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Samuraifilme

Eine Diskussion über Samuraifilme im Forum Multimedia Forum. Teil des Off Topic-Bereichs; Aufgrund der kleinen Zielgruppe halt ich es mal für sinnvoller statt einzelnen Threads zu einzelnen Filmen einen Thread für alle ...

  1. #1
    Ще не вмерла Україна
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    Samuraifilme

    Aufgrund der kleinen Zielgruppe halt ich es mal für sinnvoller statt einzelnen Threads zu einzelnen Filmen einen Thread für alle Filme zu machen Oo

    ich glaub halt nicht daran, dass es hier viele Leute gibt, die Samuraifilme gucken ^^;
    Ich fang einfach mit zwei Filmen an:
    - Seven Samurai (1954)
    - When the last sword is drawn [Mibu Gishi Den] (2002/2003)


    (2002/2003)

    1899. Ein alter Mann trägt sein Kind in eine Arztpraxis. An der Tür hängt ein Schild, dass die Praxis wegen Umzugarbeiten geschlossen sei, doch der alte Mann hat Glück, sein Klopfen wird gehört und man öffnet ihm die Tür.
    Er entschuldigt sich, doch der Arzt sieht die Sache halb so wild und behandelt das Kind in einem Nebenzimmer. Während der Alte also wartet fällt ihm eine Photographie auf.
    Es ist ein Bild von einem Samurai, gekleidet in der Robe der Shinsengumi, der letzten Gruppe aus Schwertkämpfern in der Geschichte Japans. Sie kämpften in der Zeit der Revolution für das Shogunat und gegen die Ishin Shishi, die versuchten den Reformkaiser Meiji an die Macht zu bringen.



    Das Gesicht des alten Mannes erstarrt:
    "Kanichiro Yoshimura", denkt er sich, "Niemals habe ich einen Mann so gehasst wie ihn..."
    Und genau hier setzt die Handlung ein, in einer Rückblende 1863, wo gerade Samurai auf die Probe gestellt werden um sich den Shinsengumi anzuschließen.
    Auch der Alte ist als junger Mann zu sehen, er lehnt sich an einen Holzpfahl an und beobachtet die Kämpfe - es handelt sich um Saitô Hajime.
    Besagter Kanichiro Yoshimura taucht nun auf und beginnt seinen ersten Kampf.



    Aber je länger Saitô über den Mann nachdenkt, desto mehr stellt sich ihm die Frage: Woher kam er eigentlich? Wer war Kanichiro Yoshimura? Und was wurde aus ihm?

    Der Film dreht sich also hauptsächlich um Kanichiro, aber auch um das zwiegespaltene Verhältnis zwischen Saitô, dem pessimistischen Realisten und Kanichiro, dem optimistischen Idealisten.
    Im Laufe des Filmes erfährt man grob die Geschichte der Shinsengumi, der Focus liegt aber deutlich auf der Geschichte von Kanichiro.



    Der Film ist quasi die Biographie eines ambitionierten, idealistischen Strahlemannes, der für seine Prinzipien und seine Pflicht durchs Feuer geht.
    Sehr gute SFX übrigens, die sich immer wieder in den Kampfszenen deutlich machen.



    Persönlich war ich enttäuscht darüber, dass der Fokus nicht auf Schwertkämpfen und der Shinsengumi lag.
    Allerdings hat der Film einige sehr gute, dicht aufeinandergepackte Kampfszenen zu bieten.

    Mein Fazit: Gut gemachter Samuraifilm über einen idealistischen Strahlemann den ich persönlich zum Kotzen finde.
    Trotzdem gibt es vor allem zu Beginn der zweiten Hälfte des Filmes
    einige wirklich coole Szenen. Leider driftet der Film meiner Meinung nach zu sehr in dramatisierten Kitsch ab.

    ** Infos
    Die Shinsengumi hatte den Auftrag Kyoto zu schützen und war in der Folgezeit wie eine Art Polizei. Die Shinsengumi versuchte Anschläge zu verhindern und das Shogunat zu schützen.
    Saitô Hajime war ein berühmter Kämpfer dieser Shinsengumi und außerdem der Anführer der dritten Kompanie.


