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Samuraifilme

Eine Diskussion über Samuraifilme im Forum Multimedia Forum. Teil des Off Topic-Bereichs; Die Actionsezenen sind gut und rasant inszeniert, aber dennoch eintönig ^^; Die Waffen passen übrigens restlos ins Szenario (der Film ...

  1. #21
    Ще не вмерла Україна
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    Die Actionsezenen sind gut und rasant inszeniert, aber dennoch eintönig ^^;
    Die Waffen passen übrigens restlos ins Szenario (der Film spielt ja um das jahr 1875 rum, da gabs auch schon Revolver... sogar in Japan) und auch die Geschichte ist typisch für Samuraifilme.
    Als Vergleich hierzu sollte nur einmal Kurosawas Klassiker "Yojimbo" oder auch "Lady Snowblood" erwähnt werden.
    Die Yakuza und ihre Spielsalons spielen häufig eine wichtige Rolle in Samuraifilmen (z.b. auch in "Samurai Fiction").
    Und auch die alten Zatoichi spielten öfter in diesem Milieu.

    Es gab z.b. am Anfang von "Zatoichi on the Road" eine Szene in einem Spielcasino die fast 1:1 auch im neuen Film wiederzufinden ist (diese Szene kommt auch zu Beginn des Trailers vor).
    Was Zatoichi von anderen Samuraifilmen unterscheidet ist eben die übermenschlisch gute Schwertkunst des Helden und, im Falle des neuen Filmes, die Tanzeinlage am Ende bzw. die Toneffekte (man kann die Leute immer leise flüstern hören und wenn man sich anstrengt kann man sie auch verstehen, hat mir sehr gut gefallen *g*).

    Spoiler:
    @Hattori: Schon klar, aber am Ende hat man gar nicht erfahren was aus den beiden geworden ist

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  2. #22
    Ще не вмерла Україна
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    Zatoichi on the Road (1963)


    Auf seiner Wanderschaft trifft der blinde Masseur Zatoichi auf einen schwer verwundeten Mann.
    Der Mann bittet ihn mit letzter Kraft darum eine gewisse Lady Mitsu zu beschützen.
    Schon bald darauf kommen die Verfolger des sterbenden an. Zatoichi führt sie in die Irre und flüchtet mit Mitsu. Schließlich kann er den letzten Willen des Mannes nicht abschlagen.
    Er erfährt, dass Mitsu die Tochter eines adligen in Edo ( = Tôkyô) und in höchster Gefahr schwebt. Die beiden werden von zahlreichen Killerkommandos der verschiedensten Yakuzaclans verfolgt und schließlich kommt es zum großen Showdown in einer verlassenen Stadt. Mitten im Krieg zweier Yakuzabanden mit der Unterstützung eines dritten Clans, der von Mitsus Familie Geld erpressen will steht nun Zatoichi auf sich allein gestellt.

    Klingt spannend - ist es aber nicht.
    Den größten Teil des Filmes wandern Mitsu und Zatoichi von A nach B und zwischendurch gerät Mitsu immer mal wieder in Schwierigkeiten. Erst zum Finale hin wird es interessant als sich die Lage zuzuspitzen droht. Shintarô Katsu ist ein guter Darsteller für die Rolle des blinden Zatoichi ansonsten kann man dazu nicht viel sagen.
    Mir gefällt der Film nicht wirklich, da ich ihn wie gesagt größtenteils langweilig finde.

    Bilder:
    http://www.imdb.com/title/tt0057714/photogallery
    (ein paar der Bilder sind nicht aus "on the Road")

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  3. #23
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    SAMURAI FICTION (Episode I)

    1696, Japan.
    Ein kaltblütiger aber meisterhafter Schwertkämpfer namens Kazamatsuri stiehlt den Schatz des Clans, über den er eigentlich wachen sollte:
    Ein kunstvoll gefertigtes und zeremoniell verwendetes Schwert, dass der Clanfürst einst von den Tokugawa (der herrschende Clan zu dieser Zeit) geschenkt bekam.

