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Interessante Zitate/Texte über Gott / Jenseits / Nahtodeserfahrungen / letzte Worte

Eine Diskussion über Interessante Zitate/Texte über Gott / Jenseits / Nahtodeserfahrungen / letzte Worte im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Puh, ich war ja geneigt mir einiges anzusehen. Aber bei der Sache mit der Evolutionstheorie hörts einfach auf, da werd ...

  1. #61
    Hauptfeldwebel
    Avatar von PurpleSkull
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    Puh, ich war ja geneigt mir einiges anzusehen. Aber bei der Sache mit der Evolutionstheorie hörts einfach auf, da werd ich böse.

    Zu behaupten das einfach so ein überwesen daherkommt und alles lenkt und steuert, und gleichzeitig zu behaupten alle anderen "wissenschaftlichere" Methoden seien falsch ist für mich Faulheit. So nach dem Motto "ich mach mir um nichts Gedanken, der liebe Herrgott macht scho alles". Atheisten und "normalen" nichtgläubigen wird vorgeworfen Gott aus dem Grund nicht zu akzeptieren, weil sie angst vor Fremdbestimmung haben. Ich werfe gläubigen vor Angst vor dem Tod zu haben.

    Übrigens glaube ich durchaus an die existenz einer Art höheren Sphäre =) Also quasi an einen Gott^^ aber diese höhere daseinsform hilft uns nicht, schon gar nicht einzelnen individuuen. Ja, ich gehe sogar soweit zu sagen das "Gott" nichtmal weiß das es uns gibt.

    PS: Was nicht heißt das ich an ein Leben nach dem Tod glaube. Wenn du tot bist, bist du weg. Aus ende. kleiner trost: Tod tut nicht weh (höchstens das sterben).

  2. #62
    @Junker

    Du bist etwas gefährlich. Behauptest ja auch, dass AIDS eine Lüge sei, dass viele Krankheiten durch alternative Heilmethoden zu heilen seien usw usw.
    Ja die offizielle Aidstheorie ist falsch. Ebenso kann man die meisten chronischen Erkrankungen mit alternativen Heilmitteln heilen, was die Schulmedizin nicht kann. Wenn Du das nicht glauben kannst, bist Du eben uninformiert über das Thema. Ich erwarte mir aber nicht von jemandem, der nicht jahrelang auf dem Gebiet Nachforschungen betrieben hat, das zu wissen, sondern es ist logisch, daß Du die offizielle Propaganda glauben wirst. Kann man dir eigentlich nicht vorwerfen.

    Ich habe dir in meinen vorherigen Posts einige Fragen gestellt, auf die du nie eingegangen bist.
    Bist du nicht in der Lage zu diskutieren?
    Bist du fremdbestimmt?
    Hast du keine Ahnung von dem, was du da postest?
    Noch nie Fachzeitschriften gelesen mit aktuellen Berichten über die Forschung?
    Darfst du nicht?
    Verstehst du überhaupt die von dir geposteten Passagen?
    Hast du sie überhaupt mal gelesen?
    Bist du Internet-Süchtig?
    Ja.
    Nein.
    Nein.
    Nein.
    Doch.
    Weiß nicht.
    Ja.
    Ja.
    Nein.

    Ist Lichtarbeit nicht eine Sektenbewegung?
    Versucht er hier neue Anhänger (Geldgeber) zu finden?
    Bereits beantwortet...

    Wen würdest du denn anbeten wenn Konstantin seine Schlacht gegen Maxentius verloren hätte? Gottheiten sind doch nur Zufälle der Weltgeschichte...
    Bereits indirekt beantwortet.

    Will er uns hier zu Kreationisten bekehren?
    Eigentlich wollte ich Euch eher zu guten Christen bekehren

    Keine eigene Meinung oder verbietet dir der Glaube an sowas wie ein Überwesen eigenständiges Denken? Müssen andere (wie die von dir zitierten) für dich denken?
    Nö, nö.

    Also nur Spam?
    Nö.

    Eigentlich soweit alles falsch

    @Osbes

    Danke für die Tipps Ich bin eben einer der lieber alle Infos auf einmal postet ...

    @Purple

    Die Links und Videos implizieren nur daß das wissenschaftliche Weltbild betreffend der Evolution falsch ist. Von falschen Methoden wird dort soweit ich mich erinnere nichts gesagt. Es wird nur gesagt, es gibt Hinweise, daß es nicht so ist, wie es offiziell dargestellt wird.

    Atheisten und "normalen" nichtgläubigen wird vorgeworfen Gott aus dem Grund nicht zu akzeptieren, weil sie angst vor Fremdbestimmung haben. Ich werfe gläubigen vor Angst vor dem Tod zu haben.
    Also sowas habe ich überhaupt nicht gesagt. Das interpretierst Du dort glaube ich hinein, sozusagen Dein Eindruck des Eingangspostings.

    Also ich persönlich kann sagen, ich bin überzeugt, es gibt keinen Tod, der Tod ist eine Tür. Man geht von einem Land in ein anderes.

    Ich denke Du solltest Dich mehr mit Nahtodforschung beschäftigen, die beweist immerhin, daß der Geist vom Körper unabhängig existieren kann. Ebenso beweist sie, daß der Geist außerhalb des Körpers Wahrnehmungen machen kann, die danach in sehr vielen Fällen eidesstattlich bestätigt wurden und daher keine Halluzinationen gewesen sind.
    Geändert von Medizinmann99 (29.02.2008 um 00:53 Uhr)

  3. #63
    Oberfeldwebel
    Avatar von Junker
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    DKS
    Siehste, schon fängt es an.
    Wenn sooooviele Foren dich gesperrt haben muss da ja was dran sein und du musst irgendwie nicht so recht checken, dass deine Art und Weise der Diskussion nicht so gut ankommt und daher zu Sperrungen und Löschungen kommt.
    Ich bleib dabei: Du bist krank. Fertig, Ende.

    Jetzt versucht er auch noch mich hier als Idioten hinzustellen...

    Keine Kompromisse

  4. #64
    Wenn sooooviele Foren dich gesperrt haben muss da ja was dran sein...
    ...an der katastrophalen Diskussionskultur in Deutschland. In der Tat. Und so viele waren es auch nicht. Eben diejenigen, wo ich was gepostet habe und wo Kleinkinder Admins sind (also die meisten, denn die meisten Forenadmins sind meiner Meinung nach nicht gerade sehr tolerant, weil sie sich einfach nicht beschäftigen mit "meinen" Themen...also Gesundheit, Wirtschaft, Weltbild, Gott, Jenseits usw. und daher alles was ich schreibe ungeprüft für Unsinn halten)

    Ich bleib dabei: Du bist krank. Fertig, Ende.
    Das ist Dein gutes Recht dies zu glauben und ich fühle kein Bedürfnis, Dich mit Gewalt von diesem Glauben abzubringen zu versuchen

    Jetzt versucht er auch noch mich hier als Idioten hinzustellen...
    Nein, das war nicht meine Intention. Ich habe doch nur geschrieben, daß die offizielle Aidstheorie sich aufgrund einer Vielzahl von Indizien (eher Beweisen) als gelinde gesagt "unpräzise" erweist. Siehe z. Bsp. Wolff Geisler, "Aids, Herkunft, Verbreitung und Heilung".
    Geändert von Medizinmann99 (29.02.2008 um 01:02 Uhr)

  5. #65
    Zitat Zitat von Medizinmann99
    Ich denke Du solltest Dich mehr mit Nahtodforschung beschäftigen, die beweist immerhin, daß der Geist vom Körper unabhängig existieren kann. Ebenso beweist sie, daß der Geist außerhalb des Körpers Wahrnehmungen machen kann, die danach in sehr vielen Fällen eidesstattlich bestätigt wurden.
    Nunja, bewiesen würde ich nicht sagen, da hebst du die Meßlatte aber sehr hoch
    Eher sind es ja Vermutungen einzelner Gruppen, die auf den Aussagen von Menschen beruhen, welche eine Nahtoderfahrung erlebt haben. Und auch hier gehört immernoch eine gewisse Portion von Skeptik hinzu, denn gerade in Bereichen wo der Glaube aktiv auf die Wissenschaft trifft verschwimmt die wissenschaftliche Methodik doch häufig (was nicht heißt, dass alles erlogen ist, aber es heißt, dass nicht alles wissenschaftlich bewiesen ist.
    Jedoch habe ich mich dort auch nie ausreichend mit beschäftigt, um das Maß der dort möglichen wissenschaftlichen Methoden abschätzen zu können.