    Irgendwo in einem kleinen Dorf hört ein Bauer zufällig wie zwei Banditen miteinander reden.
    Sie reden davon das Dorf zu überfallen und beginnen mit den Planungen, dann reiten sie davon.
    Erschrocken rennt der Bauer zurück ins Dorf und berichtet den anderen Bewohnern davon.
    Man kommt zum Schluss, dass man Samurai anheuern müsse um sich gegen die Bedrohung wehren zu können, denn der Landherr schützt das Dorf nicht.
    So werden einige Bauern losgeschickt um Samurai anzuheuern, aber welcher Samurai setzt nur der Ehre wegen sein Leben aufs Spiel?
    Das einzige was die Dorfbewohner den Kriegern als Lohn anbieten können sind Unterkünfte und quasi eine handvoll Reis.
    Nach einer langen Suche finden sich schließlich sieben Samurai, die bereit sind das Dorf zu verteidigen.
    Pallisaden werden aufgestellt und die Dorfbewohner erhalten einen Crashkurs in Sachen Kampfkunst. Die Lage des Dorfes ist nicht unbedingt günstig und die Zeit wird immer knapper.
    Bald schon erreichen die ersten Späher der Banditen das Dorf.

    Seven Samurai ist ein Klassiker der Samuraifilme und ziemlich lang (~207 Minuten).
    Nichtsdestotrotz ist der Film selten langweilig. Im Gegensatz zu Mibu Gishi Den gibts hier keinen großen Idealismus.

    Fazit
    Ich finds gut, vor allem das Fazit das am Ende gezogen wird.

    Bilder:


    Geändert von Outsider (12.04.2004 um 14:05 Uhr)

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  2. #2
    Die Story hört sich sehr nach 'nem B-Movie an. Wie sind denn die Bilder und die is da noch was besonders sehenswertes drin wie z.b. interessante Kamerafahrten oder so?
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  3. #3
    Gutmensch
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    Welchen Film meinst du jetzt, c0mtesse? Den Ersten oder den Zweiten?


    Also ich kenne Seven Samurai und finde den sehr gut. Insbesondere weil Kurosawa eben nicht Wert auf spektakuläre Schwertkämpfe (die Kämpfe an sich sind eher schlicht gehalten) und hohlen Samurai-Pathos mit Ehre, Loyalität usw. setzt, sondern im Gegenteil ein realistisches Bild der Samurai zeichnet. Samurai waren keine Strahlemänner mit Ehre usw. sondern Feudalherren, die die einfache Bevölkerung bis auf den letzten Blutstropfen ausgequetscht und unterdrückt haben. Die Ronin, also die herren- und mittellosen Samurai im Film, sind Soldaten. Sie sind nicht ohne ein gewisses Ehrgefühl, aber vielfach sind auch sie dem Klischee erlegen und erkennen die Wahrheit nicht. Zu Anfang des Films blicken sie noch auf die Dorfbewohner herab, doch je mehr sie sich mit ihnen befassen, desto mehr Respekt bringen sie den einfachen Leuten entgegen. Und diese Wandlung ist die eigentliche Handlung des Films und ich finde den Film deshalb sehr wichtig, weil halt Samurai und dergleichen auch heutzutage immer noch gerne verklärt werden.
    Leider ist der Film teilweise etwas unnötig lang. Besonders anfangs, als die Dorfbewohner aufbrechen, um Samurais zu engagieren, kommt die Handlung irgendwie nicht voran. Später allerdings, als die Samurai-Truppe vollständig ist, beginnt der Film eine gewisse Dynamik zu entwickeln.
    Nichts desto trotz meiner Meinung nach einer der wenigen wirklich guten Samurai-Filme, der überdies auch einige seeeeehr coole Szenen und Wortwechsel hat.

