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Existiert Gott?

Eine Diskussion über Existiert Gott? im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Zitat von smirk Beantworte erst mal meinen Post. Mir geht das ständige: "Nein, das is ganz anders" ohne weitere Begründung/Argumentation/whatever ...

  1. #141
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Zitat Zitat von smirk Beitrag anzeigen
    Beantworte erst mal meinen Post. Mir geht das ständige: "Nein, das is ganz anders" ohne weitere Begründung/Argumentation/whatever auf die man eingehen könnte, derbe aufn Sack

    Diphosphan fing schon so an, jetzt machst du weiter.

    /edit: Bezieht sich immer noch auf den tollen Satz mit dem Widerlegen etc. blala
    Und nein, "das is so weils in der Wissenschaft so gemacht wird" is keine Begründung.
    Du wirst es schon merken, wann ich die Zeit und Lust habe, dir das mitzuteilen.

  2. #142
    UF-Spamcrew
    Avatar von Herzchen
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    Zitat Zitat von baboon Beitrag anzeigen
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  3. #143
    Welcome to the RL/NL
    Avatar von Diphosphan
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    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit implizierter Logik? Und jetzt tut doch nicht alle dauernd alle so, als wäre die einzige Funktion der Vorstellung von einer Existenz Gottes, eine Erklärung für die Entstehung des Universums zu haben. Solche naturwissenschaftliche Dinge werden inzwischen von der Esoterik ausreichend erklärt, dazu braucht's keine Religion. Der Hauptgrund für Religion war immer schon ein anderer.
    Und welche wäre es dann?
    Die Leute mit implizierter Logik und Zirkelschlüssen für "dumm" zu verkaufen und ihnen einen unnötigen und überflüssigen Gott anzudrehen um den wahren Grund die gezielt Manipulation der Menschen zu "verdecken"?

  4. #144
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Zu Funktionen von Religion: Die wichtigste Funktion der Religion war seit je her das Erstellen und Propagieren von Werten sowie das Bilden einer kulturellen Identität.
    Du darfst nicht vergessen, dass z.B. die Vorstellung von einer Einheit oder zumindest Gemeinsamkeit Europas - also der ideellen Grundlage der EU (um mal ein total konkretes Beispiel aus der Gegenwart zu nehmen), und zwar nicht in geographischer, sondern in kultureller wie politischer Hinsicht, nur vor dem Hintergrund der Religion denkbar ist. Unsere Vorstellung von "Abendland" basiert auf dem verbindenden Element der gemeinsamen Religion. Natürlich ist es jetzt überholt, das Abendland als religiöse Einheit zu verstehen. Trotzdem ist unsere heutige Vorstellung von Europa als politischer Entität nicht denkbar ohne die Vorstufe des christlichen Abendlandes. Daher kommt ja erst die gemeinsame kulturelle Vergangenheit.
    Ein Beispiel um das zu verdeutlichen: Die erste vertragliche Beilegung eines Konflikts zwischen 2 Staaten in der Geschichte (also, ohne sich vorher die Köpfe einzuschlagen) war der Vertrag von Tordesillas zwischen Spanien und Portugal von 1494, in dem sie ihre Kolonialansprüche vereinbarten und absprachen. Dass der Konflikt mit einem Vertrag beigelegt wurde und dieser Vertrag von beiden respektiert und für fast 300 Jahre galt, war eine Revolution. In jeder anderen Zeit wäre das der Auslöser jahrhundertelanger Feindschaft gewesen (wie bei den Briten und den Franzosen). Der Vertrag kam zustande durch Vermittlung des Papstes und weil die Kirche die Parteien ermahnte, keinen Krieg zwischen katholischen Mächten vom Zaun zu brechen.
    Nimm als Beispiel das Judentum. Ohne die Religion als gemeinsame identitätsstiftende Instanz gäbe es heute keine jüdische Kultur (mehr).

    Religion ist mehr als nur Manipulation. Die Geschichte der Religionen besteht aus mehr als Ablasshandel und Heiligen Kriegen.

