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Zuletzt gelesenes Buch

Eine Diskussion über Zuletzt gelesenes Buch im Forum Multimedia Forum. Teil des Off Topic-Bereichs; Hab' mir, nachdem ich jahrelang davon gehört habe, mal American Psycho ausgeliehen und gestern beendet. Hat mir recht gut gefallen, ...

  1. #101
    Systemzweifler
    Avatar von Saroc
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    Hab' mir, nachdem ich jahrelang davon gehört habe, mal American Psycho ausgeliehen und gestern beendet. Hat mir recht gut gefallen, auch wenn so mancher Abschnitt sehr zäh war wegen der Beschreibungen. Wie weit nähert sich der Film dem Buch, weiß das jemand?

  2. #102
    Habe mir den Film mal im Alter von ungefähr 13 Jahren ausgeliehen, ihn aber nicht ganz angeschaut weil ich mir das nicht antun wollte. Ausserdem habe ich die ganze Thematik der Sinnlosigkeit damals sowieso noch nicht verstanden.
    Jetzt wo du davon geredet hast, hast du mich dazu gebracht mir den Film demnächst mal wieder vom Nachbarn zu holen .

  3. #103
    polarisiert
    Avatar von katsch
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    Zitat Zitat von Saroc Beitrag anzeigen
    Hab' mir, nachdem ich jahrelang davon gehört habe, mal American Psycho ausgeliehen und gestern beendet. Hat mir recht gut gefallen, auch wenn so mancher Abschnitt sehr zäh war wegen der Beschreibungen. Wie weit nähert sich der Film dem Buch, weiß das jemand?
    Der Film ist sehr dicht am Buch dran. Leider ist beides schon eine ganze Weile her bei mir, aber ich meine, dass der Film alles wichtige rüber gebracht hat. Natürlich schafft ein 100 Minutenfilm keine 550 Seiten komplett wiederzugeben, aber der Wahnsinn kommt echt gut rüber. Vor allem der junge Christian Bale liefert nen guten Psycho ab

    „Na ja, ick komm aus’m Osten der Stadt – ick kann praktisch allet.“

  4. #104
    Run Rabbit Run
    Avatar von Wordone
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    Der Feine Herr
    Im Berliner Second-Hand-Buchladen entdeckt: Stings Autobiographie

    Sting - Broken Music für 3,50 anstatt 20,00. Da ich The Police lustig finde dachte ich ich greife zu und wurde für den Preis nicht enttäuscht.

    Das Buch befasst sich mit der Zeit von Stings Kindheit bis kurz vor dem internationelen Durchbruch mit The Police.

    Zu meiner Überraschung hat Sting einen recht angenehmen, flüssigen und schnell lesbaren Stil und packt zwischendrin immer wieder was lustiges dazu. Seine Biographie an sich is schon interessant, er eriinert sich beispielsweise an sein erstes Treffen mit Miles Davis, oder die erste Probe in einem besetzen Haus in London mit Stewart Copeland.

    Außerdem erfährt man wie Sting zur Musik gekommen ist und schließlich Bass-Gitarrist wurde.



    Für 3,50 einfach unschlagbar und eine nette, einfache Abwechslung zwischendurch

  5. #105
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    In den letzen Monaten u.a.:

    "Der Glöckner von Notre Dame" von Victor Hugo
    "De Lagune der Galeeren" von Rainer M. Schröder
    "Venedig – Recht, Kultur und Leben in der Republik 697-1797" von Kurt Heller
    "Vagabond" Band 1-10 von Inoue Takehiko
    "Fünf Ringe" von Miyamato Musashi
    "Musashi" von Eiji Yoshikawa
    "Death Note" Band 1-12 von Tsugumi Ohba, Zeichnungen: Takeshi Obata
    "Monster" Band 1-18 von Naoki Urasawa
    "Gunslinger Girl" Band 11 von Yu Aida
    "Detekiv Conan" Band 67 von Gosho Ayoma
    "Ein Kampf um Rom" von Felix Damm
    "Der Killer" von Matz, Zeichnungen: Luc Jacamon (Ein Glücksgriff und Überraschungshit für mich. )
    "Gomorrha - Reise ins Reich der Camorra" von Roberto Saviano
    "Il silenzio - Das große Schweigen: Ein Anti-Mafia-Polizist erzählt" von Gianni Palagonia
    "Das politische System Italiens: Eine Einführung" von Stefan Köppl
    Geändert von SonGohan (01.08.2010 um 13:00 Uhr)

