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Für Touji! @_@ (auch für andere interessant btw)

Eine Diskussion über Für Touji! @_@ (auch für andere interessant btw) im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; http://www.msnbc.msn.com/id/16756121/...

  1. #1
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Für Touji! @_@ (auch für andere interessant btw)

    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  2. #2
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Da war die Contentindustrie in Italien wohl nicht schnell genug die Gesetze nach ihren Vorstellungen anpassen zu lassen, aber die bekloppte Regelung, dass das Knacken eines Kopierschutzes grundsätzlich verboten ist, gibt es dort anscheinend auch.

    Wer dort seine legal erworbenen Film-DVDs mit Videolan am PC schaut, wird sich also u. U. strafbar machen, da das Programm dabei den Kopierschutz aushebelt. Ich nutze das Programm z. B. dauernd für diesen Zweck, da mein PC der einzige DVD-Player im Hause ist, mit dem ich meine Import-DVDs gucken kann. Wieso zum Geier gibt es nirgends eine Ausnahmeregelung die das Knacken eines Kopier- Abspielschutzes zum Abspielen legal erworbener Audio- und Filmdatenträger/-dateien erlaubt? Ich habe jedenfalls noch nie von so einer Ausnahmeregelung gehört. Gerade wenn man DVDs unterschiedlicher Regionscodes gerne am Rechner schaut ist man mit Programmen wie PowerDVD nicht wirklich bedient. Man kann zwar den Regionscode des Laufwerks umstellen, aber das geht nur exakt 5 Mal, danach bleibt es in der Einstellung. Wer ist dann noch so blöd sich an diese Regeln zu halten, wenn es Programme gibt die DVDs sämtlicher Regionen ohne Zicken abspielen und die Laufwerkseinstellung unangetastet lassen? Ich sicher nicht... Ich will meine legal erworbenen Filme und Musikstücke abspielen worauf und wie ich das für richtig halte, wenn dafür ein Kopierschutz weichen muss solls mir recht sein. Ich halte es für anmaßend von der Industrie ihren Kunden mittels künstlicher Abspielsperren vorzuschreiben zu wollen wie und worauf sie das erworbene Produkt nach dem Kauf abspielen sollen. Wenn ich mir ein Buch kaufe schreibt mir der Verlag schließlich auch nicht vor wie, wann und wo ich es zu lesen habe und versucht schon garnicht dies durch Gesetzesänderungen zu erzwingen.

    Im Falle von Film-DVDs muss der Kunde beim Kauf von DVD-Playern und -Software sogar noch Lizenzgebühren für das legale überwinden des Kopierschutzes der künstlichen Abspielsperre bezahlen (ist im Preis enthalten), auf mich wirkt das wie moderne Form von Wegelagerei. Der Betrag wird nicht hoch sein, aber es geht hier ums Prinzip.

    Es ist aber schön zu sehen/lesen, dass es zumindest in anderen EU-Ländern noch Entscheidungsträger gibt, die sich nicht von der Propaganda und den lächerlichen Rechenspielchen der Contentindustrie einlullen lassen.
    Geändert von Touji (25.01.2007 um 00:59 Uhr)
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  3. #3
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    Avatar von RockingRolli
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    So schlecht find ich das nicht, was die Italiener da gemacht haben. Optimal ist die Lösung allerdings auch nicht. Es ist ja immernoch illegal einen Kopierschutz zu umgehen

    Grundsätzlich ist ein Kopierschutz ja nichts verkehrtes... Wenn ich als Künstler eine Musik CD, einen Film oder Unterhaltungssoftware auf den Markt bringe um Geld zu verdienen, dann würde mich das auch stören, wenn Leute mein Werk gegen meinen Willen vervielfältigen und kostenfrei an andere weitergeben. Bücher darf man ja auch nicht einfach so kopieren. Unterhaltung hat schon immer Geld gekostet und ich bin bereit wenn ich Unterhaltung will dafür Geld zu bezahlen. Will ich kein Geld für Unterhaltung bezahlen, dann muss ich eben drauf verzichten... Die Contentindustrie (schönes Wort btw) muss das, wofür sie Geld haben will auch irgendwie schützen. Klar hab ich auch gerne ein Lied auf meinem Rechner, nem mp3 player und gebrannt in meinem Auto... ist soweit ja auch nicht illegal (oder doch?).

