Umfrageergebnis anzeigen: Soll der Vorschlag von Sigmar Gabriel umgesetzt werden?

Teilnehmer
25. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    12 48,00%
  • Nein

    10 40,00%
  • Enthaltung

    3 12,00%
+ Antworten
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 40 von 45

Gefängnisstrafen für Steuerhinterzieher?

Eine Diskussion über Gefängnisstrafen für Steuerhinterzieher? im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Zitat von Keerulz Daran hab ich auch gedacht Lester, allerdings sind Menschen die Steuern hinterziehen mMn nicht mit Mörder zu ...

  1. #21
    Kritiker
    Avatar von Lester
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    Zitat Zitat von Keerulz Beitrag anzeigen
    Daran hab ich auch gedacht Lester, allerdings sind Menschen die Steuern hinterziehen mMn nicht mit Mörder zu vergleichen. sie lieben das Leben, sie genießen es und sind Luxus gewöhnt, denen ist nicht alles scheiss egal so wie einem Mörder aus der USA der wahrscheinlich schon xxx Vorstrafen hat.
    So ein Gefängnisaufenthalt kann auch die Karriere solch eines Menschen stark beeinflussen und übele Folgen haben.

    Dass das Rechtlich nicht möglich ist steht auf einem anderen Blatt, die Ide an sich halte ich für fair.
    Ja, gutes Argument. Da könntest du recht haben, wenn die Angst und die Folgen vor/von einer tatsächlich Gefängnisstrafe noch immenser sind als die Angst und Folgen vor/von Bewährungs- und Geldsstrafen. Dann tatsächlich paar Monate weg vom Fenster sein, könnte durchaus abschrecken. Das müsste man testen. Da war mein Vergleich zur Todesstrafe wirklich zu voreilig.
    In der Ruhe liegt die Kraft. Wer viel ruht, der viel schafft.

  2. #22
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    Avatar von SonGohan
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    Zitat Zitat von LordSeibrich Beitrag anzeigen

    Was manchmal bei der örtlichen Polemik ein wenig zu kurz kommt, ist die Tatsache, daß unser doch so mieses Rechtssystem weltweit als eines der führenden betrachtet wird.
    Welches Rechtssystem? Das Steuerrecht, das Strafrecht, das Sozialrecht, die Schulordnung? In was führend? Komplexität? Überbürokratiesierung? Unausgewogenheit? Auf andere verweisen, die es schlechter machen ist danneben, immer versuchen sich zu verbessern, lautet die Devise. Unser Rechtssystem hat sicherlich einige ganz hervorragende Punkte, hingegen aber auch wieder total beschissene, sich auf ersteres auszuruhen reicht nicht. Man muss sich und das System ständig verbessern.

    Desweiteren ist zumindestens ein Teil der Forderung von Gabriel fernab von jeglicher Polemik, sondern sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Außerdem sollten Strafen nun auch nicht nur Abschreckungscharakter (Der ja mehr oder weniger ein Myhtos ist) haben, sondern Schutz- und vorallem Bestrafungsfunktion wahrnehmen.

  3. #23
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    Avatar von Macross
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    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    Bei weniger gravierenden Fällen wäre ich persönlich eher für Sozialstunden + saftige Geldstrafe.

    Das Problem sehe ich in Deutschland aber zur Zeit eher weniger an den laschen Strafen als vielmehr darin, dass die Steuerfahndung gar nicht die Mittel hat um vernünftig gegen Steuerhinterziehung im großen Stil vorzugehen. Zum Teil ist das politisch auch durchaus so gewollt (siehe die Kaltstellung der erfolgreichen Steuerfahnder in Hessen mittels psychologischer Gefälligkeitsgutachten.).

    Eine Aufstockung des Personals bei den entsprechenden Abteilungen der Finanzbehörden auf das Doppelte bis Dreifache könnte da hilfreich sein. Das erhöht zwar die Personalkosten, aber diese dürften sich durch die zusätzlich aufgeklärten Fälle spielend wieder ausgleichen lassen.

    Ich werde für "Enthaltung" stimmen.