    "What are you doing with all these swords?"
    "I can't kill them all with just ONE sword!"
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  4. #4
    Ще не вмерла Україна
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    Ich hab noch mit Hanna gesprochen, es ging um den neuen Film.
    Und der ist sehr solide gemacht, hat aber halt dieses Thema des Samurai der seine Ideale um jeden Preis lebt. Das verdirbt den Film halt meiner Meinung nach etwas, da er so in den kitschigen Idealismus abtreibt.
    Aber ansonsten ist Mibu Gishi Den wirklich sehr gut gemacht

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  5. #5
    Ha guad, dann muss ich ma gucken, wo ich die her krieg
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  6. #6
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    Ich bin voller Vorfreude auf den diesjährigen Herbst:
    Lady Snowblood erscheint auf REM (RapidEyeMovies) als DVD (wahrscheinlich im November ).



    Was ist Lady Snowblood?
    Es ist ein Film von 1973, der laut Quentin Tarantino eine der wichtigsten Inspirationen für Kill Bill war.

    Der Film spielt 1874 in Japan. Es ist Winter und Schnee schmückt die Städte und Felder.
    Yuki, eine junge Frau, ist auf der Suche nach 4 Männern. Sie ist auf der Suche nach Rache.
    Es war vor etwa 20 Jahren als ihr Vater auf offener Straße ermordet wurde und die Mörder ihre Mutter vergewaltigten. Einer von ihnen nahm sie nach Tokyo als seine persönliche Sklavin mit, doch sie tötete ihn und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
    Bei Yukis Geburt (immer noch im Gefängnis) stirbt sie.
    Ihr letzter Wille:
    Yuki soll die Rache ausüben, die ihre Mutter nicht mehr vollenden konnte.

    Ein Mitgefangener und ein Priester ziehen sie auf und weisen sie in die Kunst des Tötens ein.
    Nun, Jahre nach der Tat, folgt Yuki den Hinweisen die sie zu den restlichen 3 Mördern ihres Vaters führen. Ganz gleich was die Mörder in den letzten 20 Jahren getan haben, für Yuki gibt es nur ein ultimatives Ziel:
    RACHE.


    Die Story erinnert schon a bissle an Kill Bill und ich kanns kaum abwarten den Film endlich zu sehen
    vll. hat den irgendwer ausem Kendô noch ~_~

    Der Titelsong dieser ganzen Geschichte wird übrigens von der Hauptdarstellerin des Films, Meiko Kaji, gesungen. Mir wurde gesagt sie wäre zu diesem Zeitpunkt ein großer Star in Japan gewesen O_O
    Dieser wunderschöne, balladige Song namens "The Flower of Carnage" ist auch am Ende von Kill Bill zu hören ^^







     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  7. #7
    Ще не вмерла Україна
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    KAGEMUSHA - Der Schatten des Kriegers (1980)



    1572. Japan ist vom Krieg zerrissen. Das Land ist geteilt und die drei mächtigsten Clans kämpfen um die Vorherrschaft:
    Takeda unter der Führung von Fürst Shingen,
    Oda, angeführt von Nobunaga
    und schließlich Tokugawa unter der Führung des Ieyasu.

    Shingen will 1572 Kyoto, die Hauptstadt Japans, erobern, denn wer die Hauptstadt kontrolliert, der kontrolliert auch das Land.
    Doch er wird schwer verwundet und muss das SChlachtfeld verlassen.
    Er gibt Anweisungen, dass man seinen Tod im Falle des Eintretens für mindestens 3 Jahre geheimhalten solle.
    Auf dem Weg zurück in seine Burg stirbt der Feldherr den sie "Fest wie einen Berg" nannten.

    Die Generäle beraten sich und beschließen schließlich nicht nur die Feinde sondern auch die eigenen Leute hinters Licht zu führen.
    Ein Kagemusha, ein Doppelgänger von Shingen, wird eingesetzt aber kann dieser Mann die Truppen, die Familie des Fürsten und die Feinde des Clans 3 Jahre lang davon überzeugen jemand anderes zu sein?
    Zudem ist ihm diese Aufgabe zu wider, er verabscheut Shingen und hasst ihn mit Leidenschaft.
    Ein schwieriges Unterfangen....