    So, und jetzt will ich endlich mal wissen, was du mit "implizierter Logik" meinst.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  5. #145
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    Avatar von Diphosphan
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    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen

    So, und jetzt will ich endlich mal wissen, was du mit "implizierter Logik" meinst.
    Unter implizierter Logik verstehe ich, dass man bewust versucht aberwitzige Dinge -z.B. Küssen des Arsches von Gott damit man 1 Bil. US$ bekommt- z.B. in Rahmen einer Religion durch gemeinsame Rituale, Umgangsformen, Gemeinschaftsgefühl, etc einfügt um den Menschen, dass Gefühl zu geben, dass seinen die realen logischen Schlußfolgerungen.
    D.h. Arsch von Gott küssen = 1 Bil US$; nicht küssen des Arsches von Gott = Schläge

  6. #146
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Also: Bewusste Manipulation der Menschen durch Religion, damit sie an Gott glauben sollen etc. Soweit so gut. Aber die Frage bleibt doch: Wozu? Du hast oben geschrieben, das dient alles dazu, die Menschen für dumm zu verkaufen und um gezielte Manipulation zu verdecken. Aber ist nicht die Religion selbst laut deiner Aussage die gezielte Manipulation? All das Manipulieren nur damit man manipuliert und verdeckt, dass man manipuliert?
    Sorry, aber das klingt jetzt selbst ein bisschen wie "implizierte Logik".
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  7. #147
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    Avatar von Diphosphan
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    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Also: Bewusste Manipulation der Menschen durch Religion, damit sie an Gott glauben sollen etc. Soweit so gut. Aber die Frage bleibt doch: Wozu? Du hast oben geschrieben, das dient alles dazu, die Menschen für dumm zu verkaufen und um gezielte Manipulation zu verdecken. Aber ist nicht die Religion selbst laut deiner Aussage die gezielte Manipulation? All das Manipulieren nur damit man manipuliert und verdeckt, dass man manipuliert?
    Sorry, aber das klingt jetzt selbst ein bisschen wie "implizierte Logik".
    Das ist jetzt ein typischer PJer

    Nun ja es geht um die Manipulation der Menschen durch implizierte Logiken im Rahmen einer Religion.

    Wozu?
    Diese Frage ist doch selbsterklärend.
    P.S: Diese implizieren Logiken findet man deshalb meist in einem anderen Kontext aber und das ist das erschreckende, es funktioniert immer wieder.

    So nun aber zurück zu Gott, der ja bereits als Voraussetzung in so mancher Religion enthalten ist.
    Dieser Zirkelschluß ist doch interessant und faszinierend oder?
    Man versucht etwas zu beweisen, was per se schon als Voraussetzung vorhanden sein MUß?!
    Mich würde hierzu mal die Meinung der Theologie interessieren...

  8. #148
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    was wird hier eig soviel diskutiert?

    jeder weiß, es gibt keinen Gott,und religionen sind schwindel
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  9. #149
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    Zitat Zitat von NichSchonWieder Beitrag anzeigen
    was wird hier eig soviel diskutiert?

    jeder weiß, es gibt keinen Gott,und religionen sind schwindel
    Für mich gibts auch keinen Gott, damit is' für mich das Thema erledigt. Es gibt natürlich Leute, die lassen sich gerne darüber aus und versuchen sich mit Wortgefechten zu rechtfertigen, wieso ihre Stellung zu Religion u. Ä. die bessere ist und versuchen sich gegenseitig auszukontern.

    Dabei wissen wir doch alle, die wahre Religion ist !
    Auch eine kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig!

  10. #150
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    @Diphosphan:
    Also nochmal: Nein, es ist nicht selbsterklärend, wozu die Manipulation im Rahmen einer Religion. Also zumindest mir nicht. Ich bitte also um Aufklärung.

    Religion ist nicht dasselbe wie Gottesbeweis. Eine Religion hat nicht die Aufgabe, Gott zu beweisen. Wozu auch? Ist denen doch wurscht, ob du überzeugt bist, dass Gott existiert oder nicht. Mal davon abgesehen, dass die meisten Religionen ihr religiöses Wissen von naturwissenschaftlichem Wissen abgrenzen und ganz klar keinen naturwissenschaftlichen Anspruch erheben.
    Nur weil es in den USA einige medial präsente Fundi-Trottel gibt, bedeutet das nicht, dass das Erscheinungen von Religionen im Allgemeinen sind.

