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An welcher Version der Weltentstehung glaubt ihr?

Eine Diskussion über An welcher Version der Weltentstehung glaubt ihr? im Forum OFF-Topic. Teil des Off Topic-Bereichs; Die Frage nach dum Huhn und dem Ei ist eigentlich eine alte philosophische nach Ursache und Wirkung. Ist das Ei ...

  1. #61
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Die Frage nach dum Huhn und dem Ei ist eigentlich eine alte philosophische nach Ursache und Wirkung. Ist das Ei Ursache des Huhns oder umgekehrt. Es ist im Grunde eine Frage die keine wirkliche Antwort hat oder benötigt, weil sie primär dazu da ist, den Geist anzuregen und ins Arbeiten zu bringen.

    Biologisch ist die Frage natürlich 100% richtig beantwortet, wenn man sagt, dass das Ei entwicklungsgeschichtlich zuerst da war. Die Dinosaurier haben schon Eier gelegt, da gab's noch keine Vögel und die Insekten haben schon Eier gelegt, da gab's noch keine Dinosaurier.

    @Admi: Es ist falsch, dass Religion einfach nur dazu da ist, Unerklärliches zu erklären. Religionen sind Lebensphilosophien, Mythologien, Ethiken und gesammelte Weisheiten. Wenn Religion nur Unerklärliches erklären sollte, wie erklärst du dir dann Dinge wie die "Vernunftreligion" Kants (er sagt, auch wenn es keinen Gott gibt - was man nicht beweisen kann - ist es vernünftig an Gott und eine unsterbliche Seele zu glauben, da sonst Ethik udn Moral keine Seinsgrundlage haben) oder die philosophischen Gottesbegriffe von Xenophanes (der Mensch macht sich einen Gott, weil er selbst begrenzt und sich seiner Grenzen bewusst ist und er daraus folgert, dass es auch ein Unbegrenztes geben muss, das DAS GUTE ist) und Anaximandros (Gott ist das Unbegrenzte/Grenzenlose in jeder Hinsicht) oder Aristoteles (das Prinzip, nach dem die Welt funktioniert, ist die Vernunft; DER Mensch besitzt die Vernunft, handelt aber nicht immer danach; die unbeschränkte Vernunft oder auch die auf sich selbst gerichtete Vernunft ist Gott)? Die sind alle von einem logischen Standpunkt ausgegangen und sind dadurch zur Erkenntnis gekommen, dass es so etwas wie Gott geben muss. Nicht, um irgend etwas zu erklären (obwohl das auch), sondern einfach, weil ihnen die Vorstellung als logisch und vernünftig erschien.

    Ein ehernes Gesetz der Wissenschaft ist "ex nihilo nihil". Aus dem Nichts kann nichts entstehen. Es ist daher sehr unwissenschaftlich, zu glauben, dass alles durch einen Knall aus dem Nichts entstanden ist.

    FiX hat doch erklärt, was diese letzte oder höchste Instanz ist: Gott. Das ist dabei kein christliches Gottesbild (das ist auch ein vielgemachter Fehler: bei "Gott" denken immer alle gleich an das kitschige, niemals christlich gewesene Bild vom alten Mann mit Bart), sondern ein philosophisches.
    Glückwunsch an FiX, er denkt in denselben Bahnen wie die großen griechischen Philosophen Platon und Aristoteles.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  2. #62
    Dann definiere doch mal "Gott"!
    Wie willst du etwas definieren was es nicht gibt? Geschweige denn einen Namen geben?
    Religionen sind Lebensphilosophien, Mythologien, Ethiken und gesammelte Weisheiten.
    Lebensphilosophien ändern sich, Mythologien existieren nur in den Köpfen, Ethiken kannte unsere Gesellschaft noch nie und Weisheiten sind mit fortschreitender Zeit oft wiederlegt worden, weil der Wissenshorizont breiter wurde.

    Ich gehe einfach davon aus, wie Religionen entstanden sind, also was sie reel ausmachte. Es waren Menschen, die eine Hirarchie aufbauen wollten. Ein subsidiäres Verhältnis in der Gesellschaft. Im Grunde also eine Differenzierung schaffen wollten und dieses Machtmittel nannten sie Religion. Alles was sie nicht verstanden wurde ganz einfach mit einem überirdischen allwissenden Wesen erklärt. Namen dafür wurden viele erfunden. Nur warum sollte man an etwas glauben, dass Menschen mit dem Horizont, der vor tausenden Jahren herrschte, aufschrieben und quasi als Gesetz des Lebens aufstellten.

