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Zuletzt gesehener Film!

Eine Diskussion über Zuletzt gesehener Film! im Forum Multimedia Forum. Teil des Off Topic-Bereichs; Zitat von Finn_Troll The Shining - von Stanley Kubrick (1980) 10/10 Die Story sollte ja allgemein bekannnt sein, da der ...

  1. #2661
    Run Rabbit Run
    Avatar von Wordone
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    Zitat Zitat von Finn_Troll Beitrag anzeigen
    The Shining - von Stanley Kubrick (1980)

    10/10

    Die Story sollte ja allgemein bekannnt sein, da der Film ja schon fast als Genreklassiker gillt. Die Story handelt von einer Familie, die ein leeres Hotel in den Bergen Colorados über den Winter bewohnt, damit dieses nicht durch die Umwelt beschädigt wird. Der frühere Hausbesitzer hat seine Familie mit einer Axt ermordet und sich anschliessend mit einer Schrotflinte in den Mund geschossen. Obwohl Jack Torrance, der Familenvater früh darüber informiert wurde, hatt ihn dies nicht beeindruckt. Es ist noch zu erwähnen, dass Jacks Sohn die Fähigkeits des Shinings besitzt. Er kann mit anderen Leuten per gedanken kommunizieren und Dinge der Vergangenheit und der Zukunft sehen. Mit der Zeit, die Jack mit seiner Familie im Hotel verbringt, verändert er sich. Er wird von Zeit zu Zeit immer Wahnsinniger und kann sogar den ja eigentlich toten frühen Hausbesitzer sehen, welcher ihm sagt, dass er seiner Frau und seinem Kind manieren beibringen soll.

    Ich fand den Film die ganze Zeit durch sehr spannend. Die Musik und die Art wie der Film gedreht wurde erzeugen eine "gruslige" Atmosphäre ohne dass im Film knirschende Balken, lange Schatten und was sonst im Horrorgenre üblich ist auskommt.

    Wer auf Filme mit viel Spannung, Nervenkitzel und dem ein oder anderen Aufschrecken steht, sollte sich den Film unbedingt mal anschauen und den Wahnsinn über sich kommen lassen.

    In diesem Sinne:

    Ja da kann ich nur zustimmen! Die musikalische Arbeit bei Kubrick ist klasse. Sehr geil wie er mit den damals "jungen" Komponisten der Neuen Musik zusammengearbeitet hat, speziell György Ligeti, DER Komponist der Cluster Musik


    _______________________________________________________


    Nebenbei, ich hab vor kurzem endlich mal Anonymous in O-Ton sehen können. Also irgendwie ist es doch nen Endzeitfilm, da Emmerlich versucht der englischen Literaturgeschichte ein Ende zu setzen. Aber ich finde seine Argumente überhaupt gar nicht überzeugend. Er reiht sich da voll und ganz in den Reigen der Shakespeare-Skeptiker ein. Nichtsdestrotz bleibt Anonymous ein ordentliches Setting und ordentliche Schauspieler! Marlow, Jonson und die Queen spielen wunderbar, nur der arrogante und etwas "dümmliche " Shakespeare geht irgendwann aufn Sack. Im Grunde geht es auch weniger um den Poeten als um die politsche Situation um den Thron. Mehr wird nicht verraten, für Freunde des englische Akzentes definitiv ein Blick wert.

  2. #2662
    Ще не вмерла Україна
    Avatar von Outsider
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    Gerade SENNA gesehen.
    Es handelt sich hier im Wesentlichen um einen Zusammenschnitt aus Interviews, Kommentaren, Rennberichten und Nachrichtenmaterial rund um Rennfahrlegende Ayrton Senna zwischen den Jahren 1984 und 1994.

    Es entsteht eine spannende Chronik in der verschiedene Personen scheinbar ganz von selbst in verschiedene Rollen schlüpfen.
    Für Racingfans auf jeden Fall interessant, allen anderen ist das denk ich mal zu rührselig und zu speziell.




    edit danach noch
    man sollte sich beim Gucken auch im Klaren darüber sein, dass der Film kein Blatt davor nimmt sehr einseitig zu sein. So wird z.B. die Gegenposition zu den Vorwürfen an beispielsweise Alain Prost nicht gehört. Das is schon was schade, weil das den Film wirklich noch gestärkt hätte imo.
    Geändert von Outsider (06.03.2012 um 13:30 Uhr)
    LanceVance sagt Danke.

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  3. #2663
    Kriegsdienstverweigerer

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    beste wo gibt!
    Zach Galifianakis ist einfach mal ein gott und damit super nach Love Vegas und die Hangover Teile nachgezogen!

  4. #2664
    Run Rabbit Run
    Avatar von Wordone
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    The Guard - Ein Ire sieht schwarz



    Legt euch lieber nicht mit dem irischen Provinzpolizisten Sergeant Gerry Boyle an! Mit ihm ist nicht gut Kirschen essen!

    The Guard ist ein irische "Komödie" die den Arbeitsalltag von Boyle zeigt. Blöd nur, dass er gerade jetzt einen Kollegen aus Dublin zugewiesen kriegt. Denn erstens ist dieser übermotiviert und zweitens mögen die Leute aus dem kleinen Dörfchen keine Großstadtjungs! Das bleibt nicht die einzige Stelle in denen der Film Provinzvorurteile und -Rassismus auf den Arm nimmt, was sich beim Erscheinen des FBI-Agenten Wendel Everret (wunderbar gespielt von Don Cheadle) zeigt Dieser ist nämlich da um ein paar Drogengauner hochzunehmen. Perfekt, die Handlung ist klar - jetzt kanns losgehn!

