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Internetzensur in Deutschland - coming soon

Eine Diskussion über Internetzensur in Deutschland - coming soon im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Zitat von Hanniball478 sry ich meinte a Rootserver und davon gibt es nur 13 das währe wahrscheinlich die einfachste Methode ...

  1. #41
    Oberfeldwebel
    Avatar von Nihilist
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    Zitat Zitat von Hanniball478 Beitrag anzeigen
    sry ich meinte a Rootserver und davon gibt es nur 13

    das währe wahrscheinlich die einfachste Methode um Pornografi oder igendetwas anderes unerwünschtes aus dem netz zu nehem. Anders wird es teuer weil die dann die Seite über andere Wege löschen müssen.

    Die USA hat diese Macht allerdings nie gebraucht insofern ist das für dieses problem ehr Zweitrangig. Wenn man allerdings International gegen diese Seiten vorgehen will währe der einfachste Weg über besagte a Rootserver
    das währen folgende

    A ns.internic.net 198.41.0.4 VeriSign Dulles, Virginia, USA
    B ns1.isi.edu 192.228.79.201 USC-ISI Marina Del Rey, Kalifornien, USA
    C c.psi.net 192.33.4.12 Cogent Communications verteilt (anycast)
    D terp.umd.edu 128.8.10.90 University of Maryland College Park, Maryland, USA
    E ns.nasa.gov 192.203.230.10 NASA Mountain View, Kalifornien, USA
    F ns.isc.org 192.5.5.241 ISC verteilt (anycast)
    G ns.nic.ddn.mil 192.112.36.4 U.S. DoD NIC Columbus, Ohio, USA
    H aos.arl.army.mil 128.63.2.53 U.S. Army Research Lab Aberdeen Proving Ground, Maryland, USA
    I nic.nordu.net 192.63.148.17 Autonomica verteilt (anycast)
    J 192.58.128.30 VeriSign verteilt (anycast)
    K 193.0.14.129 RIPE NCC verteilt (anycast)
    L 199.7.83.42 ICANN Los Angeles, Kalifornien, USA
    M 202.12.27.33 WIDE Project verteilt (anycast)
    Aha und was sollen diese Rootserver genau machen? Hast da auch ne Quelle dazu?


  2. #42
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    Avatar von freezy
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    Verwaltung des Internets grob gesagt . Die verwaltende Organisation (ICANN) sitzt auch in den USA und die US Regierung hat nen Mitspracherecht.

    Root-Nameserver, oft auch nur Root-Server genannt, publizieren verlässlich die Root-Zone des Domain Name Systems (DNS) im Internet. Diese Datei besteht aus ca. 2.500 Einträgen und ist die Wurzel des hierarchisch organisierten DNS. Sie enthält die Namen und IP-Adressen der für die Top-Level-Domains (TLD, wie zum Beispiel .com, .net, .org, .de) zuständigen Nameserver.

    Praktisch jeder ans Internet angeschlossene Rechner bekommt einen Nameserver zugewiesen, der eindeutige Namen wie „wikipedia.org“ (die Domäne) auf technische Nummern (die IP-Adresse) übersetzen kann. Hat der Nameserver keine Information zur angefragten TLD (in diesem Fall „org“), verweist er an die Root-Server. Dort werden die für „org“ zuständigen Nameserver abgefragt. Bei den org-Nameservern wiederum werden die für „wikipedia.org“ verantwortlichen Nameserver erfragt und dort schließlich die IP-Adresse von „wikipedia.org“. Damit der Nameserver diese Kette nicht jedes mal neu durchlaufen muss, speichert er die Antworten für eine gewisse Zeit.