    Aber weitaus interessanter finde ich derzeit:
    Zitat Zitat von Medizinmann99
    Ja die offizielle Aidstheorie ist falsch.
    Könntest du dort - ggf. auch in einem ausführlichen Posting, aber bitte ohne Videos und wenn dann nur 2-3 Kurze - noch ein wenig ausführlicher werden, was daran falsch ist ?
    Den bisher ist es ja leider nur eine Aussage die im Raum steht, mit der ich - wie du schon selbst sagtest - als jemand der in diesem Gebiet nur begrenztes Wissen beherbergt recht wenig anfangen kann.
    Nach meinem Wissen ist Wolff Geisler jedenfalls nicht gerade in Skeptiker der viralen Verbreitung von AIDS.

  6. #66
    @Osbes

    Betreffend der Nahtoderfahrungen, das sind einfach unausweichliche Schlüsse. Es ist unmöglich, daß jemand, der klinisch tot ist (nach allen diesbezüglichen Kriterien), noch außerhalb seines Körpers Wahrnehmungen machen kann, insbesondere natürlich visuelle, weil dessen Augen sind ja geschlossen und selbst wenn sie offen wären, könnten sie eigentlich nichts mehr sehen. Schon gar nicht aus der falschen Perspektive. Oder gar Wahrnehmungen in Nebenräumen oder eben aus unmöglichen Perspektiven (schwebend herabsehend von der Decke). Es gibt sogar Fälle von von Geburt an Blinden, die erstmalig in ihrem Leben während einer Nahtoderfahrung sehen konnten und deren Aussagen über das, was im Operationsraum passierte, dann später eidesstattlich bestätigt wurden.

    Es gibt auch mehrere deutsche Dokumentationen über das Thema, die bereits genannte DVD von Origenes. Die sind aber leider längst nicht so gut wie die englischen, das Thema steckt bei uns noch in den Kinderschuhen (abgesehen von Büchern, die Bücher sind sehr gut, nur Videos gibts fast keine auf Deutsch). Ich finde immer das persönliche Zeugnis besonders beeindruckend und auch die dahinterstehende Forschung, die ja oftmals von wissenschaftlich ausgebildeten Doktoren gemacht wird (die oftmals davor selbst die größten Skeptiker waren).

    Hier gibts sehr gute Nahtoderfahrungsvideos auf englisch:
    http://associatesshop.filzhut.de/sho...056af&Mode=vhs
    Davon werde ich mir in Zukunft wahrscheinlich noch einige bestellen. Die dort sind leider kostenpflichtig.
    Aber auch bei Youtube gibts viel Material, ich habe ja schon viele Videos hier gepostet.


    Was Aids betrifft...das primäre Ziel von Pharmakonzernen ist, maximalen Profit zu machen. Also hat man die offizielle Aidstheorie so gestaltet, daß fast jede Erkrankung bzw. mehrere Erkrankungen dieses Formenkreises, die sich durch eine Immunschwäche äußert, als Aids bezeichnet wird. So ähnlich wie man das bei ADS (Ritalin) oder der Vogelgrippe (Tamiflu) gemacht hat.
    So erschließt man neue Absatzmärkte für die Aidsmedikamente, wobei es ja eigentlich keine Medikamente sind, sondern völlig unwirksame und vielmehr schädliche Mittel, ähnlich Tamiflu. Es gibt über dieses Thema genügend Bücher und Internetseiten, eines habe ich schon genannt. Auf http://www.rethinkingaids.de steht auch schon einiges.
    Geändert von Medizinmann99 (29.02.2008 um 01:27 Uhr)

  7. #67
    Okzident erwache
    Avatar von Lappen
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    hier stand im großen und ganzen Rotz von mir, weil ich gestern etwas verpeilt war.. gelöscht
    Geändert von Lappen (29.02.2008 um 09:41 Uhr)

  8. #68
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    Avatar von MacBeth
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    Das Zitat "Gott ist tot" ist von Friedrich Willhelm Nietzsche. In seinem Text vom tollen Menschen (genaue Titel ist mir grad entfallen) läuft dieser mit einer Laterne durch die Stadt und sucht Gott, um dann zum Schluss zu kommen: "Gott ist tot. Wir haben ihn getötet." Dass "Gott ist tot" hier natürlich einen kultur- bzw. moralikritischen Aspekt hat und weit über plumpen Atheismus (den nächsten Pubertierenden, der sich für einen großen Philosophen-styl0r hält, weil er "Gott ist tot" sagt, verprügle ich... ich kann diese einfältigen Leute nicht mehr sehen) hinausgeht, erschließt sich freilich nur bei Lektüre des Textes.
    ohne genau das zu wissen bin ich dennoch auf den selben spruch gekommen
    und ich lass mir MEINEN gott is tot spruch auch nich von Nietzsche, der schon tot is, klauen ^^

    und @ lappen woher willst wissen wann gott gestorben is?

    ich behaupte ers gestern, als mensch getarnt, vonnem ubahnschubser auf die gleisen gekickt worden und wurde vom zug mitgenommen....was natürlich auch seine fehlbarkeit bewiesen hätte!!
    Das Vertrauen unter Freunden ist ein sehr empfindlicher Zustand. Zuneigung, Gefühl, Erkenntnis, Hoffnung und Glaube halten ihn im Gleichgewicht. Ohne Vertrauen ist das Leben bitter und leer, dieses zerbrechliche Band auf die Probe zu stellen, ist gefährlich. Und obwohl das Vertrauen daran wachsen kann, stellt sich immer die Frage, ob es der Probe überhaupt standhält.

  9. #69
    "Jenseits von Gut und Böse" ist ein eigenes Buch und das Zitat kommt mit ziemlicher Sicherheit aus "Die fröhliche Wissenschaft"

  10. #70
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    Avatar von MacBeth
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    dieses kurze, in dem fall, nichts sagende zitat...auf nur eine person zu schieben halte ich für unsinn....das hat im puren alkoholwahn schon vor hunderten von jahren irgendson bauer mal gebrüllt
    Das Vertrauen unter Freunden ist ein sehr empfindlicher Zustand. Zuneigung, Gefühl, Erkenntnis, Hoffnung und Glaube halten ihn im Gleichgewicht. Ohne Vertrauen ist das Leben bitter und leer, dieses zerbrechliche Band auf die Probe zu stellen, ist gefährlich. Und obwohl das Vertrauen daran wachsen kann, stellt sich immer die Frage, ob es der Probe überhaupt standhält.

