedenfalls behaupten, dass ich den Großteil meiner DVD-Sammlung nie gekauft hätte, hätte ich die Filme nicht vorher aus dem Netz gezogen. Ganz einfach weil ich nicht die Katze im Sack kaufe.
    Dieser Großteil sind allerdings Importe oder Filme die hierzulande ausschließlich per Kauf-DVD vertrieben wurden. Mein Beispiel dürfte dementsprechend nicht repräsentativ sein und ich lasse das als Argument mal außen vor.

    Ich vermute mal, dass ein gewisser Teil der "Raubkopierer", auch im Film- und Spielebereich, sich trotzdem eine legale Fassung besorgt. Etwa wenn sie sich einen in Amerika gerade angelaufenen Film aus dem Netz saugen um auszuloten ob es sich lohnt ihn später im Kino zu sehen oder wenn jemand mit dem Kopierschutz eines frisch gekauften Spieles nur Ärger hatte und er sich deshalb eine gecrackte Version lädt.

    Die Abschaffung des Patentrechts steht bei den deutschen Piraten ebenfalls nicht auf dem Parteiprogramm. Ich schätze mal, dass es zwischen den beiden Parteien noch in so manch anderem Detail unterschiedliche Ansichten gibt. Ich habe das Programm der schwedischen Partei allerdings nie gelesen..

    Andere Parteien stellen sich nicht als "noch nie dagewesen" dar, weil sie schon älter sind und ihnen das niemand mehr abkaufen würde. Bei jungen Parteien ist derartiges auf den Putz hauen aber keine Seltenheit. So super nie dagewesen waren die Grünen früher auch, heute sind derartige Behauptungen von der Partei selten. Auf den Putz hauen ist Teil des Geschäfts...

    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Hohoho! O wie... geistreich. Ich hoffe mal, das war ein der missglückte Versuch einer Spitzfindigkeit und nicht ernst gemeint. Wie kommst du denn darauf, dass geistiges Eigentum nicht-körperlich oder nicht-physikalisch ist? Kleine Milchmädchenphysik oder wie?
    Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    § 242 Diebstahl StGB

    Es ist somit kein Diebstahl. Punkt. Aus. Ende.

    Und ja, es war eine Spitzfindigkeit.

    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Dass diverse Online-freischalt-Kopierschutzmechanismen Probleme mit sich bringen, ist nichts neues. Das Konzept ist noch ziemlich in den Kinderschuhen und ist (bis auf Steam... wobei, das muss sich erst noch wirklich längerfristig beweisen) auch noch nie wirklich über das Stadium hinausgekommen. Vielleicht... nur vielleicht... ist das der Grund dafür, dass diese Art von Daten/Informationen/Medien/whatever nie exklusiv über diesen Vertriebsweg verbreitet wird. Ich kauf mir auch lieber 'ne CD als dass ich codierte Files kostenpflichtig runterlade, allein weil ich dem nicht so wirklich vertraue. Was ich auf CD hab, hab ich auf CD, kann ich mit einem CD-Player abspielen. Das ist die selbe Überlegung auf Grund derer man Verträge schriftlich festlegt. Was ich auf Papier habe, habe ich auf Papier. Soll das heißen, der Verbraucher ist schuld? Nicht zwangsläufig, aber ich würde sagen, man sollte gerade bei neuen Vertriebsarten eine gehörige Portion Technikskepsis mitbringen und sich nicht von Bequemlichkeit einlullen lassen.
    Sie werden nie exklusiv über solche Vertriebswege verbreitet? Schon mal ein neues EA-Spiel oder ein käufliches Adobeprogramm ohne Kopierschutz im Laden gesehen? Die Behauptung, dass solche Daten nie ausschließlich über solche Wege verbreitet werden ist also schlicht falsch.

    Im Musikbereich sieht es im Moment nicht so aus als ob nervige Kopierschutzmechnismen in absehbarer Zeit ein Problem werden. Das sah bis vor etwa einem Jahr aber noch ganz anders aus.
    Die CD-Verkäufe gingen seit Jahren zurück. (Das tun sie immer noch.) Der Bereich der am stärksten Wuchs war der Onlinebereich und in diesem Bereich waren AAC-DRM und WMA-DRM die Platzhirsche. Beide Formate waren kopiergeschützt und nur nach Onlineaktivierung brauchbar. Andere Formate wurden von den Major Labels nicht unterstützt. Es sah also so aus als ob in diesen Formaten die Zukunft lag.