    Der zuständige Verwalter schickt sofort einige Männer los um das Schwert zurückzuholen. Denn wenn entdeckt würde, dass das SChwert gestohlen wurde, könnte das das Ende des Clans bedeuten.
    Heishiro, der Sohn eben dieses Verwalters, ist außer sich und zieht auch gegen den Willen seines Vaters mit 2 Freunden los um Kazamatsuri zu besiegen und das Schwert zurückzubringen. Ein hoffnungsloses Unterfangen, das weiß auch der Verwalter und schickt deshalb zwei Ninja, Hayabusa (Falke) und Roter Schatten (Akakage) los um zu verhindern, dass die drei jungen Samurai sich in zu große Schwierigkeiten bringen.

    Eigene Meinung:
    Der "erste Rock'n Roll Samurai Film" überhaupt entpuppt sich als eine Komödie, wie sie japanischer kaum sein kann. Wer schon immer mal den japanischen Humor kennenlernen wollte ist hier goldrichtig.
    Interessant ist die Farbtechnik des Films, denn er ist bis auf wenige Ausnahmen (das ist das interessante) in s/w gedreht. Tomoyasu Hotei, der auch auf dem OST von Kill Bill mit "Battles without honour and humanity" vertreten ist, stellt hier den Bösewicht Kazamatsuri dar und hat den gesamten OST geschrieben, der, für die Maßstäbe eines Samuraifilmes, ungewöhnlich rockig ist (Surfrock).
    Ansonsten bliebe zu sagen: Der Film ist sehr japanisch, hat sehr mittelmäßige unspektakuläre Kampfchoreographien und kann ansonsten doch ganz gut unterhalten.

    Mein Fazit:
    Samurai Fiction ist eine interessant gemachte Abwexlung vom üblichen Samuraischinken.

    Bilder:








    Der Film ist übrigens von 1998 und lief auch u.a. schonmal auf Vox im TV

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  4. #24
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    Zatoichi and the Chest of Gold (1964), die sechste Geschichte



    Zatoichi reist in eine Provinz Japans um dort das Grab eines alten Bekannten aufzusuchen und im Gebet um Vergebung zu bitten.
    Unterwegs trifft er auf eine Bauerngesellschaft aus einem naheliegenden Dorf, die gerade lautstark feiern, da sie nach drei Jahren mit schlechter Ernte endlich ihre Steuerschulden von 1000 Ryo zahlen konnten.
    Zatoichi feiert eine Weile mit ihnen und verabschiedet sich dann wieder.
    Währenddessen wird der Geldtransport der 1000 Ryo von einer Bande von abtrünnigen Ronin überfallen und poltert einen Abhang hinunter. Der Ahnungslose Zatoichi setzt sich kurz auf die Truhe um sich auszuruhen, ohne zu ahnen, auf was er da gerade sitzt.
    Schlecht für ihn, denn eine Dorfbewohnerin, die den Transport begleitete sieht ihn dabei.
    Zurück im Dorf sind die Bewohner von den schlechten Neuigkeiten sofort aufgebracht und finden in Zatoichi einen guten Sündenbock. Zehn Tage haben die Dorfbewohner Zeit um noch einmal 1000 Ryo aufzubringen - es kommt dem Todesurteil gleich, denn sie können es nicht noch einmal aufbringen. So geben sie Zatoichi missmutig 10 Tage Zeit um seine Unschuld zu beweisen und den wahren schuldigen zu finden, der die Ronin beauftragt hatte den Transport zu überfallen.