    Ab jetzt nimmt der Film Fahrt auf: Boyle's Mutter liegt im sterben, sein Kollege verschwindet und er und Everret werden sowas wie... Freunde... und natürlich muss den Drogendealern der Prozess gemacht werden. Dafür brauch Boyle allerdings nur die Hilfe einer Glock und einer AK-47. Toll!

    Toll! Ansehen und Spaß haben, denn der Film versprüht unheimlichen irischen Charme
    LanceVance sagt Danke.

  5. #2665
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    Avatar von ScHmiDi
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    L.A. Crash

    Hatte bei dem Film eher an einen Actionfilm gedacht, wurde aber eines besseren belehrt. Schöne Umsetzung eines (normalen) Tages in L.A. mit den Fragen: Wissen und Unwissen von Menschen, Vorurteile und Rassismus. Mir hat er gut gefallen und es steckt auch ein bisschen Wahrheit dahinter.

    8/10

    Edit: Noch den Trailer

    http://www.youtube.com/watch?v=GHwG9_xHMB4
    Geändert von ScHmiDi (13.03.2012 um 23:17 Uhr)

    Irgendwann erkennst Du, dass deine Vergangenheit länger geworden ist als deine Zukunft.




  6. #2666
    I am the danger!
    Avatar von LanceVance
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    Hunger (2008)
    von Steve McQueen (Shame)



    Anfang der 80er Jahre; Nordirland. Im Maze-Gefängnis beginnen sich inhaftierte IRA-Mitglieder gegen Demütigungen und gewalttätige Übergriffe durch die Wärter zu wehren. Zunächst weigern sie sich zu waschen, später treten einige von ihnen in einen Hungerstreik.

    (Erst) Ab dessen Beginn, konzentriert sich die Erzählung auf deren Hauptfigur Bobby Sands, dargestellt mit erschreckend körperlichen Einsatz durch Michael Fassbender (Inglourious Basterds, X-Men: Erste Entscheidung, Shame), zuvor folgt man der Handlung aus der Perspektive eines Wärters und eines weiteren Gefangenen. OK, diese Struktur (und nicht nur die) erschwert den Einstieg / Zugang und der Stoff ist harter Tobak, der einen nicht kalt zurück lässt. Dennoch sehr sehenswert, sehr packend. Highlight ist eine superbe, viertelstündige Dialogsequenz – realisiert ohne jeglichen Schnitt.


    @Wordone: Die Combo Brendan Gleeson und Don Cheadle rockt definitv - eine sehr lustiger Film.
    Geändert von LanceVance (13.03.2012 um 22:30 Uhr)
    They Call Me MISTER Vance!

  7. #2667
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    Contagion



    Contagion zeigt, wie sich ein durch die Luft übertragenes Virus rasend schnell ausbreitet und seine Opfer innerhalb von Tagen tötet. Eines der ersten Todesopfer ist die amerikanische Angestellte eines international agierenden Konzerns Beth Emhoff, die kurz nachdem sie von einer Dienstreise aus Hongkong zurückgekommen ist, zusammenbricht. Die Zahl der Todesfälle weltweit nimmt exponentiell zu.

    Als sich die Epidemie auf die ganze Welt ausdehnt, arbeiten internationale Ärzte fieberhaft an der Entwicklung eines Gegenmittels und planen geeignete Maßnahmen zur Eindämmung der um sich greifenden Panik denn die ist noch ansteckender als das eigentliche Virus und bringt auch gesunde Menschen in Lebensgefahr, weil sich die sozialen Strukturen im Chaos zunehmend auflösen.
    Der Film erzählt eher auf dokumentarische Weise, was passiert, wenn ein tödliches Virus auf der Erde ausbricht und sich rasend schnell verbreitet. Schöner Film über die heutigen Mittel und Wege, wie man soetwas bekämpfen könnte, von der eher "detektivischen" Arbeit der WHO bis zu den Verzweiflung der Menschen, die in Panik geraten und rauben, bis hin zu den bekannten Verschwörungstheoretiker, die dann überall aufkreuzen.
    Der Film kommt dabei ohne irgendwelchen Zombiescheiss und Heroismus aus Guter Film

    8 / 10

    Wordone sagt Danke.

    Irgendwann erkennst Du, dass deine Vergangenheit länger geworden ist als deine Zukunft.




  8. #2668
    Systemzweifler
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    Frühlings Erwachen