    Dann gab es erste Versuche von Apple über deren marktbeherrschenden iTunes-Store gegen Aufpreis auch einen Teil des Sortiments in nicht kopiergeschützten Formaten anzubieten. So richtig geändert hat sich die Situation allerdings erst als Amazon einen eigenen Online-Musik-Shop aufmachen wollte. Amazon bestand darauf, dass nur Lieder im MP3-Format verkauft werden. Da konnten sich selbst die lernresistenten Major Labels nicht mehr weigern.

    Im Endeffekt ist es also der Marktmacht von Amazon zu verdanken, dass nicht kopiergeschützte Musikformate wieder eine Zukunft haben. Hätte der Konzern nicht die Idee für einen MP3-Shop gehabt und seine Muskeln spielen lassen, wäre in ein paar Jahren ein großer Teil der Musik vielleicht nur noch als DRM-Müll erhältlich.

    Bei Filmdatenträgern ist der Kopierschutz nach wie vor auf dem Vormarsch. Neben dem Auslaufen des Supports für analoge Bildschirmanschlüsse könnte bei Blu-Ray-Discs sich auch die Blacklist-Technik noch als Showstopper erweisen.
    Falls die Filmindustrie ein bestimmtes Playermodell nicht mag, etwa weil sich damit besonders leicht kopieren lässt, so könnte sie das Modell auf die Liste setzen. Mit dem nächsten Firmwareupdate (Online oder über einen neu erworbenen Film) wäre das Gerät dann zum teuren Briefbeschwerer degradiert.
    Bisher wurde diese Möglichkeit noch nicht genutzt und es stellt sich die Frage ob es überhaupt Sinn ergibt einen Teil der Player zu killen, aber die Technik dazu ist in jedem Gerät eingebaut.

    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Au au au AUA! Da haben wir schon mal 'ne kapitale Simplifizierung: Microsoft ist das selbe wie der Dämon USA. Klaro. USA sind unsympathisch, Microsoft ist unsympathisch, also muss USA=Microsoft sein. Klarer Fall von A=C, B=C => A=B... klassischer Syllogismus... FAIL, Junge! Aber mal sowas von FAIL! Aber vielleicht ist ja Microsoft der Teufel hinter dem Dämon USA oder USA der Teufel hinter dem Dämon Microsoft oder so.
    Davon abgesehen: Ich hab noch nicht bemerkt, dass im Iran oder im Irak vor'm Krieg die Lichter ausgegangen sind und die politische Infrastruktur zusammengebrochen ist, weil die ganzen Regierungs-Windows-Rechner nicht mehr funktionieren.
    Mir ist zwar klar, dass der der rumschreit immer recht hat, aber trotzdem:

    Ich habe nirgendwo behauptet, dass die USA oder Microsoft von Grund auf böse wären, aber bevor man nicht vorhandene Argumente auf den Tisch legen muss greift man lieber zur guten alten Anti-Amerikanismus-Keule. Sonst muss man sich noch eingestehen, dass man mal unrecht hatte und wer will das schon. Ich kann dich ja verstehen.

    Die USA sind unsere Freunde und es sieht derzeit nicht so aus als ob sich das alsbald ändern würde, aber man braucht nur einen kurzen Blick ins Geschichtsbuch zu werfen, genauer gesagt die letzten 100 Jahre, und man kann sehen wie schnell sich das Verhältnis zu diversen Großmächten ändern kann.

    Dass das Mittel, die (Windows-)Rechner anderer Nationen abzustellen, bisher nicht genutzt wurde, heißt noch lange nicht, dass das nie der Fall sein könnte. Mir wäre auch neu, dass sich Amerika mit dem Iran im Kriegszustand befände und mir wäre ebenfalls neu, dass Windows XP (das erste mit WGA ausgerüstete Windows) zum Start des Irakfeldzuges dort einen nennenswerten Marktanteil gehabt hätte.
    China wird seine Militärrechner nicht ohne Grund auf ein eigenes Betriebssystem umstellen. Auch in Russland gibt es derartige Überlegungen. In Kuba geht man noch einen Schritt weiter.