  6. #106
    Run Rabbit Run
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    Der Feine Herr
    Die ganze Nacht war ich an Schnitzlers Traumnovelle gefesselt. Ich kannte den Film von Kubrick schon, daher war jetz die literarische Vorlage dran und ich bin begeistert. Der Schreibstil Schnitzlers passt so unverwechselbar in die Zeit, einfach herrlich


  7. #107
    Systemzweifler
    Avatar von Saroc
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    Den Thread gibt's ja auch noch, stimmt

    Die Ulldart-Reihe von Markus Heitz

    So wie schon die Zwerge, ganz großartiges Fantasyepos! Tolle Charaktere, Schauplätze und Dialoge. Darf man sich als Fantasyfan nicht entgehen lassen! Eine Liga mit Bernhard Hennen, der Mann. Hab' im Urlaub sieben der acht Teile förmlich verschlungen (den letzten leider noch nicht gekauft).


    Die Kunst des Krieges von Sun Tzu

    Für die die es nicht kennen, ein uralter Klassiker (aus dem chinesischen Reich um Christi Geburt oder so) der strategischen Kriegsführung. Wird heute angehenden Managern ans Herz gelegt, warum auch immer

    Jedenfalls, etwas enttäuscht war ich schon. Nach einer Weile wiederholen sich Tzus Grundschläge immer wieder, bloß anders formuliert. Aber dennoch sehr interessant, was für Gedanken sich Menschen seit Urzeiten schon so machen. Der Kerl wäre jedenfalls humaner als so manches heutiges Staatsoberhaupt zu Werke gegangen.


    Das Spiel von Richard Laymon

    Amerikanischer Psychothriller. Sehr spannend geschrieben, und obwohl auf dem Backcover und Klappentext "das Spiel" zu "reinem Terror ausartet", kommt es zumindest bis zur Hälfte des Buchs gar nicht so schlimm, wie man denkt - und das macht das Ganze auch ein wenig interessanter bzw. die Spannung wird aufrecht erhalten. Mir hat's großen Spaß gemacht!

    Handlungsabriss:
    Die Bibliothekarin Jane findet eines Tages einen Brief auf ihrem Arbeitsplatz, wo ein Unbekannter sie zu einem Spiel auffordert - beigelegt ist ein 50 $-Schein. Sie macht mit - und findet prompt den nächsten Brief, wo sie gleich 100 $ erwarten. Der Gewinn verdoppelt sich stets - wenn sie den Aufforderung von MOG, dem Master Of Games, wie der Unbekannte sich nennt, nachkommt. Während der Suche nach dem zweiten Brief lernt sie Brace kennen, mit dem sie sich schnell gut versteht, der ihr aber abrät, weiterzuspielen. Doch Jane ist zu neugierig und kann das Geld gut gebrauchen...


    Elchtest - Ein Jahr Bullerbü von Gunnar Herrmann

    Ein witziges, teils autobiographisches Buch des Skandinavien-Korrespondenten Gunnar Herrmann (Süddeutsche Zeitung) über Schweden - das Land, die Menschen, das Leben dort. Da ich meinen Urlaub in Schweden verbracht habe, war das Buch perfekt ergänzend, um das Land nochmal etwas besser kennenzulernen; und siehe da, Europa ist halt nicht Europa. In Schweden herrscht eine Art erfolgreicher Sozialismus, sehr fair zu der Bevölkerung, aber teils auch sehr nervig Des Weiteren wird über Bräuche, das Essen, die schwedische Mentalität, Bürokratie und Kindertagesstätten berichtet - unterscheidet sich halt doch so einiges, ich fand es sehr interessant und würde jedem Auswanderer (obwohl's hier wohl weniger geben wird ) empfehlen, das mal zu lesen.