    Überhaupt sind Gottesbeweise mit religiösem Hintergrund spätestens seit der Renaissance nicht mehr "in". Die Scholastiker waren die letzten, die versucht haben, Gott rational zu beweisen, um aufzuzeigen, dass die Gotteserkenntnis auch am Ende der rationalen Erkenntnis steht. Ging aber im Spätmittelalter und der Frührenaissance den Bach runter, weil offensichtlich wurde, dass man Gott mit Rationalität nicht beweisen kann. Es folgte dann zum einen ein Schwenk hin zur Mystik (Meister Eckart) auf der einen und eine Verneinung jeder Art von rationaler Erkenntnis über Gott auf der anderen (Nikolaus Cusanus). Letzterer war übrigens einer der entscheidenden Wegbereiter der Renaissance. Sein Hauptwerk de docta ignorantia ist ein Höhepunkt der Gelehrsamkeit der Frührenaissance.

    Darüber hinaus muss man mal eines klarstellen:
    Es ist mir durchaus bewusst, dass für dich "Religion" in erster Linie angelikale Fundis nach Amivorbild sind, die von Haustür zu Haustür tingeln oder im Fernsehen um Spenden predigen. Das ist aber eine sträfliche Reduzierung. Religion umfasst nicht nur angelikale Fundis, sondern auch Buddhismus, Taoismus, Polytheismus in verschiedensten Ausprägungen und zu verschiedensten Zeiten, Voodoo, Schamanismus in seinen unzähligen Varianten und Formen, verschiedensten Formen von Mystik in allen möglichen Religionen (von Buddhismus über Sufi bis hin zu Kabbala) und diverse halbrationalistische Religionsformen wie Pantheismus, Deismus usw. Das ist ein ungemein weites und komplexes Feld.

    Was deine Frage bzgl. Theologie anbelangt, kan ich dir jetzt auch nicht viel dazu sagen. So bewandert bin ich darin nicht. Aber auf deinen naturwissenschaftlichen bzw. deinen "logischen" Einwand hin würde jeder Theologiestudent eher müde lächeln. Und das nicht nur heute.
    Jeder mittelalterliche Theologiestudent würde dir sagen, dass Gott natürlich nicht mit naturwissenschaftlichen Mitteln beweisbar ist. Wie auch? Er hat ja die Welt geschaffen, also kann er gar nichts Innerweltliches sein. Darüber hinaus, würde dir der betreffende Theologiestudent aus dem Mittelalter sagen, ist der beste Beweis für Gott ja die Schöpfung selbst. Woher sollte die denn kommen
    Natürlich würdest du antworten, tja wir in der Zukunft wissen ja dank unserer Wissenschaft, dass es den Urknall gab und dass das Universum daraus entstanden ist.
    Da lächelt der Theologiestudent aus dem Mittelalter wieder nur müde und sagt: Ja und wo kommt der Urknall her? Aus dem Nichts? Wie soll das gehen? Deine Logik und deine Naturwissenschaft sagen doch klipp und klar, dass aus Nichts nicht Etwas entstehen kann. Von nichts kommt nichts, ganz platt gesagt. Dann wirst du mal überlegen müssen. Und der Theologiestudent nutzt deine Pause und erklärt dir: Die Naturwissenschaft ist darauf ausgelegt, die Natur, d.h. die Schöpfung zu beschreiben. Gott liegt klar außerhalb des Fokusses und Zuständigkeitsbereichs der Naturwissenschaft.
    Das ist jetzt so mal die plumpeste theologische Erwiderung auf deine Einwände.

    "Ich kann Gott nicht sehen oder sonst irgendwie wahrnehmen, darum existiert er nicht" ist genauso Mummpitz wie "Der Himmel ist blau, weil Gott ihn blau angemalt hat".
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  11. #151
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    Avatar von Partikelkanone
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    Zitat Zitat von NichSchonWieder Beitrag anzeigen
    was wird hier eig soviel diskutiert?

    jeder weiß, es gibt keinen Gott,und religionen sind schwindel
    Genauso, aber du kennst das doch, viele sind einfach zu schwach und brauchen einen imaginären Freund, an den sie sich wenden können. Wenn Religion endlich als das angesehen wird, was es ist, nämlich eine Psychose, dann wäre die Menschheit schon viel weiter.