    Melchior (Wilson Gonzalez Ochsenknecht) und seine Clique sind perspektivlose Schüler aus einer unbekannten deutschen (Klein-)Stadt: Ihre Freizeit verbringen sie hauptsächlich damit, auf einer Skate-Anlage herumzuhängen, BMX zu fahren, zu rauchen und zu trinken. Einzig Moritz (Leon Pfannenmüller) hat das klare Ziel, in den Ferien in die USA zu fliegen und den Leichnam seines Urgroßvaters zu finden. Er ist außerdem in Ilse (Geraldine Laprell) verliebt, die allerdings eher gerne Spaß mit einer Vielzahl an Jungs hat. Martha (Amelie Plaas-Link) ist wiederum in Moritz verliebt, traut sich aber nicht, das öffentlich zuzugeben. Und dann ist da noch Wendla (Constanze Wächter), die sich von ihrer Mutter bevormundet und eingeengt fühlt - und Gefühle erleben möchte, wofür sie Melchior auserwählt hat...
    Ganz ehrlich: Es ist mir egal wie gut oder schlecht die Original-Buchvorlage von Wedekind sein mag, aber: Was für ein SCHEISS. Da kommt nun also ein Regisseur daher und meint, man müsse das ganze zeitgemäß auf der Bühne bannen. Schön und gut, aber daraus dann einen derart schlechten Film zu machen, geht überhaupt nicht. Man kann nicht versuchen, ein derart altes Werk modern zu verfilmen und dann alle 15 Minuten die Schauspieler Passagen aus dem Original aufsagen lassen, die dann von Dialogen wie "Fick Dich" oder "Hau ab, du Spasst" fortgesetzt werden. Als ob dadurch die Glaubwürdigkeit nicht eh schon ein Minimum erreicht, wurden hier auch noch Jungschauspieler besetzt, die scheinbar direkt von der Straße gecastet worden sind. Der ersten Dialog der drei Mädchen wirkt derart künstlich und aufgesetzt, dass man am Liebsten in das Bild laufen und fragen würde, was die da eigentlich machen. Am Schlimmsten ist hierbei Herr Pfannenmüller, dem ich original kein einziges Wort im ganzen Film abgekauft habe, weil es so aufgesetzt wirkt. Also: Entweder RICHTIG modern verfilmen oder halt bei dem klassischen Stoff und Dialogen bleiben. Ein paar Punkte gibt's immerhin für die paar Nebendarsteller, die deutlich glaubhafter gewirkt haben als die Hauptdarsteller sowie, weil Constanze ein hübsches Ding ist.

    3/10


    Deep Core - Die Erde Brennt

    Brian Goodman (Craig Sheffer) ist Geophysiker für ein Unternehmen, welches eine Art Super-Laser erfunden hat. Mit diesem kann man jede Art von Gestein durchbohren und er wird für Bohrungsperationen mit einem Spezialfahrzeug eingesetzt, welches sich damit durch das Erdinnere gräbt. Als sein langjähriger Freund und Vorgesetzter Alan Morrisey (Harry van Gorkum) diesen jedoch an die Chinesen verkaufen will, zerstört er den Laser und kündigt, da er vermutet, dass diese damit nichts gutes im Schilde führen. Später heuert er bei einem Ölunternehmen an. Eines Tages liest er in der Zeitung von einem Vulkanausbruch, der eine ganze Insel vernichtet hat - und ihm kommt ein schrecklicher Verdacht...
    Na, klingt das bekannt? Kann man hier irgendwelche Parallelen zu dem Hollywood-Streifen The Core - der innere Kern ziehen? Definitiv! Die Handlungen ähneln sich so stark, dass ich sogar soweit gehen würde zu sagen, das Hollywood hier dreist geklaut hat, wurde Deep Core doch schon im Jahr 2000 auf Filmfreunde losgelassen; was man besser nicht getan hätte.

    Der Film ist so klischee- und stümperhaft aufgebaut, wie man es sich nur denken kann. Da ist Brian, der heldenhafte Geophysiker, der natürlich alles vorausberechnet hat, Alan, der sich von Geldgier hat blenden lassen und nun etwas wieder gut machen möchte, die hübsche, vom Unternehmen angeheuerte Geologin, die zunächst im Clinch mit Brian liegt und später sind sie ein Liebespaar, usw. Man hat wirklich das Gefühl, The Core in einer sehr abgespeckten, amateurhaften Version zu sehen. Da fahren die mit ihrem tollen Bohrfahrzeug 3 Minuten durch Gestein, und sind dann auf einmal 2(!) Kilometer unter der Erde? Is' klar. Auch die Katastrophenszenen sind mehr als lächerlich und billig am PC zusammengeschustert. Dass die Geologin von Terry Farrell (bekannt aus Star Trek: DS9) gespielt wird, macht das Ganze leider nicht besser. Und dann sind natürlich noch die bösen Chinesen. Nicht angucken, es sei denn ihr habt ein Faible für Katastrophen-Trash (im wahrsten Sinne des Wortes) und wollt eine der dümmsten Filmszenen überhaupt sehen: Das Ehepaar, was nach dem Weg fragt und hierbei eine Zeitung gegen eine Landkarte tauscht, mit dem bescheuertsten Dialog, den man sich vorstellen kann. 2 Punkte dafür, dass der Film The Core inspiriert haben muss.

    2/10


    Welcome to the Jungle

    Schuldeneintreiber Beck (Dwayne "The Rock" Johnson) muss einen letzten Auftrag für seinen Boss (William Lucker) erfüllen: Er muss dessen Sohn Travis Walker (Seann William Scott) aus Brasilien zurück nach Hause bringen, welcher dort einen Schatz der Ureinwohner sucht. In Südamerika angekommen gerät Beck schnell an den Minenbesitzer Hatcher (Christopher Walken), welcher die lokale Bevölkerung ausbeutet und bei Widerstand mit Gewalt antwortet. Nach einigem Hin und Her entschließen sich Beck als auch Travis, den Schatz zusammen mit der Barkeeperin und Rebellionsführerin Mariana (Rosario Dawson) zu finden, um die Brasilianer aus Hatchers Klauen zu befreien...
    Hirn aus, The Rock ein. Der Film ist eine typische Action-Komödie aus Hollywood, eine Mischung aus Explosionen, coolen Sprüchen und Blödel-Einlagen. Als ich den Film im Erscheinungsjahr 2003 gesehen habe (ich war 13), fand ich ihn großartig, und auch heute noch hat er mir das eine oder andere schmunzeln entlockt Selbstverständlich hat der Film keinen Anspruch, für einen entspannten Abend ist er jedoch eine gute Wahl in meinen Augen. Walken spielt einen einwandfreien Bösewicht, und auch Herr Johnson hat hier meiner Meinung nach eine seine besten Rollen. Arnis Cameo-Auftritt war damals auch ein Highlight!