    Wenn man halt den Kopierschutz weglässt um die Möglichkeit zu bieten, vernünftig Musik o.ä. mehrmals für den Eigengebrauch zu haben besteht die Gefahr, dass Leute das ausnutzen um legal gekaufte Waren illegal zu vervielfältigen und weiterzugeben. Hat man einen Kopierschutz dann ist es umständlich (bzw. illegal) selber Musik für sich zu kopieren, allerdings ist die Chance des kostenlosen Weitergebens geringer...


    Ich finde man sollte ein System einführen mit dem man Filme, Musik und was nicht noch alles mit z.B. "Es ist illegal dieses Produkt für Dritte zu kopieren" zu beschreiben (wird ja so in ähnlich schon gemacht). Irgendwo aufs cover kommt dann dieser Satz. Dann sollte man den Kopierschutz weglassen. So kann jeder für sich Kopien anfertigen wie er lustig ist, wenn er es nun aber für andere kopiert und weitergibt macht er sich strafbar. Ansonsten passiert nichts. Er kann ja immer nachweisen, dass er das Original besitzt. Wenn jemand nicht nachweisen kann das Original zu besitzen, dann ist der Besitz der Kopie illegal, also strafbar. Dann muss man eben mehr auf sein Hab und Gut aufpassen, dass man es nicht verliert, aber genau deswegen macht man doch Kopien oder nicht?

    Das künstliche Abspielsperren schlecht sind muss man glaub ich nicht diskutieren. (Nagut im Puff bezahlt man auch nur einmal und darf nur einmal *scnr*).

    The day Micro$oft makes something that doesn't suck, is the day they make a vacuum.

  4. #4
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Fabian
    Mir ist schon klar, dass die Interessen der Rechteinhaber und -verwurster auch nicht unter den Tisch gekehrt werden dürfen. Nur ist es so gut wie immer wenn das Thema in der Politik oder bzgl. bevorstehender Gesetzesänderungen angeschnitten wird so, dass die Interessen der Industrie übergewichtet werden, während andere Aspekte wie die Rechte der Konsumenten und die Interessen von Hardware- und Technologieunternehmen weitestgehend ignoriert werden. Wenn es dann um das Thema Kopierschutz/DRM geht werden die Gefahren dieser Technologie an sich meist (böswillig?) in Kauf genommen oder ignoriert, weil man ja um jeden Preis die "bösen Mordkopierer" und die Auswirkungen des nicht minder "bösen" technischen Fortschritts gekämpfen muss, um die finanziellen Interessen einer nicht anpassungswilligen Industrie zu schützen.

    Industrien die sich nicht den technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen können oder wollen gehen den Weg der Dodos (=sterben aus), das war schon immer so. Als die Autos erfunden wurden und später mehr und mehr verbreiteten, haben die Interessenvertreter von Kutschereien und Reitställen ja auch nicht den Straßenbau behindert und Gesetze durchgedrückt, damit Autos auch ja nicht über 30 km/h fahren dürfen, damit auch ja nichts die Profite der armen Kutscher und Pferdezüchter gefährdet. Klingt albern? Ja, aber so in etwa kommt mir die Situation um die Contentindustrie, Konsumenten, Urheberrecht und dessen technischer Umsetzung vor. D. h. nicht ganz, um den Abgaben auf CD-Rohlingen und -Brennern gerecht zu werden, müsste es noch eine Abgabe auf Benzin und Autoersatzteile geben, mit welcher der durch die Nutzung von Autos möglicherweise verursachte Schaden für die Pferdezüchter- und Kutschereiindustrie etwas ausgeglichen werden sollen. (Ja, ich übertreibe etwas. )

    Nur um Missverständnissen vorzubeugen. Ich bin gerne bereit für gute Filme und gute Musik in einem nicht verkrüppelten Format auch einen angemessenen Preis zu bezahlen.

    edit:
    Hat entfernt etwas mit dem Thema zu tun:
    Europäische Verbraucherverbände gemeinsam gegen iTunes
    Geändert von Touji (25.01.2007 um 12:28 Uhr)
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

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