    Würdest du dich auf eine Bombe setzen, wenn du weißt das dein Nachbar die Zündfernbedienung hat? So wie du bisher argumentiert hast würdest du das wohl machen, denn im Moment verstehst du dich ja mit deinem Nachbarn und bisher wurde die Bombe offensichtlich noch nie gezündet.

    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Das mit dem kulturellen Erbe ist ja noch bescheuerter als die Gefahr eines Kopierschutz-Erstschlags. Welches Musikstück/Buch/Spiel/Film/whatever kommt heute exklusiv als verschlüsseltes virtuelles Medium heraus? Keines. Kommt es zu Verlust von Kunst/Kultur/Wissen (letzteres heutzutage vielleicht weniger) durch Evolution der Speicher- und Betriebsmedien? Ja leider, kam es immer schon. Ich seh aber nicht wirklich die Bedrohung, dass das aufgrund von Kopierschutzmechanismen passiert.
    Zig Computerspiele und Softwareprogramme kommen (legal) nur mit Kopierschutz aus und auch so gut wie alle Film-DVDs und BR-Discs sind kopiergeschützt. Film-DVDs sind aber zumindest insofern unproblematisch als das es da zum einen einen etablierten Standard gibt und zum anderen das Verhalten des Schutzes nicht nachträglich verändert werden kann (= keine Firmwareupdates von Playern per Film-Disc oder Onlineupdates).

    Der Verlust von Informationen durch technische Entwicklung lässt sich durch offene Standards für Geräte/Dateiformate verhindern. Selbst wenn es kein entsprechendes Gerät zum Öffnen eines Datenträgers oder kein lauffähiges Programm zum Öffnen bestimmter Dateien mehr gibt, so wäre es mittels offener Standards recht einfach ein solches Gerät/Programm neu zu bauen.
    Ohne solche Standards käme man vielleicht auch mittels Reverse Engineering zur Lösung solcher Probleme. Das ist aber zum einen sehr viel aufwändiger und ist zum anderen in vielen Ländern der Welt inzwischen durch neuere Copyright-Gesetze verboten worden.
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  17. #37
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    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Ob es irgendjemanden sein Recht ist etwas für nicht-kommerzielle Nutzung herunterzuladen sei mal dahingestellt. Belege dafür, dass dadurch ein tatsächlicher Schaden entsteht, stehen bisher jedoch noch aus.



    Zumindest im Bereich der Musik gibt es Studien die belegen, dass die pöhsen Urheberrechtsverletzter gleichzeitig auch zu den besten Kunden gehören. Ob das in anderen Bereichen wie etwa dem Film- oder dem Spielegeschäft ebenso ist, weiß ich nicht. Dass die Gewinne in diesen Industrien nach wie vor wachsen, lässt zumindest darauf schließen, dass der tatsächliche Schaden nicht sonderlich groß sein kann.

    Da kein tatsächlicher Schaden nachgewiesen wurde, warum also sanktionieren? K. A. wie das in Schweden gesehen wird aber bei der dt. PP soll sich das freie Kopieren auf nicht-kommerzielle Nutzung beschränken. So Sachen wie Bootlegs oder der Einsatz von "Raubkopien" in Firmen sollen weiterhin sanktioniert werden können.

    Von mir kann ich jedenfalls behaupten, dass ich den Großteil meiner DVD-Sammlung nie gekauft hätte, hätte ich die Filme nicht vorher aus dem Netz gezogen. Ganz einfach weil ich nicht die Katze im Sack kaufe.
    Dieser Großteil sind allerdings Importe oder Filme die hierzulande ausschließlich per Kauf-DVD vertrieben wurden. Mein Beispiel dürfte dementsprechend nicht repräsentativ sein und ich lasse das als Argument mal außen vor.