  8. #108
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    Avatar von Shadowbeast
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  9. #109
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    Zitat Zitat von Shadowbeast Beitrag anzeigen
    Harry Potter - La cámara secreta
    Super Junge. Jetzt schreib noch was du dazu denkst und wie es Dir gefallen hat und dann kann man eventuell in diesem Diskussionsforum auch diskutieren
    Unus pro omnibus, omnes pro uno!

  10. #110
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    Avatar von Shadowbeast
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    Ich lese es derzeit noch. Da ich hier keinen Thread fand, der wissen will was ich derzeit lese, habe ich es in diesen Thread geschrieben

    btw.. würde ich dich bitten mich bei meinem Namen oder Nick zu nennen. Auf dieses "Junge" Dings reagiere ich meist recht genervt und dies möchte ich vermeiden.

    -Danke
    Valar Morghulis

  11. #111
    Zitat Zitat von Shadowbeast Beitrag anzeigen
    Ich lese es derzeit noch. Da ich hier keinen Thread fand, der wissen will was ich derzeit lese, habe ich es in diesen Thread geschrieben

    btw.. würde ich dich bitten mich bei meinem Namen oder Nick zu nennen. Auf dieses "Junge" Dings reagiere ich meist recht genervt und dies möchte ich vermeiden.

    -Danke

    Und dass es dazu keinen Thread gibt, hat dir nicht zu denken gegeben?
    Off Topic:


    JUNGE!

  12. #112
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    Avatar von Shadowbeast
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    Zitat Zitat von excite|blactail Beitrag anzeigen
    Und dass es dazu keinen Thread gibt, hat dir nicht zu denken gegeben?
    Off Topic:


    JUNGE!
    Ein äußerst reifer Beitrag
    Es steht zumindest nicht expliziit in den Regeln, dass man nicht schreiben darf was man liest. Und solange dies nicht dort steht, werde ich tun was mir passt solange dies Regelkonform ist.
    Valar Morghulis

  13. #113
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    Avatar von katsch
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    Zitat Zitat von Shadowbeast Beitrag anzeigen
    Ein äußerst reifer Beitrag
    Es steht zumindest nicht expliziit in den Regeln, dass man nicht schreiben darf was man liest. Und solange dies nicht dort steht, werde ich tun was mir passt solange dies Regelkonform ist.
    Du heißt Mehmet.

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  14. #114
    Oberstabsfeldwebel
    Avatar von SonGohan
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    Sucht euch ne andere Trollwiese, natürlich darf er hier schreiben was er gelesen hat. Natürlich ist es mit einer Beschreibung und vorallem persönlichen Bewertung immer schöner.

  15. #115
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    erstere beide als zusammenhängend in sich schlüssig und einfach zu lesen... teils für meinen geschmack zu überzeichneter/übertriebener humor, aber dennoch nett zu lesen und oftmals lustig.. fands insgesamt gut, nur das ende des 1. teils fand ich irgendwie nicht so prall

    hummeldumm.. en touch nachdenklicher, ähnlicher stil, weniger in richtung humoristisch.. flüssig und einfach zu lesen... gefiel mir auch
    Ich finde die ESL aus vielen Gründen nicht gut !
    << Skill ist, was ihr draus macht >>
    "Als die Lamer nicht mehr damit klarkamen das sie nur mit Laming was reißen können, beschlossen sie das Laming Micro zu nennen - und auf einmal waren sie Pros und keine Lamer mehr... - in memory of "möchtegernskiller" (Haque & Prome)

  16. #116
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    Hat einer hier bereits das Buch von Antony Beevor "D-Day" gelesen? Wenn ja, ist es empfehlenswert?
    Unus pro omnibus, omnes pro uno!

  17. #117
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    Zitat Zitat von katsch Beitrag anzeigen
    Du heißt Mehmet.
    Passt super in den Zusammenhang

    ---------

    Zum Buch...