    Root-Server werden von verschiedenen Institutionen betrieben. Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers koordiniert den Betrieb.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Root-Nameserver

    Noch kurz zur ICANN:

    ICANN entscheidet über die Grundlagen der Verwaltung der Top-Level-Domains und auf diese Weise koordiniert ICANN technische Aspekte des Internet, ohne jedoch verbindliches Recht zu setzen. Die ICANN untersteht dem US-amerikanischen Handelsministerium (Department of Commerce) und ist somit der US-Regierung unterstellt.[1]

    ICANN wird manchmal als eine Art „Weltregierung des Internets“ bezeichnet. Die Regierungen der Welt haben bei ICANN lediglich einen Beraterstatus, sie sind in dem „Regierungsbeirat“ (Governmental Advisory Committee, GAC) vertreten, der einen eigenständigen Sitz bei der EU-Kommission in Brüssel hat. Diese Randrolle der Staaten wird auch mit Blick auf die Sonderstellung, die die US-Regierung durch ihre staatliche Aufsicht und ihren Vertrag mit ICANN hat, vielfach kritisiert und ist Gegenstand von Diskussionen über die künftige Struktur des e-Government im Rahmen des WSIS.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Interne...es_and_Numbers

  3. #43
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    Avatar von BseBear
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    Also sinds doch nur DNS Server

  4. #44
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    Avatar von Nihilist
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    Zitat Zitat von BseBear Beitrag anzeigen
    Also sinds doch nur DNS Server
    jo so wie ich gesagt habe, also können sie wenn dann nur die Domains runternehmen (theoretisch, rechtlich mit Sicherheit nicht) Die Server sind immernoch über die IPs erreichbar...


  5. #45
    Ganz ehrlich...ich find es ehrlich gesagt extrem abtrus das Herausfiltern von Kinderpornografie als Zensur zu bezeichnen. Sicherlich kann man darüber diskutieren, ob sich daraus irgendwann wie Zensur entwickeln kann, aber dann bitte auf Basis eines Artikels wo es NICHT um das Filtern von Kinderpornografie geht.
    Ich schließe mich Bandito an, klar kann es sich zu genrellen Zensur entwickeln, aber hier geht es um Kinderpornographie und da muss der Staat alles Mögliche versuchen, um diese Perversionen zu bekämpfen.

  6. #46
    Oberfeldwebel
    Avatar von Nihilist
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    Zitat Zitat von Jarhead Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich Bandito an, klar kann es sich zu genrellen Zensur entwickeln, aber hier geht es um Kinderpornographie und da muss der Staat alles Mögliche versuchen, um diese Perversionen zu bekämpfen.
    Er versucht aber nicht alles mögliche, er fährt lediglich die virtuellen Rollläden runter das man die kaputte Welt dahinter nicht sieht. Auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole: Das is wie wenn man die Rollos eines Ladens runterfährt, in dem illegale Sachen vertickt werden. Gegen das Problem ansich wird nichts unternommen


  7. #47
    Mag sein, habe mich nicht genau damit beschäftigt. Ich erwarte so einiges von diesem Staat, aber nicht, dass er auch etwas wichtiges leisten wird.

  8. #48
    Hauptmann
    Avatar von Darth Medvader
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    Zitat Zitat von Jarhead Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich Bandito an, klar kann es sich zu genrellen Zensur entwickeln, aber hier geht es um Kinderpornographie und da muss der Staat alles Mögliche versuchen, um diese Perversionen zu bekämpfen.
    Naja, wenn man sich z. B. den Datenschutzthread mal ansieht, gibt es ja bereits Forderungen, die Online-Durchsuchung jetzt auch gegen organisiertes Verbrechen durchzuführen, obwohl es nur gegen Terrorismus gedacht war. Touji hats schon richtig erkannt mit dem Fuß in der Tür, hier ist es wohl das selbe.
    Die Wahrheit tut weh, aber sie ist die Wahrheit

  9. #49
    Ich habe diesen Überwachungsmist auch nicht befürwortet. Das der Staat dabei wieder alles und jeden einschränkt ist für mich nicht verwunderlich.