    Eigene Meinung:
    Naja, wieder mal ein typischer Zatoichi der sich in die Länge zieht.
    Was diesen Film allerdings vom Vorgänger unterscheidet ist die unkonventionelle Kameratechnik. Ich habe gelesen, dass in diesem Film erstmals Panavision benutzt wurde (wasauchimmer das sein mag), jedenfalls sieht man als Resultat einige für damals sehr coole Bilder und Kameraeinstellungen. Hat mich echt überrascht, denn teilweise war es schon fast mit den Einstellungen aus "Per un pugno di Dollari" aus dem selben Jahr vergleichbar. Aber eben nur fast.
    Dies mag vor allem in der Szene des Überfalls auffallen als man recht lange eine Gesichtsaufnahme der einzelnen Ronin sieht oder in anderen Szenen in denen die Kamera viel dynamischer als im Vorgänger wirkt oder sie mal komplett auf dem Boden liegt, so dass man ähnlich wie im Finale von Leones ersten Dollarwestern quasi die Stiefel oder vielmehr die Sandalen mal bewundern kann.
    Wenn auch bei weitem nicht so gut wie bei Leones Werk.
    Gegen Ende wird auch dieser Teil der Zatoichireihe um einiges interessanter als die ganze restliche Zeit über.

    Im weitesten Sinne konnte ich auch eine Art Leitmotiv finden, das Zatoichi selbst quasi in diesen Sätzen zusammenfasst:
    "Fool. Sees the glint of money and throws all attention to the wind. That's the problem with men who can see."
    Dieser Aspekt an dem Film, der quasi gesellschaftskritisch Bezug zur Geldgier der Menschen nimmt und eigentlich erst gegen Ende richtig rauskommt, hat mir ziemlich gut gefallen.


    Hat mir insgesamt schon sehr viel besser als Zatoichi on the Road gefallen, aber die inhaltlichen Schwächen bleiben eben doch.

    Weitere Bilder konnte ich leider nicht finden und ich bin zu faul um welche hochzuladen.

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  5. #25
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    Zatoichi Monogatari - Die Geschichte des blinden Schwertkämpfers

    Der erste von über 25 Zatoichi-Filmen ist noch in schwarz-weiss und stammt aus dem Jahre 1962.

    Zatoichi kommt in eine Stadt wo er bei dem Boss einer lokalen Yakuzabande Unterschlupf findet. Was Zatoichi nicht weiss, ist dass bereits alle Weichen für einen Bandenkrieg gegen eine rivalisierende Bande gestellt sind und der Boss Zatoichi fest eingeplant hat um den Trumpf der anderen Bande - einen Samurai aus Tokyo- auszuschalten.

    Das besondere an diesem Zatoichi-Film ist, dass Zatoichi hier nicht ganz so sorglos wie sonst wirkt und vor allem, dass viel über Zatoichis Schwertkunst gesprochen wird, er diese jedoch bei weitem nicht so häufig einsetzt wie in anderen Filmen der Reihe.
    Um genau zu sein, benutzt Zatoichi sein katana in der gesamten ersten Hälfte des Filmes nicht ein einziges Mal.
    Interessant wäre da noch diese Stimmung vor dem bevorstehenden Bandenkrieg der keinesfalls top secret ist.
    Ansonsten handelt es sich hier um einen stinknormalen, stinklangweiligen Zatoichi wie man ihn so kennt.
    Der Bandenkrieg, der diesmal in einem kleinen Fischerdorf ausgefochten wird, soll besonders grausam wirken, tut er aber nicht, da er übertrieben gespielt wirkt.

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  6. #26
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    Rashomon

    Ich weiß, ihr habt lange gewartet, dass ich den Thread endlich fortsetze

    Bei Rashomon sucht ein Reisender Unterschlupf in der Ruine des Rashomon-tores zur jetzt verwüsteten Reichshauptstadt Kyôtô während sturmartiger Regengüsse.
    Dort trifft er auf einen Holzfäller und auf einen Zen-Priester (ich hasse Zen!), die beide total entsetzt vor sich hinstarren.
    "Ich verstehe es nicht... ich kann es einfach nicht verstehen!", stammelt der Holzfäller vor sich hin und auch der Priester ist wie gelähmt:
    "Dieses Verbrechen ist schlimmer als all die Kriege und grausamer als die Hungersnot! Ich glaube dieses Mal habe ich meinen Glauben in die Menschheit endgültig verloren.".