    Meinung:
    Sehr ungewöhnlicher aber beeindruckender Film. Kurosawa hat mit Hilfe von finanziellen Mitteln aus dem Ausland (u.a. von George Lucas) einen der teuersten Filme Japans produziert.
    Und das sieht man.
    Hunderte oder gar tausende Statisten rennen in voller Rüstung über die SChlachtfelder, Generäle und Adlige laufen in kostbarer traditioneller Kleidung durch mächtige Burgen, alles wirkt ziemlich authentisch.
    Und die Schauspieler agieren nicht so übertrieben theatralisch wie sonst durchaus üblich!
    Ganz bungewöhnlich im Vergleich zu anderen Kurosawa-Filmen, in denen es um einen oder ein paar Samurai geht. Hier geht es um einen mächtigen Warlord, der einen ganzen Clan und riesige Armeen befehligt. Eindrucksvoll!
    Aber Zeitweise zieht sich der Film eben doch ein wenig ~_~
    Insgesamt aber sehr ungewöhnlich und lohnenswert! Tolle Bilder, tolle Musik!
    Die Glorifizierung ist hierbei, gemessen an Hollywood-Standards, minimal.

    Bilder:



    Info:
    Es gibt Kagemusha sogar in Deutschland auf DVD!
    Leider ist die Qualität scheinbar äußerst schlecht...
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Geändert von Outsider (20.04.2004 um 16:34 Uhr)

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  8. #8
    Gutmensch
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    Das Lady Snowblood klingt lustig. Das Kagemusha auch irgendwie.
    Oh, the devil will find work for idle hands to do...

  9. #9
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    Avatar von MakeTnotWar
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    Moin moin,

    mein Lieblings-Samurai Film ist "Samurai Fiction". Der Film ist fast schon eine Parodie auf "ernste" Samurai Filme, wobei fraglich ist, wie ernst man Filme nehmen kann, in denen Menschen schwertfuchtelnd über Häuser springen. "Samurai Fiction" ist mehr eine Pop-Variante bisheriger Samurai-Filme, in dem aber alle "klassischen" Themen wie Ehre, Schüler-Meister-Verhältnis, Liebe und der Sieg des Guten vertreten sind.

    Und als weiteren Film vielleicht "Ghost Dog" von Jim Jarmusch. Muss man gesehen haben.
    Geändert von MakeTnotWar (20.04.2004 um 12:50 Uhr)
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  10. #10
    Ще не вмерла Україна
    Avatar von Outsider
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    Ja, Samurai Fiction ist cool
    den werdsch auch noch vorstellen (is übrigens auch gerade als DVD mit beiliegendem Poster erschienen ).

    Abermal ehrlich: Wie viele Samurai-Filme hast du bisher gesehen?
    wobei fraglich ist, wie ernst man Filme nehmen kann, in denen Menschen schwertfuchtelnd über Häuser springen.
    ohne das "schwertfuchtelnd" klingt das für mich sehr nach Kung-Fu Filmen
    Aber in Samuraifilmen hab ich ein solches Phänomen bisher eigentlich noch nicht miterlebt (noch nichtmal bei Ookami )

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  11. #11
    Gutmensch
    Avatar von Psycho Joker
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    Also ich weiß nicht... Ghost Dog hat mich immer schon arg abgeschreckt... trotz Jim Jarmusch. Ist der Film denn wirklich was Gescheites? Oder mehr sowas nach dem Schema "Yo man, I'm a proud black bad-motherfücker-samurai"? Den (unreflektierten, voreiligen) Eindruck hat der Film bisher immer auf mich gemacht. Hab auch nur mal hier und da eine Vorschau im TV gesehen.
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  12. #12
    Stabsunteroffizier
    Avatar von MakeTnotWar
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    Original geschrieben von Outrider

    ohne das "schwertfuchtelnd" klingt das für mich sehr nach Kung-Fu Filmen
    Aber in Samuraifilmen hab ich ein solches Phänomen bisher eigentlich noch nicht miterlebt (noch nichtmal bei Ookami )
    Ich dachte vor allem an "Hero", der eindeutig ein Schwertkampf Film und kein Kung-Fu Film ist. Nicht unbedingt ein Samurai-Film in dem Sinne, dass er von einem Samurai handelt aber das tut "Lady Snowblood" wohl auch nicht. In "Hero" kommen Szenen vor, in denen die Protagonisten den Gesetzen der Physik trotzen und sich in dünner Luft wie Fische im Wasser bewegen. Ähnlich auch in Tiger&Dragon, der auch nicht unbedingt ein Kung-Fu-Film ist.