    *edit:
    Eigentlich finde ich das mit der Strafbefreiung bei Selbstanzeige recht nützlich. Auf diese Weise kommt man auch dem einen oder anderen Steuerhinterzieher auf die Schliche, den man mit den normalen Methoden nicht erwischt hätte.
    Damit wäre doch alles gesagt. Steuerfahnder die zu genau Fahnden werden einfach "entlassen". Ein Pilot der erfolgreich ein Linienflugzeug in den Hudson River Landet und vielen hundert das Leben rettet, bekommt als Belohnung 60% weniger Gehalt und wird zudem noch Suspendiert. Wie gerecht die Welt doch ist, und niemand kann dagegen was tun.

    Finde die Diskussionen alle einfach unglaublich. Die reichen deutschen Leute die in der Schweiz Leben, haben es doch irgendwie mit den Steuern und waren alle dagegen das man die CD mit den Steuernhinterziehern gegen Geld annimmt. Soviele Diskussionen die man im Fernsehen wie "Anne Will" etc. gesehen hat. Die extremen Meinungsunterschiede zwischen den Leuten...das ich mir einfach nur die Haare gerauft habe. Das gejammere mit den zu hohen Steuern die Deutschland hat, aber die Kluft zwischen Reich und Arm immer größer wird... hmmm moment... da stimmt doch was nicht. Dann noch diese Vergleiche mit Hartz4, Mindestlohn etc. argh

    Alles nur Diskussionen die sich über Diskussionen stabeln, genau wie momentan viele Threads im Forum und doch ändert sich kein Standpunkt und jeder verharrt auf seiner eigenen Insel, völlig egal ob er im Unrecht ist. "Ich WILL mein GELD behalten ohne viel Steuern zu zahlen, und deshalb gehe ich in die Schweiz" ^^

    Ist Deutschland in Sachen Steuern nicht schon Sozial genug zu Unternehmen und Reichen und trotzdem wollen diese noch weitere Steuerentlastungen...

    Ach naja, ich will garnicht weiter rumplärren. Bringt doch eh nix...

    Schumacher lebt in der Schweiz und hat es dort nun viel besser... ach verdammt was rede ich da...

  4. #24
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    Avatar von LordSeibrich
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    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Welches Rechtssystem? Das Steuerrecht, das Strafrecht, das Sozialrecht, die Schulordnung? In was führend?
    Um was geht es denn in diesem Thread? Primär um die Abgabenordnung würde ich meinen, oder? Gerne auch Strafrecht und Nebenstrafrecht. Gerne auch um das Grundgesetz. Zur Not auch um die Strafprozessordnung.
    Wie aus dem Kontext leicht herauszulesen, geht es hier nicht um Satzungen oder Verordnungen.
    Alles was gut beginnt, endet schlecht. Alles was schlecht beginnt, endet furchtbar.

  5. #25
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    Avatar von Apokus
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    Zitat Zitat von excite|blactail Beitrag anzeigen
    boah bist du ein schwachkopf apokus... omfg, sry das musste raus
    Jemand der des Lesens bzw des richtigen Verstehens nicht mächtig ist sollte vllt nicht so große Töne spucken

  6. #26
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    Avatar von Touji
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    @Paladinchen: Wem das Leben oder die Regeln und Gesetze eines Landes nicht passen, der kann die Koffer packen und gehen. Was Schumacher gemacht hat ist da ja nur konsequent.
    Alternativ kann man versuchen auf eine Änderung der Punkte, die einem missfallen, auf legalem Wege hinzuwirken (politisch engagieren, an den Abgeordneten des Wahlkreises schreiben, wählen etc.).

    Dieses Rumgeheule von wegen Steuerhinterziehung als Notwehr geht mir mittlerweile ziemlich auf den Keks. Menschen die im großen Stil Steuern hinterziehen mögen alles sein, aber sicher keine Opfer.
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  7. #27
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    Avatar von MrYuRi
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    Zitat Zitat von FiX Beitrag anzeigen
    Das ist reiner Populismus und juristisch nicht einmal im Ansatz haltbar. Steuerhinterziehungen dieser Art würden somit schwerwiegender Bestraft als der sexuelle Missbrauch von Kindern, Erpressung, Menschenraub und unzählige weitere Delikte. Das kann niemand mit einem Funken Verstand ernsthaft wollen und vertretbar begründen.