    Fand das Buch ehrlich gesagt besser übersetzt als die deutsche Variante. Gewisse Szenen kamen einfach viel besser und intensiver rüber. Aber alles in einem ist es halt immernoch der beste Teil der Potter Septologie.
    Valar Morghulis

  18. #118
    Bärnr Bäär
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    Zitat Zitat von Shadowbeast Beitrag anzeigen
    Passt super in den Zusammenhang

    ---------

    Zum Buch...

    Fand das Buch ehrlich gesagt besser übersetzt als die deutsche Variante. Gewisse Szenen kamen einfach viel besser und intensiver rüber. Aber alles in einem ist es halt immernoch der beste Teil der Potter Septologie.
    Ich finde, die deutschen Übersetzungen von HP sind generell sehr schlecht. Mir hat die Reihe auf Englisch auch viel besser gefallen als auf Deutsch, besonders bei Beschreibungen ist das Englisch einfach besser. So fand ich HP7 auf Deutsch unglaublich langweilig und sehr schlecht, auf Englisch fand ichs packend und interessant. Wer auch immer dieses Buch ins Deutsche übersetzt hat, hat imo schlechte Arbeit geliefert.
    Unus pro omnibus, omnes pro uno!

  19. #119
    Die Insel der 1000 Gefahren von Edward Packard

    is zwar kein "richtiges" Buch aber macht Spass man entscheidet sozusagen selber wo es lang geht
    hab ich mal wieder gefunden früher war das der Hit

  20. #120
    Oberstabsfeldwebel
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    Der Killer

    „Der Killer“ (Org: Le Tetour) ist eine von Matz (Story, Szenario) und Luc Jacamon (Zeichner) Comic Reihe in zwei Zyklen (Albenformat, 1. Zyklus: 5 Bände, 2. Zyklus: Derzeit 2, ein weiterer erscheint im Dezember 2010 in Deutschland), die sich dem Thriller Genre zurechnen lässt.

    Die Eröffnung mit „Querschläger“ beginnt nüchtern in einem Zimmer in Paris, in dem ein Mann auf seinen nächstes Ziel wartet. Viel zu lange schon und langsam beginnt die Nervosität in ihm hochzukochen. Nach zwei Seiten hat der namenlose Killer das Interesse der Leserschaft gewonnen, denn wir können einsteigen in seine Gedankenwelt. Immer wieder philosophiert er über die Welt um sich herum, eine Welt die er als Beobachter betrachtet. Eine Übung die im Film Noir und anderen Medien mit ähnlicher Thematik bereits vielfach vollzogen wurde, jedoch schafft es Alexis `Matz´ Nolent mit besonderer Brillanz. Sehr bezeichnend hierfür ist die Wahl des Protagonisten, einem klassischen Anti Helden. Ein 08/15 Typ, kein Überflieger. Es steht keine mysteriöse Geheimgesellschaft hinter ihm, kein vorgegebenes Schicksal und auch ist er kein Opfer eines staatlichen Experiments oder Ausbildungsprogramm. Wir haben es mit einen Menschen zu tun, der einer ganz normalen Familie entstammt und durch Zufall an seinen ersten Auftrag gerät. Der „Kunde“ wollte einem Nebenbuhler Angst einjagen, unser Killer im Anfangsstadium nahm einen Knüppel und schlägt wohl etwas zu hart zu, der Nebenbuhler ist tot. Sein Auftraggeber ist nicht traurig drüber, im Gegenteil es `gab einen Bonus´. Des Killers Vergangenheit unterbricht immer wieder die aktuelle Handlung in Form von kurzen Flashbacks, die veranschaulichen das wir es mit jemanden zu tun haben der sein Handwerk versteht und dabei nicht allzu viele Skrupel aufkommen lassen. Das Abtauchen in die lakonische Gedankenwelt des Killers, der im übrigen namenlos bleibt, geht nahtlos über in gelegentlichen ruhigen und kurzen Actionsequenzen, die perfekt inszeniert sind. Zeichnerisch fängt Jacamon jede Situation äußerst gekonnt ein, trifft immer den Moment und beweist damit eine riesige Bandbreite. Seine Darstellung und Kolorierung ist anstandslos und über jedem Zweifel erhalten, anscheinend wurde der Stil insbesondere von Hérge und Manara geprägt. Nachdem die Zielperson endlich eingetroffen war und Attentat nicht ganz so verlief, wie geplant beginnt die eigentliche Handlung und zieht sich kontinuierlich bis zum Ende hin. Dabei werden bekannte Elemente neu interpretiert und von den Klischees befreit, es wird ein guter Spannungsbogen aufgebaut und man ertappt sich immer wieder dabei, das man den Überlegungen des Killers zustimmt. Man kann sich mit diesem ungewöhnlichen Anti Helden außerordentlich gut identifizieren, eine Meisterleistung der Charakterisierung. Mit Fortlauf der Handlung werden die Dialoge etwas häufiger, jedoch ist die gesamte Reihe Dialog arm.