    Original geschrieben von Psycho Joker
    Ghost Dog hat mich immer schon arg abgeschreckt... trotz Jim Jarmusch. Ist der Film denn wirklich was Gescheites? Oder mehr sowas nach dem Schema "Yo man, I'm a proud black bad-motherfücker-samurai"? Den (unreflektierten, voreiligen) Eindruck hat der Film bisher immer auf mich gemacht. Hab auch nur mal hier und da eine Vorschau im TV gesehen.
    "Ghost Dog" ist schon cool. Die Hauptfigur ist ein schwarzer Auftragskiller, der nach dem Samurai-Kodex "Hagekure" lebt. Er erledigt Aufträge für einen Mafiosi, bis dieser sich gegen Ihn stellt und umbringen lassen will. Es beginnt ein Kampt zwischen "Ghost Dog" und der Mafia. Sehr ausgefallen ist die Art, in der "Ghost Dog" seine Gegner erledigt (ich sage nur "Abflussrohr"). Es ist vielleicht einer der schwächeren Filme von Jarmusch aber nur, weil er dem Mainstream näher ist als vielleicht "Dead Man".
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  13. #13
    Ще не вмерла Україна
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    Ich dachte vor allem an "Hero", der eindeutig ein Schwertkampf Film und kein Kung-Fu Film ist. Nicht unbedingt ein Samurai-Film in dem Sinne, dass er von einem Samurai handelt aber das tut "Lady Snowblood" wohl auch nicht. In "Hero" kommen Szenen vor, in denen die Protagonisten den Gesetzen der Physik trotzen und sich in dünner Luft wie Fische im Wasser bewegen. Ähnlich auch in Tiger&Dragon, der auch nicht unbedingt ein Kung-Fu-Film ist.
    Mag sein, dass Lady Snowblood keine Samurai ist, aber der Film spielt in Japan, ihre Waffe ist ein Katana und sie kämpft gegen jap. Gangster.

    Hero hingegen hat so gar keine Verbindung zum Samurai-Genre.
    Hero spielt im antiken China, jahrhunderte bevor in Japan Samurai auftauchen wenn mich nicht alles täuscht. China hat eine ganz andere Kultur und Gesellschaft, deswegen auch die Tendenz zu dem Flugkrempel (-> Kung-Fu ). Für Tiger & Dragon gilt ähnliches... chinesischer Film der in China spielt und chinesische Martial Arts zum Thema hat.
    Absolut keine Verbindung zu Samurai
    Sorry, aber mir sind da zu wenige Verbindungen zum Genre, als dass ich diese chinesischen Produktionen als Samuraifilme ansehen könnte

    Bei lady Snowblood, wie gesagt... Schwertkampf mit den traditionellen Waffen im Land und zur Zeit der Samurai (gerade noch so).
    Wenn ich Glück hab kann ich mir in ein paar Wochen die US-Version von nem bekannten ausleihen und dann auch mehr zu Lady Snowblood sagen.

    €: Ghost Dog würd ich eigentlich auch nicht mehr wirklich zu den Samuraifilmen zählen, aber er hat ja wenigstens die Philosophie... wobei ich den Film auch noch net gesehen habe

     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  14. #14
    Hörn sich beide voll cool an.
    Bring sie am besten im
    Sommer mit nach Frankfurt
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  15. #15
    Lady Snowblood ist arg langweilig.
    Das beste an dem Film ist die (wegen des Schnees) ästhetische Eröffnungszene und die Musik, die ja auch in Kill Bill wiederverwertet wurde.

    Was Kagemusha betrifft muss ich sagen, dass dessen Nachfolger "Ran" noch um einiges besser ist, was aber wohl darauf zurückzuführen ist, dass es sich um eine Adaption von Shakespeare's "Könige Lear" handelt.
    Nichtsdestotrotz sind beide Filme sehenswert.
    You cannot spell slaughter without laughter.