    7/10


    Zeit der Wölfe

    Die 14-jährige Rosaleen (Sarah Patterson) liegt in einem tiefen Schlaf, aus dem nichtmal das laute Hämmern ihrer Schwester gegen die Tür sie wecken kann. Sie träumt von einer seltsamen mittelalterlichen Welt, in der ihre Großmutter sie vor Werwölfen warnt, die sich als Menschen ausgeben und dann zumeist junge Frauen und Mädchen verführen - man erkennt sie an zusammengewachsenen Augenbrauen. Sie ist fasziniert von der seltsamen Welt, in der sie lebt und weißt nebenbei alle Versuche ihres Nachbarjungen, sie zu umgarnen, zurück. Später schenkt ihre Großmutter ihr einen roten Mantel, und einige Zeit später schickt Rosaleens Mutter sie mit einem Geschenkkorb los, um Danke zu sagen. Auf dem Weg dorthin trifft sie einen Jäger, dessen Augenbrauen zusammengewachsen sind und der sie verführen will...
    Eine sehr eigensinnige und merkwürdige Version von dem klassischen Märchen "Rotkäppchen", welche auf Kurzgeschichten einer britischen Autorin names Angela Carter basiert. Defintiv nichts für Kinder, da die Verwandlung des Menschens zum Werwolf für heutige Verhältnisse natürlich künstlich bzw. billig wirkt, aber dennoch einen gewissen Ekelfaktor aufweist. Der Film hat sehr viele surrealistische Momente, die auf den ersten Blicken nicht gleich verständlich wirken. Immer wieder springt die Geschichte von Rosaleens Traum in ihr Zimmer, wo man sie nur unruhig schlafen sieht und ihre vielen Puppen scheinbar grimmig auf sie aufpassen. Sarah Patterson spielt hier ganz ausgezeichnet: Sympathie für das mutige und kluge, aber dennoch etwas naive Mädchen kam bei mir schnell auf. Trotz allem kann ich mit solch merkwürdigen Filmen immer nicht ganz so viel anfangen wie mit welchen, die in sich geschlossen sind. Avantgarde-Fans sollten einen Blick riskieren.

    6/10


    Blutzbrüdaz

    Otis (Paul "Sido" Würdig) und Eddy (Robert Edward "B-Tight" Davis) sind zwei Taugenichtse aus Berlin, die ihre Freizeit am Liebsten mit dem Rappen eigener Texte verbringen. Nachdem sie für einen Rap-Contest in einen Club einbrechen, Otis kurze Zeit auf der Bühne steht und beide dann schließlich herausgeworfen werden, betteln die beiden Fusco (Milton Welsh) darum an, noch einmal auftreten zu dürfen. Nach einem Freestyle-Rap zeigt sich dieser schließlich beeindruckt, verlangt aber vorher ein Demotape. Zusammen mit DJ Desue (Haschim Elobied) und DJ Aziz (Mohamed "Tony D" Ayad) starten die beiden schließlich mit der Produktion, vertreiben es über Fuscos Plattenladen und kommen im Untergrund groß raus. Bei einer Party, auf die sie von ihrem Freund Adal (Alper "Alpa Gun" Sendilmen) eingeladen werden, geraten sie an Facher (Tim Wilde), der ein hohes Tier bei Sony Music ist. Eddy überredet Otis nach einigem zögern, dort einen Plattenvertrag zu unterschreiben - und von da an entzweien sich die beiden...
    Der Film handelt quasi die Erfolgsstory des deutschen Gangstarap-Duos Royal TS (Sido & B-Tight) ab, lediglich etwas abgewandelt und mit anderen Namen. Es ist fast klar, dass die Beiden als Schauspieler nicht ganz überzeugen können; es drängt sich der Verdacht auf, dass man es hier lediglich Bushido mit seinem Film "Zeiten Ändern Dich" auf eine gewisse Weise nachtun wollte. Eingestreut in die Musikstory sind noch Otis' Liebeleien mit der Assistentin (Claudia Eisinger) von Facher sowie seiner vorherigen Freundin. Die Story ist sehr vorausschaubar und das Vokabular natürlich entsprechend der Szene. Ich als jemand, dem Deutschrap nicht verhasst ist und der Berlin seine Heimatstadt nennt, wurde jedoch für einen Abend recht gut unterhalten. Einen Bonuspunkt gibt's für Claudia, denn die ist echt heiß

    7/10
    Geändert von Saroc (24.03.2012 um 03:41 Uhr)

  9. #2669
    Oberfeldwebel
    Avatar von ElDonoX
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    In einer nicht allzu fernen Zukunft: Aus dem zerstörten Nordamerika ist der Staat Panem entstanden, das Kapitol regiert das ums Überleben kämpfende Volk mit eiserner Hand. Um seine Macht zu demonstrieren, veranstaltet das Regime jedes Jahr die grausamen "Hungerspiele": 24 Jugendliche, je ein Mädchen und ein Junge aus Panems zwölf Distrikten, müssen in einem modernen Gladiatorenkampf antreten, den nur einer von ihnen überleben darf. Als ihre kleine Schwester Prim für die Spiele ausgelost wird, nimmt die 16-jährige Katniss freiwillig ihren Platz ein. Der zweite Kandidat aus Katniss’ Distrikt ist Peeta, den sie seit ihrer Kindheit kennt. Kurz bevor das perfide Turnier beginnt, gesteht Peeta Katniss seine Liebe. Doch das Kapitol macht sie zu Todfeinden...
    Ich habe mir den Film gestern angeschaut und war wirklich sehr gut unterhalten.
    Das ganze wirkt auf mich schon etwas "heftig" da ja hier aktiv kinder gemeuchelt werden.
    Der Film hat für mich als alter "bear gryls" schauer doch einige kleinere Fehler was den überlebenskampf angeht und leider sind die kampfsetzen doch sehr verwackelt, so das man leider nicht all zu viel erkennen kann (FSK12)