    Und nachdem ich "Der Zorn der Wölfe" inzwischen beendet habe, reiche ich hier die neue Fassung reichlich verspätet nach:

    "Der Zorn der Wölfe" von Jiang Rong


    "Der Zorn der Wölfe" erschien im Jahre 2004 in China. Der Originaltitel lautet Láng Túténg, was "Wolf Totem" bedeutet, so lautet auch der englische Titel. Seit her hat sich das Buch 4 Millionen mal verkauft (Stand Januar 09, Quelle: Der Spiegel), desweiteren geht man von 15-20 Millionen Raubkopien in China aus, die sich im Umlauf befinden. Der Roman ist autobiographische Abhandlung des Leben eines Han Chinesen der während der Kulturrevolution seinen Arbeitsdienst in der Autonomen Inneren Mongolei, einer Provinz der Volksrepublik China, ableistet. Dabei kommt er im Kontakt mit den Nomadenhaftlebenden Mongolen, deren engen Bindung zur Natur und vorallem zu den Wölfen. Hinter der Pseudonym steckt Lü Jiamin (chin: 吕嘉民), ein sogenannter Konterrevolutionär. Obwohl der Begriff offiziell als „abgeschafft“ gilt, hängt er ihn immer noch nach. Lu Jiamin stellte sich gegen Mao Tse-Tungs Kulturrevolution als dieser als Rotgardist kontrarevolutionäre Bücher verbrennen sollte und Bücher wollte er eigentlich schützen. Im Zuge der Kulturrevolution kam es bekanntlich zu teilweise blutigen Ausschreitungen, schickte das Regime unter Mao die Jugendlichen in die verschiedenen Provinzen um Arbeitsdienst bei den Bauern abzuleisten, so kam Lü Jiamin in die Innere Mongolei. Nach seiner Rückkehr schloss er sich der Xidan-Bewegung an (Auch bekannt als Mauer der Demokratie) und war an den Protesten 1989 am Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens beteiligt, die rund um den Platz im Tian'anmen-Massaker endeten. Lü Jiamin wurde verhaftet und zu einer 18 monatigen Haftstrafe verurteilt. Das „Der Zorn der Wölfe“ doch durch die chinesische Zensurinfrastruktur kam, verdankt er wohl verschieden Umständen zum einen ist das sozialistisches Verlagswesen mit chinesischen Charakteristika wohl doch relativ kapitalistisch, zum anderen liest sich der Roman oberflächlich wie eine Abenteuer Geschichte liest und das Pseudonym Jiang Rong steuerte wohl auch seinen Teil mit bei. In der Mongolei, als auch in der Inneren Mongolei ist „Der Zorn der Wölfe“ sehr beliebt, der Rest Chinas ist gespalten. Besonders aus den Reihen der Ultranationalisten und vom konfuzianisch geprägten Beamtentum sind hasserfüllte Kommentare zu entlocken, der Verbot des Buches wird immer wieder gefordert. Gerade die Bezeichnung der Chinesen als Schafe stößt bitter auf. Er wird von so manchen Chinesen als Verräter gesehen. Andere hingegen lieben das Buch, was sich auch in der ernormen Verbreitung bemerkbar macht, der Autor selbst sieht den Freiheitswunsch in den Chinesen wachsen.