    Den Wanderer kümmerts nicht sonderlich, er will nur etwas zur Unterhaltung hören bis der Regen aufhört. Und so beginnen die beiden ihm von dem Verbrechen, dessen Zeugen sie wurden zu erzählen und von den Aussagen, welche die Beteiligten machten.

    Doch jede Aussage ist anders als die letzte, allein das Ende und der Anfang stimmen überein. Was ist wirklich wahr und was ist erfunden?
    Wer sagt die Wahrheit und was verschweigt der Holzfäller?
    Gibt es überhaupt eine objektive Wahrheit und eine übergeordnete Moral oder sind die beiden Werte abhängig vom jeweiligen Standpunkt?

    Rashomon ist ein bitteres Gleichnis über das Wesen des Menschen, Wahrheit und Moral.
    Ein Film mit einer sehr negativen Weltsicht, der trotz eines Happy Ends unglaublich bitter wirkt und eben -typisch Kurosawa- sich sehr viel Zeit zum Erzählen nimmt.






     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  7. #27
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    Avatar von SUCKYSUCK_
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    Also ich find mit Abstand "Last Samurai" am besten von allen Samurai Filmen
    Nichts zeigt das Alter eines Menschen so sehr, wie wenn man die neue Generation schlecht macht.

  8. #28
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    Avatar von lulin
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    "Last Samurai" ist kein Samurai-Film...
    a^n + b^n = c^n hat keine ganzzahligen Lösungen für n > 2! Ich habe einen wahrhaft wundervollen Beweis dafür gefunden, aber leider ist das Signaturfeld zu klein um ihn aufzuschreiben.

  9. #29
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    Avatar von Outsider
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    -_-

    The Last Samurai ist doch übelster Hollywoodmurks.
    Da kommt wieder der göttliche Jesus aus den USA rübergesegelt und erzählt Meijitenno was über die Ideale der Samurai. Ah ge bitte!

    Das is nur ne lahme Adaption von "Der mit dem Wolf tanzt" in Japan.

    Wennst das schon als Samuraifilm gut findest, dann beweist das nur dass du Null Ahnung von der Materie hast (und das behaupte ich jetzt mit Fug und Recht, auch wenns dir nicht gefällt) °_°

    €dith:
    Ich würd gern mal nen Film über das Leben und Wirken des Ashikaga Takauji sehen

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  10. #30
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    Zitat Zitat von Outsider
    -_-

    The Last Samurai ist doch übelster Hollywoodmurks.
    Da kommt wieder der göttliche Jesus aus den USA rübergesegelt und erzählt Meijitenno was über die Ideale der Samurai. Ah ge bitte!

    Das is nur ne lahme Adaption von "Der mit dem Wolf tanzt" in Japan.

    Wennst das schon als Samuraifilm gut findest, dann beweist das nur dass du Null Ahnung von der Materie hast (und das behaupte ich jetzt mit Fug und Recht, auch wenns dir nicht gefällt) °_°

    €dith:
    Ich würd gern mal nen Film über das Leben und Wirken des Ashikaga Takauji sehen
    Ne ich hab echt keine Ahnung von Samurai Zeugs.
    Das einzigste was ich weiß ist, dass die Samurai garnicht diese Helden
    waren, wie es in den FIlmen immer aussieht. Es waren Tyrannen
    in Japan, die Bauen mal eben die Hand abgehackt haben, weil sie was falsch gemacht haben.

    Ich kann dir nur sagen was MEIN Geschmack von den Filmen her ist.
    Da finde ich Last Samurai MIT ABSTAND am besten
    Nichts zeigt das Alter eines Menschen so sehr, wie wenn man die neue Generation schlecht macht.

  11. #31
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    Avatar von lulin
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    Zitat Zitat von MannY
    Ich kann dir nur sagen was MEIN Geschmack von den Filmen her ist.
    Da finde ich Last Samurai MIT ABSTAND am besten
    Mich würde mal interessieren was für Samurai-Filme du sonst noch gesehen hast!
    a^n + b^n = c^n hat keine ganzzahligen Lösungen für n > 2! Ich habe einen wahrhaft wundervollen Beweis dafür gefunden, aber leider ist das Signaturfeld zu klein um ihn aufzuschreiben.