  12. #152
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    @PJ:
    Dein Schreiben über Religion an sich, kann ich so unterschreiben. Zum Gottesbeweis der nach der Renaissance nicht mehr wichtig sei soll, muss ich aber ein Veto einlegen. Im Grundegenommen ist es eigentlich genau andersherum, in Altertum aber vorallem im Mittelalter stand die Existenz Gottes beim Groß der Menschheit garnicht in Frage, diese kamen im großen Stil erst mit den Zeitalter der Aufklärung. Aufklärung die gerade von den großen Konfessionen garnicht gern gesehen wurde und Anstrenungen auf, um eben ihre Einfluss weiterhin zu gewährleisten. (Sprich Religion im politischen Prozess und das ist das (für mich) wirklich entscheidene, dazu unten dann genauer.)

    Zum Gottesbeweis selber: Wenn man davon ausgeht, wie du es erläuterst, dann hat die Naturwissenschaft in der Tat damit nichts zu schaffen. Jedoch sollte man erst mal sich klar werden, was für einen Gott man eigentlich sucht, was versteht man überhaupt unter diesen Begriff. Es gibt tausende verschiedene Vorstellungen von höheren Wesen und noch viel mehr zugesprochene Attribute, alles ein Produkt nach den Fragen die uns unsere Tiefenpsyche stellt. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen, somit tendiert die Wahrscheinlichkeit das eine dieser Vorstellungen nun die Korrekte ist gegen Null. Für so manschen waltet Gott immer noch, somit müsste er auch in irgendeiner Form messbar sein. Das hat mit Sichtbarkeit nichts zu tun, wirkende Kräfte kann man auch nachweisen und sie sind nicht wirklich sichtbar. Kurz: Wenn er exestieren würde, wäre er naturwissenschaftlich erfassbar, in irgendeiner Form. Den Einwand des mittelalterlichen Theologiestudenten kann man eigentlich genauso kontern, denn Gott entstand entsprechend aus den "Nichts" oder war schon immer da. Damit verlagert man die Problemstellung des Ursprunges nur und schiebt alle Kritik auf die Unerfassbarkeit Gottes. Rationalität und Logik sind die Grundbausteine der Wissenschaft, die man nicht einfach beiseite schieben kann. Wenn man das tut, arbeitet man nicht mehr wissenschaftlich. Und wir können daher weiter davon ausgehen, das etwas nicht bewiesenes für die Wissenschaft erst mal als Nichtexistent eingestuft wird. Genauso stuft z.B. die Zoologie Einhörner als Nichtexistent ein.

    Und nochmal zu den Urknall, das ist eine hochkomplexe Theorie, man könnte behaupten mit die komplizierteste naturwissenschaftliche Diziplin überhaupt. Das ist nicht nur einfach aus den Nichts entstand etwas, das ist viel zu ungenau, um da die wirklichen Ansätze zu erfahren muss man sich wirklich sehr umfangreich belesen und selbst dann erfasst man das ganze nur auf Modellbasis. Das erste Problem ist ja für die Unbewanderten schon alleine das es sich keine um Explosion handelt, was man bei den Namen ja zuerst vermuten würde. (Und lustiger Weise ist diese Vorstellung auch weit verbreitet.)

    Nunja egal, es ist nunmal ein Fakt das der Beweis für die Existenz eines Gottes und daher ist mein wichtiges (Und auch eigentlich einzige) Anliegen, das Religion bzw. religöser Einfluss in der Politik sowie in der Bildung außen vor bleibt. Mir ist klar das wir eigentlich eine faktische Trennung zwischen Staat und Religion haben, das ist aber rein praktisch noch lange nicht der Fall. Nicht in Deutschland und vorallem nicht in der Welt. (Insbesondere Israel lässt Grüßen) Da läuft noch sehr, sehr viel schief.

    So das wars erstmal wieder von mir.

  13. #153
    Feldwebel
    Avatar von Hanniball478
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    ich glaube ich beteilige mich jetzt doch mal auch wenn ich meine Meinung eigendlich durch PJ recht gut vertreten sehe.