    Ich vermute mal, dass ein gewisser Teil der "Raubkopierer", auch im Film- und Spielebereich, sich trotzdem eine legale Fassung besorgt. Etwa wenn sie sich einen in Amerika gerade angelaufenen Film aus dem Netz saugen um auszuloten ob es sich lohnt ihn später im Kino zu sehen oder wenn jemand mit dem Kopierschutz eines frisch gekauften Spieles nur Ärger hatte und er sich deshalb eine gecrackte Version lädt.


    Oje, Oje.
    Deine Studie beweist mal absolut garnichts. Jedenfalls nicht das was du willst, schon alleine die Angabe 70% der befragten P2P Nutzer haut deine Argumentation aus den Latschen, denn das sind immer noch 30% die Musik besitzen, für die sie keine Gegenleistung entgegenbrachten. Das ist ein Schaden für den entsprechenden Vermarkter, schlicht und ergreifend. Zumal diese Studie alleinestehend eine Aussagekraft gen Null besitzt.

    Und nein über das Recht für nicht komerzielles kopieren braucht man sich nicht zu streiten. Denn der Hersteller hat zu entscheiden unter welchen Bedingungen er es unter die Leute bringen will, ist der Kunde nicht bereit die Bedingungen zu akzeptieren muss er schlicht und ergreifend darauf verzichten.
    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Die Abschaffung des Patentrechts steht bei den deutschen Piraten ebenfalls nicht auf dem Parteiprogramm. Ich schätze mal, dass es zwischen den beiden Parteien noch in so manch anderem Detail unterschiedliche Ansichten gibt. Ich habe das Programm der schwedischen Partei allerdings nie gelesen..
    Aber eine sinnfreie Entschlankung und Reformierung, bis hin zur Entkräftigung das Patente nur noch ein Schattendasein fristen.
    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Andere Parteien stellen sich nicht als "noch nie dagewesen" dar, weil sie schon älter sind und ihnen das niemand mehr abkaufen würde. Bei jungen Parteien ist derartiges auf den Putz hauen aber keine Seltenheit. So super nie dagewesen waren die Grünen früher auch, heute sind derartige Behauptungen von der Partei selten. Auf den Putz hauen ist Teil des Geschäfts...
    Das macht die ganze Angelegenheit noch immer nicht proffesioneller. Weil die anderen das machen, machen wir das auch ist ne ganz doofe Angewohnheit.


    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    § 242 Diebstahl StGB

    Es ist somit kein Diebstahl. Punkt. Aus. Ende.

    Und ja, es war eine Spitzfindigkeit.
    Ne ziehmlich schlechte, schon alleine weil jedes Geistige Gut in irgendeiner Form niedergeschrieben werden muss. Ob nun in Bytes oder auf Papier, beides ist physikalisch beweglich als auch kopierbar. Und eine unerlaubte Kopie zu erstellen, ist ebenfalls Diebstahl, du überträgst das Eigentum nur auf ein anderes Medium.


    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Mir ist zwar klar, dass der der rumschreit immer recht hat, aber trotzdem:

    Ich habe nirgendwo behauptet, dass die USA oder Microsoft von Grund auf böse wären, aber bevor man nicht vorhandene Argumente auf den Tisch legen muss greift man lieber zur guten alten Anti-Amerikanismus-Keule. Sonst muss man sich noch eingestehen, dass man mal unrecht hatte und wer will das schon. Ich kann dich ja verstehen.

    Die USA sind unsere Freunde und es sieht derzeit nicht so aus als ob sich das alsbald ändern würde, aber man braucht nur einen kurzen Blick ins Geschichtsbuch zu werfen, genauer gesagt die letzten 100 Jahre, und man kann sehen wie schnell sich das Verhältnis zu diversen Großmächten ändern kann.

    Dass das Mittel, die (Windows-)Rechner anderer Nationen abzustellen, bisher nicht genutzt wurde, heißt noch lange nicht, dass das nie der Fall sein könnte. Mir wäre auch neu, dass sich Amerika mit dem Iran im Kriegszustand befände und mir wäre ebenfalls neu, dass Windows XP (das erste mit WGA ausgerüstete Windows) zum Start des Irakfeldzuges dort einen nennenswerten Marktanteil gehabt hätte.
    China wird seine Militärrechner nicht ohne Grund auf ein eigenes Betriebssystem umstellen. Auch in Russland gibt es derartige Überlegungen. In Kuba geht man noch einen Schritt weiter.