  10. #50
    Hauptmann
    Avatar von Darth Medvader
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    Zitat Zitat von Jarhead Beitrag anzeigen
    Ich habe diesen Überwachungsmist auch nicht befürwortet. Das der Staat dabei wieder alles und jeden einschränkt ist für mich nicht verwunderlich.
    Darum gehts ja auch nicht, sondern um dieses Prinzip, dass wenn das erstmal verabschiedet wird, es immer mehr ausgeweitet wird. Bei der Onlinedurchsuchung war sie zuerst gegen Terrorismus gedacht. Jetzt will man sie auf organisiertes Verbrechen ausweiten. Nächstes Jahr vielleicht auf Steuerhinterzieher. Übernächstes vielleicht auf Raubkopierer. Und immer so weiter.

    In dem letzten Artikel im Datenschutzthread forderte auch einer, man solle die Emails durch den elektrischen Personalausweis signieren. Das war ursprünglich auch nicht der geplante Verwendungszweck.

    Hier werden wir höchstwahrscheinlich genau das selbe haben: zuerst wird nur Kinderpornographie zensiert und nächstes Jahr will man dann vielleicht auch Warezseiten zensieren, bis man irgendwann jede regimekritische Seite zensiert.

    Zumal hier nicht wirklich etwas erreicht wird, die Seiten gibts weiterhin und die Leute die sie besuchen auch und die werden einfach über nen Proxy reingehen. Und für Zensur braucht man sowieso erstmal die entsprechenden Adressen und mit diesen kann man auch gleich die Seite dicht machen lassen, anstatt nur die Augen davor zu verschließen.
    Die Wahrheit tut weh, aber sie ist die Wahrheit

  11. #51
    Zitat Zitat von Madu Beitrag anzeigen
    Darum gehts ja auch nicht, sondern um dieses Prinzip, dass wenn das erstmal verabschiedet wird, es immer mehr ausgeweitet wird. Bei der Onlinedurchsuchung war sie zuerst gegen Terrorismus gedacht. Jetzt will man sie auf organisiertes Verbrechen ausweiten. Nächstes Jahr vielleicht auf Steuerhinterzieher. Übernächstes vielleicht auf Raubkopierer. Und immer so weiter.
    Eben meine Meinung:

    Zitat Zitat von Jarhead Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich Bandito an, klar kann es sich zu genrellen Zensur entwickeln, aber hier geht es um Kinderpornographie und da muss der Staat alles Mögliche versuchen, um diese Perversionen zu bekämpfen.
    Mit jedem neuen Gesetz in dieser Richtung, wird es schwerer, unsere Rechte und Privatsphäre zu behalten zu wahren. Nur das Problem viele Menschen stört es nicht wirklich, vielleicht erst dann, wenn es zu spät ist. Andere störts und einige von diesen gehen dafür auch auf die Straße, zu wenig!
    Geändert von Jarhead (21.01.2009 um 15:17 Uhr)

  12. #52
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Zitat Zitat von Jarhead Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich Bandito an, klar kann es sich zu genrellen Zensur entwickeln, aber hier geht es um Kinderpornographie und da muss der Staat alles Mögliche versuchen, um diese Perversionen zu bekämpfen.
    Besser wäre es statt auf "alles mögliche" auf sinnvolle und zielgerichtete Maßnahmen zu setzen. Wie wäre es z. B. die Polizei personell besser aufzustellen, aber nein das kostet ja Geld und diese Maßnahme eignet sich nicht so recht als Profilierungs- und Wahlkampfthema. Die Kinder selbst schützt das Sperren irgendwelcher Internetseiten kein Stück.