    Wenn man schon keinerlei Ahnung von unserem Rechtssystem hat (Gabriel ist ja ursprünglich Berufsschullehrer, so dass das grundsätzlich noch nachvollziehbar ist), sollte man sich zumindest einmal fachlich beraten lassen, bevor man solch inkompetenten Äußerungen von sich gibt...
    Gesetze kann man selbstverständlich ändern, das ist eine zentrale Aufgabe der Politik. Im Übrigen solltest du hier schon etwas genauer differenzieren: Wir sprechen von bereits sehr großen Beträgen, nämlich ab 500.000 EUR aufwärts, und nicht von einem kleinen Taschengeld. Außerdem hast du dich jetzt nur zu einem Teil des Vorschlages geäußert. Was hälst du denn von der Abschaffung von Straffreiheit bei Selbstanzeige?

    Und was den Berufsschullehrer-Part anbelangt: Wenn du anfangs in deinem Post dich über Populismus beklagst, nun aber diesen Punkt anführst und gleichzeitig immer fleißig Herrn Westerwelle verteidigst, machst du dich selber etwas unglaubwürdig. Und mal so nebenbei gesagt: Ich finde es sehr positiv, dass wir mit Gabriel jemanden im Bundestag haben, der kein Jurist oder Gymnasiallehrer ist. Diese sind nämlich bereits die am stärksten vertretenden Berufsgruppen in unserem Parlament und machen dort zusammengefasst 28,8% aus.

    Zitat Zitat von excite|blactail
    Jeder Steuerzahler fühlt sich doch von vorne bis hinten verarscht und genau deswegen hinterzieht er... Und ich rede hier nicht von den ganz grossen die wirklich Geld im Ueberfluss haben sondern von den mittelständischen Unternehmern die wirklich viel für ihr Geld arbeiten.
    Also hier sollten wir schon ein wenig genauer differenzieren. Wenn wir uns Unternehmen anschauen, dann stellen wir z.B. fest, dass über die letzten Jahren hinweg die Belastung bei Steuern und Abgaben in erheblichen Maße zurückgegangen ist. Aber auch ansonsten finde ich die Argumentation, "man müsse ja sein Geld vor dem gefräßigen Staat in Sicherheit bringen, es sei nur Notwehr", wirklich absurd. Genauso wie ich es auch für etwas unzutreffend halte, wie camionero zu schreiben, "die würden das Geld doch eh nur zum Fenster raus schmeissen". Hier werden ein wenig die Realitäten durcheinander gebracht. Deutschland ist eines der attraktivsten Länder für Investitionen in der EU. Es gibt bei uns exzellente Rahmenbedingungen, z.B. in Form der Infrastruktur (Sicherheit, Verkehrswesen, etc). Auch das Gesundheitssystem brauch sich nicht zu verstecken. Also so extrem schlecht kann ja alles gar nicht sein, obwohl sicherlich viele Reformen anstehen, Geldverschwendung ebenfalls stattfindet und wir eine hohe Verschuldung haben.

    Diejenigen, die meinen, das alles einfach nutzen zu können, daran kräftig zu verdienen, dann aber nicht ihren Beitrag leisten zu müssen, sind Sozialschmarotzer. Meiner Meinung nach ist dieses Vorgehen auch deutlich schwerer einzustufen, als z.B. die Handlung eines Hartz4-Empfängers, für den es keine Perspektive mehr gibt, und der sich sagt, "ich habe keinen Bock mehr darauf zu arbeiten" und sich die Hucke vollsäuft. Das sind die Menschen, denen wir in unserer Gesellschaft helfen müssen und die wirklich mies dran sind.

    Eine kleine Anmerkung noch zum Thema Steuergerechtigkeit: Die SPD fordert unter anderem eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Angesichts der ernormen Kosten, die im Zusammenhang mit der Finanzkrise entstanden sind und des Auseinanderklaffens der Schere zwischen Arm und Reich in unserer Gesellschaft mit den damit einhergehenden Herausforderungen, halte ich das für einen sehr guten Ansatz. Ich hätte im Übrigen auch kein Problem damit, die Steuerlast in bestimmten Bereichen zu senken, ich denke da vor allem an die kalte Progression, allerdings sehe ich dafür in der aktuellen Lage 1.) keinerlei Spielraum und 2.) gibt es leider einfach Ausgabenpositionen, die eine höhere Priorität haben müssen.