    Ich glaube, das Teil 2 sogar noch stärker wird als teil 1 und freue mich auf die vortsetzung. Ebenso überlege ich, mir nicht die Bücher zu kaufen, weil ich echt gern wisse würde, wie es weiter geht.

    tolle 7,5 / 10 (es braucht ja noch luft nach oben für Teil 2)
    old school

  10. #2670
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    Avatar von ScHmiDi
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    Remember the Titans (Gegen jede Regel)



    In der Stadt Alexandria werden 1970 erstmals Schwarze für die T.C. Williams High School zugelassen. Das ansässige Football Team, die Titans, werden von Erfolgscoach Bill Yoast trainiert. Um ein Zeichen zu setzen, engagiert die Schule den Schwarzen Herman Boone als neuen Headcoach. Verständlicherweise ist das bis dato weiße Team und ihr Coach alles andere als begeistert, doch sie geben Coach Boone eine Chance.
    Hab von dem Film schon öfters was gehört und dachte mir, holste ihn mal nach. Auf erstaunliche Weise hat mir die Erzählung sehr gefallen und berührt. Klar, es entwickelt sich alles nach dem "wird alles gut" Prinzip, aber das es auf einer wahren Geschichte beruht, lässt die Entwicklung der Freundschaften irgendwie glaubwürdiger rüberkommen. Sehr zu empfehlen!

    9/10


    Irgendwann erkennst Du, dass deine Vergangenheit länger geworden ist als deine Zukunft.




  11. #2671
    Oberfeldwebel
    Avatar von ElDonoX
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    das ist mitunter einer der besten sportfilme die es gibt. ein brutaler gänsehautstreifen
    old school

  12. #2672
    Ще не вмерла Україна
    Avatar von Outsider
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    Ich sag mal so:
    Also mir gehts jetzt auch nicht besser als vorher.
    War scheinbar ne Neuvertonung mit unglaublich lustlos dahingelesenen Rollen. Schön dramatisch und so verfahren und durcheinander wies auch in Wirklichkeit ist.
    Mir geht das alles auf die Nerven.

    Nervig auch bissl dass man das oft schon als geradezu abgedroschen empfindet weil mans schon so oft irgendwo anders gehört und gesehen hat.

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  13. #2673
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Was ein Wunder bei einen Film, der zu den meist zitiertesten der Geschichte zählt.

    Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn

    Was kommt heraus wenn Peter Jackson und Steven Spielberg ne Münze werfen? Ein Performance-Capture Animationsfilm! Steven Spielberg, der glückliche Gewinner, transportiert die im europäischen Raum beliebte und in den Vereinigten Staaten kaum bekannte „Les aventures de Tintin“ Reihe von Georges Prosper `Hergé´ Remi ins Medium Film. Puristen sind schockiert und Freunde des klassischen Abenteuerfilms nähern sich nach den Dilemma um „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ mit gedämpfter Vorfreude der Sache.

    Der immer für eine gute Story zu habende Reporter Tim erwirbt das Modell eines Segelschiffes namens Einhorn auf den Wochenmarkt. Kaum in Besitz des guten Stückes gelangt, versuchen verschiedene Parteien mal mehr und mal weniger freundlich die Freude hieran kurz zu halten. Als Tim schließlich von Schergen des hinterlistigen Sakharin auf die Karaboudjan verschleppen. Mithilfe seines Foxterriers Struppi und den entmachteten, alkoholkranken Kapitän Archibald Haddock begibt sich Tim auf die Suche nach den Geheimnis der Einhorn.

    Hunderttausend Höllenhunde, an dieser Stelle kommt natürlich eine weitere Frage auf. Was kommt heraus wenn sich zwei amerikanische Blockbuster Produzenten sich einer klassischen franko-belgischen Comic Vorlage verschreiben? Etwas Eigenständiges. Wie man bereits der Handlungsbeschreibung entnehmen kann bedient sich Steven Spielberg hauptsächlich an drei Original Alben. Da wären zum einen „Die Krabbe mit den goldenen Scheren“, den Titel gebenden „Das Geheimnis der Einhorn“, sowie Teilen der direkten Fortsetzung „Der Schatz Rackhams des Roten“. Sie werden ineinander vermischt, Szenen neu geordnet und diverse andere Veränderungen. Tim lernt Kapitän Haddock erst im Laufe der Handlung kennen, die Ereignisse um die Karaboudjan werden in die Jagd nach der Einhorn integriert und Sakharin, im Original, wird als Antagonist aufgebaut. Letztere stellt die gelungenste Änderung da. Sakharin, dargestellt von Daniel Craig, überzeugt über weite Strecken als Nachfahre des Rackham.