    Was du ansprichst enthebt der Realität unseres Alltags. Es ist eine philosophische Ansicht. Ein Gedankengespinst, das jederzeit umfallen kann.
    Es erklärt nichts und kann nichts beweisen.

    Aber ok, jeder hat seinen Standpunkt und zweifelsfrei klären kann es niemand also belassen wir es einfach und existieren hier und jetzt.
    Anspruch auf Geltung kann weder ich noch du noch sonst irgendwer für sich verbuchen. Es gibt kein Richtig oder Falsch, was diese Frage angeht.

  3. #63
    asozialist
    Avatar von anunknownperson
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    Zitat Zitat von Psycho Joker
    Glückwunsch an FiX, er denkt in denselben Bahnen wie die großen griechischen Philosophen Platon und Aristoteles.
    was für ein billiger versuch sich hier wieder in amt und würden zu schmeicheln
    The Feynman Problem-Solving Algorithm:
    (1) write down the problem;
    (2) think very hard;
    (3) write down the answer.

  4. #64
    FORENGRÜNDER

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    Zitat Zitat von L$Dr4g0N
    I[COLOR=Silver]ch hab mich getäuscht - es gibt doch dumme Fragen.

    Die ganze Geschichte ist wie viele Anderen einfach entstanden weil die Menschen es nicht erklären konnten und wenn sie es nicht erklären konnten war es Gott ...

    Heute sind wir aber zum Glück schlauer -_-

    Genauso könntest du fragen:

    Was glaubt ihr?

    -Die Erde ist rund
    -Die Erde ist flach

    COLOR]
    Klär mich bitte auf, ich bin nicht schlauer. Ich habe leider keine Ahnung wie die Erde entstanden ist.
    Ich unsäglicher Dummkopf glaube tatsächlich an Gott, der das uns Bekannte erschaffen hat, weil ich es mir anders nicht erklären kann.
    Vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen, du scheinst da ja etwas bewandter zu sein als ich...

    btw kann jemand stellvertretend bitte ne positive Bewertung für den Post unter meinem (von PJ) geben ?
    Geändert von MoOlaCoO (08.02.2005 um 23:17 Uhr)

  5. #65
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    FiX hat oben z.B. eine Definition für "Gott" gepostet. Widerleg die.

    Lebensphilosophien ändern sich,
    Ähm... und? Was willst du damit sagen?

    Mythologien existieren nur in den Köpfen,
    Nein, Mythologien existieren hauptsächlich in Sprache und Schrift.

    Ethiken kannte unsere Gesellschaft noch nie
    Ahahahahahaha! Soll ich ein paar aufzählen? Also Ethiken gab und gibt es weiß Gott schon einige.

    und Weisheiten sind mit fortschreitender Zeit oft wiederlegt worden, weil der Wissenshorizont breiter wurde.
    Mir scheint, du kennst den essenziellen Unterschied zwischen Wissen und Weisheit nicht. Wissen und Weisheit haben im Prinzip NICHTS miteinander zu tun.

    Ich gehe einfach davon aus, wie Religionen entstanden sind, also was sie reel ausmachte. Es waren Menschen, die eine Hirarchie aufbauen wollten. Ein subsidiäres Verhältnis in der Gesellschaft. Im Grunde also eine Differenzierung schaffen wollten und dieses Machtmittel nannten sie Religion. Alles was sie nicht verstanden wurde ganz einfach mit einem überirdischen allwissenden Wesen erklärt. Namen dafür wurden viele erfunden. Nur warum sollte man an etwas glauben, dass Menschen mit dem Horizont, der vor tausenden Jahren herrschte, aufschrieben und quasi als Gesetz des Lebens aufstellten.
    Das ist falsch. Die Ursprünge aller Religion, nämlich die Naturreligionen waren nicht hierarchisch aufgebaut, sondern eine gemeinschaftliche Institution. Der Schamane war hierbei lediglich Katalysator für kollektive religiöse Erfahrungen.