    Wirtschaftsverbände scheinen erwartungsgemäß auch nicht wirklich begeistert zu sein von dem Vorhaben:
    BVDW: Sperrungen gegen Kinderpornos schädigen das Internet
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  13. #53
    Kein Wunder, wer ist von Zensur schon begeistert, weil man weiß, dass sie nicht viel bringen wird. Man sollte diese Pädophilen-Ringe ermitteln und alle auffliegen lassen und denen dann saftige Strafen geben, die auch richtig schmerzen. Da sind wir aber wieder bei den Kosten. So lange die Regierung aber nur auf möglichst geringe Kosten aus ist und nicht auf maximalen Erfolg, werden solche Zensurvorschläge noch häufiger auftauchen.
    Geändert von Jarhead (22.01.2009 um 11:04 Uhr)

  14. #54
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    Kriminalbeamte: Sperren von Kinderporno-Seiten reicht nicht

    Die vom Bundesfamilienministerium geforderte Sperrung von Kinderporno-Seiten reicht nach Meinung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) nicht aus. Sie würde lediglich eine trügerische Sicherheit vorgaukeln, sagte der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen heute im Deutschlandradio Kultur. Wer im Internet Kinderpornos finden wolle, werde dies auch weiterhin schaffen. Der Tatort Internet sei ganz anders als herkömmliche Tatorte und erfordere deshalb andere Möglichkeiten der Bekämpfung von Kriminalität.

    Jansen forderte deshalb eine bessere internationale Zusammenarbeit und die Einstellung von "Cyber-Cops". Diese könnten eine mit der realen Welt vergleichbare Sicherheit für die Bürger herstellen. "Dafür brauchen wir Leute von den Universitäten, die direkt bei der Kriminalpolizei einsteigen; die IT so verstehen, wie diejenigen, die diese IT-Welt überhaupt konstruiert haben", sagte Jansen. Davon aber sei die deutsche Polizei bisher weit entfernt. Bisher sei es nicht möglich, im Internet über eine Notrufnummer schnell Hilfe zu bekommen.
    Quelle: Heise Online

    Das ist doch mal ein vernünftiger Ansatz.
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  15. #55
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    Avatar von Touji
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    Noch viele offene Fragen bei Kinderporno-Sperren

    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat Internetprovidern und Branchenverbänden bei einem Treffen am Freitag seine Anforderungen an die geplante Sperrung kinderpornographischer Webseiten mitgeteilt. Laut einer heise online vorliegenden Spezifikationsbeschreibung will das BKA den Zugangsanbietern keine konkreten Vorgaben für die Technik der Blockade machen. Allerdings müsse jeder Zugriffsversuch auf die in einer vom BKA erstellten Sperrliste aufgeführten DNS-Einträge (Domain Name System) auf eine "Stopp-Seite" umgeleitet werden.

    Abgesehen davon sei sicherzustellen, dass Strafverfolgungsbehörden ungefilterten Zugang zum Internet haben. Dies könne über die Einrichtung eigener DNS-Server für die Ermittler gewährleistet werden. Als Übertragungsstandard für die Filterlisten bevorzugt das BKA E-Mail, als Austauschformat eine Excel-Tabelle. Von einer Verschlüsselung ist in dem Papier nicht die Rede. Weiter erwarten die Fahnder, dass die aufgeführten Webadressen "spätestens sechs Stunden nach Zustellung seitens des Providers blockiert sind".

    Zur Kontrolle der Wirksamkeit der Sperrmaßnahmen und voraussichtlich auch zur Abwehr unberechtigter Haftungsansprüche wünscht das BKA Statistiken über die Anzahl der Blockierungen. Die Daten sollten auch die Seiten enthalten, von der aus ein Nutzer auf eine gesperrte Adresse zu gelangen suchte. Mit Hilfe dieser sogenannten Referrer wäre es laut der Beschreibung möglich, auch die Ausgangsdomain auf kinderpornographische Inhalte zu überprüfen und gegebenenfalls mit auf die Liste zu setzen. Die Stopp-Seite hält das BKA für unverzichtbar, da sie den Betroffenen sowie Seitenbetreibern Beschwerdemöglichkeiten gebe und zudem "generalpräventiven", abschreckenden Charakter entfalte. Der Betrieb der Warnseite durch das BKA komme nicht in Betracht, da die Ermittler so "personenbezogene Daten aus Zugriffsversuchen" erhalten könnten. Dies sei "nicht gewollt".