    Im Westen wird „Der Zorn der Wölfe“ überwiegend positiv aufgenommen, doch einige Kritiker meinen Faschismus, Militarismus und zu starke Politisierung zu erkennen. Während letzteres durchaus treffend sein kann, sind die anderen Vorwürfe doch eher unhaltbar. Der bekannte deutsche Sinologe Wolfgang Kubin gehört zu diesen Kritiker, ich respektiere diesen Menschen in der Regel sehr, seine Standardwerke sind nicht mehr wegzudenken. Hier sehe ich mich jedoch genötig seine seine Aussage in die Kritik zu nehmen, die er auf einen Symposium über Übersetzung in den USA hielt: „Der Roman selbst ist eine schlechte Kopie von Jack London (1876-1916), dessen Bücher Jiang Rong während der Kulturrevolution vor der Verbrennung rettete. Seine Ideologie spiegelt den Sozialdarwinismus von Romanen wie White Fang (1905, deutsch: Wolfsblut), wider - eine Ideologie, die in einer globalisieren Welt, die Zusammenarbeit und nicht das Überleben des Stärkeren betont, völlig veraltet erscheint.“ (Quelle in englischer Sprache gehalten, Übersetzung: ) Zum einen sehe ich keine schlechte „Wolfsblut“ Kopie, sondern eine autobiographische Erzählungen mit Elementen aus „Wolfsblut“, einen Schuss Karl May und Lu Xuns „Werke in sechs Bänden“ (Die Kubin übersetzt hat, wird auch im weiteren Verlauf des Vortrags erwähnt). Zum anderem sehe ich eine authentische Beschreibung der Mongolen, als auch der Chinesen und dessen Verhältnis untereinander sowie zu der Natur, von Sozialdarwinismus und anderen Formen des Rassismus ist das Werk weit entfernt, trotz der ständigen Gleichnisse zwischen der Natur und Gesellschaft. Eine Beschreibung des Lebens eines naturnahen Volkes dessen Ehtos auf den Kampf ums Überleben gezeichnet ist, den die Globalisierung am Arsch vorbeigeht bzw. unter ihr leiden. Nicht jeder von Lü Jiamins politischen Aussagen stößt bei mir auf Zustimmung, z.B. halte ich die Beschränkung des Konfuzianismus auf den Neo-Konfuzianismus und seine negativen Auswirkungen als Staatsdoktrin für eindimensional. Konfuzius bleibt trotzdem einer der bedeutensten Philosophen der Menschheitsgeschichte und die bedeutenden Errungenschaften der chinesischen Kultur, die die Welt veränderten und ebenso Einfluss auf den Erfolg der Mongolen hatten, werden mir eine Spur zu sehr 'heruntergespielt´. Die Mongolen bzw. Nomandenvölker werden zu sehr idealisiert, während die vermeintlich unterlegenen Bauernvölker geradezu abgestraft werden. Das mag auf den ersten Blick sozialdarwinistisch klingen, jedoch führt der Autor lediglich kulturelle Gründe auf und keinerlei biologische ala Genetik hierfür auf.

    Der nächste Punkt sei die Darstellung des Wolfes, auch hier wird leicht mystifiziert und die Gleichnisse zur menschlichen Kultur sind natürlich weit hergeholt. Man merkt das Lü Jiamins in den 11 Jahren zwar eine innige und umfangreiche Beobachtungen rund um den Wolf gesammelt, jedoch reicht auf wissenschaftlicher Basis nicht aufs Zu spekulativ, zu undeutlich werden Fakten von den Glaubensinhalten des Totemkultes getrennt. Höhepunkte sind für mich die Angst vor der Rache des Muttertieres, das ist bei allen Fortschritten der Intelligenz und Sozialverhalten der Wölfe weit hergeholt. So etwa hatte die heftige Attacke gegen die Pferdeherde rein Jagdtechnische Gründe und keine Rachgefühle, wie sie der Autor schildert. Ein weiteres Beispiel wäre eine Schilderung der Entstehung der Vorstellung des fliegendes Wolfes, der beschriebene Ablauf wirkt zu konstruiert, als wolle man hier eine Erklärung herbeizaubern. Dies ist jedoch eine rein subjektive Sichtweise, die ich in diesem Moment nicht belegen kann.