    Es ist eine philosophische Ansicht. Ein Gedankengespinst, das jederzeit umfallen kann.
    Es erklärt nichts und kann nichts beweisen.
    Deine Ansicht ist auch eine philosophische. Wieso kann es jederzeit umfallen? Es erklärt sehr wohl etwas, immerhin hast du ja vorhin selbst gesagt, Religion sei bloß eine Erklärung für etwas Unbekanntes.

    Doch, es gibt in dieser Bezeihung falsche Aussagen: Nämlich alle, die absolut sind. Jemand der sagt: "Gott existiert nicht" liegt genauso falsch wie jemand, der sagt: "Gott existiert". Es geht bei Religion immer um Glauben, niemals um Wissen.


    An die unbekannte Person: Nein, das tu ich nicht. Da würde ich schon woanders schmeicheln.
    Geändert von Psycho Joker (08.02.2005 um 22:56 Uhr)
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  6. #66
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    Avatar von Zhund0r
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    Ich glaub auch eher an einen "Urknall" oder ähnliches.

    Ich kann nicht an etwas glauben, was ich mir nicht vorstellen kann ...
    Und ein Gott ist für mich unvorstellbar -_-

    Genauso könnte man fragen warum Gott Tiere erschaffen hat, sie können auch nicht glauben, aber warum erwartet die Religion von den menschen an Gott zu glauben, wenn es andere Lebewesen nicht tun, wurden NUR Menschen von Gott erschaffen?

    Is doch alles schwachsinn ^^

    Nur eins frage ich mich, woher kommen die Helium und Sauerstoffteilchen im Universum?!?Aus einem schwarzen Loch, die Materie wo andersmhin bringt?Aber was liegt dahinter?Andere Lebewesen, die uns erschaffen haben?^^

    wat weiss n ick ^^

  7. #67
    Ähm... und? Was willst du damit sagen?
    Das, was da steht!

    Nein, Mythologien existieren hauptsächlich in Sprache und Schrift.
    Schrift und Sprache basieren auf Gedanken. Und nicht umgekehrt.
    Mythologien gibt es nicht. Es sind Märchen, Hirngespinste, die aus reelen und geglaubten Dingen zusammengesponnen wurden.

    Ahahahahahaha! Soll ich ein paar aufzählen? Also Ethiken gab und gibt es weiß Gott schon einige.
    Wenns welche gibt, dann erklär mir bitte mal die unzähligen Kriege die jahrhundertelang im Namen der Religionen und deren irdischen Vertreter geführt wurden. Erkläre die Glaubenskriege, den Hass auf "Andersgläubige", die Gier nach Macht und Geld, die fanatischen Selbstmordattentäter im Zeichen der Religionen, die Toten der Inquisition. Und wie oft hat die Religion weggeschaut, wenn die Zeit dunkel wurde. Denk mal an die Weltkriege - wo war da zB das Aufbäumen des Papstes, wo war der Widerstand?
    In Anbetracht des Leid, des Elends und der ungezählten Opfer im Namen der Religionen kann ich ehrlich gesagt darauf verzichten.
    Es kann keinen Gott geben, der die 10 Gebote (mal aufs Christentum bezogen) hält. Die Realität zeigt das wahre Gesicht. Das Gebot wird zur Phrase.
    Aber wo man negatives findet, gibt es auch viele positive Punkte. Ob und inwieweit sich beides aufrechnet, sei mal dahingestellt und mag ich nicht zu beurteilen.

    Mir scheint, du kennst den essenziellen Unterschied zwischen Wissen und Weisheit nicht. Wissen und Weisheit haben im Prinzip NICHTS miteinander zu tun.
    Kannst du es dir nicht erklären? Warum beantwortest du eine Frage mit einer Gegenfrage? Aber siehs mal so Weisheit kommt von Wissen. Nur der Wissende kann weise sein. Und der Weise ist wissend. Beginn die Erklärung einfach mal im Wortstamm und arbeite dich vor

    Da wir aber eh nie zu einer Lösung kommen werden, beende ich mein Engagement in diesem Threat. Ich gönn dir deinen Glauben, ich respektiere ihn, ich freue mich für dich. Das gilt auch für alle anderen.
    Jeder hat eine Meinung und überall ist ein Funken Wahrheit. Daher freut euch des Lebens und ärgert euch nicht über Fragen, auf die man keine richtige Antwort finden kann.