  12. #32
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Natürlich ist "Last Samurai" ein Samurai-Film. Und zwar reinster Güte. Nur weil er in Hollywood gemacht wurde, ist es doch wohl trotzdem ein Samuraifilm. Immerhin sind Italowestern auch Western.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  13. #33
    Ще не вмерла Україна
    Avatar von Outsider
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    Dann mach ich dir das mal verständlich.
    Der Vergleich ist bei weitem nicht passend, aber das is hier grad ungefähr so als wenn jemand mit nem John Wayne-Schinken ankäme und behauptete es sei ein Italowestern.

    Was nämlich nicht stimmt, da des ja US-Kram ist und der sich DERBE von Italowestern unterscheidet (stichtwort Indianer).

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  14. #34
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Rashomon klingt von deiner Storyumschreibung her jetzt mal interessant. Ist der hierzulande auf einer DVD in brauchbarer Qualität zu haben? Am liebsten wär mir, wenn auch eine jap. Sprachfassung mit dt. oder engl. Untertiteln enthalten wären...
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

  15. #35
    Gutmensch
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    Der Unterschied ist, dass der klassische John-Wayne-Western der Ursprünglichere ist. Damit der Vergleich nicht hinkt, müsste der klassische John-Wayne-Western der "richtige" Western sein und der Italowestern wäre das Gegenstück zum Hollywood-Samuraifilm.
    Und du wirst ja wohl kaum abstreiten können, dass ein Italowestern ein Western ist.

    Du verurteilst Filme aufgrund ihrer Herkunft! Du bist ein Samurai-Film-Faschist!!!
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  16. #36
    Ще не вмерла Україна
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    Zitat Zitat von Touji
    Rashomon klingt von deiner Storyumschreibung her jetzt mal interessant. Ist der hierzulande auf einer DVD in brauchbarer Qualität zu haben? Am liebsten wär mir, wenn auch eine jap. Sprachfassung mit dt. oder engl. Untertiteln enthalten wären...
    Gibt zwei Versionen:
    Zum einen die von Concorde auf der nur die deutsche Fassung und auch nur die deutsche Tonspur drauf ist.
    Und dann gibts noch eine aus der Cinemathek-Reihe der Süddeutschen Zeitung.
    Und da ist auch nur die deutsche Fassung drauf.

    Naja gut und dann gibts noch einen UK-Import, der drei Minuten mehr Laufzeit und lediglich die japanische Tonspur hat. Ich denke die DVD wär die beste Wahl -_-

    Der Unterschied ist, dass der klassische John-Wayne-Western der Ursprünglichere ist. Damit der Vergleich nicht hinkt, müsste der klassische John-Wayne-Western der "richtige" Western sein und der Italowestern wäre das Gegenstück zum Hollywood-Samuraifilm.
    Und du wirst ja wohl kaum abstreiten können, dass ein Italowestern ein Western ist.

    Du verurteilst Filme aufgrund ihrer Herkunft! Du bist ein Samurai-Film-Faschist!!!
    OK, du willst also stänkern °_°
    Ich weiß dass der Vergleich nicht perfekt ist und das hab ich auch gesagt als ich ihn aufstellte. Ich trau dir auch durchaus zu, dass du das verstanden hast und dass du das Wesen des Vergleiches ebenfalls erfasst hast und ich denke du drehst das jetzt nur um und stellst dich dumm um mich zu verärgern °_°

    Denn es ist klar, dass du bei der Behauptung "Hey dieser Western in dem die Indianer das und das machen ist vui der beste Italowestern den ich je gesehen habe!" auch protest einlegen würdest.
    Bei dem Vergleich gings mir halt darum zu zeigen, dass auch Italowestern natürlich auch Western sind, aber nicht jeder Western ist ein Italowestern. Und so ist das mit den Samuraifilmen und Last Samurai eben auch °_°
    In beiden Filmen geht es um Samurai, aber Last Samurai ist kein Samuraifilm!