    Zitat Zitat von Lester
    Ich glaub nicht, dass dadurch eine Abschreckungsfunktion hervorgerufen wird. Man sieht ja auch an der Geschichte und an den USA, dass selbst die Todesstrafe die Zahl der damit bestraften Verbrechen nicht großartig abnehmen.
    Also die Abschaffung der Straffreiheit bei rechtzeitiger Selbstanzeige würde denke ich durchaus Wirkung zeigen. Denn wie ich bereits oben schon schrieb, geht es hier um eine Mentalität, die bei diesen Leuten vorherrscht, nach dem Motto: "Wenn es brenzlig wird, kann ich mich ja immer noch selbst anzeigen und straffrei ausgehen." Und in der Zwischenzeit wird von Steuerparadiesen profitiert und am Kapitalmarkt kräftig Geld verdient. Und die schweizer Banken sind in ihren Geldanlagen auch nicht gerade zimperlich, vor allem die UBS spekuliert unter anderem fleißig auf Nahrungsmittel.

    Ich würde die Todesstrafe aus ethischen Gründen immer ablehnen und vertrete auch genau wie du die Auffassung, dass sie keine nennenswerte Abschreckungswirkung hat. Aber im zweiten Teil des Vorschlages geht es auch um die Frage der Moral. Ich gebe dir ein Beispiel: Herr Zumwinkel wurde im Zuge der bei ihm aufgedeckten Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Diese sitzt er standesgemäß in seiner Burg am Gardasee ab. Ist das verhältnismäßig? Was für eine Wirkung hat das auf Ottonormal-Bürger? Personen, die in unserer Gesellschaft über ein hohes Vermögen und / oder eine hohe Position verfügen, tragen auch eine größere Verantwortung für das Gemeinwohl. Sei es nun bei der Höhe der Steuern, die sie relativ zu zahlen haben oder als Vorbildfunktion. Und dementsprechend müssen in diesem Kontext auch angemessene Strafen verhängt werden, die plausibel erscheinen - das ist eine Frage der Gerechtigkeit!

    @Touji
    Stimme dir zu und habe die Reportage zu diesem Vorfall ebenfalls gesehen. Es gibt da sicherlich noch so einige Baustellen.
    Geändert von MrYuRi (23.02.2010 um 03:48 Uhr)

  8. #28
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    Zitat Zitat von Touji Beitrag anzeigen
    @Paladinchen: Wem das Leben oder die Regeln und Gesetze eines Landes nicht passen, der kann die Koffer packen und gehen. Was Schumacher gemacht hat ist da ja nur konsequent.
    Alternativ kann man versuchen auf eine Änderung der Punkte, die einem missfallen, auf legalem Wege hinzuwirken (politisch engagieren, an den Abgeordneten des Wahlkreises schreiben, wählen etc.).
    das finde ich sehr undifferenziert. hier konkret: paladinchen übt, wenn ich mich nicht irre, einen sozialen beruf (karnkenschwester?) aus. sodele, somit dürfte ihr einkommen nur einen bruchteil dessen betragen, was der schumacher alleine an steuern dadurch spart, dass er seinen wohnsitz in der schweiz hat.
    klar, sie könnte auch in die schweiz gehen und würde meinetwegen unterm strich 100€ mehr im monat haben. im gegensatz zu schuhmacher verliert sie dabei aber wesentlich mehr, nämlich u.a. ihr soziales umfeld. der schumacher hat da keine probs. wenn der zb seine mutter sehen will steigt der morgens innen flieger und nachts wieder zurück. und auch das dürfte durch seine steuerersparnis sehr gut zu finanzieren sein
    @yuri: nice post
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  9. #29
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    Vielleicht noch ne Kleinigkeit zum Schumacher-Fall: Der hat mit der verantwortlichen Behörde ein Sonderabkommen über die zu zahlende Steuerhöhe abgeschlossen. Ist halt eine Bananenrepublik die Schweiz...

  10. #30
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    Zitat Zitat von MrYuRi Beitrag anzeigen
    Vielleicht noch ne Kleinigkeit zum Schumacher-Fall: Der hat mit der verantwortlichen Behörde ein Sonderabkommen über die zu zahlende Steuerhöhe abgeschlossen. Ist halt eine Bananenrepublik die Schweiz...
    muhaha, stimmt.
    damit hat dieser chefredakteur in petadrolis gepostetem video von arena.tv noch derbe geprahlt. aber genau das gleiche musste ich da auch denken^^
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  11. #31
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    Zitat Zitat von Keerulz Beitrag anzeigen
    Ich bin dafür!