  8. #68
    asozialist
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    das sind haarspaltereien ihr diskutiert an der sache vorbei und streitet euch um worte und das obwohl beide wissen was der andere jeweils meint
    zank um des zanks willen ist meine domäne verhaltet ihr euch gefälligst anständig
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  9. #69
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    GAHQ
    Wenn hier schon jemand Platon erwähnt dann mach ich bei dem gleich ma weiter...

    undzwar mit der frage nach Wirklichkeit.... woher wollen wir wissen dass alles "wirklich" ist was wir sehen... dass alles nur 3 dimensional (oder höchstens 4 dimensional wenn man die "zeit" noch dazunimmt) ist.... Ich ziehe hier einmal Platons Höhlengleichnis zu rate... Ein mann der in einer höhle angekettet ist, mit dem Rücken zum Eingang so dass er NICHT hinausschauen kann (egal wie er sich verrenkt) und druch den eingang licht fällt.
    Nehmen wir an vor dem Höhleneingang ist ein weg auf dem tagtäglich Leute vorbeilaufen die allerlei sachen tragen oder sonstigen Beschäftigungen nachgehen... der Angekettet wird drinen nur die Schatten an der Wand sehen und diese für "wirklich" halten... es ist seine "wirklichkeit"...seine "wahrheit". [das gleichnis geht noch weiter ich weiß...aber das ist nicht von belang für meinen denkanstoß *gg*] Was ist wenn bei uns dasselbe ist? Wenn wir nur eine "scheinwahrheit" leben... was wenn eine 5te oder gar 6te dimension existiert. Eine dimension die wir nicht sehen können weil wir auf irgend eine weise "angekettet" an die uns gegeben 3 (oder 4) dimensionen sind.
    Dass etwas uns unbegreiflich erscheint heißt nicht dass es unmöglich ist.

    und vielleicht noch ein kleiner denkanstoß zu platon: wenn der angekettet nun plötzlich losgebunden wird und sieht dass seine "schatten" die er immer so, wirkliche menschen sind die dort rumlatschen... muss er dann nicht (wenn er über einen gewissen intelekt verfügt) misstrauisch werden ob er nicht wieder betrogen wird? ob es nicht noch eine "größere Wahrheit" gibt, wie schon einmal davor.

    so und nun schlagt mich ned zu sehr weil ich Platon so verunstaltet hab
    Zitat Zitat von FiX Beitrag anzeigen
    [...], da dem Mod wohl bekannt war, dass Blade kein normaler Bär und auch kein Schadbär, sondern ein Problembär ist und entsprechende Vorsorge daher hilfreich sein könnte.

  10. #70
    Hauptmann
    Avatar von Zhund0r
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    Erinnert mich an Matrix ^^

    Jo, sowas in der Art wird es wohl geben, sonst wüssten wir antworten darauf ...

  11. #71
    Schrödingers Katze
    Avatar von Springmaus
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    so n rotz hey... höhlengleichnis... der herr brauch nur mal sich selbst anzuschaun und dann wird er den unterschied zwischen einem lebewesen und dessen abbild auf einer ebene merken...

    ganz nebenbei wär n versuch zu kommunuzieren recht aufschlußrech, da der mensch richtungen hören kann und die antwort aus einer anderen richtung kommt, als wo sich der schatten befindet...

    @PJ

    aber auf admis frage 'woher kommt denn bitte gott?' bist auch ned eingegangen...

    stattdessen wird an formulierungen gefeilt und drum gestritten

    wie eine unbekannte person gesagt hat: überlasst das streiten aus lust am streiten doch lieber den streitprofis

    zur debatte:

    einerseits den urknall ablehnen, weil aus nichts ja nichts entstehen kann, aber andererseits an gott glauben, wobei dieser ja auch aus irgendwas entstanden sein muss... irgendwie kann man mit demselben argument beide thesen genau gleichgut ablehnen... aber den urknall kann man nachweisen... gott kann man allerhöchstens 'nicht widerlegen'

    darum klingt für mich die urknalltheorie einleuchtender

    kleine anmerkungen: alles über der 4. dimension ist n mathematisches problem...

    und es gibt bereits eine weltformel, die aber nur für 11 dimensionale räume gilt...

    schöne seite zum thema:
    http://www.walentowski.de/ruedi/weltformel.htm
    cya

  12. #72
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Aaaalso.

