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Microsoft und Yahoo

Eine Diskussion über Microsoft und Yahoo im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Microsoft wird sich wahrscheinlich für 51 Milliarden Dollar die Suchmaschine Yahoo einverleiben, um Google vom Markt zu drängen. Dies entspricht ...

  1. #1
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    Avatar von DrFriedChicken
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    Microsoft und Yahoo

    Microsoft wird sich wahrscheinlich für 51 Milliarden Dollar die Suchmaschine Yahoo einverleiben, um Google vom Markt zu drängen. Dies entspricht einem gesamten Jahresumsatz der Firma. Ich weiß nicht ob ich nun kräftig lachen soll oder ob das jetzt doch ernst gemeint ist...

    Eine weitere Frage wäre noch, was wird mit search.msn.com passieren? Die, direkt von Microsoft ins Leben gerufene Suchmaschine, wird davon dann auch vom Markt gedrängt? ...

  2. #2
    King of Kingz
    Avatar von RushCabal
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    wieso in der kuschelecke??
    ich denke microsoft hätte diesen schritt nicht getan, wenn sie sich nicht sicher wären mehr profit rauszuhauen als sie reingesteckt haben... versuchen anscheinend ein konkurent von google zu werden und google ist ja wie wir wissen stein reich.. mal schaun, wie sich das entwickelt ich denke yahoo hat noch viel potential von e-mail über minigames wie billiard und co bis hin zu nachrichten, was google nicht hat...
    auch search.msn.com wird glaub ich nicht untergehen, da das ja auch ein potentieller konkurent von google sein könnte, zwar nich so gefährlich aber einige tausend werden es sich nutzen. was für microsoft ja gut ist, wenn die "kunden" von google abwerben können

  3. #3
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von .deviant
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    Naja naja, Google hat genau so emails, Google hat googleMaps, GoogleEarth, Picasa and such more. Da kommt man mit Billard nicht hinterher.
    Und Google hat eine DAU-Fang-Lizenz. Jeder der einen Funken von Internet-Ahnung hat, betrachtet "Google" als den Eingang zum Internet. Allein das, ist ein großer Vorteil, den sonst kaum eine Plattform/Suchmaschine vorzeigen kann...
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  4. #4
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    Avatar von MuCKy
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    es macht einen schon angst wenn man merkt welche geldmacht microsoft aufbringen kann um andere von der 1 zu jagen und am ende wieder machen können wie sie es am besten gerne haben weil keiner mehr mitzureden hat ...
    Median 2008 Median but better .... Diablo2 Mod

    http://www.united-forum.de/rollenspiele-f614/diablo2-mod-median-2008-a-58198/ lest und habt mal wieder neuen Spass an d2

    ACHTUNG MedianXL alpha version released wer sie testen will findet sich im oberen topic

  5. #5
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Ich glaube nicht, dass Microsoft derzeit im Suchmaschinengeschäft eine ernste Bedrohung für Google ist, selbst wenn man die Marktanteile von MS's Suchmaschinen und Yahoo zusammenlegt. Wobei, in Japan und China hat Yahoos Suchmaschine AFAIK sogar einen größeren Marktanteil als Google, allerdings sind sie zumindest in China auch nicht die Nr. 1 (das ist Baidu). Allerdings wäre das eine Möglichkeit die anderen Yahoo-Dienste wie Flickr oder Yahoo Mail sowie den Yahoo Messenger loszuwerden bzw. mit den eigenen Diensten zusammenzuführen und deren Nutzer zu übernehmen. Reichlich Geld verdienen lässt sich dann ja noch mit Onlinewerbung.
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  6. #6
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    Avatar von Majorsnake
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    Die können sich noch soviel kaufen, wie sie wollen. Google werden sie niemals kaufen können und ich werd immer mehr pro Google als pro Microsoft sein. Microsoft ist einfach ein Witzladen, die Betriebssysteme werden jetzt alle 3 Jahre auf den Markt geworfen und der Support fürs alte eingestellt, damit die User immer an dem neusten gebunden sind. Eine Frechheit sondergleichen, jawohl!
    Schöner User, nur leider ist dein Gemächt erneut zu groß.
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    Da dies dein 41239. Verstoß ist erhältst du einen Signatur-Bann bis zum 13.03.2137
    Wende dich dann an diesem Tag bitte mit einer gültigen neuen Signatur an einen Admin
    Mit freundlichen Grüßen - die United-Forum-Diktatoren

  7. #7
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von .deviant
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    Öhm...was bei Vista vs. XP ja nich soooo der Fall ist, oder?
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  8. #8
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    Avatar von DrFriedChicken
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    Mein Banner sagt alles . Ich steh der Entwicklung neuer Betriebssysteme, die eigentlich kein Mensch braucht genauso gegenüber... Microsoft will sich aber wirklich im asiatischen Raum ordentlich breit machen. Dort sind nämlich Linux und andere kostenlose Software wie OpenOffice wesentlich weiter in der Geschäftswelt verbreitet, als MS-Produkte. Google werden sie sicher nicht verdrängen, aber die MS-Präsenz in Asian stärken...