    @ Grische, Steuerhinterziehung schadet den Menschen. Natürlich nicht physisch aber dennoch enorm. Was meinste wieviele MRD. dem Staat an Steuergeldern pflöten gehen!? Das Geld könnte man etnweder in Bildung investieren oder die Steuern drastisch senken.
    Ja oder in Existenznot geratene Banken Retten und einen sinnlosen Beamtenapparat zahlen.

    Ich finde man sollte seine Steuern in Form von Wertgutscheinen an den staat abdrücken.

    2000 € steuerschuld z.b. dann als 2000€ Bildungswertgutschein entrichten, damit der damit keinen verschwenderischen Blödsinn macht

  12. #32
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    Avatar von neosid'jan'
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    Ohne den Thread zu lesen:
    Ganz klar: NEIN!
    Folgendes Beispiel: Ihr zieht in eure neue Wohnung/Haus was auch immer ein und fragt eine befreundete Handwerkerfirma. Da ihr ja nicht auf den Kopf gefallen seid lasst ihr euch keine Rechnung geben -> Steuer hinterzogen! Oder ihr richtet eurem Nachbarn das WLAN ein für nen hunderter, und das ohne Rechnung -> Steuer hinterzogen!

    Bei Beträgen ab 500.000€ mag sich das anders verhalten, da meinetwegen verdoppeln der Steuer, auch bei Selbstanzeige. Gefängnis ohne Bewährung ist völliger Blödsinn..

    Aber ich denke sowieso das die Schwarzarbeit und die Hinterziehung "im kleinen Kreise" mehr am Fiskus vorbei schleußt als die großen.
    Erfolg ist freiwillig

  13. #33
    Stabsfeldwebel
    Avatar von Wilma
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    Zitat Zitat von neosid'jan' Beitrag anzeigen
    Ohne den Thread zu lesen:
    Ganz klar: NEIN!
    Folgendes Beispiel: Ihr zieht in eure neue Wohnung/Haus was auch immer ein und fragt eine befreundete Handwerkerfirma. Da ihr ja nicht auf den Kopf gefallen seid lasst ihr euch keine Rechnung geben -> Steuer hinterzogen! Oder ihr richtet eurem Nachbarn das WLAN ein für nen hunderter, und das ohne Rechnung -> Steuer hinterzogen!

    Bei Beträgen ab 500.000€ mag sich das anders verhalten, da meinetwegen verdoppeln der Steuer, auch bei Selbstanzeige. Gefängnis ohne Bewährung ist völliger Blödsinn..

    Aber ich denke sowieso das die Schwarzarbeit und die Hinterziehung "im kleinen Kreise" mehr am Fiskus vorbei schleußt als die großen.
    wie sooft greift auch heir imho der grunsdatz der verhältnismäßigkeit. ob ich 100 oder 500.000 hinterziehe muss definitiv anders bestraft werden. denn die kriminelle energie dahinter ist eine ganz andere - aus mehreren gründen wovon ich jetzt nur 3 rauspicke:
    1. 500.000 > 100 --> höhere strafe
    2. wie hinterziehe ich als natürliche person eigentlich 500.000 vs 100? wie hoch ist mein aufwand, den ich vorsätzlich tätige? ich halte es für einen großen unterschied, ob ich für 100 was schwarz machen lasse aka die rechnung nicht erhalte oder ob ich den aufwand betreibe, 500.000 mir in wertpapieren oder bargeld besorge und die mitm auto zur ubs gurke.
    3. was sind meine beweggründe?
    100=von gier bis anosnten nicht zahlbar
    500.000=gier
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  14. #34
    Stabsfeldwebel
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    Deutschland is so oder so selber schuld das sie so viele Steuerhinterzieher haben bei den gigantischen steuern...
    Aber das nur am rande.

  15. #35
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    Okay, also sagst du: 100€ sind Okay, weil es sich viele sonst nicht leisten könnten. Manche sind auch gierig, aber ist ja halb so schlimm -> im VERHÄLTNIS passt des schon.
    Den "Großen" gestehst du den Versuch aber nicht zu, weil es komplizierter ist?!

    Natürlich sollte es anders bestraft werden, aber beides gehört geahndet. Frei nach dem Motto: Kleinvieh macht auch Mist!
    Erfolg ist freiwillig

  16. #36
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    Zitat Zitat von neosid'jan' Beitrag anzeigen
    Okay, also sagst du: 100€ sind Okay, weil es sich viele sonst nicht leisten könnten. Manche sind auch gierig, aber ist ja halb so schlimm -> im VERHÄLTNIS passt des schon.
    Den "Großen" gestehst du den Versuch aber nicht zu, weil es komplizierter ist?!