    Zum Gottesbeweis der nach der Renaissance nicht mehr wichtig sei soll, muss ich aber ein Veto einlegen. Im Grundegenommen ist es eigentlich genau andersherum, in Altertum aber vorallem im Mittelalter stand die Existenz Gottes beim Groß der Menschheit garnicht in Frage, diese kamen im großen Stil erst mit den Zeitalter der Aufklärung.
    Beim Groß der Menschen vielleicht nicht.

    Dennoch hat beispielsweise Amseln von Canterburry einen Gottesbeweis vorgelegt ( den ich zugegebenermaßen nicht gut fand.)

    Thomas von Aquin hat ebenfalls viel Ziterte Gottesbeweise Geschrieben.
    Die werden sogar heute noch so abgeschrieben wie sie damals aufgeschrieben wurden.

    Die beiden oben genannten sind die mit abstand am häufigsten Zitierte Gottesbeweise die beiden haben allerdings im ersten Viertel des Letzten Jahrtausends ihre Gottesbeweise aufgestellt.

    Also nicht umbedingt während der Aufklärung .

    Vor Chr haben Araba und Juden Gottesbeweise erdacht. Wenn auch mit anderem Hintergrund.
    Sie wollten zeigen das man ihren Göttern mit Vernunft begegnen kann.


    Und nochmal zu den Urknall, das ist eine hochkomplexe Theorie, man könnte behaupten mit die komplizierteste naturwissenschaftliche Diziplin überhaupt. Das ist nicht nur einfach aus den Nichts entstand etwas, das ist viel zu ungenau, um da die wirklichen Ansätze zu erfahren muss man sich wirklich sehr umfangreich belesen und selbst dann erfasst man das ganze nur auf Modellbasis. Das erste Problem ist ja für die Unbewanderten schon alleine das es sich keine um Explosion handelt, was man bei den Namen ja zuerst vermuten würde. (Und lustiger Weise ist diese Vorstellung auch weit verbreitet.)
    Und bist du bewandert?

    Dennn wenn du nicht genauer wirst mit dieser Aussage können wir hier weder dafür noch Dagegen wirklich viel sagen fast wie bei einem Gott.
    Alkohol ist die Lösung und der Anfang all unserer Probleme

  14. #154
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Zitat Zitat von Hanniball478 Beitrag anzeigen
    ich glaube ich beteilige mich jetzt doch mal auch wenn ich meine Meinung eigendlich durch PJ recht gut vertreten sehe.



    Beim Groß der Menschen vielleicht nicht.

    Dennoch hat beispielsweise Amseln von Canterburry einen Gottesbeweis vorgelegt ( den ich zugegebenermaßen nicht gut fand.)

    Thomas von Aquin hat ebenfalls viel Ziterte Gottesbeweise Geschrieben.
    Die werden sogar heute noch so abgeschrieben wie sie damals aufgeschrieben wurden.

    Die beiden oben genannten sind die mit abstand am häufigsten Zitierte Gottesbeweise die beiden haben allerdings im ersten Viertel des Letzten Jahrtausends ihre Gottesbeweise aufgestellt.

    Also nicht umbedingt während der Aufklärung .

    Vor Chr haben Araba und Juden Gottesbeweise erdacht. Wenn auch mit anderem Hintergrund.
    Sie wollten zeigen das man ihren Göttern mit Vernunft begegnen kann.
    Und?


    Das hat mit meiner Aussage überhaupt nichts zu tun.

    Zitat Zitat von Hanniball478 Beitrag anzeigen
    Und bist du bewandert?


    Dennn wenn du nicht genauer wirst mit dieser Aussage können wir hier weder dafür noch Dagegen wirklich viel sagen fast wie bei einem Gott.
    Nicht wirklich, wie ich bereits sagte, auf diesen Gebiet wird wohl keiner wirklich bewandert sein. Inwiefern sollte ich genauer werden, der entscheidene Unterschied zu einer Gottesvorstellung ist, das hier um Wissenschaft handelt.