    @Admi:
    Ich versteh den Zusammenhang nicht, wenn ich sage "Religionen sind Lebensphilosophien" und du antwortest "Lebensphilosophien ädern sich". Willst du damit jetzt aussagen, dass Religionen sich ändern oder was?

    natürlich sind Mythologien "Hirngespinste". Es sind Geschichten, Sagen, Erzählungen, die allerdings immer einen hohen kulturellen Stellenwert und einen tieferen Sinn sowie Symbolcharakter haben.

    Wenn du Kriege als Beweis gegen Ethik anführst, dann führe ich Demokratie und persönlche Freiheit als Beweis dafür an. Ethik ist eine Lehre, nach der Moral und Sittengesetz gebildet werden. Ethiken gibt es genug, nur hält sich halt nicht jeder daran, bzw. nicht jeder erkennt eine Ethik als richtig an.

    Es ist zudem sehr widersinnig, Religion dafür zu verdammen, weil sie zum Bösen missbraucht werden kann. Willst du Wissenschaft verdammen, weil sie Atombombe, Giftgas, Maschinengewehr und Panzer hervorgebracht hat? Religion hat wie Wissenschaft keinen eigenen Willen, man kann sie sowohl zum Guten nützen, wie auch zum Schlechten missbrauchen. Sowohl Religion als auch Wissenschaft sind als Werkzeug zum Guten konzipiert worden, aber im Laufe der Geschichte oft zum Bösen missbraucht worden.

    Ich habe keine Frage mit einer Gegenfrage beantwortet. Du hast keine Frage gestellt, du hast die Behauptung in den Raum geworfen, dass Weisheiten durch erweiterten Wissenshorizont überholt werden. Ich habe gesagt, dass das nicht der Fall sein kann, weil Weisheit und Wissen nicht zusammenhängen. Weisheit kommt eben nicht von Wissen. Eine Weisheit ist eine innere Einsicht bzw. Erkenntnis, Wissen ist "bloß" Information. Man kann natürlich auch aus Wissen zu Weisheit kommen, aber Wissen ist keine Voraussetzung für Weisheit. Der gelehrteste Akademiker kann so weise sein, wie ein Stein (also gar nicht)... denk an Faust.

    @Springmaus: Ein monotheistischer Gott ist als etwas Ewiges konzipiert. Er komtm nirgendwoher, er war immer schon da.

    Ich habe nie gesagt, dass ich an Gott glaube. Hab schon in einigen anderen Threads bekundet, dass ich Agnostiker bin, also weder an eine Existenz Gottes glaube, noch an eine Nichtexistenz und zwar aus dem Grund, weil man weder das eine, noch das andere beweisen kann.
    Eben darum ging es mir, dass beide Thesen im Grunde gleich schlüssig sind. Man kann vielleicht nachweisen, dass es einen Urknall gab, aber nicht, dass der Urknall der Beginn des Universums bzw. der Schöpfung war. Ein Urknall kann nicht von nichts kommen, genau deshalb sind die Wissenschaftler auch nie wirklich zufrieden mit der Theorie.

    Nochmal: Ich bin nicht gläubig. Mir geht's nur ziemlich auf die Nerven, wenn man versucht Gott naturwissenschaftlich zu widerlegen oder zu beweisen. Ist beides Schwachsinn. Und Sprüche nach Art von "Religion ist scheiße, weil das was in der Bibel steht kann doch nie stimmen" sind bescheuert, weil sie nur zeigen, dass sich der Betreffende nie wirklich tiefer mit dem Thema Religion befasst hat.

    Eine Weltformel ist nutzlos, wenn sie nur unter Einschränkungen funktioniert. Eine Weltformel ist eine Weltformel weil sie universal ist.