    Würdest du dich auf eine Bombe setzen, wenn du weißt das dein Nachbar die Zündfernbedienung hat? So wie du bisher argumentiert hast würdest du das wohl machen, denn im Moment verstehst du dich ja mit deinem Nachbarn und bisher wurde die Bombe offensichtlich noch nie gezündet. .
    Och nö, Apfel>|<Birne.

    Wasn Schwachsinn, warum stellen Behörden auf andere Betriebssysteme um. Nein nicht aus Angst vor den bösen Amerikaner, der mal das Licht ausstellen kann, sondern aufgrund der Unzuverlässigkeit der Systeme und den entsprechen Support nun vor Ort. Scheint mir nen Touch zuviel Verschwörungstheorie und Panikmache zu sein. Zumal selbst nach den entsprechenden Wünschen der Piraten immer noch die Möglichkeit die Systeme auf allen erdenklichen arten anzugreifen sind.

    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Zig Computerspiele und Softwareprogramme kommen (legal) nur mit Kopierschutz aus und auch so gut wie alle Film-DVDs und BR-Discs sind kopiergeschützt. Film-DVDs sind aber zumindest insofern unproblematisch als das es da zum einen einen etablierten Standard gibt und zum anderen das Verhalten des Schutzes nicht nachträglich verändert werden kann (= keine Firmwareupdates von Playern per Film-Disc oder Onlineupdates).

    Der Verlust von Informationen durch technische Entwicklung lässt sich durch offene Standards für Geräte/Dateiformate verhindern. Selbst wenn es kein entsprechendes Gerät zum Öffnen eines Datenträgers oder kein lauffähiges Programm zum Öffnen bestimmter Dateien mehr gibt, so wäre es mittels offener Standards recht einfach ein solches Gerät/Programm neu zu bauen.
    Ohne solche Standards käme man vielleicht auch mittels Reverse Engineering zur Lösung solcher Probleme. Das ist aber zum einen sehr viel aufwändiger und ist zum anderen in vielen Ländern der Welt inzwischen durch neuere Copyright-Gesetze verboten worden.
    Seit wann gehen seit dem digitalen Zeitalter Daten aufgrund veralter Formate/Technik verloren. Ganz großer Käse, es gibt kein Format und kein Gerät die nicht von entsprechenden Experten wiederhergestellt werden kann, außer sie sind beschädigt. Wir haben gar eine Schnittstelle für seit 15 Jahren veraltete Maschienensoftware, entsprechend unbrauchbar und mit modernen Systemen nicht kompitabel, konstruiert und umgesetzt. Und das auch ohne offene Standards.

  18. #38
    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Ne ziehmlich schlechte, schon alleine weil jedes Geistige Gut in irgendeiner Form niedergeschrieben werden muss.
    Wieso? Ich habe gerade eine Melodie im Kopf.

  19. #39
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    Die dir keiner stehlen kann, solange du sie nicht in irgendeiner Form lesbar/hörbar/sehbar machst. Mitdenken bitte Jungs.

  20. #40
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    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Oje, Oje.
    Deine Studie beweist mal absolut garnichts. Jedenfalls nicht das was du willst, schon alleine die Angabe 70% der befragten P2P Nutzer haut deine Argumentation aus den Latschen, denn das sind immer noch 30% die Musik besitzen, für die sie keine Gegenleistung entgegenbrachten. Das ist ein Schaden für den entsprechenden Vermarkter, schlicht und ergreifend.


    Da muss ich tatsächlich mal einhaken....

    Du redest immer von "Schaden"... könntest du das bitte mal spezifizieren?!

    Und NEEEEIIIIIIIN die 30% hätten sich die Musik NICHT im Laden für Euros gekauft, bevor du auch nur daran denkst sowas zu schreiben...
    Zitat Zitat von FiX Beitrag anzeigen
    [...], da dem Mod wohl bekannt war, dass Blade kein normaler Bär und auch kein Schadbär, sondern ein Problembär ist und entsprechende Vorsorge daher hilfreich sein könnte.

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