    Als Literaturempfehlung zum Einstieg kann man Simon Singh Werk nehmen. Es ist ziemlich umfangreich und kann eine Wage Vorstellung der verschiedenen Theorien vom Urknall und die feststehenden Aspekte in der Frühgeschichte des Universums zu vermitteln. Es hat erst knappe 5 Jahre aufm Buckel und ist somit noch auf einen akzeptablen aktuellen Stand. Es ist für Laien durchaus verständlich, es wird viel erläutert, aber physikalische Grundkentnisse sind durchaus hilfreich. Ist jedoch kein Roman, daher sollte man auch ein bisel Interesse mitbringen.
    Geändert von SonGohan (06.03.2010 um 15:29 Uhr)

  15. #155
    Gutmensch
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    Zitat Zitat von SonGohan Beitrag anzeigen
    Und?


    Das hat mit meiner Aussage überhaupt nichts zu tun.
    Eben schon. Schau, wir wissen alle, dass deine Argumentationsweise sich in überzeugtem Behaupten erschöpft. Trotzdem mein Ratschlag, dich mit den Dingen auseinanderzusetzen, über die du Behauptungen aufstellst. Es mag schon sein, dass die Menschen im Altertum und im Mittelalter die Existenz Gottes weniger angezweifelt haben (selbst das ist übrigens höchst fragwürdig), aber Gottesbeweise waren noch nie auf die Volksgläubigkeit bzw. -frömmigkeit ausgerichtet. Im Gegenteil: Gottesbeweise sind stets höchst abstrakt und eine Sache recht komplexer Logik. Das Publikum dafür bestand aus hochgebildeten Theologen. Der einfache Mann von der Straße hatte dafür gar nicht das nötige Hintergrundwissen.
    Hannibal hat dies unterstrichen indem er mit Beispielen belegt hat, was ich ausgeführt habe: nämlich, dass Gottesbeweise vor allem im Mittelalter eine Rolle im theologischen Diskurs spielten. Ab der Renaissance ist das Konzept eines rationalen Gottesbeweises obsolet. Diverse philosophische Gottesbeweise aus der Zeit sind in der Regel weniger ernsthafte Beweise der Existenz Gottes, sondern mehr eine Art und Weise, um höchst strittige und oft auch ketzerische Prämissen unterzujubeln.
    Ab der Renaissance hat die Religion aufgegeben, Glauben rational fassen zu wollen und sich darauf verlegt, Rationalität und darauf aufbauende Wissenschaftlichkeit zu bekämpfen. Der letzte bedeutende Gottesbeweis ist von Descartes. Das ist alelrdings schon kein religiöser mehr, sondern ein philosophischer. Gott hat keinen religiösen Wert mehr, sondern einen metaphysischen, philospohischen Wert als Letztbegründung.

    Woher der Wert als Letztbegründung gründete werde ich dir erläutern (und das ist auch gleich die Antwort auf deine Erwiderung auf den mittelalterlichen Theologen):
    In einer Ontologie (Lehre vom Sein) mit strenger Kausalität - sprich: Alles hat eine Ursache - kommt man letztlich an das Problem, dass man einen definitiven Beginn braucht, ansonsten hat man einen unendlichen Regress und damit keine Kausalität mehr, sondern Stillstand. Hier kommt der philosophische Gottesbegriff ins Spiel. Schon bei Aristoteles findet sich das Konzept des Ersten Bewegers. Sprich: Es muss einen Ausgangspunkt für alles Werden geben. An dieser Stelle sei kurz Augustinus erwähnt, der auf die Frage, was denn Gott vor der Schöpfung gemacht hat, antwortet: Es gab kein Davor. Das ist der Punkt an einem Schöpfergott. Man kann alles mit einem Gott als Ursprung erklären.
    Was ist btw bitteschön "Tiefenpsyche"? Ich kenne nur Tiefenpsychologie und die steht oft auf naturwissenschaftlich sehr wackeligem Fundament (bin kein großer Freund der Psychoanalyse). Mal davon abgesehen, dass das Wissen um die Disposition zu einer bestimmten Frage, diese Frage noch lange nicht überflüssig macht.

    Trennung von Religion und Staat ist ebenso nötig wie eine Trennung von Religion und Naturwissenschaft. Aber Religion(en) mit Fundis gleichzusetzen, ist so platt wie falsch. Atheismus ist eine Sache (bin ich ja auch), aber arrogantes Drüberfahren über Dinge, von denen man offensichtlich keine Ahnung hat, geht mir etwas auf die Nerven. Deshalb hab ich hier auch den advocatus diaboli gemacht.
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