  9. #9
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Pro Google? Naja, also ehrlichgesagt traue ich der Firma Google genauso wenig über den Weg wie Microsoft. Beide Firmen machen das was sie tun nicht aus reiner Nächstenliebe und gerade was Themen wie Datenschutz angeht ist Google alles andere als ein Vorbild. Das kann die Firma auch nicht sein, denn sie verdient eine Menge über Werbung und die Online-Werbeindustrie ist naturgemäß an genauen Profilen der Surfer interessiert. Seitdem die Firma mit Doubleclick eine der größten Firmen im Online-Werbegeschäft erworben hat bzw. erwerben will, ist auch Google (wie zuvor schon Microsoft) stärker im Blickfeld von Wettbewerbshütern und Datenschützern.
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  10. #10
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    Avatar von MacBeth
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    ich fands geil wie der 3sat computer experte gesagt hat das googe und yahoo monopole als suchmaschinen sind

    ich finds auch lächerlich...wie soll google da vom markt gedrängt werden?...
    Das Vertrauen unter Freunden ist ein sehr empfindlicher Zustand. Zuneigung, Gefühl, Erkenntnis, Hoffnung und Glaube halten ihn im Gleichgewicht. Ohne Vertrauen ist das Leben bitter und leer, dieses zerbrechliche Band auf die Probe zu stellen, ist gefährlich. Und obwohl das Vertrauen daran wachsen kann, stellt sich immer die Frage, ob es der Probe überhaupt standhält.

  11. #11
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    Avatar von RushCabal
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    @macbeth: ich glaube auch nicht, dass microsoft google vom markt drängen will/kann sondern eher ein stück vom kuchen abhaben möchte... google macht mit seiner suchmaschine so dermaßen viel geld, dass natürlich andere unternehmen kunden abwerben möchten um daraus wieder profit zu machen. ist ja lodisch wo geld fließt will jeder dabei sein..
    bin auf jedenfall mal auf die entwicklung von yahoo gespannt

  12. #12
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    Avatar von C&C Player
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    Naja, ich benutze sowieso nie Yahoo ... darum wurscht... obs sis kaufen oder net.

  13. #13
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    Avatar von DrFriedChicken
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    Zitat Zitat von C&C Player Beitrag anzeigen
    Naja, ich benutze sowieso nie Yahoo ... darum wurscht... obs sis kaufen oder net.
    Genau diese Worte wollt ich sehen ...

  14. #14
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    Avatar von freezy
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    Google attackiert Microsoft: Widerstand bei Übernahme von Yahoo!

    Der Softwareriese Microsoft stößt bei seiner milliardenschweren Offerte für den Internet-Konzern Yahoo! auf erbitterten Widerstand. Erzrivale Google hat Yahoo! am Montag seine Hilfe zur Abwehr der Übernahme angeboten.


    Mit der angestrebten Übernahme von Yahoo! will Microsoft die Dominanz von Google (Mountain View/Kalifornien) bei der Online-Suche und der Internet-Werbung brechen

    Yahoo! selbst prüft alle Möglichkeiten einer weiteren Unabhängigkeit. Microsoft und Google beschuldigen sich unterdessen gegenseitig, das Internet dominieren zu wollen.

    Google-Chef Eric Schmidt offerierte Yahoo!-Mitgründer Jerry Yang Medienberichten zufolge telefonisch seine Unterstützung in jeder Hinsicht. Über eine Kooperation von Yahoo! und Google wird heftig spekuliert. Yahoo! könnte seine eigene Internet-Suche kostengünstig auslagern und über die Google-Suche laufen lassen. Dagegen gilt ein eigenes Übernahmeangebot Googles aus wettbewerbsrechtlichen Gründen als unwahrscheinlich.

    Gegengebote anderer Interessenten halten Experten für möglich. Denkbar seien private Investoren oder Medienkonzerne wie die News Corp des Multimilliardärs Rupert Murdoch. Allerdings wäre ein solches Angebot derzeit wegen der Kreditkrise schwer finanzierbar und Microsoft könnte es mit seiner prall gefüllten Kriegskasse kontern.