    Technisch gesehen befindet sich die Verfilmung an der Spitze sämtlicher „Tim und Struppi“ Verfilmungen, während die Zeichentrick Serie als auch die Kino Ableger sich zu steif an die Vorlage halten, haben wir hier ein echte Bereicherung durch die filmische Stilmittel. Besonders die Intro Sequenz inkl. den nach Hergé Äußeren gestalteten Maler auf den Markt haben es mir angetan. Sicherlich bedient Spielbergs Produktion auch den aktuellen Zeitgeist, bietet auch zuhauf Klamauk und ein, zwei Szenen die ein wenig zu abgedroschen an den Mann gebracht werden, allerdings versprüht „Das Geheimnis der Einhorn“ ein sehr exotisches Gefühl. Weg von der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts, in eine Zeit als man der Zivilastion noch entkommen konnte und das ohne Mobiltelefon und Navigationsgerät in der Tasche.

    Fazit: Ich hab den Film im Kino eine Chance gegeben und es hat sich gelohnt. Etwas weniger Radau und mehr Charakterzeichnung hätte aber den Film dennoch gut getan. Die Blu-ray ist technisch einwandfrei, mit der unbedeutenden Ausnahme das der deutsche Ton „nur“ in DTS HD 5.1 statt in 7.1 vorliegt. Der Surround Effekt und die Dynamik sind aber ebenso bombastisch wie auf der Original Tonspur, nur um einen Zacken unterlegen.

    Edit: Ich hab doch glatt noch einen wichtigen Punkt vergessen und zwar das der ganze Stoff nicht weichgespült wurde. Es ist eine gewisse "Härte" und Ernsthaftigkeit vorhanden, wenn sie denn von nöten ist.
    Geändert von SonGohan (22.04.2012 um 18:47 Uhr)

  14. #2674
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    Zitat Zitat von ElDonoX Beitrag anzeigen
    Die Tribute von Panem "Hunger-Spiele"

    Ich habe mir den Film gestern angeschaut und war wirklich sehr gut unterhalten.
    Das ganze wirkt auf mich schon etwas "heftig" da ja hier aktiv kinder gemeuchelt werden.
    Der Film hat für mich als alter "bear gryls" schauer doch einige kleinere Fehler was den überlebenskampf angeht und leider sind die kampfsetzen doch sehr verwackelt, so das man leider nicht all zu viel erkennen kann (FSK12)

    Ich glaube, das Teil 2 sogar noch stärker wird als teil 1 und freue mich auf die vortsetzung. Ebenso überlege ich, mir nicht die Bücher zu kaufen, weil ich echt gern wisse würde, wie es weiter geht.

    tolle 7,5 / 10 (es braucht ja noch luft nach oben für Teil 2)
    Hab ich auch geschaut, würde der ersten Hälfte des Films ne 9 geben, fand den Kontrast und die Sozialkritik sehr beklemmend und visuell war es auch top, aber die zweite Hälfte (wo dann die Spiele losgehen) hat es irgendwie runtergezogen. Nicht nur dass die eine Todes- und die eine Liebesszene zu dick aufgetragen wurde, auch war die Handlung ab da an recht einseitig und nicht mehr so tiefgründig wie davor. Das Ende war imo auch zu abprupt und unbefriedigend. Der zweiten Filmhälfte würde ich daher wohl ne 6 oder 7 geben, sodass 7,5 bis 8 insgesamt eigentlich gut hinkommt. Alles im allen aber eigentlich ein guter Film

  15. #2675
    Systemzweifler
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    Postal

    Der Postal Dude (Zack Ward) ist angepisst von seinem Wohnort Paradise, von seiner fetten Frau und vom Leben generell. Er beschließt, mit dem nächsten verdienten Geld die Stadt zu verlassen, allerdings läuft das Vorstellungsgespräch am selben Tag nicht so, wie er es erwartet hätte. Schließlich erinnert er sich an seinen Onkel Dave (Dave Foley), der vor einiger Zeit eine Art Hippie-Sekte gegründet hat, die das Ende der Welt und den Glauben an Gott proklamiert. Dave erzählt ihm von einem Plan, um seine eigenen Finanzen etwas zu verbessern: Nach einem Frachterunglück befindet sich die einzige intakte Ladung der beliebten Krotchy-Puppen in Paradise, mit der Möglichkeit, eine beim "Little Germany"-Festival zu erhalten. Da diese Puppen bei Internetauktionen mehrere tausend Dollar bringen, gibt es nur einen Weg: Sie müssen alle Puppen stehlen - jedoch hat auch die Taliban und Osama bin Laden (Larry Thomas) es auf diese abgesehen...
    Der Film ist bescheuert - ja. Die Dialoge sind dümmlich, sinnentleert - ja. Die gesamte "Story" sowie der Ablauf des Films ist hanebüchen hoch zehn - ja. Es werden von Boll alle Tabus gebrochen, die man so kennt - ja. Und DENNOCH finde ich dem Film nicht soo schlecht. Wirklich, wer das ernst nimmt, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Das tut ja nicht einmal Uwe Boll selbst, was sein Gastauftritt in dem Film wohl mehr als beweist. Und auch, wenn ich ihm so manche verbrochene Spieleverfilmung nicht verzeihe, so ist Postal, wenn auch wieder fernab von den eigentlichen Details des Spiels, genau das Richtige für diesen F-Movie-Regisseur. Szenen wie das Vorstellungsgespräch oder die rührende Ansage des Dudes ringen mir doch das eine oder andere Schmunzeln ab, und wer den geilen Verschwörungstheoretiker (weiß leider nicht, wie der Schauspieler heißt) vor Habibs Laden nicht mag, den verstehe ich auch nicht. Und nun steinigt mich.