  11. #71
    Taucht es tatsächlich in diesem Wortlaut auch noch in "Also sprach Zarathustra" auf? Ich kann mich nur daran entsinnen, das er diese Thematik dort nochmals aufgegriffen hat. Aber leider bin ich derzeit nicht in meiner Wohnung um es nachzuschlagen
    Aber gut, darauf kommt es ja eigentlich auch nicht weiter an. Es wird jedenfalls in beiden Büchern behandelt

    Zitat Zitat von Medizinmann99
    Was Aids betrifft...das primäre Ziel von Pharmakonzernen ist, maximalen Profit zu machen. Also hat man die offizielle Aidstheorie so gestaltet, daß fast jede Erkrankung bzw. mehrere Erkrankungen dieses Formenkreises, die sich durch eine Immunschwäche äußert, als Aids bezeichnet wird. So ähnlich wie man das bei ADS (Ritalin) oder der Vogelgrippe (Tamiflu) gemacht hat.
    So erschließt man neue Absatzmärkte für die Aidsmedikamente, wobei es ja eigentlich keine Medikamente sind, sondern völlig unwirksame und vielmehr schädliche Mittel, ähnlich Tamiflu. Es gibt über dieses Thema genügend Bücher und Internetseiten, eines habe ich schon genannt. Auf http://www.rethinkingaids.de steht auch schon einiges.
    Nun gut, es ist dann halt die Frage ob der Begriff AIDS dann einfach nur eine Obergruppe darstellt, oder nicht exakt genug für das Maß an zugeordneten Krankheiten ist.
    Es heißt also nicht, dass die im allg. unter diesem Begriff verstanden Krankheit nicht existieren würde. Deine Aussage war jedenfalls etwas missverständlich, so dass man hätte meinen können, dass du dies damit gemeint hättest.

    Was mich etwas an der Internetseite stört ist, dass es keine Quellenangaben zu Veröffentlichungen oder anderen Schriften gibt, aus denen die Wortlaute der zitierten Wissenschaftler stammen.

  12. #72
    @Osbes
    Nun gut, es ist dann halt die Frage ob der Begriff AIDS dann einfach nur eine Obergruppe darstellt, oder einfach nicht exakt genug unterschiedliche Krankenheiten unterschiedet.
    Es heißt also nicht, dass die im allg. unter diesem Begriff verstanden Krankheit nicht existieren würde. Deine Aussage war jedenfalls etwas missverständlich, so dass man hätte meinen können, dass du dies damit gemeint hättest.
    Genau

    Was mich etwas an der Internetseite stört ist, dass es keine Quellenangaben zu Veröffentlichungen oder anderen Schriften gibt, aus denen die Wortlaute der zitierten Wissenschaftler stammen.
    Erfrag das am Besten einfach beim dortigen Seitenbetreiber, wenn Du es genauer wissen willst

  13. #73
    UF Supporter
    Avatar von MacBeth
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    Eigentlich wollte ich Euch eher zu guten Christen bekehren
    du glaubst das die christen gut sind?
    und deren geschichtliche entwicklung? zb inquisition? andere beispiele brauch ich da ja nun nicht wirklich auch noch nennen oder? ^^

    aber hier mal nochn paar fragen an den aufgeklärten christen:

    was ist der papst für dich?
    meines wissens nach ist er das sprachrohr gottes für die christliche religion bzw. sein stellvertreter auf erden....wer hatn das mal bestimmt? oder gibs da aufzeichnungen die gott hinterlassen hat? ^^

    ist der gute mensch der nicht an gott glaubt schlechter als ein guter christ?
    was wenn er in seinem leben sogar die 10 gebote einhält, aber nie in betracht zog das es einen gott gibt...kommt er dann in die hölle?

    hast du schon gegen eines der 10 gebote verstoßen?
    da deine antwort ehrlich sein sollte, wirst du mit ja antworten....damit gehörst ja bekanntlich in die hölle oder? ja gut beichten kannste noch gehen...aber wird beichten (sünden vergeben) auch in der bibel erwähnt? und scheinbar gibt es dabei gar kein beichtlimit...oder?
    Geändert von MacBeth (29.02.2008 um 04:44 Uhr)
    Das Vertrauen unter Freunden ist ein sehr empfindlicher Zustand. Zuneigung, Gefühl, Erkenntnis, Hoffnung und Glaube halten ihn im Gleichgewicht. Ohne Vertrauen ist das Leben bitter und leer, dieses zerbrechliche Band auf die Probe zu stellen, ist gefährlich. Und obwohl das Vertrauen daran wachsen kann, stellt sich immer die Frage, ob es der Probe überhaupt standhält.

  14. #74
    ( ☞ 。◕‿‿◕。) ☞
    Avatar von DrFriedChicken
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    Zu einem gewissen Grad ist Philosophie durchaus in Ordnung, aber sich fest einem Glauben oder einem Gott zu verschreiben, halte ich für eine Einschränkung des eigenen Denkens...

    Seit es Religionen und spirituelle Überzeugungen gibt, haben sie dem Menschen nur geschadet oder dazu gedient Menschen zu unterwerfen. Es gab seit Anbegin aller spirituellen Überzeugungen unzählige Kriege, welche wegen unbedeutender Unterschiede in den Religionen oder deren Verbreitung geführt wurden, aber ich habe bisher nur von sehr wenigen Religionen gehört, die einen Krieg beendeten oder gar verhinderten. Ein Paradebeispiel für unnötige Gemetzel ist Irland, wo Christen Christen vergewaltigen, bestehlen, töten und die Menschen zur Verzweiflung treiben und nach Hoffnung suchen lassen, welche diese sich dann wiederum von einer Religion versprechen und sich damit in einen sogenannten Teufelskreis begeben, wegen dem winzigen Unterschied, ob ein kleiner Mensch, Martin Luther, nun Recht hatte oder nicht. Hierbei sehe ich noch von der Wirkung von Religionen ab, Uneinigkeiten hervorzurufen, welche zwar nicht direkt in Mord und Totschlag enden, aber im Endeffekt dem Menschen dennoch mehr Last als Nutzen sind. Daher werde ich mich nie einer Religion oder Glaubensrichtung anschließen...

    Ein weiterer Punkt, der mich stört, ist der erste, von einigen als solide bezeichnete Beitrag, welcher schon zu viele Überzeugungsversuche und zu wenig Freiraum für eine geistreiche Diskussion lässt, was dem eigentlichen Sinn eines Forums widerspricht. Der Beitrag versucht mich schon fast zu glauben zu verpflichten, was doch stark an die Definition von Propaganda erinnert...

    Wenn ein Mensch wirklich bereit ist zu glauben und mit den Widersprüchen, die in Religionen enthalten sind, zu leben, dann braucht er dafür keine Argumente und auch keine ihm wohlgesonnene Menschen, Institutionen oder Organisationen, welche ihm Religionen oder Glaubensrichtungen vorschlagen und schmackhaft machen wollen, welche später Gebote, Pflichten, Symbole oder Richtlinien für den Gläubigen erschaffen, zu denen er dann womöglich auch noch beten oder gar Opfer bringen "darf". Er sucht oder erfindet selbst einen Glauben, in dem er Hoffnung, Erleuchtung, vielleicht auch ein höheres Wesen, an das er sich wenden kann, oder was auch immer findet...
    Geändert von DrFriedChicken (29.02.2008 um 05:55 Uhr)

  15. #75
    Okzident erwache
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    Zitat Zitat von MacBeth Beitrag anzeigen
    was ist der papst für dich?
    meines wissens nach ist er das sprachrohr gottes für die christliche religion bzw. sein stellvertreter auf erden....wer hatn das mal bestimmt? oder gibs da aufzeichnungen die gott hinterlassen hat? ^^

    Jesus war so frei, als er Petrus seinen Fels nannte, auf den er seine Gemeinde bauen wolle. Petrus war somit der erste Papst und alle folgenden sind dessen Nachfolger.