    Die Wirtschaftsvertreter setzten dem entgegen, dass der ungefilterte Zugang für das BKA in der Verantwortung dessen Provider liege und nicht Gegenstand der Sperrvereinbarung sein könne. Die Vertreterin des BKA musste zudem einräumen, dass schon durch den Stopp-Server die Listeneinträge ermittelt werden könnten. Dies sei aber nicht so schlimm, da die geführten Adressen flüchtig seien und sich häufig ändern würden. Ein großer deutscher Provider führte weiter aus, dass die Umsetzung des Konzepts etwa sechs Monate brauche und dafür ein mehrfacher Millionenbetrag anzusetzen sei. Die geforderte Stopp-Seite stoße zudem auf datenschutzrechtliche Bedenken, da die Anbieter damit gegen das Telemediengesetz (TMG) verstoßen müssten. Ein anderer Zugangsanbieter aus dem Kabelbereich wies auf das Problem einer zusätzlichen strafrechtlichen Verantwortlichkeit bei DNS-Sperren hin.

    Angesichts der Rechtsunsicherheiten sieht Michael Rotert, Präsident des Verbands der deutschen Internetwirtschaft eco, schwarz für die Provider: "Die Verantwortung wird an uns hängen bleiben." Er forderte gegenüber heise online die Einschaltung des Bundesjustizministeriums und des Bundesdatenschutzbeauftragten in die weiteren Gespräche. Besonders empört zeigte sich Rotert darüber, dass Strafverfolger den Zugangsanbietern bei einer ersten Runde der im Januar auf Drängen von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) eingerichteten Arbeitsgruppe wie schon vorher der Presse "unverpixelte Kinderpornographie" gezeigt hätten. Es sei "ganz übler Stil", wenn das BKA mit derlei Bildern "hausieren gehen muss" und die Provider "über den Tisch ziehen" wolle.

    Dass es bei dem Vorhaben nicht um Opferschutz gehe, zeigt laut Rotert eine Übersicht der bekannt gewordenen Filterlisten aus den skandinavischen Ländern. Demnach stehen allein in Deutschland 26 einschlägige Server, gegen die die Polizei direkt vorgehen könne. Das BKA mache also nicht seine Hausaufgaben. Insgesamt gehe es von der Leyen offenbar darum, mit dem sensiblen Thema Wahlkampf zu machen. Dass dabei die "Büchse der Pandora" geöffnet werde und bald auch etwa die Rechteinhaber mit Sperrforderungen vor der Tür stünden, falle unter den Tisch. (Stefan Krempl) / (anw/c't)
    Quelle: Heise Online

    Die Wahlkampf-Show geht weiter...
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  16. #56
    Leutnant
    Avatar von raKeto
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    Das hätte Vater Staat wohl gerne, aber Internet Zensur wird sich nie durchsetzten! Auf jeden Fall wenn es um Content geht. Ich finde es zwar beunruhigend das sowas in Deutschland ab geht. Auf kurz aber lang wird sich aber der freie informationsfluss durchsetzten, und in die andere richtung pendeln.

    Denen geht es sicher nicht um die bösen Kinderpornos, ob das ja das allergrößte problem währe Sicher nur ein Vorwand irgentein Gesetzt durchzusetzten das unsere Privatsphäre einschränkt.

  17. #57
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Gutachter: Internetsperren bedeuten chinesische Verhältnisse

    Abschied von der dezentralen Vernetzung von Computern?

    Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags kommt zu dem Ergebnis, dass Internetsperren gegen Kinderpornografie nur mit Zensurvorrichtungen wie in China möglich wären. Der Grundgedanke der dezentralen Vernetzung von Computern müsste dafür aufgegeben werden.