    6/10


    Slumdog Millionaire

    Jamal Malik (Dev Patel) ist ein 18-jähriger Junge aus einem Slum Mumbais - und sitzt bei der indischen Ausgabe von Wer Wird Millionär bei der 20-Millionen-Rupienfrage, die ihn von der größten Fernsehsensation des Indiens des 21. Jahrhunderts trennt. Aufgrund seiner Herkunft geht der Moderator (Anil Kapoor) von Betrug aus und lässt Jamal nach der Show kurzerhand verhaften. Nach der Folter im örtlichen Polizeirevier, bei der Jamal beteuert, nicht betrogen zu haben, wird er von einem Kommissar erneut verhört, und nebenbei läuft die Wiedergolung von Jamals spektakulärem Auftritt, bei dem er jede Frage kurzerhand richtig beantworten konnte. Bei jeder Frage erzählt Jamal dem Polizisten eine Geschichte aus seinem Leben, durch die ihm die jeweilige Antwort in Erinnerung geblieben ist - und der Kommissar kommt mehr und mehr ins Staunen...
    8 Oscars halte ich vielleicht für ein bisschen übertrieben, aber ja: Der Film ist wirklich sehr gut. Es macht großen Spaß, Jamal bei seiner Entwicklung zuzusehen, auch wenn man, sofern man in den Film eintaucht, erschüttert ist, was er alles mit seinem Bruder durchleben musste. Die verwendeten Szenerien zeigen hierbei gute als auch schlechte Seiten Indiens, und dem durchschnittlichen Zuschauer des Films, der aus der westlichen Gesellschaft stammen wird, wird bewusst, wie anders das Leben so weit entfernt sein kann. Tolle Bilder, passende Musik und einige Wendungen runden dieses Werk ab. Abzug gibt's von mir insofern nur, dass man sich das Bollywood-Tänzchen hätte sparen können (auch wenn es natürlich nicht ganz unpassend ist) und mir die Liebesgeschichte stellenweise etwas zu "aufdringlich" war.

    8/10


    Star Trek II: Der Zorn des Khan

    Admiral James T. Kirk (William Shatner) ist missmutig: Der Admiralsjob hat seinem Leben keine Freude gebracht, er fühlt sich alt. Sein Freund und Arzt Dr. Leonard "Pille" McCoy (DeForest Kelly) redet ihm ins Gewissen, was jedoch Kirk nicht endgültig überzeugt. Derweil sucht Cpt. Tarrell (Paul Winfield) von der USS Reliant zusammen mit Cmdr. Pavel Chekov (Walter Koenig) auf dem Planet Seti-Alpha V nach Leben; gibt es keines, so kann auf diesem Planet das Projekt "Genesis", einer Vorrichtung, die aus lebloser Materie Leben schaffen kann, erstmalig auf einer Planetenoberfläche getestet werden. Jedoch werden sie von einem alten Feind gefangengenommen: Khan Noonien Singh (Ricardo Montalbán), der ehemalige Führer der genetisch verbesserten Menschen in den eugenischen Kriegen, sinnt seit Jahren auf Rache dafür, das Kirk ihn besiegt und auf diesem Planeten ausgesetzt hat. Er übernimmt die USS Reliant und will Genesis stehlen. Als Kirk auf einem Inspektionsflug auf der USS Enterprise mit seiner alten Crew unterwegs ist, empfangen sie einen dringenden Ruf: Die Forschungsstation Regula I fragt, warum Genesis an die Sternenflotte übergeben werden müsse. Kirk wird misstrauisch, übernimmt mit Zustimmung seines Freundes Cpt. Spock (Leonard Nimoy) das Kommando und begibt sich gen Regula I...
    Nach langer Zeit habe ich mir diesen Klassiker wieder mal gegeben. Heute die für damals bahnbrechenden Effekte zu sehen, die von niemand anderem als der Firma Industrial Light & Magic kreiert wurden, welche wiederum ihres Zeichens von George Lucas gegründet wurde, lässt einen schon das ein oder andere Mal grinsen, aber es hat dennoch seinen Charme. Der Film ist, wie fast alle Star Trek-Filme, recht dialoglastig und beschäftigt sich mit verschiedensten Fragen. Montalbán gibt einen erstklassig charmanten Oldschool-Bösewicht ab, der aber dennoch seine Schwächen, wie z.B. Überheblichkeit, besitzt. Der Kampf im Nebel ist einfach nur spannungsgeladen und das Ende auch nach Kenntnis des dritten Films zu einem gewissen Teil tragisch. Zwar kann ich dem Streifen nicht mehr soviel wie früher abgewinnen, aber es ist dennoch sowohl ein guter Star Trek- als auch Sci-Fi-Film.