    Zitat Zitat von DrFriedChicken Beitrag anzeigen
    Zu einem gewissen Grad ist Philosophie durchaus in Ordnung, aber sich fest einem Glauben oder einem Gott zu verschreiben, halte ich für eine Einschränkung des eigenen Denkens...
    Damit hat Philosophie nichts zu tun.

    Zitat Zitat von DrFriedChicken Beitrag anzeigen

    Seit es Religionen und spirituelle Überzeugungen gibt, haben sie dem Menschen nur geschadet oder dazu gedient Menschen zu unterwerfen.
    das ist nicht korrekt, weil Du Glaube und Religion zusammenwürfelst. Wenn ein Mensch in einer Notlage zu Gott betet und so neue Hoffnung und Kraft gewinnt, kann man kaum davon sprechen, seine "spirituelle Überzeugung" habe ihm geschadet.

  16. #76
    Brigadegeneral
    Avatar von D4rK AmeRiZe
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    Zitat Zitat von Medizinmann99 Beitrag anzeigen
    Aber nicht in www.cncforen.de

    Wenn du aber gerne möchtest, könnte ich dafür sorgen, dass dort der Thread wieder geöffnet wird.

    EDIT: Oder du kannst hier weiterschreiben.

  17. #77
    @Macbeth

    du glaubst das die christen gut sind?
    und deren geschichtliche entwicklung? zb inquisition? andere beispiele brauch ich da ja nun nicht wirklich auch noch nennen oder? ^^
    Genau wegen solcher Gründe habe ich mich auch jahrelang vom Christentum und besonders der Bibel ferngehalten, weil mir das angesichts der schlimmen Kirchengeschichte alles suspekt erschien. Stehe dem organisierten Christentum auch heute immer noch skeptisch gegenüber, weil es ist halt nicht alles Gold, was glänzt und man muß denke ich genau unterscheiden was richtig und was falsch ist. Auch bei den Kirchendogmen.

    Was die Inquisition betrifft, man muß sagen, es gibt in jeder Religion Gute und Schlechte und wenn Schlechte an die Macht kommen, ist das besonders verheerend.

    Man muß denke ich immer zwischen den Menschen und der christlichen Lehre trennen. Denn diejenigen die für die Inquisition verantwortlich sind können die Bibel (insbesondere NT, besonders die Bergpredigt enthält die zentralen Lehren des Christentums) nie wirklich gelesen oder gar geglaubt haben. Sie waren also nach der Definition der Bibel unmöglich richtige Christen, sondern vielmehr gewöhnliche Verbrecher.

    Von den wahren Christen gibt es ja LEIDER(ST) nur eine Handvoll. Die meisten der "normalen" Christen sind ja nur Formchristen, Mitläufer aus gesellschaftlichen, sozialen oder Prestigegründen (sehen und gesehen werden) etc., die, wenn morgen plötzlich das Tragen von Sombrerohüten Staatsreligion wäre, als brave Mexikaner daherkämen und dann wohl "Sombrerinos" heißen würden. Oder wenn die Teletubbies Staatsreligion werden würden, würden sie eben bunte Teletubbieskostüme tragen und sich dann Teletubbi-isten nennen .

    was ist der papst für dich?
    meines wissens nach ist er das sprachrohr gottes für die christliche religion bzw. sein stellvertreter auf erden....wer hatn das mal bestimmt? oder gibs da aufzeichnungen die gott hinterlassen hat? ^^

    Was den Papst betrifft...er hat viele wahre Dinge geschrieben, über die man wenigstens nachdenken sollte. Ebenso sein Vorgänger. Zu der ihm von der Kirche zugemessenenen Eigenschaft des Stellvertreters Gottes auf Erden kann ich nichts sagen.

    Den zweiten Teil der Frage hat Lappen bereits prinzipiell beantwortet.

    ist der gute mensch der nicht an gott glaubt schlechter als ein guter christ?
    was wenn er in seinem leben sogar die 10 gebote einhält, aber nie in betracht zog das es einen gott gibt...kommt er dann in die hölle?
    Gott schaut ausschließlich aufs Herz und nicht auf die Religionszugehörigkeit, daher geht ein Atheist, der sich immer gut gegen seine Mitmenschen verhalten hat (und damit normalerweise auch gegen Gott) und keine besondere Schuld auf sich geladen hat, in den Himmel ein.

    hast du schon gegen eines der 10 gebote verstoßen?
    da deine antwort ehrlich sein sollte, wirst du mit ja antworten....damit gehörst ja bekanntlich in die hölle oder? ja gut beichten kannste noch gehen...aber wird beichten (sünden vergeben) auch in der bibel erwähnt? und scheinbar gibt es dabei gar kein beichtlimit...oder?
    Ja, natürlich. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, daß man deswegen in die Hölle komme. Gott ist das vollkommenste Wesen und der vollkommenste Richter, es wird am Ende des Lebens alles auf die Waage geworfen, nur wer gewogen und für zu leicht befunden wurde...man erntet, was man sät...

    Irgendwie scheinen mir die meisten Leute falsche Vorstellungen von dem Ganzen zu haben. Überhaupt will keiner was von Hölle hören oder von Verantwortung gegenüber irgendjemandem oder irgendetwas.

    Das fand ich schon immer interessant - wie soll es denn jemals Gerechtigkeit geben nach diesem höchst ungerechten Erdenleben und damit Genugtuung für alle, wie es Gottes Wille ist, ohne Himmel und Hölle? Das wäre völlig unmöglich. Damit ist Himmel und Hölle schon aus logischen Gründen unabdingbar notwendig. Außer natürlich, es findet jemand besser, wenn in der nächsten Welt alles so ist wie in dieser hier und die Ungerechtigkeit weitergeht...

    An die ewige Hölle glaube ich übrigens nicht, sehr wohl aber an die Hölle. Die ewige Hölle ist ein (vermutlich absichtlicher) Übersetzungsfehler des Wortes Aeon, mit dem sich die Kirche über den Ablaßhandel dumm und dämlich verdient hat, indem sie alten Säcken kurz vor deren Ableben mittels dieser "ultimativen Bedrohung" (der ewigen Hölle) noch ihr gesamtes Vermögen aus den Rippen geleiert hat und ihnen dafür einen Ablaßbrief ausstellte, in dem die Kirche demjenigen GARANTIERTE, daß er nunmehr in den Himmel käme, weil er das Ablaßgeld bezahlt hat. Ab einer gewissen Summe bekam man nämlich die Garantie

    @Dark

    Danke, darüber muß ich noch nachdenken Ich weiß nicht ob sich mir das zeitlich ausgeht in zwei Threads gleichzeitig zu diskutieren...