    Bislang seien noch keine Gegenangebote zur Microsoft-Offerte bei Yahoo! eingegangen, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf informierte Personen. Der Verwaltungsrat von Yahoo! habe auch noch keine Entscheidung zum Angebot von Microsoft getroffen. Yahoo hatte zuvor durchblicken lassen, dies werde einige Zeit dauern.

    Mit der angestrebten Übernahme von Yahoo! für rund 45 Milliarden Dollar (30 Mrd Euro) will Microsoft die Dominanz von Google bei der Online-Suche und der Internet-Werbung brechen. Die Offerte erfolgte nicht einvernehmlich mit Yahoo!. Entsprechende Vorschläge Microsofts hatte Yahoo! zuvor abgelehnt. Die Übernahme wäre die bisher größte innerhalb der Internet-Branche.

    Google warnte, die angestrebte Fusion werfe «beunruhigende Fragen» etwa zur Offenheit des Internets und zu möglicherweise unrechtmäßigem Einfluss im Web auf. Microsoft wolle womöglich seine Dominanz beim PC auf das Internet ausdehnen. Yahoo! und Microsoft hätten gemeinsam zudem einen überwältigenden Anteil bei webbasierter E-Mail sowie Online-Sofortnachrichten («instant messaging»). Sie betrieben auch die am meisten besuchten Web-Portale, sagte Googles Chef-Jurist David Drummond.

    Entscheidungsträger in aller Welt müssten den Verbrauchern auf diese Fragen befriedigende Antworten geben. Microsoft habe eine Vorgeschichte ernster Verstöße gegen Gesetze und Wettbewerbsrecht, sagte Drummond. Zwischen dem Softwareriesen und den Wettbewerbshütern in den USA sowie vor allem in Europa hatte es immer wieder schwere Differenzen gegeben. Widerstand gegen die Fusion erwarten Experten am ehesten in Europa. Doch angesichts Googles Übermacht bei Online-Suche und Internet-Werbung rechnen sie eher nicht mit großen Hürden.

    Microsoft wies die Vorwürfe zurück: Der geplante Zusammenschluss mit Yahoo! werde bei Internet-Suche und Online-Werbung für mehr Konkurrenz sorgen.

    Der deutsche Web-Konzern United Internet sieht sich durch einen Schulterschluss von Yahoo! mit Microsoft nicht bedroht. «Wir sind mit einer Reichweite von über 19 Millionen monatlichen Nutzern Marktführer», sagte Deutschland-Chef Matthias Ehrlich dem «Handelsblatt». Yahoo und Microsoft kämen rechnerisch auch auf diese Zahl, hätten aber eine Überschneidung von 42 Prozent der Nutzer. Zu United Internet gehören Online-Angebote wie Web.de und GMX sowie 1&1 (DSL, Webhosting).

    http://www.arcor.de/content/aktuell/.../14529782.html

  15. #15
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il wirft Fidel Castro vor freie, demokratische Wahlen zu verhindern. Letzterer reagiert mit einer 12-stündigen, flammenden Rede in der er die Größe und die Gerechtigkeit seines sozialistischen Staates anpreist und der nordkoreanischen Führung vorwirft die Pressefreiheit zu unterdrücken und die Menschenrechte mit Füßen zu treten.

    Dieses Beispiel ist frei erfunden, aber ungefähr genauso scheinheilig und sinnfrei kommt mir die derzeitige Debatte zwischen Microsoft und Google vor, warum der jeweils andere eine Gefahr für die Offenheit des Internets sei.
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  16. #16
    bringt dich vorran !
    Avatar von atom1c
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    n!faculty e.V.
    Zitat Zitat von Computerbase
    Imperium „Microhoo“

    Microsoft bietet Yahoo pro Aktie 31 US-Dollar an und stellt damit den größten Deal der Internetbranche in Aussicht. Beinahe 45 Milliarden US-Dollar will man aus der Kriegskasse nehmen – und schöpft diese damit mehr als aus, weshalb sogar erstmals Schulden in der Geschichte Microsofts gemacht werden könnten – um, ja – um was eigentlich genau zu erreichen? Google scheint es zu wissen; die Angst davor sitzt jedenfalls, bot Google-Chef Eric Schmidt dem „chief yahoo“ Jerry Yang doch Unterstützung in jeder Form an. Wer mit Google jedoch nur die Suchmaschine verbindet und den potenziellen „Microhoo“-Konzern ebenfalls nur auf diesen Markt reduziert, greift zu kurz. Der Kampf um Yahoo ist überaus vielschichtig und könnte letztendlich ein Paradebeispiel dafür sein, das zwei ewige Nicht-Gewinner zusammen mehr erreichen können als man ihnen zutraut.