    7/10


    Garden State

    Andrew Largeman (Zach Braff) ist ein lethargischer junger Mann, der seit Jahren in Los Angeles lebt, ohne Kontakt zu seiner Familie gehabt zu haben. Als unerwartet seine querschnittsgelähmte Mutter stirbt, reist er in seine alte Heimat New Jersey, um an der Beerdigung teilzunehmen. Dort trifft er nach der Zeremonie einen Haufen alter Freunde und Bekannter wieder, die es alle entweder überhaupt nicht geschafft haben, aus ihrem Leben etwas zu machen, oder nur einfache Jobs besitzen. Er lässt sich mit auf eine Party schleifen, kann jedoch der allgemeinen Drogen- und Alkoholstimmung nicht wirklich etwas abgewinnen. Da ihn seit einiger Zeit blitzartige, kurze Kopfschmerzen quälen, lässt er sich von seinem Vater (Ian Holm), einem renommierten Psychiater, zu einem befreundeten Neurologen schicken. Im Wartezimmer lernt er Sam (Natalie Portman) kennen, ein skurriles Mädchen, die notorisch lügt und, wie er später erfährt, Epileptekerin ist. Trotz, oder gerade wegen ihrer sehr eigenen Art, kommen sich die beiden näher, während Andrew versucht, sein Leben und sein Familienverhältnis geistig aufzuarbeiten...
    Hier haben wir es nicht mit 08/15-Liebesschnulzenkost zutun, sondern mit einem sehr eigenständigen Film, der gleichzeitig das Regiedebüt von Zach Braff darstellt, welcher auch das Drehbuch geschrieben hat - bekannt dürfte er den meisten als "J.D." aus der Comedy-Serie "Scrubs" sein. Auch wenn ich die Serie nie gesehen habe und nicht weiß, wie gut oder schlecht er dort spielt, liefert er mit "Garden State" eine gute Leistung ab. Der Film vermeidet gängige Klischees und arbeitet viel mit Gefühl, was das Ganze für mich sehr sehenswert macht. Aber nicht nur Braff, sondern auch Natalie Portman spielt ihre Rolle ganz großartig, weshalb man Spaß dabei hat, sich die Entwicklung der zunächst etwas zurückhaltenden und schüchternen Beziehung der Beiden anzusehen. Empfehlenswert! Da ich mir solche Filme allerdings nicht häufig geben kann und es stellenweise doch etwas zu ruhig zugeht, gibt's keine volle Punktzahl.

    8/10

  16. #2676
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    Avatar von Mooff
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    Zitat Zitat von ElDonoX Beitrag anzeigen
    Ich glaube, das Teil 2 sogar noch stärker wird als teil 1 und freue mich auf die vortsetzung. Ebenso überlege ich, mir nicht die Bücher zu kaufen, weil ich echt gern wisse würde, wie es weiter geht.
    Da muss ich dich enttäuschen, die Bücher werden schwächer und zwar wesentlich schwächer.

    Ich habs meiner Schwester mit den Worten empfohlen "Es gibt nur ein Buch."

  17. #2677
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    Avatar von Psycho Joker
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    machinor
    Also "Der Zorn des Khan" ist ja wohl ohne Probleme eine 8 bis 9 wert. Top-Film in jeder Hinsicht!

    "Garden State" vermeidet übrigens keine Klischees, sondern fröhnt den gängigen mit Imbrunst. Allen voran ist Natalie Portman das Manic Pixie Dream Girl par excellance. Unterhaltsam ist der Film aber trotzdem.

    Ich hab mir jetzt als Belohnung für die Diplomarbeit endlich die Special Remastered Edition von "Conan der Barbar" zugelegt. Ganz große Klasse! Gibt ein cooles Making-of und das Aller-ALLER-Beste: Audiokommentar mit Regisseur John Milius und Arnie. Selten hab ich einen so sympathischen, unterhaltsamen und coolen Audiokommentar-Track gehört. Wer den Film mag, auf jeden Fall zugreifen.
    8,5/10

    Außerdem: "Casablanca" (das liegt wohl in der Luft)
    Muss man ja wohl nicht viel dazu sagen.
    10/10
    ein ewiges Meisterwerk
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  18. #2678
    Ще не вмерла Україна
    Avatar von Outsider
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    Casablanca ist imo wien richtiges Theaterstück auf der Leinwand (also nicht wie die neumodischen wo sie sich ausziehen und auf Tische kacken). Aber der Film leidet trotzdem darunter dass so viele Zitate so bekannt sind und so oft benutzt wurden dass sie im Film selbst irgendwie trotzdem wien billiger Abklatsch von sich selbst rüberkommen.

    Muss aber sagen, dass da eventuell die Neuvertonung einfach nur scheiße gebaut hat. Die klang generell sehr lustlos find ich.

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  19. #2679
    Systemzweifler
    Avatar von Saroc
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    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    Also "Der Zorn des Khan" ist ja wohl ohne Probleme eine 8 bis 9 wert. Top-Film in jeder Hinsicht!
    Vielleicht. Aber ich verweise auf den letzten Satz meiner Rezension.

    Zitat Zitat von Psycho Joker Beitrag anzeigen
    "Garden State" vermeidet übrigens keine Klischees, sondern fröhnt den gängigen mit Imbrunst. Allen voran ist Natalie Portman das Manic Pixie Dream Girl par excellance. Unterhaltsam ist der Film aber trotzdem.
    Was auch immer ein "Manic Pixie Dream Girl" ist. Nun gut, er mag nicht klischeefrei sein, aber doch erfrischend anders, wenn du an Filme wie "…und dann kam Polly" denkst (ein anderer ist mir gerade nicht eingefallen, aber ich denke du weißt, worauf ich hinaus will).

    Was finden eigentlich alle an Conan der Barbar? Mir gibt der Film irgendwie gar nichts, auch wenn das Szenario an sich recht interessant ist.

  20. #2680
    Ще не вмерла Україна
    Avatar von Outsider
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    Auf englisch oder auf deutsch?
    Ich mag Conan auch nit so. Aber der hat nen enormen Kult in den 80ern losgetreten. Gab ja ne ganze Welle an Imitaten aus Italien und Co.
    Und dieser Barbarenquatsch hat sich ja dann noch im Metal festgesetzt (Manowar zum Beispiel. Oder Thor. Oder Heavy Load. Oder oder oder...) oder auch in der Popkultur generell wenn man auch mal an Spiele wie Barbarian denkt, die damals ebenfalls ein grosser Hit waren. Und natürlich dann in Rollenspielen und bei HeroQuest etc.

    War wohl einfach über lange Zeit der knallharte Fantasyfilm schlechthin. Herr der Ringe kam ja erst 20 Jahre später.

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

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