    „Der Zorn der Wölfe“ ist, das muss einem klar sein, keine reine Unterhaltungslektüre. Es liest sich streckenweise kompliziert, es handelt sich um eine politische Abhandlung und eine Autobiographie. Man bekommt jedoch auch einen ordentlichen Abenteuerroman geliefert, als Chen Zen den Wolfswelpen erhält wird der Stil spürbarer leichter und nimmt Fahrt auf. Zudem erhalten wir sehr detaillierte Einblicke über ein Volk dessen kulturelle Sonne sich gerade dem Horizont nähert, eng verknüpft mit den Schicksal des Landschaftsbild des Graslands, dem Olonbulag.

    In einen etwas groben Übergang komme ich nun zur deutschen Umsetzung, die Die deutsche Übersetzung von "Der Zorn der Wölfe" stammt von Katrin Hasselblatt unter Mitarbeit von Marc Hermann und Zhang Rui erstellt. Diese sehen Kritiker als gelungen an, dem schließt sich Wolfgang Kurbin ebenfalls an und auch ich verschließe mich diesem Urteil nicht.

    Zum Schluss noch ein kleinen Abstecher in die Filmwelt. Jean-Jacques Annaud hat angekündigt „Der Zorn der Wölfe zu verfilmen. Besonders interessant da Annaud bereits mit seinen Film „Sieben Jahre in Tibet“ mit der Volksrepublik China kollidierte, die Folge: Ein lebenslanges Einreiseverbot. Man sollte bei Annauds historischen Filmen aufpassen, sowohl „Duell – Enimes at the Gates“ als auch „Sieben Jahre in Tibet“ baute er gerne seine romantischen Vorstellung mit ein, statt sich an historische Fakten zu halten. (Was dem Autor ja nun auch unterläuft und einem Film, der ja auch der Unterhaltung dient, nicht zu übel genommen werden darf, wenn es sich in einem gewissen Rahmen bewegt.)

    Eine wunderschöne Botschaft an den Menschen, die Natur zu respektieren und sie als seine Lebensgrundlage wahrzunehmen, die Tatsachen wie das heute 80% des ursprünglichen Grasslandes der Inneren Mongolei und 28% der Gesamtfläche der gesamten Volksrepublik China von Desertifikation betroffen sind, die Sandstürme bis nach Peking reichen und dort immer wieder für Atemprobleme sorgen, das in der Volksrepublik Mongolei über 1800 Seen Bäche und Flüsse versandet sind, das das Parlament der Volksrepublik Mongolei aus Protest bereits Sitzungen in der Wüste abhält und vorallem das Desertifikation eine Wechselwirkung in Sachen Klimawandel darstellt, zum einen als eine Ursache und zum anderen verstärkt durch eben diesen. In Angesicht solcher Tatsachen, sollten wir wir über die Schwächen der Details hinweg sehen, und Autoren mit solchen Ambitionen als Anlass nehmen, die Symbiose von Natur, Kultur und Mensch widerherzustellen. Und um nochmal auf Freiheit, Zensur und Unterdrückung zurückzukommen: `Freiheit! Ein schönes Wort wer’s recht verstände´ Mit diesem Auszug aus Egmont IV von Wolfgang Johann von Goehte beende ich nun diese Rezession über diesen lesenswerten, kontroversen als auch zum nachdenken anregenden Titel.
    Geändert von SonGohan (09.07.2012 um 00:18 Uhr)

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