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Bibel

Eine Diskussion über Bibel im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Zitat von Springmaus zitat des tages? erm... schonmal ne bibel in der hand gehabt? liest sich schlimmer als das grundgesetz ...

  1. #21
    Hauptfeldwebel
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    Zitat Zitat von Springmaus
    zitat des tages?

    erm... schonmal ne bibel in der hand gehabt?

    liest sich schlimmer als das grundgesetz und ich glaube KEINEM, dass er die interessiert gelesen hat...

    so ne kagge... habs mal durchgeblättert, aber diese grottige sammlung von 2-zeilern kann ich mir einfach ned antun...

    dann lieber "das kapital" oder "leviathan"

    aber hör ned auf mich... bin antichrist... bin ossi
    Du hast aber recht.Hunderte Seiten voll luftleeren,anti-fortschrittlichem Geschwafel und pseudo-sozialer Poesie.UUUURGH.

  2. #22
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Natürlich widerspricht sich die Bibel, das ist Absicht. Denk mal darüber nach, was die Bibel genau ist:
    Sie ist kein einheitliches religiöses Dogma. (anders als z.B. die Tora, die ja "das Gesetz" sind)
    Sie ist NICHT das Wort Gottes. (anders als z.B. der Koran, der ist per Definition von Gott so diktiert worden)
    Sie wird nicht umsonst in 2 Testamente unterteilt:
    Altes Testament: Sammlung jüdischer Schriften, die Mythologie, literarische Geschichtsschreibung, Weisheiten, religiöse Schriften und philosophische Schriften umfassen. Kurzum: Ein Überblick über jüdische Kultur und ihre Entwicklung.
    Neues Testament: Sammlung christlicher Texte, wobei es keinen definitiven crhistlichen Grundtext gibt, sondern verschiedene Texte über das Christentum.

    Die Bibel sollte primär nicht die christliche Lehre per se sein, sondern eine Art Begleitbuch, das die kulturellen und religiösen Ursprünge und die verschiedenen Sichtweisen, sowie die Entwicklungen innerhalb des Christentums über die Jahrhunderte zeigt. Schon mal darüber nachgedacht, wieso es 4 Evangelien gibt, statt einem?!

    Ist schon lustig, einerseits maulen alle, dass die Bibel so ein blödes, einheitliches, vorgeschriebenes Dogma ist, das kein Andersdenken zulässt, andererseits kritisieren dann alle, dass sie sich widerspricht.


    Zur Genesis-Frage mit dem bestrafenden Gott... Die Geschichte mit Adam und Eva ist jüdische Mythologie. Die Israeliten damals haben das auch nicht wörtlich verstanden (wie kann jemand bitteschön ernsthaft glauben, dass alle Menschen der Welt aus einem paar hervorgeht). Es ging mehr um folgendes Problem:
    Die Israeliten waren damals im babylonischen Exil. Sie fürchteten, dass die nachkommenden Generationen, die israelitische Kultur vergessen und sich der moderneren babylonischen Kultur zuwenden würden, also wollten sie ihre Kultur schriftlich festhalten. Das Problem war aber foglendes: Wie sollten sie ihren Glauben rechtfertigen? In der Antike war es so: Bekämpften sich 2 Parteien mit unterschiedlichen Göttern, so war der Gott, dessen Partei unterlag, wohl offensichtlich entweder schwächer oder einfach nicht existent, wie also sollte sie nach der Unterwerfung durch die Baylonier ihren Glauben rechtfertigen?! Man bedient sich eine theologischen Kunstgriffes und sagt: "Diese ganzen Götter der Babylonier sind Götzen, denn unser Gott ist mächtiger, denn er hat alles geschaffen und ist allmächtig. Wir sind unterworfen worden, weil unser Gott das so vorgesehen hat und er uns irgendwan nwieder zurück ins gelobte Land führen wird." Dass der Gott über allem stand udn alles geschaffen hat, war damals nämlich nicht so Gang und Gebe. In der Antike waren selbst die Götter in den Kosmos, also die allumfassende höhere Ordnung eingebunden. Die Israeliten haben das umgedreht und gesagt, die höchste Ordnung ist die höchste Ordnung, weil unser Gott, der Höchste und Einzige von allen, sie so bestimmt. Darum wurde auch die Geschichte von Moses und dem Auszug aus Ägypten geschrieben, als Perspektive auf eine Rückkehr nach Palästina irgendwann mal.
    Nun stellte sich aber die Frage: Wenn Gott den Menschen und alles geschaffen hat, wieso gibt es dann das Böse auf Erden? Wieso schafft Gott den Menschen als ein Wesen, das Böse ist? Die Antwort: Gott hat den Menschen nicht als bösen Menschen geschaffen, sondern der Mensch hat sich aus seinem eigenen Antrieb, aus seiner Freiheit heraus für das Wissen um Gut und Böse entschieden. Damit ist zum einen das theologisch Dilemma gelöst und zum anderen eine wichtige Aussage gemacht: Der Mensch ist für seine Taten selbst verantwortlich. in der Antike war es nämlich so, dass das Schicksal des Menschen bestimmt war vom Kosmos und er im Grunde keinerlei Freiheit hat (darum auch die ganzen tragischen Helden in der griechischen Mythologie, die gegen das Schicksal ankämpfen aber immer unterliegen).