    Die geplanten zentralen technischen Filtersysteme bedeuteten ein großes Missbrauchspotential, heißt es in dem Gutachten. Aus Angst vor Geldstrafen könnten Provider auch Inhalte sperren, "die an sich unbedenklich sind". Die damit verbundene Gefahr des weiteren Abbaus demokratischer Rechte müsse "als besonders schwerwiegend angesehen werden".

    Zudem sei die ab März geplante Sperrung ausländischer Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten technisch kaum umsetzbar. Mit einem "vergleichsweise geringen Aufwand" könnten Internetnutzer die blockierten Seiten trotzdem aufrufen.

    Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will im ersten Schritt die sieben größten Internetprovider des Landes vertraglich verpflichten, den Zugang sofort zu blockieren. In den folgenden Monaten soll dann das Telemediengesetz angepasst werden, um alle anderen Provider zu Sperren zu zwingen. Eine entsprechende schwarze Liste wird vom Bundeskriminalamt geführt und aktualisiert.

    Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat sich gegen Internetsperren im Kampf gegen Kinderpornografie ausgesprochen.

    Eine echte Blockade sei wegen der dezentralen Strukturen des Internets nicht möglich, ließe sich einfach umgehen und könnte zu Störungen im Internet führen. BVDW-Sprecher Gerd M. Fuchs verwies darauf, dass die IP-Sperrung der Plattform YouPorn durch den Access-Provider Arcor fast 3,5 Millionen Websites unerreichbar gemacht habe.

    Sperrungen könnten mit dem Abschlagen eines Kopfes der Hydra verglichen werden, da an anderer Stelle zur gleichen Zeit neue Kinderporno-Websites entstünden, so Bernd Carstensen, Sprecher des Bunds Deutscher Kriminalbeamter (BDK), der den Leyen-Plan jedoch grundsätzlich befürwortet. Nötig sei vor allem, mehr Internetfahnder und Kinderporno–Ermittler der Kriminalpolizei auszubilden und einzusetzen, sagte Carstensen.

    Die öffentliche Expertenbefragung des Unterausschusses Neue Medien des Bundestags findet am 12. Februar 2009 statt. Als Experten sind Friedemann Schindler (Jugendschutznet, Mainz), Dieter Frey (Rechtsanwalt, Köln), Guido Brinkel (BITKOM), Hannes Federrath (Universität Regensburg), Oliver J. Süme (Eo-Verband), Jürgen Maurer (Direktor beim Bundeskriminalamt) und die Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, Elke Monssen-Engberding geladen. (asa)
    Quelle: golem.de

    Im Grunde genommen kommt der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages zu dem gleichen Schluss wie schon diverse Poster in diesem Thread. Eigentlich hat dieser Dienst eine beratende Funktion, die die Abgeordneten bei ihren Entscheidungen berücksichtigen sollten.

    Allerdings ist es oftmals so, dass auf Leute vom Fach nur gehört wird wenn sie der gleichen Meinung sind wie die Politiker selbst. Man muss schon sehr optimistisch sein um zu glauben, dass sich das auf die politischen Entscheidungen auswirken wird. Schon so manches Mal wurde der Rat des Wissenschaftlichen Dienstes schlicht ignoriert, z. B. auch als es um das Verbot von "Hackertools" ging.
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  18. #58
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Fabian
    Ein Streitgespräch (MP3) zum Thema zwischen Frau Mechthild Maurer von ECPAT und Frank Rieger vom Chaos Computer Club im Deutschlandradio Kultur. Meiner Meinung nach hörenswert.