  18. #78
    Stabsgefreiter

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Medizinmann99 Beitrag anzeigen
    An die ewige Hölle glaube ich übrigens nicht, sehr wohl aber an die Hölle. Die ewige Hölle ist ein (vermutlich absichtlicher) Übersetzungsfehler des Wortes Aeon, mit dem sich die Kirche über den Ablaßhandel dumm und dämlich verdient hat, indem sie alten Säcken kurz vor deren Ableben mittels dieser "ultimativen Bedrohung" (der ewigen Hölle) noch ihr gesamtes Vermögen aus den Rippen geleiert hat und ihnen dafür einen Ablaßbrief ausstellte, in dem die Kirche demjenigen GARANTIERTE, daß er nunmehr in den Himmel käme, weil er das Ablaßgeld bezahlt hat. Ab einer gewissen Summe bekam man nämlich die Garantie
    bin zwar kein christ, aber würde gerne mal wissen wie du darauf kommst, ob das deine eigene meinung ist das die hölle nicht ewig ist oder steht es so in der bibel. ich frage, weil wenn man glaubt dann sollte man auch glauben wie es in der bibel oder sonst einem buch steht, zu 100%. ich weiss, viele hier haben ihre eigenen vorstellungen und meinungen aber so ist eben meine meinung.
    Geändert von inkognito (29.02.2008 um 14:41 Uhr)

  19. #79
    Hallo,

    genau kannst Du das alles im Internet unter "Allversöhnung(slehre)" nachlesen und diese Lehre deckt sich mit meiner eigenen Meinung, da mir schon immer klar war, daß die Lehre von der ewigen Hölle unmöglich wahr sein kann. Das ist doch die größte Beleidigung Gottes, zu behaupten, daß Gott jemandem für ein zeitliches Vergehen eine ewige Strafe auferlegen könnte, da das Wesen der Gerechtigkeit darin besteht, daß die Strafe in einem direkten Zusammenhang mit der Bestrafung stehen muß (auch quantitativ natürlich!). Und Gott, als das gerechteste aller Wesen, würde sowas daher nie tun.

    Hier ein Auszug aus einem Text:
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    ...
    An dieser Stelle möchten wir zunächst kurz darlegen, was wir als Verfasser dieses Textes glauben. Wir glauben nicht an eine ewige Verdammnis. Und es spielt für unseren Glauben auch keine Rolle, ob die kirchlichen Lehren einer unendlichen Hölle biblisch belegbar sind, teilweise belegbar sind oder gar nicht. Denn einen Gott, der sich ab einem bestimmten Zeitpunkt für alle Ewigkeiten von einem Großteil seiner Geschöpfe abwendet, auch wenn sie verzweifelt nach ihm rufen, erkennen wir aus ethisch-moralischen Gründen nicht an. Für uns ist ein solcher Gott, der Menschen in einer ewigen Verdammnis die Hilfe verweigert, nämlich ein dämonischer Götze bzw. der „leibhaftige“ Gott der Unterwelt. Denn er würde sich ja aktiv dafür entscheiden, ab einem bestimmten Zeitpunkt nichts mehr für die von nun an „Verdammten“ zu tun. Die Schöpfung würde dann für immer zweigeteilt bleiben in Erlöste und ewig Verdammte. Hierzu könnte man sich ein solches Leiden auch einmal ansatzweise vorzustellen versuchen. Wenn man dies tut und auf sich wirken lässt, spürt man vielleicht ansatzweise, dass kein Mensch bzw. keine Seele so etwas aushalten würde. Doch die Kirche lehrt es. Und wäre diese Lehre richtig, dann wäre damit auch das Satanische größer als die Liebe Gottes. Denn es hätte einen großen Bereich aus der von Gott geschaffenen Schöpfung herausgerissen. Gäbe es also eine ewige Verdammnis, wie es die Kirchen lehren (die katholische Kirche sogar als „unfehlbare“ Wahrheit), und wären dort sogar viel mehr Menschen als im Himmel, wie es ebenfalls in den Kirchen angenommen wird, dann hätte der „Teufel“ einen klaren Sieg gegenüber Gott errungen. Man könnte es auch so sagen: Gäbe es tatsächlich eine ewige Verdammnis, dann wäre die Sünde mächtiger als die Liebe Gottes. Und das würde auch bedeuten: Gott wäre letztlich ein grausamer Gott, weil er viele seiner Kinder, die z. B. grausam leiden, bitter bereuen und sehnlich darum bitten, alles Unrecht wieder gut zu machen, auf alle Zeiten hin ignoriert. Oder er wäre zumindest der von Satan besiegte Gott, der für alle Ewigkeiten nichts mehr für diese Menschen bzw. ihre Seelen tun kann.

    Diese Lehre von der ewigen Verdammnis ist römisch-katholisch oder evangelisch. Christlich ist sie nicht. Denn Jesus, der Christus, hat nie einen solchen Gott gelehrt. Sondern er lehrte in seinen Gleichnissen (z. B. vom verlorenen Sohn, vom verlorenen Schaf oder verlorenen Groschen), dass Gott jedem Einzelnen nachgeht, um ihn in die Gemeinschaft bzw. in die Einheit der Schöpfung zurückzuführen (auch das ein gravierender Unterschied zur kriminellen Inquisitions-Gemeinschaft der Kirchen). Dennoch berufen sich Kirchenlehrer auf die Bibel. Da die Bibel viele uneinheitliche, teils widersprüchliche und außerdem vieldeutige Aussagen enthält (vgl. DER THEOLOGE Nr. 8), bedarf es hier der Prüfung. Dass die kirchlichen Auswahlkriterien unbiblisch sind, wurde ja oben schon kurz dargelegt. Denn die Kandidaten für eine so genannte „Hölle“ in der Bibel sind immer Schwerverbrecher oder Übeltäter oder „gottlose“ Menschen in dem Sinne, dass ihre Taten moralisch und ethisch verwerflich sind. Die Kirche jedoch denkt gleichermaßen Kirchenaussteigern dieses bestialische Schicksal zu, wie für die römisch-katholische Kirche z. B. DER THEOLOGE Nr. 18 darlegt. „Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen“, lautet der „unfehlbare“ Lehrsatz Nr. 85 in dem römisch-katholischen Lehrwerk „Der Glaube der Kirche“, von Josef Neuner und Heinrich Roos, Regensburg 1992. Und im Canon 751 des römisch-katholischen Kirchenrechts CIC (Corpus Iuris Canonici) wird auch zu den „Häretikern“ gerechnet, wer auch nur an einer „zu glaubenden Wahrheit“ „beharrlich“ zweifelt. Und ein solcher Häretiker ist nach Canon 1364 § 1 ebenfalls exkommuniziert und damit nach dem Tod ewig verdammt. So weit also bereits ein erheblicher Unterschied zwischen Bibel und Kirche bei der Auswahl der Betroffenen. Doch wie ist es mit der Dauer dieses furchtbaren Leidens? Dieser Frage geht DER THEOLOGE Nr. 19 in den folgenden Kapiteln nach. Ist wenigstens die Lehre von der Unendlichkeit einer Hölle biblisch, oder missbraucht die Kirche auch hier die Bibel für ihre Zwecke?

    Alles wird wieder hergestellt

    Zunächst einmal wird hinsichtlich der Dauer einer Entfernung von Gott in der Bibel genau das Gegenteil gelehrt wie in der Kirche. So heißt es in Apostelgeschichte 3, 21: „Ihn [Christus] muss der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.“ Was bedeutet nun „alles wiedergebracht“? Wörtlich heißt es „Apokatastaseos („ …eos“ = Genitiv von apokatastasis) panton“ = „Die Wiederherstellung von allen Dingen.“ „Apokatastasis panton“ ist deshalb auch zu einem fest stehender Begriff für die von Theologen so genannte „Allversöhnungslehre“ geworden, wonach am Ende der Zeiten sozusagen als Zielpunkt wieder alles mit allem versöhnt ist und der Ursprung von Gottes Schöpfung wiederhergestellt ist. Es ist also nicht eine teilweise Wiederherstellung von irgendwelchen speziellen Dingen gemeint, ein bestimmter Teilbereich also. Sondern es geht um das Ganze der ursprünglich guten Schöpfung Gottes. Sie bleibt demnach nicht für alle Zeiten zweigeteilt, wie es die Kirchen lehren, sondern sie würde im Zeitlauf von Äonen wieder vereint. Auf diese biblische Anschauung hatte vor allem der Gelehrte Origenes (185/186-254) hingewiesen, einer der zu seiner Zeit besten Kenner des Urchristentums. Dabei wird angenommen, dass sich die von Gott getrennten Lebewesen früher oder später freiwillig auf den Rückweg begeben, weil sie die mit der gegensätzlichen Entscheidung verbundenen Leiden irgendwann nicht mehr tragen wollen. Diese Lehre wurde aber von der Kirche auf der Synode und später auf dem Konzil von Konstantinopel (im Jahr 543 bzw. 553) verflucht - ein Lehrsatz, der bis heute Gültigkeit hat (siehe dazu den Lehrsatz Nr. 891 bei Neuner-Roos, a.a.O.).