    Eines ist ziemlich offensichtlich: Sowohl Yahoo als auch Microsoft litten in der Vergangenheit erheblich unter der schier exponentiell anwachsenden Marktmacht Googles. Statt, wie Yahoo, auf einer Seite so ziemlich alles zu vereinen, was der Mensch im Internetzeitalter so brauchen könnte oder, wie Microsoft, einfach die Trends zu verpennen, glänzte Google seit jeher mit einer beängstigend treffsicheren Simplizität. Google – das sind sechs Buchstaben und eine Suchzeile, die das Web bedeuten. Dass dieses Erfolgsrezept aufgeht, ist offensichtlich: Am Markt der Suchmaschinenwerbung dominieren exakt diese sechs Buchstaben; ein horrender Vorsprung vor jeder „Konkurrenz“ kennzeichnet das Google-Imperium in diesem Marktbereich. Wie sollte, wie könnte es auch anders sein: Je nach Schätzung kommt Google auf einen weltweiten Marktanteil von etwa 62 Prozent aller Suchanfragen, weit führend vor dem Klassenzweiten – Yahoo – mit etwa 12,8 Prozent (Microsoft: 2,9 Prozent). Bezogen auf saftige 66,2 Milliarden Suchanfragen im Dezember 2007 ergibt sich – auf's Jahr gesehen – ein enormer Markt für kontextbezogene Werbung in Suchergebnissen.

    Kann Microsofts Interesse also darin liegen, Googles Suchmaschine Paroli zu bieten? Nein. Jedenfalls rechtfertigt das allein keine 45 Milliarden US-Dollar, selbst, wenn im Idealfall die Marktanteile von Microsoft und Yahoo addiert – vielleicht sogar multipliziert – würden, es reicht nicht gegen den ewig Ersten.

    Dennoch beschwört Steve Ballmer, man müsse konkurrenzfähiger werden und an einem Kauf von Yahoo führe nichts vorbei. Statt Klassenprimus werden zu wollen, begnüge sich Microsoft gerne sogar mit dem zweiten Platz. Was sind das für Töne? Microsoft, das Idealbeispiel eines Quasi-Monopolisten in jeder Vorlesung für angehende Ökonomen, gäbe sich offenkundig auch mit dem zweiten Platz zufrieden? Aber natürlich, wenn man die Langzeitwirkung beachtet, die das Rezept „Microhoo“ so mit sich bringt! Denn Google ist mehr als eine Suchzeile, Yahoo mehr als ein sinkender Stern am Himmel der einstigen Internetpioniere und Microsoft ist und bleibt eine verdammt fette Dollarmaschine, die notfalls verpasste Chancen durch nachträgliche Zukäufe wieder korrigiert.

    Stell dir vor, du bist ein Universalgenie und keiner weiß es. Google muss sich derzeit fast so vorkommen, bedenkt man, dass hinter dem Konzern, der sogar im Duden als Suchmaschine abgehakt wird, eigentlich sehr viel mehr steckt. Gewiss: Ein Google Earth mögen viele kennen, YouTube ist eine der ultimativen Web-2.0-Angebote im Netz und Googles Desktopsuche verschafft sich nicht zuletzt nach Anfeindungen gegen Microsoft, selbige durch die Vista-Suche auszuschließen, ab und an Gehör. Aber über 30 weitere Tools, Features und Geekanwendungen finden sich ebenso hinter den schlanken bunten Buchstaben, die das Web bedeuten. Müsste man sie nicht eigentlich sehen? Die wenigsten tun es; man ist Google-blind geworden. Und genau das ist auch ein Hauptproblem des Konzerns: So stark der Vorsprung im Bereich der Online-Werbung ist, so horrend bisher die Gewinne sind, ein Wachstum ist nicht beliebig möglich. Googles größtes Kapital ist das, was die Börse ihm angedeiht – solange der Konzern innovativ, schier unaufhaltsam wachsend und sympathisch wirkt, schießen Google-Aktien auch weiterhin in die Höhe. Sollten aber nicht über kurz oder lang weitere Standbeine hinzu kommen, könnte das perfekte Bild bröckeln – mit zumindest ungünstigen Folgen für Google.