    Ich leg hier mal meine Kriterien fest:
    - Last Samurai spielt eigentlich außerhalb der japanischen Gesellschaft

    Der Held ist Amerikaner, der Blickwinkel ist amerikanisch, die Erzählweise ist amerikanisch und der ganze Blick auf die Samurai kommt von AUßEN, nicht von innen.

    - Hohler amerikanisch Pathos

    "Ich bin die Demokratie, ich bin Scientology, und jetzt werde ich Samurai und sag euch erstmal was das überhaupt bedeutet. Denn ich als Demokratie habe erkannt was es heißt ein Japaner zu sein °_°"
    "Ohja schdimd, da hast du recht. Wie konnte ich nur so narrisch sein *alles mach was du sagst*"


    Was macht für mich einen Samuraifilm aus?

    1. Er spielt in Japan irgendwann zwischen (vor)Mittelalter und Meijizeit.
    2. Es hat was mit dem Schwertadel und der japanischen Gesellschaft zu tun.
    So zählen für mich z.b. auch Lady Snowblood und Zatoichi zu Samuraifilmen, weil diese
    doch noch recht massiv etwas mit den Samurai, Ronin, Yakuza usw. zu tun haben.
    Das is für mich ne fest verbundene Sinneinheit.


    Ghost Dog und Hero sind ja eh keine Samuraifilme. Die haben weder was mit Japan oder der japanischen Gesellschaft noch was mit Samurai an sich zu tun. Ghost Dog schneidet das Thema höxtens mal an.

    Und Bei Last Samurai ist es eben so, dass es bestenfalls ein Film ÜBER Samurai aus westlicher Sicht ist, aber es ist auf gar keinen Fall ein Samuraifilm!

    Ich weiß, dass ich das nicht gut darstellen kann und ich hab Mühe überhaupt Kriterien zu finden, aber ich erkenne klar den Unterschied zwischen Samuraifilmen und Schrott
    -_-

    Azumi wär für mich btw auch kein Samuraifilm mehr obwohl das z.b. die meisten Kriterien erfüllt.
    Es is halt einfach so und natürlich spielt es auch eine Rolle, dass die Filme aus Japan kommen, denn außer den Japanern selbst kann halt niemand wirklich Samuraifilme machen! Und es macht ja auch keiner. Last Samurai kannst ja wohl net ernstnehmen!

    Es ist genau das selbe wie mit Western und Italowestern. Nur, dass der Unterschied hier deutlich schwerer zu erklären ist. Man kann es nicht so einfach abgrenzen und differenzieren wie bei Italowestern. Aber auch bei Italowestern gibts ja bestimmte Merkmale außer "kommt aus Italien", die diesen eben von anderen Western abgrenzen.

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  17. #37
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    ja klar, aber der Vergleich hinkt insofern, als dass "Italowestern" ein Subgenre ist, "Samuraifilm" aber nicht. Ich versteh "Samuraifilm" als Überbezeichnung für "Film über Samurai/mit Samurai drinnen".
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  18. #38
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    Zitat Zitat von Psycho Joker
    Ich versteh "Samuraifilm" als Überbezeichnung für "Film über Samurai/mit Samurai drinnen".
    Naja, Anfängerfehler ;-)

    Samuraifilme sind eben keine Filme mit Samurai, genauso wie es auch Western ohne Cowboys gibt...

    Obwohl ich auch nicht glaube, dass sie zwangsweise in Japan spielen müssen oder mit Samurais sein müssen. Allerdings sind die tatsächlichen Kriterien tatsächlich ziemlich schwer zu definieren... Könnte man mal ne Magisterarbeit drüber schreiben (Outi: Du oder ich?), nee~. Kill Bill hat ja zum Beispiel Samuraifilmelemente (und ich meine NICHT den Kampf. Eher die Story, den Charakter der Braut und auch das Ende).