    Natürlich sollte es anders bestraft werden, aber beides gehört geahndet. Frei nach dem Motto: Kleinvieh macht auch Mist!
    ne er sagt es ist ne andere verhältnismäßigkeit die unterschiedlich bestraft gehört
    er hat nicht gesagt 100€ zu hinterziehen sei okay
    Das Vertrauen unter Freunden ist ein sehr empfindlicher Zustand. Zuneigung, Gefühl, Erkenntnis, Hoffnung und Glaube halten ihn im Gleichgewicht. Ohne Vertrauen ist das Leben bitter und leer, dieses zerbrechliche Band auf die Probe zu stellen, ist gefährlich. Und obwohl das Vertrauen daran wachsen kann, stellt sich immer die Frage, ob es der Probe überhaupt standhält.

  17. #37
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    Zitat Zitat von Grischa Beitrag anzeigen
    Deutschland is so oder so selber schuld das sie so viele Steuerhinterzieher haben bei den gigantischen steuern...
    Aber das nur am rande.
    Deutschland und gigantische Steuern?

    Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihren jährlichen Vergleich der Steuer- und Sozialabgabenquote vorgelegt. Wie Deutschland abschneidet, welche Länder eine höhere Fiskalquote aufweisen und wer besser dasteht, zeigt der folgende Überblick.

    Platz 1:

    An erster Stelle liegt Dänemark mit 48,3 Prozent Steuereinnahmen als Anteil der Wirtschaftsleistung. In der OECD ist das die höchste Fiskalquote. Sie liegt mehr als doppelt so hoch wie der Wert für die Türkei.

    Platz 2:

    Schweden liegt mit 47,1 Prozent auf dem zweiten Platz. Die skandinavischen Wohlfahrtsstaaten erheben traditionell höhere Steuern als Länder mit anderen Sozialstaats-Systemen wie die USA und Großbritannien.


    Platz 3:

    Belgien kommt mit 44,3 Prozentpunkten auf Platz drei des Vergleichs. Berücksichtigt man nur Westeuropa, dann liegt der Staat sogar an erster Stelle.

    Platz 4:

    Mit 43,2 Prozent liegt Italien nur knapp vor Frankreich auf Platz vier. Damit beträgt die Fiskalquote südlicher der Alpen fast sieben Prozentpunkte mehr als in Deutschland.

    Platz 5:

    Frankreich liegt mit 43,1 Prozent auf Platz fünf. Frankreich gehört zu den Ländern, in denen der Staat seine Einnahmen am stärksten aus Steuern und Abgaben auf das Arbeitsabkommen erzielt - obwohl die Sozialabgabenlast von Geringverdienern in den letzten Jahren durch staatliche Zuschüsse gemindert wurde.

    Platz 6:

    Österreich weist eine Fiskalquote von 42,9 Prozent auf und liegt damit in der OECD auf Platz sechs. Die Daten widerlegen die weit verbreitete Auffassung, dass die Nachbarstaaten Deutschlands deutlich weniger Wirtschaftsleistung von ihren Bürgern und Unternehmen vereinnahmen als der deutsche Staat.

    Platz 7:

    Finnland wird mit 42,8 Prozent des BIP an siebter Stelle geführt. Der Vergleich ist mit Vorsicht zu lesen: Weil die Systeme sich in den einzelnen Staaten erheblich unterscheiden, weichen die Ergebnisse zum Teil stark vom jeweiligen nationalen statistischen Zahlenwerk ab.

    Platz 8:

    Norwegen liegt mit einer Fiskalquote von 42,1 Prozent an achter Stelle des Vergleichs. Im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten ist das noch wenig: Bei allen skandinavischen Staaten beträgt der Anteil der Steuern und Sozialabgaben an der Wirtschaftsleistung über 40 Prozent.

    Platz 9:

    Mit 40,1 Prozent Anteil an der Wirtschaftsleistung verbucht Ungarn vergleichsweise hohe Steuereinnahmen. Mit dem Wert landet der Staat im Südosten Europas auf Platz neun. An den Substanzsteuern kann es nicht liegen: Dieses Instrument nutzt Ungarn nutzt vergleichsweise wenig.