    Microsoft hingegen braucht sich dahingehend wohl keine Sorgen zu machen. Und ob nun hier oder da eine Sparte tiefrote Zahlen schreibt oder die vollmundig angekündigte Revolution des Internets ein weiteres mal scheitert – die Redmonder haben etwas, was ihnen keiner nehmen kann: Verdammt viel Geld. Und Yahoo? Denen mag es wohl an letzterem fehlen – immerhin mussten erst kürzlich über 1000 Mitarbeiter des Konzerns entlassen werden – aber es geht nicht immer nur um's Geld. Diesmal wirklich nicht. Was Yahoo so sehr auszeichnet ist die schiere Reichweite. Alexa sieht Yahoo und Google in der Reichweite gleichauf – zuletzt mit leichtem Vorsprung für Google, mit Sicherheit aber ohne einen deutlichen Vorsprung für einen der beiden. Nimmt man Microsofts live.com nun noch hinzu, käme ein Zusammenschluss beider Firmen im weltweiten Internetvergleich unbestritten auf Platz 1. Zählt man nur die reinen Seitenaufrufe, ließe ein Microhoo das dann zweitplatzierte Angebot – MySpace – gar mit 35 Milliarden PageViews hinter sich, so Analysten.

    Sicher, Microsoft nur zu unterstellen, die Reichweite der einverleibten Webseiten erhöhen zu wollen, wäre zu trivial. Das braucht es nicht, erreichten Microsoft-Seiten nach Zählungen von Compete allein im Dezember des vergangenen Jahres doch über 120 Millionen verschiedene Internetnutzer (Yahoo: 131 Millionen) bei über 35 Milliarden Seitenabrufen (Yahoo: 31 Milliarden). Analysten rechneten sogar aus, dass der Nettoreichweitengewinn für Microsoft nur bei etwa 31 Prozent läge. Das heißt, dass annähernd 70 Prozent der Microsoft-Leser auch bei Yahoo stöbern und umgekehrt, sie also nicht neu hinzukämen. Andererseits würden sich die Seitenabrufe nahezu verdoppeln – nicht unwesentlich für Bannerwerbung – und die Aufmerksamkeit eines größeren Teils der Internetnutzer läge ebenfalls bei Seiten unter Microsoft-Regie.

    Prognostizierte Auswirkungen eines Zusammenschlusses von Microsoft und Yahoo

    Nicht zu vergessen ist auch der enorme Zugewinn im Web-2.0-Bereich für Microsoft. Zwar sicherten sich die Redmonder schon in der Vergangenheit einen Teil vom Facebook, einen richtig dicken Brocken können sie aber nicht in die Waagschale der Web-2.0-Gemeinschaft legen. Yahoo hingegen ist Eigentümer von FlickR, dem weltgrößten Fotoblog. Dass Microsoft auch hieran Interesse haben dürfte, steht außer Zweifel.

    Neben dem Markt der kontextbezogenen Textwerbung gibt es zudem ein anderes Metier, in dem es um Yahoo nicht schlecht bestellt ist. Bei der Bannerwerbung steht der Konzern nämlich in der Nahrungskette ganz oben – 18,8 Prozent der Internetnutzer konsumieren Werbung bei Yahoo bei durchschnittlich 20,5 Bannern, die pro User angezeigt werden. Microsoft erreicht mit Bannerwerbung hingegen nur 6,7 Prozent der Internetnutzer, Google gar nur ein Prozent. Microhoo würde hier offenkundig einen riesigen Vorsprung aufbauen, der Google kaum eine Chance lässt.

    Wer also siegt im Kampf der Giganten? Dass vorauszusagen ist gerade im Gesamtkontext nur schwer möglich. Fest steht, dass Microsoft gar nicht so schlecht daran täte, Yahoo zu übernehmen; nicht, weil damit eine Revolution auf dem Markt der Suchmaschinen stattfände – das wissen auch die Redmonder – aber das ist nicht wesentlich. Microsofts universelle Aufstellung hebt die Auseinandersetzung jedenfalls auf eine universelle Ebene, auf der Google als Gesamtkonzept deutlich schlechter aufgestellt ist – und das weiß auch Google.

    Das Tauziehen um Yahoo dürfte also interessant werden; was der Konsument am Ende davon hat, dürfte bisher aber kaum jemand wissen. Und wenn, lassen sich die Antworten sicherlich nicht mit Google finden.
    http://www.computerbase.de/artikel/s...rium_microhoo/
    Es gibt Orte an denen was los ist,
    und es gibt die CNC Gamespy Lobby.

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