    Zum Höhlengleichnis:
    Was glaubst du, wieso es Höhlengleichnis heißt? Weil es in einer Höhle dunkel ist. Man sieht sich also nicht selbst. Das einzige, was man sieht, sind die Schatten der anderen, die durch das, von außen einfallende Sonnenlicht an die Felswand geworfen werden.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  13. #73
    Schrödingers Katze
    Avatar von Springmaus
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    ich hab mich lediglich gewundert, wie man 'gott' für plausibel halten kann und die physikalische erklärung ablehnt, obwohl beide die gleiche schwachstelle hat...

    bei beidem stellt sich die frage woher kommts, was war davor...

    also ich würde die weltformle auch gott nennen, da sie alles erklärbar mach
    cya

  14. #74
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    machinor
    Ich halte beides für gleich plausibel. Also ich bin mit beiden nicht wirklich zufrieden. Der Urknall ist eine naturwissenschaftliche Erklärung, Gott eine geisteswissenschaftliche. Sie kommen jeweils aus 2 völlig verschiedenen Welten und haben nichts miteinander zu tun und können einander uach nciht widerlegen.
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  15. #75
    Oberstabsgefreiter
    Avatar von Tassahak
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    Mir gefällt die Vorstellung von einem Gott.
    And on the pedestal these words appear:
    'My name is Ozymandias, king of kings:
    Look on my works, ye Mighty, and despair!'

  16. #76
    Schrödingers Katze
    Avatar von Springmaus
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    im christentum darf man sich gott garnicht vorstellen...
    gott hat kein aussehen...
    und gott hat zwar alles erschaffen und ist allmächtig, tut aber nie etwas gegen das schlechte in der welt... wie kann das personifizierte gute das böse akzeptieren und sogar fördern?

    wieso sollte man so einen passiven gott, der einfach nur da ist aber nicht eingreift (zumindest nicht erkennbar) anbeten/huldigen?
    was sollte gott für ein interesse haben das man ihm kirchen baue und sein ganzes leben nur auf ihn fixiere? issa n popstar, der ruhm braucht um platten zu verkaufen? oder eher so ne politische leitfigur, die eine möglichst breite unterstützung der menschheit braucht, um seine ziele durchzustetzen? (wohlgemerkt... gott -> allmächtig)
    wie kann es sein, dass es verschiedene religionen gibt? müsste der eine gott nicht genug kraft besitzen um allen menschen die erleuchtung zu bringen?
    oder huldigen in wahrheit alle religionen der einen gott? egal ob sie ihn allah oder jahwe nennen? aber wieso sind dann teilweise so markante unterschiede und wieso kann dann eine kirchliche vereinigung zum krieg gegen die anderen aufrufen? gegen glaubensbrüder?
    wie kann ein so gnädiges wesen wie gott menschen in die hölle schicken???
    wieso lässt gott all diese scheiße auf der erde passieren?

    und die letzte frage: woher wisst ihr eigentlich, ob wir nicht schon im paradies sind?


    irgendwie finde ich die meisten religionen ziemlich unergründlich... man könnte auch sagen zum kotzen... is einfach n sehr altes hierarchisches unternehmen... so wie daimler/chrysler... der konzernchef ist papst, der profit ist gott, die jünger sind an der börse, werbung ist das gebet und gewinnmaximierung heißt das ziel

    klingt zwar komisch, aber wenn ein unternehmen starke ähnlichkeit mit einer religion hat, dann kann man doch auch das unternehmen anbeten, zumal man da mal unter umständen was reelles rausbekommt...


    hm... die einzige religion die mit halbwegs zusagt wäre buddhismus, aber die haben auch viele schattenseiten... aber jedenfalls halten die nix von zwangsbekehrungen
    cya

  17. #77
    zml. on Fire
    Avatar von skep1l
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    Hmmm Thedizee-Frage Die Bibel an sich ist ein gutes Produkt mit guten Gleichnissen, der Nächstenliebe, die sogar Atheisten als Gutes aus der Bibel ansehen, usw, aber es wird von der Kirche einfach falsch vermarktet. Wäre Kirche nicht sowas verdammt Langweiliges hätte sie trotz Urknalltheorie und alledem noch um einiges mehr Anhänger.