    Kurz und unverständlich zusammengefasst:
    Nicht die Oberflächlichkeiten (Kampf, Samurai, Japan) sind wichtig, sondern die nächsthöhere Bedeutungsebene. Wenn die bestimmte Kriterien erfüllt, ist es ein Samuraifilm. Aber nur durch Erfüllung der Oberflächlichkeiten wird aus einem Film kein Samuraifilm (Genauso wie Star Wars kein Sci-Fi ist, nur weil's im Weltraum spielt).

    Komme wohl nochmal drauf zurück!
    a^n + b^n = c^n hat keine ganzzahligen Lösungen für n > 2! Ich habe einen wahrhaft wundervollen Beweis dafür gefunden, aber leider ist das Signaturfeld zu klein um ihn aufzuschreiben.

  19. #39
    Gutmensch
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    Na ja, nächsthöhere Bedeutungsebene... das ist aber sehr wischiwaschi. Dass Kill Bill Stilelemente von Samuraifilmen hat ist klar. Kill Bill ist ein einziges Versatzstück, das inhaltlich zu 40% aus "Lady Snowblood", zu 40% aus "Von Angesicht zu Angesicht", zu 10% aus 70er Jahre Agentenfilmen/-serien und zu 5% aus Hong-Kong-Kung-Fu-Filmen besteht (die fehlenden 5% sind Leergut) und das man kaum als eigenständigen Film bezeichnen kann. Daher eher schlechtes Beispiel.

    Aber Beispiel:
    "Die Glorreichen Sieben". Remake von "Die Sieben Samurai". Das Orginal ist ja wohl unbestreitbar ein Samuraifilm erster und edelster Güte. Nun hat aber "Die Glorreichen Sieben" die wichtigsten inhaltlichen Elemente ziemlich 1:1 übernommen, nicht nur was die Handlung angeht, sondern generell Stilelemente. Trotzdem würdest du "Die Glorreichen Sieben" wohl kaum als Samuraifilm bezeichnen, weil man den Film für einen reinrassigen Western halten würde, würde man nichts über das Orginal wissen. Diese Stilelemente sind nicht so wirklich einzigartig. Und "Lady Snowblood" ist ja auch aus den 70ern, also aus einer Zeit, wo der japanische Samuraifilm schon ziemlich starke Italowesterneinflüsse hatte (wie das Actionfilmgenre generell). Davon abgesehen gibt es auch Filme wie "Der Klan der Sizilianer" oder "Der Eiskalte Engel" (der hieß im Orginal sogar "Le samourai"), also europäische Krimis bzw. Thriller die sehr stark ausgeprägte Samuraifilm-Stilelemente haben.
    Letztlich ist es aber so, dass seit den 60ern und 70ern ein sehr starker Austausch bzw. eine Vermischung, was Stilelemente verschiedener Genres betrifft, stattgefunden hat. Anhand der inhaltlichen Stilelemente kannst du Genres kaum noch definieren. Sowas mag zwischen Genres wie Horror und Liebesschnulze oder Melodram und Komödie funktionieren aber sicherlich nicht bei Genres wie Western, Samurai-, Action-, oder Science-ficiton-Film. Die kann man heutzutage fast nur mehr über das Szenario abgrenzen.
    Deshalb ist Star Wars sehr wohl ein Science-ficiton-Film, das kannst du noch so oft verneinen, das machts aber nicht wahrer. Last Samurai ist auch ein Samuraifilm, wenn auch ein dämlicher. Wobei dämlich natürlich subjektiv ist. Den neuesten Zatoichi-Film find ich auch sehr dämlich und der Film hat bis auf das Setting auch absolut gar nichts mit den Kurosawa-Filmen zu tun.

    Ach ja, ich hätte gerne Beispiele für Western ohne Cowboys.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  20. #40
    Es ist okay_
    Avatar von SUCKYSUCK_
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    Zitat Zitat von lulin
    Mich würde mal interessieren was für Samurai-Filme du sonst noch gesehen hast!
    Takeshi Kitano: Zatoichi - der blinde Samurai
    Nichts zeigt das Alter eines Menschen so sehr, wie wenn man die neue Generation schlecht macht.

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