  16. #16
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    Lady Snowblood hat mich leider auch etwas enttäuscht.
    Ich hatte einen stylishen Film mit viel Schnee und viel Action/Blut erwartet, nach dem Trailer jedenfalls. War aber leider genau nicht so
    Der zweite Teil soll ja besser sein ~_~

    AKTUELL:
    Takeshi Kitanos preisüberhäufte und hochgelobte Neuverfilmung von ZATOICHI
    wird ab näxter Woche bis zum 7. Juli in verschiedenen Mainzer Kinos, darunter sogar das alte Residenz (!) laufen!

    Akira Kurosawas RAN (1985)



    Die Geschichte ist von Shakespeares "König Lear" übernommen und ins mittelalterliche Japan verlegt worden (also ganz in der Tradition von Das Schloss im Spinnwebwald/Throne of Blood).

    Daimyô ( japanischer Lehnsherr) Ichimonji Hidetora hat drei Söhne:
    Jiro, Taro und Saburo.
    Er hat sein ganzes Leben lang sein Territorium über das er nun herrscht mit großen Kriegszügen erobert. Er verfügt über große Armeen und drei Festungen.
    Doch nun ist er alt und weiß, dass er nicht mehr lange leben wird.
    Deshalb gibt er bei einer königlichen Jagd bekannt, dass er seinem Sohn Taro die volle Befehlsgewalt über das Haus Ichimonji überträgt. Jiro erhält die zweite Burg und Saburo die dritte.
    Hidetora selbst behält eine Leibwache von 30 Mann und seinen Titel als Great Lord, nicht aber dessen Privilegien.

    Die Söhne sind glücklich und nehmen dankend an. Nur Saburo spricht seine Skepsis frei aus und beleidigt damit seinen Vater so sehr, dass er von ihm enterbt und zusammen mit einem Berater ins Exil geschickt wird.

    Doch Saburo sollte recht behalten:
    Die Söhne wenden sich einer nach dem anderen gegen ihren Vater in ihrer Gier nach Macht. Die letzte Rettung für Hidetora wäre die Flucht zu seinem Sohn Saburo, der im Exil bei einem befreundeten Clan untergekommen ist, doch Hidetora schämt sich zu sehr für seine ungerechte Bestrafung um seinem Sohn entgegentreten zu können.

    Meinung:
    Der Film kann am ehesten mit Kagemusha verglichen werden, ist aber noch einen Tick besser. Der Film ist generell sehenswert und bietet auch einige Schlachtszenen (sehr beeindruckend: Die erste Schlacht um die Burg).
    Ganz besonders gut fand ich bei der ersten Schlacht, dass keinerlei Glorifizierung zu erkennen ist (Grüße an Hollywood). In den Schlachten von RAN sterben die Menschen sinnlose Tode, es gibt keine Ehre oder einen großen Pathos.
    Ran/König Lear zeigt wie sich Menschen von ihrer Machtgier korrumpieren lassen.
    Sehr gelungener Film, in dem sich Kurosawa noch einmal selbst übertrifft. Leider ist die Musik nicht so schön wie bei Kagemusha.






     ・sialdan:bautarstæinar:stanta:brauto:nær:nema:raisi:niþR: at:niþ ・

  17. #17
    Kriegsdienstverweigerer

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    ka ich kenn die filme die hier angesprochen werden nicht..
    aber ich muss sagen das filme welche in japan spielen mir pers immer recht gut gefallen..dieses land hat sau viele reize..





    There'sanotherworldinsideofme
    thatyoumayneversee
    Somewhereinthisdarkness
    There'salightthatIcan'tfind
    Ormaybeit'stoofaraway...
    OrmaybeI'mjustblind...


  18. #18
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    Ich werde bald einen Thread über Yojimbo und Für eine handvoll Dollar aufmachen... hab Yojimbo halt grad verliehen -_-
    Ansonsten müsstsch ma schaun.. Zatoichi von Takeshi Kitano wurd ja mal wieder abgesagt (scheiß Programmkinos... ein Puff ist verlässlicher als diese verlausten, puffigen kinoschuppen!).