    _ _ _
    Familienministerin kämpft an allen Fronten für Kinderporno-Sperren

    ... Scharf ins Gericht ging die CDU-Politikerin mit einem Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags, das mit ihrem energischen Vorstoß die Kommunikationsfreiheit in Gefahr sieht. Die Qualität der nur 27 Seiten umfassenden Studie sei "unterirdisch" und am Thema vorbei. Es würden vor allem Sperrungsverfügungen gegen einzelne Webseiten und die Gefahr der Errichtung einer "chinesischen Mauer" rund um das Internet behandelt. ...
    Wo kommen wir denn da hin wenn irgendwelche dahergelaufenen Gutachter und der wissenschaftliche Dienst vorgeben sich mit dem Thema besser auszukennen. Die haben doch keine Ahnung, denn mein Gefühl sagt mir, dass ich Recht habe.
    Ein klarer Fall von DKE.
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  19. #59
    Duc de Rischelmääh
    Avatar von brainsheep
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    Betrifft zwar die mündigen Bürger der USA aber trotzdem lesenswert

    http://gamestar.de/hardware/news/ver...scheitert.html
    Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur.
    Oscar Wilde

  20. #60
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    Avatar von Touji
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    Kinderporno-Sperren im internationalen Vergleich

    Die vom Familienministerium und dem Bundeskriminalamt beabsichtigte DNS-Blockade von Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten hat internationale Vorbilder. Ausgehend von einer norwegischen Initiative haben sich etliche Länder entschlossen, den jeweiligen Providern eine solche Sperre anzubieten. Ein Vergleich der Systeme zeigt, das längst nicht alle Provider in den einzelnen Ländern mitziehen und Sperrlisten wie Stopp-Server installieren. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich, doch stehen Zweifel an den Sperrlisten im Vordergrund.

    Das Sperren von Webseiten mit Kinderpornographie geht auf den Gedanken der "Re-Victimization" zurück: Missbrauchte Kinder sollen nicht noch einmal dadurch missbraucht werden, dass Bilder oder Filme ihres Missbrauches frei im Internet kursieren. Im Unterschied zu manchen Stellungnahmen von Politikern ist den Fachleuten durchaus klar, dass die Sperren den Kindesmissbrauch nicht verhindern, sondern nur den "Markt" für derartiges Bild- oder Filmmaterial eindämmen können. Der erste Filter dieser Art, den die norwegische Telenor-Gruppe im Jahr 2004 einrichtete, ging auf die Initiative einer Abteilung der norwegischen Kriminalpolizei (KRIPOS) zurück, die sich mit Kinderpornographie befasste. Das von der KRIPOS vorgeschlagene System der DNS-Sperre und eines Stopp-Servers orientierte sich an der britischen Internet Watch Foundation (IWF), einer damals privaten, heute halbstaatlichen Initiative, die für das Cleanfeed-System der British Telecom die nötigen Sperrlisten produzierte.

    Von Anfang an war der Kampf gegen die "Re-Victimization" auch mit Aufklärung verbunden. Wie Björn-Erik Ludvigsen auf der BKA-Herbsttagung 2007 ausführte, soll der Stopp-Server den Internet-Surfer vor allem auf das Problem aufmerksam machen und ein Bewusstsein für den Kampf gegen Kindesmissbrauch in der Bevölkerung verankern. Damit unterschied sich das System von Anfang an von der IWF-Lösung, die bei einer blockierten Webseite einen schlichten Fehler 404 auslieferte. Heute betont die norwegische Stoppseite nicht nur diesen Aspekt, sondern nennt auch die gesamteuropäische CIRCAMP-Initiative, die den von allen genutzten Sperrfilter CSAADF (Child Sexual Abuse Anti-Distribution Filter) betreut. Wie bereits geschildert, soll das norwegische System etwa 8000 URLs enthalten und 18.000 Anfragen am Tag blockieren. Erwähnenswert ist, dass nicht alle norwegischen Internetprovider das System einsetzen und selbst die Kunden des ersten Polizeipartners Telenor eine Hotline anrufen können, damit ihnen ein anderer DNS-Server zugeteilt werden kann. Anfang 2007 veröffentlichte das Datakrimutvalget, eine parlamentarische Kommission zur Verbesserung der Polizeiarbeit einen Report. In ihm sprach sich eine Minderheit dafür aus, die DNS-Sperre auf Nazi-Propaganda. Islamismus-Propaganda und Online-Casinos auszudehnen, was vom norwegischen Justizministerium kategorisch abgelehnt wurde.