    Der reiche Mann im Hades

    Die Kirchen legen dafür andere Bibelstellen vor, aus denen sie glauben, eine ewige Verdammnis ableiten zu können. Angeführt wird vor allem die Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus (Lukas 16, 19 ff). Der reiche Mann muss nach seinem Tod in die „Hölle“, der auf der Erde arme Lazarus kommt in „Abrahams Schoß“. Hier beginnt schon die Verfälschung. Das griechische Wort für „Hölle“ im biblischen Urtext heißt „Hades“, was „Unterwelt“ bedeutet (siehe unten weitere Erklärungen dazu), keineswegs eine „ewige Verdammnis.“ Die Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus ist einfach eine Veranschaulichung des Gesetzes von Saat und Ernte: Was der Mensch hier auf der Erde getan oder unterlassen hat, das bestimmt seinen Aufenthaltsort im Jenseits. Dazu heißt es in der Geschichte weiter, es bestehe zwischen diesen beiden Orten „eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüber will, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber“ (V. 26), was ebenfalls logisch ist, denn sonst würde ja der „reiche Mann“ den Ort, an dem er sich befindet, unverzüglich verlassen. Doch es ist kein Beleg für eine ewige Hölle. Es heißt nur, dass ein Reicher nicht - wie auf der Erde - einfach von einem bestimmten Ort wieder abreisen kann, wenn es ihm dort nicht gefällt oder er dort leiden muss. Es heißt aber nirgends in der Erzählung, dass sich an dieser Situation niemals irgendetwas ändern könne.
    Ein möglicher Lösungsansatz, der gut mit der Geschichte vereinbar ist, könnte wie folgt skizziert werden: Erst wer im Hades, d. h. in der Unterwelt, das Leid, das er anderen zugefügt hat, abgetragen bzw. abgebüßt hat (er muss also solange dort verbleiben, bis dies geschehen ist) und die Ursachen für diese Seelenqual bereut und bereinigt hat, findet den Weg von dort heraus. In diesem Sinne hat es auch Jesus klar an anderer Stelle gelehrt (siehe unten).

    In der „Scheol“ bzw. „Gehenna“: Warten auf die Hilfe Gottes

    Nun zu dem Wort „Hölle“. Im Urtext des Alten Testaments steht dort meistens „Scheol“, das bedeutet „Grube“ oder „Grab“. Die Scheol gilt als Ort des Dunkels und der Verhüllung. Dort warten nach jüdischer Vorstellung die Menschen auf die Hilfe Gottes und auf neues Leben (siehe „Lexikon der Bibel“ von Fritz Rienecker, Wuppertal 1988, Stichwort „Hölle“: 1. Samuel 2, 6 (der Herr … führt in die Scheol und wieder herauf); Psalm 16, 10 (Du wirst mich nicht der Scheol überlassen); 49, 16 (Gott wird mich erlösen aus der Scheol)). Man muss also ausdrücklich nicht ewig in der Scheol, in der Hölle, bleiben, sondern es gibt einen Weg heraus. So steht es unmissverständlich im Alten Testament.

    Und wie ist der Befund im Neuen Testament? Im griechischen Urtext steht dort, wo die Theologen „Hölle“ übersetzen, entweder „Hades“ oder „Gehenna“. Was „Hades“ bedeutet, wurde oben anhand der Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus schon kurz skizziert und wird weiter unten noch einmal ausgeführt. Die Gehenna ist nun ein Tal südlich von Jerusalem, das sprichwörtlich als „Tal der Verdammten“ galt, doch eben nicht von angeblich „ewig Verdammten“. So werden Leib und Seele des Menschen in der Gehenna „verdorben“, das heißt, sie leiden Schaden (Matthäus 10, 28). In Matthäus 18, 8 und 9 ist von einer „Gehenna des Feuers“ die Rede. Allerdings heißt es auch, dass die Menschen in der Gehenna Feuer erwartet, das nicht verlöscht bzw. „unermesslich“ bzw. unerträglich ist (Markus 9, 43). Doch auch dies ist kein Beleg für eine „ewige Hölle“ in der Bibel. Denn das griechische Wort „asbestos“ bedeutet eben auch „unermesslich“, obwohl es sich hier wohl schon treffender im Sinne von „andauernd“ mit „unauslöschlich“ übersetzt werden kann. Das ist nun aber sicher nicht katholisch-philosophisch gemeint, sondern ganz praktisch: Man kann eben ein Feuer nicht bzw. nicht so ohne weiteres löschen, solange es Nahrung erhält und brennt. Die kirchliche Philosophie einer ins Unendlichen gedachten Feuersbrunst gibt auch diese Formulierung nicht her.

    Ein weiteres Beispiel: In einem Gleichnis erzählt Johannes der Täufer, die Spreu werde vom Weizen getrennt und komme danach in „asbestos“ Feuer (Matthäus 3, 12). Der wesentliche Unterschied zur kirchlichen Lehre ist in diesem Fall: Es handelt sich um ein Gleichnis, und in diesem Gleichnis brennt nur Streu. Bei den Opfern der Kirche brennen jedoch Menschen bei lebendigem Leibe auf dem Scheiterhaufen oder in der Hölle. Die Bedeutung des Wortes „asbestos“ auch in diesem Gleichnis ist, dass man das Feuer nicht mit den üblichen Methoden löschen kann. Sondern die Spreu wird darin verbrennen. Aber es steht nicht da, dass das Feuer für alle Ewigkeiten aus dieser Spreu lodert und dass - anstatt dass die Spreu irgendwann verbrannt ist (!) - die Qual nie ein Ende hat. Tatsache ist: Irgendwann ist die Spreu verbrannt und dann ist das Feuer aus. Nur der einmal in Gang gesetzte Verbrennvorgang lässt sich für den Augenblick nicht stoppen, so dass man auch hier „unlöschbar“ übersetzen kann.

    Einen interessanten Aspekt ergänzt Markus 9, 49: Demnach wird „jeder“ mit Feuer „gesalzen“ werden, was nach der Erläuterung der katholisch-evangelischen Einheitsübersetzung ein „Läuterungsfeuer“ sei, „das die Gläubigen reinigt“, was von von katholischer Seite im Sinne der eigenen „Fegefeuer“-Lehre gedeutet wird. Diese Stelle ist insofern wichtig, da sie deutlich macht, dass „Feuer“ nicht Vernichtung bedeutet, sondern Leid mit dem Ziel der Reinigung.