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  19. #19
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    *haarerauf* Zatoichi läuft DOCH und die Typen vom Infostand haben keine Ahnung -___-
    Es leben das Internet und die Sensei, Hurrah, Hurrah, Hurrah.

    Soviel zum Vorwort.

    PEOPLE'S CHOICE AWARD" FILMFESTIVAL TORONTO 2003
    ZUSCHAUERPREIS UND "SPECIAL DIRECTOR'S AWARD" FILMFESTIVAL VENEDIG 2003



    Takeshi Kitano: Zatoichi - der blinde Samurai

    "Japan im 19.Jahrhundert: Der blinde Wanderer Zatoichi verdient seinen Lebensunterhalt mit Massagen. Doch hinter seiner ärmlichen Fassade steckt ein begnadeter Schwertmeister mit atemberaubender Präzision. Er entdeckt, dass eine abgelegene Bersgstadt der Ginzo-Gang (Yakuza-/Mafia-Gang) völlig ausgeliefert ist. Mit Hilfe des angeheuerten Hattori bekämpft der rücksichtslose Ginzo jeden, der sich ihm in den Weg stellt. In einem Spielertreff lernt Zatoichi die beiden Geisha-Schwestern O-Kino und O-Sei kennen. Sie wollen mit allen Tricks den Mord an ihren Eltern rächen. Bald darauf versuchen hinterhältige Handlanger, Zatoichi zur Strecke zu bringen. Von da an wird sein Weg durch erbarmungslose Showdowns bestimmt."

    Soweit die Presseinfo
    Mal als Anmerkung: Zatoichi war ein japanischer Kinoheld (soll heißen er ist eine fiktive Figur), der sich in den 60'er und 70'er Jahren größter Beliebtheit erfreute. Etwa 25 Filme wurden damals über Zatoichi gedreht.


    Das Original (Teil 6)

    Nun, ich habe vor einiger Zeit mal einen der alten Zatoichifilme gesehen, fand diesen aber wenig berauschend und eher langweilig, was wohl an der absolut übergöttlichen Schwertkampfkunst der Herrn Z. lag und an der verhältnismäßig langweiligen Geschichte (guter blinder Mann hilft armer ungerecht verfolgter Frau blabla).

    Aber zurück zum Kitano-Zatoichi:
    Ich darf alle Fans von Zatoichi beruhigen, der Film kann sich mühelos in die Zatoichireihe eingliedern und kann sich auch unter klassischen Samuraifilmen gut einordnen. Er erfüllt eigentlich alles was ein Samuraischinken so braucht. Sehr gut, wenn auch auffällig, sind die SFX in bezug auf Blut und Schwertwunden (typisch japanisch spritzt das Blut natürlich unter Hochdruck nach draußen, wenn auch nicht so extrem wie sonst üblich).
    Zur Geschichte mit den pausenlosen Showdowns muss ich sagen, dass es sich einfach nur um eine Lüge handelt. Ich war total enttäuscht von den "Kämpfen", die sich wirklich immer auf das abschlachten von Kanonenfutter beschränken. Dadurch war die Action eigentlich schon wieder eintönig und der Film hat sich stark in die Länge gezogen.
    Technisch gesehen ist der Film sicherlich mindestens so brilliant wie Mibu Gishi Den (s. o.), eher noch ein wenig besser.
    Ein großer Kritikpunkt ist der sehr verwirrende Handlungsablauf. Die Handlung zu erfassen ist zwar kein Problem, aber durch den manchmal wirklich groben Schnitt versteht man den Szenenzusammenhang des öfteren nicht und kann nur schwer dem Ablauf der Handlung folgen. Zusammen mit den Kanonenfutterschlachten trifft das den Film meiner Meinung nach sehr schwer. btw finde ich dass die billige minimalistische Synthesizermucke im Vergleich z.b. zur grandiosen Musik von "Azumi" einfach nur abstinkt. Störend fand ich auch, dass dieses schirche gedudel über der traditionellen minimalistischen Musik weiterläuft.
    Ich war vom Film insgesamt leider etwas enttäuscht, hätte mehr davon erwartet.