    Die Urknalltheorie ist auch noch lange nicht bewiesen, is ja auch nur eine Theorie. Ich weiß nicht, was ich glauben soll, glaube aber zumindest mal an eine höhere Instanz, die über allem steht. Ist unser doch so unendliches Universum doch auch nur ein Teil eines noch größeren Gebildes? Wenn ja, dann muss es da außen ja wirklich etwas gegeben haben, dass uns mal den Anstoß gegeben hat. Wenn etwas auf einen Schlag entstehen kann durch einen Urknall, dann dürfte es auch genauso sofort wieder zerstört werden können usw

  18. #78
    Schrödingers Katze
    Avatar von Springmaus
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    man kann zwar den anfang de universums ned zweifelsfrei klären, aber das ende schon

    also irgendwann wird ducrh die permanente gravitationskraft zwischen allem im universum wohl das auseinanderdriften aufhören und dann zieht sich die ganze grütze wieder zusammen solange bis alle masse wieder in einem punkt is...
    und da is dann quasi nen überultraschwarzes loch...

    nuja und dann wird masse zuz energie und plötzlich soll die ganze energie des universums wieder in 1 punkt gebündelt sein... genau, wie ganz kurz vorm urknall...

    mal sehen, obs stimmt
    cya

  19. #79
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Nein, Gott hat kein Aussehen, da er ein rein geistiges Wesen ist. Das soll verdeutlichen, dass er vollkommen und ohne Schwächen ist. Im Gegensatz zu den alten griechisch-römischen Göttern, die ja nicht wirklich vollkommen waren (im Gegenteil, es waren eher allmächtige Menschen).

    Gott greift nicht ein, weil er den Menschen Freiheit lässt. Er sagt: "Hier, das sind ethische Grundregeln, nach denen ihr leben sollt, wenn ihr gut leben wollt. Macht was ihr wollt." jeder Mensch wählt selbst sein Schicksal und ist für seine Taten selbst verantwortlich. Das ist auch ein wichtiger Punkt in der christlichen Theologie. Nicht Gott schickt den Menschen in die Hölle, der Mensch bringt sich selbst dorthin, wenn er das Böse wählt. Denn der Mensch ist selbst dafür verantwortlich. Gott zeigt dem Menschen, was er tun muss, um gut zu leben, im Dies- wie im Jenseits. Was der Mensch dann im Endeffekt tut, darauf hat Gott keinen Einfluss. Im Prinzip wie Karma.

    Der Unterschied zu anderen antiken Religionen und dem Christentum ist eben der, dass Gott keine Bedingungen stellt. Gott ist ein bedingungslos liebender Gott. Er liebt die mneshcen und zeigt ihnen deshalb den richtigen Weg. Den Rest muss der Mensch schon selbst machen. Gott wird im Christentum nicht umsonst als "himmlischer Vater" bezeichnet. Die Eltern können dem Kind auch nur den richtigen Weg zeigen.

    Die sog. abrahamitischen Religionen (also Judentum, Christentum und Islam) beten alle denselben Gott an. Sie unterscheiden sich in Details. Das Judentum hat Jesus nicht als Messias anerkannt, die Muslime erkennen ihn nur als Propheten an, nicht als Messias. Und dann gibt es noch einige Unterschiede in den jeweiligen hieligen Schriften. Aber Christentum und Islam bauen auf dem Judentum auf. Der Koran baut darauf auf, dass der Leser die Geschichten des Alten Testaments in etwa kennt. Sonst kann er die Figuren aus dem AT, die auch im Koran auftauchen, nicht so recht zuordnen.

    Wir sind noch nicht im Paradies, weil die Menschen noch nicht den Idealzustand erreicht haben. Der Mensch tut immer noch Böses.

    Der Buddhismus hat übrigens in etwa gleich viel Blut an den Händen wie Christentum, Islam oder Judentum. Da schenken sie sich alle nichts. Und dass Buddhismus keinen wert auf Zwangskonvertierung legt, kannst du den japanischen Christen erzählen, die im 16. Jahrhundert zu Tausenden ans Kreuz genagelt und angezündet wurden, wenn sie nicht zum Buddhismus konvertierten.
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    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 25.12.2003, 03:18
  4. Welches der 3 möchtet ihr lieber haben?
    Von badboy Nick im Forum OFF-Topic
    Antworten: 32
    Letzter Beitrag: 11.05.2003, 14:02
  5. Welcher ist der beste Deutsche Clan ?
    Von stefros im Forum RAP-1
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    Letzter Beitrag: 11.04.2002, 11:37

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