    Die Hölle als Bestimmungsort für Theologen

    In Matthäus 23, 15 und 33 wird die Gehenna von Jesus schließlich als der Bestimmungsort der Theologen geschildert (Damals nannte man die Bibelkundigen „Schriftgelehrte“, heute würde man sagen „Theologen“). Ihre Verfehlung gemäß den ernsten Worten von Jesus: Sie machen aus einem Menschen einen „Sohn der Gehenna“, und Jesus hält ihnen vor: „Wie wollt ihr der „Krisis der Gehenna“ entrinnen = dem „Gerichtshof der Gehenna“? Das klingt etwas anders als das Kirchendeutsch Martin Luthers, wonach Jesus rhetorisch fragt, wie die Schriftgelehrten der „höllischen Verdammnis“ entrinnen wollten. Denn der „Gerichtshof der Gehenna“ ist eben nicht identisch mit der „höllischen Verdammnis“ gemäß den kirchlichen Lehrbüchern, auch wenn die Theologen dort ihre schlimme Saat ernten und erleiden müssen, was sie anderen angetan haben, z. B. indem sie sie in die Irre und unter Umständen in furchtbares Elend geführt haben.

    An anderen Stellen des Neuen Testaments ist von einer „Finsternis mit Heulen und Zähneklappern“ die Rede (wörtlich mit „Weinen und Knirschen“; Matthäus 8, 12; 22, 13; 25, 30) oder von einem „Kamin mit Weinen und Knirschen“ (Matthäus 13, 42.50), aber auch hier nicht von einer ewigen Verdammnis.

    Kein endgültiger Straf-Ort

    Und in Markus 9, 48 wird der Schluss des Buches Jesaja aufgegriffen (66, 25), wo der Prophet im Zusammenhang mit Bergen von Leichen ein Bild gebraucht. Die Szenerie wird verglichen mit einem sich „krümmenden Wurm“ dieser Menschen, der nicht zum „telos“ = „Ziel“ gelangt. D. h., man sieht wohl nicht, wo dieser Wurm aus schier zahllosen aneinander gereihten „Gottlosen“ aufhört. Oder die Bedeutung, die hier nicht klar ist, bezieht sich auf die Seele des Gottlosen, die dann mit einem Wurm verglichen würde, der nicht stirbt. Das Feuer wird nicht gezähmt werden = nicht ausgehen = sich nicht legen, also nicht verlöschen, heißt es weiter - ein mittlerweile schon bekanntes Bild. Die Betroffenen leben also in diesen qualvollen Umständen weiter. Doch auch hier wird keine Aussage darüber gemacht, wie sich das Schicksal der auf diese Weise Leidenden weiter entwickelt. Gerade dem Alten Testament und seiner Vorstellung von der Scheol ist die katholisch-philosophische Vorstellung der ins Endlose verlängerten Zeit (oder dem „Anderen“ zur Zeit, wie es in einer modernisierten katholischen Theorie heißt) fremd. Dazu steht auch im „Lexikon zur Bibel“, herausgegeben von Fritz Rienecker, Wuppertal 1988, unter dem Stichwort „Hölle“ klar zu lesen: „Scheol und Hades meinen nicht den endgültigen Strafort ..., sondern das Totenreich, die Unterwelt“, was ja oben am Beispiel der Scheol schon kurz erwähnt wurde.

    Christus hat die Schlüssel zum Hades

    Das Wort „Hades“ steht wie „Gehenna“ ebenfalls an Stellen, an denen im Deutschen mit „Hölle“ übersetzt wurde. Es wird z. B. in der Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus verwendet, wie oben bereits dargelegt. Da den zeitgenössischen Lesern das Wort „Hades“ auch aus der griechischen Mythologie vertraut ist, versteht es sich von daher fast von selbst, dass es hier nicht um eine „ewige Verdammnis“ gehen kann. Denn wenn ein griechisch sprechender Zeitgenosse „Hades“ hört, dann kommen ihm sofort die bekannten Assoziationen der dunklen Unterwelt in den Sinn und der Ruf der dort Herumirrenden nach Erlösung. Dazu passt, dass Christus nach dem Prophetenwort in Offenbarung 1, 18 sagt: „Ich habe die Schlüssel des Hades.“ Und zwar nicht, um letztlich abzuschließen und keinen von dort mehr herauszulassen, wie es die Kirchen lehren (siehe z. B. oben der Lehrsatz der evangelisch-lutherischen Kirche). Sondern um - notfalls immer wieder - in den Hades hinab zu steigen und den Menschen den Weg von dort heraus zu zeigen. Und wie übersetzt z. B. Martin Luther diese Stelle? Jesus habe „die Schlüssel des Todes und der Hölle“. Doch Hades ist eben nicht Hölle.

    „Ein Äon lang“ ist nicht „unendlich“

    Schließlich muss man noch das Wort „aionios“ = „ewig“ näher betrachten. Nach kirchlicher Deutung ist bei diesem Wort die ins Unendliche verlängerte Zeit mitgedacht, auch wenn man andere Bedeutungen inzwischen ergänzt hat. Doch hier kann man schon vorab sagen: Wörtlich heißt „aionios“ „einen Äon lang dauernd“, also zwar sehr lange, eben „einen Äon lang“, „eine Weltzeit dauernd“, oder [sogar nur] „ein Menschenalter dauernd“, aber eben nicht unendlich. Und so leiden die Menschen zur Linken des Weltenrichters nach Matthäus 25, 46 zwar sehr lange, aber nicht „ewig“ im Sinne von „unvergänglich“. Auch das ist nachvollziehbar, wenn man z. B. an die Schuld von Diktatoren denkt, welche im Krieg Hunderttausende von Menschen in den Tod getrieben haben. Oder an die Schuld von Kirchenheiligen, welche unzählige Menschen unter dem Anspruch der „unfehlbaren Wahrheit“ in die Irre und Verzweiflung geführt haben und um die Chancen ihres Lebens gebracht haben. Die Abtragung dieser Schuld dauert eben „eine Weltzeit lang“, aber irgendwann wird es getan sein, wenn auch der Zeitraum unvorstellbar lang ist. Nur kirchliche Sadisten wollen darüber hinaus noch eine „Ewigkeit“ festschreiben, die niemals aufhört.

    Und so brennt es auch im „feurigen Pfuhl“ in Offenbarung 20, 10-15 „eis tous aionas ton aionon“, also „von Äon zu Äon“ bzw. „von Menschenalter zu Menschenalter“. Sehr interessant ist die Tatsache, dass dieser Zusatz, der in den deutschen Bibeln mit „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ übersetzt wird, in manchen der alten Handschriften fehlt - ein Zeichen, dass hier kirchliche Überarbeitungen stattgefunden haben.
    Ebenfalls ein unsicherer Text liegt bei der Gehenna-Stelle in Markus 9, 43-48 vor, gleichfalls ein Zeichen für Überarbeitung. Unterschiedliche Textvarianten sind Indizien, dass hier nicht mehr die ursprünglich gegebene Lehre vorliegt, und wer weiß, was man bereits zuvor geändert hatte und was sich nicht mehr text- oder literarkritisch nachweisen lässt. Tatsache ist auch hier: Ein „feuriger Pfuhl“ ist schon grausam genug. Ein „feuriger Pfuhl“, der „von Äon zu Äon“ brennt, wie die Ergänzung lautet, ist noch eine Steigerung. Aber selbst er ist noch keine „ewige Verdammnis“.