    Nach dem Einsatz in Norwegen exportierte die Telenor-Gruppe die Technik nach Schweden, wo es unter dem Namen Netclean (PDF-Datei) auch vom zweiten großen Provider TeliaSonera eingesetzt wurde. Im aktuellen Zusammenhang mit dem in Schweden stattfindenden Prozess gegen Pirate Bay sollte erwähnt werden, dass die schwedische Polizei im Jahr 2007 versuchte, Pirate Bay auf die Liste mit den gesperrten Kinderporno-Webseiten zu setzen. Nach Schweden installierte auch Dänemark (PDF-Datei) eine Sperrliste. Zunächst geschah dies ähnlich wie im Fall von Telenor bei der zuvor staatlichen Telefongesellschaft TDC, dann zogen nach einer Drohung des Innenministers fast alle übrigen Internet Provider nach. In Dänemark ereignete sich ein ähnlicher Vorfall wie in Schweden, als der zweitgrößte Provider Tele2 nach einer gerichtlichen Anordnung Anfang 2008 Pirate Bay auf die Kinderpornoliste setzen musste. Mit Jesper Bay wurde dabei ein Weg veröffentlicht, wie einfach eine derartige Sperre umgangen werden kann. Als letztes skandinavisches Land wurde die DNS-Sperre in Finnland errichtet und lieferte mit dem Fall von Matti Nikki ein Paradebeispiel dafür, wie ein Kritiker der Sperrlisten selbst auf die Sperrliste kommt und damit nicht mehr erreichbar ist.

    Auch in den Niederlanden wurde von den Providern UPC/Chello und KPN in Zusammenarbeit mit der Polizei im Jahre 2007 die Sperrtechnik komplett mit dem Stopp-Server eingerichtet. Diese Sperre ist darum erwähnenswert, weil die niederländische Polizei explizit Finnland als Vorbild nannte. Die Internet-Aktivistin Karin Spaink besorgte sich daraufhin die finnische Sperrliste und fand auf ihr niederländische Firmen und insgesamt 40 Webseiten mit niederländischer Kinderpornographie. Spaink klagte daraufhin die Polizeibehörden öffentlich an, die zwar Kinderpornographie im Internet blockten, aber nicht tätig wurden, um die fraglichen inländischen Firmen juristisch zu belangen.

    Als letztes Land muss in dieser Zusammenschau die Schweiz erwähnt werden, wo Mitte 2006 die Kampagne Stopp Kinderpornografie ins Leben gerufen wurde. Obwohl sich Internetprovider gegen die Maßnahme aussprachen, ist das System nach Angaben der Schweizer Koordinationsstelle Kriminalprävention von 80 Prozent der nationalen ISP installiert worden. Auch hier kann eine bemerkenswerte Eigenschaft der Sperrtechnik studiert werden: Eine Liste mit 1200 URLs geblockter kinderpornographischer Angebote wurde dem deutschen Rechtsanwalt Udo Vetter zum Kauf angeboten.

    Tatsächlich sind diese Listen sehr umstritten. Zum aktuellen Zeitpunkt diskutiert man nicht nur in Deutschland, sondern auch in Australien die Einführung einer Sperrtechnik. Hier hat die ehemalige australische Rundfunkaufsicht ACMA eine Liste problematischer Web-Angebote recherchiert. Zunächst hieß es, dass 1370 Webseiten mit kinderpornografischen Angeboten existierten, die geblockt werden müssten. Am 4. Februar 2009 musste das zuständige Justizministerium auf eine parlamentarische Anfrage hin bekannt geben, dass nach eingehender Durchsicht weniger als die Hälfte der aufgeführten Adressen der Kinderpornographie zuzurechnen seien.
    Quelle: Heise Online

    Es ist interessant zu sehen was in anderen Ländern so alles auf die Sperrliste kommt.
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

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