    Platz 10:

    + In Luxemburg liegen die Steuereinnahmen bei 38,3 des Bruttoinlandsprodukts. Mit dieser Fiskalquote liegt der Staat auf Platz zehn des Vergleichs. Für den bekanntesten Politiker des Landes, Jean-Claude Juncker, gab es 2008 noch keinen Grund zur Sorge. Die Krise war in dem Jahr noch nicht stark fühlbar, die Fiskalquote stieg sogar im Vergleich zum Vorjahr. Die Werte für 2009 dürften dagegen deutlich absacken.

    + Mit geschätzten 21,1 Prozent weist Mexiko die niedrigste Fiskalquote im Vergleich der OECD-Staaten auf. Auffällig: Der lateinamerikanische Staat erhebt kaum Steuern auf Vermögen, Immobilien und Erbschaften. Ähnlich niedrig liegen die Substanzsteuer-Sätze in anderen ärmeren Staaten wie Ungarn und der Slowakei. Aber auch in Deutschland liegen diese Steuern mit 0,9 Prozent des BIP weit unter dem OECD-Schnitt von 1,9 Prozent.

    + Für die Türkei weist die Statistik den niedrigsten Wert in Europa aus. Mit 23,5 Prozent beträgt die Fiskalquote in dem Land mit Flächen auf dem europäischen und dem asiatischen Kontinent weniger als die Hälfte des entsprechenden Werts für Dänemark.

    + In der Schweiz liegt der Anteil der Steuereinnahmen am BIP bei 29,5 Prozent. Das ist deutlich niedriger als der OECD-Wert für Deutschland. Allerdings relativiert sich der Eindruck, wenn man die in der Schweiz privatrechtlich organisierten obligatorischen Sozialbeiträge - etwa für die Krankenversicherung - einbezieht: Die Fiskalquote steigt dann bis knapp unter den OECD-Schnitt von 35,8 Prozent.

    + Die USA weisen mit 26,9 Prozent Steuereinnahmen an der Wirtschaftsleistung einen niedrigen Wert auf als die meisten europäischen Staaten. Die US-Amerikaner halten wenig von hohen Steuern.

    + Deutschland liegt mit 36,4 Prozent auf Platz 13 und widerlegt damit die These vom "gierigen Staat". Mit anderen Kriterien allerdings ergab die deutsche Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung um 115 Milliarden Euro höhere Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben als die von der OECD ermittelten 873 Milliarden Euro. Das deutsche System ist geprägt durch einen hohen Anteil der Sozialbeiträge. Die OECD kritisiert, dass hohe Einkommen durch die Beitragsbemessungsgrenze von Sozialabgaben entlastet werden, während niedrige Einkommen stärker durch Sozialbeiträge als durch Steuern gemindert werden.
    Ohooooo...

  18. #38
    Stabsfeldwebel
    Avatar von Wilma
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    Zitat Zitat von MacBeth Beitrag anzeigen
    ne er sagt es ist ne andere verhältnismäßigkeit die unterschiedlich bestraft gehört
    er hat nicht gesagt 100€ zu hinterziehen sei okay
    richtig
    www.die-philosoffen.com
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  19. #39
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    Avatar von neosid'jan'
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    Zitat Zitat von Wilma Beitrag anzeigen
    richtig
    Okay, dann Entschuldige. Dachte du möchtest es mit der Verhältnismäßigkeit legitimieren.

    Edit:
    Zitat Zitat von Wilma Beitrag anzeigen
    ganz klar h4 und ggf. schwarz arbeiten.
    ich wüsste sooo viel, was kein geld kostet und mir spaß macht, das ich mir langeweile nciht vorstellen könnte.
    Nur zum Verständnis warum ich dir das so ausgelegt habe...
    Geändert von neosid'jan' (23.02.2010 um 16:27 Uhr)
    Erfolg ist freiwillig

  20. #40
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    Avatar von MrYuRi
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    Man muss auch einfach sehen, dass eine sehr viel größere kriminelle Energie dahinter steckt, sein Vermögen hinterrücks in eine Steueroase zu schaffen, als sich z.B. ein paar Kilometer mehr aufzuschreiben. Beides ist nicht in Ordnung, aber muss natürlich unterschiedlich stark geahndet werden. Und genauso verhält es sich dann auch bei der Höhe der Beträge.

    Und lol@ zu hohe Steuern für Reiche. Wir sind hier halt nicht in der Schweiz, wo man ab einem gewissen Reichtum über seine Steuerlast mit dem Bürgermeister verhandeln kann

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