    An manchen Stellen, wo im Deutschen mit „Verdammnis“ übersetzt wird (z. B. Philipper 1, 28; Offenbarung 17, 11) steht im griechischen das Wort „apoleia“, was man treffender noch mit „Verderben“, „Untergang“ übersetzen könnte. Auch hier ist nicht von einer unendlichen Dauer die Rede, so dass sich das kirchliche Dogma auch darauf nicht berufen kann. Manche kirchliche Ausleger sehen dafür aber Johannes 17, 12 als einen Beleg für die ewige Verdammnis. Demnach sagt Jesus, keiner der Jünger „geht unter“ bis auf den „Sohn des Untergangs“, womit Judas gemeint ist. Das Wortspiel steht bereits im griechischen Text: Keiner „apoleto“ bis auf den „Sohn der apoleia“, so der Urtext wörtliche. Doch wie gesagt: Weder im griechischen Wortsinn noch im Deutschen bedeutet „Untergang“ oder „Verderben“ gleich Untergang oder Verderben für alle Zeiten. Ein weiterer Gedanke in diesem Zusammenhang zu Judas: In prophetischen Neuoffenbarungen aus dem 20. Jahrhundert heißt es, Jesus habe Judas verziehen. Das kann man zwar nicht beweisen, doch kann man sich gut vorstellen, dass es stimmt. Es passt zu Jesus, der ja sogar während er am Kreuz furchtbare Qualen litt den schier unglaublichen Satz betete: „Vater vergib Ihnen, denn Sie wissen nicht, was Sie tun.“ (Lukas 23, 34) Und ist es nicht wahrscheinlich, dass er für Judas an anderer Stelle ein ähnliches Gebet sprach oder ihn hier sogar einbezogen hatte?

    Schließlich noch ein Blick auf die Stelle in Daniel 12, 2, wonach Menschen „unter der Erde schlafen“, um dann entweder zum „ewigen Leben“ oder zur „ewigen Abscheu“ bzw. „ewigen Schande“ aufzuerstehen. Hier ist ein Wort interessant. Es heißt nämlich wörtlich: „Von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden v i e l e erwachen“, also nicht alle, wie es bei der kirchlichen Verdammnislehre sein müsste. Diese prophetische Vision kann also gar nicht die spätere kirchliche Lehre beschreiben. Zudem hat das hebräische Wort für „Ewigkeit“, das hier verwendet wird, „olam“, ähnlich wie im Griechischen andere Bedeutungen als die kirchlich-abendländische Deutung des Wortes „Ewigkeit“. Im Hebräischen ist nach dem wissenschaftlichen Handwörterbuch für das Alte Testament von Wilhelm Gesenius, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1962, folgendes damit gemeint: Weltzeit (vgl. Äon); verborgene, unbekannte Zeit; ferne Zeit; Vorzeit; Urzeit; lange Zeit.

    Keine Beweise in der Bibel

    Was kann man zusammenfassend sagen? Der bekannte evangelische Theologe Fritz Rienecker wagt getreu dem evangelischen Bekenntnis nicht, eine „zeitliche Begrenzung“ der hier geschilderten Zustände in der Bibel zu behaupten. Doch eine zeitliche Unbegrenztheit kann man genauso wenig behaupten, wie diese Untersuchung ergibt. Natürlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass der eine oder andere Bibelschriftsteller an eine solche Unbegrenztheit gedacht hat, so wie man auch sonst manches in der Bibel findet, was wohl nicht von dem Gott stammen kann, den Jesus lehrte (vgl. dazu http://www.theologe.de/theologe8.htm). Doch von einer unendlichen Hölle ist nirgends ausdrücklich die Rede. Bei genauerer Prüfung der Bibelstellen ergibt sich also, dass eine Lehre von einer unendlichen Zeitdauer der Verdammnis aufs Ganze gesehen nicht biblisch ist. Also ist es auch dem bibelgläubigen Leser möglich, Herz und Verstand zu gebrauchen und zu einer anderen Entscheidung zu kommen als die beiden Großkirchen. Dass kirchliche Theologen wie Fritz Rienecker ihrer Kirche nicht gerne widersprechen, ist verständlich. Doch auch Fritz Rienecker gibt im „Lexikon zur Bibel“ (a.a.O.) unter dem Stichwort „Hölle“ zumindest zu: „Als das Reich, in dem der Satan herrscht, erscheint die Hölle in der Heiligen Schrift jedoch nirgends.“

    In diesem Zusammenhang weisen natürlich manche Kirchenmitglieder darauf hin, dass „ihr“ Pfarrer auch nicht an die ewige Verdammnis glaube, weswegen man als einfacher Gläubiger ja wohl auch nicht daran glauben müsse. Doch das zweite ist unzutreffend. Hierzu ist zu sagen, dass einzelne Pfarrer kommen und gehen und man sie aus Gründen des Zeitgeistes vielfach gewähren lässt, obwohl sie dem Bekenntnis ihrer eigenen Kirche widersprechen. Damit sollen auch kirchenkritische Mitglieder bei der Stange gehalten werden. Das kirchliche Bekenntnis jedoch gilt und bleibt, und es ist sowohl für die römisch-katholische als auch für die evangelischen Kirchen unverrückbar und fest, und es überdauert den Zeitgeist - ganz gleich, was einzelne Pfarrer oder Priester behaupten. Es sei denn, es würde eines Tages offiziell für nichtig erklärt, was in der römisch-katholischen Kirche aber gar nicht möglich ist, weil man damit die eigene Unfehlbarkeit in lehramtlichen Entscheidungen ad absurdum führen würde. Die sympathischen Pfarrer, die also nicht an die von ihren Kirchen gelehrte ewige Verdammnis glauben, gelten demnach in ihren eigenen Institutionen als verworfene bzw. später ewig verdammte Irrlehrer (siehe dazu die Bekenntnisse der beiden Großkirchen).

    Saat und Ernte

    Eine Alternative zu dieser kirchlichen Lehre ist mit wenigen Sätzen skizziert: „Was der Mensch sät, das wird er ernten“, heißt es auch wörtlich im Neuen Testament (Paulus, Galater 6, 7). Es gibt also keinen kirchliches Schwarz-Weiß-Endzustand, evtl. mit dem Zwischenstück „Fegefeuer“, sondern eine gerechte Ernte. Und wenn eine Schuld bei aller denkbaren Schwere eine zeitliche Begrenzung hat, so auch die Sühne bzw. die Auswirkung dieser Tat. Denn ein gütiger Gott zeigt immer einen nächsten Schritt, auch wenn der Weg heraus aus schwerem Leid sehr lange dauern kann. Und damit es auch dazu nicht kommt, weil es schlimm genug ist, lehrte Jesus in der Bergpredigt (Matthäus 5, 25-26): „Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter überantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.“
    Deutlicher geht es nicht: Du wirst herauskommen. Doch du musst auch den letzten Pfennig zuvor bezahlt haben. Und weil das eben sehr lange dauern kann, versöhne dich lieber gleich. Und wenig später heißt es (5, 44): „Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel.“ Das ist offenbar der schnellste Weg aus jeder selbst geschaffenen Hölle heraus. Ein unendliches Gequält-Werden, wie es im kirchlichen Dogma von der ewigen Verdammnis angelegt wird, haben sich kranke und vermutlich sadistische Kirchenköpfe ausgedacht, und sie werden eines Tages froh und dankbar sein können, wenn das, was nach ihren Vorstellungen andere erleiden müssen, sie nicht selber trifft. So dürfen also auch die Theologen früher oder später diesen Ort wieder verlassen, den sie millionen- und milliardenfach Andersgläubigen ohne zeitliche Begrenzung zugedacht haben. Und so wird sich wohl bewahrheiten, was Jesus von Nazareth über die Theologen sagte, als er den Schriftgelehrten seiner Zeit prophezeite: „Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Prostituierten kommen eher ins Reich Gottes als ihr“ (Matthäus 21, 31). Doch irgendwann, wenn sie umgekehrt sind, werden auch sie - offenbar mit als Letzte - den Weg zurück zu Gott finden können.
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  20. #80
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    Avatar von ENTARO
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