    Fazit:
    Ein Grundsolider Zatoichi-Film mit teils viel Rasanz und guter Technik, aber mit eintönigen Kanonenfutterschlachten und teils unzusammenhängend wirkenden Szenen.

    Bilder fürs Volk:


    Hattori: Ein Skrupelloser Killer?
    Spoiler:
    Sein Handlungsstrang wird glaube ich gar nicht zu Ende geführt



    Der Trailer fürs Volk:
    http://www.moviemaze.de/media/trailer/993.html

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  20. #20
    Oberstleutnant
    Avatar von Touji
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    Mist, da ist mir jemand mit der Filmvorstellung zuvorgekommen. ^_^''

    Mir persönlich hat Zatoichi sehr gut gefallen, was wohl zum Teil auch daran liegt, dass ich nicht viel mehr als einen kurzweiligen Film erwartet hatte.

    Ich hatte weder sonderlich viel Realismus noch Tiefgang erwartet, sondern wollte mich einfach unterhalten lassen. Da ich schon einige Berichte über den Film gelesen hatte, bevor ich mir den Film selbst zu Gemüte führen konnte, war ich diesbezüglich auch "vorgewarnt".

    Derart vorbelastet kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass der Film meine Erwartungen übertroffen hat. Gut inszenierte Actionszenen, Charaktere mit glaubhaft erklärten Motiven, ein langsam aber sicher näher rückender Showdown zwischen 2 "Helden" und das ohne dabei allzu sehr ins Gut-gegen-Böse-Schema abzurutschen. Wenn die Charaktere nicht solche Stereotypen gewesen wären, hätte's mir wohl noch besser gefallen, aber man kann halt nicht alles haben. (BTW: Meiner Meinung nach sind die beiden Geschwister die besten Charaktere des Films, obwohl sie eher Nebencharaktere sind.)

    Um dem Ganzen noch die nötige Würze zu geben, bleibt auch der Humor nicht ganz auf der Strecke (Ich sag nur: "Don't stare at me like that, bonesetter!"* ) und auch für den einen oder anderen Running-Gag ist gesorgt.

    In Erinnerung geblieben sind mir auch ein paar kleinere Spielchen mit Filmschnitt und Musik, wo etwa die auf dem Feld arbeitenden Bauern ihre Gerätschaften perfekt zum Takt der Musik schwingen. Es sind nette kleine Details wie diese, die auch etwas vom Reiz des Filmes ausmachen.

    Ehrlichgesagt bin ich mir auch nicht sicher, ob der Film so recht in den Samuraifilm-Thread passt. Klar es spielt in etwa in der Zeit, in der es in Japan Samurai gab und auch die verwendeten Waffen passen, mit einer Außnahme, gut in die Zeit. Mir kam es aber eher wie ein bunter Genremix vor. Ich würde die Konkurrenz des Filmes eher bei Kill Bill suchen und eventuell entfernt beim Hong Kong-Action- oder Yakuzafilm (Regisseur Takeshi Kitano hat, soweit ich gehört/lesen habe, ja bereits Filme in letzterem Genre gedreht), als bei ernsteren Vertretern des Genres.

    Wer einen ernsten Vertreter des Samuraifilm-genres erwartet ist bei Zatoichi, im wahrsten Sinne des Wortes, im falschen Film. Für sich gesehen, kann er meiner Meinung nach durchaus überzeugen.


    *Kenne nur eine englische Fansub, weiß also nicht wie diese Szene ins Deutsche umgesetzt wurde.

    Original geschrieben von Outrider
    Spoiler:
    Sein Handlungsstrang wird glaube ich gar nicht zu Ende geführt
    Spoiler:
    Falls du damit auf Hattori's Frau anspielst, ich glaube nicht dass das unbedingt nötig ist, den Handlungsstrang zuendezuführen. Sie war dazu da, die Zuseher Hattori's Motive, warum er das macht was er macht, zu veranschaulichen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
    "The social dynamics of the net are a direct consequence of the fact that nobody has yet developed a Remote Strangulation Protocol." - Larry Wall

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