    Eine sehr interessante Interpretation der Genesis-Geschichte hat Kant gemacht:
    Vor dem "Sündenfall" lebte der Mensch als Teil der Natur mit dieser im Einklang, Gut und Böse existierte für ihn nicht. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass der Mensch zu diesem Zeitpunkt ein Tier war. Erst durch das Ergreifen der Freiheit im Allgemeinen und der, zwischen Gut und Böse zu wählen im Speziellen wurde er zum Menschen, denn nur der Mensch kann gut oder böse sein.


    So, das ist jetzt ein ganz schöner Roman geworden... ich hoffe, dem ein oder anderen ist ein Licht aufgegangen.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  3. #23
    Stabsfeldwebel
    Avatar von Sleepy
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    Ich sag mal es ist immer hin das Buch der Bücher also glaub ich mal ^^
    Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.

  4. #24
    Ще не вмерла Україна
    Avatar von Outsider
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    Der Koran ist das Buch der Bücher!

    Son Schwachsinn. Die Bibel ist genauso ein Käis wie jedes andere religiöse Buch.
    Ich bleibe gottlos glücklich, ich habs nicht nötig mir ein Armutszeugnis auszustellen in dem ich fanatisch irgendeinem lächerlichen Gottglauben anhänge.

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  5. #25
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    Avatar von GeNeRuLeR
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    Generuler
    Zitat Zitat von RushCabal
    ne ich meine nur, dass es sich doch etwas wiederspricht
    gott sagt"liebe deinen nächsten wie dich selbst"
    aba verflucht die menschen, nachdem sie von dem baum gegessen haben...
    das is doch ein wiederspruch
    Zitat Zitat von Springmaus
    ich bin nur der meinung, dass sich das christentum ständig selbst widerspricht...
    Die Bibel darf man nicht wörtlcih nehmen.

    Ihr sucht ausreden für sein unwissen über die Lehre, die seit 2000 jahren MASSGEBLICH das Leben und Denken im Abendland beeinflusst hat, zeigt aber schon durch eure argumente, dass ihr keine ahnung von der christlichen lehre habt.

    Arm, wie manche Leute ihre unwissenheit hinter laizismus zu verbergen versuchen.

    Die Bibel gibt einem nicht vor wie man zu Leben hat. Sie ist eher ein Wegweiser.....ob man die Bibel beachtet oder nicht, ist jedem selber überlassen.
    Ich finde selber das alte Testament auch nicht besonders ansprechend.....

  6. #26
    King of Kingz
    Avatar von RushCabal
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    vMc.
    warum muss in der bibel auch alles methaforisch sein?
    können die nicht klipp und klare aussagen in ihren texten aussagen?

  7. #27
    Schrödingers Katze
    Avatar von Springmaus
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    @ generuler: die bibel ist so gefasst, dass man jede haltung durch textstellen begründen kann...

    ein wegweiser, der in jede richtung zeigt, ist scheiße...

    die bibel ist einfach nur eine ausrede und allzweckbegründung und nebenbei eine sammlung der menschheitsgeschichte, wobei recht stark abstrahiert wird...

    jeder nimmt sie, wie ers braucht... was solls? wird schon ne stelle geben, die das eigene handeln rechtfertigt...

    deswegen kann sich auch jeder christ winden ohne je mit der bibel 100% anzuecken...

    aber das gleihe gilt schätzungsweise für alle anderen heiligen bücher auch... in diesem sinne...
    cya

  8. #28
    Zitat Zitat von RushCabal
    methaforisch
    *zehennageleinroll* >_<

    hm bibel hab ich noch nicht gelesen, interessiert mich nicht und glaube nicht an gott oder irgend ne höhere macht

  9. #29
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    Avatar von AKira223
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    Zitat Zitat von RushCabal
    warum muss in der bibel auch alles methaforisch sein?
    können die nicht klipp und klare aussagen in ihren texten aussagen?
    Zitat Zitat von Springmaus
    jeder nimmt sie, wie ers braucht... was solls? wird schon ne stelle geben, die das eigene handeln rechtfertigt...
    Das, was Springmaus hier so flaxisch hinklatscht, ist die Antwort auf deine Frage, Rushcabal.

    Wenn man konkrete Fälle genommen hätte, wäre das Buch nach 50 Jahren in der Versenkung gelandet. Doch dadurch, dass es metaphorisch und nicht konkret gehalten ist, bleibt es Zeitlos und findet allgemeinhin Anwendung.
    So werden übrigens auch alle anderen Lehrsätze formuliert: Das konkrete Beispiel abstrahieren und allgemein fassen (und hoffen, dass es net irgendwann einer wiederlegt^^). Wenn man das schafft, kann man Lehrsätze aufstellen, die noch in 500 Jahren ihre Gültigkeit haben

  10. #30
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    machinor
    Zitat Zitat von RushCabal
    warum muss in der bibel auch alles methaforisch sein?
    können die nicht klipp und klare aussagen in ihren texten aussagen?
    Für die damalige Zeit war das klipp und klar.
    Ich kann heute z.B. schreiben "Das ist doch sonnenklar". Du wirst sofort verstehen wie ich das meine, nämlich dass etwas absolut klar ist.
    In 1000 Jahren wird sich ein Leser denken: "Hä? Sonnenklar? So klar wie die Sonne? Wie kann die Sonne bitteschön klar sein? Wieso verwendet er so nen doofen nicht nachvollziehbaren Vergleich?!"

    Verstanden worauf ich hinaus will?
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

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